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Ein ganz normaler Tag....

Dieses Thema im Forum "Geschichten, Gedichte und Nachdenkliches" wurde erstellt von I)4wN, 11 Februar 2005.

  1. I)4wN
    I)4wN (29)
    Verbringt hier viel Zeit
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    0
    vergeben und glücklich
    Mir war langweilig und habe nen kleinen Text geschrieben, so ein ganz normaler Tagesblauf wie er zu häufe bei mir vorkommt :grin::


    Über das Verarschen von Lehrern und den IQ von Busfahrern...

    „Ein ganz normaler Tag!“


    Wer kennt es nicht:

    Man steht morgens an der Bushaltestellt, ärgert sich, dass man für sein schon längst überfälliges Referat schon wieder keine Zeit gefunden hat und wahrscheinlich mal wieder eine 6 im Unterrichtsfach „Deutsch“ erhalten wird. Zudem hat man, als gut trainierter Langschläfer mal wieder den Bus verpasst und wartet nun auf den nächsten, der wohl hoffentlich irgendwann mal kommen wird, weil wieder jemand den Busfahrplan mit der Hilfe seines Feuerzeuges mit nach Hause genommen hat.

    Nach 3 gerauchten Zigaretten und unendlich Liedern auf dem MP3 Player kommt der Bus endlich in Sichtweite. Beim kramen in der Tasche, kommt man grade noch bevor der Bus anhält an seine Fahrkarte – die ungültige Fahrkarte vom letzten Halbjahr. „Na schön... auch das noch“ spricht einem eine unbekannte Stimme zu, aber fakt ist, dass sogar Kekskrümmel die Busfahrer überwinden können und das auch ohne eine gültige Fahrkarte.

    Man weiß nicht, ob es nur an der Unaufmerksamkeit jener Busfahrer die Tag für Tag die selbe Strecke fahren liegt, an deren unentdeckten Kurzsichtigkeit oder letztendlich doch an ihrer schlichten Dummheit liegt. Irgendwie hat man es geschafft die riesige Stelle an der in fettgedruckter Schrift „Gültig bis Februar 1527“ steht mit irgendeinem Teil seiner Geldbörse abzudecken und diese so zu halten dass die Beleuchtung die Plastikfolie zum reflektieren bringt. Ein zustimmendes Nicken, des inzwischen wohl 120 Jahre alten Opa's erschafft die gewünschte Erleichterung... die Lektüre „Schwarzfahren für Fortgeschrittene und Profi's“ hat man ja schließlich schon in der Grundschule gelesen. Vorbei an den riesigen Plakaten mit der Beschriftung „Schwarzfahren ist teuerer geworden...“ sucht man sich seinen Platz im hinteren Teil des Busses und denkt sich „...für mich ist es immer noch umsonst!“. Nach dem schließen der Augen und dem verschwinden der euphorischen Glücksgefühle im Bauch, nachdem man es wieder einmal geschafft hat fährt der Bus auch schon los. Grade in dem Moment, wo sein Lieblingslied an der Reihe ist, versagen die Batterien vom MP3 Player, man kramt nach einer neuen in seiner Brusttasche in der Jacke und findet sogar eine – sensationell. Die alte Batterie nimmt man raus - man wirft noch einen letzten Blick auf die blaue Ummantelung der darin enthaltenen Säure und Hydroxidionen, ärgert sich über die Aufschrift „extra long life“ und lässt diese dann auf den Boden des Busses gleiten. „Nur noch ein paar Sekunden, dann hab ich wieder Musik...“ denkt man sich, bevor man bemerkt, dass man vergessen hat wo man die neue Batterie eigentlich hingetan hat. Gefrustet und ohne Musik lernt man die Namen der Bushaltestellen auswendig bevor man registriert warum einem sein Hinterteil aufeinmal wehtut: Exakt! Nach endlosem nichtstun hat man seine Batterie, die man vor Stunden aus seiner Tasche gekramt hat wiedergefunden. Schnell eingelegt, bemerkt man auch ebenso schnell, dass man sich nach einem Druck auf „Play“ erneut über die Anzeige „Low Battery“ freuen darf – scheiße aber auch! Wieso tut man leere Batterien wieder zurück in die Tasche? - Man denkt sich „sind bestimmt Akku's“ und schließt die Augen.

    Der Versuch die Restlichen Kilometer der Strecke zu schlafen schlägt fehl, nachdem man sich so positioniert hat, dass einem der Dieselmotor das Gehirn nicht neu sortiert wird man von einer netten, einfühlsamen Stimme geweckt: „Nächster Halt: Niederpeddensiepen“. Nachdem man die Zeit totgeschlagen hat, steigt man schließlich am zentralen Omnibusbahnhof aus. Voller Erwartung, wohl mit einem Zug zur Schule fahren zu dürfen, sucht man vergebens die Gleise. „Warum, nennen diese komischen Hippies Ihren Busabstellplatz denn Bahnhof?“, naja egal... man muss schließlich loslaufen um nicht allzu spät zu kommen. Nachdem man sich seine letzten Cent stücke für ein Brötchen zusammengekratzt hat und diese ohne irgendwelche besonderen Zwischenfälle auch gekauft hat verlässt man die Innenstadt richtung Schule. Das kramen in der linken Hosentasche wird mit einer Zigarette belohnt, zwar „Lucky Strike“ aber egal – hauptsache es qualmt und es bringt einen um. Die Kramerei fängt wieder von vorn an, diesmal sucht man sein Feuerzeug, aber lag das nicht direkt neben der neuen Fahrkarte auf dem Schreibtisch im Zimmer gleich oben links nach den Treppen, an dem Ort, den man „zu Hause“ nennt? Kacke...!

    An der belebtesten Straße in der ganzen Stadt, wo einem jeden Morgen 20.000 Leute begegnen ist heute keiner da. Nach einem Kilometer, begegnet man dann 3 Leuten auf einmal, die aber allesamt der „Nichtraucherfraktion“ angehören. Kurz vor der Schule bekommt man, die Möglichkeit bei einem „Ein-Euro-Jobler“ seine Zigarette anzuzünden – ja sogar mit einem Benzinfeuerzeug! Nachdem man die Straße überquert hat ohne überfahren zu werden, kommt auch schon die Schule in Sichtweite. Die Zigarette zu Ende geraucht und mit dem Gedanken im Buch „Die beste Ausreden aus dem Jahr 2004“ entscheidet man sich für die Nummer 57 auf Seite 1406: „Der Bus hatte einen kleinen Unfall an der Ampel unten in der Brüderstraße gehabt und ich musste den Rest zu Fuß laufen.“ - das Buch kennt jeder Schüler in der Unterstufe am Berufskolleg für Technik auswendig. Nun, fast alle Probleme hat man in den 120 Minuten die man schon Wach ist in den Griff bekommen, dann wird man wohl auch noch rausfinden können, mit welchem Lehrer man grade wo Unterricht haben sollte. Nach kurzem Überlegen und einer weiteren Zigarette, die man diesmal mit Milfe der Streichhölzer die die ganze Zeit über in der Zigarettenschachtel lagen anzündet fällt einem ein: „Hey, heute hab ich doch Sport in den ersten beiden Stunden!“. Gefrustet geht man zum Eingang der Sporthallte, erwartungsgemäß ist diese aber um zwischen dem Stundenbeginn und Stundenende verschlossen und dieser Fall traf auch diesmal zu.

    Es bleibt einem nun gar nichts anderes Übrig als zu warten – und zwar auf die 1. große Pause. Nach dem man sich mit dem Gedanken beschäftigt hat, wie es wohl bei „den Schlümpfen“ heute Nachmittag weitergeht und warum man in seinen Texten zu oft den Satzbeginn „Nach dem“ bentuzt klingelt es auch schon. Nach wenigen Sekunden bekommt man seine ersten verschwitzten und ausgepowerten Klassenkamer zu gesicht: „Na? Schon wieder zu spät...“ - „Ja! Aber diesmal kann ich wirklich nichts dafür. Echt!“

    Nach der Pause geht es weiter mit Deutsch. Der Deutschlehrer unterrichtet leider auch Sport und somit darf man sich erstmal anhören wo man denn in Sport gewesen ist. Nachdem die vorhin ausgesuchte Ausrede sogar noch Mitleid erzeugt hat setzt man sich. Das geplappere von seinem Tischnachbarn der einem Erzählt, was man denn so tolles in Sport verpasst hat, fragt der Lehrer auch nach dem Referat mit dem Thema „Kommunismus“, „mist – das war mein Thema...“. Wenn der Tag schon so beginnt, möchte man nicht auch noch etwas von Kommunisten hören, geschweige denn erzählen. Man zückt die Diskette auf der mit fast unleserlicher Handschrift „Kommunismus Deutsch“ steht und zwar direkt unter der durchgestrichenen Beschriftung „Steuererklärnung 1998“.

    Das Referat wurde zwar aufgrund einer unendlich großen Faulheit nicht gemacht, aber die Kraft um irgendwelche kaputten Word & PowerPoint Dateien auf eine Diskette zu kopieren, findet man irgendwie immer. Die Diskette wird in das Laufwerk geschoben und die Datei geöffnet: „Die Datei ,,Kommunismus Deutsch.ppt´´ kann nicht geöffnet werden und ist möglicherweise beschädigt.“ erscheint direkt nach einer Fehlermeldung. Der Lehrer gibt einem weitere 7 Tage Zeit um die scheiß Datei auf die scheiß Diskette zu kopieren und nimmt den nächsten dran. Derjenige war leider zu Faul um überhaupt irgendetwas zu machen und Kassiert eine 6 – wie blöd! Beim beginn der 5. Stunde, gerade in dem Augenblick in dem man noch schalfend auf dem Tisch liegt frag einem der Lehrer der grade den Raum betritt: „Hey! Geht's Dir etwa nicht gut?“ - „Nein, ich glaube ich bin krank“. Der Lehrer entbindet einem vom weiteren Unterricht und man macht sich auf die Heimreise. Verbringt den Rest des Tages mit schlafen, Selbstbefriedigung und dem Schreiben von irgendwelchen komischen Texten, die man eigentlich nur schreibt um die Funktion „PDF Datei erzeugen“ in der Software „Open Office“ zu testen.

    Beim gucken auf die Uhr fällt einem auf, dass es schon wieder 1:00 Uhr ist und das man wohl noch lieber Fernseh gucken sollte, sonst kriegt man den Bus morgen noch pünktlich. Das wäre ja viel zu schade...



    ----


    Verzeiht mir meine Rechtschreib und Grammatikfehler, bin einfach vieeeeeeeeeel zu müde... gute Nacht :bier:

    Gruß,
    D4WN
     
    #1
    I)4wN, 11 Februar 2005
  2. chiquo
    chiquo (28)
    Verbringt hier viel Zeit
    280
    103
    1
    nicht angegeben
    beim lesen is mir aufgefallen, was für ein langweiliges leben ich habe...
     
    #2
    chiquo, 12 Februar 2005
  3. nizmo
    Gast
    0
    lol geil, musste schmunzeln ^^
     
    #3
    nizmo, 13 Februar 2005

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