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Ein Leben lang unzufrieden?

Dieses Thema im Forum "Kummerkasten" wurde erstellt von SottoVoce, 22 Oktober 2006.

  1. SottoVoce
    SottoVoce (34)
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    Ich hab mal wieder ein Arbeitsproblem... :geknickt:

    Ganz kurz zur Vorgeschichte: Ich hab ein Berufsakademie-Studium in der Fachrichtung BWL / Bank gemacht, bin von meinem ausbildenden Betrieb aber Ende September nicht übernommen worden und jetzt seit einem guten halben Monat arbeitslos. Seit mehr als 4 Monaten schreibe ich Bewerbungen, war auch schon bei einem Bewerbungsgespräch, aber im Endeffekt sind es dann doch immer Absagen. Ich bin auch durch die mündliche Prüfung Ende September noch durchgefallen und werde die Anfang November wiederholen, bevor ich dann endgültig fertig bin mit dem Studium (da das aber in keiner Bewerbung drinsteht, war das auch noch nie Grund für eine Absage).

    Mein Problem ist jetzt: Ich mach BWL eigentlich nicht wirklich gern. Ich wusste nach dem Abi halt nicht, was ich werden will, nen Traumberuf hatte ich nie und irgendwie dachte ich dann halt, ich mach BWL, das kann man immer mal brauchen. Uni wollt ich aber nicht, weil ich da nix verdient hätte und ja meinen Sohn durchbringen muss, also dachte ich an die Berufsakademie und da musste ich mich zwischen Bank und Industrie unterscheiden und hab die Bankrichtung dann nur aus dem Grund genommen, weil mein Vater schon Bänker war (inzwischen im Ruhestand) und ich da wusste, was auf mich zukommen würde. Die Entscheidung für das BA-Studium ist also eher aus der Not heraus geboren, IRGENDWAS tun zu müssen.

    Wäre ich übernommen worden, hätte ich auch ohne Meckern weiter gearbeitet. Ich habs nie gern gemacht, aber auch nicht gehasst. Die Arbeit war zwar ziemlich blöd, aber immerhin gabs nette Kollegen, und so bin ich auch einigermaßen gern arbeiten gegangen. Aber erfüllt?! Nee, das hat mich der Job nie. Es war immer nur ein Job, total unwichtig. Ich hätt das nie freiwillig gearbeitet, habs nur gemacht, weils halt Geld gab.

    Aber es fällt mir jetzt so schwer, mich da wirklich dafür zu bewerben. Anfangs dachte ich, das liegt daran, dass ich Zeit mit meinem Sohn verbringen kann und das voll genieße, aber das ist glaub gar nicht der Grund. Ich will nicht BWL machen. Ich hasse es zwar nicht gerade, aber es ist so kalt und leer und leblos... :ratlos:

    Ich möchte Leuten helfen. Das würde mich erfüllen. Altenpflege oder sowas. Aber das geht shcon allein wegen der Schichtarbeit mit dem Keks ja gar nicht. Das ist nur die Richtung, die mich auf einmal total reizen würde.

    Und das macht mich gerade total kaputt. Ich kann nicht noch eine Ausbildung anfangen - das kann ich mir nicht leisten. Außerdem - wie gesagt, Altenpflege geht wegen den Schichten eh nicht und mir fällt sonst wieder nicht wirklich was ein, was mich reizen würde... Wieso konnte ich die Erkenntnis, was mir Spaß machen würde, denn nicht gleich nach dem Abi haben?! Wieso erst jetzt?! Jetzt ist es zu spät... Jetzt bin ich gefangen in dieser kalten, leblosen BWL und komme da nicht mehr raus... Muss ich jetzt ein ganzes Leben lang was arbeiten, was mir zutiefst zuwider ist?! :ratlos:

    Ich weiß gar nicht, was ich von Euch hören will... :geknickt: Aber es hat irgendwie auch einfach gut getan, es mal "rauszuschreien". Ich bin im Moment einfach zutiefst deprimiert, weil ich keine Ahnung hab, was ich mit meinem Leben anfangen soll und wie ich das schaffen soll, für immer etwas zu machen, was mich unglücklich machen wird... :frown:
     
    #1
    SottoVoce, 22 Oktober 2006
  2. Dillinja
    Dillinja (34)
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    nicht angegeben
    in der schweiz gibt es etwas, was sich Spitex nennt. kurzum: gelangweilte hausfrauen gehen bei alten und bedürftigen menschen putzen. durch zusätzliche berufsbegleitende kurse kann man zur pflege wechseln. das ganze variiert zwischen 10 und 100% - und diese zeiten kann man sich über den tag verteilt zumeist selbst einteilen (bzw. mit den anderen arbeitskräften abklären).

    ich glaube, das wär' was für dich - wenn es so ein system bei euch auch gibt

    http://www.spitexch.ch
     
    #2
    Dillinja, 22 Oktober 2006
  3. Jamiro
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    nicht angegeben
    Hallo!

    Also ich versteh dein Problem und es ist klar, dass du keine Arbeit findest, wenn du keine überzeugende Ausstrahlung mitbringst. Das ist aber glaub ich gut so. Du willst ja nicht im BWL Bereich bleiben. Wenn du davon überzeugt bist, dass die Altenpflege deine Berufung ist, dann findest du bestimmt einen Weg dorthin. Dann musst du dir aber auch 100% sicher sein. Ich weiß nicht genau, wie die Ausbildung dazu selbst aussieht, aber ich weiß wie das mit Schichtarbeit ist. Hab selbst ein Jahr Zivildienst in einem Behinderten-Wohnheim gemacht und dort bestand das weibliche Pflegepersonal ausschließlich aus Müttern. Teilweise alleinstehend und mit Kleinkindern. Die haben es auch irgendwie gschafft, alles unter einen Hut zu bringen. Dein Leben ist ja noch lang nicht vorbei. Du bist noch jung genug um eine neue Ausbildung zu starten und in der Zeit, in der du arbeitest oder lernst, findest du bestimmt jemanden, der auf dein Kind aufpasst. Aber wenn du jetzt anfängst dir das Leben, so wie es jetzt aussieht, als Käfig vorzustellen, dann wird das nicht lange gut gehen.

    Also tu was du für richtig hälst. Du kannst natürlich weiter nach Arbeit im BWL-Bereich suchen, vielleicht findest du ja was. Dann hast du ja noch mal Zeit dir klar zu werden, ob du es WIRKLICH nicht machen willst. Wenn du das jetzt schon sicher weißt, dann würd ich was an der Situation ändern. Verlangt nach Mut, zahlt sich aber meistens aus.

    Viel Glück!
     
    #3
    Jamiro, 22 Oktober 2006
  4. User 18889
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    nicht angegeben
    In der Altenpflege gibt es zwar Schichtarbeit, aber überwiegend wird tagsüber gearbeitet, weil auch die alten Leute nachts schlafen und nur wenige Aufsichten brauchen. Trotzdem sind das 3 Jahre, in denen man kaum was verdient und der Verdienst später ist wohl nicht mit dem zu vergleichen, was du im BWL-Bereich mit einem Studium bekommen könntest.

    Woran liegt es deiner Meinung nach, dass du nur Absagen bekommst? Ich weiß nicht, ob nur ich so denke, aber als Chef würde ich keine Frau mit kleinem Kind einstellen, die noch dazu nicht verheiratet ist, also vermutlich keinen Mann Zuhause hat, der sich notfalls auch mal ums Kind kümmert. Es mag herzlos klingen, aber so ist das heutzutage wohl und die Firmen müssen ja auch sehen, wo sie bleiben. Das ist natürlich ziemlich blöd...

    Ich an deiner Stelle würde allerdings versuchen, wenigstens ein, zwei Jahre voll zu arbeiten, um etwas Geld zurückzulegen. Anschließend könntest du ja immer noch in einen sozialen Beruf wechseln.

    Was käme denn sonst noch in Frage? Krankenschwester? Altenpflege? Behindertenbetreuung? Kindergarten? Da gibt es ja soo viel.

    Das sind aber alles Sachen, die finanziell nicht mit einem Beruf nach abgeschlossenem BWL-Studium zu vergleichen sind... absolut nicht. Dann hättest du dein Studium sozusagen umsonst gemacht.
     
    #4
    User 18889, 22 Oktober 2006
  5. The Man
    Gast
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    Erstmal Kopf hoch ! :smile:

    Du sagst, du hast nur Absagen bekommen. Wieviele Bewerbungen hast du geschrieben ? Damit man ne Vorstellung hast, wieviel zu darin investiert hat. Gibt Leute die schreiben in 4 Monaten 10 Bewerbungen, andere 300.

    Wegen der Altenpflege. Geh doch mal zum Arbeitsamt, erkläre denen seine Situation und frage, was du am besten machen kannst, bzw wie du wo suchst. Die Sind zwar manchmal etwas inkompetent und bräsig, aber Leute, die wirklich schnell ne Arbeit brauche, bekommen die meistens auch. Vielleicht nicht sofort. Vielleicht nicht exakt das, was man sucht, aber etwas in der Richtung. Immer optimistisch sein :smile:

    Achso UND es gibt beim Arbeitsamt einen Service, den man nur auf spezielle Nachfrage bekommt, weil der natürlich Geld kostet (nicht deins, sondern das vom Staat). Du kannst deine Bewerbung (egal wofür natürlich) da mit einem Profi durchgehen und optimieren, ich sage dir, meine Bewerbung war danach nicht mehr wiederzuerkennen. Frag ausserdem nach, wie du an das Geld der Bewerbungen wieder drankommst, das Arbeitsamt kann dir das rückzahlen, sprich Bewerbungsfotos, Umschläge, Briefmarken etc.

    Inwiefern bekommst du eigentlich staatliche Unterstützung für das Kind ?
     
    #5
    The Man, 22 Oktober 2006
  6. SottoVoce
    SottoVoce (34)
    Sehr bekannt hier Themenstarter
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    Danke für Eure Antworten - die machen schon wieder ein bisschen Mut! *tief durchatme*

    @Dilli: Danke, auf die Idee bin ich noch überhaupt nicht gekommen... Ich kann mich ja mal erkundigen, ob es hier auch sowas gibt und wo es sowas gibt und wie ich da rein komme und was meine Voraussetzungen sein müssten... Ich möchte mich jetzt auch mal bei einem Altenheim bei uns im Stadtteil erkundigen, ob ich dort eventuell ein Praktikum machen kann, dann könnte ich ja schonmal gucken, ob die Richtung auch WIRKLICH was für mich ist...

    @Jamiro: Ich hab ehrlicherweise keine Ahnung, wie ich als alleinerziehende Schichtarbeit und Kind unter einen Hut bringen sollte... :ratlos: Kind alleine lassen geht definitiv noch nicht für länger als mal ne halbe Stunde oder so, er ist noch nicht einmal 6 Jahre alt! Meine Eltern nehmen ihn tagsüber, das ist auch gar kein Problem, das machen die auch mit Freuden weiterhin. Aber sie werden ihn nicht über Nacht nehmen (nicht regelmäßig zumindest) und ich werd um Schichtdienst nicht drumherum kommen, wenn ich wirklich in einem Heim arbeite... *seufz* Es wundert mich wirklich nicht, dass niemand Altenpfleger werden möchte - ich wills nun (zumindest halt die Richtung) und bei mir gehts wegen der Arbeitszeiten nicht...

    @Maria: Mir geht es nicht ums Geld. Ich weiß, dass ich mit meiner BWL mir ne goldene Nase verdienen könnte, wenn ich da mit Feuereifer an die Sache dran gehen würde. Aber ich gehe da nunmal nicht mit Feuereifer dran. Das ist einfach zu kalt, zu leblos, um mich glücklich machen zu können, und das Glück kann ich mir dann auch nicht mit Geld kaufen. Die Vorstellung, 8 Stunden am Tag in ein Büro eingesperrt zu sein und mit Zahlen zu jonglieren deprimiert mich total. Ich war im letzten Jahr auch laufend krank (insgesamt glaub 5mal für eine ganze Woche immer gleich!), kein Wunder, wenn man nicht gern in die Arbeit geht... Da verdiene ich lieber weniger, oder lerne nochmal was von Beginn an, als dass ich für immer unglücklich und krank bin...

    Krankenschwester fände ich jetzt nicht so toll und mit Kindern glaub ich würden mir Geduld und Nerven fehlen. Ich hasse es, wenn Kinder schlecht erzogen sind und sich total daneben benehmen, aber darauf haben halt vor allem die Eltern Einfluss und nicht die Erzieher. Das wär nix für mich. Mich faszinieren ältere / alte Personen, die schon was erlebt haben im Leben, die vielleicht einsam sind, jedenfalls aber schwierig und kompliziert. Mein Opa ist ein bärbeißiger Alter Mann, der halbseitig gelähmt und somit Pflegefall ist. Man kriegt oft was ab (seine Wut und seine Verzweiflung, auf andere so sehr angewiesen zu sein vor allem, gepaart mit der Dankbarkeit, DASS man da ist - und das macht ihn hin und hergerissen und launisch), wenn man mit ihm zusammen ist. Und mir macht das überhaupt nix aus, mir macht das total Freude...

    @Man: Ich hab am Dienstag ein Gespräch beim Arbeitsamt zu meiner "Bewerbungssituation", was immer das heißen mag. Ich hab insgesamt jetzt glaub so an die 20 Bewerbungen oder so geschrieben. Entweder es kam gar keine Reaktion bis jetzt oder halt Absagen. Meine Bewerbung wurde von einem durchgeschaut, der sich eigentlich auskennt und für gut befunden, ich denk so schlecht ist sie wirklich nicht. Übermorgen beim Amt wird die ja aber sicher auch durchgeschaut, könnt ich mir vorstellen. Und ich informier mich mal über die Möglichkeiten zum Umsatteln auf nen andern Beruf usw...

    Staatlichen Hilfen für den Keks? Nein, bekomm ich nix. Der Vater zahlt den Mindestsatz (aber keinen Cent mehr...) an Unterhalt und ich bekomme Kindergeld vom Staat für das Kind. Sonst nix. Wieso?
     
    #6
    SottoVoce, 22 Oktober 2006
  7. Melia
    Melia (37)
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    vergeben und glücklich
    Hallo Sotto,

    eine meiner Freundinnen hat ein sehr ähnliches Problem; sie ist in der Tourismusbranche und wird dort nicht recht glücklich. Sie hatte im Nachhinein völlig andere Vorstellung vom Job, fühlt sich jetzt unterfordert und sucht immer nach etwas Neuem. Am liebsten möchte sie aber Menschen helfen. Ich würde Dir das gleiche sagen, was ich ihr sage: Wenn Du wirklich unglücklich bist und es nicht aushälst, dann mach was anderes, aber mach es JETZT. Warte nicht noch Jahre und quäle Dich rum. Wenn Du Dir weiterhin vorstellen kannst, in dieser Richtung zu arbeiten, dann sieh Dich in Ruhe um. Bei den meisten Berufen gibt es Spezialisierungen, die interessanter sind oder man macht eine zusätzliche Ausbildung, bei der man von der ersten profitieren kann: wie wäre es in Deinem Fall mit einem zusätzlichen Studium der VWL, mit Entwicklungsökonomie (o.ä.) als Schwerpunkt. Ich finde, das Wichtigste in so einer Situation ist, dass man eine überlegte Entscheidung trifft und dann auch tatsächlich handelt.
    Was den Beruf der Altenpflegerin betrifft, würde ich mich genau erkundigen, ob das auch dauerhaft Deinen Vorstellungen entspricht. Nach allem was ich gehört habe, ist das nicht nur ein nervenaufreibender Job, sondern auch körperlich sehr anspruchsvoll. Außerdem muss man sich da wohl nicht viel vormachen, den meisten Menschen, die in einem Altenheim sind (ich verallgemeinere hier mal), kannst Du nur körperlich helfen. Traurigerweise haben die PflegerInnen heute nur noch wenig Zeit sich um den individuellen Menschen zu kümmern. Ich war schon mehrmals kurz in einem Altenheim und dort wirkten sehr viele Bewohner abwesend und entrückt; in einem Heim für Demenzkranke waren die Zustände sogar noch viel schlimmer. Ständig wurde geschrien, eine Frau wollte mir einen Kopfstand zeigen und ich konnte sie nur mühevoll davon abhalten. Ich war ziemlich schockiert. Die Pflegerinnen und Pfleger wirkten alle sehr nett, konnten dem Ganzen aber nicht recht Herr werden und sich nur schnell um die körperlichen Bedürfnisse kümmern. Mehr als ein "Wie geht es Ihnen", "Wollen Sie etwas essen" waren nicht drin.
    Selbst wenn Du nicht zur Altenpflegerin o.ä. umschulst, bleibt Dir ja immer noch die Möglichkeit (sobald es Dein Kind zuläßt) sich privat zu engagieren. In unserer Gegend werden z.B. ständig freiwillige Helfer im Hospitz gesucht, die sich um die Patienten kümmern und mit ihnen etwas "unternehmen".

    LG
    Melia
     
    #7
    Melia, 22 Oktober 2006
  8. The Man
    Gast
    0
    Also ich habe mich z.B. bei ca 40 Stellen beworben bis ich ne Zusage bekommen habe. Also lass es nicht daran scheitern :zwinker:
     
    #8
    The Man, 22 Oktober 2006
  9. Lysanne
    Verbringt hier viel Zeit
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    Verheiratet
    Liebste Sotto,

    ih kann deine Unzufriedenheit verstehen. ich kenne das, man hat zwar was abgeschlossen und damit ist man dann auch nicht glücklich. In der "Lernzeit" gabs genügend Gründe abzubrechen, aber man wollte ja nicht ohne irgendwas dastehen. Gelernt ist gelernt. Du hast dann hoffentlich im November dein Studium beendet. Ich drück dir die Daumen. :knuddel:

    Aber meinst du nicht, dass es dann bergauf geht? Du bist qualifizierter etc. Und ich sage gar nicht, dass du was tun solltest, was du nicht willst, das wäre Unsinn, aber du kannst dich doch mal erkundigen, ob du nicht umlernen kannst. Oder gar eine Weiterbildung.

    Das mit der Altenpflege würde ich mir gaaaanz gut überlegen. Ich habe vom Arbeitsamt damals meine Ausbildung zur Altenpflegehelferin-ging ein halbes Jahr-angeboten und finanziert bekommen. Nur die Qualen, die dich jeden Tag aufs Neue begegnen, die sind nicht Ohne. Dann die Schichtarbeit... Leider muss man in vielen Einrichtungen sich auch mit ansehen, dass man die netteste Person zu den alten Leuten ist, die langjährigen Mitarbeiter sind einfach abgestumpft und rabiat. :kopfschue Ganz zu schweigen on den Körperflüssigkeiten, mit denen ich nie wirklich klar kam. Wenn du sowas machen willst, und sei es nur die mobile Pflege (durch die Gegend fahren), würde ich das Arbeitsamt nach einer "Ausbildung/Weiterbildung/Umschulung" ansprechen.

    Ansonsten solltest du dir für die Zukunft überlegen, was du machen möchtest. Was macht die Spaß, was könntest du dir vorstellen etc. pp. Irgendwann musst du einem geregelten Leben nachkommen, denn auf Dauer hält man eine Arbeitslosigkeit kaum aus. Zumal ich auch denke, dass du deiner Familie einiges mehr bieten willst später, als 311 (345) € Hartz IV.

    Lieben Gruß und viel Erfolg bi der Selbstfindung!
     
    #9
    Lysanne, 23 Oktober 2006
  10. User 18889
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    nicht angegeben

    Wenn dir Geld nicht so wichtig ist, gibt es ja vermutlich so einige Alternativen.

    Ich will das hier auch nicht mein Leben lang machen, aber ich werde es zumindest solange machen, bis ich mir ein schönes Leben aufgebaut und was gespart habe. Könntest du das nicht auch tun? Dann kann man eine Umschulung machen, ohne sich riesige Gedanken wegen des Finanziellen zu machen.

    Du hast ja noch kein Praktikum als Altenpflegerin gemacht. Ich befürchte, du hast etwas falsche Vorstellungen von dem Beruf. Es ist harte körperliche Arbeit, die zudem schlecht bezahlt wird. Du bist zu 80 % damit beschäftigt, die Leute umzulagern, zu betten, zu füttern, Katheter zu leeren, sie umher zu schieben und dich von der trostlosen Situation da traurig machen zu lassen. Du siehst das alles meiner Meinung nach etwas zu positiv. Die wenigsten Leute sind dankbar für deine Arbeit. Du machst mit ihnen Dinge, die sie nicht unbedingt wollen. Die Gerüche sind übrigens auch nicht gerade toll. Du siehst fast nur ziemlich kranke Leute, die auf ihren Tod warten. In einem Altenheim hat so gut wie niemand noch Perspektiven und freut sich auf etwas. Leute, die noch umher laufen und fernsehen, sind eine Seltenheit. Die meisten liegen nur im Bett, viele können nach einem Schlaganfall z.B. nicht mehr reden und du siehst das ganze Leid jeden Tag. Als Krankenschwester hat man den Vorteil (so sehe ich es jedenfalls), dass man die Patienten nur einige Tage oder Wochen betreut und sie anschließend gesunder entlässt. Im Altenheim ändert sich nie was. Es geht kaum wem mal besser, sondern eher schlechter.
     
    #10
    User 18889, 23 Oktober 2006
  11. SexySellerie
    Sehr bekannt hier
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    Single
    Mal ne andere bescheidene Frage:
    Hast du schon mal daran gedacht, in irgendeiner Hinsicht im Krankenhaus-Management zu arbeiten? Die Möglichkeit hast du mit BWL doch auch
     
    #11
    SexySellerie, 23 Oktober 2006
  12. SottoVoce
    SottoVoce (34)
    Sehr bekannt hier Themenstarter
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    Verheiratet
    Hab ich und hab mich da auch beworben, aber leider wurde das nix. :frown:

    Pflegeheim / Altenheim Management könnt ich mir auch gut vorstellen. Aber wie bitteschön kommt man da rein?!
     
    #12
    SottoVoce, 23 Oktober 2006
  13. SexySellerie
    Sehr bekannt hier
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    Abtelefonieren, nachfragen, hartnäckig sein.Irgendjemand wird dir dort sicherlich sagen, an wen du dich wenden sollst.

    Andere Krankenhäuser noch anschreiben. etc. Bloß nicht die Hoffnung verlieren!
    hast du mal jemanden über deine Bewerbung schauen lassen?
     
    #13
    SexySellerie, 23 Oktober 2006

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