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ein Moment der Vollkommenheit

Dieses Thema im Forum "Geschichten, Gedichte und Nachdenkliches" wurde erstellt von User 133, 1 Oktober 2001.

  1. User 133
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    Ich habe vorher mein Leben gelebt. Einfach einen Tag nach dem anderen vergehen lassen. Versucht aus meinem Leben etwas zu machen. Versucht mein Leben zu genießen. Versucht meinem Leben einen Sinn zu geben. Also gelebt, wie jeder andere Mensch wahrscheinlich auch, bis zu diesem Tag.
    Ich ging eines Nachmittags zur Haupteinkaufszeit durch die Stadt. Meine Stimmung war gigantisch. Ich war mal wieder voll gut drauf und lächelte einfach in den Tag hinein. So lief ich also die Einkaufspassage entlang und quetschte mich durch die Menschenmengen in der Hoffnung, dass ich mich nicht all zu sehr vom Strom mitreißen ließ.
    Und dann sah ich ihn. Plötzlich war die restlich Welt wie verschwunden, Nein, nicht richtig verschwunden. Alles war noch da. Aber es war so, als hätte sich ein Tunnel zwischen den Menschenmassen gebildet. Am Anfang stand ich und am Ende er. Wie automatisch lief ich weiter, immer weiter auf ihn zu. Unsere Blicke ließen nicht voneinander los. Wie kamen uns näher, wie zwei Magneten, die sich anzogen. Die Entfernung wurde immer weniger. Und mit einem Abstand von vielleicht zwei Metern blieben wir einfach voreinander stehen. Braune Augen. Er hatte wundervolle warme liebenswürdige braune Augen. Wie sahen uns nur an. Wich weiss nicht, wie lange wir so dastanden, Es muss eine Ewigkeit gewesen sein. Doch das alles reichte mir nicht. Er hatte etwas, was mich unheimlich anzog, was mein Herz schneller schlagen ließ, was mein Atem erschwerte, was mich gleichzeitig zum Frieren und zum Schwitzen brachte. Ich hatte dieses extrem große Verlangen ihn zu berühren, seine Lippen mit meinen zu liebkosen, ihm ganz nah zusein, mit ihm zu verschmelzen. Bei diesen Gedanken wurde mein Puls schneller. Diese wahnsinnige Sehnsucht wurde immer größer. Ich konnte nichts dagegen tun. Ich war völlig machtlos und war einfach nicht mehr so stark um mich zurück zu halten. In diesem Moment meiner absoluten Schwäche rannten wir gleichzeitig aufeinander zu, überbrückten die letzten zwei Meter, die uns noch trennten, fielen uns in die Arme, pressten uns aneinander und ließen uns in einen leidenschaftlichen wilden Kuss hinein stürzen. Unsere Zugen spielten ein tänzerisches Spiel. Unsere Lippen wurden von Sekunde zu Sekunde hungriger nach mehr. Diese leidenschaftliche Gier wuchs immer mehr an. Wir waren wie in Trance, merkten nicht, wie sich der Himmel verdunkelte, die ersten Tropfen fielen, der sanfte Regen über unsere glühenden Gesichter floss, die Menschenmassen um uns herum rennend nach Unterschlupf suchten und wir die einzigen auf diesem Platz waren. Die Lust war einfach stärker als unsere Sinne, die die Umwelt wahr nahmen. Es war ein Gefühl, als wären wir mit unseren zweiten Hälfte vereint und dieses wollten wir nicht wider frei geben. Es war dieses große Gefühl der 100%igen Vollkommenheit, als wäre dieser Moment das Ziel unseres Lebens gewesen, als wäre der andere Mensch überhaupt der eigentliche Sinn des Lebens. Ich empfand etwas, wo ich dachte, dass es nichts stärkeres, nichts schöneres, nichts bezaubernderes gibt. Wir befanden uns wie in einem Bann, aus dem wir nicht entfliehen wollten. Doch dann endete dieser Zauber indem mich einfach los ließ, einen Schritt zurück wich, auf den Boden starrte, leise „Ich muss gehen!“ sagte, sich umdrehte, weg rannte und mich im Regen stehen ließ.
     
    #1
    User 133, 1 Oktober 2001
  2. ElfeDerNacht
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    eine wunderschöne Geschichte...
    Diese Gefühle hat auch einmal ein Mann in mir ausgelöst und auch er ließ mich im Regen stehen.
    Dieser Mann wird immer in gewisser Weise der Mittelpunkt meines Lebens bleiben, auch wenn wir uns voneinander entfernen werden.
    So etwas passiert einem nur einmal im Leben, und ich hab mit aller Macht versucht diese Gefühle festzuhalten, ihn festzuhalten und es ist mir nicht gelungen.
    Jetzt warte ich darauf daß dieser Moment irgendwann zurückkommt und er umkehrt...
     
    #2
    ElfeDerNacht, 2 Oktober 2001
  3. User 133
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    0
    vergeben und glücklich
    Ich finde es schön, dass Leute solche Momente erleben und ich freu mich für Dich, dass Du schon mal so einen Moment erlebt hast. Ich habe es noch nicht. Leider ist diese Geschichte nur aus meiner Phantasie entsprungen.
     
    #3
    User 133, 4 Oktober 2001
  4. Bloody-Lady
    Verbringt hier viel Zeit
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    101
    0
    Single
    Auch ich habe solch einen Moment in meinem Leben erlebt... ähnlich war es.
    Ich sah ihn. Er sah mich, doch wir sprachen kaum... Ich musste fort, es war ein Ort, sehr weit von meinem zu Hause. Jeder Schritt, den ich von ihm fort ging, liess mir mehr und mehr klar werden, dass ich ihn nie wieder sehen würde.
    Ein halbes Jahr später war ich wieder dort... und mein herz stand still, alsich sein lächelndes Gesicht sah, als ich mich umdrehte, da man mich antippte... der Abend war so wunderschön. Wir lauschten der Musik,, kuschelten uns aneinander.
    Wir verliessen die Kneipe und küssten uns , als sein taxi kam... :shakehead:
     
    #4
    Bloody-Lady, 23 Oktober 2001

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