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Ein mulmiges Gefühl

Dieses Thema im Forum "Geschichten, Gedichte und Nachdenkliches" wurde erstellt von Uranos, 3 August 2002.

  1. Uranos
    Uranos (32)
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    "Du glaubst gar nicht wie sehr ich dich liebe", flüsterte sie Thomas ins Ohr als er sie ganz zärtlich umarmte. Er war überglücklich und fest davon überzeugt seine Traumfrau gefunden zu haben. Sie verstanden sich prächtig und fühlten sich trotz der 4 Monate in denen sie schon zusammen waren, immer noch wie frisch verliebt. Es gab kaum Meinungsverschiedenheiten und sie verbrachten eine wundervolle Zeit miteinander. Sie liebten es gemeinsam während dem Sonnenuntergang am See spazieren zu gehen und sich - wie man es von schönen Fotoalben kennt - zu küssen. Sie lachten viel gemeinsam, hatten wohl exakt dieselbe Wellenlänge, einfach ein Traumpaar.
    Doch die schöne Zeit sollte nicht mehr lange anhalten, Thomas wachte oft ganz verschwitzt aus schrecklichen Träumen auf. Und jedesmal wenn sie sich trafen, hatte er dieses mulmige Gefühl im Bauch. Er spielte zwar mit dem Gedanken, dass es eine Vorahnung sein könnte, die irgendein schlimmes Ereignis ankündigte, allerdings war er nicht der Typ dafür, so etwas ernst zu nehmen. Klar machte er sich Sorgen, vergaß aber sofort alles als sich ihre Lippen berührten, Glückhormone durch beide Körper schossen und sie auf Wolke 7 schwebten. "Vergiss mich nicht", sagte er noch als sie sich trennten, um nach Hause zu fahren. Sie mussten nun 2 Wochen aufeinander verzichten, weil Kathrin mit ihren Eltern in den Urlaub nach Portugal fahren musste. Kathrins Vater hatte Verwandte dort, da er auch Portugiese war. Er lernte Kathrins Mutter kennen als sie sich im Urlaub in ihn verliebte. Sie heirateten und blieben dort, bis sie beschlossen nach Deutschland zu ziehen, als Kathrin 8 war. Klar, Kathrin freute sich nach Portugal zu fahren, es waren ja auch ihre Verwandte. Sie freute sich im Meer zu schwimmen, sich am Strand zu bräunen, aber sie würde ihn schrecklich vermissen, dass wusste sie. Während diesen zwei Wochen war Thomas ziemlich betrübt, er konnte sich mit nichts ablenken, immerzu musste er an seinen süßen Schatz denken. "Was sie wohl macht?", fragte er sich andauernd. Er hatte keine Angst, dass sie ihn betrügen konnte, dafür vertrauten sie sich zu sehr, und Kathrin war ihm treu.
    Das Wiedersehen war wunderschön für beide. Sie waren wie zwei Magneten die einfach nicht lange auseinander gehalten werden dürfen, weil sie immer wieder versuchen zueinander zu finden. So vergingen noch einige Tage voller Freude und Lust. Auch das mulmige Gefühl was Thomas hatte war kaum noch aufgetreten.
    Die Schule hatte mittlerweile wieder angefangen, und Kathrin kam Mittwochs wie immer gegen 15:00 Uhr nach Hause. Ihre Eltern erwarteten sie schon, um ihr etwas wichtiges zu sagen. Kathrin hatte überhaupt keine Ahnung worum es ging, aber der Gesichtsausdruck ihrer Eltern versprach nichts Gutes. "Kathrin, mein Schätzchen", fing die Mutter an, "wir haben eine wichtige Entscheidung getroffen, die dir wohl nicht gefallen wird", versuchte der Vater zu erklären. Die Eltern machten sich schon seit langem Gedanken, wie sie es ihr beibringen sollten. "Du hast doch viele nette Freunde in Portugal nicht wahr?", fragte die Mutter mit einem leichten aufgesetzten Lächeln. "Ähm.. jj-jaaa?", stotterte Kathrin, immer noch total verwirrt was das Ganze eigentlich soll; "Sieh mal, fast unsere ganze Familie lebt in Portugal, wir könnten direkt am Strand wohnen, du hast Freunde dort...", "...kurz gesagt, Ich und deine Mutter haben beschlossen wieder dorthin zu ziehen!", unterbrach der Vater seine Frau. Kathrin war ganz baff, mit geöffnetem Mund stand sie vor ihren Eltern und wusste nicht was sie sagen oder tun sollte. Das erste was ihr durch den Kopf schoss war Thomas, den sie doch soo sehr liebte. "Na, was hälst du davon?", frage die Mutter zögerlich...Kathrin standen die Tränen in den Augen. Eine Träne floß ihr über die Wange als sie fragte: "Was ich davon halte? Wie könnt ihr sowas einfach so entscheiden!!", brüllte sie ihre Eltern an. "Ich habe einen Freund hier, den ich von Herzen liebe, alle meine Freunde wohnen hier, ich gehe hier zur Schule, und, und.. ", ihr fehlten die Worte. Ihre Eltern versuchten sie zu beruhigen und meinten nur: "Du wirst dich dort schon einleben Schatz, und einen neuen Freund wirst du dort sicher auch finden". Doch das war sicher nicht das was Kathrin hören wollte. "Ich hasse euch!", schrie sie und rannte davon.. sie wollte nur noch zu ihrem geliebten Freund und lief durch die Stadt um bei ihm zu sein. Die Tränen die ihr vom Gesicht fielen glitzerten in der Sonne die schon den ganzen Tag unerträglich heiß brannte und die Luft stickig machte. In der Zwischenzeit machten sich ihre Eltern sorgen, wo sie wohl hinrennt, was sie tun würde. Doch was sollten sie tun außer zu hoffen, dass sie keine Dummheiten macht. Aber Kathrin hatte keine Dummheiten im Kopf, sie war einfach nur übertraurig und verzweifelt. Sie wusste, dass das einen großen Abschied für sie heißt.
    Als sie an Thomas' Tür klingelte, öffnete er ihr die Tür und sie warf sich sofort in seine Arme. Sie gingen langsam in sein Zimmer und er tröstete sie. Er fragte sie was denn los sei, ob ihr jemand was angetan hat. Doch sie wollte nicht sprechen, wollte nichts sagen, einfach nur nochmal den Augenblick genießen. Sie sprachen nicht miteinander, verständigten sich durch Blicke. Thomas wusste zwar noch immer nicht was los war, jedoch spürte er, wie ihn das Feuer der Traurigkeit langsam verbrannte. Es musste etwas schrecklich schlimmes sein. Als sie so dalagen, beide Körper nah einander und sich küssten, sagte Kathrin plötzlich "Tut mir leid, ich muss jetzt gehen, es ist besser so..". "Aber wieso?", frage Thomas mit trauriger Stimme, "weil ich für immer gehen muss", antwortete sie ohne ihn länger anzusehen. "Was meinst du damit? Willst du dich von mir trennen?". "Sozusagen, ich werde gehen und nie mehr wieder kommen. Meine Eltern wollen nach Portugal ziehen und ich muss mit..". "Wie, einfach so? Und da lässt sich nichts machen?". "Ich glaube an der Entscheidung ist nicht mehr zu rütteln, sie wollen mich einfach nicht verstehen, sie denken gar nicht darüber nach, was ich vielleicht möchte!". "A-aber..", "tut mir leid, ich muss jetzt gehen.". Sie wollte nicht gehen, noch bei ihm bleiben, aber sie konnte den Gedanken nicht ertragen, dass sie ihn vielleicht zum letzten mal gesehen hat. Bevor sie ging küssten sie sich noch sinnlich und trennten sich ohne Worte. Als Kathrin weg war und Thomas die Tür geschlossen hatte, warf er sich auf sein Bett und weinte bitterlich! Er war allein zu Hause. Er wusste nicht ob er wütend oder einfach nur traurig sein sollte.. die Tränen nahmen kein Ende, er warf Gegenstände um vor Wut. Er konnte es nicht begreifen. Er soll sich von seinem Ein und Alles trennen, von der Person die ihm am meisten bedeutete, von der Person mit der er seine schönsten Stunden verbracht hatte, von der Person die er vielleicht sogar mal heiraten wollte, mit der er sein Leben teilen wollte. Je mehr er darüber nachdachte, desto betrübter wurde er, bis er nur noch starr da saß, ins Leere schaute und Tränen über seine Wangen floßen. So saß er da, bis er irgendwann einschlief.
    Am nächsten Tag rief er sie an, und sie wollten noch einmal so viel wie möglich Zeit miteinander verbringen. Sie trafen sich noch einige Male und versuchten irgendwie beide damit klarzukommen. Es war mittlerweile ihr letzter Tag und sie wollten sich in dieser Nacht noch ein letztes Mal lieben, zusammen einschlafen, und zusammen aufwachen. Ihre Eltern sollten an dem Tag bereits am Flughafen auf sie warten, sie würde dann in Begleitung von Thomas nachkommen. Kathrin versuchte noch - obwohl sie es nicht wirklich so meinte, da sie ihn zu sehr liebte - Thomas davon zu überzeugen sie zu vergessen, und vielleicht eine neue Partnerin finden, die ihr auch gefallen würde. Thomas sagte gar nichts dazu, er wusste, dass sie sich wohl nie wiedersehen würden. Als die beiden am Flughafen waren und Kathrin nun ins Flugzeug einsteigen sollte, hielten sich sich an den Händen. "Ich werde dich vermissen", "Ich dich auch", erwiderte er. Beide hatten Tränen in den Augen. Nach dem letzten langen und vielleicht schönsten Kuss wollte sie gehen, doch Thomas hielt sie noch kurz fest. Sie sahen sich in die Augen und fühlten die gegenseitige Verzweiflung. Sie standen noch eine Zeit lang so da..dann, unter tausenden von Tränen, sagte er ihr dann noch: "Du glaubst gar nicht wie sehr ich dich liebe", und lies sie los - für immer.

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    Danke fürs Lesen,
    -Demon of Death-
     
    #1
    Uranos, 3 August 2002
  2. Uranos
    Uranos (32)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    Vielleicht noch eine kleine Zusatzinformation:
    Kathrin: 15 einhalb
    Thomas: 17

    ob die Geschichte war ist? verrat ich nicht...:tongue:
    hmm, da fällt mir ein, da könnte man doch gut ne abstimmung machen, wie "real" die geschichte klingt.

    hmm.. so wies aussieht kann man wohl keine abstimmung mehr machen wenn man antwortet.. ich versuchs mal, indem ich den ersten post editiere.

    edit: ne, geht leider nicht, naja, dann postet es halt in euren meinungen.

    Cya,
    -Demon of Death-
     
    #2
    Uranos, 3 August 2002
  3. Uranos
    Uranos (32)
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    LOL, langsam glaub ich, ich habs zu viel geschrieben und keiner hat Bock sich das durchzulesen :smile:

    was solls :cry: :zwinker:
    bye
     
    #3
    Uranos, 4 August 2002
  4. CtV
    CtV
    Gast
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    Habs gelesen und mich extra registriert um dir zu antworten, weils ja sonst keiner tut :cool1:
    Ich hoffe für die Beiden Figuren, dass sie nicht wahr ist, aber die Geschichte ist soo traurig, die muss wahr sein, oder? :frown:
    und was ähnliches iss der Freundin einer Freundin auch schon passiert...

    mfg
     
    #4
    CtV, 5 August 2002
  5. Uranos
    Uranos (32)
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    @PinkPanther02: erstmal danke! :smile: sie ist tatsächlich nicht wahr, aber ich hab sowas mal geträumt. da war ich der junge und sie war jemand in den ich verliebt war. sie hatte zwar nix mit portugal zu tun :grin: , aber nen bissl muss man ja dazuerfinden :smile:

    @CtV: Woooow, vielen dank! und das alles nur um mir zu antworten.. danke! also ich denke auch, dass die geschichte wahr sein könnte, aber gott sei dank ist sies nicht (zumindest für mich nicht)..

    Hmmm.. wenn ich zeit und ne gute idee hab, dann schreib ich vielleicht nochma eine :smile:

    Bis dann,
    -Demon of Death-
     
    #5
    Uranos, 5 August 2002
  6. Finja
    Finja (31)
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    :flennen: uah das is ja ur traurig *wirklichtränchenindenaugenhat*...gut, dass du das nur geträumt hast *schnüff*...respekt, du hast eine Gabe...
     
    #6
    Finja, 6 August 2002
  7. Uranos
    Uranos (32)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    danke! :smile:
    mich hats ehrlich gesagt auch voll gerührt als ichs mir gerade nochmal durchgelesen hab. wenn man seine eigene geschichte tage später nochmal lies, dann wird das ganze viel intensiver.. das ist so, als wenn man einen aufsatz (in deutsch) schreibt, und tage später seine fehler korrigieren darf, man findet viiiiel mehr, als noch während der arbeit! so könnte man das vielleiicht vergleichen, obwohls ein bisschen wirr ist :ratlos: :clown:

    bis dann,
    -Demon of Death-
     
    #7
    Uranos, 7 August 2002
  8. User 25573
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    7
    Verheiratet
    oh mann is des schlimm! *flenn*
    wirklich total rührend geschrieben...
    aber leider weiß ich dass es sowas gibt. einer freundin ist das passiert. ihr freund ist in die usa gezogen und den beiden gings so ähnlich

    trotzdem...würd mich freuen wenn du noch mehr schreibst :gluecklic
     
    #8
    User 25573, 17 Dezember 2004

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