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  • Ydderf98
    Ydderf98 (20)
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    12 Dezember 2017
    #1

    Ein plausibler Grund nicht selbstbewusst sein zu können?

    Hi. Ich habe festgestellt, dass mein bisher weniger erfolg mit Frauen daran liegt, dass ich nicht selbstbewusst/frech auftrete.
    Ich habe versucht daran zu arbeiten, doch ich bin gerade an einem Punkt wo es mir schwerfällt weiterzumachen:es ist halt klar, dass ich nicht direkt multiple Orgasmen und squirts herbeiführen werden kann. Ist es plausibel, dass ich deswegen weniger selbstbewusst auftreten kann? Bitte erzählt mir jetzt nicht, dass es beim Sex nicht nur darum geht, das ist mir schon bewusst.
     
  • VersatileGuy
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    12 Dezember 2017
    #2
    Ich frage mich gerade ernsthaft, ob du das gerade ernst meinst. Definierst du dich als Person darüber, ein Sexgott zu sein, obwohl / weil du noch nichtmal Sex hattest?

    Mal so gedacht: Vielleicht macht dir Sex ja auch (wenn du mal dazu kommst, was sicher passieren wird) gar keinen Spaß.

    So wie deine Threads sich lesen, steigerst du dich gerade ganz böse in etwas herein, und könntest jemanden gebrauchen, der dich da wieder rauszieht.

    Man kann auch Selbstbewusstsein (du meinst eher Selbsvertrauen, Selbstbewusst ist man auch, wenn man sich dessen bewusst ist, dass man sich nichts bewusst ist) haben bzw. entwickeln, wenn man kein Sexgott ist.

    Schraub dich doch mal ne Stufe runter. Wenn das alleine nicht klappt, dann such dir aktiv hilfe. Aber in deinem Umfeld! Nicht in einem Forum. Ich denke, da kann dir sonst keiner so richtig helfen.
     
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  • User 116134
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    12 Dezember 2017
    #3
    Die wenigsten Frauen in deinem Alter haben multiple Orgasmen und können squirten, weder mit dir noch mit anderen Männern. Bestenfalls mit sich selbst. Das erwartet auch niemand. Und es liegt nicht mal in deiner Macht.
    Nein, ich halte das ehrlich gesagt für einen völlig vorgeschobenen Grund. :zwinker:
     
  • User 115625
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    12 Dezember 2017
    #4
    Angst, im Bett nicht liefern zu können, ist denke ich ein relativ häufiger Grund warum das Selbstvertrauen von manchen Männern implodiert. Das ist ja auch eine bekannte "Nebenwirkung" von Potenzstörungen. Insgesamt geht das in Richtung Selbstsabotage. Situationen, in denen man evtl. Sex haben "müsste", werden dann eben bewusst und unbewusst vermieden und diese Unzulänglichkeit wird dann eben auch auf andere Lebensbereiche projiziert, was denke ich vom "Leitbild" kommt, dass Männern durch Film und Medien vermittelt wird.
     
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  • Johnny the Pizza
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    12 Dezember 2017
    #5
    Selbstbewusstsein kann man schnell lernen. Flirten find' ich da schon schwieriger. Aber auch das kann man lernen.
    Bis zum Sex hat's bei mir aber auch noch nicht gereicht, Ydderf89.
    Ich denke, dass die Erwartungen, die mann als erwachsene Jungfrau an Sex hat auch generell zu hoch gegriffen sind. Vor allem, weil man es überall (gerade im Internet) überall sieht und ab nem bestimmten Alter auch Erfahrung vom Gegenüber erwartet wird.
     
  • Papalapap
    Papalapap (36)
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    12 Dezember 2017
    #6
    Schnell? :ratlos:
    Wie soll das gehen?
     
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  • Johnny the Pizza
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    13 Dezember 2017
    #7
    Mir hat Schauspiel geholfen. Einfach so tun als wär ich jemand anders. Das Gefühl habe ich dann in meinen Alltag mitgenommen und irgendwann stand ich vor 1500 Menschen auf einer Bühne und hab zumindest emotional die Hosen runter gelassen.
    "Schnell" ist halt auch relativ.
     
  • Papalapap
    Papalapap (36)
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    13 Dezember 2017
    #8
    Aha. Und solch ein einziges Ereignisse soll dann das ganze Selbstvertrauen für alle Zeiten ins positive ändern?
     
  • Johnny the Pizza
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    13 Dezember 2017
    #9
    Die Sache ist, dass man beim Schauspiel und Gesang ja nicht nur ein einziges Mal da vorne steht und was macht. Das Stadtfest war halt ein Highlight, an das ich mich gern erinnere. Was das Selbstbewusstsein ändert ist konstantes positives Feedback - in den Proben, in kleineren Auftritten, der Applaus nach dem Konzert etc.

    Es hat mir geholfen, mit Menschen ins Gespräch zu kommen, die in irgendeiner Weise gut fanden, was ich gemacht habe. Und ja, so etwas verändert einen langfristig zum Guten :zwinker:
     
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  • User 115625
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    13 Dezember 2017
    #10
    Ich finde das ist ein eher schlechtes Beispiel. Gerade Schauspiel, das impliziert ja schon, dass man da in eine Rolle schlüpft, auch wenn ich weiß, was du damit meinst, dann ein positives Gefühl mit in den Alltag zu nehmen. Auch auf der Bühne stehen: Es gibt Stars, die füllen Stadien und sind von Selbstzweifeln zerfressen.

    Ich persönlich habe jetzt nie vor 1500 Leuten was gemacht, aber ich stand schon auf dem Spielfeld vor 200-300 Zuschauern, die gekommen waren um "mich" (+Rest der Mannschaft) spielen zu sehen und ich muss sagen, das habe ich nie als besonders "schwierig" empfunden. Auch mit wenn da Freunde und Bekannte dabei waren. Da habe ich eher ein positives Kribbeln und angenehme, motivierende Aufregung verspürt als Angst.

    Selbstbewusstsein ist in meinen Augen etwas Selbstbezogenes, das sich zwar auch darin äußert, wie man sich nach Außen verhält, aber das ist nicht der Kern der Sache. Fälschlicherweise wird Selbstewusstsein/-vertrauen oft mit extrovertiertem Verhalten gleichgesetzt, auch wenn viele Übungen dahingehend damit arbeiten - jedoch einfach, um demjenigen zu zeigen, dass sich die Welt weiter dreht, wenn man etwas total peinliches in der Öffentlichkeit tut oder sich blamiert oder irgendwie scheitert, weil das eine ganz wichtige Erfahrung für viele ist - als Mensch tendiert man dazu, sich selbst zu wichtig zu nehmen, was mMn. daran liegt, dass man die Welt ja nur aus seiner eigenen Sicht kennt.

    Ich finde beim Thema Selbstbewusstsein/-Vertrauen geht eher um ein Gefühl des mit sich selbst im Reinen sein. Einen inneren Kompass zu haben der mein eigener ist (und nicht fremdbestimmt). In Kauf zu nehmen, dass andere Leute einen nicht mögen, für das was man denkt, sagt, oder tut. Sich gegen Widerstände durchzusetzen um zu tun was einen glücklich macht, also auch mal auf die Meinung der Masse zu scheißen, weil man von seinem eigenen Weg überzeugt ist. Keine Angst vor dem Alleinsein zu haben.

    Aber auch die Fähigkeit, die eigene Unvollkommenheit zu akzeptieren. Die KONSEQUENZEN seines Handelns zu tragen.

    Klar erfordert es Mut, vor eine Menschenmasse zu treten. Aber mehr Mut erfordern meiner Meinung nach andere Dinge. Dinge, wie einer einzelnen Person zu sagen "Ich liebe dich.", "Sorry Bro, ich habe deine Freundin gevögelt." oder manchmal auch einfach nur "Nein!".

    Und dann kommt man zum Punkt: Selbstbewusstsein beginnt da, wo ich erkenne welchen Weg ich gehen will, was ich vom Leben möchte, wo ich stehe, wie ich bin und wie ich sein will und eine innere Ruhe erreiche. Selbstvertrauen beginnt dann, wenn ich diesen Weg gehe.

    Und beides hängt in einer Feedbackschleife zusammen: Ein Selbst-Bewusst-Sein kann ich nur erlangen, wenn ich Wege gehe statt nur zu verharren, denn nur wenn ich Neues tue, erfahre ich auch neue Dinge über mich. Und Selbst-Vertrauen bekomme ich wiederum nur, wenn mir im Klaren darüber bin, wer ich bin und was ich will - also weiß, dass ich nicht beim Gegenwind einfach die Richtung ändere - weil mein Wissen über mich selbst "erprobt" ist.

    Insofern ist der Grund, den der TE hier vorbringt zugleich plausibel und auch nicht. Er weiß nicht, wie er sich fühlt wenn er mit einer Frau Sex hat, wie seine Wirkung ist, ob er Squirts und multiple Orgasmen beschert. Er weiß aber auch nicht, dass er nicht vielleicht doch ein Sexgott ist :zwinker: Und selbst wenn er es zunächst nicht ist, kann er dann garnicht wissen, ob er es vielleicht nicht noch wird.

    Ich kann dem TE also nur raten, sich nicht so sehr darauf zu versteifen, wie die Frau dich im Bett findet (dann versteifen sich mitunter nämlich auch die Sachen nicht, die es eigentlich tun sollten :-D), denn du so lange du das als Erfahrung begreifst die dich weiter bringt kannst du nur gewinnen. Klar kannst du dir Bücher durchlesen wie man ein guter Liebhaber wird, dir Tricks in Pornos abschauen und Situationen Gedanklich tausen mal durchspielen - wenn du dann damit konfrontiert sein, wird es aber anders sein, als Gedacht, und du musst die gleiche Entscheidung treffen, die du auch ohne Vorbereitung hättest treffen müssen (was nicht heißt, dass es eine schlechte Idee ist, ein bisschen theoretisches Wissen zu besitzen): Bringe ich den Mut auf etwas zu tun, ohne dass ich weiß, wie das Ergebnis ist, oder Kneife ich lieber? Das ist die Frage auf die es immer hinausläuft und die Entscheidung, vor der du immer stehst, wenn du dich aus deiner Komfortzone begibst.

    Und, um @Ydderf98 vielleicht noch was Beruhigendes aus der Praxis zu sagen: Die allermeisten Frauen sind ihrerseits auch keine Sexgöttinnen, haben allerlei Zweifel, Angst sich zu blamieren und möchten es irgendwie möglichst gut machen. Es kam z.B. bei ONS vor, dass ich keinen Hochbekommen habe bzw. nicht so richtig geklappt hat. Das passiert. Geschätzt die Hälfte der Mädels waren regelrecht fertig mit den Nerven, weil sie dachten, es läge an ihnen (und sie seien nicht attraktiv, hätten was falsch gemacht, bla bli blub). Insofern tragen alle ihr Päcken, also mach dir nicht so einen Kopf - es wird definitiv nicht so heiß gegessen wie du bei dem Thema gedanklich kochst :smile:
    --- Beitrag wurde zusammengefügt, 13 Dezember 2017 ---
    Und vielleicht noch eine Anmerkung, weil du ja von Squirts und multiplen Orgasmen sprichst: Beim Sex ist weniger manchmal mehr. Vor allem, wenn man Dinge noch nicht so kann, ist es besser, sich etwas zurückzunehmen. Nichts ist nerviger als eine Frau, die total angespannt, verkrampft und verkopft ist, weil sie denkt, sie müsste vögeln wie ein(e) Weltmeister(in) und irgendwas sein, was sie nicht ist. Das ist viel schlimmer als ein bisschen Unsicherheit. Ich bin sehr überzeugt, dass das umgekehrt genauso wahrgenommen wird.
     
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  • Papalapap
    Papalapap (36)
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    13 Dezember 2017
    #11
    Und was ist, wenn man kein gutes sondern ein schlechtes Feedback bekommt, bei allem was man macht?


    Noch dazu dachte ich, man solle so sein wie man ist. Nicht so 5un als wäre man ein anderer. Ein schlechter Schauspieler, was die meisten Menschen nun mal sind, würde es doch dann verkrampft und unauthentisch rüberbringen.
     
  • montagfreitag
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    13 Dezember 2017
    #12
    Off-Topic:
    Sehr schön geschrieben, Ali Mente ! Liest sich sowohl vom Inhalt als auch vom Textfluss super :zwinker:
     
  • Johnny the Pizza
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    14 Dezember 2017
    #13
    Mir gefällt deine positive Art! :grin: Ich kenne niemanden, der auf einer Bühne steht und ausschließlich schlechte/böse Kritik bekommen hat.
    Was ich meinte ist, dass es ein tolles Training für selbstbewusstes Auftreten ist. Man konzentriert sich auf das Schauspiel, schlüpft zwar in eine Rolle, aber vergissst, dass man z.B. schüchtern ist. Das 2. Mal, das ich eine Frau geküsst habe, hat auf einer Bühne stattgefunden. Klingt komisch, kostete Überwindung , aber wenn mein Charakter das tut, dann tut er das. Steht ja so im Skript.
    Mich haben die Erfahrungen auf Bühnen und als Sänger einer Band deutlich selbstbewusster werden lassen.
     

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