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Eine falsche Vergewaltigung erfinden. Wäre es möglich?

Dieses Thema im Forum "Liebe & Sex Umfragen" wurde erstellt von Seal_Br, 14 Februar 2010.

  1. Seal_Br
    Seal_Br (26)
    Sorgt für Gesprächsstoff
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    Single
    Wäre es möglich für eine Frau eine falsche Vergewaltiung zu erfinden?

    Ich habe gedacht jede Frau könnte seinen Partner nach erlaubten Sex wegen Vergewaltigung anzeigen. Wie würde dann die Polizei mal wissen, ob der Sex von der Frau erlaubt wurde oder nicht? Ein paar Verletzungen hier und da... und dann zur Polizei gehen und ihn anzeigen...

    Man könnte sich fragen... wer würde sowas machen? Meiner Meinung nach eine Frau die sich von einem Mann rächen wollte.

    Was hält ihr davon?

    Wie gross sind die Strafen in Deutschland für einen Mann der eine Frau vergewältigt und wie gross sind die für eine Person, die jemanden falsch anzeigt?

    ich meine was passiert es in Deutschland, wenn die Polizei herausfindet, dass du jemanden falsch angezeigt hast?
     
    #1
    Seal_Br, 14 Februar 2010
  2. Maxx
    Sehr bekannt hier
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    Single
    Abgesehen davon dass die Grenzen zwischen einvernehmlichem und unfreiwilligem Sex gerade zwischen vertrauten Personen nicht in jedem Fall immer so klar sind, ist es sicher möglich, dass eine Frau aus Rache ihrem Mann eine Vergewaltigung anhängt und ihn anzeigt, obwohl gar keine Vergewaltigung stattgefunden hat. In vielen Fällen wird die Frau aber nicht damit durchkommen, da ja psychologische Gutachten und einige ärztliche Untersuchungen angeordnet werden, um festzustellen, ob es tatsächlich zu einer Vergewaltigung kam. Oft ist es wohl so, dass die Frau dem Druck durch Befragungen und Untersuchungen doch nicht standhält, die Sache bis zum bitteren Ende eiskalt durchzuziehen.

    Es mag sicher solche Fälle geben, in denen der Frau aber Glauben geschenkt wurde und der Mann zu unrecht verurteilt wurde und es ist natürlich schwer zu sagen wie hoch die Dunkelziffer ist. Durch eine solche Falschanzeige kann ein Mann aber, falls es zu einer Verhandlung kommt, auch dann nachträglich noch Schwierigkeiten bekommen, wenn er nicht verurteilt wurde. Oft bleibt von dem Vorwurf etwas hängen und der Ruf des Mannes bleibt auch nach einem Freispruch zweifelhaft, da sich die Leute immer fragen, ob er vielleicht nicht doch schuldig ist und nur aus Mangel an Beweisen freigesprochen wurde.

    Ich glaube wenn eine Frau eine solche Falschanzeige macht, dann wird sie ihrerseits wegen falscher Verdächtigung strafrechtlich verfolgt. Im Grunde ist so etwas übel, nicht nur gegenüber dem beschuldigten Mann, sondern auch gegenüber den tatsächlichen Opfern von Vergewaltigungen, die darauf angewiesen sind, dass man ihnen Glauben schenkt, wenn sie sich trotz der vielleicht vorhandenen Scham dazu überwinden können bei der Polizei eine Anzeige zu erstatten. Eine erfundene Vergewaltigung ist also ein Angriff auf die Glaubwürdigkeit der tatsächlichen Opfer, die um glaubwürdig zu erscheinen wahrscheinlich belastende Untersuchungen und Befragungen über sich ergehen lassen müssen.
     
    #2
    Maxx, 14 Februar 2010
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  3. Shiny Flame
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    Verlobt
    Eine solche Falschanzeige ist eine Straftat, nämlich Vortäuschung eines Verbrechens, und wird als solche auch vor Gericht verurteilt. Ich weiß, dass es ein Verbrechen gibt namens "Vortäuschung einer Straftat", und genau so was ist es ja, wenn jemand eine Vergewaltigung vortäuscht. Das ist nicht nur falsche Verdächtigung.

    Off-Topic:
    Das ist nur meine unverbindliche Vermutung - eine "richtige" Rechtsberatung darf PL nicht machen, dafür müsstest du zu einem Anwalt gehen, alles, was hier gesagt wird, ist ohne Gewähr.


    Dafür muss sie aber natürlich erst mal auffliegen und nachgewiesen werden, diese Straftat.

    Ich glaube schon, dass es leider manche Frauen gibt, die ernsthaft dazu in der Lage sind - genauso, wie es einige Männer gibt, die leider ernsthaft in der Lage sind, eine Frau zu vergewaltigen. Die meisten "können" eine solche Aktion aber genausowenig machen wie die meisten Männer nicht ernsthaft eine Frau vergewaltigen "können": Sie sind aufgrund ihrer moralischen Prägung einfach nicht in der Lage dazu.

    Das nützt natürlich dem Mann, der dann doch das Opfer einer solchen Verdächtigung wird, herzlich wenig. Es gibt vor dem Gesetz eine Unschuldsvermutung, bis das Gegenteil bewiesen wurde, aber das kümmert die Nachbarn und den Freundeskreis überhaupt nicht, da immer etwas hängen bleibt.

    Und, wie Maxx geschrieben hat, schadet es außerdem allen tatsächlichen Opfern, da diese dadurch leider auch an Glaubwürdigkeit verlieren.
     
    #3
    Shiny Flame, 14 Februar 2010
  4. xoxo
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    Viele würden an dem Nachstellen der psychischen Verletzungen scheitern.
     
    #4
    xoxo, 14 Februar 2010
  5. Asti
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    Da wär ich mir gar nicht mal so sicher. Ich erlebte mal einen psychologischen Gutachter, der einen Mörder, der sogar drohte, noch mehr Menschen umbringen und andere zum Mord anstiftete, als harmlos einstufte
     
    #5
    Asti, 14 Februar 2010
  6. krava
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    Man muss dabei sicherlich einiges beachten und auch eine gewisse lügnerische Glaubwürdigkeit haben, aber möglich ist es wohl. Man kann an vielen Stellen auffliegen, aber ich bin mir sehr sicher, dass es schon Frauen gab, die das durchgezogen haben - auch erfolgreich.
     
    #6
    krava, 14 Februar 2010
  7. solitarius
    solitarius (35)
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    Single
    Meinst du das in Bezug auf das, was du geschrieben hast? Das das anscheinend in Spanien eine bequeme Art für Frauen geworden ist, ihren Partner los zu werden?
     
    #7
    solitarius, 14 Februar 2010
  8. Seal_Br
    Seal_Br (26)
    Sorgt für Gesprächsstoff Themenstarter
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    Single
    Nein, das machen Frauen zum Glück normalerweise nicht!

    Das habe ich nur gefragt, weil im letzten Monat zwei Männer vom Gefängnis freigelassen wurden nachdem es nachgewisen wurde, dass sie die Täter von solchen Aktionen nicht gewesen sind dank zu DNA Beweisen. Einer der Arme hat 13 Jahre gefangen verbracht un der andere zwei. Normalerweise sind das wirklich vergewältigte Frauen, die die Täter falsch erkennen, weil sie ähnlich aussehen. In den zwei Fällen waren es Obdachtlose die Probleme mit Drogen hatten aber die sowas nie getan hatten.

    In den USA scheint sowas viel öfter zu passieren, dass unschuldige Leute mit der Zeit freigelassen werden oder einige die Leider, nach der Totstrafe, nachgewisen wurde, dass sie unschuldig waren.

    Solche Fälle finde ich sehr tragisch :cry: aber der Mensch ist manchmal so gemein :cry::cry::cry:.

    Was wirklich ein Trend in Spanien geworden ist, ist den Ehemann in einer Scheidung mit Kindern wegen Misshandlung anzuzeigen. Der Mann wird sofort von seiner Familie entfernt und wird die Nacht bei der Polizeistation verbringen. Falls es nicht nachgewisen wird, dass er schuldig war, hat er "das Glück" ins Gefängnis nicht zu gehen aber zu seiner Frau und seinen Kindern darf er sich auch nicht nähern. Dafür müsste er beweisen, dass er sie nie geschlagen hat und das ist sehr aber sehr schwer.

    Ende der Geschichte. Die Mama bleibt mit den Kindern in der Familienwohnung und Papa muss ein neues Heim für sich finden. Die Hipotheke der Wohnung seiner Kinder muss er weiter bezahlen und eine Ernährungspension an die Frau auch.

    Vor 40 Jahren konnte eine Frau ohne die Genehmigung ihres Ehemannes kein Bankkonto aufmachen, keinen Kredit aufnehmen... und wenn er sie schlug passierte es auch gar nichts, dafür war sie SEINE Frau.

    Jetzt sind wir so modern, dass wir die Gewalt gegen Frauen so bekämpfen. Dieses Problem ist eigentlich ganz schwer zu lösen. In den letzten Jahren haben die Feministen einige Statistiken veröffentlicht die sagen, dass jedes Jahr etwa 60 Frauen in Spanien von ihren Ex- oder Pärtnern umgebracht werden. Ein Richter kann es nicht wagen, dass eine Frau die seinen Mann wegen Misshandlung angezeigt hat später mal tot gefunden wird... deswegen am Fehlen von Beweisen beurteilen sie fast immer entfernung von der Frau.

    Ich habe gehört, dass sowas vor 30 Jahren in den USA auch mal passiert ist :hmm:. Wir kommen aber immer ein bisschen später als die meisten zur Sache Modernität :tongue:. Deswegen fragte ich mich, ob sowas in Deutschland auch mal passiert oder passiert ist... weil das hier ein ziemlich neues Phänomen ist... dass nur seit etwa 5 Jahren geschiet.

    Danke für alles und einen frohen Valentinstag :drool::drool::drool:

    ---------- Beitrag hinzugefügt um 15:37 -----------

    Ja und ich meinte es auf Bezug von diesem Thema aber da da fast keiner schreibt habe ich es hier geschrieben :tongue::tongue::tongue:
     
    #8
    Seal_Br, 14 Februar 2010
  9. waschbär2
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    vergeben und glücklich
    Du wirst bei deinem alten Thema auch wenig Antworten finden, da die Rechtslage in D/A/CH anders ist, als in Spanien.

    Zum Thema:

    Das ist immer ein seeeehr heißes Eisen.
    Einerseits besteht immer die Gefahr, einen Unschuldigen zu verurteilen, andererseits gibt es halt kein Verbrechen, das so wenig "Indizien" hinterlässt.

    Jeder Einzelfall ist da eine Wanderung am Abgrund.
     
    #9
    waschbär2, 14 Februar 2010
  10. zickzackbum
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    nicht angegeben
    Es gab schon viele Fälle, in denen Männer oder junge Männer von Frauen zu Unrecht einer Vergewaltigung bezichtigt wurden.

    Z.B. habe ich mal einen Fall im Fernsehen gesehen, da hatte das Mädchen (~16 Jahre) mit einem etwa gleichaltrigen jungen Mann einen ONS und später hat sie diesen dann doch bereut und das ganze als Vergewaltigung dargestellt. Erst nachdem der junge Mann für einige Zeit in U-Haft saß, sozial geächtet war, seinen Ausbildungsplatz verloren hatte, erst dann brach das Lügengebäude der Frau zusammen.

    Oder wie ist das mit dem Fall Andreas Türk, der ja scheinbar auch unschuldig einer Vergewaltigung bezichtigt wurde, und dadurch seine berufliche Zukunft zerstört wurde ??

    Man beurteilt den Fall anhand sehr vager Indizien. Das ist das was ich vielfach an unserem "Rechtssystem" kritisiere, dass Entscheidungen teilweise aufgrund des beliebigen Gutdünkens eines Richters gefällt werden und jeder objektive Beobachter eigentlich sagen müsste, dass man leider nicht feststellen kann, ob es nun wirklich mit großer Wahrscheinlichkeit zu einer Vergewaltigung/Verbrechen durch den Angeklagten kam.
    Aber vielleicht passt dem Richter die Visage des Angeklagten unterbewusst nicht. Vielleicht hat derjenige ja schonmal einer Frau an den Hintern gefasst.
    Aber ist ein an den Hintern fassen ein Indiz dafür, dass man auch eine Vergewaltigung begeht? Vor Gericht eventuell ja, objektiv betrachtet läßt sich anhand dieser Information jedoch wenig aussagen, da man nicht weiß, wo für den jeweiligen Angeklagten die persönliche Grenze des Tabubruchs liegt. Ich kritisiere also, dass man sich vor Gericht scheibar oft auf Pseudo-Fakten und absolut subjektive, persönliche Einschätzungen stützt.

    Würden Ärzte, Ingenieure oder Naturwissenschaftler auf die selbe Weise Operationen planen, Maschinen konstruieren oder Versuche durchführen, dann gute Nacht.^^^


    Das ist absolut richtig! Ein Gutachter kann nie in den Kopf des Menschen schauen. Ein "talentierter" Psychopath bzw. eine "talentierte" Psychopathin ist hochmanipulativ und kann vermutlich sogar einen Gutachter hinters Licht führen bzw. es so anstellen, dass der Gutachter keinerlei Widersprüche aufzudecken mag (abgesehen davon, dass manche Gutachter vielleicht auch einfach unfähig sein können).

    Und gerade solche Leute haben sicherlich auch einen Hang, Unschuldige aus diversen Motiven (Rache?) zu beschuldigen.
    Die andere Gruppe von Tätern, welche andere zu Unrecht beschuldigt könnten dann wiederum sehr einfach gestrickte Personen sein, welche sich keine Gedanken darüber machen, ob sie mit dieser Masche überhaupt durchkommen und welche dann unter dem Druck der Verhandlung nachgeben.

    Ein Psychopath dagegen würde jedes Detail, jeden Widerspruch schon im Voraus in seinem Kopf durchgehen und sich auf alle Eventualitäten und Fragen vorbereiten.

    Wenn man also von einem Psychopathen beschuldigt wird, kann man richtig Pech haben, sofern Gerichte derat lax urteilen.
     
    #10
    zickzackbum, 14 Februar 2010
  11. ProxySurfer
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    In unserer Nähe gab es vor Jahren mal den Fall, dass eine Tramperin mit einem Mann im PKW mitgefahren ist. Sie bat dann den Mann, in den Wald zu fahren. Dort zerriss sie sich die Bluse und sagte zu ihm: "Gib mir ... (die Summe weiß ich nicht mehr) Euro, und alles ist ok. Wenn nicht, zeige ich dich an, dass du mich vergewaltigt hast." Der Mann zahlte und später ist die Sache mit einem anderen PKW-Fahrer aufgeflogen. Der Fall zeigt, dass man als Mann schlechte Karten hat.
    Außerdem sah ich im TV noch viel krassere Fälle, z.B. bei erfundenem sexuellem Mißbrauch, wo Menschen unschuldig in den Knast mußten und alles verloren haben, besonders ihre Ehre.
     
    #11
    ProxySurfer, 14 Februar 2010
  12. Seal_Br
    Seal_Br (26)
    Sorgt für Gesprächsstoff Themenstarter
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    Single
    :S :S :S

    Frauen sind eine sehr grosse Gefahr

    :S :S :S

    ---------- Beitrag hinzugefügt um 17:53 -----------

    wir könnten wir uns davor schützen?
     
    #12
    Seal_Br, 14 Februar 2010
  13. Dark84
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    in einer Beziehung
    Schutz? Davor gibt es keinen Schutz. Selbst sexuelle Abstinenz schützt davor nicht.

    gut, eine sache gibt es schon, und zwar ein entlegenes Haus im Wald bauen und als Eremit leben. Dann fällt der Schutz durch andere Dinge wieder aus :zwinker:

    Wie man sich dagegen also schützt, weiß ich nicht
     
    #13
    Dark84, 14 Februar 2010
  14. diskuswerfer85
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    in einer Beziehung
    Klar kommt sowas vor. genauso wie menschen zu unrecht wegen diebstal oder anderen delikten verurteilt werden. Bei so einer schweren straftat wird sich ein richter aber genau überlegen nur wegen indizien ein urteil zu fällen. In deutschland muss die schuld immer noch nachgewiesen werden. Tortzdem gibt es nat. auch im rechtssystem lücken, aber was besseres haben wir halt nicht. genau wie mit dem kapitalismus und der demokratie.
     
    #14
    diskuswerfer85, 14 Februar 2010
  15. Seeker2010
    Gast
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    Hallo,

    also ganz so trivial ist die Sachlage nicht.

    In Deutschland ist es tatsächlich gar nicht so einfach, jemanden wegen Vergewaltigung anzuzeigen und zu einer Verurteilung zu kommen.

    Gehen wir davon aus, es hat überhaupt Sex stattgefunden, dann ist es am Opfer das auch zu beweisen.
    Dafür ist eine sofortige ärztliche Untersuchung mit entsprechendem Fachgutachten zu erbringen. Also nicht duschen, nicht umziehen, sondern sofort ab in die Klinik.

    Gehen wir weiter davon aus, dass der sexuelle Akt nachgewiesen werden kann. Jetzt ist es weiterhin wichtig, dass eine Gewaltausübung nachgewiesen werden kann. Also vaginale, anale Spuren von gewaltsamen Eindringen und auch über den restlichen Körper eindeutige Spuren, die auf heftiges Wehren hinweisen - wobei man eigentlich eher rät, sich in diesem Fall gar nicht so sehr zu wehren - aber wer denkt da dann schon dran. Solche Spuren lassen sich auch schwer fälschen, denn die ärztlichen Untersuchungen sind da heute schon sehr weit.

    Gut - gehen wir jetzt noch weiter davon aus, dass auch das nachweisbar ist. Jetzt kommt die eigentliche Krux:
    Eine Ehefrau kann ihren Ehemann wegen Vergewaltigung so gut wie gar nicht anzeigen, so lange sie in ehelicher Gemeinschaft leben und nicht offiziell getrennt sind (getrennte Haushaltsführung, Trennungsjahr, etc.), denn der sexuelle Akt gehört zu den "gegebenen Umständen" einer solchen Gemeinschaft - auch in den härteren Varianten - hier ist die Beweisführung für eine innereheliche Vergewaltigung nahezu unmöglich und wird allenfalls auf eine Körperverletzung hinauslaufen, solange die restlichen Spuren das hergeben.

    Auch die sogenannten "häuslichen Gemeinschaften" - also man lebt zusammen, ist aber nicht verheiratet, beinhalten Sex. Vergewaltigung nur schwer zu vermitteln.

    Bleibt noch der ONS, in dem es sich einer der Partner "plötzlich anders überlegt" - haben also beide ursprünglich dem Sex zugestimmt und es kam zu einem Meinungswechsel bei Einem, ist auch hier eine Vergewaltigung nur schwer nachzuweisen, da der Andere immer sagen kann, dass er ihr "Nein" als Bestandteil eines Rollenspiels wahrgenommen hat - und das "Nein" muss sie erst einmal nachweisen.

    Tatsächlich lässt sich eine Vergewaltigung meist nur dann nachweisen, wenn sich die beiden tatsächlich fremd waren, oder es zu Missbrauchsdelikten innerhalb der Verwandschaft gehört, oder falls es Zeugen gibt, oder falls der Vergewaltiger dumm und vom Anwalt schlecht beraten ist.

    Die ursprüngliche Fragestellung bezüglich Anzeigen zwischen Eheleuten, die du ja auch bereits in einer anderen Rubrik eingestellt hattest, lässt sich für Deutschland (leider) so beantworten, dass solche Verurteilungen sehr, sehr selten sind.

    Die Rechtslage hat sich hier vor einigen Jahren ein klein wenig zugunsten der Opfer geändert, - so müssen gewisse Nachweise nicht mehr zwingend erbracht werden, - aber im Wesentlichen kann eine Frau ihren Mann nicht einfach wegen Vergewaltigung anzeigen und erwirkt dann tatsächlich eine Verurteilung. Nicht, solange sie in ehelicher Verbindung leben.

    Abschließend möchte ich dem Threadstarter aus Spanien noch sagen, dass ich lange Zeit mit Gewaltopfern zu tun hatte, und dass ich seine Beschreibungen sehr einseitig und passagenweise sogar verhöhnend empfinde. "und wenn er sie schlug passierte es auch gar nichts, dafür war sie SEINE Frau?"

    Also ich bitte dich!

    Was du beschreibst ist eine sogenannte "Beweislastumkehr" - das bedeutet, dass nicht das Opfer die Schuld des Täters beweisen muss, sondern der Täter seine Unschuld. Solche Rechtslagen gab es in Deutschland zuletzt im Krieg. Vielleicht gerade deshalb sind solche Rechtslagen in Deutschland selten bis (zumindest im StGB) undenkbar. Dass es so etwas in Spanien gibt ist etwas trauriges - in Deutschland hat das zu viel Unrecht geführt.

    Bitte keine Schläge jetzt von der Allgemeinheit - ich hab mir die Rechtslage nicht ausgedacht, sondern ich schildere sie nur.

    Grüße vom Seeker
     
    #15
    Seeker2010, 14 Februar 2010
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  16. User 53338
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    offene Beziehung
    Nein. Glaubwürdigkeitsgutachten werden in der Regel nur dann angeordnet, wenn das Opfer zum Zeitpunkt der Anzeige und dem Ermittlungsverfahren minderjährig ist. Glaubwürdigkeitsgutachten werden in der Regel nie bei Opfern verlangt, die zur Zeit der Anzeige bzw. dem Ermittlungsverfahren volljährig sind. Und das wurde mir so bei meiner eigenen Vernehmung erklärt, da ich auch dachte, dass diese Gutachten immer erstellt werden.


    Es ist so, dass eine Frau mit Sicherheit zur Polizei gehen und sagen kann "Der XY hat mich vergewaltigt" - warum sollte sie auch nicht. Das Problem wird dann entstehen, wenn es zu den Ermittlungen kommt und Aussage gegen Aussage steht, weswegen es meistens so ist, dass keine Anklage erhoben wird. Als Opfer ist man erstmal dazu verpflichtet Beweise vorzulegen. Erst wenn man davon ausgehen kann, dass die Beweise und Aussagen die vorliegen auch dazu ausreichen, um einen Urteilsspruch zu fällen, erst dann wird es zur Anklage kommen. Vorher nicht - und um zu diesem Punkt zu gelangen, braucht man mehr als "Der XY hat mich vergewaltigt".

    Ich glaube, dass es durchaus Frauen gibt, dass eine falsche Vergewaltigung zur Anzeige gebracht haben. Ich glaube aber nicht, dass es dann auch tatsächlich zur Gerichtsverhandlung und einem Schuldspruch gekommen ist. Klar ist so eine Anzeige eine Straftat, da man ja falsche Straftaten vortäuscht. Da muss man mal in den Gesetzesbüchern nachschauen, mit was das bestraft wird. Dazu werden aber bestimmt weitere zivile Prozesse kommen.
     
    #16
    User 53338, 14 Februar 2010
  17. Seal_Br
    Seal_Br (26)
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    Single
    Sorry aber du hast meinen Satz falsch verstanden. Wenn ich gesagt habe, dass früher ein Mann seine Ehefrau "korregieren" durfte wollte ich darstellen die grosse Veränderung, dass es sich in den letzten Jahrzehnten ergeben hat. Es kann sein dass ich die Situation ein bisschen übertrieben habe aber es ist halt so, dass jetzt die Frauen ihre Ehemänner manchmal wegen Scheidungsprozesse wegen Misshandlung anzeigen, obwohl sie nicht stattgefunden haben. Zumindest können sie nicht nachgewiesen werden, da die meisten Männer freigesprochen werden.

    Vielen vielen Dank für deine ausführliche Erläuterung über Fälle in denen Männer wegen Vergewältigung angezeigt werden können. Ich finde es auch falsch, dass einige Vergewältiger aus diesen Gründen auch mal freigelassen werden und dass niemand was dagegen tun kann. So funktioniert aber das Recht.

    In diesem Jahr hat es schon mal drei Fälle davon gegeben, von Leuten die unschuldig waren und die danach freigelassen wurden... Alle waren Männer ohne Geldmittel und die Probleme mit den Drogen hatten... sie haben sich dank zu den DNA Beweisen gerettet. Beweise, die es schon gab als der ganze Prozess angefangen hat. Spanien ist aber auch mal sehr gross und diese Sachen passieren nunmal... ich wollte nur sicherstellen, dass keine Frau mich einfach mal anzeigen könnte... Denn wenn das so einfach wäre würden viele Frauen Prominente Fussballer oder Singer wegen diesen Sachen anzeigen und das passiert ja nicht so oft...

    Danke für deine super super Hilfe

    Seal_Br
     
    #17
    Seal_Br, 14 Februar 2010
  18. User 53338
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    Ich sage mal so, solche Frauen sind Extremfälle. Natürlich kann es theoretisch jeden Mann treffen, was sollte daran auch unrealistisch sein. Auf der anderen Seite kann es jede Frau treffen, dass sie innerhalb ihrer Beziehung vergewaltigt wird. Genau so gut kann ich aus dem Haus gehen und überfahren werden... Ich denke, "nur" weil es so etwas gibt, sollte man sich in so eine Sache nicht all zu sehr hinein steigern. Damit schürrt man nur Misstrauen und blendet sich so vielleicht selbst.
     
    #18
    User 53338, 15 Februar 2010
  19. Schweinebacke
    Planet-Liebe-Team
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    nicht angegeben
    Solche Weiber sind genauso schlimm wie Vergewaltiger, wenn nicht schlimmer, da sie ebenso das soziale Leben eines Mannes zerstören können und zudem dafür sorgen, dass wirklich vergewaltigte Frauen einen Schritt weniger ernst genommen werden. Pfui.
     
    #19
    Schweinebacke, 15 Februar 2010
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  20. Seal_Br
    Seal_Br (26)
    Sorgt für Gesprächsstoff Themenstarter
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    Single
    Vielen Dank für eure Diskussion. Ich werde besonders die Worte von Seeker2010 berücksichtigen. Nun schliesse ich das Thema endlich mal ab.

    Ciao
     
    #20
    Seal_Br, 15 Februar 2010

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