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Eine rechtliche Frage zum Verloben

Dieses Thema im Forum "Off-Topic-Location" wurde erstellt von Gilead, 30 November 2005.

  1. Gilead
    Gilead (36)
    Verbringt hier viel Zeit
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    Verheiratet
    Hallo,

    da mir gerade langweilig ist und ich am Telefon vollgesülzt werde, durchstöbere ich mal so das Forum. Aus Neugier fand ich einen der vielen "mit 1x Jahren verloben, geht das?" - Threads.
    Jeder wie er will, darum solls auch nicht gehen, ich frag mich nur: wenn sich jemand mit 16 verlobt, dann ist das in gewisser Weise eine rechtlicher Vertrag, aus dem Forderungen entstehen können...darauf wird auch jedes mal hingewiesen

    darf ein 16jähriger Jugendlicher einen solchen rechtlich bindenden Vertrag eingehen? oder muss das der gesetzliche Vormund "erlauben"?

    Von der praktischen Durchführung soll hier keine Rede sein, nur mal so theorethisch gefragt...

    Danke
    Gilead
     
    #1
    Gilead, 30 November 2005
  2. User 12616
    User 12616 (27)
    Sehr bekannt hier
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    140
    nicht angegeben
    Ich glaub es gibt ja einmal so eine Verlobung.. in der man einfach nen Ring kauft und sagt so jetzt sind wir verlobt und das war es dann.

    Ich denk da hat dann auch niemand rechtliche Ansprüche weil man könnte es ja nichmal nachweisen. Der Ring könnte auch bloß ein Freundschaftsring sein.

    Aber es gibt doch auch eine vertragliche (??) Verlobung?! Und die kann man mit 16 vermutlich gar nich eingehen.

    Bin mir aber net sicher.
     
    #2
    User 12616, 30 November 2005
  3. Gilead
    Gilead (36)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    Verheiratet
    rein rechtlich gibt es nur eine Verlobung. Jede Verlobung ist rechtlich gesehen ein Heiratsversprechen.

    Ob man das nachher so tut, ist alles ne ganz andere Geschichte, wie gesagt, es geht mir eher um den Theorethischen Part
     
    #3
    Gilead, 30 November 2005
  4. Sirno
    Sirno (36)
    Verbringt hier viel Zeit
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    0
    vergeben und glücklich
    Also *tieflufthol*:

    Ein Verlöbnis ist ein Vertrag und kann - wie die Meisten anderen Verträge - auch einfach mündlich geschlossen werden. Beide Partner müssen sich dazu nur einig sein.

    Die Wirkungen sind aber nicht sehr stark:
    Man verpflichtet sich zur Eheschließung, diese kann aber weder direkt noch indirekt erzwungen werden.
    Tritt einer von dem Vertrag zurück, oder verweigert die Eingehung der Ehe, muss er aber dem Partner, dessen Eltern und ggf. auch Dritten den Schaden ersetzten, der diesen dadurch entstanden ist, dass sie aufwendungen im Hinblick auf und für die zu schließende Ehe gemacht haben. (z.B. Kosten der bereits organisierten, dann aber abgesagten Hochzeitsfeier, aber auch der Schaden, der durch Aufgabe einer Berufstätigkeit im Hinblick auf die Ehe entsteht.)
    Die Aufwendungen müssen aber angemessen gewesen sein. Die Ersatzpflicht besteht nicht, wenn es für den Rücktritt einen wichtigen Grund gab, oder der Andere Teil die Auflösung der Verlobung verschuldet hat.

    Außerdem müssen sich dei beiden Partner Geschenke zurückgeben, die zur Verlobung oder zum Zeichen der Verlobung gemacht wurden.

    Jetzt zu den Minderjährigen:
    Zwar kann man ab 16 Jahren mit Zustimmung des Vormundschaftsgerichtes heiraten, bei der Verlobung ist die Sache aber etwas anders:
    Eine Zustimmung des Vormundschaftsgerichtes braucht man auf keinen Fall (ist im Gestz auch nicht vorgesehen) Statt dessen muss man unterscheiden, die familienrechltiche Verpflichtung zur Heirat (die ja nicht klagbar ist) kann auch ein Minderjähriger eingehen, wenn er die nötige Reife und Einsichtsfähigkeit besitzt; die schuldrechtliche Verpflichtung (Schadensersatz, Herausgabe der Geschenke), kann aber nur mit Zustimmung des gestzlichen Vertreters bzw. durch dessen Genehmigung erfolgen.

    Puh *Lufthol*

    Hoffe, das beantwortet die Frage. :zwinker:
     
    #4
    Sirno, 30 November 2005
  5. Gilead
    Gilead (36)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    27
    Verheiratet
    @ Sirno

    Vielen Dank, nach so einer Antwort hab ich gesucht.

    War zur Befriedigung meiner Neugier gedacht

    Danke
    Gilead
     
    #5
    Gilead, 30 November 2005
  6. darkride
    darkride (40)
    Verbringt hier viel Zeit
    241
    101
    0
    nicht angegeben
    Zeugnisverweigerungsrecht vor Gericht bei Verlobten lt. § 52 Abs. 1 StPO ist auch nicht zu vergessen und sehr von Belang!
     
    #6
    darkride, 30 November 2005
  7. Félin
    Félin (30)
    Meistens hier zu finden
    1.302
    133
    26
    offene Beziehung
    Ich dachte, das ist abgeschafft worden oder irre ich mich?
     
    #7
    Félin, 30 November 2005
  8. Rote_Socke
    Verbringt hier viel Zeit
    1
    86
    0
    Single
    du irrst dich... Man will/wollte es abschaffen, da es ja keinen "Beweis" für eine Verlobung gibt...
     
    #8
    Rote_Socke, 30 November 2005
  9. AshtrayGirl
    Verbringt hier viel Zeit
    991
    103
    1
    vergeben und glücklich
    und als verlobter hat man auskunftsrecht, wenn der partner im krankenhaus liegt.
    verlobungsgeschenke müssen nur zurückgegeben werden, wenn es von einem partner gefordert wird.
     
    #9
    AshtrayGirl, 30 November 2005
  10. Wolf50
    nur 1-Satz Beiträge
    698
    103
    3
    vergeben und glücklich
    abgeschafft ist das sog. "Kranzgeld", das war früher eine finanzielle Entschädigung für das Mädel, wenn sie durch den Verloben "entjungfert" wurde, ohne dass später die Ehe zu Stande kam - klingt heute lustig - nicht?
     
    #10
    Wolf50, 30 November 2005
  11. DrBingo
    DrBingo (33)
    Verbringt hier viel Zeit
    691
    101
    0
    nicht angegeben
    bedarf eine verlobung nicht eines verlobungsvertrages um vollkommen rechtsgültig zu sein? bestimmt ist auch eine kundgabe der verlobung in einem
    öffentlich zugänglichen Medium erforderlich

    ... abgesehen davon - lustig an einer verlobung ist, dass man bei ausbleiben
    der ausgelobten Heirat für sexuelle ...öhmm.. halt Entschädigung verlangen kann.

    edit: hach mensch.. lesen bildet, der herr über mir hat es sogar noch mit dem terminus technikus... aber ich fand das war eigentlich ne vernünftige idee.. hilft gegen das hirnlose rumpoppen von so manchem...
     
    #11
    DrBingo, 30 November 2005
  12. Sissdem
    Sissdem (33)
    Kurz vor Sperre
    152
    0
    0
    Single
    Eine VErlobung kann aber rechtlich auch vorteilhaft sein. Z.b. wenn du geblitzt wurdest kannst die Aussage aufgrund deines Zeugnisverweigerungsrecht verweigern und erzählen es war dein Verlobter/Verlobte usw.
     
    #12
    Sissdem, 1 Dezember 2005
  13. DrBingo
    DrBingo (33)
    Verbringt hier viel Zeit
    691
    101
    0
    nicht angegeben
    ja, das wundert mich ehrlich gesagt nicht von wem dieser kommentar kommt... danach winkt Dir ein Fahrtenbuch für 2 Jahre wenn Du an den richtigen Richter kommst.
    Aber nochmal für sissi zum mitschreiben: Bei einer Verlobung geht es um Treue... wikipedia ist da hilfreich wenn es am verständnis mangelt *insider*
     
    #13
    DrBingo, 1 Dezember 2005
  14. Sissdem
    Sissdem (33)
    Kurz vor Sperre
    152
    0
    0
    Single

    Und das ist äußerst selten das man eins auferlegt bekommt.

    Weiß auch nicht wo wieder dein Problem mit mir liegt. Ist nun mal Tatsache. Und das eine Verlobung was mit Treue, Liebe usw. zu tun hat weiß der threadstarter wohl selbst.
     
    #14
    Sissdem, 1 Dezember 2005
  15. Sissdem
    Sissdem (33)
    Kurz vor Sperre
    152
    0
    0
    Single
    Ups....war ja schon gepostet...sorry
     
    #15
    Sissdem, 1 Dezember 2005

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