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Eine Reise durch das Land der Liebe

Dieses Thema im Forum "Geschichten, Gedichte und Nachdenkliches" wurde erstellt von Bea, 9 März 2003.

  1. Bea
    Bea (30)
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    Hallo ihr!

    Vielleicht erinnert sich ja der eine oder andere noch and diesen Brauch Hilfe für die Profile bei einer Story ;-)...
    Ich danke nochmal allen, die ihre eigenen Daten hergegeben haben :zwinker:


    Hier ist also der Anfang der Geschichte! Viel Spaß beim Lesen!


    ---------------------------

    Prolog:

    „Es war einmal...“, so begann Oma immer ihre wunderbaren Erzählungen. Wir Kinder hörten natürlich gespannt zu! Wenn sie wieder begann, saßen wir vor ihrem grünen Ohrensessel, in dem sie so winzig wirkte, und lauschten auf ihre Stimme, die uns ins Land der Träume und Märchen brachte.
    Eines Tages kamen wir wieder zu ihr und baten sie um eine ihrer geschichten, sie möge uns doch eine erzählen! Unsere Oma hat uns dann an die Hand genommen, ins Wohnzimmer geführt und sich in ihren Ohrensessel gesetzt. „Ihr wollt also ein Märchen hören?“ Wir nickten stumm. „Na gut... Ich werde euch eine Geschichte erzählen, die anders ist als die alle die ihr kennt! Sie ist etwas besonderes und ihr sollt sie in eurem Herzen behalten.
    Sie handelt von Damian, einem 18-jährigen Knaben, der in der kleinen Stadt Strenge im Land der Jugend aufgewachsen ist. Ihr müsst wissen, es gibt ein Reich der Liebe. Längst ist es in Vergessenheit geraten, obwohl es mal ein wirklich großartig war! Er ist kein Elfe oder Zauberer, kein Troll oder Zwerg. Er ist ein Mensch. Ein Mensch wie du, du oder auch ich. Es gab dort auch keinen König, Kaiser oder Fürsten. Jeder war irgendwie daran beteiligt, das Land aufrecht zu erhalten – aber untergegangen ist es doch! Warum fragt ihr euch? Das kann ich euch leider nicht sagen! Vielleicht kamen über das Meer der Verzweiflung so viele Menschen, dass das Reich der Liebe sie nicht mehr erfassen konnte? Wir werden es wohl nicht erfahren...
    Aber ich wollte euch ja von Damian erzählen. Vielleicht wundert ihr euch über den Namen seiner Heimatstadt? Na, so heißen viele der Städte im Reich der Liebe. Ihr werdet euch daran gewöhnen. Nun, Damians Eltern waren nicht gerade sehr umgänglich. Sie hatten Damian Enthaltsamkeit und Ehrfurcht gegenüber der Liebe und seinen Eltern gelehrt. Das mag komisch klingen dafür, dass sie im Reich der Liebe lebten. Aber ihr müsst wissen, dass ein Teil dieses Landes den Namen „Land der trauernden Liebe“ trägt und das Gebirge, das dieses vom Land der Jugend abgrenzt, „das hoffnungslose Gebirge“ genannt wird. Von da stammen seine Eltern.
    Aber nun gut, ihr wollte ja sicher wissen, was aus Damian geworden ist und nicht woher seine Eltern sind! Er durfte keine Kontakte zu gleichaltrigen Mädchen haben, außer zu seiner um ein Jahr jüngeren Schwester. Er hatte also keinerlei Erfahrung und Kenntnisse in der Liebe, Sexualität und was sonst noch dazu gehört. So hat er eines Tages beschlossen, dass er losziehen und seine große Liebe finden wird!


    Kapitel 1: Verlangenau

    „Mutter?“ Damian wusste noch nicht, wie er seinen Eltern von seinem Plan erzählen sollte. Gepackt hatte er schon. Einige frische Kleidungsstücke, ein bisschen Proviant und eine uralte Karte vom Reich, die er auf dem Speicher des kleinen Hauses gefunden hatte. Er wusste zwar noch nicht genau wohin, und was dann, aber er wollte auf alle Fälle weg. „Ja, mein Sohn?“, antwortete nun endlich die Mutter, die aus der Küche gekommen war und sich eben die Hände an ihrer Schürze abputze. Sie musterte ihn von oben bis unten, wie sie es immer tat, wenn er nach ihr rief. Diesmal sah sie ihn besonders lange an. Da stimmte etwas nicht, das spürte sei genau. Er hatte seine gute Jeans angezogen und auch ein Hemd, das er sonst kaum trug, weil es ihm zu schade war. Auch seine sonst locker sitzenden Schuhe hatte er gegen seine teuren Wanderstiefel eingetauscht. Seine Mutter seufzte. „Du gehst also?“ „Ja“, meinte Damian und senkte den Kopf. „Hast du eine Karte?“ „Nur die alte, die auf dem Speicher rumlag.“ Sie kam auf ihn zu und umarmte ihn. Sie reichte ihm gerade mal bis zum Kinn und sie sah mit einem Mal älter aus, als sie eigentlich war. „Ich wünsche dir viel Glück, mein Junge.“ Er legte seine Arme um sie und versuchte sie zu trösten. „Wirst du es Vater sagen?“ „Natürlich. Er wird es verstehen.“ Sie machte eine kurze Pause. „Aber jetzt geh, bevor er kommt. Er wird dich nicht gehen lassen wollen.“ Damian holte seinen Rucksack aus seinem Zimmer, zog sich seine Jacke an und verabschiedete sich noch einmal von seiner Mutter.
    „Wo soll ich hingehen?“, fragte er sie noch an der Tür. Sie legte eine Hand auf sein Herz und meinte: „Vertrau darauf, was deine Gefühle sagen. Schau dir die Karte an und sie werden dir den richtigen Weg weisen.“ Damit drehte sie sich um und verschloß die Tür hinter sich.
    Damian nahm die Karte aus seiner Tasche und starte sie an. Er wusste wirklich nicht, wo er hin sollte. Es gab viele verlockende Namen. Da war zum Beispiel die Verlangenau. Er hatte oft gehört, dass es dort wunderschöne Mädels geben sollte. Aber andererseits war da auch das Gerücht, dass sie einbildet und hochnäsig waren. Vielleicht sollte er auch nach Küßfeld. Immerhin wollte er endlich seinen ersten Kuss erleben. Klar – er hatte schon geküsst, so kleine Freundschaftsküsschen auf die Wangen waren schon vorgekommen. Aber so ein richtiger Zungenkuss? Nein, das DURFTE er ja nicht! Er könnte aber auch nach Sorgenlos gehen, fiel ihm auf. Sorgenlos zu sein, muss doch schön sein – aber war man das in Sorgenlos auch? Er würde es ausprobieren müssen! Ins Land der Hagestolzen wollte er auf alle Fälle nicht zu tief kommen, da er ja auf der Suche nach seiner zukünftigen Frau war und nicht Junggeselle bleiben wollte. Gebiet der fixen Ideen? Das klang so sehr danach, verrückt zu werden. Land der Ruhe? Da würde er zu viel Zeit verlieren. Vielleicht sollte er nach Untreu, aber das klang schon wieder so negativ! Sinnenluft, Zärtlichkeit und Sättigung klang nicht schlecht. Aber das war alles so weit weg und so hoch oben im Norden! Er hatte schließlich nicht ewig Zeit!
    Seufzend faltete er die Karte zusammen und verstaute sie fein säuberlich in seiner Jacke. Er hatte eine Entscheidung getroffen: Er würde ohne Karte wandern. Einfach immer der Nase nach... Aber zuerst wollte er mal nach Osten in die Verlangenau. Er musste doch genauer untersuchen, was es mit dem Gerücht der wunderschönen, hochnäsigen Mädchen auf sich hatte.
    Er drehte sich noch einmal um, betrachtete das zierliche Haus seiner Eltern, in dem er 18 Jahre gelebt hatte. Mit einem letzten Seufzer drehte er sich um und stapfte davon. Er ließ den Kopf hängen und marschierte vorwärts. Auf seiner Reise ging er über Heiden und Felder, über Wiesen und sprang über kleine Bäche. Hier und da begegnete ihm eine Kaninchenfamilie. Dort war eine Baumgruppe, bei der Rehe die heiße Mittagszeit verbrachten und in der sie Nachts Schutz vor der Kälte fanden. Das Gras schien hier irgendwie gelb... oder auch grau.
    Er merkte sehr schnell, dass er zu überstürzt aufgebrochen war. Er hätte wohl doch etwas mehr planen sollen. Wo würde er übernachten? Und wenn er nicht bald in die nächste Stadt kam, wo sollte er hier her außen schlafen? Er hatte nicht daran gedacht, sich einen Schlafsack oder dergleichen mitzunehmen. Er legte sich an diesem Abend einfach auf die Erde und versuchte zu schlafen. Doch das war gar nicht so einfach, da die Ameisen keine Probleme darin sahen, über ihn hinweg zu krabbeln. Außerdem kreischte die ganze Zeit eine Eule in einem nahen Wäldchen. So verschränkte er die Arme unter dem Kopf und starrte in den Himmel. Der Mond schien hell und erleuchtete teilweise die Landschaft. Es sah wunderbar aus. Zusätzlich funkelten die Sterne und es schien fast, als würden sie versuchen, den Glanz des Mondes noch zu verstärken. Ihm viel ein Sprichwort ein, das ihm seine Tante ihrer Tage gesagt hatte: „Die Sterne können den Glanz des Mondes nicht vermehren.“ Sie hatte gesagt, es sei aus China – aber was war das eigentlich für ein Land? Oder war es eine Person und es war VON China? Auf der Karte jedenfalls war es nicht eingezeichnet!
    Irgendwann schief er dann doch ein und wachte am nächsten Morgen auf, da ihn die Sonnenstrahlen im Gesicht kitzelten. Er gähnte und streckte sich, fühlte sich so gut wie schon lange nicht mehr. Nachdem er seine Sachen wieder zurecht gerückt hatte, ein keines Frühstück bestehend aus einer Scheibe Toast zu sich genommen hatte, machte er sich wieder auf den Weg und genoss die Frische des Morgens.
    Der Marsch nach Verlangenau lief weiter ohne besondere Vorkommnisse. Die Ameisen plagten ihn Abend für Abend aber in der Früh stand er frisch und erholt auf. Inzwischen waren seine Sachen bereits verstaubt und auch er selbst sah nicht mehr allzu frisch aus.
    Zwölf Tage nach seiner Abreise von zu Hause traf er in Verlangenau ein. Schon an der Reaktion der Mädchen, die ihn durch die Straßen liefen sehen, die Köpfe zusammensteckten und zu tuscheln begannen, erkannte er, dass die Gerüchte wahr waren.
    ‚Diese Mädels sind wirklich sehr schön...‘ Fein geschwungene Nasen und zarte Knochen, wunderschöne blaue Augen und lange Wimpern, schlanke Figur und lange Beine. Das waren die Merkmale, die alle diese Mädchen auszeichneten.
    Er versuchte mit den Mädchen zu reden: „Hallo!“ Er ging auf eine Gruppe tuschelnder Jugendlicher zu. „Hallo“, traute sich eine besonders mutige zu antworten. Sofort fingen die anderen an zu kichern. „Wo kann ich mich denn hier frisch machen?“, wollte Damian wissen. „Du kannst mit zu mir kommen. Meine Eltern haben einen Gasthof“, erwiderte wieder das gleiche Mädchen. „Ich bin übrigens Lidia“, fügte sie noch hinzu. „Freut mich. Ich bin Damian.“ Damian streckte ihr zur Begrüßung die Hand hin, wie er es von seinen Eltern gelernt hatte, aber sie richtete ihre Haare, zupfte ihr Kleid zurecht und ging mit hoch erhobenem Kopf an ihm vorbei. Er zuckte mit den Schultern und trottete hinter ihr her.
    Als sie außer Sichtweite der anderen Mädchen waren, ließ sie ihre Schultern fallen, seufzte kurz und drehte sich dann zu ihm um. Sie streckt ihm ihre Hand zur Begrüßung entgegen und lächelte ihn freundlich an. „Was denn jetzt? Kannst du mir mal erklären, was hier gespielt wird?“, fragte Damian entrüstet. Lidia ging auf ihn zu, nahm seine Hand und schüttelte sie. „Tut mir leid. Aber die Mädels verabscheuen unhygienische Kerle. Und ich will nicht an Ansehen verlieren!“ „Ahja.“ Damian war eindeutig überrumpelt. „Und warum bist du dann jetzt so freundlich?“ „Weiß nicht so genau! Ich bin eigentlich immer freundlich.“ Sie gingen ein Stück schweigend nebeneinander her. „Du bist seltsam“, antwortete Damian schließlich. Lidia überlegte. „Wenn du meinst...“ Sie gingen noch um einige Ecken und standen vor dem Gasthof von Lidias Eltern. „Zur schwarzen Schönheit“ stand auf dem Schild. „Wie seid ihr auf den Namen gekommen?“ Lidia grinste ihn an. „Das kommt von mir. Meine Eltern dachten, das würde gut klingen. Weil ich doch so schwarze Haare habe. Aber lass uns reingehen.“ Lidia ging auf die Tür zu und öffnete sie. Die Gaststube war von dumpfen Licht erhellt. Gegenüber der Tür war eine Theke aus Ebenholz. Überhaupt alles im Zimmer schien aus Ebenholz oder zumindest schwarz lackiert zu sein. Am Ausschank stand ein junger Mann mit blonden Haaren. Seine blauen Augen strahlten Lidia an. „Mein Bruder“, murmelte Lidia Damian zu. „Ihr seht euch überhaupt nicht ähnlich!“ „Er ist nur mein Stiefbruder!“ Die beiden gingen auf den Jungen zu. „Hallo Lidi“, begrüßte er Lidia. „Hallo“, antwortete Damian. „Dein Freund?“, wollte der Mann wissen. „Kannst du nicht mal mit deiner bescheuerten Eifersucht aufhören? Du machst die echt lächerlich, Fabian! Außerdem ist er nicht mein Freund! „Warum bringst du ihn dann mit? Du weißt genau, dass du dich nicht mit fremden Jungs rumtreiben sollst.“ „Das sagst aber auch nur du! Wo sind Jolanta und Adalar?“ Fabian seufzte. „Wann wirst du dich endlich dazu durchringen sie mit Mama und Papa oder sowas anzusprechen?“ „Überhaupt nicht. Wo sind sie denn jetzt?“ „Papa ist im Hinterzimmer. Aber er hat grad seinen Stammtisch. Wo Mama ist, weiß ich nicht. Wahrscheinlich in der Küche oder so.“ Ohne ein weiteres Wort ging Lidia an der Theke entlang und verschwand in einen angrenzenden Raum. Damian stand unschlüssig herum. „Hey du!“, ließ sich Fabian vernehmen, „woher kommst du?“ Damian schreckte auf. „Aus Strenge. Warum?“ „Nur so.“ Die beiden schwiegen sich eine Weile an. „Und was hast du mit Lidi zu schaffen?“ „Nichts. Sie stand mit ein paar Mädchen rum, die ich gefragt hab, wo ich mich waschen kann und sie hat mich hierher geführt.“ „Liebst du sie?“, fragte Fabian völlig unverblümt. Damian setzte zu einer Antwort an, brachte aber keinen Ton heraus. „Warum sollte er? Er kennt mich noch keine halbe Stunde!“, schaltete sich Lidia ein. „Komm, Damian, ich zeig‘ dir dein Zimmer!“ Sie ging schnell an ihm vorbei eine Treppe hinauf. Er folgte ihr in ein kleines Dachzimmer, das offensichtlich für zwei Personen gedacht war. „Wenn du willst, kannst du hier schlafen.“ Lidia legte sich auf eines der Betten und starrte die Decke an. Aus einem Mundwinkel lief ein dünner Blutfaden. „Allerdings ist es gleichzeitig meines.“ „Lidia?“, fragte Damian vorsichtig und setzte sich an ihre Bettkante. „Ja?“ „Du blutest.“ Damian zog sein Taschentuch hervor und tupfte vorsichtig das Blut von ihrem Gesicht. „Ach das, das macht nichts“, antwortete sie. Lidia drehte ihren Kopf zu ihm, sodass ihre Haare zur Seite fielen und den Blick auf ein blaues Auge freigaben. Damian sah sie geschockt an. Vorsichtig befühlte er die Prellung. „Wer war das?“ Lidia nahm seine Hand und legte sie auf seinen Schoß. „Ist doch egal. Ich bin es gewohnt.“ Damian sah sich um und entdeckte eine kleine, mit Wasser gefüllte Waschschüssel. Er tauchte das Tuch hinein, wrang es aus und kühlte dann damit ihr Aug. Sie starrte indes wieder an die Decke. „Warum machst du das?“ „Was?“ „Warum kühlst du es? Du kennst mich doch nichtmal!“ Damian grinste: „Ja und? Du kommst alleine wohl kaum auf die Idee, oder?“ „Mhm.“ Damian lächelte sie an. „Hast du noch mehr solche Verletzungen?“, wollte Damian besorgt wissen. Lidia dachte kurz nach. „Bestimmt“, meinte sie schließlich. Damian kramte in seinem Rucksack und zog eine Creme heraus. Diese verteilte er vorsichtig auf ihrem Auge. „Soll ich die anderen auch einschmieren?“ „Lieber nicht! Adalar wird sonst nur sauer.“ „Adalar? Dein Vater?“, fragte Damian überrascht. „Er ist nicht mein Vater! Er hat mich nur adoptiert und kann mich nicht leiden!“ „Trotzdem“, beharrte der Junge, „diese Wunden müssen behandelt werden! Du holst dir sonst, was weiß ich was!“
    Lidia saß stumm da und erwiderte nichts mehr. Damian kramte in seinem Rucksack und holte ein Desinfektionsspray heraus. „Dann lass mal sehen“, sagte Damian lächelnd. Lidia zog langsam ihre gelbe Bluse und den grünen Roch aus. Jetzt stand sie in schwarzer Unterwäsche vor ihm. Ihr Rüchen war mit schrammen übersät und auch ihre Beine hatten mehrere blaue Flecken. Damian zog ein sauberes Tuch hervor, tränkte eine Stelle mit Desinfektionsmittel und säuberte vorsichtig die Wunden auf Lidias Rücken. „Woher hast du diese Schnitte?“, fragte Damian, „hast du die auch Adalar zu verdanken?“ Lidia schüttelte den Kopf: „Adalar schlägt mich nur im Gesicht, auf den Hintern und die Beine!“ „Wer war das dann? Deine Stiefmutter?“ „Nein. Jolanta macht sowas nicht!“ Damian war fertig mit dem Desinfizieren der Wunden und verteilte eine wundheilende Salbe darauf. „Wer war das denn dann?“ „Hmm... Fabian“, stieß Lidia hervor. Damian hatte die Versorgung der Verletzungen beendet und setzte sich neben Lidia. „Er? Er machte einen recht freundlichen Eindruck auf mich. Warum macht er sowas?“ „Er liebt mich. Und ich will ihn nicht haben.“ „Und wo liegt da dann das Problem? Immerhin herrscht bei uns die Gleichberechtigung.“ „Er will es nunmal nicht verstehen. Und Adalar hilft ihm dabei!“ Damian nahm ihre Hand und streichelte sie sanft. „Warum wehrst du dich nicht?“ „Womit denn? Soll ich schreien?“ „Warum nicht?“, fragte er lächelnd. „Du könntest auch weglaufen!“ „Mit dir durchbrennen, oder wie?“ Damian wurde rot. „Warum mit mir? Such dir doch einen netten Jungen!“ Lidia grinste ihn an. „Du bist ein netter und liebenswerter Junge!“, meinte sie mit Nachdruck, „lass mich mit dir kommen!“ „Warum sollte ich dich mitnehmen? Ich hab nur einen Schlafsack und auch nur ein Zelt. Wo willst du schlafen?“ Lidia dachte kurz nach. „Wie wäre es mit...“ Sie machte eine Pause und Damian schaute sie gespannt an. „... bei dir? Ich finde dich wirklich süß, Damian, und hätte echt kein Problem damit, dich als meinen festen Partner anzusehen. Und als Paar schläft man doch zusammen in einem Bett, oder?“ Damian stotterte eine Menge wirres Zeug. Lidia schaute ihm tief in die Augen und fragte: „Wie findest du mich?“ Er starrte sie an. „Du bist wie ein zarter Schmetterling, der gerade erst aus seiner schützenden Hülle geschlüpft ist. Du wirkst zerbrechlich und zart, verwundbar. Aber du bist stark und ziehst alle in deinen Bann. Deine Augen glitzern wie kleine Obsidiane und dein Haar ist so schwarz wie Ebenholz. Es liegt in Wellen um deine Schultern, die mich an das Meer erinnern. Deine Haut ist zart und glatt, wie ein Seidentuch und leicht gebräunt von der Sonne. Dein Körper ist wunderschön.“ Er lächelte sie verlegen an, während Lidia rot wurde. „Du übertreibst maßlos“, meinte sie schließlich.




    {To be continued}
     
    #1
    Bea, 9 März 2003
  2. James Bond
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    Oh Mann, richtig supi geschrieben! Einfach toll zu lesen, auch wenns eher ne bisschen traurige Geschichte ist.
    Ziemlich hart, was mit dem armen Mädel alles gemacht wird, aber die Geschichte is echt toll!
    Dickes Lob an die Autorin, wie für jede ihrer geschichten!!!
    Freu mich schon auf die Fortsetzung! :smile:
     
    #2
    James Bond, 9 März 2003
  3. Bea
    Bea (30)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    vergeben und glücklich
    Sottel sie eigentlich gar nicht... *g* Aber der Anfang is vielleicht ein bisserl traurig... Ist mir noch gar nicht so aufgefallen... Die beiden ziehn ja jetzt quer durch dieses "Reich der Liebe" ...


    Ich musste irgendeinen Grund finden, warum sie mitwill ;-) Und da ist doch das naheliegenste dass es ihr so mies geht, dass es nur besser werden kann, oder?


    Danke danke danke :zwinker: Das mit der Fortsetzung kann aber noch dauern... Du weißt ja: Mein Schreibtief....
     
    #3
    Bea, 10 März 2003
  4. James Bond
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    Ist mir warscheinlich nur so aufgefallen, weil die Geschichte eben noch nicht zu der schönen Wendung kam, wenn sie dann endlich durchs reich der Liebe ziehen.
    Ich mag aber traurige Geschichten! *mitschluchzenmag* :smile:


    Ja, ist schon klar, dass das nur Grund ist, dass sie mitgeht. Etwas, das praktisch die Geschichte weiter ins Rollen bringt. Wollte das hald nur sagen, weil es hald auch in Wirklichkeit oft so ist, dass Mädels und Frauen Misshandelt werden und das ist echt schlimm.

    *ganz fickrig auf die Fortsetzung wart, egal wie langs dauert* :drool:
     
    #4
    James Bond, 10 März 2003
  5. User 4030
    User 4030 (34)
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    vergeben und glücklich
    Echt tolle geschichte.

    Respekt.Find den Anfang super, passt alles schön zusammen.

    Nur eins verwirrt mich ein bisschen. Am Anfang wo der Junge durch den wald läuft (den ersten abend) schreibst du, das er nicht an einen schlafsack oder dergleichen gedacht hat, und er schläft deshalb auf dem boden.
    später als lidia mit will, sagt er, dass er nur einen schlafsack und ein zelt dabei hat?

    Ist mir nur aufgefallen.

    Hoffe du kommst aus deinen schreibtief irgendwie raus. finde du bist eine tolle schreiberin.


    Gruß Lissy_20
     
    #5
    User 4030, 14 März 2003
  6. Mieze
    Mieze (31)
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    vergeben und glücklich
    krasse geschichte, wie immer :smile:
    ich hoffe dein schreibtief dauert net mehr allzu lang :zwinker:
     
    #6
    Mieze, 14 März 2003
  7. Bea
    Bea (30)
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    vergeben und glücklich
    Danke dass du mich drauf aufmerksam gemacht hast ;-) Normalerwese fällt mir sowas beim Querlesen auf, aber irgendiwe hab ich das ncoh nicht gemacht ;-) Werds wohl irgendwie ändern *smile+
     
    #7
    Bea, 14 März 2003
  8. Rapunzel
    Rapunzel (33)
    Sehr bekannt hier
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    Verheiratet
    Hach bealein, ich bin verzaubert.. ich liebe deine geschichten... wo ist eigentlcih die eine hin, die mit dem missbrauch? ist die weg???
     
    #8
    Rapunzel, 17 März 2003
  9. Bea
    Bea (30)
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    vergeben und glücklich
    #9
    Bea, 17 März 2003
  10. Rapunzel
    Rapunzel (33)
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    5.723
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    1
    Verheiratet
    Dann schreib da doch mal für mich weiter :smile:
     
    #10
    Rapunzel, 17 März 2003
  11. Felicitas
    Felicitas (33)
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    Verlobt
    Ich muss sagen ich les mir ja deine Geschichten schon seit einiger zeit als "stiller Mitleser" :zwinker: durch und finde sie einfach nur genial. Du hast echt talent dazu [​IMG]

    Hoffe du bekommst deine "Schreibwut" bald wieder zurück und erzählst die Fortsetzung!

    *gespannt wartet*
     
    #11
    Felicitas, 18 März 2003
  12. Luzi
    Gast
    0
    Hm, ich bin mir dessen bewusst, dass ich einen alten Thread herauskrame, aber ich hoffe, ihr seid mir hier im Geschichten-Forum nicht zu böse deswegen.

    Ich finde nämlich diese Geschichte wirklich super! Man kann sich hineinversetzen, als wäre man selbst Damian... weil ich ja sonst immer über die Sprache meckere: Find ich genial. Wirklich, als ob eine Großmutter erzählt. Zwar eine etwas "modernere" Großmutter (von wegen Jeans und so *gg*)...
    Ich bewundere immer bei dir, wie du es schaffst, so prägnante Einleitungen zu schreiben. Früher habe ich auch immer wieder angefangen, Geschichten zu schreiben, aber bei mir war jedes mal die Einleitung schon ca. 13 Seiten... *g* und Einleitungen sollten ja gar nicht so lang sein, das zieht sich ja dann bloß. Und du schaffst es einfach, gar keine Ausschweife zu machen, sondern einfach auf das Thema hinzuführen. Super! :smile:

    Aaaaaaaber: Schreibst du die Geschichte mal weiter? :zwinker:

    Luzi

    P.S.: Danke für die Empfehlung dieser Geschichte :zwinker:
     
    #12
    Luzi, 12 September 2003
  13. bobb
    Verbringt hier viel Zeit
    246
    101
    0
    nicht angegeben
    Weeeeeeiiiiiiittttttttttteeeeeeeeeeeeeer!
    Wann kommt die Fortsetzung?
     
    #13
    bobb, 12 September 2003
  14. Bea
    Bea (30)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
    1.311
    121
    0
    vergeben und glücklich
    Wenn ich sie geschrieben habe *mfg*

    Ich hab a) die charaktere noch nicht ausgereift, um weiterschreiben zu können und b) wollte ich zuerst New Empire of Vampire fertig schreiben und versuchen, das zu veröffentlichen. Wenn ihc ständig zwischen den Geschichten wechsle, fällt es mir schwer, die Charaktere und ihre Eigenschaften richtig zuzuordnen (logisch, oder?)

    Also müsst ihr euch hier ein bisserl gedulden *g*
     
    #14
    Bea, 12 September 2003
  15. Luzi
    Gast
    0
    @Bea: Vielleicht weißt du ja jetzt, wie es uns Lesern geht, wenn wir immer die Anfänge von 3 Geschichten gleichzeitig lesen, aber nie den Schluss erfahren... :grin: (Nicht böse gemeint, gelle *g* Anfänge schreiben macht sooo viel Spaß... :zwinker: )
     
    #15
    Luzi, 12 September 2003
  16. bobb
    Verbringt hier viel Zeit
    246
    101
    0
    nicht angegeben
    @Bea, kennst mich doch langsam, ich will weiterlesen!!! :grin: :grin: :grin:
     
    #16
    bobb, 12 September 2003
  17. Bea
    Bea (30)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
    1.311
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    0
    vergeben und glücklich
    Kenn ich, ja, aber wie hatte ich bei der Lebensblume geschrieben? Kritik will ich - und zwar objektive, die mir was nützt. Und wenn du nur an 10 Rechtschreibfehlern rummeckerst, ist auch egal, dann find ich die raus...

    Luzi ist da seeeeeeehr gut für *griiiiiinz*
     
    #17
    Bea, 13 September 2003
  18. Luzi
    Gast
    0
    Hmm... wenn du noch mehr sehr gute Sachen von mir haben willst, dann schreib die Geschichte weiter... :grin:
     
    #18
    Luzi, 15 September 2003

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