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Dieses Thema im Forum "Beziehung & Partnerschaft" wurde erstellt von User 12370, 16 März 2004.

  1. User 12370
    User 12370 (30)
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    Sind ein paar Gedanken, die ich mir vor Monaten mal gemacht habe, würde gern wissen was ihr von haltet. Oder lest sie einfach nur...

    Können Gefühle, die über Jahre hinweg mühsam aufgebaut wurden einfach so verschwinden? Sind sie regenerierbar? Und wenn nicht, wie halten manche Ehen über 50 Jahre lang? Ist das nur noch nebeneindander herzuleben oder können sich bestimmte Gefühle wirklich so lange halten? Und woher weiß man, ob dieses augenblickliche Gefühl eine Woche, ein Jahr oder ein ganzes Leben hällt? Wann ist man sich sicher, die richtige Person zum heiraten gefunden zu haben?

    Junge Ehen scheitern öfter, viele wollen nicht mal mehr heiraten. Ist diese Generation unfähig lebenslange, gut Beziehungen zu führen? Oder erwarten wir einfach nur (zu)viel?
     
    #1
    User 12370, 16 März 2004
  2. Hi Aurelie!

    Vorerst: Ich finde, dass du ein schönes Topic-Thema ausgesucht hast! :smile: Und eigentlich frage ich mich manchmal auch dasselbe, wie du ...

    -> Ich denke, dass ein 'vollkommenes Verschwinden' der Gefühle unmöglich ist. Meine Meinung nach können Gefühle geringer werden aber irgendwie nie völlig verschwinden.

    -> Ich denke, dass man sich da wirklich nie ganz sicher sein kann. Wie du schon sagtest ...

    ...genau das ist es, was man wohl nicht schafft ständig zu erhalten. Es gibt diese besonderen Momente. Und nach diesen Momenten bleibt irgendwo dieses erfüllende Gefühl. Vielleicht funktioniert das genau so auch in Ehen. Es kommt auf die Häufigkeit und die Intensität dieser augenblicklichen Momente/Gefühle an. Werden diese weniger, so nimmt auch die Faszination an dem anderen ab.

    -> Denkst du, dass es nur die jungen Leute sind? Wie oft kommt es vor, dass auch langjährige Ehen geschieden werden, weil der Reiz, 'das Wunderbare, das am Anfang war' fehlt? Ich denke, dass es nicht auf das Alter sondern die Einstellung drauf ankommt, jedoch glaube ich, dass es besonders bei jungen Leuten zum Scheitern der Ehe kommt, weil diese noch die Hoffnung haben den/die Richtige zu finden. Natürlich ist das auch noch mit 50, 60 oder gar 70 möglich. Aber ich denke, dass die 'Jungen' einfach denken, auf diese Weise nichts von ihrem Leben zu 'verpassen'.

    MfG,
    MisSparkleKitty

    P.S.: :zwinker: Wer Kritik zu meiner Meinung einzuwerfen hat -> her damit :smile: :!:
     
    #2
    MisSparkleKitty, 16 März 2004
  3. Schattenregen
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    Deine Schlußfrage trifft es auf den Kopf, würde ich sagen. Die Erwartungen sind einfach viel zu hoch. Die "Beziehung" (und in dem Wort spielt schon die gegenseitige Abhängigkeit rein, die ja eigentlich schlecht ist) muss immer super toll sein, keine Fehler haben und erst recht muss man IMMER verliebt sein. Jetzt beschreib ich mal meine Meinung dazu, das nur vorweg.
    Das ist doch totaler Schwachsinn. Liebe entfaltet sich von Augenblick zu Augenblick. Jetzt höre ich ein Lied im Radio, in dem Moment bin ich geöffnet, das Lied berührt mich, ich liebe es in diesem Moment. Im nächsten Moment ist es vorbei und die Liebe ist wieder weg. Aber ich bin dennoch glücklich, dass es überhaupt kam. In einer "Beziehung" ist es doch genau das gleiche. Am Anfang verliebt man sich ineinander und man geht ohne Erwartungen und Forderungen an den Partner heran. Man liebt ihn und man ist glücklich, dass man ihn hat. Man ist nicht glücklich, weil man auch geliebt wird, weil das total nebensächlich ist. Sobald die eigenen Gefühle dann irgendwann nachlassen ist man auf einmal wie verrückt erpicht darauf, dass man auch geliebt wird und der Partner soll das immer mehr und noch mehr zeigen und sobald man Anzeichen dafür "entdeckt" (wenn man es sich nicht alles nur selber einredet), dass die Liebe vielleicht nicht mehr so "stark" ist, geht die Welt unter und man macht Schluß. Ist das wirklich richtig so? Ich bezweifle es stark. Man muss ohne Erwartugen lieben, ohne, dass irgendetwas zur Selbstverständlichkeit wird, egal ob es etwas Gutes oder etwas Schlechtes ist. Was bringt es uns, wenn wir uns gegenseitig voneinander abhängig machen um dann festzustellen, dass wir nichtmehr ohne den anderen können (finanziell z.B.) aber unsere Liebe so vernachlässigt haben, dass keiner mehr so recht den anderen liebt? Dann leben wir wirklich nebeneinander her und sind unglücklich darüber. Wir verstehen nicht, warum wir den Partner, den wir einst so stark geliebt haben, nicht mehr anziehend und attraktiv (usw.) finden. Also woher kommt es? Von den Erwartungen, von den falschen Hoffnungen, vom Denken. Unser Denken sagt uns, dass wir eine Sicherheit brauchen, aber Liebe braucht keine Sicherheit. Sich zu öffnen und seine Gefühle offen preis zu geben ist IMMER ein Risiko, es ist immer die Möglichkeit da, dass man verletzt wird, dass man ausgenutzt und verars**** wird, aber wenn man dieses Risiko nicht eingeht, dann kann man auch nie wirklich lieben. Wer sich nie ganz öffnet, wird auch nie ganz lieben und geliebt werden können. Also was müssen wir tun? Die Liebe neu entdecken. Neu? Nein, nicht neu, sondern wieder trifft es besser. Das leuchtet sicher jedem ein, wenn man sich wieder in den Partner verliebt, dann ist man wieder glücklich. Bleibt nur noch die Frage, wie man das anstellen soll. Gar nicht so schwer zu beantworten, nur schwer umzusetzen: Lebt offen, liebt das Leben und ihr werdet auch wieder euren Partner lieben können. Wer aufsteht und sich denkt, wie beschissen sein Leben doch ist, der kann doch nicht erwarten, dass er ohne sein Leben auch nur im geringsten zu akzeptieren, seinen Partner lieben kann. Geht in den Wald, gerade jetzt, bei dem wunderschönen Wetter. Fühlt die Natur, liebt sie, liebt die Bäume, die Vögel, die Sonne, die Luft, den Geruch der Blumen, usw. Wenn ihr so sensitiv seid, werdet ihr euren Partner mit anderen Augen sehen. Die Liebe kann und muss jeden Tag, jeden Moment aufs neue entdeckt und gelebt werden. Werdet glücklich, es ist nicht so schwer, wie es sich anhört. So und nur so kann eine Liebe über Jahre hinweg, ja sogar ein Leben lang halten. Die Liebe ist ein Zeitpunkt, keine Zeitspanne, es ist eine Fähigkeit, die jeder Mensch hat und nur einzusetzen braucht. Wenn man das versteht, dass die Liebe in einem Moment da und im anderen weg sein kann, dann wird es viel leichter sich auf sie einzulassen.
    In diesem Sinne viel Spaß im Gefühlschaos :zwinker:.

    PS: Das oben war und ist meine Meinung, also bitte, niemand soll sich angegriffen fühlen oder sich genötigt sehen, irgendeine meiner Betrachtungen richtig zu stellen, für mich sind sie so richtig. Ihr könnt gerne darüber reden, ist nur meine Meinung.

    Grüße Schattenregen
     
    #3
    Schattenregen, 16 März 2004
  4. User 13029
    Verbringt hier viel Zeit
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    Es ist kompliziert
    Tja, die Halbwertszeit einer heutzutage geschlossenen Ehe ist erschreckend niedrig... und woran liegts?

    Unsere Eltern und unsere Großeltern haben sich damals noch hingesetzt und Probleme ausdiskutiert und gemeinsam gelöst, wenn welche da waren... man ist gemeinsam durch dick und dünn gegangen... nicht umsonst waren meine Großeltern 54 Jahre verheiratet, bevor mein Opa starb... meine Eltern sind seit 27 Jahren verheiratet...

    Und heute? Heute werden gemeinsame Problem leider nicht mehr gemeinsam gelöst. Lieber rennt man gleich zum Scheidungsanwalt, schließlich kann man unter Umständen ja auch noch Alimente kassieren. Oder man sucht sich ne 19jährige Praktikantin zum tackern nebenher.

    Ich hab drolligerweise letztens länger mit meiner Mom über dieses Thema diskutiert, und die sagte mir, dass das alles die Kinder der damaligen "Alice-Schwarzer-Generation" wären... nicht nur, dass die ihre Emanzipation durchgesetzt haben, die drehen auch teilweise komplett in die falsche Richtung ab...
    Natürlich sind Männer da bei weitem nciht rausgenommen, aber ich denke, der allgemeine Werteverfall der Gesellschaft hat viel dazu beigetragen, dass eine Ehe vielerorts nur noch aus steuerlichen Gründen geschlossen wird....
     
    #4
    User 13029, 16 März 2004
  5. Camouflage
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    Ich denke, Zweierbeziehungen/ Liebesbeziehungen/ Partnerschaften - wie auch immer du es nennen willst - halten schon mal deswegen oft nicht ein Leben lang, weil das Leben so verdammt lang ist. Und sie halten auch oft deshalb nicht, weil sie nicht halten müssen.
    Ich zB kann mir mein Leben ganz gut alleine einrichten, da brauche ich nicht immer jemanden um mich herum, jemanden der mich ver- oder umsorgt, mit dem ich zuhause Arbeitsteilung betreiben muss, usw. Wenn man einen Job hat, gute Freunde, vielleicht sogar noch eine intakte "Hintergrundfamilie" (also Eltern und Geschwister, die da sind wenn man sie braucht), dann ist eine Partnerschaft ein Luxus. Und solange mein Leben dadurch bereichert ist, freue ich mich dran und tu auch was dafür. Und wenn es absolut nicht (mehr) passt, hab ich keinen Grund (wie Geld, gemeinsame Kinder, ...) die Beziehung gewaltsam aufrecht zu erhalten. So einfach ist das. Wenn man anderen gegenüber fair bleibt und sie nicht ausnutzt, ist das auch nicht verwerflich, finde ich.

    Wieso manche Menschen "trotzdem" jahrzehntelang zusammen bleiben? Der Grund könnte ja sogar "nur" der sein, dass dann einfach immer jemand da ist, die Liebesbeziehung kann sich über die Jahre hinweg in eine durchaus angenehme Wohngemeinschaft entwickelt haben. Man hat sich aufeinander eingestellt, und wenn man nicht nochmal einen Anfall von "das soll schon alles gewesen sein??" bekommt, kann es ja schön sein, wenn es immer so weitergeht.
     
    #5
    Camouflage, 16 März 2004
  6. joo
    joo
    Gast
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    hab nicht wirklich etwas anzufügen...
    aber ich wollt bloss sagen, dass hier wirklich super tolle beiträge geschrieben wurden!!!
    joo
     
    #6
    joo, 16 März 2004
  7. Sternenzauber
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    nicht angegeben
    Ein Freund hat mal zu mir gesagt, dass man nur im ersten Jahr verliebt ist, das danch ist dann nur die Gewohnheit und man lernt dan Partner kennen und merkt dann die "schlechten" Eigenschaften die einem in der Verliebtheitsphase nicht aufgefallen sind.
    Ich finde diese Aussgae etwas hart. Ich denke, dass Gefühl füreinander schon lange halten könnnen, sicher ist irgendwie ein bischen Gewohnheit dabei und Gefühle können auch verschwinden. Doch es ist doch schön zu hören, wenn Gefühle füreinander so lange anhalten und letztendlich wünscht sich doch jeder einen Partner bis ans Lebensende...
     
    #7
    Sternenzauber, 17 März 2004
  8. Misoe
    Misoe (36)
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    vergeben und glücklich
    Ein wirklich schönes Thema, drumm geb ich hier auch mein bestes, wenn vielleicht auch einwenig Of-Topic.

    Ich für meinen Teil denke, dass unsere Gesellschaft einfach zu schnell lebig geworden ist. Die Verhältnisse zu unseren Eltern haben sich verschoben. Ein Beispiel dafür ist für mich, das mein Vater sein erstes eigenes Auto hatte, als er mitten im Studium war mit etwa 25 Jahren. Heut bekommen schon viele Leute ihren ersten Kleinwagen zum 18. Geburtstag. Früher, in den 50ern war es toll wenn ein 4 Personen Haushalt einen Fernseher besaß, heute hat Mama einen, Papa und die beiden Kinder gleich auch noch einen. Die Menschen wurde und sind so von Technik in Besitz genommen worden, dass wir charakterlich und gefühlstechnisch einfach abgestumpft sind.
    Härtere soziale Bandagen fordern dazu, dass man und Frau gleichberechtigt arbeiten gehen sollen. Das ist ja auch ok, (die Gleichberechtigung),aber der Arbeitsmarkt verkraftet es zunehmend nicht die Anzahl der potenziellen Arebitnehmer und wird zu dem noch von immer mehr eingesetzter Technik beherrscht.
    Heiraten die Menschen schnell oder gründen eine kleine Familie und nur eine Person geht regelmäßgi arbeiten, können viele Menschen den gesellschaftlichen Standard nicht mehr gerecht werden, darum besinnt sich jeder auf seinen Egoismus und strebt seine eigene Karriere an. Was willst Du auch machen.... Angenommen die kleine Familie bricht nach 10 Jahren auseinander. Der Partner der sich um den Haushalt gekümmert hat, hat vielleicht keine Ausbildung und welche Chance hat er in dieser egoistischen Gesellschaft noch, dann eine Ausbildung zu erlernen und auch noch einen Arbeitplatz zu bekommen. Die Chancen stehen schlecht.

    Mein Fazit:
    Technischer Aufschwund und die immer höher gesteckten gesellschaftlichen Anforderungen führen zur charakterlichen Abbau der Menschen und zur Gefühlslosigkeit und eine Ende ist nicht in Sicht!:cry:

    Vielleicht mögen meine Ansichten hart klingen und auf manche Menschen zu düster wirken, aber es hilft ja auch nicht immer, wenn man sich alles schön redet!

    LG misoe
     
    #8
    Misoe, 17 März 2004
  9. klarna
    Gast
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    Hi Leute,

    interessantes Thema zu dem ich unbedingt meine Meinung sagen muss.
    Also abgesehen davon, dass Mathematiker ja die Formel gefunden haben wollen, mit der man vorhersagen kann, ob eine Beziehung von Dauer ist oder nicht ?!?!,
    denke ich, dass man über dieses Thema Bücher füllen könnte :rolleyes2 .
    Zuerst möchte ich einmal anmerken, dass die Ehen in den "guten alten Zeiten"
    vllt auch deshalb länger gehalten haben, weil damals die religiösen und
    gesellschaftlichen Zwänge und nicht zuletzt auch die finanzielle Abhängigkeit
    sicher viel stärker waren als heute und deshalb diese dauerhaften Beziehungen
    wohl oft nicht unbedingt als glücklich zu bezeichnen waren.
    Asserdem: wenn heute jede 3. Ehe geschieden wird, heisst dies anders herum, dass immerhin 2/3 der Ehen halten; wenn vllt auch zum Teil "Gewohnheits-Ehen" dabei sind.
    Ich finde, für eine dauerhafte Beziehung und Aufrechterhaltung der Gefühle sind
    gegenseitiger Respekt und Kompromissbereitschaft Grundvoraussetzungen. Es ist klar, dass man sich im Laufe der Jahre "entwickelt" bzw. verändert. Trotzdem muss ich sagen, wenn ich von mir ausgehe ( und ich bin immerhin schon 25 Jahre glücklich verheiratet), liebe ich heute an meiner Frau noch das gleiche, wie zu Anfang unserer Beziehung. Ich meine ihre Charakterzüge, also ihre starke Persönlichkeit, ihren Humor, Ihre Fähigkeit mich zu unterstützen usw usw aber auch Kleinigkeiten, wie bestimmten Gesten, wie sie etwas sagt, u.ä.
    Ein Satz, der zwar abgedroschen klingt, hat aber ebenso eine wichtige Bedeutung: man muss an (s)einer Beziehung stets arbeiten.
    Ich meine damit den Partner nie vernachlässigen, immer für ihn da zu sein, VIEL
    REDEN ( es gibt nicht tödlicheres als Schweigen ), versuchen Alltagsroutinen zu
    vermeiden usw. Man muss von Anfang an den Partner akzeptieren, wie er ist: umerziehen geht nicht !

    Wieso mühsam ? Ich denke, Gefühle wachsen ( einfach ? ) !

    Sicher nicht EINFACH SO !!

    Also zusammenfassend meine Meinung: Gefühle können über Jahre aufrecht bleiben, sind zum Teil sicher auch regenerierbar; aber ich fürchte, wenn Gefühle einmal weg sind, können sie wohl nicht mehr aufgebaut werden.
    Und sicher kann man wohl nie sein, ob man den Partner FÜRS LEBEN gefunden hat. Da spielen wohl zu viele Faktoren eine Rolle.

    Ich hatte/habe wohl Glück :bier: :bier:

    Klarna
     
    #9
    klarna, 18 März 2004
  10. Tiffi
    Tiffi (31)
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    vergeben und glücklich
    Wer sagt denn, dass eine Ehe gut ist, nur weil sie länger hält. Es ist immer noch besser sich zu trenne, als wenn man nicht glücklich damit ist, mit dem anderen zusammen zu leben.

    Ich bin jetzt zwei Jahre lang mit meinem Freund zusammen und wir müssen auch nicht unbedingt heiraten, da wir auch so glücklich genug sind.
     
    #10
    Tiffi, 18 März 2004
  11. User 12370
    User 12370 (30)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    nicht angegeben
    Solang man noch jung ist, vielleicht. Aber irgendwann bricht diese Familie doch auf. Die Geschwister ziehen aus und gründen selbst eine Familie und auch die Freunde tun das... und irgenwann bist du allein... Und ohne Kinder sterben die Generationen über dir irgenwann weg, diese sind gegeben aber für die unter dir musst du selbst sorgen...
     
    #11
    User 12370, 21 März 2004
  12. [sAtAnIc]vana
    Sehr bekannt hier
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    nicht angegeben
    Also ich denke das es an der grundliegender Erziehung unserer Eltern liegt..

    Meine Tante und mein Onkel zum Beispiel haben sich mit 20 kennen gelernt und sausen schon auf ihren 50.en Hochzeitstag zu ^^

    aber meine Eltern zb. die um die Hälfte jünger sind als meine Tante und Onkel, da hat die Ehe nur 12Jahre gehalten...

    Was ich damit sagen will, umso näher man an die heutige ZEit geboren wurde, desto mehr ändern sich die Bedingungen wie zb. das soziale Umfeld, aber auch die Medien tragen sicher einiges dazu bei..

    Früher gab es kaum Fernsehen usw. ... man richtete sich ein wenig mehr nach der Kirche.. wer tut das heute schon?? Sie wurden von dem Bild erzogen das wenn man sich einmal gefunden hat auch zusammen bleiben "muss".. Meine Tante erzählt mir heute immer noch, dass die Frau dazu da ist dem Mann das Haus/Essen/Wäsche/ USW: zurecht zu machen.. heutzutage sieht man das ganze doch anders..

    Es gibt mehr Möglichkeiten als früher, um zb. die Welt zu erkunden und auch solche Foren wie dieses hier um andere Leute kennen zu lernen..

    vana
     
    #12
    [sAtAnIc]vana, 21 März 2004
  13. Camouflage
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    Nein, diese Familie bricht doch nicht auf, bloß weil die Kinder auch wieder Familien gründen. Wenn man eine gute Beziehung zu seinen Eltern hat, kann man die doch behalten, wenn man von zuhause ausgezogen ist und völlig unabhängig davon ob die Geschwister Familien gründen. Und ich habe Freunde jeder Couleur, Singles, Geschiedene, solche mit sehr kleinen und schon größeren Kindern, usw, und über meinen Job lerne ich immer mal wieder jemanden Neues kennen der interessant ist. Allein bin ich vielleicht mit 80, wenn jedenfalls meine männlichen Freunde wahrscheinlich schon weggestorben sind :grin: . Na, und für Generationen unter mir muss ich nicht sorgen, wenn ich keine Kinder hab, nicht?
     
    #13
    Camouflage, 21 März 2004
  14. User 12370
    User 12370 (30)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    nicht angegeben
    Fänd es schon schön, von Kindern und Enkeln besucht zu werden, wenn man mal älter ist. Familie ist schon wichtig...(auch wenn ich mir jetzt absolut noch nicht vorstellen könnte, so plagegeister großzuziehen)

    Ich denke Liebe ist eine absolute definitionsache. Vom tollfinden einer Person über Schwärmereien bis zu Liebe gibt es so viele Schattierungen. Die unterschiedlich sind und auch aus anderen gründen so anfühlen. die auch wechseln, sich ändern oder wieder abschwächen...

    Deshalb kann ich mir nicht vorstellen dass von der absoluten Liebe auf den nächsten Tag nichts mehr übrig bleibt. Das KANN nur langsam gehen.

    Zeit heilt alle Wunden. Die Ewigkeit, das absolute Heilmittel....
     
    #14
    User 12370, 23 März 2004
  15. Camouflage
    Verbringt hier viel Zeit
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    0
    nicht angegeben
    Weshalb ist es denn von solcher Bedeutung für dich, ob die Liebe schnell oder langsam vergeht, wenn sie vergeht?
     
    #15
    Camouflage, 23 März 2004
  16. Schattenregen
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    Was meinst du denn mit "absoluter Liebe"? Kann mir da irgendwie nix drunter vorstellen, entweder liebe ich oder ich liebe nicht, da gibts nix anderes. Und dass dieser Augenblick manchmal ein bisschen länger und manchmal ein bisschen kürzer dauert ist ja klar. Ist eben nur ein Augenblick, da kann man nix dran drehen, man ist in einem Augenblick erfüllt von Liebe, im nächsten nicht mehr, was ist daran falsch?
     
    #16
    Schattenregen, 23 März 2004
  17. User 12370
    User 12370 (30)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    nicht angegeben
    Ich glaube eben nicht, das Liebe ein alsolutes Gefühl ist, das entweder da ist, oder nicht. Ich glaube, dass man "mehr" und "weniger" lieben kann.

    Dass die Gefühle da sind und manchmal nicht, hat ja meist auch irgendwie Gründe. Wir lieben Leute weil sie uns das Gefühl geben gebraucht zu werden, zuhören können, uns vervollständigen in ihrer Art, usw. Wir lieben Menschen nicht, wenn wir oft Meinungsverschieden haben, er nervt oder andere Dinge tut, die uns nicht gefallen.

    Die Kombination aus den guten und schlechten Dingen, wirkt sich auf die Gefühle aus, die wir für ihn haben.

    Liebe ist kein Zufall.

    Dass keine Missverständnisse aufkommen. Ich rede hier nicht von Sympathien, positive Chemie oder gutem Eindruck. Diese dinge sind Vorraussetzung aber nicht Grundlage einer Beziehung. Das reicht für die ersten Wochen, Monate viell. auch ein Jahr, je nachdem. aber nicht für länger.

    deswegen heißt es ja auch für eine Beziehung etwas tun, weil etwas getan werden muss.
     
    #17
    User 12370, 23 März 2004
  18. User 13029
    Verbringt hier viel Zeit
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    Es ist kompliziert
    Es gibt Liebe und es gibt Liebe.
    Genauso wie es Beziehungen und Beziehungen gibt.

    Es rennen hier Mädels Anfang 20 rum, die nach eigener Aussage schon mit über 25 Typen einfach so rumgeknutscht haben... viel mehr Mädels hier haben zahlreiche Ex-Freunde... diese Beziehungen sind kaputtgegangen...

    Aber viele hier werden den Partner finden, den sie bis zum Ende nicht mehr loslassen wollen. Das ist eine ganz andere Liebe und Beziehung als die geschichten von früher.
     
    #18
    User 13029, 23 März 2004
  19. User 13029
    Verbringt hier viel Zeit
    2.014
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    0
    Es ist kompliziert
    Doppelpost *schäm* ^^
     
    #19
    User 13029, 23 März 2004
  20. Schattenregen
    Verbringt hier viel Zeit
    167
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    0
    vergeben und glücklich
    Ich kann mir schon vorstellen, was ihr meint. Aber ich sehe das ein bisschen anders. Es gibt keinen "Partner fürs Leben", zumindest nicht von der Liebe an sich aus. Es gibt sicher einen Partner, mit dem man sein Leben wirklich verbringen kann und das ohne in den Alltag, die Anpassung, usw. abzugleiten. ABER: Das setzt voraus, dass wir eben nicht auf diesen anfänglichen Gefühlen beharren und sie "festhalten" wollen, sondern uns auf den Partner einlassen und damit automatisch alle Sicherheiten aufgeben und die Liebe wieder und wieder entdecken. Deshalb sage ich auch, dass es nur ein Augenblick ist, in dem man wirklich liebt, alles andere ist die Vertiefung der Liebe, wenn man so will. Aber alles andere ist nicht mehr ein so intensives und erfüllendes Glücksgefühl. Ich bin der Meinung, dass man die Liebe nicht festhalten kann und daher auch keine Sicherheit haben kann. Sicher, das ist manchmal schwer, wer will schon eine "unsichere Beziehung"? Aber darum gehts es ja, genau das gibt es eben nicht, eine sichere und zugleich lebendige Beziehung. Nur wenn man sich auch verletzbar gibt, kann man glücklich sein.
    @ Aurelie:
    Also nochmal, ich kann das wie gesagt, nicht ganz nachvollziehen. Liebe würde ich auch nicht als absolutes Gefühl beschreiben, aber eben nur als Augenblick. Mal ein Beispiel: Meine Freundin chattet am Abend mit mir und ich bin glücklich dadurch, dieses Glücksgefühl hält bis zum Morgen an, dann sitz ich beim Frühstück und muss dann in die Schule und das Gefühl ist weg als ich auf mein Fahrrad steige. Am Nachmittag telefoniere ich mit ihr und ich bin für diesen Moment wieder glücklich. Das meine ich. Eine gewisse "Beziehung" zu ihr war also den ganzen Tag lang da, die "Liebe", also das Glück war nur für diese paar Momente da. Mit anderen Worten: Ich liebe sie die ganze Zeit, aber so richtig intensiv und lebendig erlebe ich die Liebe nur in gewissen Augenblicken und diese Augenblicke sind es, die die Beziehung ausmachen.
    @ Cruzha:
    Du sagst, dass sie den Partner nicht mehr "loslassen" wollen. Wo bleibt da die Freiheit? Wenn ich etwas lebendiges, etwas fließendes festhalte, dann stirbt es und wird starr. Genauso ist es doch auch mit der Liebe in einer Beziehung. Wenn ich versuche sie festzuhalten, um mir z.B. eine Sicherheit zu schaffen, dann stirbt die Liebe ab. Das kann man nur verhindern, indem man eben keine Sicherheiten hat. Ok, eine gewisse "Gewöhnung" an den Partner kann man kaum umgehen und die ist auch nicht schlecht. Aber sobald daraus eine Erwartung wird oder eben eine Anpassung und ein Übergang in das Alltägliche, dann kann das nicht mehr gut ein. Deshalb sage ich, dass man die Liebe jeden Augenblick neu entdecken muss.
     
    #20
    Schattenregen, 23 März 2004

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