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Eltern krank... ich drift ab wenns so weiter geht...

Dieses Thema im Forum "Kummerkasten" wurde erstellt von murkey90, 28 November 2006.

  1. murkey90
    murkey90 (26)
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    Oh man...

    ich schieb voll den durchhänger... aber diesmal weiß ich echt nich mehr was mich aufmuntern soll...bzw jede aufmunterung ist irgendwie kurzweilig, wenn ich mich nicht ablenke verfall ich sofort wieder in meine schlechte laune und meinen hass auf alles...

    meine mum hat lungenkrebs mit schweren metastasen, mein vater hat hepatites C und lebt schon 5 jahre länger als die ärtze provezeihen...
    vor mir steht eine firma mit ca. 50 angestellten die einmal übernommen werden soll... nur wann soll das sein?? ich bin erst 16 (auch wenn im profil was anderes steht) meine geschwister 23, 15 und meine sis 10. wie lange wird das alles noch so bleiben mit der family..? zusätzlich hab ich mir ein mittelschweres drogenproblem zugelegt und auch sonst läuft alles nich so toll...
    mein selbstbewusstsein ist völlig im keller
    ich habe nur noch wenig freunde, distanziere mich von der gesellschaft, gehe gesprächen aus dem weg, habe hemmungen und fühle mich nicht wohl in meinem körper. mittags verstecke mich hinter icq und foren wie diesem.

    mir geht ein schweißausbruch nach dem anderen über den ganzen körper wenn ich über alles so nachdenke..

    mein tagesablauf ist seit wochen gleich und sonst passiert auch nichts spannendes mehr...
    ich habe eine ständige wut in mir. schon wenn ich morgens aufwache könnte ich ausflippen... am besten rede ich erstma mit niemanden... frühstücken tue ich schon lange nich mehr und essen tue ich überhaupt nur wenns wirklich nötig ist... wirklich ausgeschlafen war ich schon lange nich mehr. ich träume schlecht und vorallem derbe real und ausgeruht bin ich am morgen meist nicht.. nachdem ich mir dann mit genug kaffee die birne einigermassen wachgerüttelt hab gehts los, aufm motorrad zur schule... yeah der beste moment des tages direkt nach dem nachhause fahren (mittags is wärmer:zwinker: ) beim fahren krieg ich den kopp frei...

    ich war bis vor einem jahr der glücklichste mensch. ich war völlig euphorisch und hatte nie langeweile ich war von morgens bis abends unterwegs und hatte sehr viele freunde... die ich auch wirklich leiden konnte inzischen kotzen sie mich an... alles assis völlig abgedriftet alle auf droge... ich hab mich von diesen kreisen entfernt... gelandet bin ich in meinem zimmer... allein... besser als dort isses auf jeden...



    ich hab keine perspektive mehr... wie sieht denn mein leben in 5 jahren aus?? ich will garnichdran denken...


    sind eure eltern vll auch krank? wie geht ihr damit um?

    greez murkey
     
    #1
    murkey90, 28 November 2006
  2. philosopher
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    In solch einer ähnlichen Situation befinde ich mich seit 6 Jahren (auch wenn die vielleicht verglichen mit deiner immernoch das Scheißparadies ist). Eines solltest du dir jeden Tag immer wieder einhämmern:

    Lass' dich nicht von diesem ganzen Scheiß mit in den Abgrund reissen. Es ist dein Leben verdammt nochmal. Du hast noch dein ganzes Leben vor dir. Auch wenn es schwer fällt. Du hast es in der Hand wie dein zukünftiges Leben aussehen wird. Niemand kann dich rein objektiv gesehen daran hindern, glücklich zu sein.

    Fang' erstmal wieder damit an einen geregelten Tagesablauf zu finden. Vor Allem: Erstmal richtig ausschlafen, morgens frühstücken, von der Droge runterkommen und was für deine Zukunft tun.

    Stell' dir vor, du sitzt in einer verdammt riesigen Toilette und kannst dir vor lauter Scheiße nicht mehr retten, entweder du lernst schwimmen oder du wirst beim nächsten Mal mitruntergespült.

    Ich habe auch so manches Mal gedacht, dass alles über meinem Kopf zusammenbricht, habe es aber jedes Mal wieder geschafft mich selbst in den Arsch zu treten.

    Lerne Selbstdisziplin. Folge deinem eigenen Willen und lerne als erstes dir selbst zu gehorchen. Wenn du merkst, dass du wieder in dein altes Muster zurückfällst, dann hinderst du dich daran und handelst anders. Das erfordert natürlich, dass du deine Wahrnehmung und vor allem einen Sinn für eine relativ objektive Selbstwahrnehmung entwickelst und konsequent wirst. Fang am besten mit einer Kampfsportart an oder einer anderen geistigen Disziplin. Das stärkt auch dein Selbstbewußtsein.

    Ich kann nur sagen, wie ich es mache bzw. gemacht habe und machen würde in deiner Situation.

    Überwinde dich selbst!

    Alles Gute

    Philosopher
     
    #2
    philosopher, 29 November 2006
  3. Spätstarter
    Benutzer gesperrt
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    Verliebt
    Siebenmal wirst du die Asche sein, aber einmal auch der helle Schein ... :cool1:

    Ich hab 4 bittere Jahre hinter mir (Langzeitarbeitslosigkeit, gesundheitliche Probleme und ein geborener Dausersingle). :cry: Jetzt sind nur noch 3 Jahre zu überstehen, bis ich den Gipfel des Glücks wieder erklimme. :engel: Manchmal frag ich mich, warum man sich für das Studium den A... aufreißt, nur noch das Diplom im Blick hat, es schließlich in den Händen hält und einem kurz vor dem Gipfel das Seil durchgeschnitten wird. :flennen: Kein Platz - bitte Warten!!! :angryfire Tiefe Abstürze tun besonders weh - das Leben ist unberechenbar ... :geknickt:

    Vor 15 Monaten ging bei mir gar nix mehr. :kopfschue Resignation pur und totaler Rückzug. :ratlos: :geknickt: :cry: :flennen: Die Flucht ins Internet vor der Realität. Den Kontakt zu alten Freunden und Kumpels völlig abgebrochen. Man wird vollends zum Psycho :eek: und hängt nur noch rum - keine Ziele, keine Perspektive, null Bock auf die Gesellschaft ... :wuerg:

    Den absoluten Tiefpunkt hab ich hinter mir - den Wendepunkt nun vor Augen!!! :jaa: Ich bin jetzt wieder mehr unter den Leuten - viele neue Bekanntschaften, mit denen ich Interessen teilen kann. :bier: Eine wahre Energiequelle!!! :anbeten: Den inneren Schweinehund konnte ich überwinden. :karate-ki Aber was hatte ich noch zu verlieren??? :zwinker:

    Off-Topic:
    Sorry, an meine Eltern hab ich jetzt gar nicht gedacht ... :schuechte
     
    #3
    Spätstarter, 29 November 2006
  4. Don'tCry
    Verbringt hier viel Zeit
    1
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    0
    Verheiratet
    hilfe holen

    Hallo Murkey
    Es tut mir sehr leid das mit deinen Eltern. Meine Mutter hat auch Krebs .Meine Schwester ist Manisch-depressive und als dann noch der Verdacht bei meinen Mann auf Leukämie bestand bin ich zusammen gebrochen. Ich konnte nicht mehr. Hatte 3 Monate fast nicht geschlafen, das war zu viel. Mein Arzt hat mir sehr geholfen.Vor einem Jahr war noch alles in Ordnung und dann kam der Tag des Horrors und es ist kein ende in Sicht. jetzt ist meine kleine Tochter erkrankt. Du siehst ich kann dich gut Verstehen. Du musst dir Hilfe holen und auch annehmen. Gehe zu deinem Hausarzt er wird dir helfen. Allein wirst du es nicht schaffen. Du musst ja schon wegen deiner Schwerkranken Mutter stark bleiben. Sie soll sich ja nicht noch um dich sorgen müssen. Wichtig ist zu essen und dir Zeit für dich zunehmen aber nicht am PC, sondern du solltest Radfahren oder Laufen. Da bekommst den Kopf frei. Du bist noch sehr jung, kein Wunder das dir alles über den Kopf wächst.
    Ich wünsche dir sehr viel Kraft

    Liebe grüsse Don'tCry
    ---------------------------------
    Tränen fliessen des Nachts auf das Kissen, leise schluchzend, keiner soll's wissen. Tränen gross und voller Leid. Tränen von unendlicher Traurigkeit.​
     
    #4
    Don'tCry, 30 November 2006
  5. User 48403
    User 48403 (47)
    SenfdazuGeber
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    657
    nicht angegeben
    Fühl Dich mal :knuddel:
    Tut mir sehr leid wegen Deiner kranken Eltern. Meine Mutter hatte vor knapp 2 Jahren ne schwere Salmonellenvergiftung, ihr Leben hing an einem seidenen Faden. Sie kam noch rechtzeitig ins Krankenhaus, sie wäre sonst zwei Tage später gestorben.
    Sie war dort viele Wochen und ich ging sie jeden Tag besuchen. Das war für mich eine sehr schwere Zeit, und ich hatte sehr grosse Angst um sie. Sie ist die einzige, die ich noch habe (Mein Vater und meine Grosseltern sind tot) Würde sie sterben, ich weiss nicht, wie ich damit klarkommen würde, ich will auch besser gar nicht daran denken. Es dauerte übrigens fast ein Jahr, bis sie wieder völlig gesund war. Es geht ihr gut, aber die Krankheit hatte ihre Spuren hinterlassen und hatte sie um Jahre altern lassen.

    Ich kann Dir nur den Rat geben, dass Du jetzt stark bleiben sollst. Es ist leicht gesagt, ich weiss, es ist viel, womit Du jetzt konfrontiert bist. Als erstes solltest Du den Kopf freibekommen und Dich mit Beschäftigungen ablenken und Dir denken: Es geht auch mal wieder aufwärts.
    Igel Dich nicht hinterm PC ein, sondern geh raus an die frische Luft, und wenns nur nen Stadtbummel bist, Hauptsache, Du bist unter Leuten. Versuch Kontakte zu knüpfen, damit Du neue und bessere Freunde findest. Ich denk, das ist mal das Wichtigste. dann fühlst Du Dich auch nicht mehr so einsam.
    Wenn Motorrad fahren Dir noch Spass macht, dann mach auch mal längere Touren oder fahr gleich mal für ein WE weg, eine andere Umgebung hilft Dir beim Abschalten der Gedanke.

    Ich wünsch Dir viel Kraft:smile:
     
    #5
    User 48403, 30 November 2006
  6. dreamin_lady
    Verbringt hier viel Zeit
    29
    86
    0
    vergeben und glücklich
    also erst mal kopf hoch!
    Aus Problemen kann auch manchmal was gutes entstehen. Auch aus Krankheiten...
    Ich kann mich ganz gut in deine situation hineinversetzen... Meine mutter hat seit knapp 12 Jahren Schilddrüsen krebs, und ist im moment als unheilbar eingestuft... Das war aber alles nie lebensbedrohlich nur wenn es knall auf fall kommt bekommt sie irgendwann noch leukemie, sagen jedenfalls die ärzte....
    Mit meinem Vater, der ist gesund, ich hatte aber massive probs mit meinem leiblichen vater, er war/ist alkoholiker und hat mich mehr oder weniger vernachlässigt... Meine Tante hat auch hep C und depressionen und ist alkoholkrank... auch wenn ihre Virenlast mittlerweile wieder bei null ist, geht es ihr nicht gut, sie ist schwach und mit meinem cousin überfordert, jedenfalls manchmal... Wenn meine großeltern nicht wären, weiß ich nicht ob sie noch bei uns wäre...
    ABER trotz alledem sollte man die hoffnung nie aufgeben und immer versuchen positiv zu denken, egal wie aussichtslos die situation auch sein mag.
    Manchmal ist es auch ganz gut wenn man in deiner situation ein wenig Egoistischer wird, klar brauchen deine eltern und deine geschwister dich aber es nützt auch keinem etwas wenn du jetz auch noch krank wirst... also lass es dir einfach mal gut gehen, mach etwas was dir spaßmacht, und wenn du eine motoradtour machst, aber mach das häufiger, mit einem mal is das nicht getan.. geh öfters aus und wenn du für den anfang nur mal so in die stadt gehst am nachmittag... such dir jemanden neuen aus der schule oder aus einem verein beispielsweise und bau dir einen neuen freundeskreis auf... Dass du mit deinen alten freunden nicht mehr kannst, kann auch mit daran liegen, das dir einfach schon andere dinge viel wichtiger sind wie ihnen, in ein paar jahren sind sie auf deinem stand, ich schüttel auch oft den kopf über leute meiner alters klasse (vielleicht ist mein freund deshalb auch 6 jahre älter als ich) also
    steck den kopf nicht in den sand, viel glück und alles gute für deine eltern!
    lg kat
     
    #6
    dreamin_lady, 30 November 2006

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