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Eltern trennen sich...emotional eh schon am Boden (wegen Ex)...ich kann nicht mehr!!

Dieses Thema im Forum "Kummerkasten" wurde erstellt von User 12616, 11 Juni 2007.

  1. User 12616
    User 12616 (27)
    Sehr bekannt hier
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    nicht angegeben
    Ich hoff, ich krieg Sonntag nachts noch Antworten...
    Kann nicht schlafen...

    Erst kurz was zu meinem Zustand: der Tag war sowieso schon scheiße. Wie die Meisten wissen, ich hänge sehr an meinem Ex. Ich liebe diesen Menschen wirklich immer noch auf allertiefstem Herzen, ich würde alles geben, ihn zurückzubekommen. Ich weine mich oft in den Schlaf, wenn ich daran denke, dass wir vielleicht niemals mehr zusammen finden.
    Auch kommen wir nicht ganz voneinander los, was es sicher nicht leichter macht.
    Aber grade haben wir ein wenig Stress, weswegen ich heute schon richtig, richtig fertig war, weil er mir mit einer Aussage schrecklich weh getan hat.
    Da komm ich überhaupt nicht mit klar, habe Angst, heule hier rum und... weuß nicht weiter.

    Hab wieder Antidepressiva genommen, die mir meine Ärtzin damals bei der Trennung verschrieben hat, weil es so schlimm war, heute.

    Nun ruft zu allem Überfluss vorhin meine Mutter heulend an... mein Vater sei abgehauen, mit einer gepackten Tasche, sie bekam eine Mail von ihm, dass er jetzt auch die Trennung will. (die meine Mutter schon lange wollte, sich aber damit nie durchgesetzt hatte)
    Einige erinnern sich vll. noch dunkel an die Situation letzten Sommer... für die, die es nicht wissen:
    Mein Vater dreht durch

    Nach dem Vorfall wurde sich zusammengerauft.
    Es lief mal gut.. mal flogen wieder die Glasflaschen durch die Gegend, es gab immer wieder Weggehverbote für meine Mutter etc.
    An Muttertag war ich noch mit meinen Eltern essen.
    Das war wohl das letzte Mal, dass ich mit meiner kompletten Familie zusammen saß (ich wohne ja nicht mehr zu Hause!). Und diese Vorstellung, macht mir Angst, irgendwie.

    Vor zwei Wochen ist meine Mutter mit Freundinnen abends weggegangen und mein Vater hat ihr am Tag darauf den Autoschlüßel abgenommen, obwohl sie nur zu mir fahren wollte.
    Mit der Begrüdung, sie hätte kein Recht, ohne ihn feiern zu gehen etc.

    Ich weiß nicht, ob ich überhaupt... traurig deswegen sein darf.
    Ich meine, ich bin 18, ich bin ausgezogen, von daheim, ich hatte mein Leben lang ein eher schlechter Verhältnis zu meinem Vater, er hat mich nie wirklich akzeptiert, Vaterliebe habe ich nie zu spüren bekommen.
    Aber andrerseits... hat er mir, rein finanziell, ein recht gute Kindheit geboten und... ich glaube irgendwo hat er seine Familie schon sehr lieb.

    Und.. meine Mutter... die tut mir so Leid... das wird so schwer für sie werden... mein klein Bruder... der ist erst 13, der brauch doch einen Vater.

    Und ich ... weiß nicht... aber die Vorstellung... dass ich jetzt keine komplette Familie mehr habe... ich weiß grade nicht, wie ich damit umgehen soll.

    Keine heile Familienwelt mehr...
    Ich war nie so der Familienmensch aber es ist... so seltsam...

    Ich hab das Gefühl, vermutlich weil ich emotional eh schon sehr angeschlagen bin, im Moment, deswegen weinen zu müssen. Aber ich weiß nicht ob das aufgrund der Situation nicht eher unangebracht wäre... Ob ich dafür nicht... "zu alt" bin... ob ich nicht eigentlich jetzt froh sein müsste...
    Es ist schrecklich, irgendwie... :geknickt:
     
    #1
    User 12616, 11 Juni 2007
  2. milchfee
    Gast
    0
    Hi Diotima..
    Ich kann - irgendwie - total gut nachvollziehen, wie du dich grade fühlst.
    Mein Vater hat vor ca. 3 Wochen meine Mutter rausgeworfen.
    Seitdem bin ich so richtig durcheinander.
    Das ständig hin- und her, die Unsicherheit, kein richtiges Zuhause mehr.. alles wird so unglaublich schwer.
    Wie auch du, hatte ich nie das beste Verhältnis zu meinem Vater, es gab viele Momente, in denen ich ihn so richtig gehasst hab.. Und trotzdem, ich hätte nie gedacht, wie wertvoll eine intakte Familie ist..
    Weiss gar nicht, was ich dir sagen soll.. was tröstet einen in so einer Situation schon, es tut einfach zu sehr weh.
     
    #2
    milchfee, 11 Juni 2007
  3. Xorah
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    Diotima und Milchefee... ich fühle mit euch. ich war (und bin) in einer ähnlichen situation. mit meinem vater hatte ich ebenfalls nie ein gutes verhältnis (er is jähzornig und hat sich nie richtig mit mir abgefunden), aber er hat mir zumindest finanziell eine sehr gute kindheit geboten. wegen ihm fehlte mir in der kindheit jedoch vieles. meiner mutter erging es nicht besser. doch als sie sich vor drei jahren tatsächlich trennten (nach einem schrecklichen knall, die nachbarn hätten mal wieder fast die polizei gerufen), ist meine mutter ausgezogen. zu der zeit war ich ebenfalls schon zuhause ausgezogen, aber irgendwie sah ich mein elternhaus immer noch als zweitheim an. danach kam ich mir in meinem eigenen zuhause so leer vor. irgendwie wusste ich, dass es besser so war. dennoch tat es so weh. auch mein vater tat mir plötzlich so leid. auch wenn er selbst schuld war an der situation. es tat mir einfach weh, dass er jetzt alleine war. plötzlich war meine "heile" (na ja, heil war sie nie. aber irgendwie war es doch etwas immer konstantes. egal, was passierte. meine eltern blieben immer zusammen. und wenn ich wieder schwere zeiten hatte, war es ein gutes gefühl zu sehen, dass zumindest eines immer gleichblieb. trotzde der familiären probleme waren meine eltern doch immer mein auffangplatz) welt zerbrochen und ich wusste nicht mehr weiter. es ist bis heute noch hart (es wird ganz schwer um mein herz wenn ich jetzt daran denke), aber ich sehe inzwischen die guten seiten. denn am ende ist es doch besser für alle gewesen.

    und ja, du darfst traurig sein. ist doch egal wie alt. du darfst immer wegen deiner familie traurig sein. es wäre doch noch viel trauriger, wenn du jetzt nichts fühlen könntest.
     
    #3
    Xorah, 11 Juni 2007
  4. patensen
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    Hallo liebes,

    erstmal einen dicken :knuddel:


    Ich kann Dir gut nachfühlen. Meine Mutter hat sich vor 3 Jahren von meinem Stiefvater getrennt (da war ich schon 20ig), zu dem ich auch ein schlechtes Verhältnis hatte. Sie ist vom einen Tag auf den anderen einfach ausgezogen, mit meinen Geschwistern, den Hunden und dreivierteln des Wohnungsinventars.

    Da meine wohnliche Situation in dieser Zeit eh etwas unsicher war, blieb ich bei meinem Stiefvater wohnen. Die erste Nacht ohne meine Familie war schlimm, das Haus war leer, mein Stiefvater weg, und ich allein in diesen riesigen Räumen... Wie Du Dir sicher denken kannst, endete das ganze in einem gewaltigen Desaster, und zu meinem Steifvater habe ich heute keinen Kontakt mehr (was auch besser ist so.)

    Ich habe oft geweint deswegen, obwohl ich schon 20ig war, und obwohl ich WEISS, dass es meiner Mutter ohne ihn massiv besser geht. Aber auch er tat mir irgendwie leid, denn vielleicht kann er es ja einfach nicht besser, er ist halt einfach so...? Auch er wird sich alleine fühlen etc...

    Deshalb kann ich Dir so gut nachfühlen! Man ist doch nie zu alt, um wegen so etwas traurig zu sein, oder...? :knuddel:

    Auch der Gedanke, dass die Familie so wie sie war nie mehr sein wird, und dass unser Haus, in dem ich aufgewachsen bin nie mehr mit diesem alltäglichen "Familientatü" belebt sein wird, hat mich traurig gemacht.
    Heute bin ich der Meinung, dass es wohl besser ist so, und man lernt damit umzugehen. Dein Bruder, naja, ich denke er wird Deinen Vater weiterhin auch sehen, oder etwa nicht...?
    Raten kann ich Dir nicht wirklich etwas, aber wenn Du ein gutes Verhältnis zu Deiner Mutter hast, würde ich viel Zeit mit ihr verbringen, mit ihr reden, ihr bei einem eventuell anstehenden Umzug helfen etc. Das hilft Dir und ihr, weil so eine Krise die "übriggebliebenen Familienmitglieder" meistens zusammenschweisst.

    Ich wünsche Dir viel Kraft, und lass den Kopf nicht allzusehr hängen. :knuddel:
     
    #4
    patensen, 11 Juni 2007
  5. *Hexe121205*
    0
    Hi Diotima,

    fühl dich mal :knuddel:

    Ich kann mir vorstellen, wie du dich fühlen musst. Ich steck grad in der gleichen Situation. Seit 1 1/2 Jahren ein totales hin und her... aber jetzt scheint's endgültig zu sein...

    Und sicher darfst du traurig sein. Ich mein, immerhin ist es deine Familie...
     
    #5
    *Hexe121205*, 11 Juni 2007
  6. User 12616
    User 12616 (27)
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    nicht angegeben
    Danke für die lieben Worte bisher!

    Ich weiß ja auch ganz genau, dass es für meine Eltern das Beste ist.
    Insbesondere für meine Mutter. Ich hab sie sogar darin bestärkt, sich das Verhalten meines Vaters nicht gefallen zu lassen.
    Aber... ich habe auch gleichzeitig bisher immer das Gefühl gehabt, dass die beiden sich eh niemals wirklich trennen würden. Das war so... sicher, irgendwie.
    Und jetzt plötzlich...

    Mein Vater ist Alkoholiker, er hat es nie geschafft, sich alleine zu versorgen. Sogar Brote musste meine Mutter ihm schmieren. Nicht, dass er mir deswegen Leid täte, aber ich befürchte, er könne jetzt zu Grunde gehen.

    Meine Mutter hat seit sie mit mir schwanger war nicht mehr gearbeitet. Sie käme prinzipiell mit meinem Bruder sicher gut alleine klar. Unterstützung hat sie in dieser Hinsicht von meinem Vater eh nicht gehabt. Aber finanziell...
    Sie will sich sofort einen Job suchen, aber dass das nicht leicht sein wird, ist klar.
    Dazu haben wir auch noch einen Hund und mein Bruder ist wie gesagt 13 und noch sehr sehr unselbständig.
    Ich habe Angst, dass sie das nicht wirklich hinkriegt...

    Um mich selbst muss ich mir wohl die wenigsten Sorgen machen... ich wohne nicht mehr daheim, ich habe jetzt einen 400€ Job gefunden und werde mich so für's erste wohl verpflegen können.
    Aber... das tut mir trotzdem so weh, irgendwie...

    Und... auch wenn ich nie so viel auf Familie gegeben habe... dass ich jetzt wohl nie mehr mit meiner ganzen Familie zusammen an einem Tisch sitzen kann... das... ist so eine seltsame Vorstellung, irgendwie...
     
    #6
    User 12616, 11 Juni 2007
  7. Xorah
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    erstmal finde ich es super, dass du für dich selbst sorgen kannst :smile:. ansonsten kannst du deine mutter und deinen bruder immer seelisch unterstützen und ihnen ratschläge geben. so etwas kann manchmal wunder bewirken! das hat es bei meiner mom auch. sie hat genau wie deine mom seit ihrer schwangerschaft mit mir nicht mehr gearbeitet. auch sie wollte sich sofort einen job suchen, aber das war schwerer für sie als gesagt. in den ersten paar monaten hat sie bei einer tante gewohnt und nur so vor sich hingegammelt. es war grauenhaft sie so zu sehen. aber ich hab ihr dann bei der jobsuche geholfen (habe immer zeitungen mitgebracht und ihr das telefon in die hand gedrückt). inzwischen arbeitet sie wieder teilzeit und es geht ihr besser denn je. für deinen bruder kannst du jetzt eine echte große schwester sein (ein gutes vorbild bist du ja schon ^^) und immer für ihn da sein. auch für deinen vater kannst und solltest du da sein. das war ich auch, auch wenn ich ihn teilweise sogar gehasst habe. er hat uns allen eben doch das leben zur hölle gemacht. aber ich konnte nicht mit ansehen, wie er zugrunde geht. egal, was er mir angetan hatte. er war immer noch mein vater. ich bin seitdem immer so ca einmal in der woche bei ihm und helfe ihm mit dem haushalt. überraschenderweise kam er alleine recht gut zurecht (das erste mal seit jahren schmiss er den haushalt selber und kochte etc...). vielleicht wird das bei deinem vater ja auch so. wie auch immer, sei auch ab und zu für ihn da :smile:

    ich wünsche dir alles gute ^
     
    #7
    Xorah, 11 Juni 2007
  8. Sonata Arctica
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    vergeben und glücklich
    sieh es doch mal von der positiven seite. zusammen wären deine eltern wohl beide nie wieder glücklich geworden.vielleicht gibt es in ein paar jahren wieder normale nette treffen zwischen euch.so eine trennung kann auch ganz schön entspannend wirden.bei meinen eltern war das zumindest so.es ist nämlich noch weniger schön gewesen,dauernd den ganzen ärger abzubekommen.dann doch lieber ein ende mir schrecken.
     
    #8
    Sonata Arctica, 11 Juni 2007
  9. Einsamer Wolf
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    Hi Mädls,

    etz mal ein Statement von einem männlichen Wesen in dieser weiblichen Runde.

    Also erst mal fühl dich :knuddel_alt:
    Ich kenn diese Situation nur zu genau. Meine Eltern haben sich vor fast 10 Jahren auch Scheiden lassen weil es nur ärger und Streit gab. So wie deine Mutter hatte meine Mutter auch nicht gearbeitet nachdem sie mich bekommen hat. Einen Job zu finden war sehr schwer und die erste Zeit war es allgemein auch. Vorallem weil wir auch vom Bekanntenkreis teilweise wenig bis garkeine Unterstützung bekamen. Entweder wurden wir total igoriert oder es kamen Sprüche wie "Scheidungskinder sind alle gestört oder werden kriminell" solchen Bullshit halt. Seitdem ist der Kontakt zu meiner Verwandschaft väterlicher seits total abgebrochen. Ich kann nur sagen, das es gut so ist. Vorallem meinen Vater wenn ich nochmal begegnen würde glaube ich wüsste ich nicht was ich noch tun würde, denn was er meiner Schwester angetan hat ist nicht zu verzeihen oder zu rechtfertigen. Nicht dadurch das er Alkoholiker ist noch das mit meiner Mutter nix mehr lief oder sonst was.
    Jedenfalls kann ich im nachhinein nur sagen die Trennung meiner Eltern kam zu spät.

    Zur finanziellen Situation.
    Dein Vater kommt schon mal nicht darum rum für deinen Bruder unterhalt zu Zahlen das ist schon mal Fakt. Da dein Bruder schon älter ist wird deiner Mutter schon mal zugemutet das sie arbeiten gehen kann. So genau bin ich in dem ganzen zwar nicht mehr drin aber das sollte jedenfalls der grobe Stand der Dinge sein.
    Nochwas deine Mutter soll sich kundig machen nach einem Guten Scheidungsanwalt, denn ohne gehts so in die Binsen wie bei uns damals. Der soll die rechtlichen Schritte in die wege leiten wenn sie es jedenfalls ernst mein. Viele Sachen müssen beachtet werden, wie Autoversicherungsprozente übernehmen wenn deine Ma auch mit dem Auto gefahren ist usw. Die Liste ist schier unendlich lange deshalb wirds ohne Anwalt nicht gehen. Sollts finanziell nicht gut stehen, kann man Gerichtskostenbeihilfe und solche Sachen beantragen.

    Aber davon mal abgesehen ist das Wichtigste das du zu ihr stehst und sie nicht im Stich lässt. Genauso wie für deinen Bruder und auch für deinen Vater wenns eure Beziehung zulässt. Lass dich aber auf keinen Fall als Spielball der beiden missbrauchen. Die Gefahr seh ich vorallem bei deinem Vater so wie du sein Verhalten bisher beschrieben hast, was ich jedenfalls mitgekriegt hab.

    Also Kopf hoch und lass dich net unterkriegen auch wegen deinem Ex. Und die Trennung der Eltern ist ein Grund traurig zu sein wohl einer der besten, auch in deinem Alter.

    MfG
    Wolf

    P.S. Wenn du noch Tipps oder so brauchst kannst auch gerne ne PN schicken.
     
    #9
    Einsamer Wolf, 11 Juni 2007
  10. User 12616
    User 12616 (27)
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    Dankeschön!!

    Ich wollte meiner Mutter jetzt mal eine Mail schreiben...
    Soll ich das so schreiben?

    Hi Mama.

    Es tut mir schrecklich weh, dass ich erfahren musste, dass ihr euch nun endgültig trennen werdet.
    Allerdings weiß ich auch, dass es wohl das Beste für alle Beteiligten sein wird.

    So wie Papa dich teilweise behandelt hat, das war doch kein Zustand. Als ich noch zu Hause gewohnt habe... ich habe fest jeden Abend Streit zwischen euch mitbekommen. Und Kevin muss das jetzt auch noch ständig ertragen.
    Klar, es gab auch viele schöne Momente, an die erinnere ich mich jetzt auch gerade, aber was bringt das, wenn ihr euch die meiste Zeit streitet und er dich ungerecht behandelt?
    Ich mache mir auch Gedanken um Papa. Du weißt, wir hatten nie das Beste Verhältnis und es tat weh, immer wieder zu spüren, dass er nicht zu mir steht. Aber ich weiß auch, dass er uns alle und dich ganz besonders, dennoch lieb hat und er hat auch viel für die Familie getan. Zumindest in finanzieller Hinsicht. Aber das war wohl der einzige Weg, auf dem er zeigen konnte, was ihm das alles bedeutet.
    Ich hoffe, dass er zurecht kommt. Ich hoffe, dass er nicht komplett dem Alkohol verfällt und sich ein halbwegs normales und geregeltes Leben aufbauen wird.
    Und ich hoffe, dass er, zumindest für Kevin, als Vater erhalten bleibt.

    Ich weiß, dass du eine starke Frau bist. Du hast zwei Kinder zur Welt gebracht und warst immer für uns da, egal, wieviel Stress du hattest. Du hast blendend den Haushalt geschmissen, hast alles für die Familie getan, obwohl wir es dir sicher nicht immer leicht gemacht haben. An dieser Stelle kann ich mich auch mal bei dir bedanken. Du hast mich zu einer erwachsenen Frau gemacht, die jetzt für sich selbst sorgen kann. Ich wusste, dass du immer für mich da bist. Du hast mir in schweren Zeiten geholfen und mich in guten Zeiten bestärkt.
    Jetzt bin ich an der Reihe und ich kann dir sagen, dass ich dir sogut ich kann unter die Arme greifen werde.
    Egal bei was du Hilfe oder Unterstützung brauchst, ich bin auf jeden Fall für dich da. Und solltest du nun vor haben, auszuziehen, oder falls du anderweitig körperliche Hilfe brauchst, weißt du auch, dass ich genug Freunde habe, die auch für meine Familie da sein würden!

    Wichtig ist jetzt vor allem, dass du dir einen guten! Scheidungsanwalt besorgst. Da muss sovieles geklärt werden, vorallem wegen den Schulden. Du musst schauen, dass du da so gut wie möglich rauskommst.

    Mach dir im Moment bitte um mich keine Gedanken.
    Es ist gerade alles nicht leicht, aber ich habe mich da selbst reingeritten, in den ganzen Mist. Ich bin alt genug, da muss ich nun auch alleine wieder raus kommen.

    Das hier ist jetzt wirklich wichtiger.

    Melde dich, wenn du Hilfe oder seelische Unterstützung brauchs!
    Du schaffst das!
    Ich habe dich sehr lieb.
     
    #10
    User 12616, 11 Juni 2007
  11. Sonata Arctica
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    vergeben und glücklich
    hm, die email is prima :cry::flennen:
     
    #11
    Sonata Arctica, 11 Juni 2007
  12. Xorah
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    du email ist super :smile:. ich hoffe, dass sie im moment auch wirklich internet hat ^^
     
    #12
    Xorah, 11 Juni 2007
  13. User 12616
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    Ja, mein Vater ist ja weggegangen, meine Mutter ist noch daheim.
     
    #13
    User 12616, 11 Juni 2007
  14. User 48403
    User 48403 (47)
    SenfdazuGeber
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    Hi, Diotima,

    Was heile Familien angeht, ich glaub, die wenigsten Familien sind heutzutage noch wirklich heil. Deine Situation ist beileibe kein Einzelfall. Ich glaub, das liegt einfach an der Gesellschaft heute....

    Mein Vater war Alki und hatte meine Mutter regelmässig im Suff geschlagen. Meine beiden Geschwister hatten das nicht bewusst mitbekommen, aber ich war damals 11 und hatte einiges schon mitbekommen.
    Als er dann auch noch seinen Job verloren hatte, hatte sie die Scheidung eingereicht. Was Unterhalt anging, hatten wir nie einen Cent gesehen, ja klar ne, wer nix hat, dem kann man ja nix wegnehmen...:kopfschue

    Meine Mutter war daraufhin alleine mit uns dreien und stand erstmal vor dem unlösbaren Problem, wie 3 Kinder versorgen und zusätzlich Geld verdienen.
    Sie hatte das Glück, dass daraufhin unsere Grossmutter zu uns gezogen ist, und wir von ihrer Rente leben konnten. Das war eine schwirige entscheidung, aber die einzige Möglichkeit. Sie war Witwe und wohnte alleine in ihrem Haus. Dieses wurde zunächst vermietet, aber wegen pausenlosem Ärger mit den Mietern wurde es später verkauft.
    Sie hatte 14 Jahre bei uns gewohnt, bis sie 1995 verstorben war. Bis dahin hatten meine Geschwister und ich aber schon bereits nen geregelten Job und Geld verdient, wo wir auch unseren Teil zum Haushalt beigelegt hatten.

    Nunja, ich bin mit der Scheidung auch nur schwer zurecht gekommen. Für meinen Bruder war es am schlimmsten, er hatte psychisch lange Zeit sehr unter dem Schock gelitten.

    Hinzu kam noch das Problem, dass damals um 1980 herum Scheidungen noch nicht so häufig waren und geschiedene Mütter als asozial abgestempelt wurden, entsprechend wurde das auch auf uns übertragen (Scheidungskinder sind assi etc....)
    Insbesondere ich wurde in de Schule ausgegrenzt und gemobbt, verstärkt wurde das auch noch, dass ich viel krank war und deshalb als Schwächling gehalten wurde. Was dann folgte, waren Angstzustände, nervlich bedingte Kopf- und Magenschmerzen, Unsicherheit, Zurückgezogenheit und null Selbstbewusstsein. Und weil ich das viele Jahre mit mir rumgetragen hatte, wurde ich automatisch auch zum Spätzünder, was den Kontakt zu Mädels betraf.
    Das war bei meinen beiden Geschwistern auch ähnlich verlaufen.

    Ich hab heute - glaub ich jedenfalls - das alles überwunden, aber verschiedene Ereignisse im Leben prägen sich für immer im Inneren des Menschen. Das merk ich jedenfalls immer noch in ganz bestimmten Situationen und meine daraus resultierten Reaktionen.

    Unter einer Scheidung leiden die Kinder immer darunter - in welcher Form auch immer.
    Ich hab Dir jetzt in Kürze meinen Lebensablauf gschildert, und ich kann Dir nachempfinden, was Du jetzt durchmachst. Aber ich kann nur sagen:
    Kopf hoch, das Leben geht weiter, un Du bestimmst, wie es weitergeht, auch nach Schicksalsschlägen.:zwinker:
     
    #14
    User 48403, 12 Juni 2007
  15. User 25573
    Verbringt hier viel Zeit
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    7
    Verheiratet
    Ich kann auch nur allzu gut nachempfinden, was du gerade durchmachst:geknickt: Bin auch gerade in so ner verdammt beschissenen Phase:frown:
    Ich glaub es war vor 2 Monaten, mein Ex-Freund war übers Wochenende bei mir...wir wollten morgens früh aufstehen, weil er ein paar Wohnungsbesichtigungen hatte. Da hör ich nur, wie im Wohnzimmer direkt über meinem Zimmer (es ist schon "etwas" hellhörig:frown: )gestritten wird, sich angeschrien.
    Ich bin hochgegangen, wollte nicht dass er das mitbekommt, und ich selbst hatte auch angst, das da bei meinen Eltern so passiert. Meine Mutter hat mich sofort wieder runtergeschickt, ich war verzweifelt, hab geweint.
    Dann hör ich die Haustür knallen, unser Auto wegfahren. Bin wieder hoch, hab den halb-fertig gedeckten Frühstückstisch fertig gedeckt (dachte das lockert alles wieder ein bisschen auf), da kommt mein Vater rein. Ich hab ihn gefragt ob ich jetzt auch wieder runter gehen soll, er stützt sich auf die Küchentheke und fängt an zu weinen.
    Dazu muss man sagen, mein Vater weint NIE!!! Ich habe ihn noch nie weinen sehen! Das war ein Schock für mich! Er meinte, dass ich es ja eh mitkriegen würde, und dass meine Mutetr ihn rausschmeißt, er nicht mehr herkommen darf.
    Ich hab scheußlich geheult, ich konnte nicht mehr, für mich ist eine Welt zusammengebrochen:geknickt:
    Da kam meine Mutter zur Tür rein, sie hatte Geld für meinen Vater geholt, weil er für die Fahrt in seine Wohnung nichts parat hatte.
    Sie schaut mich an, sie fragt mich erschrocken, was passiert sei, ich habe sie angeschrien dass sie meinen Vater nicht einfach so rausschmeißen kann!
    Dann ist mein Vater weggefahren, meine Mutter hat mich in den Arm genommen und wir haben stundenlang geredet.
    Sie hat mir erzählt, dass das mit meinem Vater und ihr schon seit 3 jahren (!!) nicht mehr so klappt, dass die Streitereien die sie immer hatten, sie fertig gemacht hat, dass sich durch diesen Schmerz die Liebe langsam verflüchtigt hat.
    Dass sie meinen vater noch mag, aber nicht mehr so, dass es für eine Ehe reicht.

    Meine Eltern sind seit fast 25Jahren verheiratet, mein Vater war der erste Mann meiner Mutter, sie hat mehr als die Hälfte ihres Lebens mit ihm verbracht!
    Ich habe in letzter Zeit so viele Familien gesehen, die kaputt gingen, und ich war immer so glücklich, dass bei uns alles heil ist, und wir trotz ganz normaler Streitereien eine Familie sind:geknickt: Tja, Pustekuchen. Ich hab nicht gewusst, dass es so schlimm ist! Man hat ihnen nichts angemerkt!

    Wie die Situation jetzt ist??
    Bei dem Gespräch mit meienr Mutetr hieß es, es bleibt alles wie bisher, bis zur Konfirmation meines Bruders. Weil die ganze Verwandtschaft nichts weiß, nichtmal meine oma!
    Die Konfirmation liegt 3 Wochen zurück, und es ist nichts passiert. Mein Vater ist trotzdem jedes Wochenende da (meine Eltern führen schon lange eine "Wochenendbeziehung von donnerstag bis sonntag" weil man vater in stuttgart arbeitet. Er hat da schon seine Wohnung.

    Klar, eigentlich sollte ich froh sein, dass es bei uns so harmonisch ist (ist es wirklich! wir unternehmen viel, meine Eltern verstehen sich sehr gut...), aber ich habe immer nur im hinterkopf, dass da dieser streit war, dass meine mutter ihn ja nicht mehr liebt (sie umarmen sich zwar ab und zu, aber küssen tun sie sich auch nicht).

    Bin momentan oft empfindlich, extrem harmoniesüchtig, und wünsche mir eigentlich nur jemanden, an den ich mich anlehnen kann, der für mich da ist. Naja, verläuft ja auch sowas nicht immer, wie mans sich wünscht:zwinker: Freund ist also nicht in Sicht...:schuechte

    ich hoffe, du bist stark, aber denk dran, man kann auch mal alles rauslassen! Tu nicht den Fehler, den ich schon getan hab, und versuch die Starke zu spielen! Ich mache es, vielleicht auch wegen meinen 3 jüngeren geschwistern, aber auch, weil ich weiß, dass ich einfach hilflos bin, kann ja eh nichts an der Situation ändern:geknickt:
    versuch einfach, dir dein Leben jetzt so zu gestalten, dass es dir gut geht... :knuddel:
     
    #15
    User 25573, 12 Juni 2007
  16. User 12616
    User 12616 (27)
    Sehr bekannt hier Themenstarter
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    140
    nicht angegeben
    :geknickt:

    Meine Mutter hat mir heute auf meine e-Mail geantwortet...
    Unter anderem stand da das hier drinne:
    "Konnte nicht früher antworten - Papa bombadiert mich mit Mails, auf die ich dauernd antworten soll, muß jetzt Kevin ins Bett bringen.
    Papa will zurück, will mich aber wieder biegen, was ich nicht will. Entweder totale Änderung in vielem oder mal Trennung auf Zeit - aber er verkraftet das überhaupt nicht.
    Naja werden noch viele Gespräche kommen, letzte Worte sind noch lange nicht gesprochen. Jetzt will er ne Eheberatung, aber ob die noch was nützt. Ich bin ja angeblich an allem Schuld, dort gäbe er doch auch nur mir die Schuld."


    Ich weiß gar nicht, was ich ihr dazu sagen soll.
    Sie hat sich auch x Mal für meine aufbauenden Worte bedankt...
    Ich weiß, dass sie eigentlich die Trennung will und ich weiß auch, dass es das Beste ist.
    Aber ich habe die Befürchtung, dass sie sich am Ende wieder einlullen lässt... und dann ginge das Drama nur wieder weiter.
    Ich will aber auch nicht Teufel spielen und sagen du MUSST das durchziehen bla bla bla...

    Ich weiß gar nicht, was ich machen soll :ratlos:
    Ich meine, ihr habt vll. den alten Thread gelesen und es ist einfach immer noch alles so krass... das kann so doch nicht weiter gehen.
    Aber... wenn ich dann an meinen Vater denke... will auch nicht so gegen ihn spielen... Versteht ihr... ich hab das Gefühl, ich muss mich jetzt für eine Seite entscheiden. Ich merke, dass es meinem Vater jetzt schlecht geht, er die Beziehung aufgeben will. Ich weiß, dass es für meine Mutter und für die Familie allgemein auf jeden Fall besser wäre, wenn die sich endlich trennen... Aber ich komme mir auch schäbig vor, wenn ich ... das so klar und deutlich sage, weil ich damit meinem Vater so weh tue.
    Auch wenn er ein Arschloch ist... und auch wenn er mir schon furchtbar oft wehgetan hat... und meiner Mutter sowieso... ist es eben doch mein Vater und... ich weiß auch, dass er mich vermutlich irgendwie lieb hat... oder sowas... in der Art...
    HILFE :flennen:
     
    #16
    User 12616, 12 Juni 2007
  17. Mecki
    Mecki (33)
    Verbringt hier viel Zeit
    211
    101
    0
    nicht angegeben
    Hi Diotima,

    also ich habe das nun innerhalb meiner Familie auch oft mitbekommen und leider ist es so, dass die Kinder immer in der schlimmsten Lage sind. Wie du schon sagtest...du willst weder gegen deinen Papa noch gegen deine Mutter sein. Und genau das ist das schwirige. Der streit ist zwischen deinen eltern, du selber bist da völlig außen vor. Aber die schwierigste Position ist eigentlich neutral zu bleuben, weil das fast unmöglich ist.
    Auf der einen Seite muss deine Mutter erkennen, dass es das beste ist, wenn sie und dein Dad getrennte wege gehen, ihr aber trotzdem eine Familie bleibt. Shließlich sind es deine eltern, auch wenn sie vlt nicht mehr zusammen passen.

    Ich würde dir raten, dass du versuchst neutral zu bleiben, allerhöchstens vermittelnd eingreift, denn eigentlich müssen deine Eltern das unter sich ausmachen und sie dürfen nie vergessen, dass du eigentlich diejenige bist, die leiden muss. Und diesen gefühlen und Ängsten musst du ihnen gegenüber auch ausdruck verleihen. Versuch nicht dich ihnen gegenüber zu verschließen, sondern sag was du empfindest, das kann keinen von beiden egal sein. Mit solch einer Trennung tut man oft denjenigen weh, denen man keine Leid zufügen möchte und doch muss man es irgendwo tun, weil man selber privat nicht anders kann.

    Ich wünsche dir von herzen alles Gute!
    Mecki
     
    #17
    Mecki, 12 Juni 2007
  18. Wolf50
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    vergeben und glücklich
    Liebe Dio,

    es tut mir leid - aber meinst du denn nicht dass es besser ist? Auch deine Mutter hat ein Recht auf Glück und vielleicht findet sie das zunächst alleine und später eventuell bei einem anderen Partner eher. Ich habe deinen damaligen Thread gelesen und empfand nach deinen Schilderungen die Ehe deiner Eltern alles andere als harmonisch und geborgen. Meine Oma sagte immer: Besser ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.

    Und was deine Gefühle angeht: natürlich geht viel Geborgenheit flöten und es ist nicht einfach, mit getrennten Elternteilen zu kommunizieren, weil es - zumindest am Anfang immer Streit eben auch um fin. Dinge gibt. Aber ich habe das Gefühl, dass du dich in den letzten Jahren sowieso emotional stark von Zuhause gelöst hast und nach deinen eigenen Vorstellungen lebst.

    Beziehungen und Ehen halten heute nicht mehr für die Ewigkeit! Und nur aus Gewohnheit, Mitleid oder wegen der Kinder bzw. Finanzen zusammen zu bleiben, bringt es auch nicht.

    Überleg doch mal, wie viel Partner du schon in deinem jungen Leben hattest (vermutlich wesentlich mehr als deine Mutter jemals hatte) und bis auf 1 hat keine Beziehung sehr lange gedauert. Also kannst du von den Alten nicht etwas erwarten, was man selbst nicht auf die Reihe bekommt.

    Ich denke, am besten hilfst du deiner Mutter in dieser Lage, wenn du hin gehst und sie in den Arm nimmst und sie reden lässt: Sie braucht jetzt jemand, der einfach nur zuhört. Gruß Wolf
     
    #18
    Wolf50, 12 Juni 2007
  19. User 12616
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    nicht angegeben
    Mein Vater wollte sich heute Nacht das Leben nehmen.

    Gestern Abend stand meine Mutter weinend vor der Tür. Mein Vater hat ihr eine SMS geschickt, in der stand, dass er auf dem Rothenfels sitzt (der Rothenfels ist so ein riesiger Fels in meiner Stadt, beliebtes Familienausflugsziel, genauso beliebt aber auch bei Junx und allen anderen verzweifelten Seelen, wenn man da runter springt ist man zu 99% tot) und er sobald es dunkel ist, Anlauf nehmen und sich runter stürzen will.

    Meine Mutter hat ihn angerufen und versucht zu reden. Sie hat ihm auch mehrfach ein weiteres Gespräch auf neutralem Boden angeboten.
    Er verlangte nur, dass sie seine drei wichtigsten Forderungen akzeptiert und ihm das sogar schriftlich gibt.
    (in diesen Forderungen geht es eben darum, dass sie nur so und so oft im Monat weggehen darf, dann auch nur mit seiner Erlaubnis... solche Sachen)
    Wenn sie das nicht tut, würde er so oder so in jedem Fall springen.
    Er war auch schon wieder ziemlich gut angetrunken.

    Meine Mutter hat seinen guten Freund informiert.
    Der ist dort hin gefahren, hat sein Auto gefunden, ihn selbst aber nicht.
    Mein Vater muss ihn offenbar aber entdeckt haben, da er seinen Kumpel dann angerufen hat und sagte "jetzt verschwinde endlich von hier, da wo ich bin, findest du mich eh nie." (auf diesem Rothenfels ist ein bißchen Wald, viele Büsche, Bäume usw.)

    Meine Mutter hat ihn immer wieder angerufen und ihn gebeten, da runter zu kommen...

    Irgendwann hat sie keine Luft mehr bekommen, Herzschmerzen gehabt etc. da hat es mir gelangt und ich habe die Polizei angerufen.

    Die sind dann dort hoch gefahren und haben in Kooperation mit besagtem Kumpel nach meinem Vater ewig lange gesucht.
    Mittlerweise war es stockdunkel und meine Mutter hat sich natürlich unfassbare Sorgen gemacht.

    So gegen... 0 Uhr hat die Polizei wieder angerufen.
    Sie haben ihn gefunden.
    Er ist freiwillig, unter der Bedingung, dass sie ihn nach einem kurzen Gespräch wieder alleine lassen, mit in den Polizeibus gekommen.
    Dort haben sie mit ihm geredet. Er hat immer wieder betont, dass sie ihn nicht aufhalten könnten und sobald sie ihn wieder gehen lassen, würde er springen, da könne niemand etwas ändern.
    Die Polizei sagte, er habe total wirr und zusammenhangslos geredet.

    Später musste er mit aufs Revier und eine Ärztin hat ihn untersucht. Von dort hat er meine Mutter angerufen und verlangt, dass sie der Ärztin sagt, dass sie ihn freilassen soll.
    Meine Mutter hat dann alleine mit der Ärztin gesprochen, diese hat angeboten, das auf ihre Kappe zu nehmen. (also, meine Mutter hat vor meinem Vater eher so getan, als hätte sie versucht, ihn frei zu kriegen, während sie mit der Ärztin aber abgesprochen hat, dass er definitiv nicht nach Hause darf)

    Nun ist er in der psychatrischen Anstalt.

    48 Std. muss er da bleiben, dann darf er eigentlich wieder raus.

    Und dann???

    Ich meine, dazu muss ich noch sagen, sein Vater hat damals das gleiche durchgemacht.
    Er wollte sich wegen seiner Exfreu umbringen, kam in die GLEICHE Anstalt in der mein Vater jetzt sitzt und musste dort am Ende ziemlich lange bleiben.
    Als er raus kam, hat er sich am Tag darauf tatsächlich das Leben genommen.
    Mein Vater war damals 20...

    Ich fühle mich so dreckig.
    Wenn ich mir vorstelle, das mein Vater gerade in der Irrenanstalt sitzt...
    Wenn ich überlege, wie verzweifelt er sein muss...
    Aber dann... was er meiner Mutter, meine Familie allgemein schon angetan hat...
    Und eigentlich schützt man ihn im Moment ja bloß vor sich selbst...
    Aber er wird dort ja nicht ewig bleiben...

    HILFE
    Ich weiß gar nicht was ich denken, machen... soll.
     
    #19
    User 12616, 9 Juli 2007
  20. Sonata Arctica
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    vergeben und glücklich
    da wo er jetzt ist gehört er auch definitiv hin.was er macht ist in keinster weise mehr normal.keiner von euch sollte sich auf seine bedingungen einlassen oder sich sonstwie erpressen lassen,sonst hat das niemals ein ende.
    du solltest jetzt eher an deine mutter denken und sie unterstützen.deinem vater kannst du nicht helfen,da ist wirklich professionelle hilfe gefragt.
     
    #20
    Sonata Arctica, 9 Juli 2007

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