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Emanzipation der Frau... ?

Dieses Thema im Forum "Geschichten, Gedichte und Nachdenkliches" wurde erstellt von Stuhlgang, 6 Juli 2004.

  1. Stuhlgang
    Gast
    0
    Ich finde es toll, das Frauen endlich die gleichen Karrieren wie die Männer anstreben können.
    Ich finde es toll, das Frauen ihr eigenes Stimmrecht in der Bevölkerung haben.
    Ich finde es toll, immer freiere Frauen zu sehen und mir endlich sagen zu können:" Mensch Stuhlgang da hat die Gesellschaft aber was auf die Beine gebracht."
    Eine Frage:Ist es nicht ein Resultat der Emanzipation das das älteste Gewerbe unglaublich floriert, oder das Sex-Shop-Gewerbe längst Milliardenschwer ist ?
    Ist es nicht ein Resultat der Emanzipation, das sich viele Männer einer Generation von selbstbewußten Frauen entgegengestellt sieht, die alles besser und schneller können?
    Es gibt Männer die beeindruckt eine solche Frau, aber es gibt auch Männer und das sind nicht wenige die an so etwas scheitern.
    Nennt mich dumm oder frauenfeindlich, aber die Emanzipation ist keine reine positive Umwandlung der Gesellschaft.
    Eine absolute Gleichberechtigung gibt es nicht und vielleicht wäre es gar nicht so dumm diese Grenzen einigermaßen zu halten.
    Ich werde nie auf die Strasse gehen und für mein Mannsein kämpfen wollen, aber irgendwie drehen sich die Machtverhältnisse doch eindeutig und als rosa Plüschbär möchte ich nicht durch die Gegend hüpfen.
    Frau ja, Absolute Gleichberechtigung Nein.
    Wie wärs mal damit Verantwortung und Bewußtsein von Mann und Frau gleichermaßen zu verteilen.
    Nunja hetero wär ja dann keiner mehr.
    ->LOL ich geh pennen.
    Wie war das, wenn man keine Ahung hat einfach mal die Fresse halten.
    Auf Alice Schwarzer.

    Auf die beginnende Männeremanzipation.
    Mfg Stuhlgang
     
    #1
    Stuhlgang, 6 Juli 2004
  2. Erstmal sollte man den Begriff Emanzipation nicht nur mit der gesellschaftlichen Gleichstellung der Frau assoziieren, denn Emanzipation ist ein äußerst dehnbarer Begriff. Emanzipation bezieht sich in erster Linie auf die Gleichstellung aller Individuuen.
    Meiner Ansicht nach sollte die Frau in jeder Hinsicht dem Mann gleichgestellt sein, mit einer Ausnahme; dem Dienst an der Waffe.
    Wenn Frauen für ihre Recht auf die Staßen gehn' is das in Ordnung, allerdings gehen mir solche Extrememanzen wirklich auf den Geist, ständig das Gefassel vom tyrannischen, patriarchalischen System, das die Frauen seit Jahrhunderten ausbeutet, tztztz ... *koptschüttel über so viel nihilismus*
     
    #2
    Safer Sephiroth, 7 Juli 2004
  3. Lichttänzer
    Verbringt hier viel Zeit
    69
    91
    0
    Single
    Vielleicht ist das ja nur in "meiner" Altersgruppe so, aber die Emanzipation (und ich meine wirklich den weitgefassten Begriff) wird von vielen Mädchen nur spaßeshalber herangezogen, um irgendwelche Sachen zu rechtfertigen, die ihnen selber blöd vorkommen. Auch verweigern die meisten Mädchen und jungen Frauen die Unterscheidung zwischen "dürfen" und "müssen": Die klassische Jungemanze will alles dürfen, aber nichts müssen, oder, um es mal umgangssprachlich zu sagen: Wenn es um das Recht geht, die Tür aufgehalten zu bekommen, sind sie alle voll dabei, aber wenn es darum geht, etwas schweres zu tragen, ist die Emanzipation auf einmal verschwunden. Triviales Beispiel, ich weiß.
    Kleiner Einwurf zum Thema Übertreibungen und Dienst an der Waffe: Mir wird für den Rest meines gesamten Lebens niemals in den Kopf gehen, wie sich eine Frau vor Gericht stellen und dafür kämpfen kann, dass sie im Ernstfall getötet werden darf.

    Im Zusammenhang mit der Gleichberechtigung der Frau - die ja nun wirklich schon einigermaßen vorrangegangen ist - sollte man aber auch, und da kann ich Stuhlgang nur zustimmen, von der Gleichberechtigung des Mannes reden. Und wenn ich jetzt den Spieß umdrehe, vor Gericht gehe und sage: "Ich hab keinen Bock auf Wehrdienst, die Frauen müssen schließlich auch nicht." - was passiert dann? Wollen mir die Herren Gerichtler dann sagen, dass Gleichberechtigung eine Einbahnstraße ist? Und wenn ja, wo gelangen wir dann hin? Einbahnstraßen sind logischerweise niemals Sackgassen, weil man ja nicht umdrehen und zurückfahren darf, also enden wir statt im patriarchalischen System im matriarchalischen System? Wie sieht das denn bitte aus? Der Kölner Dom hieße auf einmal Kölner Domina, es gäbe mindestens zweieinhalbtausend Gebote (das fünfte davon "Du sollst nicht schnarchen.") - ich mag gar nicht darüber nachdenken.

    Nein, mann muss das ganze auf einem differenzierbaren Level halten, sonst geraten wir in Teufelins Küche - oder gilt die Retour-Unterdrückung der Männer dann ebenfalls als Gleichberechtigung: erst wir, jetzt ihr?

    In diesem Sinne...
     
    #3
    Lichttänzer, 7 Juli 2004

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