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Er kifft leider, ich weiß nicht mehr weiter!

Dieses Thema im Forum "Beziehung & Partnerschaft" wurde erstellt von Schnuckelmaus, 11 Dezember 2008.

  1. Schnuckelmaus
    Sorgt für Gesprächsstoff
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    Verlobt
    Hallo Leute!

    Kurze Vorgeschichte:
    Ich bin jetzt seit einem halben Jahr mit meinem Freund zusammen (mittlerweile verlobt) und eigentlich auch total glücklich! Ich bin sogar schon nach einem Monat zu ihm gezogen.
    Er ist zwar acht Jahre älter als ich aber das gibt überhaupt keine Probleme.

    Er war einige Jahre lang allein und hat total unter der Einsamkeit gelitten, sodass er leider mit etwas dummen angefangen hat:
    Trinken und Kiffen!

    Er hat mir gesagt, bevor wir zusammen gekommen sind hat er fast JEDEN TAG seinen Liter an Doppelkorn gehabt und vielleicht im Schnitt 5-10 mal gekifft!!!!

    Er hat mir direkt versprochen er hört damit auf. Er trinkt nur noch ein wenig und kiffen wollte er gar nicht mehr!

    Wir hatten dann abgemacht dass er die Woche über en Sixpack Bier trinkt und am Wochenende mit mir ne Flasche Sekt. Er wollte nichts hochprozentiges mehr trinken, nachdem wir öfter diskutiert hatten, aber mit weniger komme er nicht hin.

    Aber wenn wir zusammen einkaufen waren hat er immer gesagt „Schatz ist es ok wenn ich ne 0.1er Flasche Korn mitnehme ich hab stress auf der arbeit“ oder sonst ein Problem...

    Naja und ich meine er ist 27 ich hab keine Lust was zu verbieten. Aber jetzt zu meinem Problem:

    Er hat mich immer wider angelogen.

    Immerwieder habe ich 0,2er Doppelkornflaschen gefunden die er immer in der Wohnung versteckt hat.
    Ich habe die reste von einem joint im bad gefunden und einen weiteren im Müll.
    Dann kam es zu einem riesen Streit.
    Er hat mir wiederholt darauf geschworen, dass er mir ab sofort bescheid sagt wenn er es nicht anderst aushält und mal kiffen muss. Das hab ich auch versucht zu glauben, obwohl ich ihm insgeheim misstraut habe...

    Er hat dann letzte woche eine 0,5 er Flasche wodka gekauft und mit wasser gefüllt damit es für mich so aussieht als hätte er nur wenig getrunken und mir dass dann noch so gesagt „guck mal ich hab nicht viel getrunken“ . Als er kurz zu einem freund ist der auch trinkt und kifft, hab mal an der flüssikeit genippt und ich hab schon gedacht das kann doch nicht sein: Es war tatsächlich Wasser.

    Daraufhin hab ich ihm eine sms geschrieben:
    „warum kannst du nicht einmal ehrlich zu mir sein? Immer lügst du mich an ich weiß langsam nicht mehr was ich denken soll!“

    Er ist sofort nach Hause gekommen.

    Er wusste natürlich noch nicht worum es geht...
    Ich habe dann gesagt :“ na was meinst du denn? Hast du mich in letzter zeit vielleicht angelogen?“
    nach langem hin und her und nachdem er mich immer wider gefragt hab was ich meine hat er gesagt du meins das mit dem kiffen?
    Da hat er sich mit veraten.

    Er hat immer wider gekifft bei seinem Freund und mir eiskalt ins gesicht gelogen. Monate lang genauso mit dem Trinken.

    Er meinte womit er auch recht hat dass ich so extrem emphindlich reagiere und schon stundenlang deprissiv bin wenn er nur ne kleine flasche alk käuft und dass er angst hatte mich zu verlieren, dass glaube ich ihm auch alles. Er will sich um eine therapie bemühen aber er hat mich mit dem lügen so extrem verletzt. Ich hab immer wider gesagt sag es mir lieber bevor ich es rausfinde...

    wir lieben uns über alles aber ich kann ihm nicht mehr vertrauen. Gar nicht mehr. Ich weiß nicht mehr was ich tun soll er hat mir gesagt er braucht meine hilfe aber wenn ich daran denke könnt ich nur noch weinen ich kann nichts mehr essen und nicht mehr schlafen. Er tut mir leid und ich mir auch irgendwie... was soll ich noch tun? Ich hab es ihm klipp und klar gesagt was ich emphinde und möchte...
    Meint ihr mit der zeit könnte sich das vertrauen wieder gut aufbauen?
    Danke für jede Antwort!
     
    #1
    Schnuckelmaus, 11 Dezember 2008
  2. krava
    krava (35)
    Verhütungsberaterin mit Herz & Hund
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    Verliebt
    Ganz ehrlich: Du solltest dich trennen!

    Du sagst selbst, dass kein Vertrauen mehr da ist und das ist auch mehr als verständlich. Aber wie soll eine Beziehung ohne Vertrauen funktionieren?
    Das kommt nicht von heute auf morgen zurück.

    Wenn du mich fragst braucht dein Freund eine Therapie. Er ist anscheinend abhängig, kann damit nicht aufhören, auch wenn er das dachte. Wenn er beim kleinsten Problem zum Korn oder zu Gras greift, dann stimmt da was nicht. Und DU kannst ihm da nicht helfen - das musst du einem Profi überlassen.
    Nur kannst du ihn leider nicht zwingen, er muss es selbst wollen.

    Wenn ihm was an dir und eurer Zukunft liegt, dann kriegt er erstmal sein Leben auf die Reihe. Dann kann er evtl. wieder um dich kämpfen, dir beweisen, dass er weg ist von dem Ganzen etc.
    Aber vorher wird das nichts.
    Er wird immer wieder rückfällig werden und du wirst dir Vorwürfe machen, ob du vielleicht Schuld bist.
    Er braucht Hilfe, das hat er richtig erkannt, aber nicht von dir.
    Was sollst du auch machen? Du hast nichts falsch gemacht bislang, trotzdem trinkt er weiter und nimmt Drogen und belügt dich. Wie soll das also weitergehen? Wie soll das von einem Tag auf den anderen aufhören?

    So hart das klingt, aber mit so einem Mann könnte ich keinen Tag länger zusammen sein.

    Ich wünsch dir viel Kraft!
     
    #2
    krava, 11 Dezember 2008
  3. Subway
    Planet-Liebe Berühmtheit
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    Verheiratet
    Naja, für mich klingt das nach einem ausgewachsenen Alkoholproblem.

    Da kann er dir versprechen was er möchte, wenn er selbst nicht aufhören möchte und einsieht, dass er ein Problem hat, dann seh ich da eigentlich wenig Hoffnung.

    Eine Reduzierung ist übrigens auch nicht sinnvoll, ganz oder gar nicht.
     
    #3
    Subway, 11 Dezember 2008
  4. Schnuckelmaus
    Sorgt für Gesprächsstoff Themenstarter
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    Verlobt
    er hat schon eingesehen dass er ein problem hat aber er kann so einfach nicht aufhören...
    ja ich will ja dass er ganz aufhört... oh mann
     
    #4
    Schnuckelmaus, 11 Dezember 2008
  5. Subway
    Planet-Liebe Berühmtheit
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    Verheiratet
    Wenn er wirklich aufhören möchte, dann wird er sicherlich freiwillig zu einer Selbsthilfegruppe gehen.
     
    #5
    Subway, 11 Dezember 2008
  6. krava
    krava (35)
    Verhütungsberaterin mit Herz & Hund
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    Verliebt
    Das kann kein Süchtiger!
    Er braucht einen Entzug, eine Therapie. Es gibt Kliniken, die auf so was spezialisiert sind und die anonymen Alkoholiker. Da kann er sich unverbindlich mal informieren, trifft Menschen, die das gleiche Problem haben wie er, kann sich austauschen etc.

    Er kann es für dich wollen (das motiviert ihn vielleicht), aber du sollst nicht bei ihm bleiben, nur aus Mitleid, weil du denkst, er schafft es nicht alleine. Er muss es alleine schaffen und erst wenn er es geschafft hat, kann er sein Leben wieder mit anderen Menschen teilen.
    Du gehst nur kaputt, wenn du dir das weiter antust.
     
    #6
    krava, 11 Dezember 2008
  7. Moonlightflower
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    Er ist süchtig- da hilft vermutlich sein guter Wille aufzuhören nicht weiter- das hast du ja mittlerweile auch schon mitbekommen!

    Was er wirklich braucht wäre eine Therapie- und solange er nicht von sich aus bereit ist eine solche zu machen wirds wohl keine Chance für eure Beziehung geben!

    Es gibt eine Gruppe für Angehörige von Alkoholikern (Al-Anon) an die solltest du sich vielleicht mal wenden- wenn dir jemand in diesem Fall weiterhelfen kann dann am ehesten die!
     
    #7
    Moonlightflower, 11 Dezember 2008
  8. Beelion
    Beelion (29)
    Verbringt hier viel Zeit
    862
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    1
    Single
    er MUSS komplett aufhören!
    kiffen so "zu reduzieren" halte ich für mehr als schwer... dazu noch alk = keine chance :ratlos:

    solange das ihm nicht bewusst ist und er meint er "will es reduzieren" wird es nie was werden...
    er muss raffen das er mit 27 definitiv aufhören sollte jeden tag zu saufen und zu kiffen :ratlos:
    für mich hört sich das so an als ob er da schon laaange dabei ist... warscheinlich hegt er seit vielen jahren den gedanken ja dann aufzuhören... aber das ist eben nicht so einfach - gerade bei alkohol (und dann auch noch kiffen!) denke ich das er definitiv hilfe braucht... imnfomrier dich und rede mit ihm...

    falls er das gar nicht einsieht würde ich an deiner stelle aus selbstschutz das ganze beenden... vielleicht stürzt er dann noch mehr ab aber was is die alternative? das du da mit reingerätst?
     
    #8
    Beelion, 11 Dezember 2008
  9. User 48403
    User 48403 (47)
    SenfdazuGeber
    9.405
    248
    657
    nicht angegeben
    Wenn Du ihm wirklich nicht mehr vertrauen kannst, dann bleibt Dir nur die Trennung als Möglichkeit.

    Ansonsten stimme ich krava in allen Punkten zu.
     
    #9
    User 48403, 11 Dezember 2008
  10. User 77547
    Beiträge füllen Bücher
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    Verheiratet
    Dir und vorallem Deinem Freund muss klar werden, dass er ein echtes Problem hat. So wie Dein Bericht klingt, weist eigentlich alles darauf hin, dass er alkoholkrank ist. Es geht also hier nicht in erster Linie um Vertrauen, Zuverlässigkeit und Worthalten. Es geht höchstwahrscheinlich um eine tatsächliche SUCHTERKRANKUNG. Ohne professionelle Hilfe geht die Chance, dass dein Freund davon wegkommt (selbt bei allerbestem Willen) gegen 0.
     
    #10
    User 77547, 11 Dezember 2008
  11. Mietzekatze
    Verbringt hier viel Zeit
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    101
    0
    nicht angegeben
    Er hat definitiv ein Problem. Und zwar ein Massives!

    Und solange er es nicht ändern WILL, wird er es auch nicht.
    Die Frage ist, ob er bereit ist, diese Sache wirklich anzugehen und auch professionelle Hilfe anzunehmen oder nicht.
    Allein wird er es kaum schaffen.

    Du kannst ihn gern unterstützen, aber es muss von ihm aus kommen, sonst hilft auch alles reden nichts.

    Und: er muss alles komplett aufgeben. Ein bisschen trinken/kiffen ist nicht drin.

    Die Frage ist, ob du auch stark genug bist, bei ihm zu bleiben.
    Egal ob er ne Therapie macht oder nicht.
    Das ist so oder so hart.

    Meine persönliche Meinung:
    trenn dich. Einem Alkoholiker kann man nicht helfen. Nicht wenn er es selbst nicht will.
    Das ist meine Erfahrung.

    Wenn er es jedoch ernsthaft möchte (WIRKLICH ernsthaft), und du bist bereit, das alles mit ihm durchzustehen, dann tu das, wenn du es möchtest.
    Aber leicht ist es nicht.
    Und der Erfolg ist nicht garantiert.

    LG
     
    #11
    Mietzekatze, 11 Dezember 2008
  12. brainforce
    brainforce (33)
    Beiträge füllen Bücher
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    557
    Single
    Offenbar ist dein Freund alkoholabhängig!
    Das sehe ich auf Dauer als das größere Problem an als das kiffen... - wobei ich das keinesfalls verharmlosen möchte.

    Aber wer mit 27 "schon" alkoholabhängig ist der hat zwar die Chance davon loszukommen, er hat aber auch die Chance komplett sozial, finanziell, gesundheitlich usw. abzustürzen!
     
    #12
    brainforce, 11 Dezember 2008
  13. Puckie
    Puckie (27)
    Sorgt für Gesprächsstoff
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    Single
    aslo das dein freund alkohlprobleme hat is ja schon gesagt worden.... wie habt ihr euch denn verlobt, bzw. wer hat gefragt?
    wenn er dich gefragt hat, würd ich mal sagen, das er irgendwie klammert, so nach dem motto "rette mich vor meinem problemen" oder so... weil ein halbes jahr ist ja nicht wirklich lange und heiraten, jemanden der ein alkoholproblem hat, in deimem Alter, is nen bischen naiv... denke der muss erstmal selber auf sich klar kommen, bevor er sich richtig um andere kümmern kann... weil könnte mir denken, das er bei nem kleinstem psychichem zusammenbruch rückfällig wird und das problem somit nicht aus der welt ist.
    stell dir vor du bekommst mal kinder... willst du das er der vater ist und sich zusäuft, und wer weiss was für kranke sachen macht.
    wer nicht selbst auf sich aufpassen kann... muss halt gucken wie er zurecht kommt.
    also eihgentlich wollte ich sagen, das du zwar für ihn da sein solltest, eben weil er dir irgendwie was bedeutet, er aber dich nicht mit seinen problemen kaputt machen sollte.
     
    #13
    Puckie, 11 Dezember 2008
  14. Rhea
    Gast
    0
    professionelle Hilfe und zwar Flott!

    Die Frage ist nur ob fu die Kraft hast ihn auch noch durch eine Therapie und vor allem die Zeit hinaus zu stuetzen, sowas wird sicher kein Spaziergang. Doch ist es immer eine Chance!

    Mein Freund hatte von seinem 15. an jeden Tag ein sixpack bier (guiness also nich mal so n pils) und am wochenende 2 liter jack daniels intus gehabt. zum glueck hatte er den absprung geschafft und geht jetzt "nur" beinahe jeden Tag ins fitnesstudio und will sich weiter mit bodybuilding versuchen. Ohne stoff. Ich hab ihm deutlich gemacht dass er, sobald ich mitbekomme dass er wieder trinkt oder steroide nimmt weg vom fenster bin. und bis jetzt hab ich keinen grund zur annahme dass er mich beluegt.
    doch OBACHT: sowas ist eher ungewoehnlich und ohne professionelle Hilfe kaum zu schaffen!!!!

    Stell ihn vor ein deutliches Ultimatum und setz euch beiden ne Frist. ansonsten gehst du an den problemen von deinem freund kaputt!
     
    #14
    Rhea, 11 Dezember 2008
  15. diskuswerfer85
    Sehr bekannt hier
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    198
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    in einer Beziehung
    Stimme den Vorpostern zu.
    Viel größer als das Problem mit dem Kiffen sehe ich noch den Alkoholkonsum.
    So wie das für mich aussieht leidet dein Freund an Alkoholismus!
    Alkoholismus is nicht zwingend nur durch die Menge sondern auch durch den Kontext des Konsums gekennzeichnet. Wer trinkt um stress zu überwinden oder um einzuschlafen ist Alkoholiker, egal welche Menge.

    So Aussagen wie ne Flasche Korn, falls es stress gibt, oder mit weniger schaff ich es nicht ist ein Alarmzeichen!!

    Das kann bei richtigem Stress jederzeit noch schlimmer werden und dann wird er dich verletzen und belügen. Und zwar nicht, weil er dich nicht liebt(das tut er sicher), sondern weil der Alkohol stärker ist als er.

    Rede mit ihm und bringe ihn zu ner Therapie. Biete ihm an ihn dabei zu unterstützen und versichere ihm, dass du zu ihm hälst. Dann kann er es schaffen. Mach ihm klar wie sehr er dich damit belastet.

    Wenn er das nicht einsieht, warte ne Woche(zum einsickern) und versuch es dann nochmal. Wenn er es dann nicht macht musst du ihm ein Ultimatum stellen: der Alkohol oder ich. Wenn er dann nichts macht musst du dich von ihm trennen. Er wird dir nicht nur wehtun, dein weiteres zu ihm halten wird ihn sogar in seinem Alkoholismus bestärken- du würdest ihm schaden wenn du bei ihm bleibst.

    Tut mir echt leid für dich, ich hätte dir gerne was aufmunterndes geschrieben, aber das sieht für mich wirklich bedrohlich aus!
     
    #15
    diskuswerfer85, 11 Dezember 2008
  16. User 85918
    Meistens hier zu finden
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    90
    nicht angegeben
    Meine Meinung ist, dass Du dich nicht sofort trennen solltest. Mein Vater ist Alkoholiker und verspricht mir seit 10 Jahren genau das, was dein Freund dir auch verspricht. Es bringt nichts, es ist eine Krankheit, da kann er versprechen machen, wie er will und sie auch genauso ernst meinen, aber er wird es nicht schaffen, weil er einfach diese Sucht hat. Selbst wenn er sich dagegen wehren wuerde, im endeffekt verliert er gegen seine Sucht.

    Er sollte sich professionelle Hilfe suchen, am besten Schnell, wenn auch die bei ihm nicht hilft und so ziemlich alles verloren ist, wuerde ich mich an deiner Stelle trennen. Du machst Dich damit nur selbst kaputt, wenn er dich immer wieder anluegt (ich denke, er macht es nicht, weil er Spaß daran hat, sondern einfach weil er durch seine Sucht einfach nicht anders kann).
     
    #16
    User 85918, 11 Dezember 2008
  17. Jugend.Forscht
    Verbringt hier viel Zeit
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    101
    0
    vergeben und glücklich
    wenn du dich nicht trennen oder vorerst nicht trennen willst, mach ihm klar, dass es nicht so schlimm ist, wenn er rückfällig wird, als wenn er dich anlügt. du solltest zuallererst ein bischen vertrauen aufbauen, so dass er wenigstens ehrlich zu dir ist. das klappt nur, wenn du ihm nix böses tust, nicht meckerst, nicht mal bemitleiden tust. im gegenteil, freu dich wenn er erhlich war. hast du sein vertrauen, kannst du ihm vielleicht leichter zur professionellen hilfe bewegen. ob das klappt weiß ich nicht, kann auch sein dass du sein vertrauen nie gewinnst, so. jedenfalls dauert es seine zeit, wenn du es versuchen willst.

    der harte weg, wäre was vorher schonmal gepostet wurde. stell ihm klar das die Beziehung pause hat, und er sich professionelle hilfe holen soll. wenn er aus seiner sucht raus ist, würdet ihr wieder anfangen euch mal zu treffen und neu kennen zu lernen.

    was du tuen willst, musst du selber entscheiden, ersteres kostet dich viel mehr als der zweite, dafür kannst du ihn aber auch positiv beeinflussen, vielleicht sogar an der therapie teilnehmen, therapeuten binden vertraute leute der "kranken" oft mit ein.
     
    #17
    Jugend.Forscht, 11 Dezember 2008
  18. AlexKK80
    Verbringt hier viel Zeit
    80
    91
    0
    nicht angegeben
    Wenn jemand Alkoholflaschen in der Wohnung versteckt, wenn er verspricht aufzuhöhren und es nicht tut, wenn er dich und auch sich selbst anlügt was seinen alkoholkonsum angeht, dann ist er in der tat alkoholkrank.

    Ich hatte auch einen solchen Fall in der näheren Verwandtschaft.

    Gleiche Symptomatik, gleiches Verhalten.

    Teilweise hatten Sie die Flasche noch in der Hand (!!!) und hat nach Alkohol gerochen und hat mir ins Gesicht gesagt (gelogen !) das sie nichts getrunken hat! Wohlgemerkt, sie hat nach dem Zeug gerochen und die Flasche war offen in der Hand (!!!)

    Die Wahreit ist: Alkoholismus ist eine Krankheit und kann nur von Ärzten bzw. professionell geschultem Personal geheilt werden.
    Dies liegt daran, das der Menschliche Körper in der tat physisch von Alkohol abhänig wird, wenn man über einen bestimmten Zeitraum alkohol in sehr grossen mengen konsumiert hat--Was bei deinem Freund der Fall war. Deshalb kann ein Abhängier ohne medizin, die die Entzugserscheinungen mildert garnicht aufhören zu trinken---egal wie sehr er es will.


    Bei meiner Bekannten war es so krass, das sie an einer Leberzhirrose in Folge des Alkoholkonsums fast gestorben wäre, bevor die Einsicht kam.

    Sowas zerstört dann nicht nur das Leben des direkt betroffenen, sondern auch das der Angehörigen bzw. der Familien.

    Insbesondere da ja ein Leben lang die Gefahr auf einen Rückfall besteht.

    Ganz abgesehen davon das es dich ein Leben lang zeichnet---und du Gefahr läufts, selbst hineingezogen zu werden. Stichwort "Co-alkoholsimus."

    Aus meiner Sicht ist Alkoholismus eine der schlimmsten Krankheiten überhaupt---Sie zerstört das Leben ohne direkt zu töten.....und zerstört wie gesagt nebenbei das leben der Angehörigen.

    Es gibt mehrere Möglichkeiten, wie deine Zukunft aussehen kann:

    1. Du trennst dich von dem Jungen, findest in 3-4 Monaten nen anderen Jungen, verliebst dich neu und so weiter....

    2. Der Typ macht einen Entzug. Sowas ist hart. Auch für die Angehörigen. Er muss da 6-8 Wochen in eine Entzugssklinik und darf dann den Rest seines Lebens nie wieder Alkohol trinken ! Nie wieder. Andernfalls stellt sich die physische Abhängigkeit des Körpers wieder ein und das Spiel beginnt von neuem.

    Wenn er das nicht schafft, besteht Möglichkeit

    3.
    Er ist und bleibt alkoholabhängig--wird dich weiterhin anlügen, wird vermutlich irgendwann seinen arbeitsplatz verlieren, weil er nicht leistungsfähig ist, da er ständig leicht angetrunken ist, was dann wiederum zu einer noch stärken alkoholsucht führt.

    Ihr werdet keine Familie gründen können, da er garnicht stabil genug dafür ist.

    Sorry to say....aber so ist es eben nunmal. Das ist keine Schwarzmalerei---das sind die einfach nur die Konsequenzen einer Krankheit---so wie Husten bei einer Erklältung. Ich wollte das auch lange nicht wahrhaben, und dachte viel reden und viel zuhören usw. hilft.

    Meine Bekannte ist mit 49 Jahren deswegen fast gestorben--hat ne Entziehung gemacht--wurde rückfällig---ist dann nochmals auf der intensivstation gelandent ---hat 2 mal deswegen den Job verloren--hat noch ne Entziehung gemacht und ist jetzt nach 4 Jahren clean--bzw. "trocken", wie man bei Alkoholikern sagt.

    Ich würde mir das an deiner Stelle sehr sehr sehr sehr sehr gut überlegen. Bzw. wenn ich an deiner Stelle wäre, wüsste ich was ich tun würde.


    Lies Dir zum Einstieg mal das da durch:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Alkoholkrankheit

    und wenn Du hilfe brauchst, erstmal auch für Dich, damit du weist wie du weitermachen sollst, geh auf diese Seite :

    http://www.blaues-kreuz.de/
     
    #18
    AlexKK80, 11 Dezember 2008
  19. Jugend.Forscht
    Verbringt hier viel Zeit
    896
    101
    0
    vergeben und glücklich
    alkoholismus ist ne harte sache, das kann wohl keiner leugnen. es unterscheidet sich aber auch von patient zu patient. etliche faktoren wie zeit der abhängigkeit, persönlichkeit, menge des konsums und jede menge kleine äussere faktoren hängen damit auch noch zusammen. es stimmt manche hängen ihr ganzes leben daran. siehe als prominentes bsp. harald junke. andere lernen aber auch aus ihren fehlern, schaffen den entzug und trinken nie weider ein schluck. bei besonders harten fällen, dürfen die nichtmal bratensoße essen wo alk drin ist. zumindest hab ich das mal gehört, obs wirklich stimmt - kein plan.
     
    #19
    Jugend.Forscht, 12 Dezember 2008
  20. AlexKK80
    Verbringt hier viel Zeit
    80
    91
    0
    nicht angegeben
    Ja, das stimmt.

    Richtige Alkoholkranke, die einen richtigen Entzug gemacht haben dürfen nichtmal weihnhaltige Bratensosse oder Weinhaltiges Käsefondue essen--obwohl der alkohol da ja durch das kochen praktisch schon raus ist.

    Ist wie gesagt kein Spass !!!!
     
    #20
    AlexKK80, 12 Dezember 2008

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