Willkommen auf Planet-Liebe

diskutiere über Liebe, Sex und Leidenschaft und werde Teil einer spannenden Community! :)

jetzt registrieren

erfahrung im altenheim

Dieses Thema im Forum "Off-Topic-Location" wurde erstellt von jasmin03, 20 Februar 2008.

  1. jasmin03
    Verbringt hier viel Zeit
    120
    101
    0
    vergeben und glücklich
    hallo ihr
    ich habe da meine frage an euch. wer von eucht hat schon mal ein
    praktikum im altenheim gemacht?
    bin pädagogik student und muss nebenbei praktikas ( 4 jahre lang) machen und
    interessiere mich halt dafür wie das so im altenheim abläuft.
    wer hat gute und schlechte erfahrungen gesammelt?


    liebe grüsse jasmin
     
    #1
    jasmin03, 20 Februar 2008
  2. Lysanne
    Verbringt hier viel Zeit
    3.353
    123
    3
    Verheiratet
    Ich habe schon in einem Altenheim gearbeitet, 6 Wochen.

    Das war die schlimmste Zeit meines Lebens. Ich dürfte dann auch abbrechen, und habe trotzdem meine Ausbildung bestanden. Das Praktikum war nur das i-Tüpferchen, die schriftliche Prüfung habe ich davor bestanden (mit 1,0 Therorie und 1,2 Praxis, deswegen brauchte ich das Praktikum nicht zwingend).

    Ich kam einfach nicht klar. Die alten Menschen, die teilweise echt leiden mussten. Wir haben in der Ausbildung alles gelernt, die Praxis sieht leider ganz anders aus als die Therorie. Man hat für die Grundpflege niemals die Zeit, die man gern hätte. Demnach wird auch so mit den Leuten da umgegangen-leider. Ich habe mich versucht anzupassen, es aber dann so gemacht wie gelernt, um den alten Leuten liebevoll entgegenzutreten. Demnach war ich auch die allererste, die von den alten Menschen gerufen wurde. :smile:

    Das Schlimmste ist, wenn jemand verstirbt. Man muss das abprallen lassen. Da wird trotzdem zur Tagesordnung übergegangen. Gut, aber vorher hat man den Menschen gepflegt, mit ihm gespielt, ihm das Essen gereicht etc. Ich konnte das nicht.

    Und dann war das körperlich sehr sehr anstrengend. Gut, ich komme aus dem ÖD, damit ist das nicht zu vergleichen. ;-) Du musstest 10 Stunden stehen, rumrennen (!), schwer heben. Das ist nichts für mich. Meine Kollegen waren alle mindestens schon bei ihrem 5. Bandscheibenvorfall. :frown: Es gibt gewissen Arbeitsanweisungen, um das aus dem Weg zu gehen-klar. Aber man hat nicht immer Zeit 5 Kollegen zu rufen, wenn man so schon im Verzug ist.

    Ich ziehe meinen Hut vor Menschen, die den Beruf ausüben. Ich glaube, diesen Job muss man mit Leid und Seele machen. Zart beseidete und Leute, die ihre Arbeit mit nach Hause nehmen, für die ist das nichts. Man muss sich körperlich fit fühlen und einen guten Draht und viel Geduld haben.

    Ich habe die Erfahrung für mein Leben mitgenommen und ich bin froh darüber. Ich werde niemals diesen Beruf ausüben, auch wenn ich die nötige Qualifikation dafür habe. Ganz abgeschreckt hat mich der Stundenlohn (man hat mir eine 3/4 Stelle angeboten) für diese Verantwortung und körperlich schwere Arbeit.

    Ich wünsche dir viel Erfolg (Spaß kann ich nicht sagen) für dein Praktikum und hoffe, dass es das Richtige für dich ist!

    Lieben Gruß
     
    #2
    Lysanne, 20 Februar 2008
  3. jasmin03
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
    120
    101
    0
    vergeben und glücklich
    danke für die ANTWORT :smile:
    also ich habe mal ein praktkikum( nicht während des studiums) im schwerstmehrfach behinderten bereich gemacht und das war sehr anstrengend mit der pflege auch.
    also meine studiumskollegen hatten auch mal für ein jahr ein praktikum im altenheim gemacht, aber da wir sozialpädagogik studieren, mussten die keine pflege machen. da geht es ja mehr um pädagogische betreung, deswegen würd ich auch keine pflege machen wollen, weil ich ja keine altenpflege ausbildung mache.


    lg jasmin
     
    #3
    jasmin03, 20 Februar 2008
  4. Lysanne
    Verbringt hier viel Zeit
    3.353
    123
    3
    Verheiratet
    Und was ist dann dein Aufgabengebiet?

    Den alten Menschen die Zeit vertreiben? :ratlos:

    Wenn ich mir mal erlauben darf, ich finde, dein Studium hat so gar nichts mit der Arbeit im Altenheim zutun. Denn die kommunikation nimmt man nur am Rande wahr, es sind zu viele wichtige, lebenserhaltene Aufgaben zutun. :geknickt:

    Trotzdem denke ich, dass wenn du zwar nicht körperlich mir alten Menschen arbeiten musst, musst du schon in mentaler Verfassung sein.

    LG
     
    #4
    Lysanne, 20 Februar 2008
  5. User 78196
    Meistens hier zu finden
    721
    128
    189
    nicht angegeben
    Hallo!

    Ich selbst habe ein Altenheim zwar noch nie von innen gesehen, aber ich kann von den Erfahrungen meines Freundes berichten.

    Er musste im Zuge seiner Ausbildung ein Praktikum im Altenheim machen und es hat ihm überhaupt nicht gefallen. Er hat sich zwar relativ gut mit den Bewohnern verstanden, hatte aber Probleme mit seinen Kollegen und der Arbeit dort. Er meinte, dass ihn die "Todes-Stimmung" so runterziehe und die Tatsache, dass es dort wirklich Menschen gab, die nur noch vor sich hinvegitierten, deprimierte ihn.

    Danach hat er ein Praktikum in einem Behindertenheim gemacht und momentan arbeitet er in einer psychiatrischen Einrichtung für Kinder und Jugendliche. Er sagt, dass es im Altenheim am schlimmsten gewesen sei.
     
    #5
    User 78196, 20 Februar 2008
  6. C++
    C++
    Gast
    0
    Löschen des Acc. ist nicht möglich.
     
    #6
    C++, 20 Februar 2008
  7. jasmin03
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
    120
    101
    0
    vergeben und glücklich
    also wie ich schon sagte habe ich studiumskollegen die dort arbeiten, da unser studium sehr praxisorieniert ist, das hat sehr wohl was mit pädagogik zu tun, sonst würden es ja die dozenten bei uns eher ablehnen , das praktikum dort.
    ja ich dachte eher so an sachen wie: ergotherapie und begleitung zu gesprächen, spazieren gehn, spiele spielen, singen mit ihnen.
    das ist auch schon was. und gerade weil die kommunikation zu kurz kommt,
    sind ja padädagogik studenten als praktikanten da.
    hm also meine mentale verfassung ist gut :smile:
     
    #7
    jasmin03, 20 Februar 2008
  8. simon1986
    simon1986 (30)
    Planet-Liebe Berühmtheit
    6.535
    398
    2.015
    Verlobt
    Ich habe noch als Schüler ein Praktikum in einem Pflegeheim gemacht. Und vieles ähnlich erlebt wir die Andern hier. Ich hätte vor allem auch gern mehr Zeit gehabt für die alten Menschen. Manche hatten so vieles zu erzählen!
    Alte Menschen langsam verlöschen sehen, das ist aber doch weniger hart als mit erleben, wenn ein Kind sterben muss.
    Pflegen fasziniert mich, aber ich sehe meine Zukunft trotzdem nicht unbedingt in der Geriatrie.

    Aber warum für die pädagogische Ausbildung ein Pflegepraktikum? Als Erweiterung des Horizontes schadet es nicht, aber da gibt es doch bessere Varianten!
     
    #8
    simon1986, 20 Februar 2008
  9. User 38570
    Planet-Liebe Berühmtheit
    3.427
    348
    2.472
    offene Beziehung
    Ob ein solches Praktikum hilfreich für Dein Studium ist, kann ich nicht beurteilen. Deinem Post entnehme ich aber, dass da auch das eigene Interesse dahinter stehen.

    Vornweg: Zweifellos gibt es in einigen Altenpflegeheimen in Deutschland Mißstände. Dennoch entstehen die Meisten Vorurteile, Wahrnehmungen und Meinungen aufgrund falscher Vorstellung und fehlendem Hintergrundwissen. Und so Aussagen, wie "ich habe von dem und dem gehört" kann man von vorn herein knicken. Entweder kann man eigene Erfahrungen vorweisen oder eben nicht.

    Was man vornweg wissen sollte, sind einfach ein paar grundlegende Dinge zu unserem Gesundheitssystem, dann kann man die Dinge auch aus einem anderen Blickfeld sehen.

    Grundsätzlich erwarten viele von einem Heim ein Paradies für Senioren. Wie es dazu kommt, ist mir schleierhaft. Ein klassisches Altenpflegeheim - und so sind noch die meisten konzipiert - pflegen und betreuen natürlich zum einen die Menschen in einer sehr entscheidenden und wichtigen, nämlich der letzten Phase des Lebens, zum anderen muss man sich aber deutlich machen, dass nicht nur die Senioren, sondern auch die Heime das letzte Glied in der Kette sind.

    Zu wenig Personal ist nur teilweise richtig, denn die meisten Heimbetreiber stellen - und das müssen sie sogar - das refinanzierte Personal zur Verfügung. Das diese personelle Ausstattung nicht zum Betrieb eines Senioren-Paradieses ausreicht, sollte klar sein. Das ist aber weder Verschulden der direkt in der Pflege tätigen Mitarbeitern, noch trifft - in 95% der Fälle - die Heimbetreiber ein Verschulden daran. Das Problem ist die Politik, die seit 1996 nicht dazu fähig ist, eine vernünftige Pflegereform auf die Beine zu stellen. Oder besser gesagt: Kein Politiker traut sich, mit offenen Karten zu spielen und zuzugeben, dass eine richtige Reform eine deutliche Erhöhung des Sozialversicherungsbeitrages für die Pflegeversicherung bedeuten würde. Alles andere ist nur kurzfristige Symptombekämpfung. Und da keiner in Deutschland noch mehr für die alte Generation von seinem monatlichen Gehalt abgeben will, wird es auch zukünftig eine Grundversorgung bleiben.

    Ich hole deshalb etwas aus, weil das eben entscheidene Punkte sind, die das System bestimmen. Die meisten kennen diese nicht, nämlich die folgenden:
    • Für die reine Betreuung, also genau dass, was alte Menschen besondern brauchen (Gespräche, Einzelbetreuung) zahlt weder die Pflegekasse noch sonst jemand einen Cent.
    • Die zu erbringende Pflege, wird von der Pflegekasse nur teilweise refinanziert. Beispiel: Nach MDK steht einem Pflegebedürftigen der Stufe 3 ein Zeitaufwand von 5 Stunden pro Tag zu. Das Heim bekommt aber von der Pflegekasse nur 2 Stunden davon bezahlt.
    • Ein Pflegeheim kann und will niemals ein zu Hause ersetzen, es ist auf einheitliche Abläufe angewiesen.
    • Als Dienstleistungsunternehmen kann jedoch jeder Bewohner eines Heimes alles bekommen, was er möchte - er müsste es nur selbst bezahlen / können.
    Da kann man jetzt eine Menge Frust schieben, aber das sind die Bedingungen, mit welche JEDE Einrichtung mit Versorgungsvertrag klar kommen muss. Was sich weiterhin auswirkt ist die schlechte Bezahlung normaler Fachkräfte (ca. 2300), was aber auch wiederum eine Folge der Politik ist. Die Pflegekassen zahlen ihre festen Sätze, dementsprechend ist auch das Gehalt wenig.

    Aber zu konkreten Erfahrungen: Ich bin 1997 als Zivi in der Pflege gelandet und wollte dort eigentlich niemals hin. Das ist nun 11 Jahre her und inzwischen bin ich dort Pflegedienstleiter. Entgegen aller negativen Berichte, welche die Bild mal hin und wieder veröffentlicht, kann ich selbst nur Positives berichten:
    • Wer glaubt, dass es in einem Pflegeheim todernst und traurig zugeht, der irrt. Ich kenne kaum einen anderen sozialen Bereich, der mehr Spaß bringt.
    • Die Einschränkungen, die alte Menschen haben, Krankheiten und das Sterben sind Bestandteil unser aller Leben. Das ist weder schlimm, noch müssen alte Menschen bemitleidet werden - es gehört einfach dazu.
    • Die Arbeit mit diesen Menschen verlangt einem physisch (wobei das mit dem schwer heben ein Relikt aus der Urzeit ist) und psychisch sehr viel ab, aber man bekommt auch unheimlich viel zurück.
    Das Ganze ist eine Einstellungssache. Wenn ich negativ an etwas rangehe, wird es nichts. Natürlich gibt es auch noch eine andere Seite, welche man auch bei der Auswahl einer Praktikumsstelle abfragen sollte:
    • Hat die Einrichtung ein extern überprüftes (besser zertifiziertes) QM-System?
    • Hat die Einrichtung eine ordentliche Pflegekennziffer?
    • Wie ist die Ordnung im Bereich der Verwaltung? Das lässt Rückschlüsse auf die Gesamtorganisation zu.
    • Wie viele Mitarbeiter sind in den einzelnen Schichten für wie viele Bewohner in welcher Pflegestufenkonstellation vorhanden?
    • Ist das Haus voll belegt?
    • Wird man durch das gesamte Haus geführt und wird einem Einblick in jeden Bereich gestattet? Eine gute Einrichtung, hat nichts zu verbergen.
    • Welchen Eindruck hat man von den Mitarbeitern, den Bewohnern?
    All das sollte Entscheidungsgründe liefern. Und das Beste ist: Man hospitiert einfach mal 2 Tage, bevor man sich dafür oder dagegen entscheidet.

    Mißstände gibt es, aber die Gründe liegen woanders. Aber man muss berücksichtigen, dass diejenigen, welche negativ berichten, entweder einfach in der falschen Einrichtung gelandet sind oder sie hatten falsche Vorstellungen. Ein Paradies kann man nicht erwarten, aber es gibt kaum einen anderen Bereich, der mit derart knappen Ressourcen Tag für Tag 110% für ein Klientel rausholt, welches von der Gesellschaft am Liebsten abgeschoben wird.

    Vielleicht konnte ich Dir etwas helfen, indem ich hier auch mal ein paar Hintergrundinfos gegeben habe... ;-)
     
    #9
    User 38570, 20 Februar 2008
  10. jasmin03
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
    120
    101
    0
    vergeben und glücklich
    hi simon 1986
    ja das stimmt schon mit bessere varianten aber bei mir ist im ort
    gibts nicht viel alternativen, mein praktkium in der ambulanten erziehungshilfe läuft im august aus, und die können mich nur ein jahr gebrauchen.

    ich habe sonst noch an jugendamt oder gesundheitsamt gedacht.
    aber beim jugentamt hatte ich mich schon 2 mal beworben, da rechne ich die chancen niedrig ein.

    hi firebird 1977
    danke für die ausführlichen infos! :smile:

    lg jasmin
     
    #10
    jasmin03, 20 Februar 2008
  11. C++
    C++
    Gast
    0
    Löschen des Acc. ist nicht möglich.
     
    #11
    C++, 20 Februar 2008
  12. User 75021
    Beiträge füllen Bücher
    8.289
    298
    988
    Verheiratet
    Ich arbeite seit Oktober im Altenheim und überlege dort tatsächlich eine zweite Ausbildung anzufangen, weil es mir riesigen Spaß macht!
    Es ist anstrengend und stressig, aber ich gehe dort voll auf. :smile:
    Liegt wahrscheinlich auch am Pflegepersonal und an der Heimleitung-wir nehmen uns noch die Zeit für unsere Bewohner.
     
    #12
    User 75021, 21 Februar 2008
  13. Rongo Matane
    Verbringt hier viel Zeit
    550
    103
    1
    nicht angegeben
    Ich finds nicht ok, das Studium/den späteren Beruf der TS hier so "runterzuputzen".
    Sicher ist das was du gemacht hast (im Praktikum), das vordergründig wichtige, da die Leute erstmal versorgt sein müssen.
    Aber den emotionalen/seelischen Aspekt so zu ignorieren ist nicht ok. Du sagst ja selbst, dass die Pflegerinnen keine Zeit haben. Gerade deshalb ist es wichtig, dass es auch Leute gibt, die sich um die Gestaltung des Lebens kümmern. Denn leben heißt nicht nur atmen und essen, es besteht aus mehr.

    Die alten Leute wollen auch "etwas zu tun" haben. Es geht doch dort nicht nur darum, dass die Leute weiterleben, sondern auch darum, dass es ihnen gut geht. Und gut kanns ihnen nur gehen, wenn sie auch glücklich sind. Und das werden sie allein dadurch dass sie essen bekommen und gewaschen werden sicher nicht.

    Ich hab da mal eine Doku im TV gesehen. Da hatte der Leiter des Altenheims ein kleines "Event" eingeführt. Da gabs eine Stunde in der Woche, wo die alten Leute (die noch dazu in der Lage waren) "Küchengehilfen" waren. Sie haben eben geholfen. Dadurch, dass sie wieder einen Zweck erfüllten gings ihnen auch besser.
    Dann gabs dann dort noch "Diskussionsrunden", wo jeder Essensvorschläge gemacht hat. Den alten Leuten hat das alles richtig gut gefallen, sie sind regelrecht aufgeblüht.

    Und sowas kann schlecht von Pflegern durchgeführt werden, denn die haben ja schon viel zu tun.

    Versteh mich nicht falsch, ich denke der Beruf des Pflegers ist sehr wichtig und auch wahnsinnig hart. Aber das bedeutet nicht, dass Berufew die nicht so "hart" sind, weniger wichtig/wert sind.
     
    #13
    Rongo Matane, 21 Februar 2008
  14. Lysanne
    Verbringt hier viel Zeit
    3.353
    123
    3
    Verheiratet
    Hallo? Du hast meinen Beitrag mehr als nur missverstanden! Ich wollte lediglich eine Erklärung haben, was das Altenpflegeheim mit einem Studium in Sozialpädagogik zutun hat. Nicht mehr und nicht weniger. Dass du mich jetzt an den Pranger stellst, finde ich nicht ok!

    Ich schiebe das mal auf deine mangelde Erfahrung im Pflegebereich. Leider Gottes sind es genau diese Aufgaben, die mitübernommen werden müssen. Pflege beinhaltet leider nicht nur die Grundpflege, das vergessen wohl einige. Mit den Bewohnern spazieren gehen, singen, vorlesen, Unterhaltungen führen sind genauso Tätigkeiten.

    Jedoch stimme ich gern zu, wenn es Praktikanten gibt, die das übernehmen, dann werden andere Leute dadurch entlastet und können sich vielleicht mehr Zeit für andere Dinge nehmen.

    Wie Firebird1977 schon so schon darlegte, vom Hörensagen oder anderem kann man nicht die Regel daraus schleißen. Schön, wenn es soetwas vereinzelt gibt...

    Du hast keine Ahnung in dieser Hinsicht!
    Natürlich wird das ALLES vom Pflegepersonal durchgeführt. Zustätzlich muss man für jeden Bewohner auch noch eine Dokumentation schreiben, die man meistens auch noch nach Feierabend-in seiner Freizeit-schreibt.

    Versuchst du mir gerade zu erklären, wie ich meine Ausbildung gemacht habe? Ich bitte dich... Wenn du mal in einem Altersheim arbeitest, dann wirst du verstehen, was ich meine. Ich finde es nur schade, dass du so groß redest, mich und meine damalige Erfahrung anzweifelst, wenn du selbst nie in einem Pflegeheim gearbeitest hast. :kopfschue

    Ich kann es kaum glauben, dass man davon ausgeht, dass auf einen Heimbewohner ein Praktikant fällt, der sich den ganzen tag mit der alten Dame/alten Herren unterhält?!

    Jegliche Diskussion mit mir, gern per PN! Wir wollen den Thread nicht kaputt machen. :zwinker:

    LG
     
    #14
    Lysanne, 21 Februar 2008
  15. Koyote
    Koyote (38)
    Verbringt hier viel Zeit
    781
    113
    17
    Verheiratet
    Ich habe das Gefühl dir ist nicht klar wie die Realität in einem Pflegeheim aussieht...
    das Personal schafft es mit Mühe und Not und nur durch unendliches persönliches Engagement das es den bewohnern halbwegs gutgeht.
    Bei dem Personalmangel wird mit Sicherheit kein Pflegeheim jemanden einstellen der sich nur um die "Animation" der Menschen kümmert.
    Ich finde es ja richtig wenn es so wäre, aber es werden noch nicht mal genügend Pflegekräft eingestellt und du glaubst es wird jemand eingestellt der die Menschen hauptamtliche bespasst???

    Bitte verstehe das nicht falsch, ich will nur sagen dass die Realität eine andere ist.
    So leid mir das für die Pflegekräft, die Pädagogen und insbesondere natürlich die Bewohner auch tut.

    Gruß Koyote
     
    #15
    Koyote, 21 Februar 2008
  16. User 27629
    User 27629 (32)
    Meistens hier zu finden
    703
    128
    136
    nicht angegeben
    Hi Lysanne,

    ich bin Altenpflegerin und studiere jetzt auch Soz.päd./Soz.arbeit, daher kann ich dir bissle was dazu sagen.
    Natürlich kann ein Sozialpädagoge/Sozialarbeiter in der Altenarbeit tätig sein. Ist sogar ein zukunftsträchtiges Feld. :zwinker:
    Die Arbeit im Sozialdienst eines Altenheims umfasst beispielsweise Beratungsgespräche mit Angehörigen und Bewohnern, Planung und Gestaltung von Gruppenangeboten, z.B. Gedächtnistraining, Sitztanz, Basteln usw., Aufnahme neuer Bewohner u.v.m.
    Mir persönlich hat die Arbeit im Altenheim (in der Pflege) auch nicht so zugesagt, was nicht an den Menschen lag, sondern an den Bedingungen. Generell find ich die Arbeit mit alten Menschen toll und kann mir gut vorstellen, nach dem Studium in diesem Bereich tätig zu sein.
    Es gibt zum Beispiel noch Seniorenbüros, Bildungseinrichtungen für ältere Menschen, Demenzgruppen, Betreutes Wohnen (...), wo man auch mit dieser Zielgruppe arbeiten kann, wenn es im Heim nicht gefällt. Allerdings ist die Arbeit beim Sozialdienst eines Altenheims sicherlich um einiges erfüllender als in der Pflege. Kannst ja erstmal reinschnuppern und schauen, ob du dir das für länger vorstellen kannst.
     
    #16
    User 27629, 21 Februar 2008
  17. Erwin82
    Erwin82 (34)
    Verbringt hier viel Zeit
    610
    101
    0
    Single
    ich habe zivildienst im altenheim in der pflege gemacht und wurde natürlich nicht zusätzlich eingesetzt sondern nach einiger einarbeitungszeit natürlich als volle pflegekraft. was ich aber auch wollte, irgendwie will man ja auch was schaffen und nicht nur rumgammeln.

    vieles wurde hier schon gesagt, die situation ist nicht gerade toll in den altenheimen. es ist normal dass man morgens mehrere leute parallel abarbeitet, d.h. einen bringst du schonmal aufs klo, während der beschäftigt ist hilfst du einer anderen beim anziehen und auf dem weg zurück zum ersten weckst du den nächsten und sagst ihm dass du in wenigen minuten vorbeikommst und machst ihm schonmal die vorhänge auf. idealerweise merken die allesamt nix davon und denken man würde sich nur um sie kümmern - war bei mir gegen ende der fall, eine frau fragte mich (nicht dement oder so): "oh, sie kümmern sich garnicht um mich alleine?!" als ich sagte dass ich nochmal schnell zu Frau K. müsse, die sei gerade im Badezimmer.
    Das ist eine herausfordernde organisationsaufgabe, ist anstrengend, und vielleicht nicht das was man erwartet, aber nur so schafft man die anstehende arbeit. auch 3 gespräche nebeneinander mit unterbrechungen zu führen ist nicht so einfach, manchmal, wenn die alle soundsoviele kinder haben :smile:

    und der tot gehört zum leben dazu, ich finde nicht dass man da sagen sollte, ich kann damit nicht umgehen. klar, die ersten todesfälle gehen einem näher, aber in seiner eigenen familie muss man sich mit dem thema ja auch irgendwann auseinadersetzen. Hoffentlich nicht mit finalpflege schwer krebskranker, aber auch das lernt man.

    viel wert ist sicherlich ein netter kollegenkreis mit dem man in den pausen notfalls über alles reden kann. und zwar nicht jetzt unbedingt toternst, es ist selten ernst im altenheim, ist meistens sehr lustig. und auch die bewohner sind keine humorlosen wesen. wohl manchmal gewöhnungsbedürftiger humor, aber wenn man die leute kennt ...

    ich würde da nicht arbeiten wollen auf dauer, aber so als zivijob fürn jahr und dann nochmal wieder als ferienjob ist es allemal geeignet und sehr lehrreich
     
    #17
    Erwin82, 21 Februar 2008

jetzt kostenlos registrieren und hier antworten
Die Seite wird geladen...

Ähnliche Fragen - erfahrung altenheim
sumsilein
Off-Topic-Location Forum
17 Juli 2016
26 Antworten
Felicia80
Off-Topic-Location Forum
4 März 2016
29 Antworten
Blue_eye1980
Off-Topic-Location Forum
27 November 2015
12 Antworten
Test