Willkommen auf Planet-Liebe

diskutiere über Liebe, Sex und Leidenschaft und werde Teil einer spannenden Community! :)

jetzt registrieren

erot. massage *träum*

Dieses Thema im Forum "Stellungstipps, Sex & Co." wurde erstellt von Benjamin:Blümchen, 2 Juni 2002.

  1. Einleitung

    Massiert zu werden, ist doch etwas sehr Schönes:

    verwöhnt, durchgeknetet, gestreichelt zu werden,

    dich zu entspannen, es dir gut gehen zu lassen,

    und das ohne spätere Reue

    (Kater am nächsten Morgen,

    zu viele Pfunde auf der Waage,

    Loch im Portemonnaie).

    Aber warum bekommst du das so selten?

    Dafür gibt es sicher mehrere Gründe.

    "Ich weiß nicht, wie das geht" oder "Das kann ich nicht".

    Wenn du dich mit dem Thema Massage auseinandersetzen willst, dann gibt dir dieser Text vielleicht Anregungen.

    Du kannst ihn aber auch gerne erweitern

    und an andere Leute weitergeben..

    Auch wenn du in manchen Dingen anderer Meinung bist oder vieles schon kennst, kannst du dir sicherlich in einigen Bereichen interessante Anregungen holen. Die Beschreibungen sollen dir helfen, praktische Erfahrungen, die du in einem meiner Kurse oder anderswo gemacht hast, besser erinnern zu können bzw. Hintergründe und technische Aspekte, die nicht angesprochen wurden, zu verstehen. Die Entspannungsübungen und Massagen kannst du einfach nur zum Wohlbefinden, aber auch in der therapeutischen Arbeit zur Lockerung des Muskelpanzers, zur Hilfe beim "Loslassen" anwenden.



    Fragen

    Was soll ich mit Technik bei einer gefühlvollen Massage ? Ich massiere immer aus dem Bauch heraus.

    Laß dich nicht davon abbringen, trotzdem kann es gerade für Anfänger sinnvoll sein, einige Hintergründe zu erfahren. Nimm das, was du noch gebrauchen kannst,den Rest kannst du getrost ignorieren.

    Ich weiß nicht, wie das geht.

    Hab keine Angst davor, auch wenn du am Anfang stehst gehe nach deinem Gefühl. Schau Dir Deinen Partner an, laß Deine Hände über seinen Körper gleiten ohne großen Anspruch, vielleicht minutenlang, irgendwann geht es von selbst. Achte vor allem auf die Atmung. Viele massieren nicht oder zu vorsichtig, aus Angst, ihren Partner zu verletzen, oder einfach aus Unsicherheit, was sie machen sollen. Deshalb für den Anfang einige Griffe, Grundlagen und Hintergründe.

    Technik und Gefühl- wie paßt das zusammen ?

    Es geht nicht darum, die Griffe möglichst perfekt auszuführen. Sie sollen nur eine Hilfestellung für den Anfang geben. Wende sie an oder erfinde neue, deiner Kreativität sind da keine Grenzen gesetzt. Fühlen läßt sich nicht lernen? Jeder Mensch ist schon lange vor der Geburt ein Wesen das fühlt. Gerade in den ersten Lebensjahren läuft die Mehrzahl der Wahrnehmungen über die Gefühlsebene. Das Verstehen ist eine moderne Erfindung der Evolution und entwickelt sich beim Menschen erst mit der Zeit, eigentlich als Hilfe, als Weiterentwicklung. In unserer Gesellschaft versuchen wir uns aber von unseren minder entwickelten Vorfahren abzugrenzen und heben das rationale Denken über Gebühr in den Himmel, grenzen damit wertvolle Fähigkeiten die uns immer noch zur Verfügung stehen, aus. Diese vergessenen und wegtrainierten Anteile lassen sich aber wieder entdecken. Gefühle wieder zu zu lassen, sie zu sensibilisieren, auf deinen Bauch zu hören. Gib deinem Unterbewußtsein die Möglichkeit, Erfahrungen zu machen und Gemachte einzubringen. Dein Gefühl ist ein Teil von dir, und greift wie dein Kopf auf deinen Bauch, auch auf deine Lernerfahrungen zurück. Mit etwas Routine denkst du nicht mehr nach, sondern massierst frei aus dem Bauch heraus und dein Partner wird es dir danken.

    Ist das auch richtig, was ich da mache?

    Du bist nicht in der Schule, es kommt auch nicht darauf an, etwas möglichst korrekt auszuführen. Du machst keine medizinische Massage. Somit kannst du individuell auf deinen Partner eingehen, einfach machen was dir einfällt. Wenn der erste Seufzer kommt, die Atmung tiefer wird, liegst du wohl richtig.

    Diese Anleitung soll eine Hilfestellung geben, eine sanfte, gefühlvolle Massage durchführen zu können.

    Vorbereitung:

    Ist dein Partner gesund ?

    Bei Blutdruck-, Kreislaufproblemen, frischen Operationen, Gelenkproblemen, Bandscheibenvorfällen, Thrombosen, Knochenerkrankungen, psychischer Labilität, Nervenentzündungen, Infektionskrankheiten, Thrombosen besser nicht massieren, bzw. einen Arzt befragen

    Eine bequeme Unterlage vorbereiten

    (Decke, Isomatte nicht zu dick oder weich (keine Matratze bei druckintensiven Massagen).

    Es geht nicht um Leistungssport, sondern um uneingeschränktes Wohlbefinden, dein Partner ist kein Jogi, gönne auch seiner Wirbelsäule Entspannung. Achte darauf, daß er wirklich bequem liegt, lege bei einem Hohlkreuz ein Kissen oder eine Decke unter den unteren Rücken bzw. unter den Bauch. Wenn dein Partner auf dem Rücken liegt, lege auch etwas unter die Kniekehlen bzw. unter die Füße, je nach Geschmack. Probiere es doch mal mit einer weichen Unterlage unter den Handgelenken. Auch wenn es komisch aussieht, die stabile Seitenlage (auch für Schwangere oder bei Schmerzen in der Rückenlage) aus dem Erste Hilfe Kurs ist äußerst bequem, auch hinterher zum wieder ankommen nach der Massage. Ausprobieren und individuell anpassen.

    Flasche oder Schale Öl bereitstellen

    (Schale kann leicht umgeworfen werden, Flasche verlangt etwas Geschick)

    Musik nach Geschmack (kann bei Traumreisen ablenken)

    Der Raum sollte gut gewärmt sein

    (Dein Partner ist nur mäßig bekleidet, wird sich sehr entspannen und leistet keine eigene physische Arbeit). Gedämpftes Licht, Kerzen, Duftlampe.

    Sorge dafür, daß du die Massage ohne äußere Störungen durchführen kannst. (Telefon, Anrufbeantworter, Kinder, Partner. Wirklich keine Termine in der nächsten Stunde, Gedanken frei, fahre diese Zeit symbolisch in den Urlaub). Wirst du wirklich alle Störungen von außen ignorieren. Wähle auch einen möglichst ruhigen Raum.

    Wie geht es dir ?

    Willst du wirklich etwas geben ?

    "Nein" Wer hat das gesagt? "Knurr"

    Fühlst du dich wohl ?

    Sind deine Gedanken frei für die "Begleitung" ?

    Hast du für dich gesorgt (Sitzposition, Unterlage)?

    Ist deine Kleidung bequem ?

    Nur wenn es dir auch wirklich gut geht, kannst du entsprechendes vermitteln.

    (Deine Verspannungen und Gefühle würden sich übertragen).

    Das soll keine Erklärung sein, warum es nicht geht, sondern zum Nachdenken anregen.



    Sicherheit

    Vielleicht hast du auch schon mal gehört, daß man beim Massieren eine ganze Menge Schaden anrichten bzw. Verletzungen zufügen kannst und das Massagen deshalb nur von entsprechend ausgebildeten Menschen ausgeführt werden dürfen. Vielleicht hast du auch Angst, deinen Partner zu verletzen oder selbst verletzt zu werden. Deine Sorgen sind durchaus nicht unbegründet. Die Natur hat zwar gut vorgesorgt, die entsprechenden Stellen sind recht gut geschützt (du hast ja schließlich auf dieser recht gefährlichen Welt ohne schwere Verletzungen überlebt). Es ist aber durchaus möglich, einem Menschen mit wenig Kraft erhebliche Verletzungen zuzufügen (Nieren, Wirbelsäule, Augen). Normalerweise reicht dein normales Umgangsverhalten aus, um dieses auszuschließen (du hast täglich körperlichen Kontakt mit Menschen ohne sie zu verletzen). Du würdest ja auch niemandem so kräftig die Hand drücken, daß die Knochen brechen, oder deinem Freund einen freundschaftlichen Schlag auf die Nase geben.

    Gehe davon aus, daß du dich normalerweise darauf verlassen kannst, daß du nichts anrichtest, wenn du nur etwas machst, wozu du das Gefühl hast, es ist in Ordnung. Wenn Du langsam genug bist, gibst du deinem Partner die Gelegenheit dich zu stoppen. Bist du unsicher ob etwas geht oder ob es zu kräftig ist, frage nach oder lasse es lieber.

    Ich gehe davon aus, daß du ein normales Verantwortungsgefühl und allgemein zu erwartende Kenntnisse der menschlichen Anatomie hast.

    Auf Besonderheiten weise ich im Text noch hin.

    Vorsicht: Wirbelsäule, Nieren, Gesicht, Hals, Bauch, Augen.

    Ich hoffe, ich habe dich jetzt nicht abgeschreckt, eigentlich ist es ganz einfach und du brauchst dir auch kaum Gedanken zu machen.

    Das ÖL

    Das Öl dient in erster Linie als Gleitmittel.

    Verwende am Anfang wenig Öl, gerade bei klassischen Griffen wird die Haut so glatt, daß du abrutschst und den Muskel nicht mehr zu fassen bekommst.

    (Du kannst jederzeit nachholen, zuviel Öl wirst du nur schlecht wieder los.)

    Verwenden kannst du jedes pflanzliche Öl

    (z.B. Jojoba, Erdnuß, Olivenöl, Weizenöl, und alle anderen pflanzlichen Öle, oder sehr gut geeignet Babyöl, verschiedene Öle aus dem Bioladen oder von Veleda. Spinnrad, Bodyshop).

    Etwas besonderes wäre z. B. Avocadoöl, Jojoba oder Nußöl.

    Im Rahmen der Aromatherapie oder einfach weil es angenehm duftet, kannst du ätherische Öle beimengen.

    (Vorsichtig anfangen, eher wenig Duft nehmen. Nicht zuviel ansetzen, die Öle und die Aromen altern).

    Die im Handel angebotenen Öle sind im allgemeinen sehr teuer und enthalten oft Mineralöle. Alternativ, z.B. bei Allergien, kannst du auch Puder verwenden.

    Ein Rezept :

    85 ml Öl + insgesamt 5 ml ätherische Öle

    (Lavendel, Geranium, Ylang, Rosenöl, Jasminöl.

    Das Rosenöl ist sehr teuer und nicht unbedingt nötig)

    Von Jean Pütz (WDR Hobbythek)

    Oder von Thomas Holtbrügge jeweils für 100 ml.

    4 Tropfen Rosmarin, 4Tr. Fenchel, 6Tr. Lavendel

    4Tr. Sandelholz, 4Tr. Geranium, 6Tr. Ylang Ylang

    3Tr. Muskatelsalbei, 4Tr. Geranium, 6Tr. Ylang Ylang,

    6Tr. Rose, 7Tr. Rosenholz, 3Tr. Vetiver

    Der Muskel

    Muskeln haben nicht nur die Aufgabe, Gewichte zu stemmen. Sie dienen auch zur Abstützung, zum Schutz verletzter oder zu schwacher Teile deines Körpers. Unverarbeitete psychische Probleme werden oft in Muskelverspannungen "erinnert". (Der Muskelpanzer beschützt dich vor "unerträglichen", unverarbeiteten Erinnerungen, Erfahrungen). Gehe mit ihm vorsichtig und respektvoll um. Ein verspannter Muskel ist nicht unbedingt ein Fehler der Natur. Die Anspannung hat oder hatte zumindest irgendwann einen positiven Sinn. Arbeite nicht gegen den Muskel. Wenn du einfach nur kräftig drückst und knetest tut es nur weh. Auch wenn Du zu kräftig arbeitest, schützt der Muskel sich durch Anspannen vor einer Verletzung und Du erreichst das Gegenteil von dem was Du eigentlich erreichen wolltest. Du willst deinem Partner doch etwas Gutes tun. Eine fließende, mitgehende Massage ist das Maß der Dinge. Mache dir aber keinen Streß. Das Fließende kommt mit der Übung. Dein Partner wird sich sicherlich gerne zur Verfügung stellen. Hilf, eine Entspannung der Muskulatur herbeizuführen.

    Versuche nicht über Anspannungen wegzugehen, massiere dann lieber "weich", langsam mit ganz leichtem Druck, so daß es nicht weh tut, (oder lasse Deine Hände einfach eine Zeit auf den verspannten Stellen liegen), dafür lieber länger, zeige dem Muskel das er dir "vertrauen kann. (Ausnahmen können sein z.B. Psychotherapie, oder wenn dein Partner dieses ausdrücklich wünscht).

    Ansonsten sind Muskeln sehr belastbar, eine Verletzung ist eher unwahrscheinlich. Du kannst also auf Wunsch deines Partners auch mal kräftiger zugreifen.

    (Vorsicht an der Wirbelsäule, an den Nieren und im Gesicht).

    Gefühle

    Es kann vorkommen, daß die Massage Trauergefühle und oder andere emotionale Reaktionen bei deinem Partner auslöst. Du bist nicht der Verursacher oder Schuldige, sondern hast durch deine Berührungen und Interventionen alte verdrängte Erinnerungen und Gefühle wachgerufen, die in dem nun sicheren und beschützenden Rahmen zugelassen werden können. (Auch ein Zeichen großen Vertrauens und Nähe).Das ist nicht unbedingt besorgniserregend. Reagiere besonnen, achte darauf, daß du zuhörst, gib keine Tips oder gut gemeinte Ratschläge, reagiere zurückhaltend, frage nach, was passiert, ob du etwas für ihn tun kannst, vertiefe nicht das Geschehen. Du hilfst am besten, wenn du einfach mit dir selbst da bist. Achte auf deine Grenzen. (Wenn du mit dieser Arbeit vertraut bist, kannst du natürlich individuell reagieren, beachte aber das eigentliche Ziel eures Treffens).



    Die Haut Der erste Kontakt .

    Die Massage ist ein Kontakt auf sehr intimer Ebene, du nimmst über die Haut einen der ersten Kontakte in deinem Leben war. Stell dir vor, was es für dich als frisch geborenes Baby bedeutet hat, den Hautkontakt zu deiner Mutter zu spüren. Eine gefühlvolle Massage kann ähnliche Gefühle in deinem Partner anrühren. Die Haut ist die letzte Grenze gegenüber der Außenwelt. Beachte die Intimsphäre deines Partners.

    Die Hände

    Wärme deine Hände an (z.B. durch Reiben).

    Sind deine fingernägel kurz ?

    Bist du dir deiner Hände bewußt?

    Wie fühlen sie sich an ?

    Hast du sie dir schon mal ganz genau angeschaut ?

    Eine kleine Meditation zur Vorbereitung:



    Mache es dir bequem,

    so daß du einige Minuten entspannt sitzen kannst.

    Komme zu dir, beruhige dich,

    lasse dich in der Situation ankommen.

    Stell dir vor, daß du durch den Mund einatmest,

    durch die Luftröhre bis in den Bauch.

    Du kannst dir dabei vorstellen,

    daß die Luft eine goldene Farbe hat, wie Sonnenlicht,

    und sich in deinem Bauch sammelt,

    beim Ausatmen durch deine Arme in die Hände

    und aus ihnen in den Körper deines Partners strömt.

    (Wenn du noch keinen Kontakt hast,

    strömt die Luft aus deinen Händen).

    Auch während der Massage kannst du an Stellen,

    die du für "bedürftig" hältst, innehalten

    und in deine Hände atmen.

    Eine besonders angenehme Aufmerksamkeit ist,

    deine Hände kräftig gegeneinander zu reiben,

    bis sie heiß werden (Vorsicht, du kannst dir dabei Verbrennungen zuziehen) und sie dann schnell auf "bedürftige" Stellen am Körper deines Partners legen,

    lasse sie dort einige Zeit liegen,

    vielleicht spürst Du was gut ist.

    Die Kraft

    Nutze dein Gewicht, bei kräftigen Griffen schiebe aus der Schulter über deinen Arm.

    Wechsle die Griffe so häufig, daß du Dich nicht erschöpfst.

    Nutze Hebelkräfte, es soll nicht schön aussehen, sondern schön sein. Verändere Deine Sitzposition, so daß Du nicht ermüdest. Lasse Deiner Kreativität freien Raum. Füße, Knie, Ellbogen benutzen. Wie könnte es noch gehen?



    Der Anfang

    Du hast deinem Partner eine Reise ins Reich der Entspannung, des Wohlfühlens und des Nichts-Leisten-Müssens versprochen. Du erklärst, daß er nichts mehr tun muß, weder die Schulter heben, noch dich sonstwie unterstützen. (Darauf achten, daß er das auch nicht tut, wenn doch, wiederhole die Bewegung, noch mal und noch langsamer.) Das einzige was der Partner zu tun hat, ist sofort darauf hinzuweisen wenn etwas unangenehm, zu kräftig oder schmerzhaft ist. Natürlich kann und sollte etwas sehr Angenehmes wiederholt oder verlängert werden. Die Griffe sollen fließend ineinander übergehen, dein Partner soll das Gefühl haben, daß die Massage aus einer einzigen Streichung besteht. Wie gesagt: Am Anfang klappt das vielleicht noch nicht. Er begibt sich im Idealfall in einen Zustand großer Offenheit, aber auch Verletzlichkeit. Er sollte das Gefühl haben, sich völlig fallen lassen zu können, jegliche Kontrolle über sich abgeben zu dürfen, vollstes Vertrauen zu dir zu haben Sprich vorher kurz darüber was erwartet, gewünscht wird oder ob Ängste bestehen. Wärme deine Hände an, nimm erst wenig Öl und verreibe es in deinen Händen

    Die erste Berührung sollte sehr vorsichtig geschehen.

    Sprich deinen Partner vorher an.

    Wenn du deinen Partner einmal angefaßt hast, halte während der ganzen Zeit Kontakt.

    Auch zum Ölnachnehmen, Positionswechsel oder dem Ausziehen von Kleidungsstücken. Wenn du doch einmal loslassen mußt, teile das vorher mit.

    Das auch nur sekundenlange Loslassen kann zu einem Gefühl der Verlassenheit führen, was bei einer tiefgehenden Massage sehr verletzend sein kann. Dein Partner bewegt sich eventuell auf einer Ebene tiefsten Vertrauens, was dem Gefühl eines Kleinkindes in den Armen der Mutter nahesteht. In dieser Situation plötzlich verlassen zu werden, kann auf der Gefühlsebene spontan Angst auslösen. Bis der Kopf erklärt hat, daß es gleich weitergeht, können Schutzreaktionen eingetreten sein, die eine Tiefenentspannung verhindern.

    Jetzt geht es los.

    Du hast dich entschieden, mit welchem Körperteil du anfangen willst. Es gibt da viele Ansichten, wo, wie, in welche Richtung vorgegangen werden sollte.

    (Bei der biodynamischen Massage (Boysen) z.B. immer von oben nach unten), Grundsätzlich gilt:

    Meistens vom Kopf weg (z.B. bei der Rückenmassage) und in Richtung des Herzens massieren (beim Rest).Am einfachsten gehst du nach deinem Gefühl und danach was für dich am angenehmsten war. Du solltest möglichst alles was du tust auch schon mal selbst am eigenen Körper erlebt haben, nur so bekommst du einen Eindruck davon, was du da machst und wie es sich anfühlt. Bedenke, daß andere Menschen ganz anders empfinden könnten als du. Frage nach ob es gut ist, etwas lockerer oder kräftiger, vielleicht noch mal oder etwas was er schon einmal woanders bekommen hat. Das Nachfragen ist wichtig, wenn Dein Partner dort liegt möchte er eigentlich, daß du ohne Worte alles so machst wie er es sich erträumen würde. Daß das nicht ganz so klappt ist klar. Frage deshalb beständig nach, manche Menschen sind so höflich, daß sie lieber aushalten und erst bei mehrfachen Nachfragen Ihre eigentlichen Wünsche äußern. (Woher ich das wohl weiß ?)

    Du beginnst mit einer Ausstreichung. Der Sinn liegt in der Kontaktaufnahme und dem Kennenlernen des Körpers. Mit sanften Streichungen deiner Hände über die Körperteile, die du in der nächsten Zeit bearbeiten willst, führst du dich ein, verteilst das Öl, bemerkst, das du zuviel genommen hast, dir kommen Ideen, du spürst Verspannungen und Besonderheiten. (Die ungewöhnlichen Knochen sind Verspannungen).Dieses kann ruhig ein paar Minuten dauern, lasse dir Zeit, gehe ganz nach deinem Gefühl.



    Meditative Massage

    Bei dieser Form der Massage gehst du ganz nach deinem Gefühl. Lasse deinen Partner sich bequem hinlegen, warte bis er sich beruhigt hat und in der neuen Situation sicher angekommen ist.

    Schaue dir den Körper deines Partners an und laß dir ein Gefühl dafür kommen, was du für diesen Menschen tun kannst. Bist du mit deinen Gedanken bei ihm ? Sei nicht verkrampft, lasse deinem Gefühl Zeit. Beobachte dein Gegenüber: Wie ist die Atmung, löst dieser Körper Gefühle, Bilder in dir aus?

    Hast du Lust, ihn irgendwo zu unterstützen, zu berühren, siehst du irgendwo Bedürfnisse ?

    An der Atmung kannst du sehr gut erkennen, wo sich dein Partner gerade befindet und was die Berührungen auslösen. Wenn du ein klares Gefühl hast, brauchst du keine Angst zu haben, etwas falsch zu machen. Solltest du unsicher sein, halte inne. Bist du noch bei deinem Partner ? Geht es dir noch gut ?

    Wird es auch nicht zuviel? Was hättest du wohl gerne ? Kommen jetzt Gefühle ? Lasse deine Hände ruhig länger auf einer Stelle ruhen. Es widerspricht dem Wesen der intuitiven Massage nicht, Griffe aus der klassischen Massage einzubringen.Überlege dir, was du erreichen möchtest und wie du dahin kommen kannst.

    Klassische Griffe

    Ganz kurz; die kann ich einfach nicht erklären (eine mit mir befreundete Masseurin konnte das auch nicht). Am besten läßt du sie dir mal zeigen. Nochmals zur Sicherheit, auf und direkt neben der Wirbelsäule nicht massieren, kein starker Druck auf den Nieren (keine Friktion s.u.), im Gesicht ganz vorsichtig, die Muskulatur ist nicht an den Knochen aufgehängt.
    #

    Knetung

    Bei der Knetung machst du es genauso wie beim Teig kneten. Hast du das noch nicht, dann wird’s aber Zeit, also 500g Mehl, etwas Salz, Wasser, ähhhh ??? Ach ja, auffällig ist, daß du nur mit dem Handballen arbeitest, probiere es am besten mal aus, z.B. an deinem eigenen Oberschenkel, der Muskel rollt sich unter deinem Handballen weg. Wie gesagt, daß kann ich nur zeigen, nicht erklären.
    #

    Walkung

    Noch schwieriger zu erklären.

    Du arbeitest mit beiden Händen,

    mit den Fingern der einen Hand ziehst du den Muskel,

    mit Daumen und Handballen hältst du gegen.

    Das ist ein statischer Griff, achte am Anfang darauf, daß du

    auf der gleichen Stelle bleibst und nicht über die Haut rutschst. Wenn du das öfter gemacht hast, wird die Bewegung trotzdem fließend.

    Mache dir keinen Streß, bei meinem ersten Kurs habe ich auch gedacht, "das blicke ich nie

    ".

    Friktion

    Schulter

    Lege eine Hand unter eine Schulter, warte,

    hebe die Schulter ganz langsam an,

    halte sie ruhig, dreißig Sekunden oder nach Gefühl,

    bewege sie dann ganz langsam auf und ab,

    immer nur bis zu zwei bis drei Zentimeter über dem Boden.

    Wenn die Muskulatur versucht zu übernehmen,

    bewege die Schulter mehrfach langsam über diese Stelle,

    dann willkürlich die Richtung wechselnd.

    Das vegetative Nervensystem lernt.

    Es akzeptiert irgendwann die neue Erfahrung

    (Ich muß nicht pauschal arbeiten)

    Der Muskel entspannt sich.

    Lege sie dann vorsichtig ab, Warte (Atmung !).---------------

    (Wenn du sie ablegst und sie hängt noch in der Luft, drücke sie sanft zum Boden.)

    Hebe die Schulter wieder an, benutze den Arm als Hebel

    und Griff zu Hilfe und bewege die Schulter

    im Rahmen ihrer Möglichkeiten, vorsichtig,

    immer etwas weniger als du meinst was möglich wäre.

    Probiere aus, was du alles mit dieser Schulter tun kannst:

    Wohin kannst du sie bewegen, heben, senken, ziehen, drücken?

    Ziehe bzw. drücke die Schulter soweit es geht (vorsichtig) und warte ein paar Sekunden. Lege sie wieder ab. ...............

    Ziehe die Schulter am Arm hoch,

    so daß sie sich vom Boden abhebt,

    Mit einer Hand die Schulter anheben,

    bewege den Arm, so daß die Schulter mitschwingt,

    vorsichtig hin und her, ziehe die Schulter vorsichtig nach oben,

    aus dem Gelenk, hebe und senke sie.

    Lege den Arm wieder vorsichtig ab.

    Das ganze natürlich mit beiden Schultern nacheinander.

    Kopf, Nacken

    Umgreife mit beiden Händen vorsichtig den Hinterkopf, warte---hebe ihn langsam an, warte --------,

    hebe ihn weiter, nach oben und in Richtung Brustkorb,

    soweit es leicht geht,

    beim Herunterlassen kannst du mit einer Hand

    den Nacken stützen, so daß der Kopf etwas nach hinten fällt,

    komme wieder zurück,

    halte den Kopf einige Zentimeter über dem Boden, warte --------, drehe ihn dann vorsichtig ganz langsam zur Seite,

    (der Kopf ist in der Luft),

    etwa zwei Drittel von dem was möglich wäre,

    auf jeden Fall nur bis zum ersten Widerstand

    (der kann ganz leicht sein), warte ------.

    Bewege ihn wieder zurück, in die Mittelstellung, warte ------, Wiederhole das Ganze zwei- bis dreimal,

    drehe den Kopf dann zur anderen Seite,

    das Gleiche noch mal

    (zwei bis drei mal, zwei drittel des möglichen).

    Bewege den Kopf wieder ganz langsam zur ersten Seite,

    aber jetzt soweit es geht (nicht mit Gewalt),

    das Gleiche zur anderen Seite.

    Ziehe noch mal den Kopf vom Körper weg.

    Zum Schluß hebst du den Kopf noch in Richtung Brustkorb,

    die eine Hand im Nacken

    und legst ihn dann vorsichtig ab.



    Der Schluß

    Eine Massage sollte immer mit einer Ausstreichung enden. Ziehe vorsichtig die Haare aus (als ob du etwas abstreifen würdest). Schüttel Deine Hände danach aus, von dir weg. Streiche Deinen Partner mit den Fingerspitzen vom Kopf bis zu den Füßen ab. Vergiß die Arme nicht. Ziehe vorsichtig die Finger und die Zehen ab. Fällt dir noch etwas ein ? Decke Deinen Partner (langsam, der Luftzug ist unangenehm kalt) warm zu und bitte Ihn wirklich noch etwas liegen zu bleiben, zu genießen. Frage noch mal nach ob du etwas für Ihn tun kannst. Verabschiede dich von Ihm.
     
    #1
    Benjamin:Blümchen, 2 Juni 2002
    • Danke (import) Danke (import) x 1
  2. schlumpfie20
    0
    Wenn auch sehr lang aber ich finde es richtig gut. Sorry die Neugier machst du so etwas beruflich oder woher hast du das?
    Zur Zeit bekomme ich Krankengym. und da ist Lymphdrainage und Massage mit bei, es ist einfach nur himmlisch.

    so long
    Claudia:engel:
     
    #2
    schlumpfie20, 2 Juni 2002
    • Danke (import) Danke (import) x 1
  3. nee sind diverse texte aus dem internet, alle zusammengefasst.
     
    #3
    Benjamin:Blümchen, 3 Juni 2002
    • Danke (import) Danke (import) x 2
  4. hey lest oder druckt es, lohnt sich!!!!!!!
     
    #4
    Benjamin:Blümchen, 6 Juni 2002
  5. Rapunzel
    Rapunzel (33)
    Sehr bekannt hier
    5.723
    171
    1
    Verheiratet
    Ich finde, dass sich das toll anhört, weil ich es ja eh so liebe massiert zu werden. Aber selber massieren tu ich ihn nicxht, weil ich nicht so recht weiss, wie, aber nun werd ich mir den text ausdrucken und ein paar mal lesen und es dann so machen und hoffen, dass er es genasuo geniesst wie ich es, wenn er mich massiert :smile: :smile: :smile:
     
    #5
    Rapunzel, 6 Juni 2002

jetzt kostenlos registrieren und hier antworten
Die Seite wird geladen...

Ähnliche Fragen - erot massage *träum*
ProxySurfer
Stellungstipps, Sex & Co. Forum
5 Januar 2013
4 Antworten
ShootingStar
Stellungstipps, Sex & Co. Forum
20 Juni 2008
9 Antworten
Lorelai33
Stellungstipps, Sex & Co. Forum
26 Mai 2007
13 Antworten