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Erstes echtes Problem...

Dieses Thema im Forum "Beziehung & Partnerschaft" wurde erstellt von Inspector, 15 Oktober 2007.

  1. Inspector
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    Für mich ein ungemein langer Post, aber das Thema ist für mich auch ungemein wichtig und das muss jetzt mal raus!

    Bin mit meiner Freundin nun gut 2 Monate zusammen und abgesehen von 2 kleinen Streitigkeiten (ein mal, weil ich einfach manchmal nen Knall hab :zwinker:, ein mal wegen nem Missverständnis) gabs bisher keinerlei Reibereien.

    Jetzt hat sie mir aber gestern eröffnet, dass sie im Moment (und wohl auch noch die nächsten 2-2,5 Jahre) ein Medikament nehmen muss, was als Nebenwirkung sehr häufig Unlust und die Unfähigkeit zum Orgasmus zu kommen aufweist.

    Ersteres (also Unlust) ist bei ihr z.G. absolut nicht der Fall, sie wird wenn wir zusammen sind wird sie ziemlich schnell heiß und auch entsprechend feucht :grin: (und das ist schon mal ein Segen, denn sonst wärs wirklich ein Hammer-Prob für mich). Mit dem Orgasmus allerdings klappts nicht. Ihr war das eigtl. klar, da sie das Medikament auch schon vor unserer Zeit genommen hat und da schon festgestellt hat, dass sie sich nicht mal mehr selber zum Höhepunkt bringen kann, obwohl ihr das nach eigener Aussage vorher ziemlich leicht gefallen ist und es sogar ziemlich schnell ging.

    Nachdem sie gestern (mal wieder) nicht gekommen ist und ich den enttäuschten Blick in ihren Augen gesehen habe, hab ich halt auch entsprechend enttäuscht geschaut und sie fragte, ob das für mich jetzt schlimm wäre, was ich sofort und ehrlicherweise bejaht habe. Dann hat sie erst n bisschen rumgeiert, sie wisse auch nicht, worans liegt, ich würde das so geil machen und sie sei auch vollkommen entspannt, etc... Als ich dann aber eingeworfen habe, dass es dann wohl doch an mir liegt, ging die Diskussion los und sie meinte immer wieder "nein, es liegt an mir, ich weiß es", während ich dagegen hielt, dass sie das doch gar nicht wissen könne. Irgendwann hat sie dann nen tierischen Heulkrampf bekommen und am ganzen Körper gezittert, ich war richtig geschockt. Grund für diesen "Anfall" war, dass es ihr schwer gefallen ist, über eben dieses Thema zu Reden, weil sie zum einen dachte, dass ich deswegen ggf. sogar die Beziehung in Frage stellen könnte, zum anderen ihre Krankheit, weswegen sie die Medikamente nimmt nur ihren Eltern bekannt ist (sie hat das seit 9 Jahren und nicht mal Bruder, beste Freundin oder sonstwer wissen davon) und sie schließlich halt ohnehin seit Wochen schon in nem inneren Konflikt ist, ob sie das Medikament nicht absetzen soll.

    Hab ihr dann natürlich sofort versichert, dass sie sich keine Gedanken machen muss, weil ich sie nicht wegen so etwas verlassen würde und hab ihr (was ich auch absolut ernst meine) auch versichert, dass ich selbst dann mit ihr zusammen wäre / bleiben würde, wenn sie die Haltung "Kein Sex vor der Ehe" aufweisen würde. Sprich wenn ich diese Beziehung sogar ganz ohne Sex führen könnte, dann doch erst Recht so... Das entspricht auch absolut meiner Überzeugung.

    Zudem hab ich ihr aber auch dringend davon abgeraten jetzt irgendwas an der Medikamenteinnahme zu ändern. Sie will dennoch ihren Arzt konsultieren. Fragen kann man, aber ich halte es für falsch, zumal das Medikament ansonsten (zumindest bei ihr) keine Nebenwirkungen zeigt und sie fast ein Jahrzehnt gebraucht hat, die richtige Medizin zu finden und somit ihr Problem (das Medikament ist gegen Angstzustände / Platzangst) und ihren Alltag in den Griff zu bekommen. Denke daher auch, der Arzt wird dringend von einem Umstieg auf ein anderes Mittel abraten.

    Dennoch scheine ich das Problem für mich etwas verharmlost zu haben, als ich sagte, für mich wäre es kein Problem solange es für sie kein Problem wäre. Bin nämlich heute Morgen aufgewacht und habe festgestellt, dass ich jetzt auf einmal totale Unlust auf sexuelle Aktivitäten mit ihr habe. Hängt wie ne dunkle WOlke da drüber. Kanns nicht genau greifen, warum das jetzt so ist, aber ich denk mir halt immer, dass es für sie doch frustrierend sein muss, immer mega geil gemacht zu werden und nah an den Höhepunkt zu kommen und dann doch wieder "fallen gelassen" zu werden und wenn es ihr dann so geht, dann hab ich auch keine Lust und z.T. sogar ein schlechtes Gewissen, weil ich am Ende immer meinen Orgasmus genieße. Von ihr kam natürlich das übliche Blahblah von wegen, dass es auch so für sie wunderschön und toll wäre, sie die Intimität die wir teilen sehr schätzt und halt nur das Tüpfelchen auf dem "i" fehlen würde. Klar, glaub ich ihr und ich merk ja auch immer, dass sie ziemlich abgeht und größten Spaß hat, aber dennoch. Es belastet mich. Und gestern Abend hats mich sogar so sehr belastet, dass "er" nur noch stand, wenn sie ihn oral stimuliert hat. Sobald sie aufgehört hat ist er wieder klein geworden... Denke, dass war schon ein Zeichen der Unlust bei mir. Oh man, war alles so toll, auch grade im Bett bisher. Das sie noch keinen Orgasmus hatte hab ich einfach ner Lernphase zugeschrieben und dachte wirklich, das kriegen wir schon, weil wir total toll harmonieren, die Kommunikation super stimmt und wir uns beide absolut fallen lassen können. Und jetzt sowas...

    Wie soll ich jetzt damit umgehen? Und soll ich ihr (nachdem ich gestern sagte, es wäre kein Prob) erzählen, wie es mir heute Morgen geht / ich heute Morgen denke? Hab halt nur Angst, dass sie dann Druck empfindet was an der Medikamenteinnahme zu ändern (sie hat gestern schon gesponnen, sie könne ja einfach hin und wieder mal die tägliche Dosis weglassen, was ich für nicht verantwortbar halte) oder ähnliches. Andererseits will ich auch nicht unehrlich sein und spätestens wenn sie zur Sache kommen will und ich schlapp bin komm ich doch in gewisse Nöte.

    HELP!
     
    #1
    Inspector, 15 Oktober 2007
  2. kleiner Eisbär
    Verbringt hier viel Zeit
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    Verliebt
    Hallöchen!
    Also ich finds erst mal ganz supi von ihr, dass sie dir gesagt hat, dass sie dieses Medikament nehmen muss! Kann verstehen, dass es eure Beziehung belastet, vorallem euer Liebesleben! Aber dass sie das Medikament absetzt ist bestimmt nicht gut und ich würde ihr da auch zureden, dass sie es weiter nimmt! Dass sie den sex auch so genießt wenn sie nicht kommt kann ich total nachvollziehen, weil ich habe im moment auch eine phase, wo ich irgendwie gar net komme :kopfschue ich genieß auch immer die nähe zu meinem freund und will auch dass er kommt! Entspann dich einfach und versuch nicht unbedingt dran zu denken, dass sie ja (wahrscheinlich) sowieso nicht kommt! Kann mir vorstellen, dass das schwer für dich ist aber ich glaube, dass es sie auch unglücklich macht, wenn du keine Lust mehr auf sex hast wegen ihrer Krankheit!
    Drück dir die Daumen, dass es wieder klappt!!!

    Grüße

    PS:find deinen einstellung total klasse, dass du auch ohne Sex mit ihr zusammen bleiben würdest!!!!
     
    #2
    kleiner Eisbär, 15 Oktober 2007
  3. dodolein
    dodolein (32)
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    vergeben und glücklich
    Ich befürchte, dass du eure Situation nicht gerade verbesserst, wenn du jetzt selbst mit Unlust reagierst. Dann fühlt sie sich wahrscheinlich noch schuldiger. Wie du erwähnt hast, will sie Sex mit dir und ist auch immer recht erregt, sie kommt halt nicht zum Orgasmus (Da geht es allerdings vielen Frauen so.). An ihrer Stelle würde ich auf keinen Fall ein gut eingestelltes Medikament zu wechseln versuchen. Soweit ich weiß, ist Unlust bzw eingeschränkte Orgasmusfähigkeit eine Nebenwirkung der meisten Mittelchen gegen Angstzustände. Für mich wäre es auch keine Option ihre Medikamente gänzlich abzusetzen, wer weiß wie sich eure Beziehung weiter entwickelt bzw ob sie dann überhaupt noch zu einer Beziehung fähig ist. Kennst du sie denn ohne Medikamente?

    Ich kann mich ganz gut in deine Lage versetzen, denn mein Freund nimmt ebenfalls Medikamente gegen Angstzustände und zwar schon einige Jahre länger als ich ihn kenne. Er hat mir erzählt, dass es sich tatsächlich auf seine Orgasmusfähigkeit ausgewirkt hat. Meistens braucht er einfach deutlich länger um zu kommen, als das früher der Fall war. Manchmal funktioniert es auch gar nicht, aber hauptsächlich spürt er die Auswirkung in den ersten Stunden nach der Einnahme. Außerdem machen ihn die Tabletten müder. Das wichtigste ist aber, dass es ihm psychisch weitaus besser geht als ohne. Dafür ist es mir ehrlich gesagt egal, ob er nun immer kommt oder nicht. Natürlich ist es nicht schön, wenn du die Enttäuschung in ihrem Gesicht siehst, weil sie zwar stark erregt ist, aber einfach keinen Orgasmus bekommt.

    Selbstverständlich musst du selbst entscheiden, ob du unter diesen Umständen eher keinen bzw weniger Sex mit ihr haben willst, aber ich glaube nicht, dass das gut für eure Beziehung wäre. Ich kann mir gut vorstellen, dass das dann eine große Belastung für sie wäre, wenn sie wüsste, dass du nur wegen ihrer Krankheit den Sex mit ihr nicht mehr genießen kannst. Außerdem ist nicht gesagt, dass sie nach dem Absetzen der Medikamente wieder genauso leicht Orgasmen bekommt wie vorher.

    Sprecht euch doch einfach einmal darüber aus, wie ihr euch euer Sexleben zukünftig vorstellt. Für dich ist der Orgasmus doch auch nicht das einzig Wichtige am Sex. Vielleicht funktioniert es nach einiger Zeit doch wieder mit dem Orgasmus - trotz der Medikamente. Wenn ihr es nicht probiert, wisst ihr es nicht. Für dein Engagement gegenüber deiner Freundin muss ich dich allerdings sehr loben. Leider geht es in deinem Fall wohl in die falsche Richtung. Versuch deine Gedanken beim Sex zur Seite zu schieben, denn wenn sie schon keinen Orgasmus bekommt, freut sie sich wahrscheinlich umso mehr über deinen.
     
    #3
    dodolein, 15 Oktober 2007
  4. Inspector
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    vergeben und glücklich
    Natürlich nicht... Für sie war gestern nach dem klärenden Gespräch und meinem Verständnis alles Bestens und ich dachte ja auch, dass es "ok" ist. Und wenns so wäre, wärs zwar schade, aber dann wärs eben zumindest im Moment so und gut und ich wüsste auch woran es liegt und würde zumindest keine Selbstzweifel hegen. Schade wärs, aber eben eine Gegebenheit, die nicht zu ändern ist und mit der man dann leben könnte und müsste.

    Aber ich reagier eben jetzt mit Unlust. Das steuer ich ja nicht, dass passiert eben mit mir. Wünschte mir ja auch es wäre nicht so, aber es ist grade halt so. Wie gesagt, normal muss ich nur an sexuelle Aktivitäten mit ihr denken und bin dann schon ein klein bisschen erregt, aber wenn ich jetzt dran denke wirds mir ganz anders...

    Genau davor hab ich so verdammt Angst. Das sie dann meint gegenüber mir verpflichtet zu sein irgendnen Mist zu machen (anderes Medikament, aussetzen oder sonst ein Mist). Und genau das will ich NICHT. Aber andererseits kann ich ihr doch keine Lust vorspielen, die nicht da ist. Wie gesagt, es war gestern schon so, dass "er" bitter gestreikt hat. Wenn das dann weiterhin so ist, wird sie das Wohl oder Übel merken. Und dann weiß sie auch, warum es so ist :frown: (es sei denn, ich tisch ihr ne andere erlogene Erklärung auf, was die Dinge kaum besser machen würde).

    Auch hier teile ich deine Meinung vollkommen. Sie hat jetzt 9 Jahre (!!!) mit den Attacken leben müssen und hats endlich im Griff und kann "normal" leben. Und es geht ihr so gut (also ich kenn sie nicht vorher, aber ich merke eben, dass es ihr super geht und sie meinte halt, dass sie vorher ein ganz anderer Mensch war, oftmals nicht raus wollte, keine Lust auf nix hatte, nur im Bett rumgelegen hat, etc - wer sie heute sieht / kennenlernt kann sich das beim besten Willen nicht denken). Absetzen geht also mal gar nicht und ein Wechsel naja, selbst wenns da was gäbe... Allein schon die "Einstellungsphase" sind 2 Wochen Horrortrip, dafür müsste sie dann z.B. die Weihnachtsferien komplett opfern und wer weiß, ob das Medikament überhaupt anschlägt oder gar andere Nebenwirkungen bei ihr hat. Bin strikt dagegen.
    Naja, egal wärs mir dennoch nicht, aber ja, du hast Recht, natürlich ist es wichtiger, dass man abseits des Bettes ein normales Leben und auch eine normale Beziehung führen kann (bei mir hat der Sex ohnehin keinen allzu hohen Stellenwert, hab seit 5 Jahren keinen mehr gehabt, weil ich nicht irgend ne Tussie die ich in der Zeit abgeschleppt habe nehmen wollte und "die Richtige" solange einfahch nicht dabei war).
    Allerdings kann man dennoch vlt. nachvollziehen, dass es ein absoluter Lustkiller ist, wenn bei ihr im Endeffekt nach hoffnungsvollen Ansätzen nix geht und wenn sie dann noch so verdammt enttäuscht schaut. Mag sein, dass der Blick auch daher kam, weil sie mit sich gerungen hat, ob sie mir das ganze "beichtet" oder mir Lügen auftischt, etc... Nur dieser innere Kamp geht jetzt sicher weiter, nämlich (das hat sie schon selber gesagt) im Konflikt "Medikament vs. Orgasmus". Für sie ist die Wahl eben lange nicht so klar für mich. Und ich denke halt, dass ich sie jetzt noch mehr Richtung "Orgasmus" bewegen würde, wenn ich ihr sage, dass ich wegen der Sache im Moment jegliche Lust verloren habe. Und das ist wirklich das letzte was ich will. Nur kann ich ihr die Lust halt auch nicht vorspielen, sprich ich hab keine andere Wahl, als es ihr zu sagen und zu appelieren, dass sie davon ja nicht ihre Entscheidung abhängig macht. Aber wer garantiert mir, dass sie dann nicht doch "Mist" macht? Oh man!

    Auch da geb ich dir Recht. Aber es bleibt das Kernproblem, dass ichs halt dennoch im Moment aus meiner Warte für ausgeschlossen halte mit ihr zu schlafen oder sonstige sexuelle Aktivitäten durchzuführen.


    Aber genau wenn man es unter dieser Perspektive (vlt. gehts ja doch noch) angeht, dann sind doch a) Verkrampfen ihrerseits und b) beiderseitige Enttäuschung absolut vorprogrammiert.
     
    #4
    Inspector, 15 Oktober 2007
  5. User 76250
    Planet-Liebe Berühmtheit
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    Single
    Erstmal: Deine Einstellung insgesamt finde ich gut.

    Versteift :schuechte Euch nicht auf den Orgasmus, genießt das, was Ihr genießen könnt. Denn was nicht geht, geht nicht. Macht das Beste draus und Euch keine Sorgen darüber, was sein könnte, sollte, müsste, wenn es nicht so wäre, wie es ist. Es wird nicht davon besser werden. Das wichtigste ist, dass Ihr die Situation, so wie sie ist, akzeptiert. Darin liegt der Schlüssel, um die Lust, die Euch bleibt, zu leben.

    Klar, für Deine Freundin ist es unbefriedigend - im wahrsten Sinne des Wortes -, und Dir fehlt die Bestätigung. Ich kenn das, ich bin auch immer ein wenig unglücklich (und sag "Sorry" oder "Schade", wenn meine Freundin überreizt und nicht kommt). Aber es gibt Dinge zwischen Himmel und Erde, die man akzeptieren muss. Wenn Ihr verkrampft, wird es erst recht nix - das merkst Du ja selber an Deiner Lustlosigkeit.

    Ich weiß, es ist schwer. Besonders, weil Ihr so frisch zusammen seid. Ihr müsst jetzt schon die 3., 4., 5. Phase einer Beziehung erleben. Das ist übel. Funktionieren kann das nur, wenn Ihr miteinander redet. Offen. Nehmt es hin, hadert nicht mit dem Schicksal. Das hält Euch nur auf. Ihr habt 2-2,5 Jahre vor Euch, in denen Ihr Euer Zusammensein genießen solltet. Ob mit Sex oder ohne - egal. Wenn Ihr Euch frustrieren lasst, ist das verschenkte Zeit und verschenktes Glück.

    Ich drück Euch die Daumen, dass Ihr das übersteht, ohne dass einer von Euch beiden Blödsinn macht...
     
    #5
    User 76250, 15 Oktober 2007
  6. nora18
    nora18 (27)
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    15
    in einer Beziehung
    Nur so ein Gedanke, der mir so durch den Kopf schwirrte, obwohl ich nicht viel Ahnung von der Materie habe:

    Aber sollten Angstattacken nicht eingentlich sowieso auch psychatrisch behandelt werden? Stellt sie das auf rein medikamentöse Basis? Oder ist das normal bei dieser Krankheit?

    Für mich (nochmal: bin nicht sehr bewandert auf dem Feld) klingt das auch nach einer psychischen Störung, die doch auch oft persönliche Gründe hat und in Therapie muss, oder?

    Vielleicht könnte man ja so über kurz oder lang vom Medikament weg....:confused:
     
    #6
    nora18, 15 Oktober 2007
  7. User 15848
    Meistens hier zu finden
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    nicht angegeben
    Du machst dir wohl (wieder mal) zu viele Gedanken :zwinker: Es ist schon verständlich, dass du enttäuscht bist, und auch, wenn sie manchmal enttäuscht ist, aber als Frau würde ich sagen, dass das Problem wirklich nicht so groß ist, wie du es dir vorstellt. Dazu wurde eigentlich eh schon alles gesagt...
    Wenn sie es selbst nicht schafft, sich zum Orgasmus zu bringen, erwartet sie das doch sicher auch von dir nicht. Ich behaupte jetzt einfach mal, dass es selber viel leichter geht. Also musst du dich deshalb nicht schuldig fühlen.
    Davon abgesehen glaube ich, dass es nicht unbefriedigend ist, Sex ohne Orgasmus zu haben. Für mich jedenfalls nicht - ich komme nicht immer und habe auch gar nicht immer Lust, in so einem Fall nach dem GV noch Zeit darauf zu verwenden (was einen Orgasmus garantieren würde). Und das, obwohl ich total heiß war/bin und obwohl ich es sehr genieße... es kann auch ohne i-Tüpfelchen sehr befriedigend sein.

    Wenn du nicht die ganze Zeit daran denkst, wirst du auch sicher selbst wieder sofort Lust auf Sex haben und ich denke, dann wird es euch beiden Spaß machen. Das Medikament ist eben wichtig, und so eine kleine "Einschränkung" ist glaube ich gut zu ertragen - für dich, wenn du dir nicht die Schuld daran gibst, und für sie, wenn sie merkt, dass es dir nicht egal ist - also dich trotzdem auch FÜR sie bemühst - und dass du den Sex mit ihr immer noch genießt. Sonst ist das ein gegenseitiger Effekt, wo die Enttäuschung immer vom einen zum anderen und wieder zurück überschwappt. Das bringt einfach nichts.
     
    #7
    User 15848, 15 Oktober 2007
  8. dodolein
    dodolein (32)
    Verbringt hier viel Zeit
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    0
    vergeben und glücklich
    Wie stellst du dir denn dann eure künftige Beziehung vor allem im Bezug auf Sex vor? Erst mal gar keinen mehr und in 2 bis 2,5 Jahren vielleicht wieder probieren? Das kann doch auch nicht die Lösung sein. Ich verstehe, dass du so keine Lust mehr auf sexuelle Aktivitäten hast, aber das wird euch beide eher mehr frustrieren als bringen. Ich behaupte ja nicht, dass ihr sämtliche Probleme einfach so lösen könnt, aber wenn du dich reinsteigerst erleichterst du ihr die Situation nicht.

    Angenommen ihr fndet keine Lösung bzw sprecht nicht weiter darüber. Eines Tages hat sie Lust auf Sex und will dich verführen, nur du willst nicht bzw kannst nicht, weil du nicht mit ihr Sex haben willst, wenn keine Aussicht auf einen Orgasmus von ihr besteht. Jetzt stell dir einmal ihren Gesichtsausdruck vor!! Plötzlich glaubt sie dann, du findest sie nicht mehr attraktiv oder sie muss die Medikamente absetzen, damit du wieder mit ihr schlafen willst. Damit lenkst du sie in die falsche Richtung (und zwar in die, die du eigentlich nicht willst).

    Ich weiß, es ist extrem schwer, in solchen Situationen seinen Kopf auszuschalten. Besonders wenn man seine Freundin dermaßen liebt, wie es bei dir der Fall zu sein scheint, aber daran musst du arbeiten. Zuerst hast du ihr versprochen, dass es für dich okay ist, wenn es für sie okay ist, aber du brichst dein Versprechen. Ich weiß, dass du es nicht absichtlich tust, aber das wird für sie auch zum Problem werden. Glaub mir sie hat schon genug mit dem inneren Konflikt zwischen Orgasmus und Medikamente. Am Ende tut es ihr noch Leid, dass sie dir überhaupt etwas gesagt hat. Diese Befürchtung solltest du nicht unterstützen.

    Ihr seid zwei Monate zusammen und sie hatte bisher mit dir noch keinen Orgasmus, oder? Und vermutlich dann auch bei SB nicht (die letzten neun Jahre). Wenn sie damit klar gekommen ist, warum kannst du das dann nicht? Wieso glaubst du, dass ihr der Sex keinen Spaß machen kann, wenn sie keinen Orgasmus hat? Sie schläft sicher nicht nur aus reinem Pflichtgefühl mit dir. Das musst du dir bewusst machen und dich während/vor dem Sex auf deutliche Erregungszeichen von ihr konzentrieren. Dann siehst du, dass es ihr trotzdem Spaß macht.

    Um noch einmal auf die Hoffnung, dass es doch irgendwann klappt zurückzukommen. Natürlich sollt ihr nicht wieder krampfhaft versuchen eine Zeit festzulegen, wenn sie denn am ehesten kommen kann, also Sex nach Uhrzeit. Aber sag ihr doch, dass sie, wenn sich etwas besonders gut anfühlt, sie es dir sagen soll. Das muss dann ja nicht in einem Orgasmus enden, aber es zeigt dir dann, dass ihr etwas sexuell gefällt. Ihre Geschlechtsorgane sind nicht taub, nur etwas weniger leicht reizbar. Wenn ihr jetzt immer nur auf die zwei bzw zweieinhalb Jahre hofft, was passiert dann, wenn es nach dem Absetzen immer noch nicht klappt oder sie die Medikamente noch länger nehmen muss. Dadurch setzt du sie nur wieder unter Druck.

    Ich weiß, keiner wird dir hier die ultimative Lösung anbieten können, eure Situation ist einfach schwierig. Zum Teil aber auch, weil du dich in etwas hineinsteigerst. Du liebst sie sehr, daher wirst du einsehen, dass du ihr eher Last von den Schultern nehmen musst, als ihr noch mehr draufzupacken. Außerdem gibt es hier im Forum genug Frauen, die nie oder ganz selten kommen, und es auch nicht unbedingt jedes Mal brauchen. Ich wünsche dir viel Glück, dass ihr das hinbekommt.

    @Nora18: Ich bin auch kein Profi auf dem Gebiet, aber durch meinen Freund weiß ich so manches. Die Medikamente braucht er um überhaupt zu einem Psychotherapeuten gehen zu können. Wie es ihm ganz schlecht ging, hat er kaum noch die Wohnung verlassen, immer in der Angst, die Angst könnte noch schlimmer werden. Es ist eine Art Spirale der Angst. Wenn es einem zB durch Medikamente besser geht, besteht immer noch die Angst, dass es einmal wieder schlechter wrd. Dann bekommt man Angst vor der Angst vor der Angst und so weiter. Mein Freund war bei mehreren Psychotherapeuten und ist auch jetzt in Behandlung. Allerdings ist es immer schwierig, sich jemandem anzuvertrauen bei so einem Thema. Der falsche Therapeut kann sehr viel zerstören und wenn man beim ersten Therapeuten negative Erfahrung macht, kann man sich schnell einreden, dass einem keiner helfen kann. Außerdem muss man dann vor jedem Therapeuten wieder seine Leidensgeschichte "auspacken" und selbst neu durchleben, das ist alles andere als einfach!
     
    #8
    dodolein, 16 Oktober 2007
  9. Inspector
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    vergeben und glücklich
    Erst mal vielen Dank an alle, die sich so intensiv mit meinem Problem außeinander gesetzt haben (auch Dank an den PM-Schreiber, auch die werde ich noch beantworten).

    Hier wurde sehr viel Richtiges und Wichtiges geschrieben und ich hab mir viele der Dinge die hier gesagt wurden zu Herzen genommen.

    Als meine Freundin vorgestern Abend zu mir gekommen ist, hatte ich beschlossen, ihr erst mal nix von meiner Unlust zu sagen und hab mir gedacht, ich spiel erst mal auf Zeit, vielleicht überwinde ich den Schock (auch mit eurer Hilfe) ja schneller als ich selber denke und muss ihr garnichts davon sagen. Hatte wie gesagt Angst, dass sie, wenn ichs ihr sage irgendwelche Dummheiten macht (Medikant zumindest temporär Absetzen, etc). Sie hat mir aber angemerkt, dass was nicht stimmt und naja ich habs nicht ausgehalten und konnte auch nicht unehrlich zu ihr sein. Also hab ich ihr leider knallhart ins Gesicht sagen müssen, dass ich leider doch ein Prob. mit unserer Situation habe und das sei Unlust (was sich schon an dem Abend an dem ichs erfahren habe darin dokumentiert hatte, dass ER nicht mehr stand). Sie war natürlich total geschockt, hat gleich (wie auch hier einige) gefragt, wie das weiter gehen soll und dass sie das nicht kann, da sie die Nähe zu mir so sehr bräuchte. Hab ihr dann gesagt, dass ich ihr die Nähe aber (im Moment) nicht geben kann, selbst bei nem Zungenkuss hab ich mich schlecht gefühlt. Sie war dann natürlich fix und fertig und hat geweint und hat halt ihre Angst geäußert, dass sich unsere Beziehung so ohne jegliche Nähe Richtung normale Freunde entwickelt. Hab ihr dann erklärt, dass dieser Mist nichts mit meinen Gefühlen zu ihr zu tun hat, und dass ich sie doch nicht lieben würde, weil es im Bett so toll ist und dass es so viele andere tolle Seiten an ihr gibt, die ich unglaublich schätze und liebe. Sie hat sich darüber zwar gefreut, aber gemeint, dass es sie trotzdem nicht ohne Nähe kann und hat mir halt Mut gemacht, es einfach immer wieder mal zu probieren (mein Problem ist ja keine generelle Unlust, sondern nur der Fakt, dass meine Errektion sofort weg ist, wenn ich über die Sache nachdenke und mich das dann wiederum so frustriert, dass ich nicht mehr will und mich unwohl fühle). Zudem hat sie halt nochmals erklärt, wie toll sie das alles auch ohne Orgasmus fände, wie gerne sie diverse Dinge mit mir macht, dass sie manchmal sogar total feucht wird, wenn sie nur daheim sitzt und an mich denkt und wie sehr sie sich drauf gefreut hatte mit mir zu schlafen (haben wir noch nicht, sie ist noch Jungfrau). Das alles hat mir glaube ich geholfen, auch wenns noch Zeit brauchte, bis das gesackt ist.

    Zudem sagte sie, sie habe selber mal im Inet recherchiert und fünf Wege gefunden, das Problem ggf. zu lösen. Davon hab ich aber drei (anderes Medikament, immer mal auslassen, nen anderen Blocker zusätzlich nehmen, der das korrigiert) schon mal total abgelehnt (im Endeffekt ist es ihre Sache und ich kann ihr nix vorschreiben, aber ich hab ihr halt gesagt, dass für mich am allerwichtigsten ist, dass sie ihr Leben im Griff hat und dass ich es ganz toll finde, dass endlich alles mit dem neuen Medikament so super läuft und dass mir das viel wichtiger ist als alles andere - sie hat dann versprochen den Arzt wegen der Möglichkeiten zu konsultieren und das ganze dann noch mal mit allen Pros und Cons mit mir zu besprechen). Zwei weitere Lösungsmöglichkeiten: Gibt wohl noch irgend ein Naturmittelchen zur Libidosteigerung was helfen soll (Zweifel :zwinker:) oder bei manchen ist einfach nach 6 Monaten mit dem Medikament plötzlich wieder so weit. Wie gesagt, alles erst mal mit dem Arzt absprechen.

    Sind dann erst mal ins Bett und wollten nur ein bisschen vor dem Schlafen Kuscheln. Auf einmal stand er wie ne 1 und wir sind halt zur Sache gekommen. Als sie dann aber angefangen hat lustvoll zu stöhnen ist mir sofort in den Kopf geschossen "macht sie das jetzt nur für mich, ist das nur gespielt?" und zack, wars wieder mau. Naja, hab ich ihr gesagt "Geht nicht und ich bin jetzt frustriert und will schlafen".

    Nächster Morgen, wir schmußen ein bisschen, er steht, nächster Versuch, es geht unwesentlich länger, vielleicht 5 Minuten und dann ist er wieder schlapp. Ich hab ihr dann gesagt, dass ich deswegen unglaublich frustriert bin und es jetzt wohl auch ein bisschen zwingen will und dass sie in nächster Zeit dann halt auch immer mal damit rechnen müsse, dass ich eben deswegen dann erstmal ziemlich down und abweisend bin; sie hingegen (super verständnisvoll wie immer, die Frau ist einfach unglaublich :smile:) meinte, dass es doch klar wäre, das sich Zeit brauche, bis ich das überwinde und sie hat mir ganz viel Mut zugeredet, dass wir zwei das schaffen. Noch 10 Minuten drüber geredet und auf einmal hats mich total überkommen, es hat sich alles gelöst und ich bin über sie hergefallen (war so um 12 Uhr). Wir haben ab dann bis 17 Uhr das Bett nicht mehr verlassen und es war einfach nur unglaublich schön.

    Wird sicher noch das ein oder andere mal schwierig sein, aber ich bin jetzt auch guter DInge, dass wir auch ohne ihren Orgasmus alles genießen können. Und wenns dann irgendwann (warum auch immer) doch noch mal klappen sollte, wärs umso schöner :smile:
     
    #9
    Inspector, 17 Oktober 2007
  10. dodolein
    dodolein (32)
    Verbringt hier viel Zeit
    271
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    vergeben und glücklich
    Es freut mich sehr für dich, dass ihr das jetzt so schnell klären konntet. Viel Glück noch!
     
    #10
    dodolein, 18 Oktober 2007

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