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Erwachen nach langjährigem Koma - kann man das verkraften?

Dieses Thema im Forum "Umfrage-Forum" wurde erstellt von Scheich Assis, 19 März 2005.

  1. Scheich Assis
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    Es gibt ja Fälle, wo Leute einfach so 10, 15 Jahre im Koma liegen und dann plötzlich aufwachen, obwohl keiner mehr so wirklich dran geglaubt hat.

    Kann man dann überhaupt noch weiterleben was meint ihr? Kann man 10 Jahre Technologie, Wirtschaft, Fortschritt einfach so wegstecken und "nachholen" ?

    Oder ist der Schock einfach zu groß, die Umstände zu schwierig und das Leben zu anders geworden? Stellt euch vor ihr wacht im Jahr 2020 wieder auf...und alles hat sich verändert logischerweise (mehr oder weniger dramatisch), ist das Leben dann noch lebenswert, wenn man die jüngste Erinnerung 15 Jahre her ist?

    Was wären die ersten Fragen wenn ihr aufwacht?


    greetz, der Scheich
     
    #1
    Scheich Assis, 19 März 2005
  2. Chabibi
    Sehr bekannt hier
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    in einer Beziehung
    Wieso sollte es nicht lebenswert sein ? Sofern es bis dahin keinen Weltkrieg gegeben hat und alles verstrahlt ist würd ich mir bestimmt nicht gleich die Kugel geben...
     
    #2
    Chabibi, 19 März 2005
  3. User 29904
    Beiträge füllen Bücher
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    nicht angegeben
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    #3
    Zuletzt bearbeitet: 22 Februar 2016
    User 29904, 19 März 2005
  4. Dawn13
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    Ich glaube, es ist nahezu unmöglich, da ein normales Leben weiterzuführen... Wenn man nur schon sieht, was sich in einem Jahr alles verändern kann, dann möchte ich nicht wissen, wie das ist, wenn man 15 Jahre lang nicht "da" war...
    Stelle mir das sehr schrecklich vor, weshalb ich auch nicht weiss, ob ich im Falle der Fälle wollen würde, dass man mich am Leben erhält.

    Ehrlich gesagt hab ich keine Ahnung, was ich nach dem Aufwachen fragen würde. Wahrscheinlich gar nichts, weil ich die ganze Welt erst einmal lange lange Zeit auf mich wirken lassen müsste...
     
    #4
    Dawn13, 19 März 2005
  5. Lenny85
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    erm keine Ahnung, ich denke gerade die vielen Veränderung machen das Leben trotzdem interessant.
     
    #5
    Lenny85, 19 März 2005
  6. Ramalam
    Ramalam (29)
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    Single
    Oh Gott, dat stell ick mir furchtbar vor. Wat sich da alles verändert, wie darkbluesmile schon gesagt hat...In meinem Fall wären meine Eltern plötzlich beide Rentner, unser Haus und die Tiere wären wahrscheinlich weg, meine Freunde weggezogen und ick selbst urplötzlich 33, also vom Jugendlichen zur erwachsenen Frau quasi im Schlaf. Also glücklich wäre ick zumindest anfangs nich.
     
    #6
    Ramalam, 19 März 2005
  7. Henk2004
    Henk2004 (33)
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    vergeben und glücklich
    Nach 10 oder 15 Jahren im Koma würd ich mich, glaub ich, erschießen.

    Das geht ja gar nicht, deine ganzen Freunde haben sich total verändert, die Welt, ist ja alles anders.

    Möchte ich nicht erleben, dann hoffe ich auf nen Pfleger, der mir den Hals umdreht. Hat doch keinen Sinn.

    Ich will auch nicht, dass sich jemand für mich aufopfert, das kann ich gar nicht abhaben.
     
    #7
    Henk2004, 19 März 2005
  8. Wollmaus
    Wollmaus (31)
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    vergeben und glücklich
    Was ihr glaub ich vergesst is, dass jemand der 15 Jahre im Koma lag, nicht einfach aufwacht und dann aufsteht und sein Leben weiterführt...
    Der hat dann ja nich bloß 15 Jahre geschlafen sondern lag im Koma und das ja aus irgendwelchen Gründen... und das größte Problem is dann glaub ich erstmal selbst alles wieder zu erlernen...

    betrachtet man das ganze aber mal rein theoretisch (so nach dem motto "stellt euch vor man könnte sich für 15 jahre einfrieren lassen" *g*) is die vorstellung 15 jahre zu verpassen natürlich schon sehr krass...
    vor allem weil sich ja auch die menschen mit denen man zu tun hatte und auch man selbst (gut, beim einfrieren altert man vielleicht nich *g* aber sonst...) sich sehr verändert hat und so...
    ob technik und wissenschaft und so problematisch wären, käme natürlich drauf an...
    aber wahrscheinlich würde sich in diesem zeitraum sehr viel verändern, von daher... wär sicherlich nich einfach...
     
    #8
    Wollmaus, 19 März 2005
  9. Kleines
    Kleines (30)
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    vergeben und glücklich
    In den letzten Tagen ging es doch um eine Frau in Amerika, die schon 15 Jahre lang im Koma lag oder liegt und der Mann wollte das die Geräte nun endgültig ausgestellt werden und die Eltern wollten das nicht und haben auch schon 2mal vor Gericht gewonnen. Nun haben sie aber verloren gehabt und es sollten vorgestern oder so die Geräte abgestellt werden, aber die Eltern haben sich nochmal an eine höhere Instanz gewendet. Weiß jemand wie das nun ausgegangen ist? Also ob die die Geräte ausgestellt haben oder nicht?

    Ich hab auch schonmal darüber nachgedacht wie es wäre, wenn man nach 15 Jahren oder so wiederaufwacht, aber wenn man einen Freund hatte den man liebt, wäre es ziemlich schmerzhaft zu sehen, wenn er nun verheiratet ist und vielleicht auch Kinder hat, weil er auch nicht mehr so lange warten konnte. Könnte ich aber verstehen.
     
    #9
    Kleines, 19 März 2005
  10. Sternschnuppe_x
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    Single
    Einem bei mir in der Uni ist sowas ähnliches passiert. Er lag zwar nicht im Koma, ist "nur" nach einem kleinen Sturz die Treppe runter (wieso weiß er nicht, er war alleine) kurz bewußtlos gewesen. Danach ist er aufgewacht - und hatte das allermeiste seines Gedächtnisses verloren.

    Er konnte sprechen (aber nur deutsch, Fremdsprachen waren völlig weg), die Bewegungsabläufe haben alle noch gestimmt, er konnte noch Autofahren (wußte z.B., was eine Ampel bedeutet, aber nicht, daß dieses Ding "Ampel" heißt).

    Aber: Er konnte sich an NICHTS aus seinem Leben erinnern. Hat seine Eltern nicht erkannt, genauso wenig wie seine Freundin (4 Jahre schon zusammen), die Leute in der Uni schonmal gar nicht. Hat sich sein Abizeugnis angeschaut, konnte sich aber an keine dazugehörige Schulzeit erinnern, das war für ihn wie das Zeugnis eines völlig Fremden.

    Er wußte nicht, was für ein Mensch er selbst ist. Ob jemand, der anruft, ein "echter Freund" ist oder nur ein loser Bekannter, ob er jemanden leiden kann oder eigentlich gar nicht, ob jemand nur aus Mitleid plötzlich nett zu ihm ist oder schon immer sein Freund war. Er meinte, er hätte am Anfang oft gedacht: "Vielleicht bin ich ja voll das Arschloch und es sind jetzt alle nur wegen dem Unfall nett zu mir?"

    Als ihm jemand seine Lieblingsserie im Fernsehen gezeigt hat, dachte er nur: "Was ist denn das für ein Schrott?!" Ihm fehlte sämtliches Allgemeinwissen, egal ob Politik oder Film&Fernsehen. Die Namen von Bundeskanzlern haben ihm gar nix gesagt, genauso wenig wie die Begriffe "Oscar-Verleihung" oder "Michael Schuhmacher", er konnte sich darunter einfach nix vorstellen, das war völlig weg.

    Mathematische Fähigkeiten waren noch da - Fremdsprachen aber komplett weg, genauso wie alles, was er während des ersten Semesters gelernt hatte. Er hat sich an keinen Urlaub erinnert, nicht an seine Grundschulzeit, auch nicht an den Zivildienst, nicht an das Kennenlernen seiner Freundin...

    DAS fand ich richtig krass. Wenn nicht nur alles um einen herum "neu" und rätselhaft ist, sondern man dazu noch nichtmal weiß, wer man SELBST eigentlich ist... :rolleyes2 Am Anfang hieß es bei ihm, das würde evtl. nach ein paar Tagen wiederkommen, aber da kam nur das wenigste. Ein Großteil seiner Vergangenheit ist bis heute verschwunden und kommt auch nicht mehr wieder. Wenn man sich mit ihm unterhält, wirkt er genauso wie immer, wie davor auch schon, er redet genauso, verhält sich genauso. Aber manchmal fragt er einen: "Sag mal, war ich schon immer so?"

    Er mußte sich selbst erst wieder neu kennenlernen... Genauso wie seine Familie und seine Freundin, die ihm nach 4 Jahren Beziehung einfach nur VÖLLIG fremd war. Er konnte nicht mehr sagen "Ich liebe dich", denn er KANNTE diesen Menschen ja überhaupt nicht mehr. :rolleyes2

    Im Moment studiert er zwar noch, wird aber wohl abbrechen (müssen). Denn erstens fehlt ihm einfach eine Menge (Fremdsprachen, Fremdwörter aus dem Lateinischen usw...), zweitens muß er neben der Uni auch noch andauernd zu Ärzten, Untersuchungen, in Krankenhäuser, das kostet Zeit. Und drittens haben die Ärzte festgestellt, daß er - insgesamt - bei allem was er tut, etwas langsamer geworden ist. Gerade wenn's um Schreiben/Formulieren geht, das ist für ihn sehr mühsam geworden, auch weil er oft nach Worten suchen muß.

    Das finde ich irgendwie noch wesentlich schlimmer, als wenn man "nur" ein paar Jahre "verschläft". Denn da wacht man auf, alles ist anders, aber man selbst ist noch der gleiche. Aber wenn man nichtmal mehr sich selbst als "Anhaltspunkt" hat...

    Sternschnuppe
     
    #10
    Sternschnuppe_x, 20 März 2005
  11. elle
    elle (30)
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich

    Also viel schlimmer fänd ich, dass ich 10,15 oder eben noch merh jahre meines lebens verpasst habe, z. B dass ich mein kind(falls vorhanden) nicht habe heranwachsen sehen. Dass 10 jahre meines lebens einfach unwiderruflich völlig "weg" sind, ohne dass ich sie nutzen konnte.
    Dagegen erscheint mir das "problem" mit technik, fortschritt etc. doch sehr geringfügig.
    elle
     
    #11
    elle, 20 März 2005
  12. Scheich Assis
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
    967
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    vergeben und glücklich
    @Sternschnuppe

    Das klingt ja furchtbar...klar, das ist viel schlimmer. Ich stell mir grad vor wie es auch seiner Freundin gehen muss, wenn 4 Jahre Beziehung quasi dahin sind und er nicht mal mehr weiß wie sie heißt. Mein Gott...


    @elle

    Ja na gut, ich bin jetzt von der Situation ausgegangen, dass ich JETZT sofort einschlaf. Wenn man Kinder hat, dann ist das natürlich total schlimm.


    greetz, der Scheich
     
    #12
    Scheich Assis, 20 März 2005

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