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Erziehungsverhalten der Eltern: Positiv? Negativ?

Dieses Thema im Forum "Umfrage-Forum" wurde erstellt von User 77547, 8 Februar 2010.

  1. User 77547
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    Verheiratet
    Wir alle sind ja in den "Genuss" von Erziehung durch unsere Eltern gekommen.
    Ich denke mal, dass unsere eigenen Erfahrungen mit unseren Eltern auch unser eigenes Erziehungsverhalten gegenüber bereits vorhandenen (bei denen, die schon Kinder haben) oder erst noch kommenden Kindern (bei denen, die irgendwann Kinder haben wollen/werden) beeinflussen: Entweder, in dem wir uns in manchen Dingen ähnlich verhalten, wie unsere Eltern oder bewusst genau das Gegenteil tun.

    Was fandet Ihr am Erziehungsverhalten eurer Eltern euch gegenüber positiv?...was negativ?

    Was wollt ihr bei eigenen Kindern genauso machen?

    In welchen Punkten wollt ihr euch bzgl. eures eigenen Erziehungsverhalten auf jeden Fall von euren Eltern abgrenzen?
     
    #1
    User 77547, 8 Februar 2010
  2. User 91095
    Planet-Liebe-Team
    Moderator
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    nicht angegeben
    Ich hab mich früher immer gefragt, wie bei dem Erziehungsstil meiner Eltern sowas tolles wie ich dabei herauskommen konnte :tongue:

    Letztendlich muss ich aber sagen, dass sie doch eigentlich viele Sachen sehr gut gemacht haben. Sie haben mich in meinen Talenten gefördert und sie haben mich so erzogen, dass ich sehr früh selbstständig war (obwohl meine Mutter NICHT berufstätig war). Bei manchen Sachen weiß ich nicht, ob es Charakter oder Erziehung ist, weil meine Geschwister bei angeblich gleicher Erziehung komplett anders sind.

    Ich bin froh, dass meine Eltern mich nie geschlagen haben (außer einmal, aber das war mehr ein Klaps) und wenn ich Kinder hätte, würde ich wohl viele Dinge und Entscheidungen ähnlich tun bzw. treffen wie meine Eltern es getan haben.

    Ein paar Dinge habe ich aber auch zu bemängeln: Ich würde meinen Kindern zeigen, dass sie immer von mir geliebt werden, auch wenn sie keine "Leistung" erbringen. Ich würde vermutlich etwas weniger konservativ-engstirnig und hoffentlich weniger doppelmoralisch vorgehen. Ich würde versuchen, meine Elternposition nicht als Machtposition auszunutzen und eher so sein wie meine Mutter als wie mein Vater.
     
    #2
    User 91095, 8 Februar 2010
  3. VelvetBird
    Gast
    0
    Ich fand gut...
    - dass mich meine Eltern nicht mit 15 oder 16 die halbe Nacht durch die Gegend haben ziehen lassen
    - dass sie mir bestimmte Werte vermittelt haben
    - dass sie trotz ihrer langen Arbeitstage wenigstens versucht haben, sich Zeit für mich zu nehmen - wenistens manchmal

    Diese Dinge werde ich auch versuchen weiterzugeben.

    Ich fand nicht gut...
    - dass sie häufig lauter wurden
    - dass sie es als normale Erziehungsmaßnahme ansagen, mir ab und an eine Ohrfeige zu verpassen, wenn ich es ihrer Meinung nach verdient hatte
    - dass sie arbeitsbedingt nicht viel Zeit für mich hatten und sich deshalb durch Geschenke meine Aufmerksamkeit "erkauft" haben (so kommt es mir im Nachhinein zumindest vor)
    - dass sie wenig Interesse an meinen schulischen Leistugen zeigten (sie fragten selten von sich aus nach, wie denn eine Prüfung gelaufen war) und dies damit rechtfertigten, dass sie selbst nicht sehr gebildet wären und von meinem schulischen Kram keine Ahnung hätten
    - dass ich fast nie bei einer Freundin übenachten durfte, ohne dass es zu einer riesigen Diskussion geführt hat ("Warum schläfst du wo anders? Ist dein Bett nicht gut genug?")
    - dass v.a. mein Vater nicht wollte, wenn ich meine Zimmertür schloss (nicht "abschloss", nur "schloss") und mich hinterher durch Nichtachtung spüren ließ, dass es blöd war, wenn ich es doch tat
    - dass ich fast nie eine Freundin mit nach Hause bringen durfte (außer ganz wenigen Ausnahmen) ("Wir haben doch keine Zeit, uns um euch zu kümmern")
    - dass meine Eltern nicht verstanden haben, dass ein Kind seine Eltern braucht und wenig Verständnis für einen 12-16-Stunden-Arbeitstag hat, wenn andere Eltern sich Zeit für ihre Kinder nehmen
    - dass sie nach einem langen Arbeitstag sich zwar öfter einen Film angesehen haben, aber nie irgendwas mit mir zusammen schauen wollten ("Du, wir sind beide total kaputt heute, wir schauen das ein anderes Mal, ja?")

    So will ich niemals zu meinen Kindern sein.
    Heute verstehe ich so Manches, ich weiß zum Teil, warum meine Eltern so waren. Und ich liebe sie dennoch. Heute, wo ich weitestgehend auf eigenen Beinen stehe, verstehe ich mich mit meinen Eltern jedenfalls viel besser. Vielleicht, weil ich sie weniger brauche und sie mich somit weniger enttäuschen können.
     
    #3
    VelvetBird, 8 Februar 2010
  4. User 77547
    Beiträge füllen Bücher Themenstarter
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    Verheiratet
    Hm, vielleicht sag ich auch mal selbst was dazu.

    Ich habe ja selbst Kinder und da geht mir die Frage halt immer wieder durch den Kopf, wie sich meine eigenen Erziehungserfahrungen auf mein eigenes Erziehungsverhalten auswirken.

    Positiv habe ich in Erinnerung, dass meine Eltern mir immer das Gefühl gaben, dass ich geliebt werde, mit allen Problemen zu ihnen kommen kann und wirklich NIEMALS mit Liebsentzug zu rechnen ist. Ich ihnen einfach immer vertrauen kann und auf sie bauen.

    Negativ: Meine Eltern haben mir zwar einerseits relativ viele Freiheiten gelassen, mich also nie eingeengt. Gleichzeitig waren sie jedoch auch etwas hyperprotektiv. D.h. wenn ich Probleme hatte, haben sie die gerne FÜR MICH gelöst, anstelle auch mal zu sagen: Wir stehen zwar zu Dir, aber das Problem kannst Du auch "selbst auslöffeln". Das war meiner "Selbständigkeitsentwicklung" bisweilen nicht sehr zuträglich. Außerdem waren sie immer ein wenig "besorgt".
    Das waren dann teilweise etwas "seltsame" Situation: Einerseits durfte ich z.B. schon sehr früh allein um die Häuser ziehen...mit Freunden auf Tramptour gehen etc. pp. Aber gleichzeitig wusste ich immer, dass meine Mutter zu Hause sitzt und sich furchtbar sorgt. Sowas bringt einen wirklich bisweilen in ein Dilemma.

    Ich merke, dass ich gegenüber meinen eigenen Kindern auch oft zu einem etwas zu "protektiven" Verhalten neige. Ihnen also zu schnell Dinge abnehme und mir schnell - auch unnötig - Sorgen mache und dies dann auch zu schnell den Kindern signalisiere. Da muss ich immer wieder dagegen ankämpfen....mit wechselndem Erfolg.
     
    #4
    User 77547, 8 Februar 2010
  5. VelvetBird
    Gast
    0
    Ich hätte mir damals sehr gewünscht, meine Eltern wären protektiver gewesen.
    Bei Problemen egal welcher Art wurde ich damit allein gelassen. Sie haben mir zwar immer gesagt, ich könne mit Problemen zu ihnen kommen, aber ich hatte nie das Gefühl, dass es erst gemeint war.
    'Ne Fünf in Mathe, von Mitschülern gemobbt, meine Eltern hielten es nie für nötig, zu einem Lehrer in die Sprechstunde zu gehen. Ich sei alt genug, hieß es. Mit 13 hatte ich etwas Übergewicht, habe Zigarettenkippen in den Rucksack gekippt bekommen, weil ich "'ne fette Kuh" war. Ich hätte gerne eine protektive Mutter gehabt, die sich darum gekümmert hätte.

    Ein Mal ist mein Vater in eine Sprechstunde gegangen, weil ich einen blauen Brief nach Hause bekommen habe. Danach war die Kacke echt am Dampfen. Warum ich denn so schlecht in Mathe sei. Ob es an meinen neuen Freunden läge, was meine Eltern denn falsch gemacht hätten, hieß es dann. Schon blöd, wenn man erst am Halbjahresende registriert, dass das eigene Kind schlecht in der Schule ist. Ist ja nicht so, dass es auch schon vorher hätte interessant sein können, was das Kind für Noten mit nach Hause bringt.
     
    #5
    VelvetBird, 8 Februar 2010
  6. User 49007
    User 49007 (29)
    Sehr bekannt hier
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    Ich will nichts tun was meine Eltern mir weiter gegeben haben!

    -ich will meine Kinder mit Lieber erziehen
    -für sie da sein
    -kein Kindermädchen anstellen
    -die elektrische Grossmutter gibts erst ab einem gewissen Alter
    -ich werde mit meinen Kindern in die Natur gehen
    -Ich will offen gegenüber ihnen sein
    -Ich will dass die mir alles erzählen können
    -Sie sollen nicht angerschrien oder geprügelt werden
    -Hausartest soll von vorn herein vermieden werden
    -Kinder sollten allgemein immer Willkommen sein als Spielkameraden

    ectect
     
    #6
    User 49007, 8 Februar 2010
  7. xoxo
    Sophisticated Sexaholic
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    Verheiratet
    Was fandet Ihr am Erziehungsverhalten eurer Eltern euch gegenüber positiv?...was negativ?
    - Meine Eltern haben mich geschlagen
    - Meine Eltern haben meine Probleme nicht erkannt
    - Wenn ich ihnen meine Probleme geschildert habe, haben sie diese nicht ernst genommen
    - Meine Mutter hat mein Zimmer durchstöbert, obwohl ich sie gebeten habe das zu unterlassen
    - Meine Mutter hat ein (wichtiges) Versprechen gebrochen
    - Mein Vater hat mich angeschrieen und mehr gemeckert, gepiesackt, beleidigt, und beschimpft als gelobt
    - Meine Eltern haben wenn überhaupt ein- oder zweimal gesagt, dass sie mich lieben
    - Mein Vater hat gesagt, dass ich Schuld bin, wenn sie sich scheiden lassen

    + Meine Eltern haben mich alle Interessen verfolgen lassen, ich habe bestimmt 15 Sportarten, mehrere Instrumente, usw. ausprobiert, bis ich die richtigen Hobbies gefunden und jahrelang durchgezogen habe
    + Meine Eltern haben mich mit 15 Jahren losziehen und in die USA gehen lassen
    + Meine Eltern haben mir keine Rollenklischees eingeprägt
    + Meine Eltern haben mich mit Haustieren aufwachsen lassen
    + Meine Eltern haben mir unglaublich gut kochen beigebracht
    + Meine Eltern haben mich materiellmäßig recht gut versorgt
    + Meine Eltern haben mich frei entfalten lassen, kein Hausarrest, eine angebrachte Zeit nach Hause zu kommen und Taschengeld waren okay

    Was wollt ihr bei eigenen Kindern genauso machen?
    + Freie Entfaltung und Verfolgung der eigenen Interessen
    + Gut kochen beibringen
    + Für materielles Wohl sorgen
    + Kein Hausarrest

    In welchen Punkten wollt ihr euch bzgl. eures eigenen Erziehungsverhalten auf jeden Fall von euren Eltern abgrenzen?
    + Für seelisches Wohl sorgen
    + Ernst nehmen
    + Keine Schläge, keine Beleidigungen
    + Privatsphäre respektieren
    + Wissen lassen, dass ich sie liebe und sie gewollt sind
     
    #7
    xoxo, 8 Februar 2010
  8. User 44981
    User 44981 (29)
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    Single
    Was fandet Ihr am Erziehungsverhalten eurer Eltern euch gegenüber positiv?...was negativ?
    Eigentlich gab es nichts, was ich wirklich negativ fand. Insgesamt bin ich der Meinung, dass ihre Erziehungsmethoden zwischen "völlig in Ordnung" und "sehr gut" waren...
    Höchstens irgendwelche Kleinigkeiten waren auch mal nicht sonderlich gut.

    Eher suboptimal finde ich, dass meine Mutter eine gewisse Tendenz zum übertriebenen Beschützen und Behüten hatte... aber zum Glück noch in durchaus akzeptablem Rahmen.

    Was wollt ihr bei eigenen Kindern genauso machen?
    Insgesamt fast Alles - zumindest von der generellen Ausrichtung her.

    In welchen Punkten wollt ihr euch bzgl. eures eigenen Erziehungsverhalten auf jeden Fall von euren Eltern abgrenzen?
    Einzelfälle werden sicherlich auch mal anders ablaufen, aber trotzdem nahezu der gleichen Linie folgen.

    Ich würde wohl versuchen, meinen Kindern ein wenig mehr Freiheit zu geben und ihnen mehr Selbstständigkeit zuzugestehen, als meine Mutter, die sich teilweise etwas zu viel um mich gekümmert hat, getan hat.

    Eine weitere Sache finde ich nicht optimal: Dass meine Mutter immer noch fast nur Hausfrau und Mutter ist und damit oft nichts zu tun hat. - Das möchte ich in sofern ändern, dass der Elternteil, der beruflich zur Erziehung der Kinder zurücksteckt, spätestens wenn die Kinder auf weiterführenden Schulen sind, wieder halbtags arbeitet und dann irgendwann wieder noch mehr macht. - Das hat aber weniger direkt mit der Erziehung der Kinder und mehr mit dem Wohlbefinden dieses Elternteils zu tun.
     
    #8
    User 44981, 8 Februar 2010
  9. User 18889
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    nicht angegeben
    Ich glaube, ich würde nahezu alles so machen, wie meine Eltern es mir vorgelebt haben. Ich fand ihre Erziehung nämlich sehr gut.

    - Sie haben sich viel Zeit für mich genommen und wenn sie arbeiten waren, war ich eben im Kindergarten oder bei Oma

    - Ich hatte extrem viele Freiheiten: ab 15 keine Regeln mehr bezüglich des nach Haus kommens, durfte als Kind immer am längsten draußen sein, ich durfte mit 14 eine Jugendreise machen, habe mit 13 ein Bauchnabelpiercing machen lassen dürfen, ...

    - Im Gegenzug habe ich mich IMMER an Absprachen gehalten und das Vertrauen meiner Eltern nie missbraucht. Sie haben mir vermittelt, dass sowas wie das pünktliche nach Haus kommen sehr wichtig ist, da sie sich sonst Sorgen gemacht hätten. Ergo kam ich nie zu spät und habe sonst definitiv angerufen.

    - Sie haben mich als Einzelkind großwerden lassen, was ich die ganze Zeit über als perfekt empfunden habe und heute noch tue

    - Nur mal einen Klaps auf den Po, wenn ich total durchgedreht bin

    - Ich konnte mit jedem Problem zu ihnen kommen, egal was es war.

    - Sie waren sehr interessiert an meinen schulischen Leistungen, Mama war in der zweiten Klasse als Betreuerin mit auf Klassenfahrt, sie ging zu jedem Elternabend, ...

    - Ich wusste immer, dass sie mich sehr lieben

    - Wir haben viel zusammen unternommen: Zoo, Freizeitparks, Flohmärkte, Kino, ...

    - Ich wusste, dass ich an materialistischen Dingen nahezu alles bekommen würde: Spielzeug, Roller, Auto, teure Berufsausbildung, ...

    - Mir wurde beigebracht, dass Pünktlichkeit enorm wichtig ist

    - Ich wurde sehr selbstständig erzogen, sodass ich früh ausziehen und auf eigenen Beinen stehen konnte



    Negativ fällt mir ehrlich gesagt nichts wichtiges ein. Im Nachhinein betrachte ich meine Kindheit als eine sehr schöne Zeit. Ich war als Kind schon ziemlich zufrieden mit meinen Eltern, im Gegensatz zu einigen Mitschülern, aber heute finde ich, dass es wirklich großartig war.
     
    #9
    User 18889, 8 Februar 2010
  10. Amalia
    Amalia (25)
    Sorgt für Gesprächsstoff
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    43
    11
    in einer Beziehung
    Früher habe ich gesagt, dass ich alle Dinge, die meine Eltern getan haben und in meiner Erziehung angewendet haben, anders machen möchte. Mittlerweile hat sich das Blatt ein wenig gewendet.

    Positiv in meiner Erziehung war:


    - Mir wurden immer Reisen ermöglicht und sie haben mich darin toll unterstützt. Mit 13 durfte ich alleine für drei Wochen nach Spanien, mit 15 alleine nach England, etc. Das war toll.
    - Ich wurde sehr gesund ernährt. Meine Eltern haben immer auf Bioprodukte Wert gelegt und es gab immer viel Obst und Gemüse.
    - Ich bin auf dem Dorf aufgewachsen, was meiner Entwicklung gut getan hat. Ich hatte, was mein Rumtoben draußen angeht, eine tolle Kindheit. Immer umgeben von Bäumen und Tieren.
    - Früh bin ich schon mit anderen Sprachen in Berührung gekommen. Mit 5 Jahren habe ich so schon einen Englischkurs besucht.

    Negativ war:


    - Ich wurde hin und wieder geschlagen und das waren nicht nur mal "hier eine Ohrfeige", "da ein Klaps".
    - Es gab viel zu viele Verbote bei uns: Süßigkeitenverbot über mehrere Wochen (Was vielleicht auch zu meiner jetzigen Essstörung geführt hat), Fernsehverbot, Hausarrest über vier Wochen.
    - Bedingungslose Liebe gab es bei uns nicht: Ich musste gute Noten mit nach Hause bringen, gleichzeitig wurde aber auch nie mit mir gelernt, sondern Hausarrest erteilt, damit ich mich mehr auf die Schule konzentriere.
    - Sichtbare Probleme wurden bei uns unter den Teppich gekehrt: Als Kind hatte ich wahnsinnige Angst vor dem Tod und haben viele Nächte geweint: Meine Eltern saßen im Wohnzimmer und haben Fernseh geguckt und mich komplett ignoriert. Dann habe ich, seit ich ca. 12 Jahre alt bin, eine Essstörung und auch da: Meine Eltern wussten es, aber geholfen wurde mir trotzdem nicht.
    - Obwohl ich als Teenager lange Zeit sehr unglücklich war, haben meine Eltern das komplett ignoriert und mich immer "sehr schwieriges Kind" genannt. Ich hätte mir so sehr eine Mutter gewünscht, mit der ich reden kann.
    - An körperlicher Liebe hat es auch komplett gefehlt. In meiner Familie gab es nie Umarmungen, Küsse, etc.
    - Wir haben kaum Zeit miteinander verbracht. Mein Vater war ständig auf Geschäftsreise und meine Mutter hat mich irgendwo abgeliefert.
     
    #10
    Amalia, 8 Februar 2010
  11. User 12900
    where logic cannot intervene
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    nicht angegeben
    Negativ war:
    - meine Mutter wurde oft laut
    - sie war manchmal sehr stur, sodass reden nichts half

    Positiv hingegen war:
    - egal was ich getan habe, meine Eltern haben mich zwar bestraft, mich aber gleichzeitig spüren lassen, dass sie mich immernoch genauso lieben
    - wenn wir etwas verbockt hatten, bestanden sie darauf, dass mein Bruder und ich es auch wieder in Ordnung brachten (also sich bei jemandem entschuldigen, etwas wieder aufräumen usw.)
    - meine Eltern haben immer zu mir gehalten, wenn ich im Recht war, auch wenn es für sie unangenehm wurde
    - meine Eltern haben mir Grenzen gesetzt (bestimmte Schlafenszeiten bis zur 11. Klasse; wenn das Taschengeld alle war gab es kein neues, trotz Gebettel; genauer Zeitpunkt, wann ich wieder zu Hause sein musste etc.)
    - hielt ich mich an ihre Regeln, ließen mir meine Eltern aber dennoch viele Freiheiten (zB durfte ich ab der 6. Klasse in den meisten Fächern so viel oder wenig lernen, wie ich wollte, solange meine Noten stimmten - nur Mathe musste ich immer mit meiner Mutter üben, aber aus gutem Grund :grin:)
    - sie haben mir immer klargemacht, dass ich sie lieber nachts um 4 anrufen soll, als mit einem Angetrunkenen oder einem mir unbekannten Freund eines Freundes ins Auto zu steigen
    - sie haben mir beigebracht, dass man sich vor seinen Pflichten nicht drücken kann
    - sie haben mir auch beigebracht, relativ früh selbstständig zu sein (und ich merkte an meinen Freunden, dass ich denen bei einigen Sachen wirklich voraus war)
    - wenn sie mir Unrecht taten, haben sie sich immer dafür entschuldigt (meine Mutter zwar nicht verbal, aber wir hatten ein "Ritual" an dem ich merkte, dass es ihr leid tut :zwinker:)
    - zwar kein Erziehungsverhalten, aber dennoch gut fand ich: sie haben mir schon früh klargemacht, dass ich nach dem Abi ausziehen werde, aber dass sie mich deswegen nicht weniger lieben oder sonstwas (andere Freunde von mir wurden von ihren Eltern am Ausziehen gehindert etc.)
     
    #11
    User 12900, 8 Februar 2010
  12. kickingass
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    vergeben und glücklich
    + sie haben mir immer gezeigt das sie mich lieben
    + sie haben sich bemüht mich meine erfahrungen machen zu lassen und mir dennoch gute Tipps zu geben
    + meine mutter hat mich nie übertrieben bestraft
    + sie haben immer gesagt das sie, egal was ich mache, für mich da sein werden - und das auch bewiesen,als ich es notwendig hatte
    + sie haben mir finanziell alles ermöglicht das sinnvoll war ohne mir geld in den arsch zu blasen und mich zu einer realitätsfremden verwöhnten göre zu machen
    + sie haben mich mit tieren aufwachsen lassen
    + sie haben ihren lebensstil aufgegeben, um mir und meinem bruder alles zu ermöglich (aufwachsen am stadtrand, statt dem schnellen auto kam der kombi ^^)
    + sie haben sich über die jahre nie auf einen erziehungsstil beschränkt, sondern stets versucht sich weiter zu entwickeln um fehler der vergangenheit nicht mehr zu machen
    + das sie mich immer akzeptiert haben, egal ob ich gerade mal wieder vegetarier war oder veganer geworden bin, meine meinung wurde immer respektiert
    + ich wurde ernst genommen

    - das mein vater mich regelmäßig verprügelt hat, weil er mit sich selbst nicht klar kam
     
    #12
    kickingass, 8 Februar 2010
  13. donmartin
    Gast
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    Ich habe mir früh vorgenommen, NICHT so zu werden wie meine Eltern und NICHTS anzunehmen von ihren Erziehungsmethoden.

    Das habe ich auch gemacht. Mit jedem mal, wenn ich gemerkt habe, dass mir die gleichen Gedanken und alten Phrasen hochkamen, habe ich die Reißleine gezogen und die Sachen überdacht. Ich wollte niemals in die selben DenkStrukturen verfallen. Mit der Folge, dass es dauernd "Krach" gab mit meiner damaligen Frau. Die war sehr konservativ und streng erzogen worden und meinte das auch anwenden zu müssen.

    Meinen Eltern muss ich zu Gute halten, dass ich in IHRER LAGE vielleicht nicht anders gehandelt hätte. Schlicht überfordert, in der damaligen ZEit, mit der Schwiegermutter in der Wohnung 2 Zimmer und gerade einmal 21 Jahre alt als ich geboren wurde. Es folgten noch 2 weitere Kinder - ich denke ich hätte es auch nicht zu der Zeit in ihrer Lage so machen können wie ich selber zu meiner Zeit.

    Sie haben mir sehr, sehr vieles "positives" mitgegeben, denn schließlich bin ich heute so, wie sie mich geformt haben und den Grundstein haben sie gelegt. Dazu gehören viele Dinge, auf die heute leider kaum noch Wert gelegt wird.
    Nur die Art und Weise war für mich ein Leiden, zumindest vom 10. bis zum 18. Lebensjahr.

    Ich lasse meine Mutter mal ein wenig aussen vor, sicher hat sie auch ihren Beitrag geleistet, dass ich immer Pünktlich war, Sauber und mit Essen die Schule kam, dass ich Kochen, (Schuhe)Putzen und Spülen sowie Nähen gelernt habe. Wir hatten immer satt zu Essen, wurden gepflegt wenn die Krankheiten ausbrachen usw......

    Leider hat meine Mutter mir zu spüren gegeben, dass ich nicht erwünscht war. Mehr noch, ich bekam die "Verantwortung" dafür, dass sie meinen Vater heiraten musste (weil sie mit mir Schwanger war). Nun, sie lebt seit 11 Jahren nicht mehr, aus Erzählungen weiß ich (von Ihren Schwestern, also meinen Tanten) dass sie ds auch in der Familie "kundgetan hat". ICh wurde also in der Großfamilie als "Taugenichts, der genauso wird wie sein Vater" hingestellt.

    Ich habe mich nie mit ihr ausgesprochen, versucht ja, das war aber bis zum Schluss nicht möglich. ICh bin nicht wütend oder habe gar Hass, mache keine Vorwürfe - nur will ich sie nicht sonderlich erwähnen.


    POSITIV.
    Ich kann mich an sehr viele, gemütliche und wunderbare Spieleabende, Bastelabende, Wald und Gartensafaris und auch Urlaube an der Nordsee erinnern.

    - die Familie hatte Priorität
    - mir sind Werte vermittelt worden (Pünktlichkeit, Sauberkeit, Respekt, Teilen, ich kann mit Geld umgehen, usw....)
    - mit meinem Vater konnte man über Alles reden
    - er hat sehr viel mit uns Unternommen, gebaut und gebastelt
    - er hat, auch wenn ich den größten Mist gebaut habe, IMMER
    - hinter seinen Kindern gestanden (nicht alles Verteidigt!)
    - ich wurde so erzogen, dass ich eine gewisse "Sozialkompetenz" entwickeln konnte, Materielles ist nicht alles,
    - ich durfte Erfahrungen sammeln und auf die Fresse fallen
    - mein Vater hat mich "ziehen" lassen
    - im Großen und Ganzen haben sie Probleme die es gab auch gelöst also, ganz egal war ich ihnen nicht..(in der Schule und im VErein usw)


    Negatives gab es natürlich auch:
    - Schläge
    - Hausarrest
    - Unerwünscht sein
    - Unterschiede wurden gemacht (mein Bruder durfte alles was ich nicht durfte, obwohl er jünger ist)
    - Freundschaften zerstört (Beziehungen zerstört)
    - Zimmer und meine Dinge wurden durchwühlt
    - Meine Sachen die MIR lieb waren wurden weggeschmissen
    - Vor anderen (in der Schule vor der Klasse! Meine Mutter ist so oft dort aufgetaucht) bloßgestellt worden
    - Kein Selbstvertrauen gegeben
    - Keine Freiheiten
    - kein Stolz und wenig Lob
    - Unselbstständigkeit

    ......usw.....usw......

    Es war halt etwas Anderes, wenn ich als Jugendlicher viel gelesen habe, jeden Tag Zeitung und Bücher in Massen und introvertiert war, als wenn mein Bruder mit einem "Seepferdchen" nach Hause kam, das auf die BAdehose genäht bekam und Mutter das STOLZ vorzeigen konnte.
    Für mich war alles nur Schein und Sein, habe keinen Wert auf ein Seepferdchen gelegt, ich wusste dass ich Schwimmen konnte.
    Das habe ich monatelang auch vor der Familie über mich ergehen lassen müssen...."ich bin zu blöd zum Schwimmen, hab noch nicht mal son Seepferdchen, der kleine Bruder schafft das......".......

    Sowas gibt Selbstvertrauen und Mut. :grin:

    Na ja, alles so kleine Beispiele, die mir aber im Gedächtnis eingebrannt sind.

    Daher habe ich bei der Erziehung (damit meine ich nicht bestimmte Inhalte) alles anders gemacht.

    Ob das nun "gut" oder schlecht ist/war......ds muss jemand anderer schreiben. Ich hoffe es jedoch, sicher wird es auch Negatives geben, woran ich mich nicht erinnern kann, Kinder können es - ein Leben lang an Dinge zurückdenken, die uns garnicht mehr als wichtig eingestuft werden.

    Ich habe mit der Erziehung die ich bekommen habe erzogen, bin also kein Gott. Fehler werden immer und überall gemacht, ich denke aber, dass diese Fehler nicht so Gravierend sind, dass sie das gesamte LEben zum Negativem beeinflussen.

    Und ich kann mit Stolz behaupten, dass meine Tochter mir ALLES erzählt, wir Freunde sind und sie sich gegen ihre Mutter entschieden hat und mir immer wieder zeigt, wie sehr sie mich mag.
    Erwartungen habe ich nie gehabt, dass sie aber immer gerne zu mir kommt und mir sagt, dass sie mich lieb hat - bestätigt meine Meinung und meine Ansichten von/über Kindererziehung.


    Erziehung ist nicht einfach. Eine Lebensaufgabe. Jeder der es macht, erzieht sich gleichzeitig selber.
     
    #13
    donmartin, 8 Februar 2010
  14. User 46728
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    vergeben und glücklich
    Ich war ein freches Kind, aber meine Eltern haben alles richtig gemacht. An die Erziehung meines Dads kann ich mich aufgrund der frühen Trennung (danach agierte er nicht mehr regelmäßig als Erzieher, obwohl wir uns oft sahen), meine Mom und meine Oma haben mich erzogen, mein Bruder teils auch.
    - meine Mum hat mich gefördert: Theater, Instrumente, 1000 Sportarten, mehrere Sprachen von Kindergarten an oder so, Muttersprache zu Hause sprechen
    - mit mir als 2.Sprache schon sehr früh (vor der Schule) Englisch geübt (Muttersprache russisch, Deutsch kam erst mit 8, als wir hierher gezogen sind)
    - meine Mum und mein Bruder haben mit mir Fussball gespielt (zb), miene Ma hat Gebs und Neujahresparties jahrelang für mich und meine Freunde geschmissen
    - sie waren immer für mich da
    - meine Oma war immer da, ohne sie hätten wir vieles nicht so bewältigt im fremden Land ohne Verwandte o. so..außerdem nach der Schule, da hatte ich immer Jmd zum Erzählen, hab gerne erzählt (Mama ist schon immer voll berufstätig und hat sich das später angehört)
    - ich bin als Kind immer 4 mal im Jahr oder so gereist (keine Luxusreisen), aber sehr vieles gesehen
    - ab 13 durfte ich mit Freunden an Jugendfahrten (Ski oder Strand) teilnehmen
    - meine Mum hat mich auf eine der besten Schulen gesteckt, zwar voller Bonzen, aber ich hab verdammt viel gelernt
    - mein Bruder ist "schuld", dass ich mit Jungs so toll klar komme und diese so gut verstehe
    - keine Schlägereien, keine Verbote (hätten eh nix genützt), eher Gespräche (und Streitereien, die normal sind)
    - Freiheit (meine Mum hatte vertrauen in mich, dass ich net mir besoffen Joints reinziehe)
    - sie haben mir kein Geld in den Arsch gesteckt, habe so früh das Gesetz erlaubte angefangen zu jobben neben dem Gymmi und das war richtig so, hätte aber auch so genug Geld, bin nur nich verwöhnt
    - meine Freunde durften immer zu mir (war nicht bei allen so)
    - sie haben mich verantwortungs- und pflichtbewusst erzogen
    - irgendwie gehörte es dazu, Abi zu machen und zu studieren, das hat jeder in der Familie gemacht, das is nicht zwangsweise immer richtig, aber in meinem Fall
    - viel unternommen
    - nie TV im eigenen Zimmer, vermiss ich auch nicht; ersten eigenen PC hatte ich glaub ich mit 17 oder so..
    - Eltern waren immer voll berufstätig aber mir hat nie Aufmerksamkeit gefehlt
    - ich bin mit Büchern aufgewachsen! Andere wissen nicht mal, wie man ein Wörterbuch benutzt
    - bei mir gabs kaum Süßigkeiten zu Hause. Wer welche wollte, musste sie holen und dazu ist man oft zu faul..
    etc


    ---> alles richtig gemacht
     
    #14
    User 46728, 8 Februar 2010
  15. User 32843
    User 32843 (29)
    Meistens hier zu finden
    1.401
    148
    220
    nicht angegeben
    Positiv:
    - Ich hatte immer das Gefühl, dass egal was ich angestellt habe, ich werde immer noch genauso geliebt. Das hat sich auch bis jetzt nicht geändert.
    - Schon von klein auf im Haushalt mithelfen.
    - Viel Spielzeit mit den Nachbarskindern, wir durften ewig draussen spielen.
    - Hausaufgabenunterstützung wo nötig, es wurde aber nie zu einer lästigen Pflichtübung. Wenn man selbstständig genug war dann haben sie einen machen lassen.
    - Sehr sehr viele Bücher zu Hause.
    - TV gab es früher ca. 3 Stunden pro Woche, PC 2 Stunden, andere elektronische Spielgeräte gab es nicht.
    - Schulweg (30-40 Min) meistens zu Fuss, allgemein viel Bewegung.
    - Sportunterricht und Musikstunden wurden finanziert und auch gefördert.
    - Die eigenen Interessen wurden gefördert.
    - Die schulische Leistung stand nie über allem (hat mich zwar manchmal genervt, aber für die schulschwächere Schwester war das toll).
    - Wir haben viel unternommen, viel gesehen, etc.
    - Gute Benimmregeln und Manieren. Wenn ich sehe wie manche Leute essen, dann wird mir richtig schlecht...

    Negativ:
    - Wenn sie etwas nicht verstehen konnten, wurde es oft als "erlogene Ausrede" abgetan.
    - Mein Vater ist wohl manchmal etwas überfordert mit mir und versucht dann das was ich kann herunterzuspielen.
    - Manchmal etwas engstirnige Ansichten.


    Was ich anders machen würde:
    - Meine Kinder mehr mithelfen lassen (v.a. wenn ich berufstätig werde).
    - Mir etwas mehr Zeit nehmen um mit meinen Kindern über ihren Tag zu sprechen. Mit meiner Mutter klappt das sehr gut, aber mein Vater sagt manchmal "erzähl doch nicht immer von der Uni, das interessiert uns nicht schon wieder" o.ä.
     
    #15
    User 32843, 8 Februar 2010
  16. honi soit qui mal y pense
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    nicht angegeben
    Auflistungsartig möchte ich mich dazu gar nicht äußern, da müsste ich zu lange überlegen und würde Wichtiges vergessen. Ich ziehe lieber ein Gesamtfazit: Früher war ich, wie wohl sehr viele Menschen, der Meinung, sie haben "falsch" erzogen und ich habe die eine oder andere Freiheit sowie Sanktion überbewertet. Im Nachhinein stelle ich fest, sie haben vieles richtig gemacht, toujours eigentlich Verständnis gehabt, mir sogar zu viele Freiheiten gelassen; sie hätten mich öfters mal zur Raison bringen und mir den Spiegel vor das Gesicht halten sollen.

    Wie ich mal meine eigenen Kinder erziehen möchte? Kommt Zeit, kommt Rat.
     
    #16
    honi soit qui mal y pense, 8 Februar 2010
  17. User 65149
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    nicht angegeben
    Kann ich so unterschreiben.

    Positiv:

    *Viele Urlaube gemacht
    *Viel Kultur vermittelt bekommen
    *Viel Liebe bekommen
    *Viele Freiheiten
    *Wunderbaren Musikgeschmack im Haus
    *Immer Unterstützung bekommen, auch als ich meinen schulischen Durchhänger in der 9. und 10. Klasse hatte

    Negativ:
    *Meine Mutter ist in Beziehungsfragen zu beschützend
    *Haben mich und meine Schwester in gewissen Dingen ein wenig zu sehr verwöhnt, sodass ich/wir in bestimmten Bereichen ein bisschen unselbstständig sind
     
    #17
    User 65149, 8 Februar 2010
  18. Mìa Culpa
    Gast
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    ....
     
    #18
    Mìa Culpa, 8 Februar 2010
  19. User 85637
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    An und für sich habe ich an dem Erziehungsstil meiner Eltern nicht sonderlich viel auszusetzen. Es ist ein bisschen schwierig da zu differenzieren, weil mein Vater ausgezogen ist, als ich 7 Jahre alt war und er damit nur noch wenig mit meiner Erziehung zu tun hatte. Trotzdem hat mich sein Verhalten ja maßgeblich geprägt.

    Es sind dann auch eher einzelne Fehler, die ich an meinen Kindern nicht wiederholen wollte.

    - Zum Beispiel würde ich meinen Kindern mehr Interesse entgegen bringen.

    Dieses Wochenende hatte ich ein ganz seltsames Erlebnis:
    Der Freund meiner Mutter sagte, diese würde bewundern, dass ich in der Lage sei, mich um einiges besser auszudrücken als sie. Ich konnte gar nicht glauben, dass meine Mutter so etwas gesagt haben könnte.
    - Da ist mir erst aufgefallen, dass ich nie wirklich gelobt worden bin - weder als Kind noch heute.

    - Ich würde meine Kinder niemals mit Liebesentzug oder Ignoranz bestrafen.

    - Ich würde physische Strafen vermeiden.

    - Ich würde mehr (intensive) Zeit mit meinen Kindern verbringen wollen.
     
    #19
    User 85637, 8 Februar 2010
  20. Piratin
    Piratin (38)
    Beiträge füllen Bücher
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    Verheiratet
    Meine Kindheit war toll. Klavierstunden, Reitstunden, Spielzeug und Klamotten ohne Ende, Zoobesuche, im Wald toben, schon mit 5 im schicken Samtkleid mit meiner Ma in die Oper und ins Theater gehen dürfen wie ne Erwachsene, Gutenachtgeschichten vorgelesen gekriegt, Ohrringe als ich sie wollte, immer mit Mutti zusammen gebacken und gekocht und Puppenkleider genäht, mit Papa Drachen gebaut und selbstausgedachte geschichten erzählt gekriegt, alle Jahreszeiten mit allem Brimbamborium gefeiert, tolle Geburtstagsparties, Skiurlaube, Cap Ferrè Strandurlaube, kein Fernsehen, kaum Klapser gekriegt, ganz viel geknuddelt und bekuschelt worden, in der Schule fast nur Einser. ;-)

    Leider haben meine Eltern verpasst dass man irgenmdwann auch in die Pubertät kommt und ein Teeny wird, da hatte ich so gut wie gar keine Freiheiten. Meine Eltern standen meiner Entwicklung mit Unverständnis gegenüber: wozu willst du bitte in die Disco/ bis um Mitternacht mit Freunden ausgehen/auf ein Konzert/einen Freund haben/dir die Beine rasieren/sexy Klamotten/Make up tragen? *stöhn* Auf Freiheitsversuche meinerseits hin wurde ich krass mit Liebesentzug bestraft, das war fürchterlich. Da werd ich meinen Kindern auf jeden Fall mehr Freiheit lassen, die sollen nicht so überbehütet und fast schon erstickt werden wie ich zwischen 14 und 19.
     
    #20
    Piratin, 9 Februar 2010

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