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Es gibt Rosen ohne Dornen

Dieses Thema im Forum "Geschichten, Gedichte und Nachdenkliches" wurde erstellt von philosopher, 28 November 2006.

  1. philosopher
    Verbringt hier viel Zeit
    21
    86
    0
    vergeben und glücklich
    Aufgehende Sonne,
    Morgentau auf Rosenblättern,
    doch lang,
    lang war's her als dies' Anblick
    mein Herz erquicket.

    Du,
    du warst die Rose,
    die wuchs voll des Anmuthes Schönheit,
    in meines Herzens Garten,
    lang ersehnt,
    zu schnell herbeigesehnt?

    Meine Verehrung,
    die ihr lange blieb verschlossen,
    die ich ihr in Zuwendung dargeboten,
    ließ aufblühen sie,
    mit ihren ganzen Stolze.

    Unter meiner Hand gedieh sie prächtig,
    doch sie zu berühren,
    dies sei mir nicht vergönnt,
    große Dornen stechen mich,
    stechen aus mein klein' Herz,
    das blutet.

    Ihr Anblick ist Schmerz,
    ihr Anblick ist Freude,
    Freude und Schmerz,
    Freude und Schmerz zugleich.

    Der Himmel,
    er verdunkelte sich,
    dunkles Gewölk,
    verwehrt dem Lichte zu meines Herzens Garten Zutritt.

    Mit der Dunkelheit,
    da zieht ein Sturm auf,
    der Himmel steht weinend über mir,
    der Wind zerrt an mir,
    will zum Taumeln bringen mich,
    abbringen vom rechten Pfad,
    den ich nicht mehr sehen kann.

    Alles Gewächs,
    hin und hergerissen vom Sturme,
    ausgepeitscht von salz'gen Tränen,
    zerstört,
    im Chaos.

    Doch,
    die Hoffnung,
    treibende Kraft,
    siehe dort!

    Die Dunkelheit wird vom Lichte vertrieben
    und so blicke ich,
    der Gärtner der ehemals so schönen Rose,
    wunden Herzens sitzend in den Trümmern meiner Selbst an den Himmel,
    und sehe erneut die aufgehende Sonne,
    rieche den Morgentau,
    sehe all' dies - Leben - um mich,
    und erneut weine ich,
    aber dies' Mal aus anderem Grunde.


    Freude,
    ist es,
    die mein Herz bewegt und verzeiht und Hoffnung spendet.
    Meine Tränen fallen auf den durchwühlten Boden,
    an ihrer Stelle,
    wird eines Tages eine Rose erwachsen,
    und ich werde erneut pflegen und umsorgen.

    Ich weiß,
    dass nie eine Rose in meinem Garten erwachsen werde,
    die keine Dornen besitzt,
    doch Hoffnung - Sie allein - sie ist es,
    die mich immer noch an Wunder glauben lässt.

    Bin ich allein? Sind wir allein? Mit nichten. Man muss nur die Augen öffnen und wunderlich müsse es schon sein, wenn niemand bei diesem Anblicke vor Entzückung zu Tränen gerührt ist von dies' Schönheit und Vielfalt und Perfektion, die die Welt an den Tag legt. Aber nur das, was schon vorher da war. Nicht das, was der Mensch schuf.

    Aber traurig ist es mit anzusehen, wenn Jemand weder Herz noch Augen hat.
     
    #1
    philosopher, 28 November 2006
  2. ringy
    Verbringt hier viel Zeit
    25
    86
    0
    nicht angegeben
    ohne worte, dazu gibt es nichts mehr zu sagen.. perfekt.. :cry:
     
    #2
    ringy, 29 November 2006
  3. philosopher
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
    21
    86
    0
    vergeben und glücklich
    Ich musste das einfach mal los werden. Hatte Lust ein Gedicht zu schreiben und hab dann um 23:00 noch angefangen. Naja - für ein halbstunden Werk ist es ganz annehmbar.:zwinker:

    Danke für die Blumen.
     
    #3
    philosopher, 29 November 2006

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