Willkommen auf Planet-Liebe

diskutiere über Liebe, Sex und Leidenschaft und werde Teil einer spannenden Community! :)

jetzt registrieren

Es ist doch eigentlich vorbei, oder??

Dieses Thema im Forum "Kummerkasten" wurde erstellt von Watteseelchen, 2 Dezember 2003.

  1. Watteseelchen
    0
    Oh man, ich weiß eigentlich schon von 10.000 Freunden das Problem für meine Lösung, aber ich steh mir selbst im Weg.

    Bin mit meinem Freund seit 2,5 Jahren zusammen. War erst eine Fernbeziehung. Tja, immer wenn ich damals bei ihm war, war ich hin und weg. Dann war ich wieder zwei Wochen zuhause konnte ich wieder gut ohne ihn leben. Dann hatte ich immer keine Lust hinzufahren, war ich wieder da, hab ich geheult wie ein Schlosshund, dass ich wieder wegmusste..... so hat das immer geschwankt -> Psychischer Stress. Wenn ich bei ihm war, und total auf Liebe, bin ich psychio geworden. Haben wir uns gestritten habe ich getobt, meinen Kopf gegen die Wand geschlagen und mir die Arme aufgeschnitten. Ich habe es gehasst zu streiten und mich dafür gehasst, das wir uns wegen mir streiten müssen (waren halt manchmal nur kleine Sachen, aber ich hasse Streit und habe die Schuld auf mich genommen). Wir haben oft leicht gestritten, was immer ausgeartet ist - ich wollte sterben, habe mich gehasst, mich geschlagen, getobt, geheult.... Ich war da wo ich nie sein wollte: Selbstaufgabe.
    Dann kam eine Zeit, noch schlimmer. Ich habe für jemanden geschwärmt und er hat es gemerkt, es gab super Stress, er wollte Schluss machen und ich habe einen Fehler begangen. Eigentlich habe ich vorher schon oft drüber nachgedacht, dass es ja nicht lange halten wird. Aber als er dann total durchgedreht ist und es beenden wollte, kam meine völlige Selbstbrechung. Ich wollte es nicht, habe geheult, geschrien, getobt, ich habe mich geschlagen und mir noch mehr die Arme aufgeschnitten, weil ich "so scheiße bin und jemanden anderes gut finde, obwohl ich den besten Freund der Welt habe". Es war die schlimmste Zeit für mich. Jeden Tag Tränen, Nächte nur voll Streit am Telefon, Verletzungen......

    Er hat sich um mich gesorgt, sehr!

    Aber ich habe mich geändert, aus dieser Erfahrung. Es kam wieder die Phase, da war ich wieder bei mir zuhause und habe wieder gemerkt, dass ich nicht so abhängig von ihm bin. Ich habe mir geschworen in dieser Gefühlslage zu bleiben. Die nächsten Treffen war ich kälter, weniger Freude. Ich habe mich entschlossen die sexuelle Basis mit ihm aufzugeben. Wir haben seit ca. November 2002 GAR KEINE sexuelle Basis mehr.
    Ich weiß, dass ich ihn nicht mehr liebe, und ich will nie wieder zulassen ihn so zu lieben wie früher, ich will kein Wrack mehr sein.

    Ich habe oft probiert die Beziehung zu beenden, aber ich bin noch nicht ganz befreit von ihm. Das Blatt hat sich gewendet und ich habe leider Mitleid. Ich habe ihm oft gesagt, dass ich ihn nicht mehr liebe, es soll vorbei sein, ich will Freundschaft und er ist jedesmal so vor mir zusammen gebrochen wie ich früher.... das tut mir sooooo leid.......... er sagt immer "das bildest Du Dir jetzt nur sein", "wir gehören doch zusammen", "du bist das beste was mir je passiert ist", "ich kann ohne dich nicht leben", "hast du die schönen zeiten vergessen"........... ja egal, er schafft es mich bei ihm zu halten. Weil das Blöde ist, ich mag ihn echt als Mensch und er ist auch seit ich so kalt bin komischerweise super lieb, einfallsreich, verständnisvoll, bemüht, tollerant, er ist eigentlich einfach ein super typ. Aber ich will keine Liebe mehr empfinden. Will ihn aber nicht verletzen und ihn nicht verlieren, vielleicht bereue ich es?????

    Alle meine Leute sagen mir, ich muss mich losreißen! Aber was macht man, wenn man einfach zu "gut" ist und es einfach nicht kann?????? Versteht mich überhaupt jemand?

    Immer wenn wir uns treffen bin ich voll unfreundlich und kalt, es tut mir voll leid, dass ich so bin, aber ich kann nicht. Ich bin einfach unzufrieden..... ich habe bis jetzt viermal wirklich eindeutig versucht Schluss zu machen. Ich habe ihm gesagt, dass ich ihn nicht liebe, ihm sogar gesagt dass er mich nicht interessiert und sonstige beziehungskillende Sachen..... Aber er hat mich jedesmal erweicht. Ich habe resigniert und will die Beziehung laufen lassen, so wie ich jetzt bin bleiben und abwarten bis es ihm einfach reicht..... aber das ist so scheiße......


    Sorry für den langen Text :cry: :cry: :cry: :cry:
     
    #1
    Watteseelchen, 2 Dezember 2003
  2. Dawn13
    Verbringt hier viel Zeit
    3.916
    121
    0
    nicht angegeben
    Hi!

    Ich weiss nicht, ich denke so einen wirklichen Rat oder eine wirkliche Lösung kann man nicht geben...

    Ich kann dir einzig sagen, dass ich das in ähnlicher Form durchgemacht habe, wenn auch nicht gar so extrem, so kann ich doch die Gefühle irgendwie nachvollziehen, genau so wie die Selbstaufgabe etc. Ich hatte allerdings nie Mitleid mit meinem damaligen Freund, sondern habe nur noch Hass gefühlt und dieses Hin- und Her zwischen Liebe, Hass, Abhängigkeit und Loslassen hat mich über Monate hinweg fertig gemacht. Ich war so weit, dass ich ihn nicht in meiner Nähe ertragen konnte, er hat mich abgestossen, und ich war gemein, kalt und fies zu ihm. Allerdings war das das einzige, was ich überhaupt noch geben konnte. Ich weiss nicht, warum er nicht Schluss gemacht hat, keine Ahnung...

    Ich kann dir nicht mehr sagen, was der Auslöser war, mich von ihm zu trennen. Ich weiss nur es ist ein langer Leidensweg und irgendwann wirst du stark genug sein, und das ganze beenden. Denn vorbei ist es schon lange, ich denke das ist dir durchaus bewusst.

    Leider war das wahrscheinlich nicht gerade hilfreich, aber ich wünsch dir einfach, dass du den richtigen Weg für dich persönlich findest...


    Liebe Grüsse, Dawn
     
    #2
    Dawn13, 3 Dezember 2003
  3. Watteseelchen
    0
    Hallo Dawn, danke für Deine Antwort. Ich verlange doch von niemandem eine Lösung, aber ich freue mich schon zuhören, dass ich nicht die einzige mit diesen Leiden bin......... ich wünsche zwar niemandem solch ein Unglück, aber schlimm ist es, wenn Dein Freundeskreis liebesmäßig vor Glück sprüht und Dich gar nicht verstehen kann
    :eek:

    Ja, "leider" besitze ich diesen Hass nicht, denn er war vielleicht nicht immer der netteste zu mir, aber ich sehe ihn nicht als Ursache für meine etwas andere Psyche , sondern als Katalysator, dass es soweit kommen konnte. Sicherlich wäre ein Hass einfacher, um sich zu befreien, aber ich kann ihn nicht hasse, sondern mag ihn eigentlich gerne, uns verbindet ja auch vor der Beziehung eine lange und super tolle Freundschaft (jetzt die Moral: hätte ich damals gewusst, wie sich diese Freundschaft in einer Beziehung entwickeln wird, wäre ich die Beziehung nicht eingegangen um diese tolle Freundschaft zu bewahren) und wäre es vorbei, egal wie, wäre die Freundschaft erstmal sehr lange vorbei, wenn nicht immer, denn er ist nachtragend und ich würde ihm das bei lebendigem Leib das Herz aus der Brust reißen.

    :frown:
     
    #3
    Watteseelchen, 3 Dezember 2003

jetzt kostenlos registrieren und hier antworten
Test