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Es war doch das Richtige?

Dieses Thema im Forum "Kummerkasten" wurde erstellt von Liaison, 5 Juli 2008.

  1. Liaison
    Gast
    0
    Hallo!
    Also,ich weiß nicht,wie ich mich verhalten soll. In den letzten Wochen hat meine Katze (15 Jahre alt) sehr viel abgenommen und in die letzten paar Tage hat sie auch nichts mehr gegessen. Ich habe versucht sie zu füttern,ihr Wasser zu geben,aber sie hat nicht mal mehr geschluckt. Ist meistens nur noch rumgelegen.
    Gestern bin ich nach Hause gekommen und meine Mutter meinte,dass der Tierarzt keine andere Lösung gesehen hat,als sie einzuschläfern.
    Körperlich war sie gesund,wie eine 5 Jahre alte Katze.. Ihr Herz war stark.
    Ich war darauf gefasst,dass die Katze bald sterben würde, aber,dass sie so bald sterben würde habe ich nicht gedacht.

    Gestern habe ich nicht geweint. Ich wusste ja,dass sie sterben würde.Mein Freund hat mir offen gesagt,dass er mich nicht versteht. Er meinte,dass Mensch sterben,dass Tiere sterben..

    Gerade räum ich die Wohnung auf und bei jeder Bewegung erinner ich mich an die Katze,weil ich die letzten Wochen stark aufpassen musste,dass ich nicht über sie stolper oder sonstiges.
    Sie fehlt mir so. Ich habe sie mit 4 Jahren bekommen und jetzt ist sie plötztlich nicht mehr da. Ihre Sachen sind da,aber sie ist weg.

    Eigentlich dachte ich,dass nach dem Tod eines Freundes von mir mich solche Sachen nicht mehr erschüttern würden,aber ich saß vorhin eine halbe Stunde in einem Wäscheberg,den ich aufräumen wollte und weinte.
    Es war doch richtig sie einzuschläfern,oder? Sie hat doch nur noch gelitten und hatte Schmerzen.
     
    #1
    Liaison, 5 Juli 2008
  2. Ob es richtig war, kann man so direkt nicht sagen, hat man das Recht darauf 'sein' Haustier einzuschläfern obwohl es Schmerzen hat, will dass die Natur usw...

    Grundsätzlich gibts darauf keine Antwort, aber wenn du deine Katze nicht leiden sehen willst, wurde das richtige unternommen.
     
    #2
    Chosylämmchen, 5 Juli 2008
  3. User 20976
    (be)sticht mit Gefühl
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    2.056
    vergeben und glücklich
    Klar ist das so: Menschen sterben. Tiere sterben. Aber wenn man jemanden kennt und liebt und derjenige stirbt, ist das ein Verlust, man darf trauern und weinen. Klar fehlt Dir Deine Katze jetzt ganz massiv, sie war Teil Deines Alltags - und das schon so lange. Es wäre eher seltsam, wenn Dir gar nichts ausmachte, dass Deine Katze jetzt nicht mehr da ist.

    Ich finde es schade, dass Du keine Gelegenheit hattest, Dich von ihr zu verabschieden, und offensichtlich Deine Mutter in Deiner Abwesenheit beim Tierarzt war. Wenns nicht total akut war, hätte ich mir gewünscht, dass ich da beteiligt bin und mein Tier begleite. Nun, vielleicht wollte Deine Mutter Dir das ersparen.

    Wir haben gegenüber Haustieren eine Verantwortung. Wir haben sie zu pflegen, zu füttern und auf ihr Wohlergehen zu achten. Wenn es einem gealterten Tier nicht mehr gut geht und es Schmerzen hat, dann ist es unsere Sache zu entscheiden, was weiter geschieht. Das ist nicht immer einfach. Ich denke, die Entscheidung war richtig, wobei ich natürlich nicht weiß, was genau das Tier hatte, ob eben Altersschwäche oder einen Tumor oder sonstwas.

    Auch wenn du schon erlebt hast, wie ein Freund von Dir stirbt, bist Du gegen Trauer doch nicht immun! Es ist völlig in Ordnung zu trauern. Klar ist es natürlich, dass Lebewesen sterben. Das zu bedauern, halte ich für normal. Weil der verstorbene Mensch oder eben die verstorbene Katze nun im eigenen Leben fehlt und eine Lücke hinterlässt.

    Also sei so traurig, wie Du eben bist.
     
    #3
    User 20976, 5 Juli 2008
  4. Liaison
    Gast
    0
    Es war Altersschwäche.
     
    #4
    Liaison, 5 Juli 2008
  5. User 20976
    (be)sticht mit Gefühl
    13.614
    398
    2.056
    vergeben und glücklich
    Ich denke, dass Du Dir um "war es richtig oder falsch" keine Gedanken machen solltest. Wenn Deine Katze so abgemagert war und nicht mehr fressen mochte und es ihr nicht gut ging, dann vermute ich, wird der Tierarzt richtig entschieden haben. Im Übrigen ist es müßig, darüber nachzugrübeln.... die Entscheidung ist gefallen und Deine Katze hat es hinter sich.
    Du darfst traurig sein.
     
    #5
    User 20976, 5 Juli 2008
  6. Steffi*
    Verbringt hier viel Zeit
    176
    103
    5
    nicht angegeben
    Ich persönlich finde es richtig, klingt zwar irgendwie doof mit richtig oder falsch.

    Aber im Prinzip hast du ihr damit eher was "gutes" als was "schlechtes" getan, es gibt die Möglichkeit der Einschläferung ja nicht umsonst.
    Du hast ihr damit das Leid erspart, und das ist ein Schritt, der zeigt wie sehr du sie geliebt hast, du wolltest nicht, dass sie sich quält, so ist es besser für sie.
    Es wäre nicht fair gewesen, wenn du es nicht getan hättest, denn so hätte sie sich wirklich bsi zum Ende gequält.

    Es ist klar, dass das hart ist. Sei deinem Freund nicht allzu böse oder so, dass er es nicht versteht, manche Leute können es (leider) nicht nachvollziehen.
    Wein dich ruhig aus, das hilft und irgendwann ist der größte Schmerz auch vorrüber.
    Mir hat es immer geholfen mir ein Foto vom Tier aufzustellen, wo ich es immer sehe.

    Alles Gute!
     
    #6
    Steffi*, 5 Juli 2008
  7. Larissa333
    Gast
    0
    Ich bin auch der Meinung, dass es die richtige Entscheidung war.

    Dazu kann ich auch noch eine Geschichte erzählen, die vor wenigen Monaten bei uns pasiert ist.
    Die Eltern meines Freundes hatten 3 Katzen, die eine 14, die anderen 2 13 Jahre alt.
    Eine der Katzen hat plötzlich nicht mehr gefressen, ist abgemagert. Die Mutter ist zum Tierarzt und sagte uns danach, der TA meinte man soll die Katze mit spezieller nahrung päppeln. Es wurde nicht besser, die Katze hat alles erbrochen und hat Durchfall bekommen, die Mutter hat verbittert um die Katze weitergekämpft und ihr Nahrung reingezwängt. Die Katze hat sich nur noch unterm Tisch verkrochen, wollte ihre Ruhe. Darauf hab ich beim TA angerufen und erfahren, dass er bereits tage zuvor keine Hoffnung mehr gesehen habe und die Katze einschläfern wollte da sie starke, immer fortschreitende Nierenschäden hatte.
    Die Mutter hatte sich also nur an nicht vorhandene Hoffnung geklammert und die katze sich weiter quälen lassen, nur weil sie sie nicht loslassen wollte.
    Wir haben ihr dann so lange ins Gewissen geredet bis sie ihn dann schließlich erlösen hat lassen, denn für das Tier war die letzte Zeit wirklich nur noch eine Quälerei.

    Ich finde es also gut, dass du das deiner Katze nicht angetan hast und sie gehen hast lassen, auch wenn es dir natürlich sehr schwer fällt, ich kann das nachvollziehen.

    Ich hing auch an der Katze, aber ich war diejenige, die morgends immer den Durchfall und das Erbrochene der Katze wegwischen und das leiden mit ansehen durfte, daher wusste ich, wie schlecht es der Katze ging und dass Einschläfern eine Erlösung und das Beste wäre.
     
    #7
    Larissa333, 6 Juli 2008
  8. xela
    Gast
    0
    Die wichtigste Frage zuerst:

    Es wird bestimmt die richtige Entscheidung gewesen sein. Ein Arzt fällt diese ja nicht einfach so.

    Das einzige, was ich in diesem Fall etwas blöd finde, ist daß deine Mutter dich praktisch vor vollendete Tatsachen gestellt hat. Ich persönlich würde in einer solchen Situation lieber im voraus Bescheid wissen wollen, daß das Tier eingeschläfert werden wird, einfach um nochmal die Gelegenheit zu haben, bewußt von dem Tier Abschied nehmen zu können.

    Ach weißt du, selbstverständlich sterben Menschen und sterben Tiere. Genauso wie das Sterben normal ist, ist es aber auch normal, daß man darüber traurig ist. Von daher brauchst du dir um die Worte deines Freundes auch keine weiteren Gedanken zu machen.

    Auch wenn man bereits den Tod eines anderen Menschen miterlebt hast, heißt das doch noch lange nicht, daß einem solche Dinge nicht auch in Zukunft zu schaffen machen. Dabei spielt es auch überhaupt keine Rolle, ob es sich um einen geliebten Menschen oder um ein geliebtes Tier handelt. Ich habe sogar schon mehrfach erfahren müssen, daß jemand gestorben ist, den ich zwar kannte, der mir aber an und für sich gar nicht mal so besonders nahestand. Trotzdem ist das jedes Mal für mich eine vollkommen surreale und unwirkliche Erfahrung gewesen, mit der ich nur schwer umgehen konnte. Es fällt mir jedes Mal schwer zu verstehen, daß diese Person, die ich mal leibhaftig habe umherlaufen sehen, daß diese Person jetzt definitiv nicht mehr existiert und es rein gar nichts auf der Welt gibt, was an dieser Tatsache etwas ändern könnte. Dieses Ultimative und Unabänderliche ist es, was einem bzw. mir zu schaffen macht.

    Also wie gesagt, daß dich der Tod deiner Katze beschäftigt und du die nächste Zeit manchmal weinen mußt, ist vollkommen normal.

    Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Kraft.
     
    #8
    xela, 6 Juli 2008
  9. BenNation
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    vergeben und glücklich
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    Immer schlimm, wenn man sowas hört. So ein Tier wächst einem schon ans Herz.

    Aber ich glaube schon, dass du richtig gehandelt hast, wenn sie leidet, dann ist sowas immer noch besser...

    Aber ich kann gut verstehen, dass sie dir fehlt, mein Beileid!
     
    #9
    BenNation, 6 Juli 2008

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