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Essverhalten/Essstörung?

Dieses Thema im Forum "Lifestyle & Sport" wurde erstellt von Juliee, 11 August 2005.

  1. Juliee
    Gast
    0
    hatte letztens mal wieder eine Diskussion darüber und deshalb würde mich mal interessieren, ab wann ihr von einem gestörten oder krankhaften Essverhalten sprechen würdet...
    also heißt Essstörung bei euch gleich Magersucht, Bulimie, etc oder beginnt es vorher bei bestimmten Faktoren, also ab wann spricht man davon?

    Hoffe dass ich das richtige Forum erwischt hab, wusste nicht, ob hier oder im Umfrageforum..
     
    #1
    Juliee, 11 August 2005
  2. [sAtAnIc]vana
    Sehr bekannt hier
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    2
    nicht angegeben
    Ich hab mal über ne Essstörung n Referat halten müssen..

    Latente Esssucht... und dabei ging es darum, dass viele gar nicht wissen das sie ne Esssucht haben.. aber genaueres müsste ich nachlesen...

    Ich denke jeder hat seine eigene Essgewohnheiten und nur dann wenn es enorme Auswirkungen aufs Gewicht gibt, würde ich es als Essstörung bezeichnen... wenn keine andere Krankheiten vorliegen..

    vana
     
    #2
    [sAtAnIc]vana, 11 August 2005
  3. Regentropfen
    0
    huhu...


    sehe das ein bisschen anders als Vana....ich hatte selbst ca.5 jahre ne Essstörung (Magersucht) und krankhaftes Essverhalten ist nicht unbedingt am Gewicht festzumachen...so typische Merkmale sind natürlich, dass gewisse Lebensmittel prinzipiell gemieden werden, z.T. nur zu ganz bestimmten Zeiten gegessen werden kann (fester Tagesplan), alleine/heimlich Essen, alles in tausend Teile kleinschneiden etc...könnte die Liste beliebig erweitern, aber so für nen groben EIndruck reicht das ja....naja und man kann auch all das machen, ohne das man das gleich am Gewicht sieht...Das ist z.B. ein Grund warum ich die Schlussfolgerung
    "Ach, der/demjenigen geht es ja wieder gut...das Gewicht ist ja normal" absolut nicht unterstützen kann..für AUßenstehende mag das auf den ersten Anschein vielleicht so aussehen, aber die Personen, die unmittelbar mit den Betroffenen zusammenleben bzw. sie oft sehen, die wissen ganz genau, dass das Essverhalten noch genauso krankhaft sein kann, wie mit Unter/Übergewicht...

    Wenn ich irgendwie festlegen müsste, ab wann eine Esstörung anfängt müsste ich auch erstmal überlegen....nen genauen Fixpunkt kann man da wohl gar nicht benennen, da das von Person zu Person komplett verschieden sein kann, aber ich sag jetzt einfach mal folgendes:
    Ich denke, Essstörung kann man es dann nennen, wenn das Essen zum bestimmenden Lebensinhalt wird, wenn der Betroffene sich dadurch einschränkt z.B sozialer Rückzug und essen nicht mehr aus Lust/Hunger geschieht, sondern bewusst kontrolliert, geplant und durchdacht wird.

    ich glaube ich mache hier jetzt erstmal nen Punkt, sonst verstricke ich mich immer mehr in meine Ausführungen ;-) , aber wen es interessiert, der kann ja auch mal hier http://www.hungrig-online.de schauen...da gibts ne Menge Informationen zu den verschiedenen Erscheinungsformen einer Essstörung und u.a. auch ein ziemlich gutes Forum.
     
    #3
    Regentropfen, 12 August 2005
  4. -ann-
    -ann- (30)
    Verbringt hier viel Zeit
    65
    91
    0
    vergeben und glücklich
    ich sehe das ganz genauso wie Regentropfen...

    Wenn dein Essverhalten anfängt, dein Leben und deinen Tagesablauf zu bestimmen, kann man ganz klar von einer Essstörung sprechen, unabhängig davon ob das Gewicht noch im normalen Rahmen ist.
    Meiner Meinung nach hört eine Essstörung auch nie wirklich auf, man lernt nur mit ihr umzugehen und sie in den Griff zu bekommen. Ich merke das selbst an mir, dass ich, wenn es mir schlecht geht, sehr schnell wieder dahin flüchten möchte und darin meinen Trost suche (das ist bestimmt sehr schwer nachzuvollziehen). Genauso bleibt bei mir immer ein schlechtes Gewissen, auch wenn ich schon mehreren Jahren wieder normal esse.
     
    #4
    -ann-, 12 August 2005
  5. chnopf
    Gast
    0
    Ich kann mich meinen beiden vorrednerinnen nur anschliessen. unter essstörungen geht auch die fettsucht, was viele nicht wissen. es ist nicht das dick sein wollen sondern das essen-wollen.
     
    #5
    chnopf, 13 August 2005
  6. Sternschnuppe_x
    Benutzer gesperrt
    6.884
    0
    2
    Single
    Ich denke, von einer "Eßstörung" läßt sich dann sprechen, wenn
    a) das Essen (was, wann, wieviel, wieviele Kalorien, was nicht) den ganzen Tag über großen Raum in den Gedanken einnimmt, die man sich macht, wenn es einen stark beschäftigt.
    b) wenn man nicht (mehr) unbeschwert einfach das essen kann, worauf man Lust hat und was einem guttut, wenn man sich kaum "traut", mit Leuten zusammen essen zu gehen oder zu einer Einladung zum Essen aus Angst, es könnte etwas "Falsches" geben.
    c) wenn man extrem auf sein Gewicht fixiert ist, das ständig überprüft und jede kleine Schwankung wahnsinnig ernst nimmt (--> ein halbes kg weniger = guter Tag, ein halbes kg mehr = versagt).
    d) wenn man extrem einseitig ißt, viele Dinge überhaupt nicht mag bzw. meidet (ich würde als "Eßstörung" auch die Fälle bezeichnen, wo jemand extrem "schnegig" (kennt ihr dieses Wort auch? :ratlos: ) ist, ohne daß das unbedingt einen Gewichtsverlust bedeuten muß).

    Zusammengefaßt würde ich sagen, eine Eßstörung beginnt da, wo das Essen den Tagesablauf bestimmt und die Beschäftigung damit soziale Kontakte einschränkt.

    Ich bin aber kein Arzt, hab jetzt auch nirgends nachgeschaut, das war nur das, was mir so spontan eingefallen ist...

    Sternschnuppe
     
    #6
    Sternschnuppe_x, 13 August 2005
  7. Dawn13
    Verbringt hier viel Zeit
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    0
    nicht angegeben
    Ich behaupte jetzt einfach einmal so, dass 80% aller Frauen keine komplett gesunde Einstellung zum Essen haben. Das allein ist aber noch keine Esstörung. Eine solche definiere ich folgendermassen: Wenn sich der ganze Tagesablauf und die ganzen Gedanken nur noch ums Essen drehen, es nicht mehr um eine Veränderung des Gewichts, sondern um die Kontrolle über den eigenen Körper geht und man sämtliche Probleme, die man hat, auf dieses Essverhalten zurückführt und sie darüber definiert, dann ist es eine krankhafte Esstörung. Ob Bulimie, Magersucht oder Fressucht ist dabei dann eigentlich egal.
    Alles davor ist ein gestörtes Verhalten, aber das fängt für mich persönlich schon sehr früh an, also bei Aussagen wie "Ich war gestern Abend zum Essen aus, deshalb esse ich heute nur ein paar Tomaten" oder vergleichbarem (beliebig fortzuführen) und genau deshalb glaube ich, dass nur wenige ein gesundes Essverhalten haben können oder wollen.
     
    #7
    Dawn13, 13 August 2005
  8. Eilonwy
    Eilonwy (36)
    Verbringt hier viel Zeit
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    0
    vergeben und glücklich
    Das ist ja heutzutage auch kein Wunder mehr. Guckt euch diese ganzen Models an, die für viele anscheinend noch Vorbild sind. Klapperdürr.
    Und die Männer: Sorry, die haben allesamt reichlich kranke Vorstellungen. In jedem einzelnen Thread diskutieren die was denn nun Idealgewicht sei. Wiegst du über 60kg bist du fett (von anderen Zahlen reden wir mal gar nicht, da geht dann jegliche Zurückhaltung völlig flöten. Da isnd dann meist auch die Frauen mit dabei.), wiegst du unter 60kg bist du das Ideal schlechthin. Die merken doch auch meist gar nicht, wenn jemand Untergewicht hat.

    War ein bißchen off -topic, aber nachdem ich das hier in andern Threads so oft gelesen habe, geht mir hier echt die Hutschnur hoch. :angryfire
     
    #8
    Eilonwy, 13 August 2005
  9. Dawn13
    Verbringt hier viel Zeit
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    121
    0
    nicht angegeben
    Ich habe geahnt, dass das jetzt kommt und eigentlich sollte ich gar nicht erst wieder anfangen über dieses Thema zu diskutieren.
    Ein paar kurze Bemerkungen trotzdem: Ich glaube nicht und habe nie geglaubt, dass Männer kranke oder utopische Vorstellungen haben, wie viel ein Mädchen wiegen soll und ich kenne nicht einen einzigen Mann, der wegen sich wegen ein paar kleinen Fettpölsterchen o.ä. davon abhalten lässt, mit jemandem zusammen zu sein. Ich habe noch nie einen Mann getroffen, der sich auch nur eine halbe Sekunde dafür interessiert hat, wie viel eine Frau wiegt, die meisten wissen es noch nicht einmal. Und ich weiss eigentlich nur von Männern, die es mögen, wenn eine Frau normal isst und nicht den halben Tag in drei halben Salatblättern rumstochert.
    Die Medien haben imho einen gewissen Einfluss, aber keinen entscheidenden. In erster Linie führe ich persönlich sämtliches gestörtes Essverhalten auf ein falsches Körpergefühl, Eigendefinition rein über die Figur und mangelndes Selbstbewusstsein zurück und das kommt allein von innen und ist von äusseren Faktoren nicht ausgelöst, maximal vielleicht etwas gefördert.

    Frauen (wobei, mittlerweile auch immer mehr Männer) tendieren dazu, sich selber auf ihre Figur zu reduzieren und sich dauernd mit anderen zu vergleichen. Und wenn man will, dann findet man immer etwas, was an jemand anderem schöner oder besser ist und von dem man glaubt, das sei das einzig Erstrebenswerte.

    Meine Meinung...
     
    #9
    Dawn13, 14 August 2005
  10. [sAtAnIc]vana
    Sehr bekannt hier
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    nicht angegeben
    Joa, aber ich ging jezt von Merkmalen aus, die man bemerkt wenn man die Person zwar öfters sieht, aber ansonsten nicht kennt..

    natürlich sag ich nicht zu einer, die nur noch Haut und Knochen ist, dass sie 100% essgestört ist..

    Wenn man nach Kalorienzählen usw. geht, was ja auch als Essstörung gilt, dann ist ja nun wirklich jeder essgestört.. ich esse nach 18 uhr nichts mehr warmes usw. na und? soll das jetz heissen das ich gleich essgestört bin? Es ist einfach ne Angewohnheit von mir, die keine weiteren Auswirkungen mehr hat..

    Ich hab vor zwei Jahren auch mal über Monate hin weg eigntlich gar nichts mehr gegessen - ja, da war ich essgestört.. und sicher haben Essstörungen auch psychische Auswirkungen auf einen, aber das merkt man entweder selbst oder die beste Freundin.. aber nicht wirklich irgend eine Arbeitskollegin die 10 Tische weiter sitzt ^^

    In dem Referat was ich gehalten hatte, ging es auch hauptsächlich darum dass man es selbst und andere nicht merken, bis es dann "zu spät" ist..
    Dabei war auch dieses Kalorienzählen usw. ..

    vana
     
    #10
    [sAtAnIc]vana, 14 August 2005
  11. Dawn13
    Verbringt hier viel Zeit
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    0
    nicht angegeben
    Essgestört nicht, aber für mich ist das kein gesundes Essverhalten (wie beschrieben).

    Übrigens: Ich habe noch nie Kalorien gezählt, habe noch nie eine Diät gehalten, hab mir noch nie Gedanken gemacht um die Menge an Nahrung, die ich zu mir nehme und esse IMMER, was ich will.
    Aber ich kenne nur jemanden, der genauso ist, und für meine persönliche Auffassung ist nur das als "gesundes Essverhalten" zu umschreiben. Kalorienzählen ist bereits nicht mehr "normal/unbeschwert".
     
    #11
    Dawn13, 14 August 2005
  12. [sAtAnIc]vana
    Sehr bekannt hier
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    nicht angegeben
    Ja, im letzteren Punkt stimme ich dir zu..

    Zum vorrigen kann ich nur sagen, dass ich zur Zeit eben in ner Abnehmphase bin, weil ich in letzter Zeit n bissl viel zugenommen hab :grin:

    vana
     
    #12
    [sAtAnIc]vana, 14 August 2005
  13. Dawn13
    Verbringt hier viel Zeit
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    121
    0
    nicht angegeben
    Ich sag ja nicht, dass das katastrophal schlecht ist, im Grunde genommen ist es ja eben (leider?) normal heutzutage. Aber eben, für mich ist diese Einstellung einfach nicht mehr "vollkommen unbeschwert" und "uneingeschränkt gesund" :smile:

    Aber vielleicht hab ich aus meiner persönlichen Situation heraus auch einfach leicht reden, keine Ahnung.
     
    #13
    Dawn13, 14 August 2005
  14. [sAtAnIc]vana
    Sehr bekannt hier
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    nicht angegeben
    Ja is schon richtig..

    na ja, bei dem einen sieht man es mehr, bei dem anderem weniger :zwinker:

    vana
     
    #14
    [sAtAnIc]vana, 14 August 2005

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