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EU-Erweiterung

Dieses Thema im Forum "Umfrage-Forum" wurde erstellt von ProxySurfer, 15 April 2004.

?

EU-Erweiterung ist...

  1. eher positiv

    12 Stimme(n)
    38,7%
  2. eher negativ

    18 Stimme(n)
    58,1%
  3. ändert sich nichts

    1 Stimme(n)
    3,2%
  1. ProxySurfer
    Sehr bekannt hier
    4.942
    198
    653
    Single
    Was meint ihr zur EU-(Ost)Erweiterung? Bringt es für den deutschen Normalbürger eher positives (z.B. mehr Wettbewerb, Konjunktur), negatives (z.B. mehr Arbeitslosigkeit, Kriminalität) oder ändert sich gar nichts? Macht sich das nur in den Grenzregionen zu Polen/Tschechien bemerkbar oder im ganzen Land?
     
    #1
    ProxySurfer, 15 April 2004
  2. reini_online
    Verbringt hier viel Zeit
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    0
    vergeben und glücklich
    Schreib grad ne Seminararbeit über die Auswirkungen der EU-Osterweiterung auf Österreich und bin auf echt interessante Aspekte gestossen. Leider kann man nicht alles auf Deutschland ummünzen, aber einiges.
    Laut Breuss, dem derzeit anerkanntesten österreichischen Wirtschaftsforscher in Bezug auf die Osterweiterung haben die Länder nicht mehr viel Veränderung zu befürchten, da der Erweiterungsprozess schon beinahe abgeschlossen ist (siehe WIFO-Studien).
    Mich hat vorallem überrascht, dass die Experten eher geringe Migrationsbewegungen vermuten, sie schätzen zwischen 30000 und 300000 Menschen, die zu ca. 80% nach D und Ö ziehen werden (eigentlich arg, der Unterschied zw. den einzelnen Studien) und verweisen hier auf die Süderweiterung, da hier auch ein großer Strom an Zuwanderern aus Spanien und Portugal vermutet wurde. Tja, ich könnte hier wie gesagt eine gesamte Seminararbeit anführen, aber das würde zu weit führen.
    Ich selber denke, dass, wie Breuss in seinen Studien schreibt, die Osterweiterung wirtschaftlich unverzichtbar ist und sich daher längerfristig positiv auswirken wird (gesamtstaatlich gesehen). Für mich persönlich werden sich, so hoffe ich zumindest, neue Jobchancen auftun, was jedoch nicht heisst, dass es in bestimmten Branchen nicht so rosig aussehen wird (siehe billige Arbeitskräfte).

    R.
     
    #2
    reini_online, 15 April 2004
  3. dieser blöde EU-kack!

    kostet bloß geld - und einig sind sich die länder soweiso nicht (siehe positionen irak-krieg), und daran wird sich auch nie was änderm.
     
    #3
    JimiHendrix2901, 16 April 2004
  4. Tomcat24
    Gast
    0
    Ich find es positiv wenn die 10 neuen Länder in die EU kommen. Für die Wirtschaft bietet es neue Möglichkeiten und der Export wird stark vereinfacht. Auserdem entsteht so ein Wirtschaftsraum, der größer ist als die USA und damit die Vormachtstellung der Amis in Frage stellt.
     
    #4
    Tomcat24, 16 April 2004
  5. ralfrauch
    Gast
    0
    Die EU ansich ist ja eine richtig gute Sache, vorallem für Wirtschaft, Menschenrechte und Freiheit. Betrifft mich selber. Da ich Franzose bin, aber in Deutschland zur Schule gehe und eigentlich auch die meiste Zeit in Deutschland lebe. Ich habe einen Französischen Personalausweis, frz. Führerschein und mein Hauptwohnsitz ist in Marseille (Bin gerade dort, Sonne ohne Ende, mittlerweile 23 grad). Ich gehe in Ostthüringen (Gera) zur Schule, 1650 km von zu Hause entfernt.
    Ohne der EU wäre das überhaupt nicht möglich, ich hätte nie Deutschland und die deutschen so gut kennengelernt und würde heute immer noch mit Vorurteilen Denken.

    Aber die EU-Erweiterung ist bei weitem Überstürtzt, die Länder sind einfach nicht beriet für die EU. Ich war mal in Polen und Tschechien, das sind ja noch fast Entwicklungsländer. Die Kosten der EU zu viel Geld.
     
    #5
    ralfrauch, 16 April 2004
  6. Also ich bin gegen die Osterweiterung.
    Klar hört sie sich erstmal toll an, von wegen Völkerverständigung, Europa wächst zusammen, ein Binnenmarkt entsteht, der vom Volumen her größer ist als der der USA, neue Wachstumsimpulse für unsere Wirtschaft, etc.pp.... - alles hohle Propaganda.
    Schauen wir auf die Fakten:
    Die Beitrittsländer sind ökonomisch gesehen alle weit hinter den jetztigen EU-Staaten zurück, auch was die Infrastruktur, Sozialsysteme, etc betrifft sind die mehrheitlich auf Entwicklungslandniveau, die Arbeitslosenquote liegt deutlich über EU-Schnitt, von der Kriminalität und dem ganzen Justiz- und Polizeiapparat mal ganz zu schweigen...

    Die neuen Beitrittskandidaten locken Unternehmer aus der Jetzt-EU mit Niedriglöhnen und günstigen Steuersätzen, gleichzeitig kassieren sie von den Geber-Ländern Deutschland & Frankreich Milliarden-Euro-Subventionen für Verbesserung ihrer Infastruktur und um eben auch Unternehmen mit Steuervergünstigungen locken zu können. D.h. also wir (Deutschland) und Frankreich finanzieren deren Staatsetat, damit bei uns Unternehmer ihren Standort zu denen verlagern, weil sie ja 'kostengünstiger' sind, die haben weniger Arbeitslose, wir mehr. Tolles System!
    Deren Niedriglöhne werden andrerseits ohnehin auch so ganz gewaltig auf unsere Löhne drücken und längst nicht nur wie bisher auf die Löhne in unqualifizierten Jobs, sondern auch die mittleren und hohen Einkommen drücken, denn in Polen o.a. Beitrittsländern ist das Lohnniveau generell um 4/5 geringer als bei uns, d.h. verdient bei uns ein Industriekaufmann 3000 Euro im Monat verdient er dort nur 600. Das wird die nächsten Tarifverhandlungen ganz entscheidend beeinflussen, dann heißt es nämlich von Arbeitgeberseite her einmal mehr: Entweder Ihr arbeitet mehr bei gleichzeitigen Lohnverzicht oder wir machen hier dicht und gehen darüber. Klasse!

    Unterm Strich bringt die EU-Ost-Erweiterung ,wie auch alle anderen EU-Erweiterungen zuvor, in erster Linie nur der Wirtschaft und der Organisierten Kriminalität Vorteile, für das Volk bringt es so gut wie nichts.

    Einmal mehr beweist der Kapitalismus was für einen menschenverachtenden Charakter er hat, und wie leicht sich das Volk von Politik, Wirtschaftslobbyisten und Medien für dumm verkaufen läßt.

    Bravo!
     
    #6
    the_big_fellow, 16 April 2004
  7. reini_online
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    @the_big_fellow: Entschuldigung, aber warum glaubst du, dass gerade Deutschland als einflussreichstes und anscheinend "betroffenstes" Land für eine Politik der Osterweiterung drängt? Glaubst du wirklich, dass die von dir angesprochenen Wirtschaftslobbyisten, Politiker und sonst wer, die im Moment in der Öffentlichkeit bei Gott nicht gut dastehen, die Osterweiterung propagieren, um ihr Image zu verbessern?
    Du hast sicher recht, wenn du sagst, dass die Erweiterung in erster Linie nur der Wirtschaft hilft (die Kriminalität mal ausgeschlossen). Genau hier widersprichst du dich aber: Wenns der Wirtschaft gut geht, gibts auch wieder Hoffnung für Arbeitslose und somit wird sich dies auch positiv auf die Bevölkerung auswirken. Klar, nicht auf die gesamte Bev., aber zumindest Teilen davon.
    Wenn man sich das Durchschnitts - Wirtschaftswachstum der jetzigen EU-Länder ansieht, kann man Bernie Ecclestone zustimmen, wenn er sagt, dass in 10 Jahren Europa einem wirtschaftlichem Entwicklungsland gleicht. Ohne die EU-Osterweiterung wäre Europa kaum konkurrenzfähig, und die Sorgen, die man sich macht, dass Unternehmen abwandern, gibts auch ohne Erweiterung. Wenn ich selbständig wär, würde ich schon lange in Asien sein!

    R.
     
    #7
    reini_online, 16 April 2004
  8. Thomaxx
    Gast
    0

    Ja, stimmt, Spanien, Portugal, Italien, Griechenland und Irland sind die absoluten Weltwirtschaftsmächte die der EU überhaupt nicht auf der Tasche liegen :zwinker:

    Auch die müssen sich (dann) ans EU-Recht halten.....glaub mir, die großen Gewinner sind Deutschland und Frankreich bei der Erweiterung
    Ja, stimmt und als die Länder noch nicht in der EU waren hat sich das für deutsche Firmen ja gar nicht gelohnt dahin zu gehen. Aber jetz wo Sie in der EU sind, erst da werden Sie zu Billiglohnländern, denn das EU-Recht lässt ja gar nix anderes zu :zwinker:
    Jo, ich seh schon unsere polnischsprechenden Gewerkschaftsbosse am Verhandlungstisch :blablabla
    die (organisierte) Kriminalität wird sich senken, da es innerhalb der EU allgemein einfacher ist, diese zu bekämpfen weil eine bessere Kommunikation zw. den Dienststellen der Länder herrscht.
     
    #8
    Thomaxx, 16 April 2004
  9. columbus
    columbus (36)
    Verbringt hier viel Zeit
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    2
    Single
    Das Thema Osterweiterung is ganz einfach:

    Man darf sich nämlich dabei nicht fragen was es uns kostet, wenn wir sie durchziehen.

    Sondern wir soltlen uns fragen wieviel sie uns kosten kann, wenn wir sie NICHT durchziehen.

    Bei der zweiten Frage kann man Antwort an einem recht klaren Beispiel herleiten: Ex-Jugoslawien, Bosnien, Kosovo. Überlegt mal was das Europa kostet-und noch laaaaaaaaaaaaaaange kosten wird. und dann vergleicht mit den Staaten die jetzt beitreten. Das sind wohl eher peanuts.


    @ralfrauch: félicitation pour ton allemand excellent, vraiement, c'est impressionant. Je viens de passer un an à Montpellier, donc je connais un peu ton coin. Franchement, c'est une des regions les plus merveilleuses dans l'Europe entier. Jamais vu ca, et j'adore le paysage les gens!C'est devenu une partie de moi, je tente d'y retourner bientôt. Je n'en peux plus la vie chez les barbares ;-)
     
    #9
    columbus, 17 April 2004
  10. ProxySurfer
    Sehr bekannt hier Themenstarter
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    Single
    Ich sehe das ähnlich wie the_big_fellow. Die Wirtschaft wird davon profitieren, und der deutsche Arbeitnehmer wird in Lohn und Arbeitszeit dem Niveau der Polen und Tschechen angepaßt. Globalisierung pur.
    Nur mit dem Unterschied, daß man in Polen oder Tschechien 20 Euro Miete im Monat bezahlt und damit dort überleben kann.
     
    #10
    ProxySurfer, 17 April 2004

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