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Eure Eltern-irgendwann selber pflegen oder Pflegeheim/Altenheim?

Dieses Thema im Forum "Umfrage-Forum" wurde erstellt von User 75021, 13 August 2009.

  1. User 75021
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    Verheiratet
    Einfach mal die Frage in den Raum geworfen...

    Angenommen eure Eltern/Schwiegereltern werden irgendwann pflegebedürftig-würdet ihr euch selber um die Pflege kümmern? Evtl einen ambulanten Pflegedienst zur Unterstützung holen?
    Oder würdet ihr eure Eltern in einem Altenheim versorgen lassen?

    Nachdem was ich so täglich auf der Arbeit mitbekomme, steht für mich persönlich fest das ich meine Eltern niemals in einem Altenheim versorgen lassen würde. Ich übernehme das lieber selber.

    Bin mal auf eure Meinungen und Antworten gespannt.
     
    #1
    User 75021, 13 August 2009
  2. User 72148
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    vergeben und glücklich
    Selbst könnte ich das wohl nicht.
    Ich würde aber anstelle des Altenheims bevorzugt jemanden dauerhaft in ihr Haus holen. Dann könnten sie in ihrer Umgebung bleiben, müssten nicht mit anderen alten Menschen auf einem Haufen hocken und wären trotzdem gut versorgt.
    Ich finde die Atmosphäre in Altenheimen schrecklich und möchte meinen Eltern auch das Gefühl, abgeschoben zu sein, ersparen.
     
    #2
    User 72148, 13 August 2009
  3. Cassis
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    vergeben und glücklich
    Bei mir würde es drauf ankommen, was meine Eltern haben.

    Ich habe selbst mehrfach miterlebt, wie ein auf sich allein stehender Mensch kaputt gehen kann, wenn er jemand mit Demenz pflegen muss. Das ist alleine nicht zu schaffen. Und meine noch verbliebene Oma und auch meine Eltern, haben festgelegt, dass sie aus diesem Grund bei Demenz sobald sie nicht mehr alleine leben können ins Heim wollen.

    Meine Schwester arbeitet aber teilweise auch Aushilfsweise in einem Altenheim (sie ist Krankenschwester) und bei den dort herrschenden Zuständen würde ich dort auch niemanden abgeben wollen. Daher käme für mich (wenn irgendwie machbar) nur in Frage, das vorhandene Vermögen komplett für ein privates Pflegeheim aufzuwenden. Bei uns in der Nähe gibt es diverse solche Einrichtungen und ich kenne nur Leute, die begeistert sind... Und zwar Patienten und Angehörige.

    Bei rein körperlichen Leiden würde ich übrigens versuchen, die Eltern zu Hause zu pflegen. Solche Leute kann man nämlich auch mal für 3 Minuten alleine lassen, wenn man die Milch im Supermarkt vergessen hat und nochmal kurz hin muss oder einfach mal nur duschen will.
     
    #3
    Cassis, 13 August 2009
  4. VelvetBird
    Gast
    0
    Ich möchte es zumindest versuchen, sie bei mir daheim zu pflegen.
    Ich weiß aber auch durch den Opa meines Freundes, der mittlerweile leider schon tot ist, dass es nicht einfach ist, sich rund um die Uhr um eine pfegebedürtige Person zu kümmern. Er konnte sich nicht mehr wirklich mitteilen, musste gefüttert, gewaschen, mit dem Rollstuhl gefahren, die Treppen hinuntergetragen und angezogen werden. Jeden Tag. Irgendwann kam er dann doch ins Heim, weil die Familie meines Freundes es einfach nicht mehr geschafft hat. Aber beim Abendessen war immerhin jeden Tag jemand aus der Famile da.
    Ich weiß, dass eine Unterbringung in einem Heim nicht das Tollste ist, wer mag schließlich nicht bei seinen Lieben bleiben. Aber bevor man als Kranker jeden Tag spüren muss, dass man eine Last für die Angehörigen ist (und jemand, der rund um die Uhr gepflegt und betreut werden muss ist nun mal eine Last, auch wenn man es gerne macht), ist das Pflegeheim manchmal doch die bessere Entscheidung.
     
    #4
    VelvetBird, 13 August 2009
  5. drusilla
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    Selber pflegen kann ich mir nicht vorstellen. Ich hab an meiner demenzkranken Oma gesehen, wie belastend das für meinen Vater war. Dabei wohnte sie noch in der eigenen Wohnung und zweimal täglich kam die ambulante Krankenpflege. Trotzdem wurde es viel zu viel für ihn, er hatte kaum mehr Zeit für sich, die Familie, den eigenen Haushalt, den Garten, nichts.
    Deshalb würde ich wohl Betreutes Wohnen in Betracht ziehen, beziehungsweise eine dauerhafte Pflegekraft ins Haus holen. Abschieben will ich meine Eltern ja eben auch nicht...
     
    #5
    drusilla, 13 August 2009
  6. User 37284
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    vergeben und glücklich
    Wieso denn das? Machst du da so schlechte Erfahrungen? Ich kenne es fast nur umgekehrt von Leuten, die im Altenheim arbeiten.
     
    #6
    User 37284, 13 August 2009
  7. Miss_Marple
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    nicht angegeben
    Geht mir ähnlich. Ich hab während meinem Studium lange im Altenheim und später auf der geriatrischen Station einer internistischen Klinik gearbeitet und möchte das meinen Eltern solange ersparen, wie es eben geht.

    Wir sind vier Geschwister und ich hoffe, dass wir es geregelt bekommen, die Betreuung und sofern notwendig auch die Pflege unserer Eltern untereinander so aufzuteilen, dass wir ohne dauerhafte Unterbringung im Heim auskommen. Bei anhaltender Bettlägrigkeit ist Unterstützung durch die Sozialstation oder andere Pflegedienste ja kein Ding, aber ganz weggeben... nein, nach Möglichkeit nicht.
    Meine Oma hat die letzten Jahre bis zu ihrem Tod, nachdem sie nicht mehr allein wohnen konnte, bei uns zu Hause verbracht und das ist in meinen Augen durchaus ein denkbares Modell - immer vorausgesetzt, ich oder eines meiner Geschwister ist dazu in der Lage (berufliche Situation, Wohnung etc.). Sie war in die Familie eingebunden, hat im Haushalt das getan, was sie halt noch tun konnte und wenn es nur Kartoffelschälen war ;-) und sie war glücklich.
    Wirklich aufwändig war die Pflege aber nur in den letzten Wochen vor ihrem Tod und da hatte meine Mutter dann Unterstützung durch meine Tante. Ich weiß nicht, wie sie das gestemmt hätte, wäre meine Oma früher so verwirrt und schwierig gewesen. Aber ich bin sicher, auch dann hätten meine Eltern sie nicht ins Heim gegeben.

    Unsere Eltern haben uns so viel gegeben, dass wir es ihnen einfach schuldig
    sind, ihnen im Alter ein Leben zu ermöglichen, das für sie noch so angenehm wie möglich ist. Und für mich heißt das eben auch, eine Heimunterbringung solange es geht zu vermeiden.
     
    #7
    Miss_Marple, 13 August 2009
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  8. User 38570
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    offene Beziehung
    Nein, auf keinen Fall würde ich meine Mutter selbst pflegen. Wenn das durch einen ambulanten Dienst nicht gewährleistet werden kann, müsste sie ins Heim. Warum? Ganz einfach: Ich habe zum einen nicht die Zeit dafür und zum anderen wäre das fahrlässig.
     
    #8
    User 38570, 13 August 2009
  9. Schmusekatze05
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    Ich würde es zumindest versuchen. Wir praktizieren ja schon Zusammenleben mit drei Generationen und das natürlich auch deswegen, damit man sich untereinander hilft.
    Wir haben zusammen die Mutter meiner Mutter gepflegt (schwer krebskrank von 1994 bis zu ihrem Tod 1997; da war ich allerdings noch nicht so stark eingebunden, da ja noch sehr jung), den Vater meines Vaters (Schlaganfall; hat es hat zum Glück nur ein knappes Jahr gedauert, und nur die letzten 2 Monate ging es steil bergab, dadurch hat er wenig leiden müssen ->2003). Es geht also, wenn alle Familienmitglieder an einem Strang ziehen. Von daher würde ich alles daran setzen, es zu schaffen und für sie da zu sein.

    Ich denke nicht, dass jemand in einem Altersheim eine bessere Pflege bekommen kann, also bei liebenden Familienmitgliedern zuhause. Mein Opa brauchte auch nen Tropf am Ende. Da kam halt zweimal am Tag eine ausgebildete Kraft zuhause vorbei. Alles andere, wie waschen, beim essen helfen, wickeln etc. haben wir genausogut oder besser hinbekommen als jemand Fremdes, der gar keine wirkliche Zeit hat um auf den einzelnen Menschen einzugehen.
    Wenn derjenige wirklich durchgehend ärztliche Betreuung in einem Krankenhaus braucht sieht das natürlich anders aus. Das kann man zuhause natürlich nicht mehr leisten.
     
    #9
    Schmusekatze05, 13 August 2009
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  10. Loomis
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    Ich muss sagen, ich weiß es nicht. Aktuell wohne ich 500km von meiner Heimat entfernt; wer weiß, wie das in 30 Jahren aussieht, wenn meine Eltern in das "bedrohliche" Alter kommen?
    Am liebsten wäre mir, wenn sie so lange wie möglich in ihrer gewünschten Umgebung sein könnten, aber selbst mit meinem Bruder als Unterstützung, weiß ich nicht, ob ich das meistern könnte. "Abschieben" will ich meine Eltern aber auch nicht.
    Ich hoffe einfach, dass sich in der Zukunft eine Lösung findet, mit der beide Seiten glücklich sind.
     
    #10
    Loomis, 13 August 2009
  11. User 38570
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    Wie habt Ihr das beruflich geregelt bekommen? War das nicht eine ungeheure Einschränkung in die Lebensqualität aller Beteiligter? Ich meine, man selbst hat ja auch noch ein Leben...
     
    #11
    User 38570, 13 August 2009
  12. User 46728
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    Ich kann s mir nicht vorstellen, meine Mum (mein Dad ist tot) ins Altersheim zu schicken.
    Vll würde ich mir Hilfe von mobilen Pflegediensten holen, aber soviel wie möglich ohne schaffen.
    Meine Oma ist mit 88 gestorben, war zum Glück nie krank, hatte noch ne Wohnung nebenan.. Ich hätte sie nie "weggegeben".
     
    #12
    User 46728, 13 August 2009
  13. Schmusekatze05
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    Ja, war es. Damit hast du Recht. Bei meiner Oma war meine Mutter noch voll zuhause, von daher war das weniger das Problem.
    Bei meinem Opa haben wir unsere Arbeitszeiten aufeinander abgestimmt und wenn es mal eine Viertelstunde Überscheidung gab, dann war meine Oma (aslo die, die zu dem Opa gehörte) ja auch da. Das ging schon, dass die mal alleine waren, wenn sie wussten, dass jemand auf dem Weg ist. Nachts hatten die beiden eine Klingel.
    Zum Glück ging das, da alle Arbeitgeber und Kollegen sehr verständnisvoll waren. Dafür bin ich denen auch wirklich extrem dankbar.

    Lebensqualität... naja, ich kann da nur für mich sprechen. Für mich war es keine Einschränkung, da ich meine Familie über alles stelle. Mir geht es gut, wenn es meinen Lieben gut geht. Und wir haben versucht das bestmögliche zu tun, damit es allen so gut, wie in der Situation eben möglich geht. Ich will nicht verhehlen, dass es eine große Belastung war, aber im Nachhinein war es auch "schön" (ich weiß nicht, wie ich es anders sagen soll). Es war toll, dass er zuhause bleiben konnte, so wie er es gerne wollte und am Familienleben weitestgehend weiter teilhaben konnte und das war uns allen das Wichtigste.
    Damit das so funktioniert brauchst du aber eine Familie, wo alle 100% zusammenhalten. Und das ist bei uns schon seit ich denken kann gegeben.
     
    #13
    Schmusekatze05, 13 August 2009
  14. Miss_Marple
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    nicht angegeben
    Einen Angehörigen zu pflegen, bedeutet natürlich immer auch selbst Abstriche zu machen, gar keine Frage. Alleine packt das keiner. Wird die Last auf möglichst viele Schultern verteilt, macht es das aber erträglicher.
    Ich denke es ist ein Stück weit auch einfach eine Frage der Einstellung. Was macht mich glücklicher oder weniger unglücklich - selbst für eine bestimmte Zeit (im Idealfall natürlich nur Wochen oder Monate, wenn's blöd läuft, aber auch viele Jahre) zurückzustecken und auf manches zu verzichten oder meinen Eltern, die ich liebe und denen ich einfach vieles schuldig bin, einen erträglichen Lebensabend zu verschaffen?
    Wenn's partout nicht geht, dann geht's halt nicht. Aus. Aber von vorneherein zu sagen, nee, mach ich nicht, weil es mich einschränkt, fände ich peinlich. Das könnte ich mit meinem Gewissen nicht vereinbaren.
     
    #14
    Miss_Marple, 13 August 2009
  15. xoxo
    Sophisticated Sexaholic
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    Meine Eltern haben meine Großeltern väterlicherseits zu Hause bis an ihr Lebensende gepflegt. Ich habe das ganze Drame mit psychischen und körperlichen Schmerzen, mit Überforderung, illegalen, halb-legalen und legalen Pflegediensten, mit 24-Betreuung und so weiter und so fort mitbekommen. Ich selber arbeite für Pflegeheime und Versorgung zu Hause, wöchentlich habe ich mit Familien zu tun, die vor einer solchen Entscheidung stehen. Meine Grußmutter mütterlicherseits möchte in ein Pflegeheim, meine Mutter auch und ich weiß, dass ich mich nicht um meinen Vater kümmern werde und ich bin mir sicher, dass mein Bruder das auch nicht tun wird. Dafür haben wir als Kinder viel (zu viel) mitmachen müssen.
     
    #15
    xoxo, 13 August 2009
  16. BABY_TARZAN_90
    Sehr bekannt hier
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    Wir sind fünf Geschwister, also sollten wir die Pflege unserer Eltern irgendwie hinkriegen.

    Trotzdem kann ich die Frage noch nicht beantworten. Was ist in zwanzig, dreissig Jahren? Gibt es dann noch genügend Pflegende für die alten Menschen? Und wer kann sich das dann noch leisten?

    Ich sehe die Zukunft eher so, dass wir nach dem Rückzug aus der Lohnarbeit ohnehin zur Altenpflege aufgeboten werden. Und da wird es die Regel sein, dass die Kinder zunächst mal zu ihren eigenen Oldies schauen. Unter der Anleitung von Fachpersonen.
     
    #16
    BABY_TARZAN_90, 13 August 2009
  17. User 75021
    Beiträge füllen Bücher Themenstarter
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    Verheiratet
    Ja, es ist echt zum kotzen.
    Mich regt es furchtbar auf, wie wenig Zeit wir als Pflegepersonal für die Bewohner haben-die werden tagtäglich einfach nur "abgefertigt".
    Das ist für mich keine Pflege.
    Alles zu teuer, Personal wird gekürzt und wir haben noch weniger Zeit.
    Mir tun die Bewohner manchmal total leid.
    Viele Kolleginnen sind durch die Situation dann einfach so gestresst, das sie manchmal ganz schön barsch zu den Bewohnern sind.

    Es muss ja jeder für sich selber verantworten, wie er arbeitet-aber so möchte ich meine Eltern nicht versorgt haben.
     
    #17
    User 75021, 13 August 2009
  18. User 38570
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    offene Beziehung
    @Schmusekatze:
    Danke für die Erklärung. Finde ich sehr beeindruckend, wenn eine Familie derart zusammenstehen kann, um so etwas zu bewältigen. Du kannst auf viele Erfahrungswerte zurück blicken und kannst das ehrlich beurteilen - finde ich gut.

    Die meisten gehen das aber naiv an und meinen. So schwer kanns ja nicht sein.

    Einstellung hin oder her: Wenn jemand weder die Zeit oder die Qualifikation dazu hat, nützen einem die guten Vorsätze gar nichts.

    Ich finde es nicht peinlich, wenn jemand für sich entscheidet, dass er eine solche Belastung nicht auf sich nehmen will. Jeder hat schließlich auch ein Anrecht auf ein eigenes Leben. Bei mir selbst liegen die Gründe für mein "Nein" darin zwar nicht begründet, aber ich finde es nicht peinlich, wenn es bei anderen so ist.

    ----------------------------------------------------------------

    Mich stören eigentlich immer drei Dinge daran...

    Erstens: Die meisten, die so einfach behaupten, dass sie ihre Eltern in jedem Fall pflegen WÜRDEN, haben null Ahnung, was sie da vorhaben. Vollkommene Unterschätzung einer Situation, die noch gar nicht einschätzbar ist.

    Zweitens: Wer als Sohn, Tochter oder sonstiges die Entscheidung trifft, seine Eltern nicht zu pflegen, erlebt ruck zuck einen Spießrutenlauf. Vollkommen unberechtigte Vorwürfe: Wie kann man nur? Das bist Du Deinen Eltern schuldig! Schäm Dich! - Es wird immer nur der Pflegebedürftige gesehen, aber alle die, die dann die Last haben, bei denen soll das gefälligst selbstverständlich sein. Klar, der Pflegebedürftige kann nichts dafür, die Familie aber auch nicht.

    Drittens: Wer sagt eigentlich, dass in einem Pflegeheim kein würdevolles Leben möglich ist? Ich sehe keinen einzigen Grund, warum das so eine Horrorvorstellung sein soll. Wie kommts denn zu dieser Einstellung?

    Meine eigenen Gründe für die Entscheidung, meine Mutter (Vater ist schon tot) nicht zu pflegen, liegen einfach in beruflichen Gründen und in beruflichen wie privaten Erfahrungswerten. Ich weiß nicht, ob manche wissen, was sie ihren Pflegebedürftigen antun, wenn sie zu Hause etwas versuchen, was von vorn herein zum Scheitern verurteilt ist. Hängt klar an der familiären Situation: Wenn die Zeit und die Kraft dafür da ist und ein Zusammenhalt gegeben ist, kann das sehr gut funktionieren. Aber wenn nur einer aus der Reihe tanzt, gehts schnell schief.

    Ich glaube, bei den meisten, die eine Pflege zu Hause ausschließen, hat das nichts mit Bequemlichkeit zu tun - eher mit Realität. Ist sicher schade, aber was ist schon gerecht im Leben.

    ---------- Beitrag hinzugefügt um 22:00 -----------

    Sorry, ich will das nicht schön reden. Aber wenn Du an Deinem Arbeitsplatz SOLCHE Bedingungen vorfindest, dann würde ich an Deiner Stelle schleunigst den Arbeitsplatz wechseln. Das geht auch anders.

    Im Übrigen kann Stress keine Entschuldigung dafür sein, barsch mit Menschen umzugehen.
     
    #18
    User 38570, 13 August 2009
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  19. Schmusekatze05
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    Verheiratet
    Ich kann es verstehen, wenn jemand sich dagegen entscheidet zuhause zu pflegen. Wir haben so einen "Fall" in der Nachbarschaft. Sie ist dement. Der Sohn arbeitet und seine Frau ist selber krank und das Enkelkind ist gerade mal 17 Jahre alt. Weitere Angehörige gibt es nicht. Die können die Pflege zuhause gar nicht gewährleisten, selbst wenn sie wollten. Die Dame ist in ein Pflegeheim gekommen, das hier in der Gegend den allerbesten Ruf hat, und es scheint ihr dort gut zu gehen. Manchmal ist das einfach die einzig richtige Entscheidung.
     
    #19
    Schmusekatze05, 13 August 2009
  20. User 37900
    User 37900 (32)
    Teammitglied im Ruhestand
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    vergeben und glücklich
    Wir sind nur zwei Kinder, außerdem wohne ich auch noch über 400 km von meinen Eltern weg, was sich auch zukünftig nicht ändern wird. Des Weiteren haben meine Eltern schon angedeutet, dass sie es nicht wollen würden, dass wir sie pflegen. Sie meinen derzeit, dass sie zu gegebener Zeit dann das Haus verkaufen würden und je nach "Fitness" in ein betreutes Wohnen oder Altenheim gehen würden. Sie möchten uns damit nicht belasten. Von daher hab ich bei der Angelegenheit wohl kaum Entscheidungsmöglichkeiten.

    Wenn sie in meiner Nähe wohnen würden, dann würde ich wohl schon schauen, dass ich mich um sie kümmere, aber nicht, wenn beide gleichzeitig pflegebedürftig wären. Ich denke, dass das irgendwann mich kaputt machen würde, für sie dann doch nicht mehr da sein könnte und das ist ja nun auch nicht der Sinn der Sache.
     
    #20
    User 37900, 13 August 2009

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