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Eure Meinung zu den Missbrauchsvorwürfen gegen die kath. Kirche

Dieses Thema im Forum "Umfrage-Forum" wurde erstellt von Matze1234, 17 März 2010.

  1. Matze1234
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    Hallo Leute,

    in allen Medien ist davon zu lesen/sehen/hören: Die Missbrauchsvorwürfe gegen Kleriker der kath. Kirche.
    Wie steht ihr dazu? Was ist eure Meinung? Denkt ihr, dass hier auch Zölibat eine Rolle spielt?

    Bin gespannt.

    Gruß
     
    #1
    Matze1234, 17 März 2010
  2. Garcon79
    Benutzer gesperrt
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    nicht angegeben
    Das Problem besteht nicht darin, daß es bei der Kirche "schwarze Schafe" gibt. Denn so etwas findet man leider überall, wie man ja auch daran sieht, daß beispielsweise auch staatliche Schulen von entsprechenden Vorwürfen betroffen sind.
    Das Problem ist vielmehr das, daß die Kirche systematisch die Täter schützt, indem sie die Zusammenarbeit mit staatlichen Strafverfolgungsbehörden verweigert und das Problem dadurch aus der Welt schaffen will, daß sie die Priester einfach versetzt und den Opfern höchstens Schweigegeld anbietet.

    Inwieweit das Zölibat solche Tendenzen begünstigt, vermag ich nicht abschließend zu beurteilen. Ich glaube aber schon, daß dadurch vielleicht Leute mit abnormen sexuellen Neigungen angelockt werden. Und daß es unmenschlich ist, den natürlichen Sexualtrieb dauerhaft zu unterdrücken, muß man wohl nicht extra erwähnen.
     
    #2
    Garcon79, 17 März 2010
    • Danke (import) Danke (import) x 1
  3. honi soit qui mal y pense
    Meistens hier zu finden
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    nicht angegeben
    Auch wenn ich mich wiederhole: die katholische Kirche hat Dreck am Stecken.
    Ich weiß, der eine oder andere kann's nicht mehr lesen.
     
    #3
    honi soit qui mal y pense, 17 März 2010
  4. simon1986
    simon1986 (30)
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    Verlobt
    Das Zölibat macht den Priesterberuf unattraktiv. Das heisst es entsteht zusätzlich Mangel an Priestern. Die Kandidaten werden schon darum zu wenig auf ihre Eignung geprüft. Verkorkste Typen die mit ihrer eigenen Sexualität nicht klar kommen sind unter den Priestern möglicherweise überproportional vertreten.
     
    #4
    simon1986, 17 März 2010
  5. User 77547
    Beiträge füllen Bücher
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    Verheiratet
    Ich sehe es genauso wie simon1986. Dass vor allem Missbrauchsfälle in der kath. Kirche jetzt ans Tageslicht kommen, darf aber m.E. auf keinen Fall dazu führen, dass man keinen Blick mehr hat auf Missbrauch innerhalb der Familie, in anderen Instiutionen wie z.B. "normalen" Schulen, Sportvereinen, nicht-kirchlichen Jugendgruppen usw.

    Es ist nämlich auch soooo praktisch, wenn man auf irgendwelche Exoten (kath. Priester) zeigen kann und nicht vor seiner eigenen Haustür kehren muss.
     
    #5
    User 77547, 17 März 2010
  6. ProxySurfer
    Sehr bekannt hier
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    Ich vermute, dass Pädophile in kirchlichen Einrichtungen eine gute Möglichkeit sehen (sahen), an Kinder ranzukommen. Vor allem auch, weil gerade dort viel vertuscht wird (wurde). Da die Fälle aber jetzt nach und nach an die Öffentlichkeit kommen, wird es ihnen heute nicht mehr so leicht gemacht als in früheren Jahrzehnten. Und das ist gut so.
     
    #6
    ProxySurfer, 17 März 2010
  7. User 44981
    User 44981 (29)
    Planet-Liebe Berühmtheit
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    2.105
    Single
    Wie ich schon in einem anderen Thread zum Thema geschrieben habe: Natürlich spielt die erzkonservative, restriktive Sexualmoral der katholischen Kirche bei der Sache auch eine Rolle...

    Bei der katholischen Kirche kommen eben viele Faktoren zusammen:
    - Arbeit mit Kindern und Jugendlichen
    - Ansehen als Vertrauensperson und moralische Instanz
    - Sexualmoral und Ruf als moralische Instanz, den man verlieren könnte, was dazu führt, dass entsprechende Vorfälle gerne mal vertuscht und totgeschwiegen oder zumindest nur kirchenintern behandelt werden, was potentiellen Tätern natürlich ein gewissen Sicherheitsgefühl gibt
    - Sexualmoral, die evtl. auf manche Leute mit ungewöhnlichen sexuellen Trieben anziehend wirken könnte oder die bei manchen Leuten durch Unterdrückung von normalem, menschlichem Sexualverhalten und normalen Sexualbedürfnissen evtl. zu anderen Formen der Auslebung der sexuellen Bedürfnisse führen könnte.

    Auch wenn ich es nicht gut finde, dass es solche Fälle überhaupt gibt, finde ich es doch ganz gut, dass man hier mal sehr schön sieht, dass die Kirche bei weitem keine so weiße Weste hat, wie sie es gerne darstellt...
     
    #7
    User 44981, 18 März 2010
  8. Subway
    Planet-Liebe Berühmtheit
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    Verheiratet
    Ich sehe es bei der Kirche als größeres Verbrechen. Da dort die "Mitarbeiter" nicht nur unter dem Gesetz stehen, sondern auch noch ihre eigenen, noch strengeren Regeln haben.

    Auf jeden Fall ist es eine gute Sache, dass das ganze mehr und mehr ans Licht kommt. Ich hoffe es trauen sich noch einige mehr.
     
    #8
    Subway, 18 März 2010
  9. Joppi
    Gast
    0
    Genau. Das ist doch nun eine gute Gelegenheit das Thema öffentlich zu diskutieren und Lösungswege zu suchen. Keiner weiß wie viele Kinder täglich missbraucht werden, aber die Dunkelziffer soll verdammt hoch liegen. Irgendwie habe ich nach wie vor das Gefühl, dass das Thema sehr stiefmütterlich behandelt wird.
     
    #9
    Joppi, 18 März 2010
  10. User 29377
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    nicht angegeben
    Schlimm, dass sowas passiert (ist). Mehr kann ich zum grundlegenden Sachverhalt nicht sagen.
    Wie alle jetzt sooo einen Aufstand machen und so tun können, als sei ihr kleines heiles Weltbild zerbrochen, verstehe ich nicht. Ist doch prinzipiell seit Jahren bekannt, dass es da durchaus Leute mit gewissen Neigungen geben soll.
    Wie kann ich mich so "akut" über etwas empören, von dem ich seit geraumer Zeit ausgehe?
     
    #10
    User 29377, 18 März 2010
  11. simon1986
    simon1986 (30)
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    Verlobt
    Wo Menschen in einem Abhängigkeitsverhältnis so nahe auf einander sind wie im Internat, da ist die Gefahr von sexuellem Missbrauch besonders gross. Katholische Internate aber auch Reformschulen sind gefährdet, weil eine besonders intensive Betreuung der Schüler statt findet. Da ist das Zölibat wirklich nur EIN Aspekt unter anderen.
    Ebenso sind die Täter nicht einfach "Pädophile", die man durch einen Test vorher aussondern könnte.

    In Internaten kam noch etwas dazu. Ich weis das von einem Grossonkel der in einer Klosterschule war. Die Erziehung war dort relativ brutal, Misshandlung war an der Tagesordnung, und der sexuelle Missbrauch war dann fast so etwas wie die "Zuckerseite" der Misshandlung, eine Art pervertierte "Zuwendung".

    Die beste Vorbeugung ist die Kinder so zu erziehen, dass sie selbstbewusst über ihren Körper bestimmen können und den Mut haben auch einem Erwachsenen Nein zu sagen. Und dass sie Vertrauenspersonen haben, an die sie sich auch in solchen Fällen wenden können. Die Öffentlichkeit ist defintiv keine Vertrauensperson!

    Und wenn es diese Fälle nicht gegeben hätte? Zum Glück reagiert der Papst so unsäglich falsch....
    Die Opfer von Missbrauch haben jede nötige Hilfe verdient. Ihnen soll Mut gemacht werden die Vorfälle zu melden. Aber sie sollten nicht noch einmal missbraucht werden um Schlagzeilen zu machen und Nebenziele zu verfolgen.

    Noch etwas zum Schluss. Wenn wir weltweit an das Schicksal der Kinder denken, dann sind die Fälle von missbrauchten Internatsschülern leider nur eine kleine Randerscheinung. Ich möchte nicht sagen "ein Luxusproblem", das wäre zynisch. Aber die Millionen von Kindern, die hungern, misshandelt werden, oder zur Prostitution gezwungen, mit bei uns hergestellten Landminen in die Luft gejagt werden, als Kindersoldaten missbraucht usw., die gehörten eigentlich genau so in die Schlagzeilen. Aber diese "Fälle" sind weniger süffig, und die Verantwortlichkeit ist viel diffuser -und könnte auch uns treffen...
     
    #11
    simon1986, 18 März 2010
  12. User 44981
    User 44981 (29)
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    Single
    Die mediale Berichterstattung über diese Fälle verfolgt aber längst nicht nur irgendwelche unbedeutenden Nebenziele, sondern bringt enen sehr großen Vorteil:
    Jeder, der von solchen Fällen weiß, wird kirchlichen Einrichtungen nicht mehr blind vertruauen, sondern ihnen mit einer Portion gesundem Misstrauen begegnen. Dazu wird die Kirche durch den öffentlichen Druck dazu gezwungen, Maßnahmen zu ergreifen, um derartige Fälle in der Zukunft zu verhindern.
    Insgesamt können dadurch sicherlich einige zukünftige Missbrauchsfälle und ähnliche Vorfälle verhindert werden.

    Natürlich müssen sehr viele Kinder so schlimme Dinge erleiden. - Aber es ist doch ganz normal, dass die Vorfälle, die in unserer Gegend stattfinden und die somit auch evtl. mal unsere Kinder betreffen könnten, für uns wichtiger sind, als Dinge, die weit entfernt passieren.
    Und es ist auch viel einfacher, hier bei uns etwas gegen irgendwelches Unrecht zu tun, das Kindern widerfährt, als irgendwo in weiter Ferne. - Von daher finde ich es auch nicht schlecht, erst mal da anzufangen, wo man relativ leicht Erfolge erzielen kann, bevor man sich an die schwierigen, kaum lösbaren Probleme heranwagt.
     
    #12
    User 44981, 18 März 2010

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