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extreme Versagensangst was mein Studium betrifft

Dieses Thema im Forum "Kummerkasten" wurde erstellt von MsThreepwood, 18 Januar 2009.

  1. MsThreepwood
    2.424
    Hallo liebes Forum,

    wie man an meinem Countdown sehen kann, besuch ich bald meine erste Vorlesung an der Uni. Am 9.3. um 10Uhr um genau zu sein.

    Und seit 2 oder 3 Wochen leg ich ein Verhalten an den Tag, was ich selbst nicht von mir kenne: Ich habe extreme Angst.

    Ich kann es mir auch nicht erklären, aber ich habe zur Zeit das blöde Gefühl, dass ich beim Studium scheitern werde.

    Ich bin mir sicher, mir den richtigen Studiengang ausgesucht zu haben und eigentlich weiß ich auch, dass ich nicht auf den Kopf gefallen bin. Es nagen einfach so viele Punkte an mir:

    1) Mein Vater finanziert das Studium und da ich an einer Privatuni bin, ist das alles andere als billig. Das heißt, wenn ich das Studium nicht schaffe, hat mein Vater mehrere tausend Euro in den Sand gesetzt.

    2) In meinem Kurs bin ich die jüngste und das einzige Mädchen. Ich hab irgendwie Angst, total ausgeschlossen zu sein.

    3) Ich weiß, dass ich extrem faul bin. Ich habe zB in meiner Schulzeit nichtmal Hefter gehabt, kaum mitgeschrieben und so gut wie nie gelernt. Natürlich weiß ich, dass ich das ändern muss, aber es fällt mir oft so schwer mich zu motivieren.

    4) Meine Vorkenntnisse. Ich hab zwar in meinem FSJ-K sehr viel über das gelernt, was ich auch studiere, aber ich hab immer das Gefühl, alle anderen werden mir meilenweit vorraus sein. Ich lese täglich mehrere Bücher zu verschiedenen Themen, die im Studium behandelt werden und hab trotzdem das Gefühl nicht weiter zu kommen.

    Ich weiß momentan nicht, was ich gegen diese Ängste unternehmen kann...

    Vielleicht hatte ja jemand vor euch ähnliche Bedenken, so kurz bevor es losging und kann mir berichten, wie es gelaufen ist oder was er gemacht hat um sich selbst zu beruhigen.

    Danke schonmal!
     
    #1
    MsThreepwood, 18 Januar 2009
  2. Luc
    Luc (29)
    Meistens hier zu finden
    2.148
    148
    108
    nicht angegeben
    Lass es auf dich zukommen. Mehr kannst du im Moment nicht machen, ausser die Hefter kaufen, damit du mitschreiben kannst.

    Gegen die Faulheit kannst du ja deine Mitstudenten fragen, ob man nicht zu viert oder fünft (oder wie auch immer) zusammen lernen kann. Wenn du dich mit denen gut verstehst, kanns sogar Spass machen.

    Da du so viele Vorkenntnisse hast, wirst wahrscheinlich du diejenige sein, die etwas voraus ist. :grin:

    Ich denke für den Kurs tut die weibliche Rolle total gut. Und ich denke mal, du wirst sicher akzeptiert, und von einigen halt begehrt werden. Ausschliessen werden sie dich bestimmt nicht, ausser du benimmst dich total daneben. Was vielleicht seiin kann, ist, dass der Männerpulk dich etwas nerven könnte. :ratlos:

    Ja, ich hatte vor meinem Studienbeginn auch ähnliche Bedenken, weil ich im vergleich zu den anderen weniger Praxiserfahrung habe. Dann musste ich auch noch wegziehen. Aber da ich mich wirklich dafür interessiere geht es, obwohl ich auch zu den Faulen gehöre.
     
    #2
    Luc, 18 Januar 2009
  3. CharlySchneider
    Verbringt hier viel Zeit
    463
    103
    5
    Single
    Hey!

    zu 1)... ich hab auch an ner privaten Schule studiert, das war auch ne Menge Kohle, die da geflossen ist. Das motiviert ganz gut. Man will einfach nicht, daß die Knete verschwendet war. Aaaaaber wenn das, wie du sagst, dein Herzenswunsch ist, dann brauchst du diese zusätzliche Motivation nicht.

    zu 2)... als einzigstes Mädel wirst du garantiert nicht ausgeschlossen, im Gegenteil, du wirst, noch ehe du ein Wort gesagt hast, der beliebteste Mensch im Kurs sein :-D da gibts sicherlich noch mehr Leute, die neue Kontakte suchen, man will sich ja in solchen Situationen auch gegenseitig kennenlernen. Da müßtest du dich schon echt ansgrengen, um irgendwie ausgeschlossen zu werden.

    zu 3)... ich war stinkfaul, mußte praktisch nichts machen für mein Abi. Ich bin immer noch bequem, aber ich hab an der Uni gelernt, den Arsch hochzukriegen, wenn es sein muß. Ich kann mir nichts Dümmeres vorstellen, als wegen der eigenen Faulheit ne Prüfung zu verhauen, aber selbst wenn: das ist kein Untergang (normalerweise kann man die ja nachholen), und spätestens DANN weiß mans aber.

    Es gibt viele Wege, sich zum Arbeiten zu bringen, bei mir waren das zB Lerngruppen mit anderen. Ich hab nie für irgendwas gelernt, außer wenn ich mich halt mit anderen verabredet habe, da konnte ich ja nicht anders. Und, im Gegensatz zur Schule, hat mich der Kram da interessiert (hatte ich mir ja ausgesucht), da wollte ich mich mit beschäftigen.

    zu 4)... für den Studiengang wird es ja irgendwelche Zugangsvoraussetzungen geben, z.B. Abitur oder sonst irgendwelche Vorkenntnisse. Da kannst du denen schon einigermaßen vertrauen, daß die erstens wissen, was sie da tun, wenn sie dich zulassen, und daß zweitens der Einstieg entsprechend gestaltet wird: so, daß halt unterschiedliche Vorkenntnisse angeglichen werden. Wenn es da absolut dringende Voraussetzungen gäbe, die nicht selbstverständlich sind (z.B. durchs Abi), dann hätten die dir das gesagt und würden evtl. Vorkurse anbieten (an der FH gabs z.B. nen Mathevorkurs, der in etwa LK-Niveau hatte; an der Uni gabs nen Programmier-Vorkurs, der bei 0 angefangen hat und für das spätere Studienglück eher unwichtig war...)

    An ner Uni wird auch nur mit Wasser gekocht, und hinter den ganzen einschüchternden Professerdoktordoktorkitteln verstecken sich sehr oft umgängliche Menschen (ganz im Gegensatz zu den kleinlichen Figuren an den Schulen). Wenns dich interessiert, was du da machst, dann schaffst du es auch, dich da durch zu beißen.
     
    #3
    CharlySchneider, 18 Januar 2009
  4. Drachengirlie
    Verbringt hier viel Zeit
    707
    113
    35
    vergeben und glücklich
    Hallo!

    Ich hab bald mein erstes Semester hinter mir, die Prüfungen stehen aber noch vor mir.

    Also ich muss sagen, dass die Dozenten bei uns zumindest, sehr freundlich und bemüht sind uns durch das Studium zu bringen. Vielleicht hast du ja auch solche freundlichen Dozenten und die kannst du dann Löchern mit allen möglichen Fragen, die nach den Vorlesungen/Seminaren noch offen bleiben! :zwinker:

    Ich hab dieselbe Angst wie du gehabt und habe sie immer noch. Bei mir spielt halt die Hörbehinderung eine große Rolle und weil ich auch keinen 1,.. NC hab wie die anderen... Aber ich muss sagen, dass es nicht soooooo schwer ist wie ich gedacht habe. Es ist zwar eine Menge Stoff, aber, abgesehen von ein paar Themen, eigentlich nicht so extrems schwer.

    Ich denke, in den meisten Studiengängen wird man im ersten Semester erst mal eingeführt, bekommt eine Grundlage, lernt das wichtigste und so und ab dem zweiten/dritten Semester gehts dann wirklich los.

    Naja... meine Angst bleibt die ganze Zeit. Denn es ist mein Traumstudium, genau mein Ding und ich will gerne zum Ziel kommen und nicht davor aufhören müssen, weil ich zu blöd dafür bin. Alle anderen Studiengängen wären für mich mehr ein Kompromiss.

    Deine Kommilitonen werden dich bestimmt nicht ausschließen!! Bei meinem Studiengang hat JEDER Kontakt mit MINDESTENS einem Menschen!! Sogar ich, die Schüchterne, habe ein paar Leute kennengelernt! Und weil ich weiß, wie du hier so bist (Nachtschwärmer etc :zwinker:) bin ich eigentlich ziemlich sicher, dass du ganz locker und ohne Probleme neue Leute kennenlernen wirst und nicht ausgeschlossen wirst!

    Ich war im Abi eigentlich auch mehr faul als fleißig. Jetzt im Studium hat sich das schlagartig geändert. Ich sitze mehr am Tisch und lerne, als dass ich irgendwie faulenze. Und ich denke das liegt einfach daran, dass mir das Spaß macht und ich weiß was ich damit erreichen KÖNNTE, wenn ich den Anforderungen gerecht werde. Und da das ja auch dein Traumstudium ist, wirst du bestimmt auch automatisch mehr tun, als du in der Schule getan hast.

    Auch wenn du wenige Vorkenntnisse hast wirst du nicht ausgeschlossen. Was glaubst du, wieviele Kommilitonen da hingehen, ohne vorher wirklich Erfahrungen gesammelt zu haben? Das Studium ist dafür da, Neues zu lernen und nicht dafür, dass man die Vorkenntnisse ausweitet. Alle werden erstmal die Grundlagen lernen müssen und dann wird es vertieft.

    Mach dir nicht so einen Kopf, du beginnst bald dein Studium, lebe erstmal bis dahin deine freien Stunden.

    Du wirst das schon schaffen, und wenn nicht, dann wird dein Vater dich trotzdem noch lieben und nicht sauer sein, dass das Geld umsonst reingesteckt wurde. Das zumindest sagen meine Eltern, die pro Semester 700€ (und mehr unteren Mittelschicht gehören) für mich bezahlen müssen!

    Liebe Grüsse,
    Drache
     
    #4
    Drachengirlie, 18 Januar 2009
  5. MsThreepwood
    2.424
    Erstmal danke für eure Antworten :smile:

    Dass mein Vater mich trotzdem noch lieb haben wird, davon bin ich überzeugt. :smile: Ich weiß nur eben, dass für ihn 18.000€ auch kein Pappenstiel sind und will deswegen alles so gut wie möglich machen.

    Vielleicht spielt bei mir im Moment auch so ein gewisser unbewusster Druck von der Familie mütterlicherseits eine Rolle. Wir sind 6 Cousinen/Cousins und ich bin die jüngste. Sagen wir mal so: Meine Familie setzt momentan ziemliche Hoffnungen in mich. Keiner von den anderen 5 hat studiert, nur einer (meine Schwester) hat überhaupt Abi gemacht. Jetzt ist da irgendwie diese Erwartungshaltung, von wegen: "Nellie, DU bist die letzte aus der was werden kann, du MUSST das jetzt schaffen!". So direkt sagt das natürlich niemand, aber es kommen immer wieder Kommentare in die Richtung.

    Positiv find ich an meiner Uni, dass mein Kurs nur aus 15 Leuten besteht und wir trotzdem pro Vorlesung 2 Dozenten haben. Es ist also alles im sehr privaten Rahmen und man hat immer die Möglichkeit Fragen zu stellen. Das ist für mich allerdings auch so eine vollkommen neue Situation. In meinen anderen Schulen (musste mehrmals wechseln) hab ich einfach still vor mich hingearbeitet und meine 1en und 2en bekommen (Außer in Sport :-D) und musste nie nachfragen. Im Studium wird das wohl schon nötig sein.


    Ich bin aber auch ganz großartig darin, mich selbst unter Druck zu setzen. Kleines Beispiel:
    Ein Nachbar und Freund von mir ist einer der besten Live- und Studio-Tontechniker Deutschlands, tourt mit großen bekannten Bands und ist einfach DAS Vorbild für mich schlechthin. In meinem kleinem Kopf denk ich mir sofort "So gut wie er wirst du NIE sein". Dabei müsste mir eigentlich klar sein, dass jemand mit 18 Jahren Berufserfahrung zwangsläufig auf einem völlig anderen Niveau arbeitet. Aber manchmal verabschiedet sich mein logisches Denken :zwinker:
     
    #5
    MsThreepwood, 18 Januar 2009
  6. Drachengirlie
    Verbringt hier viel Zeit
    707
    113
    35
    vergeben und glücklich
    Naja, bei mir ist da auch so ein Druck von der Familie, auch wenn die nichts sagen.

    Ich bin hörbehindert,
    ich bin die ERSTE überhaupt von der ganzen weiten Verwandtschaft, die Abi geschafft hat,
    ich werde die ERSTE sein, die von zuhause auszieht (mein Cousin ist 24, lebt noch zuhause, obwohl er eine Freundin hat, mein anderer 21 lebt auch noch zuhause usw...),
    und ich bin die ERSTE die ein Studium macht.

    Ich bin in allem die Erste, obwohl ich hörbehindert bin. Ich habe schon längst alle Erwartungen übertroffen. Man dachte zuerst, ich würde nur einen blöden Hauptschulabschluss schaffen (ich war an der Hauptschule) und dann irgendeine schlecht bezahlte Ausbildung beginnen. Aber von wegen. Meine ganze Verwandtschaft ist von meiner Laufbahn etwas überrascht und jetzt erwarten die natürlich, dass ich auch das Studium packe.

    Aber da sind einige auch pessimistisch. Sie sagen, Psychologie ist doch sauschwer, mach lieber was anderes ala: "Das Leben ist kein Wunschkonzert". Also besteht für mich doppelter Druck:
    1. Ich will den anderen zeigen, dass ich das schaffen kann und ich nicht zu doof dafür bin.
    2. Muss ich den Erwartungen der anderen gerecht werden...

    Ich musste sogar dafür kämpfen, überhaupt an diesem Studiengang teilnehmen zu dürfen. Meine Eltern waren anfangs gar nicht begeistert davon, mittlerweile unterstützen sie mich aber und setzen schon Erwartungen in mich... Mein Vater verlangt jetzt z.B. dass ich MINDESTENS zwei Semester studiere, ehe ich abbrechen sollte, damit ich nicht vorschnell urteile...

    Naja...
    Ich bin mir sicher, dass du das schaffst!!
     
    #6
    Drachengirlie, 18 Januar 2009
  7. User 35148
    User 35148 (43)
    Beiträge füllen Bücher
    6.255
    218
    295
    nicht angegeben
    Ein Bischen Angst hat doch jede(r) davor.

    Und wenn Du nach einiger Zeit doch merkst, daß es nicht das Richtige war, steh dazu, sei ehrlich, und rede mit Deinem Vater,
    und such etwas, das Dir besser passt.

    Aber Du darfst blos nicht faul sein, das würde Dein Vater sicherlich niemals entschuldigen.

    Laß es aber erstmal auf Dich zukommen.

    Und versuch gleich von Anfang an, in Lerngruppen zu kommen.

    Viel Spaß und viel Erfolg!

    :engel_alt:
     
    #7
    User 35148, 18 Januar 2009
  8. Fuchs
    Planet-Liebe-Team
    Moderator
    5.488
    398
    3.290
    Single
    Ach Nellie, mach dich nicht so heiß deswegen... :zwinker:

    Jeder hat vor dem Studium Schiss - ich weiß noch, wie aufgeregt und aufgescheucht ich durch die Gegend gewuselt bin, als das bei mir losging. Aber du machst doch auf mich einen sehr strebsamen und kompetenten Eindruck, was die Sache betrifft und hast daher beste Vorraussetzungen, etwas draus zu machen. Und mehr kannst du nunmal nicht fordern. Es gibt halt keine Garantie dafür, dass es klappt - und dann ist eine Menge Zeit und eine Menge Geld in den Sand gesetzt. Andersherum ist das nun einmal auch die einzige Möglichkeit, es herauszufinden, und du bist privilegiert, dass du diese Chance überhaupt nutzen kannst. Mehr kannst du einfach nicht erwarten.

    Genieß noch ein wenig die Zeit, die du so hast... sobald du studierst, wird dir nämlich nicht mehr viel davon bleiben :zwinker:

    Achja - und was Faulheit anbelangt - man macht anfangs zwangsläufig ein paar Fehler und überschätzt oder unterschätzt die Sachen. Ich habe es eher überschätzt - war früher eifrig dabei, in jede Vorlesung zu rennen und nur nichts zu verpassen - aber ich muss sagen, mittlerweile bin ich fauler geworden und komme trotzdem damit problemlos durch. Man braucht nur seine Zeit um rauszufinden, wie man sich selbst effektiv zum Lernen bekommt, aber dann läuft das schon :smile:
     
    #8
    Fuchs, 18 Januar 2009
  9. MsThreepwood
    2.424
    Danke für die Mutmach-Beiträge :smile: Ein bisschen beruhigt bin ich jetzt schonmal.

    Ich weiß, das ist für jeden Studiengang und an jeder Uni verschieden, aber:

    Wie war es denn bei euch: Wurde viel Vorwissen vorausgesetzt oder wurde im Studium quasi "bei 0" angefangen?
     
    #9
    MsThreepwood, 18 Januar 2009
  10. franzius
    Gast
    0
    ​​​​​​​
     
    #10
    franzius, 18 Januar 2009
  11. Vickie
    Verbringt hier viel Zeit
    437
    101
    0
    vergeben und glücklich
    darf ich fragen was du studieren wirst?
     
    #11
    Vickie, 18 Januar 2009
  12. MsThreepwood
    2.424
    Ich werd Tontechnik in Berlin an der SAE studieren :smile:
     
    #12
    MsThreepwood, 19 Januar 2009
  13. neverknow
    neverknow (28)
    Meistens hier zu finden
    1.093
    133
    27
    Single
    Hallo :smile:

    Ich hatte damals ziemliche Zweifel, ob ich mich für Medizin bewerben soll. Denn wie du war ich in der Schule absolut faul gewesen (ich hatte übrigens zumindest gegen Ende hin auch nur einen einzigen karierten Block, auf dem ich dann und wann mal ein bisschen was gekritzelt hab :zwinker: ), und hatte ziemlichen Respekt vor meinem zukünftigen Studiengang. Von allen Seiten hört man ja, wie viel Medizinstudenten lernen müssen, dass sie überhaupt keine Freizeit mehr haben und so ... fast hätte ich dann stattdessen Psychologie genommen, aus Angst vor Medizin. Letztendlich hab ich mir aber ein Herz gefasst und mir gesagt, "wenns mir zu schwer ist, ist es mir zu schwer, aber ich kanns ja mal versuchen."

    Im Studium selbst hat es bei mir bei 0 angefangen, allerdings ging es dann ziemlich schnell und heftig los. Ich kann mich an einen bestimmten Tag erinnern, da wollte ich am liebsten alles hinschmeißen: wir hatten 1,5 Monate bis zur ersten Anatomie-Klausur, und ich hatte mir gerade diesen riesigen, dicken Anatomie-Atlas gekauft und durchgeblättert, und war echt sowas von geplättet von der Masse an Fachbegriffen und Strukturen und Fakten. Und ich war mir sicher, dass ich diesen ganzen Kram NIEMALS würde lernen können und dass ich im falschen Studiengang war.
    Hab dann ein paar Tage lang gar nix gemacht, während alle um mich herum schon wie verrückt gelernt haben, weil ich mir eben gedacht hab, dass ich es sowieso nicht schaffe. Irgendwie hab ich dann aber doch Interesse für das Zeug gehabt, ein bisschen drin herumgelesen, Dinge verstanden, weitergelesen usw ... :zwinker: und die Klausur letzten Endes gut bestanden.

    Und seitdem schlag ich mich durch einen Studiengang, der definitiv nicht für Menschen wie mich (faul und naturwissenschaftlich unbegabt) gemacht wurde :tongue: und es klappt schon irgendwie, auch wenn ich schon des öfteren in die Nachklausur musste :schuechte :grin:


    Also, Fazit: lass es auf dich zukommen, und lass dich am Anfang nicht von der Stoffmenge oder deinen Mitstudenten oder sonstirgendwas aus der Bahn werfen. Meistens ist sowas nur halb so schlimm, wie es aussieht :smile:
     
    #13
    neverknow, 19 Januar 2009
  14. User 18780
    User 18780 (33)
    Meistens hier zu finden
    2.327
    133
    22
    Verheiratet
    Nellie, mir ging das bisher auch so vor jedem großen Schritt im Leben.
    Es ist ja nicht nur die Angst vor dem (hier) Studium an sich, sondern auch die Angst vor der ungewissen Zukunft.

    Das Problem ist doch, dass du jetzt nicht weißst, was später (also ab März) wird. Und das macht eben Angst. Mir zumindest bei meinen Dingen. Leider kannst du nichts dran ändern, da du erst ab März erfahren wirst, was genau auf dich zukommt und wie du damit zurechtkommst.

    Studieren ist anfangs wohl für jeden ein kleiner Schock. Es ist ein anderes Lernen (bzw man beginnt dort erst richtig damit, weil es vorher einfach sehr leicht für einen war, auch ohne lernen).

    Aber ich denke dass kann man auf die Reihe bekommen. Ich habe mich auf mein Studium nicht vorbereitet, keine Bücher gelesen. Einfach nur Zukunftsangst gehabt :zwinker:.
    Das erste Semester war hart, aber man organisiert sich.
    Vor allem hat man ja noch keine Ahnnung, vom organisatorischen Ablauf, benötigt nen Mailaccount um sich für die Übungen anzumelden, muss zum Amt x laufen, sich auf Liste y eintragen usw.

    Das ist anfangs großer Stress.
    Aber jedes Semester kann man das ganze relaxter betrachten, mal in der einen oder anderen Vorlesung fehlen (siehe Fuchs :zwinker:).


    Genieße deine Freizeit, denn an deinen Sorgen kannst du jetzt sowieso erstmal nix ändern.
     
    #14
    User 18780, 19 Januar 2009
  15. JackyllW
    JackyllW (30)
    Verbringt hier viel Zeit
    676
    103
    1
    nicht angegeben
    Huhu Nellie,
    diese Versagensangst kenn ich auch, die packte mich auch kurz bevor das Studium begann. Ursprünglich wollte ich ein Lehramtsstudium beginnen, war aber zufällig auf Wirtschaftsingenieurwesen gestoßen, was mich viel mehr interessierte aber aufgrund seiner Mathe- und Techniklastigkeit eine riesen Herausforderung werden musste. Zum Glück haben ein paar Lehrer gesagt dass ich es nicht schaffen würde, was mich erst recht angestachelt hat, dieses Studium zu beginnen.
    Zuerst war ein 12-wöchiges Vorpraktikum zu leisten, halb kaufmännisch, halb technisch -> hat mir sehr gut gefallen, vor allem das Technische, weil ich da was gelernt habe.
    Jetzt stehe ich am Ende des 3. Semesters, die hälfte des Studiums ist rum und bisher ist alles relativ gut gegangen.
    Wie es in einem Ingenieursstudium üblich ist, sind wir Mädels in der Unterzahl - wir waren zu Beginn 6 Mädels bei 90 Anfängern, jetzt sind wir noch zu 4. bei 70 Studis. Ich bin allerdings ganz froh dass wir weniger Mädels haben, wir werden auch in keinster Weise benachteiligt. Im Gegenteil, die meisten Jungs sind froh dass es auch Mädels gibt, die ihr Fach studieren.
    Die Dozenten sind ebenfalls sehr freundlich zu uns Mädels und bemühen sich immer, dass wir auch mit dem Stoff mitkommen.
    Die meisten von uns haben große Mathe- und Physikkenntnisse, andere sind fit in Buchführung oder BWL - ich hatte zu Beginn von keinem wirklich Ahnung, Mathe hatte ich am Gymnasium "nur" Grundkurs und Physik hatte ich gänzlich abgewählt...naja und ich bin immernoch dabei. Mach dir keinen Kopf, lass das Studium auf dich zukommen und lass dich nicht unter Druck setzen, bzw. setz dich nicht selbst unter Druck. Du wirst in das Studium genau wie ich auch hineinwachsen. Mittlerweile kann ich mir auch gar nicht mehr vorstellen, wie es wäre wenn ich auf Lehramt studiert hätte:eek:
    Ich drück dir die Daumen das alles gutgeht!
     
    #15
    JackyllW, 19 Januar 2009
  16. Fuchs
    Planet-Liebe-Team
    Moderator
    5.488
    398
    3.290
    Single
    Typischerweise sind Studenten innerhalb eines Studiengangs ein bunt zusammengewürfelt Haufen, die über ganz verschiedene Bildungswege aus allen möglichen Bundesländern mit ganz unterschiedlichen Vorraussetzungen zusammenfinden. Von daher ist ein gut konzipierter Studiengang so, dass er (bis auf wirklich elementare Dinge) kein Vorwissen vorraussetzt.

    Es gibt einige Studienfächer, wo das tatsächlich so ist, dass das Vorwissen allgemein sehr schlecht ausfällt. Bei mir gab es bspw. Mathematikvorkurse, die ich auch besucht habe. Ich denke aber, dass das bei dir wohl nicht der Fall sein wird und es ist auch nicht das Entscheidende, weißt du?

    Das wichtigste, was du im Studium lernen wirst, ist das lernen selbst! Wenn du merkst, dass dir diese Sachen fehlen, dann wirst du sie dir von selbst aneignen - auch, weil du lernen wirst, die Zähne zusammenzubeißen und dich da durchzukämpfen. Denn die wichtigste Sache bringst du mit: Motivation! Und damit meine ich nicht Faulheit - herrje, ich bin auch faul - aber ich liebe immernoch mein Fach - sonst würde ich es nicht studieren. Viele der Studenten, die letztlich scheitern, haben sich vorher meistens zu falsche Vorstellungen oder zu wenig Gedanken gemacht - oder gar "irgendwas" genommen. Bei dir deckt sich dein Studium doch aber mit der Sache, die du so gern machen würdest! Da wirst du Herzblut reinstecken und auch wenn ich dich noch nicht sehr lang kenne, glaube ich, dass das ganz hervorragend für dich laufen wird! :smile:

    Off-Topic:
    Huhu Mimi! :winkwink:
     
    #16
    Fuchs, 19 Januar 2009
  17. danose
    danose (35)
    Verbringt hier viel Zeit
    176
    103
    5
    vergeben und glücklich
    Um mal eins kurz klar zu stellen. Ein Studium ist kein Hexenwerk. Sicher Tontechnik ist keine einfache Sache. Das ganze setzt viel wissen im Bereich Physik (Akustik,Wellenlehre) vorraus.

    Jedoch sei versichert jedes Studium beginnt bei 0. Du fängst immer ganz am Anfang an. Aufpassen musst du nur das du nicht den ANschluß verpasst.

    Als ich mit meinem Studium begann gabs dort solche Mathematik Einführungskurse. Das war Oberstufe im Schnelltempo; jedoch ist der Übergang zu neuen Sachen sehr fließend.
    An ner Privatschule ist die Gefahr denke ich nicht so hoch, du sagst ja selbst ihr wärt nur 15 Leute bei 2 Dozenten.
    Bei mir warens 250 Studenten auf einen Dozent.

    Also mach dich nicht so verrückt du schaffst das wie soviele andere vorher auch schon. Angst hatten wir alle doch schonmal vorm Versagen. Ist auch besser so, als wenn man eine Egal Haltung entwickelt; das gibts nämlich auch recht oft.
    LG
     
    #17
    danose, 19 Januar 2009
  18. MsThreepwood
    2.424
    Off-Topic:
    Huhu Fuchs und Mimi :grin:


    Ich muss ehrlich sagen, dass mich eure Aussagen bisher ziemlich beruhigt haben :smile:

    Physik sollte bei mir kein Problem werden (hab mein Physik-Abi als LK mit 15 Pkt. bestanden :zwinker: ), vor allem, weil ich mich auch schon immer für Physik interessiert habe, insbesondere für Akustik und Elektrik, was auch ein Teil meines Studiums sein wird.

    Danke für eure ganzen Antworten. Zumindest letzte Nacht konnte ich beruhigt schlafen :smile:
     
    #18
    MsThreepwood, 20 Januar 2009
  19. timtam
    timtam (29)
    Verbringt hier viel Zeit
    441
    101
    0
    vergeben und glücklich
    Es bringt doch nichts, wenn du schon 2 Monate vor Beginn Angst hast :smile: Du interessierst dich sehr für das Fach, also wirst du auch motivierter dafür lernen.
    Bei meinem Studiengang (Biologie) wurde kein spezielles Vorwissen vorausgesetzt. Der Stoff der Mittelschule wurde sogar nochmals behandelt...einfach sehr rasch. Daneben gab es für Erstsemestrige Mathematik- und Chemie-Vorkurse.
    Ich empfehle dir auch, alle Vorlesungen zu besuchen (ausser du hast schlechte Dozenten). Einerseits hörst du so den Stoff schon mal, du kannst wichtige Dinge aufschreiben oder schon mal notieren, wo du noch Probleme hast und evtl. gleich nachfragen. Andererseits hast du so Kontakt zu den anderen Studenten und wirst nicht ausgeschlossen.
    Hast du auch praktische Kurse oder Übungen?
     
    #19
    timtam, 20 Januar 2009
  20. User 87573
    User 87573 (28)
    Sehr bekannt hier
    2.023
    168
    412
    nicht angegeben
    Bei uns wurde so gut wie alles von fast 0 angefangen, das ganze geht aber in einem Höllentempo vonstatten, sodass du wenn dir Grundkenntnise fehlen daheim noch mal hinsitzen musst.
    Zeit vor den Prüfungen zum lernen musst du klar einplanen aber während des Semesters ist es bei uns eigentlich ganz angenehm. Es ist zwar viel Stoff aber es ist zu bewältigen selbst wenn man wie ich Faultier während des Semesters gar nix macht und erst 2 Monate vor den Prüfungen anfängt was zu tun.

    Allerdings mach dich drauf gefasst dass das lernen erst mal ein Schock sein wird. Ich hab für die Schule nie was gemacht und hab nen 1,4er Abi geschrieben von daher war ich gute Noten fürs Nichtstun gewöhnt. Das ist in der Uni nicht mehr so.
    Ich lerne jetzt um einiges mehr und schreibe trotzdem nur noch 2er und 3er.
     
    #20
    User 87573, 20 Januar 2009

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