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Fühle mich ausgebrannt - keine Lust mehr auf garnichts - kein Sex mehr...

Dieses Thema im Forum "Kummerkasten" wurde erstellt von Ambergray, 13 August 2007.

  1. Ambergray
    Ambergray (30)
    Verbringt hier viel Zeit
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    6
    nicht angegeben
    Tja, wo fange ich denn am besten an zu erzählen...

    Ich fühle mich momentan wie eine 40jährige Hausfrau.
    Weiß garnicht, wie ich das beschreiben soll.

    Vorher (bis vor 1,5 Monaten) hatte ich halt immer eine Aufgabe, ein Ziel vor Augen. Beispiele: Eine eigene Wohnung, die Abschlussprüfung der Ausbildung schaffen, einen neuen Job finden usw.

    Jetzt habe ich im Prinzip alles erreicht, größtenteils durch wirklich harte Arbeit.

    Aber mir gehts nicht gut dabei.
    Ich habe das Gefühl, nur arbeiten zu gehen, um die laufenden Kosten bezahlen zu können.
    Also ich lebe, um zu arbeiten und nicht umgekehrt.
    Ich arbeite nicht, um mir mit dem Geld irgendwelche Träume erfüllen zu können.

    Ich selbst fühle mich auch einfach schlecht.
    Sex hatte ich schon seit Wochen nicht mehr.
    Mir fehlt einerseits die Lust dazu: Alles, was mich vorher heiß gemacht hat, wirkt irgendwie nicht mehr.
    Mein Freund kann machen, was er will.
    Irgendwie lässt mich das alles kalt.
    Manchmal nervt es sogar, sodass ich oft schon beim bloßen Küssen abblocke.

    Andererseits fühle ich mich in meinem Körper auch unwohl. Ich habe das Gefühl, dass ich eine Hausfrau bin, deren einzige Aufgabe darin besteht, den Haushalt in Ordnung zu halten: Putzen, spülen, Fenster wischen, staubsaugen,...
    Ich finde meinen Bauch zu dick und schwabbelig und fühle mich generell nicht attraktiv.

    Ich habe schon versucht, nach einer neuen Herausforderung zu suchen, aber ich weiß noch nichtmal, in welche Richtung das gehen soll.

    Ich hatte schonmal an Fittness-Studio gedacht, das würde vielleicht das Gefühl zu meinem Körper verbessern.
    Aber das müsste ich ja dann nach der Arbeit machen.
    Und momentan komme ich um 17 Uhr nachhause, lege mich auf die Couch und schlafe fast sofort ein, weil ich einfach hundemüde bin.

    Das ist nicht einfach, zu beschreiben, wie ich mich gerade fühle. Aber hoffe, ihr versteht das und könnt mir was dazu schreiben...
     
    #1
    Ambergray, 13 August 2007
  2. smithers
    Verbringt hier viel Zeit
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    0
    nicht angegeben
    .... es ist nicht einfach zu beschreiben --- aber ich kann Dich schon verstehen. Du mußt Dir auch mal ein wenig ruhe gönnen meine Liebe. Umziehen, Auto putt machen, Probs mit der Rückfinanzierung und und und. Meinste nicht, dass das ein bisschen viel Input für Dich ist ?

    Du bist ausgebrannt – nichts weiter. Ich weis wovon ich rede. Mein zweiter und dritter Name ist Arbeit und Überstunden. Tag ein Tag aus immer Vollgas, alles geben – das unmögliche innerhalb von Minuten möglich machen. Stress pur – andere stützen, damit sie nicht mit den Leistungen wegbrechen. Kurz um, 33 Jahre und ein klasse Kandidat für einen Herzinfarkt – Originalton Betriebsarzt. Das Leben stand nur noch aus arbeit – alles was man sich erarbeitet hat wurde sehr schnell als „normal“ hingenommen. Freude an der Kleinigkeit gab es nicht. Sex – ja, das Wort war mir bekannt – und die theoretische Ausführung auch, aber Lust gab es sogut wie keine ...

    Mir hat es geholfen eine Woche auszusteigen. Ich habe das große Zelt eingepackt, meine Maus natürlich auch – und ab in die Natur. Vier Tag und ich war endlich wieder unten. Endlich hatte man den Kopf wieder frei, konnte sich freuen auf Dinge und über Dinge. Auch das Zwischenmenschliche Verlangen kam wieder in Schwung – und gestern Abend hatte es in allerlei Hinsicht seinen Höhepunkt erfahren. Lerne auch mal zu entspannen, dann wird Dir vieles einfacher von der Hand gehen. In der Ruhe liegt die Kraft.
     
    #2
    smithers, 13 August 2007
  3. Ambergray
    Ambergray (30)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
    2.927
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    6
    nicht angegeben
    Da habe ich auch schon dran gedacht.
    Aber nach gerade mal vier Wochen arbeiten und drei Tagen krank ist es wohl nicht angebracht, Urlaub zu beantragen...

    Ich hatte mich jetzt mal erkundigt, ob ich nicht bei der IHK einen Kurs mache, der mich dazu berechtigt, Lehrlinge auszubilden.
    Das wäre zwar nicht wirklich sinnvoll, aber dann hätte ich wenigstens was, wodran ich arbeite.
    Und so eine Zusatzqualifikation ist ja nie verkehrt.
    Aber das scheidet momentan auch wieder aus, das Ganze kostet nämlich knapp 360 Euro.

    Dann hatte ich überlegt, mal schwimmen zu gehen.
    Vielleicht werden die höllischen Rückenschmerzen ja davon besser.
    Geht aber auch nicht, weil ich ja kein Auto habe, womit ich ins Schwimmbad fahren könnte. Hatte jetzt mal bei einigen Freundinnen angerufen, aber die haben keine Zeit.

    Ich habe ja nicht das Gefühl, großartig "unruhig" zu sein.
    Ich versuche nochmal, das Ganze so zu beschreiben, wie ich es im Moment fühle:
    Ich stehe morgens um 6 Uhr auf, um arbeiten zu gehen.
    Dann sitze ich den ganzen Tag im Büro, umringt von riesigen Papierstapeln.
    Ich komme um 17 Uhr heim, bin hundemüde und lege mich auf die Couch.
    Dort schlafe ich ein und werde erst wieder wach, wenn mein Freund zwischen 20 und 22 Uhr nachhause kommt.
    Anschließend wird noch schnell etwas gekocht/gegrillt und dann weiter geschlafen.
    Wochenends arbeitet mein Freund, ich verbringe die Tage damit, die Wohnung zu putzen, zu spülen, Fenster zu wischen usw.
    Am Ende vom Monat gibt es Geld, was ich nur für notwendige Sachen (Essen einkaufen, Putzmittel kaufen) ausgeben kann.
    So übertrieben kommt es mir zumindest im Moment vor.
     
    #3
    Ambergray, 13 August 2007
  4. User 4590
    User 4590 (33)
    Planet-Liebe ist Startseite
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    nicht angegeben
    Ich glaub, grade in deiner jetzigen Situation wäre es auch keine gute Idee, sich noch eine zusätzliche Belastung aufzubürden, was ein Kurs neben der regulären Arbeit definitiv ist. Du brauchst viel mehr eine Freizeitaktivität, einen Ausgleich zu Arbeit, Haushalt und Alltagstrott. Ein bisschen Sport ist bestimmt eine gute Idee, denn wenn du den ganzen Tag im Büro sitzt, dann kannst du Bewegung sowieso gut gebrauchen. Könntest du denn nicht auch ohne Auto zum Schwimmbad kommen (Öffentliche, Fahrrad)?
     
    #4
    User 4590, 13 August 2007
  5. smithers
    Verbringt hier viel Zeit
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    0
    nicht angegeben
    Wann sich jemand ausgebrannt fühlt und wann nicht können wir selbst leider kaum beeinflussen. Du kannst vier Wochen Urlaub gehabt haben und am ersten tag der Arbeit bist Du wieder fertig mit der Welt. Ich glaube nicht, dass es Dir an Beschäftigung fehlt – Dir fehlen Ruhepunkte an denen Du Dich festhalten kannst und selbst mal wieder runter kommst – da sind weitere Belastungen wie Kurse glaube ich eher contraproduktiv.

    Was die Arbeitszeiten angeht – so kann ich die abnicken. Um sechs aus dem Haus und um halb sechs Abends wieder daheim ... Und das Couchproblem kenne ich auch – man ist komplett alle. Mir haben zwei Dinge geholfen um den ewigen „Alltagskreislauf“ zu durchbrechen. Wenn ich abends nach Hause komme suche ich mir einen Ausgleich. Ich meine, ich habe mindestens 9 Stunden am Stück auf meinem Hinterschinken gesessen – da brauche ich Bewegung, auch wenn ich noch so müde bin. Ich habe angefangen eine halbe Stunde bei uns durch die Natur zu gehen – es hilft mir den Tag zu durchdenken und einen sauberen Abschluss zu finden. Oder ich koche das Lieblingsessen meiner Maus – die strahlenden Augen die mich dann angucken sind Feedback ohne gleichen. Wir haben einen großen Garten, auch da finde ich Ausgleich und wenn ich nur gucke wie das „Un“kraut wächst. Gönne Dir eine halbe Stunde nur für Dich um den Tag zu bewältigen – es gibt soviel Input den ganzen Tag – Du mußt den Kopf frei bekommen – wenigstens für 30 Minuten am Tag.

    Ich persönlich halte es für sehr wichtig gemeinsam mit Zeit zu essen. Schnell was reinschaufeln und dann wieder schlafen gehen mag der Körper einfach nicht – vor allem wenn es schon spät ist und man schwer isst. Versuche unbedingt diese Situation zu verändern. Halte Dir mal folgendes vor Augen: Du kommst nach Feierabend gestresst nach Hause, schläfst auf der Couch ein, erwachst, weil dein Freund endlich da ist, flüchtest in die Küche um was zum picken fertig zu bekommen, schaufelst das in Dich hinein und dann versuchste für den Rest der Nacht zu schlafen ...... merkst Du was ich Dir sagen möchte. Dein Alltag ist doch bereits schon auf Stress programmiert – Du mußt das ändern, sonst wird Dir deine Gesundheit gehörig in den Hintern treten.

    Wenn ich mal einen Vorschlag machen darf: Ich weis, dass es momentan nicht wirklich rosig aussieht was Geld angeht – daher einen eigentlich recht günstiges Vergnügen für euch beide. Ihr braucht nur gutes Wetter, eine Decke, einen Picknickkorb, Zeit und je nach Wohnlage ein Auto um ins Grüne zu kommen. Packe also einen lecker Korb mit Futter zusammen – mit ein wenig Hilfe von Zwerg Aldi und Wichtel Edeka wirst Du mit Sicherheit was finden was in euer Budget passt – Dann alles schön mit Decke verpacken, vielleicht Radio mitnehmen und sich einen Platz aussuchen, wo ihr mal wirklich zwei Stunden sitzen könnt, ohne das gleich die halbe Stadt vorbeipilgert. Du kennst doch mit Sicherheit ein paar schöne Plätze aus der Kindheit – oder etwa nicht?? Eure einzigste Aufgabe ist nun das ganze hemmungslos genießen. Auch wenn Du es vielleicht amüsant findest diesen Gedanken, aber es ist eine tolle Möglichkeit gemeinsam ein wenig auszuruhen und sich auch mal wieder näher zu kommen .... mehr muss ich doch jetzt nicht ausführen - oder J? Weäre das was für Dich – oder doch zu „konservativ“
     
    #5
    smithers, 13 August 2007
  6. User 20976
    (be)sticht mit Gefühl
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    vergeben und glücklich
    Wie wärs, wenn Du am Wochenende NICHT putzt und wienerst? Ich glaub, da übertreibst Du. Zum einen ist es eure gemeinsame Wohnung - wenn Dein Freund am Wochenende arbeitet, wird er ja irgendwann sonst mal frei haben müssen. DANN soll er einen Teil erledigen. Den anderen Teil erledigst Du. Aber Du kannst mir nicht erzählen, dass Eure neu bezogene Wohnung jedes Wochenende zwei Tage lang geputzt werden muss.

    Such Dir fürs Wochenende lieber eine Aktivität, die Dir Spaß macht. Wenn Du nicht zum Schwimmen oder ins Fitnessstudio kommst, dann mach halt Sport bei Dir vor der Haustür. Schwing Dich aufs Rad, fahrs ins Grüne. Jogge. Mach zu Hause Gymnastik oder tanz einfach zu Musik durch die Wohnung.
    Genieß die Sonne.

    Wie weit in Kilometern ist Deine Arbeit weg von der Wohnung? Wie weit ist es zum Schwimmbad? Einige Wege kann man auch per Rad überbrücken.

    Du hast ein paar Ziele erreicht - wie wärs, wenn Du Dich mal darüber FREUST? Habt Ihr Eure Wohnung sowie Deinen Abschluss richtig gefeiert? Wie wärs in jedem Fall mit ner kleinen Party mit Freunden? Oder Grillabend?
    Im Übrigen ist es normal, dass Du nach dem Erreichen von Zielen, auf die Du hingearbeitet hast, "in ein Loch fällst". Versuche dieses Loch hinzunehmen. Dann bist Du halt zur Zeit erschöpft. Du bist grad mal ein paar Wochen im neuen Betrieb, dann noch Dein Autounfall, Geldprobleme... Ich glaub, das SCHÖNE kannste zur Zeit gar nicht wahrnehmen. Also sowas wie "endlich wohnen wir zusammen", "juhu, ich hab endlich meine neue Stelle angetreten, der alte Stress ist vorbei".

    Sex: kein Wunder, dass Du keine Lust hast - zur Zeit biste halt ausgebrannt und kaputt. Erhol Dich.
     
    #6
    User 20976, 13 August 2007
  7. User 50283
    Sehr bekannt hier
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    441
    nicht angegeben
    Gib dir ein wenig Zeit in den Rhythmus hinein zu finden, du bist erst seit nem Monat dabei. Eine Freundin hat gerade das Selbe durchgemacht, sie war völlig fertig, wollte nur noch schlafen und ihre Ruhe, hat sich abgekapselt und empfand es schon als Anstrengung, wach zu bleiben. Wenn man sie versucht hat anzurufen, wimmelte sie einen beinahe sofort mit fadenscheinigen Begründungen ab. Das ging vielleicht 2-3 Monate so, irgendwann hat sie sich wieder gefangen.
    Sie brauchte einfach Zeit, sich an das neue Leben zu gewöhnen, fiel ihr nicht leicht.
    Mittlerweile gehts ihr wieder gut,es hat einfach seine Zeit gedauert.

    Wenn du gerne Sport machen möchtest, dann geh doch joggen, Fahrrad fahren (falls du keins besitzt, schau mal auf nem Flohmarkt, da gibts die ab 20e), mach Gymnastik (drinnen, draußen, wie auch immer), Yoga, Konzentrationsübungen, Meditation...
    Schalte nach der Arbeit konsequent ab, nimm dir ein Buch, gib dir eine gewisse Zeitspanne in der du zu dir kommen kannst, runterkommen, ich beruhigen, entspannen. Innerhalb dieser Zeit versuch, deine Gedanken von der Arbeit weg zu lenken, danach wirds dir bestimmt besser gehen.

    Meine Mutter hatte früher auch das Problem, dass sie nie zur Ruhe kommen konnte. Sie hat sich immer aufs Bett gelegt, den Wecker ein bis zwei Stunden später gestellt, sich völlig entspannt.
    Vielleicht kennst du die Übung, ich beschreib sie dir mal, meiner Mutter hat sie gut geholfen:
    Du legst dich auf den Rücken, streckst Arme und Beine von dir, schließt die Augen und denkst dir bspw: "Mein rechtes Bein wird ganz schwer", danach versuchst du zu erspüren, WIE schwer dein Bein ist, du lässt es immer weiter entspannen, immer schwerer werden. Das gehst du an allen Gliedmaßen durch, wenn dus richtig machst, fängt dein ganzer Körper an zu kribbeln. Widersteh dem Drang, bspw. die Hände zusammen zu ballen, bleib ruhig liegen.
    Wenn du die Übung mehrmals wiederholt hast, wirst du wahrscheinlich irgendwann automatisch einschlafen, und zwar völlig entspannt.
    Während dessen verbiete dir, an alles zu denken, was dir Stress bereitet, stell dir statt dessen vor, wie die Sonne dein Gesicht wärmt, wie du über eine Blumenwiese gehst, stell dir das Rauschen des Meeres vor, wie auch immer.
    Probiers doch mal aus, vielleicht kannst du ja auch was damit anfangen, meine Mutter meint, sie hätte dadurch erst wieder gelernt, auf einen normalen "Anspannungspegel" zurück zu kommen, ihre ganze Verkrampftheit hätte sich mit der Zeit gelockert. Möglicherweise passiert das ja bei dir auch:smile:
    Alles Gute!!
     
    #7
    User 50283, 13 August 2007
  8. smithers
    Verbringt hier viel Zeit
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    121
    0
    nicht angegeben
    Das ist die Progressive Muskelrelaxation nach Jacobson
     
    #8
    smithers, 13 August 2007
  9. Ambergray
    Ambergray (30)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    6
    nicht angegeben
    Zur Beantwortung der Fragen:

    Ich komme mit öffentlichen Verkehrsmitteln nirgendwo hin, weder zur Arbeit noch ins Schwimmbad.
    Aus dem einfachen Grund, dass es da, wo ich jetzt wohne, keine öffentlichen Verkehrsmittel gibt!
    Unser "Dorf" hat zehn Einwohner und liegt mitten im Wald in einem Tal. Wir gehören zwar rein PLZ-mässig zu einer größeren Stadt, aber da ist es noch gut 10min hin (zu Fuß).

    Die Idee mit Fahrrad hatte ich auch schon. Habe es auch mal mit Inlineskates probiert, sogar neue gekauft. Aber für jemanden, der drei Jahre lang Null Sport gemacht hat und für den Treppensteigen mit Einkaufstüten schon höchste Anstrengung ist... Das haut nicht hin, ich habs wirklich probiert.

    Das Schwimmbad ist laut Routenplaner 26km (19min) mit dem PKW entfernt.
    Die Arbeit ist in etwa genauso weit entfernt.

    -----

    Am Wochenende hat es die Wohnung schon sehr stark nötig, geputzt zu werden. Wir schaffen es ja während der Woche meist nicht mal, zu spülen, weil ich ja direkt einschlafe und er meist erst gegen 22 Uhr heim kommt.
    Da stapelt sich dann alles.

    Mir wäre es auch lieber, wenn mein Freund und ich gleich viel im Haushalt machen würden.
    Aber er arbeitet halt sehr sehr viel, dadurch dass er selbst ein Gewerbe angemeldet hat. Auch Samstags und Sonntags. Und wenn er dann auch manchmal erst um 24 Uhr o. ä. heim kommt hat er natürlich auch keine Lust mehr auf spülen usw. Daher bleibt das alles an mir hängen.

    -----

    Nein, wir bzw. ich haben weder Abschluss noch Wohnung irgendwie gefeiert. Schlicht und einfach aus Geldmangel.

    -----

    Klar wäre es wichtig und richtig, Abends zusammen am großen Esstisch zu essen.
    Aber wie soll ich denn was kochen, wenn ich nichtmal weiß, ob er um 16 Uhr oder um 24 Uhr heimkommt?
    Er kann es ja selbst nicht planen; wenn kurz vor Feierabend noch ein Kunde kommt, dann muss der Feierabend eben warten.
    Daher koche ich mir dann höchstens eine Kleinigkeit, wenn ich wach werde.
    Ich habe zeitweise mal gekocht, wenn er gesagt hat, wann er heimkommt. Aber da sich das dann auch immer kurzfristig verschoben hat und ich dann mit meinem Gekochten da saß war mir das dann auch zu doof.
     
    #9
    Ambergray, 13 August 2007
  10. Bärchen72
    Bärchen72 (44)
    Verbringt hier viel Zeit
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    113
    36
    Verheiratet
    ...na, da hast du doch schon ein ziemlich offensichtliches Ziel, an dem Du arbeiten kannst.
     
    #10
    Bärchen72, 13 August 2007
  11. User 20976
    (be)sticht mit Gefühl
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    vergeben und glücklich
    dann mach spaziergänge - und zwar im flotten tempo. wenn du außer atem kommst, geh für zwei minuten langsamer.

    du musst ja nicht gleich einen sprintrekord aufstellen, wenn du mit skates rumgurkst. einfach mal für 20 minuten oder auch nur 10 minuten skates anziehen und ein bisschen probieren.

    gymnastik zuhause ist auch eine option - dabei sieht dich keiner und du kannst musik hören oder sonst was. dafür gibts gute anleitungen im netz. disziplin gehört halt dazu.

    wie viele stunden am tag arbeitet dein freund denn? habt ihr vorher nicht mal zusammen überlegt, wie ihr das mit dem haushalt machen wollt? und auch wenn er erst um 22 uhr zuhause ist - kann doch nicht sein, dass alles du machst? es klappt nicht, wenn jemand TÄGLICH bis 22 uhr weg ist UND am wochenende arbeitet. regeneration und erholung ist nötig, um überhaupt produktiv arbeiten zu können!

    wenn ihr unter der woche nicht spült, sammelt sich das natürlich an, da freut man sich auf den spülmarathon am WE. ich denke schon, dass ihr es unter der woche hinbekommen könnt, nach dem essen euch noch beide in die küche zu stellen und GEMEINSAM zu spülen, dabei könnt ihr auch noch ein bisschen reden. und wenn er unter der woche eh fast nicht zu hause ist und du auch nur nach haus kommst, schläfst, isst, schläfst, dann kann nicht so viel dreckig und unaufgeräumt werden, dass du das WE komplett mit putzen verbringst.

    feiern: dazu braucht man nicht viel geld. ihr könnt mit FREUNDEN, die ja vielleicht von eurem geldmangel wissen, ja auch ne jeder-bringt-grillzeug-und-getränke-mit-party machen. also quasi selbstversorgungsparty, aber eben fröhliches beisammensein.

    oder zu zweit ein picknick machen. dafür müsst ihr euch die zeit nehmen, ja, aber das sollte es euch BEIDEN wert sein.
     
    #11
    User 20976, 13 August 2007
  12. Ambergray
    Ambergray (30)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    6
    nicht angegeben
    Das mit der Gymnastik zuhause wäre eine gute Idee, habe da im Internet auch eine Menge gefunden.
    Bauch-Weg-Übungen und so.
    Ich könnte mir zum Beispiel vornehmen, dass ich meine tägliche Soap nur schauen darf, wenn ich die Viertelstunde davor irgendwas an Gymnastik gemacht habe.
    Ob ich das durchziehe bzw. überhaupt die nötige Motivation dazu aufbringe ist dann die andere Frage.

    Mein Freund arbeitet von morgens 7 Uhr bis Nachmittags 16 Uhr ganz normal als Angestellter. Und danach halt noch mit der eigenen Firma. Da kann es (z. B. im Winter) sein, dass er schon um 16:15 Uhr daheim ist.
    Aber momentan ist es so, dass er ca. um 22 Uhr heimkommt. Kommt halt immer drauf an, ist schwer, da jetzt einen Durchschnitt zu ermitteln.
    Wie gesagt, wenn ein Kunde kommt, dann muss er auch bedient werden, egal wann.

    Nein, wir haben vorher nicht überlegt, wie das mit dem Haushalt gehen soll.
    Aus dem einfachen Grund, weil ich (bzw. ggf. wir) das unterschätzt habe. Ich hätte nicht gedacht, dass es so viel Arbeit macht, eine Wohnung immer in einem einigermaßen ordentlichen Zustand zu halten. Gerade was staubsaugen, spülen und putzen angeht.
    Klar kann es nicht sein, dass ich alles mache.
    Aber es ist halt momentan so...:geknickt:

    Das mit der Feier klingt gut, das wäre mal eine Idee.
     
    #12
    Ambergray, 13 August 2007
  13. glashaus
    Gast
    0
    Irgendwie kommt aus deinen Texten totale Resignation und fehlende Willensstärke rüber.

    Gerade der Satz ist dafür das beste Beispiel. Wenn du so an deine Problempunkte rangehst, wird sich nichts, aber auch rein gar nichts ändern. Dann musst du leider weiter jammern.

    Hier wurden dir doch schon eine Menge guter Punkte genannt, es liegt nur an dir, ob du sie umsetzt und was änderst oder ob du dich weiter bemitleiden möchtest.
    Wie mosquito schon sagte, du musst nicht gleich anfangen, einen Marathon zu laufen. Eine halbe Stunde stramm spazieren gehen nach der Arbeit reicht für den Anfang völlig aus. Vielleicht hast du ja auch eine Mittagspause, in der du eine kurze Runde an der frischen Luft sein kannst und danach mit neuer Kraft an die Arbeit gehen kannst.

    Darüber hinaus solltest du dir wirklich Gedanken über eure Haushaltsführung machen. Wenn du am Wochenende beide Tage nur mit Putzen beschäftigt bist stimmt da irgendetwas nicht. Ich selbst habe eine nicht gerade kleine Wohnung und ich bin am Wochenende vielleicht 3 Stunden alleine damit beschäftigt. Man muss sich das ganze halt ein bißchen einteilen. Vielleicht fängst du damit an, einfach jeden zweiten Tag abends nach der Arbeit schonmal abzuwaschen. Da wird sich von 2 Personen noch kein Berg angesammelt haben, in etwa 15 Minuten bist du sicher damit fertig. Das ist dann schonmal die erste freie Zeit, die du dir für das Wochenende gesichert hast.
    Und mit deinem Freund solltest du eine Lösung finden. Ich finde es kann nicht sein dass er 24/7 arbeitet und die Hausarbeit (die nicht umsonst so heißt) an dir hängen bleibt.

    Was ich zum Abschluss noch ganz wichtig finde: Lass dich nach Feierabend nicht hängen. Wenn du dich gleich aufs Sofa knallst und pennst tut das weder deinem Körper noch deinem Geist gut. Du solltest lieber in Bewegung kommen, vielleicht noch ein bißchen Sport treiben, oder eben staubsaugen.


    Nunja, Tipps geben kann man natürlich viele, aber du musst sie natürlich auch umsetzen wollen, sonst bringt es nichts.
     
    #13
    glashaus, 13 August 2007
  14. Ambergray
    Ambergray (30)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
    2.927
    123
    6
    nicht angegeben
    Ich werd versuchen, nach der Arbeit noch was zu machen.
    Bloß komm' ich heim, bin hundemüde, habe Kopfschmerzen (die reißen im Büro gerade hinter mir mit dem Presslufthammer eine Wand ab) und möchte eigentlich einfach nur schlafen.
    Das kostet mich dann schon eine wahnsinnige Überwindung, notwendige Kleinigkeiten zu erledigen (z. B. den Tieren was zu futtern zu machen, damit die mit ihrem Geschrei nicht das Haus abreißen).
    Da ist es natürlich schöner, sich einfach hinzulegen und zu schlafen. Zumal nach 5-6 Stunden schlafen auch die Kopfschmerzen weg sind.

    Was schlägst du denn für eine Lösung mit meinem Freund vor?
    Er sieht das so:
    Er arbeitet mehr als ich, verdient dadurch mehr Geld, mit dem wir uns Sachen leisten können (z. B. mal zu Ikea fahren usw.) die wir sonst nicht mal eben so könnten.
    Weil ich das Geld dafür eben nicht verdiene muss ich mehr im Haushalt machen.
    Er sagt ja selsbt, dass er Abends keine Lust mehr hat, irgendwas zu machen. Nichtmal Wäsche aufhängen oder so...
     
    #14
    Ambergray, 13 August 2007
  15. tomas
    Verbringt hier viel Zeit
    445
    101
    0
    Verheiratet
    hallo ambergray,

    so für einen jungen menschen klingt dein wohnort ja ziemlich abgelegen.
    ich hätte jetzt kein problem damit, aber ich denke die abgeschiedenheit kann schon auch aufs gemüt schlagen.
    wenn ich koche, spüle ich nebenbei schon ab. ( trotz geschirrspüler )
    nach dem essen, bleiben dann noch 3 teller, besteck und gläser über, die in 10 minuten abgespült sind.
    am morgen wird dann das trockene geschirr aufgeräumt. ( 2 minuten )
    staubwischen und bad oder toilette putzen kannst du ja wohl alle paar tage nach der arbeit schnell erledigen.
    dein freund könnte wenn er heimkommt noch 10 minuten staubsaugen.
    bleibt noch die wäsche, die am samstag vormittag gemacht werden kann.
    wie die vorredner schon anmerkten, setzt du dich viel zu viel selbst unter druck.
    lies bücher, mach etwas sport, und freu dich über dein bereits erreichtes.
    die meisten die hier arbeiten, machen es wegen miete, essen trinken, kleidung, auto usw.........
    die wenigsten werden reich und können sich ihre träume erfüllen.
    ich sehe mein glück in meiner Beziehung und in meinen tollen kindern.
    auch meine freunde tragen ihr scherflein dazu bei.
    du bist momentan in einem tiefen loch, aus dem nur du dich herausbringen kannst.
    du hast viel positives, was du aber momentan nicht sehen willst.
    du bist ausgebrannt und ohne power.
    dein unfall und die anderen finanziellen dinge tun ihr übriges.
    aber du bist gesund, hast ein häuschen, wieder ein auto, arbeit, ne gute beziehung.
    und jetzt lächle und arbeite an dir.:smile:
    viel glück

    tomas
     
    #15
    tomas, 13 August 2007
  16. glashaus
    Gast
    0
    War das denn vorher schon so abgesprochen, dass dein Freund quasi das Geld nach Hause bringt und du dafür den Haushalt schmeißt?

    Ich finde es jedenfalls nicht zu viel verlangt, wenn dein Freund mal abends die Wäsche aufhängt oder ein paar Teile wegbügelt. Oder er sortiert vor der Arbeit schonmal kurz die Wäsche oder wischt einmal im Bad das Waschbecken und die Dusche durch. Das sind alles keine dinge, mit denen er Stunden beschäftigt ist.
    Oder er arbeitet eben mal nicht bis 22 Uhr, sondern nur bis 21 Uhr und fährt dafür beim Supermarkt vorbei und erledigt den Einkauf. (Weiß nicht, wie ihr das sonst geregelt habt, ich nehme an, das bleibt sonst an dir hängen).
    Es geht ja auch gar nicht darum, dass er jetzt 3 Stunden die Wohnung putzt. Manchmal sind auch Kleinigkeiten schon entlastent.
     
    #16
    glashaus, 13 August 2007
  17. Chris_84
    Verbringt hier viel Zeit
    5
    86
    0
    Single
    Ich glaube dein Hauptproblem ist das du nur noch arbeitest (Arbeit an sich und Haushalt) Dir fehlt einfach ein Ausgleich, wo du nicht an Arbeit denken muss. Aber, da ist auch schon das zweite Problem, du hast keine Zeit dafür.
    Diese zwei Probleme solltest du lösen.

    Mal paar Vorschläge:
    Wenn ich mich nach der Arbeit hinlege für 1 oder 2 Stunden bin ich den rest des Tages einfach nur noch kaputt. Vllt geht es dir ähnlich, denn anscheinend hast du nichtmals Bock nach dem Essen aufzuspülen. Also, auch wenn es am Anfang echt schwer fällt, nicht jeden Tag nach der Arbeit hinlegen.
    Statt schlafen könntest du irgendwas im Haushalt machen oder deinem Hobby nach gehen...
    Hobby->Stichwort...hast du eins?
    Wenn nicht, such dir bitte eins. Da kannst du dann abschalten und Energie tanken für den nächsten Tag.
    Radfahren, joggen, spazieren gehen bieten sich an, weil man es alleine machen kann. Allerdings hat man bei den Sportarten nur die eigene Motivation. Wenn man kein Bock hat, lässt man es einfach sein...Also für dich am Anfang vllt nicht sooo optimal :zwinker:, außer du suchst dir eine Laufgruppe oder ähnliches...

    Aber es gibt ja nicht nur Sport. Irgendein Kurs an der VHS ist auch gut. Man hat dafür bezahlt das man hingehen darf -> höhere Motivation es auch tatsächlich zumachen :smile: Schau mal den Katalog der VHS durch...Es gibt nicht nur Kochkurse :zwinker:
    Jetzt sagst du wahrscheinlich, ich habe kein Geld für so ein Quatsch. Sieh es nicht als reine Ausgabe an, sondern als eine Investition...denn wenn du das machst, bist du ausgeglicherner -> freust dich auf den nächsten Tag -> mehr Spaß auf der Arbeit -> höhere Leistung/höhere Motivation -> schnellere Gehaltserhöhung :smile: (einfach ausgedrückst, wollt nur zeigen wie ich das meine)

    Dann macht am besten einen Plan wann du was machst. Wann du wäscht, wann du putzt und wann du deinem Hobby nachgehst.

    Auch deinen Freund/eurer Beziehung würde es wahrscheinlich gut tun wenn ihr euch z.B. 5Std. am Sonntag Zeit fest reserviert und er auch Zeit für den Haushalt einplant. Ihr könnt euch auch ein gemeinsames Hobby suchen z.B. einen Tanzkurs besuchen. Aber das wichtigste ist das man diese Zeitplanung auch ernst nimmt. Ausnahmen bestätigen die Regel, aber es sollten Ausnahmen bleiben...

    Hoffentlich habe ich dir geholfen :smile:

    Bis denn
     
    #17
    Chris_84, 13 August 2007
  18. Ambergray
    Ambergray (30)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    nicht angegeben
    Ich schildere mal kurz, wie es gestern lief:

    Ich war gegen 17 Uhr zuhause (mit den üblichen Kopfschmerzen durch den Lärm auf der Arbeit).
    Habe dann kurz was gegessen (Hähnchen-Curry aus der Kühltruhe, isst mein Freund eh nicht) und habe mich dann bis 19 Uhr auf die Couch gelegt und geschlafen.

    Dann bin ich kopfschmerzfrei aufgestanden und habe ca. 45min gespült (Geschirr vom Wochenende und vom Montag).

    Mein Freund kam gegen 22:30 Uhr heim, mit Döner.

    Habe ihn dann gebeten, noch gerade den Korb Wäsche aufzuhängen, wenn er fertig gegessen hat.
    Meinte er, das würde er Abends um halb elf bestimmt nicht mehr machen.
    Habe ihm dann versucht, zu erklären, dass ich auch schon was gemacht habe und dass die Wäsche sonst Flecken bekommt, wenn sie zu lange liegt.
    Meinte er, das wäre ja nicht sein Problem und ich sollte mal auf die Uhr schauen.
    Damit war das Thema für ihn dann erledigt.
    Ich bin dann in den Keller und habe mit meinem vom Autounfall noch schmerzenden Rücken die Wäsche aufgehängt.
    Als ich fertig war, kam er dann runter in den Keller und fragte, ob er mir helfen könnte...

    Ende vom Lied? Ich mal wieder am heulen.
    Und er mal wieder mit der Aussage, er würde ja so lange arbeiten und daher könnte ich ja etwas mehr im Haushalt machen.

    -----

    Zu den gestellten Fragen:
    Nein, das war nicht von Anfang an so geregelt bzw. vereinbart. Wir haben uns da auch keinen Kopf drum gemacht, weil ich nicht gedacht hätte, dass das zur Gewohnheit wird, so lange zu arbeiten.
     
    #18
    Ambergray, 14 August 2007
  19. smithers
    Verbringt hier viel Zeit
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    0
    nicht angegeben
    Sorry wenn ich das mal so hart sagen, aber: Erziehe Dir mal deinen Pascha! Das ist ja unmöglich das Verhalten. Und vor allem der Spruch, ich arbeite ja so lange, dann kannst Du ja den Haushalt machen bringt mich soweit, dass ich fast im KREIS kotzen muss – Mensch, lass Dir bloß nicht zu viel gefallen!

    Bei uns in der Beziehung sieht es ähnlich aus. Wir arbeiten beide Vollzeit, dennoch bildet mein Gehalt vom Arbeitgeber den Schwerpunkt unseres finanziellen seins. Ich arbeite ebenfalls jeden Tag von Morgens bis spät abends – und wenn ein Kunde schreit, dann setze ich mich auch in den Flieger und düse „mal eben“ nach München, Frankfurt oder Nürnberg oder oder oder. Ich bin meinen Kunden verpflichtet und wenn sie schreien, dann muss ich mich bewegen. Stress gehört für mich zum Arbeitsalltag ... – und was hat das mit den Haushaltsaufgaben zu tun – RICHTIG rein GAR NICHTS. Scheiß egal wie spät das ist, wenn Wäsche aufgehängt werden muss, dann muss sie aufgehängt werden – und Wäsche ist eigentlich mein Part im Haushalt.

    Du reißt Dir doch auch den Hintern auf, damit Du deine Arbeit schaffst, und dann noch einfach den Haushalt so aufs Auge gedrückt zu bekommen ist nicht fair. Du mußt mit ihm darüber reden, sonst steigt deine Unzufriedenheit täglich an – tue Dir das bitte nicht an!! Er soll bitte mal sehen was Du leistest und vor allem soll er mal sehen, wie sehr belastend die gesamte Situation für Dich ist. Neuen Job, Unfall und und und – wenn Du ein wenig mehr Einfühlungsvermögen forderst, ist das nicht zu viel verlangt.

    Die Aussagen, ich arbeite und bringe das Geld kann man nicht stehen lassen. Eine Gemeinschaft funktioniert nur dann, wenn man auch gemeinschaftlich handelt und sich die Pflichten teilt.
    Ich versuche meiner Maus zu helfen wo ich nur kann. Vorher hat sie schon den Haushalt geschmissen in unserer Wohnung – nun hält sie fast alleine ein ganzes Haus sauber. Sie hat zwar ein wenig mehr Zeit zur Verfügung – aber es wäre einfach frech ihr deswegen alles aufs Auge zu drücken. Geld hin oder her – es ist einfach kein Argument. Ich betrachte es so- es gibt für mich kein „mein Gehalt“ und „ihr Gehalt“ – es ist „unser Geld“. Wir haben uns gemeinsam z.B. ein Haus gebaut. Und wenn wir uns nicht zusammen tun, werden wir unser Ziel in 20 Jahren schuldenfrei zu sein nicht packen. Ihr werdet auch gemeinsame Ziele haben und auch ihr werdet es nur schaffen wenn ihr gemeinsam an einem Strang zieht. Das muss dir und vor allem dein Freund bewusst sein. Und er bricht sich kein Zacken aus der Krone wenn er um halb elf für 10 Minuten Wäsche aufhängt. Tue Dir einen Gefallen, suche das Gespräch mit deinem freund und sensibilisiere ihn für die Situation im Haushalt. Sage ihn, dass die Belastung unterschätzt worden ist und Du es so nicht schaffen kannst. Schlage vor, einen Haushaltsplan zu entwerfen, wo eure Pflichten enthalten sind – und jeder hat sie im laufe der Woche zu erfüllen. Sei es Müll weg bringen, durchwischen oder Aufgaben wie Bad oder Klo putzen. Ihr müsst die Aufgaben gerecht und gleichmäßig verteilen. Je besser ihr organisiert seit, je mehr Zeit bleibt für euch gemeinsam. Und wenn man dann dem anderen ein Gefallen tun möchte, dann erledigt man ein Teil der Aufgaben vom anderen – je nach dem wie die Möglichkeiten sind.

    So wie ihr das momentan lebt finde ich es sehr einseitig. Du mußt alles machen, darfst keine Zeit für Dich haben und Herr Pascha kommt nach Hause, brüllt „hab ganzen Tag gearbeitet“ und setzt sich mit einem Bier aufs Sofa .... Ja – Nee, und was hast Du den ganzen Tag bereits gemacht ... ??? deine Tränen waren mehr als berechtigt!

    Und nochwas, wenn ihm die Zeit fehlt, dann sollte er vielleicht ein bisschen weniger arbeiten. Wenn er ja soviel arbeitet und verdient, dann könnte er sich doch auch eine Haushaltshilfe leisten - und Dich so ein wenig entlasten.
     
    #19
    smithers, 14 August 2007
  20. cynthia_ann
    Verbringt hier viel Zeit
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    12
    nicht angegeben
    Anscheinend bin ich die Einzige die das so sieht, aber ich finds normal, dass sie mehr im Haushalt macht und ihn nicht um halb elf noch zum Wäscheaufhängen überredet... ehrlich gesagt finde ich, dass sie (die vorher noch Zeit zum Schlafen hatte) gerechtfertigter Weise mehr tut, natürlich sollte er sich beteiligen, aber nicht nach einem Arbeitstag, von dem ER sich (im Gegensatz zu IHR) nicht erholen konnte.
    Dann muss man eben ein wenig Staub, seltener mal Waschen etc. akzeptieren, wenns einem zu viel wird und sich nicht am Wochenende auf den Kram stürzen, denn zwei volle Tage benötigt man definitiv nicht zum Reinigen des Hauses - und das sage ich, die sich um 250m^2 kümmern muss.
    Die Fenster müssen nicht jede Woche geputzt werden, es muss nicht unbedingt jede Woche peniblest Staub gewischt werden - das kann man ja tun wenn man genügend Zeit hat, aber wenn man so, wie du mehr Ruhe benötigt, dann halse dir doch nicht noch sowas auf, mach das Nötigste und wenn du wieder ein wenig zuversichtlicher bist, kümmer dich um den Rest. Genau wie Bügeln, wenn du die Klamotten direkt nach dem Waschen aufhängst sind sie beinahe knitterfrei, funktioniert bei ganz normaler Kleidung die NICHT als bügelfrei ausgezeichnet ist. Probiers doch mal aus, minimiert deine Arbeit sicherlich. Ist doch unnötiger Stress.


    Sprecht euch mal ab, wer was macht, und sei nicht beleidigt, wenn er weniger tut. Anscheinend kommt er ja gelegentlich schon um kurz nach 4 nach Hause, dann kann er ja einen Teil deiner Aufgaben mit übernehmen, und wenns nur alle paar Wochen ist, irgendwie gleicht sich das schon aus.
    ich würde an eurer Stelle flexibel sein, was das Übernehmen vor Arbeiten angeht, wenn du an einem Tag total ko bist, dann gönn dir den Schlaf ohne Gewissensbisse :smile:, lass alles stehen und liegen, gönn dir ne Auszeit - und steh dafür vielleicht am nächsten Morgen völlig erholt und frisch ne halbe Stunde eher auf und erledige den liegen gebliebenen Kram, irgendwie schaffst dus bestimmt, den unter zu bringen.

    Hoffetlich sind die bald mit ihren Pressluftarbeiten fertig und du kannst wieder in Ruhe arbeiten...
     
    #20
    cynthia_ann, 14 August 2007

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