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Für alle, die an der Liebe zweifeln.

Dieses Thema im Forum "Beziehung & Partnerschaft" wurde erstellt von R1 Andy, 30 Mai 2004.

  1. R1 Andy
    R1 Andy (38)
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    Verlassen werden!

    Für viele von uns ist Verlassen-werden eine der größten seelischen Niederlagen, die uns das Leben bereiten kann. Nichts ist demütigender und abwertender als nicht mehr wertvoll genug zu sein, geliebt zu werden. Diese Verletzung ist äußerst schmerzhaft, und die Narben der Seele verheilen oft ein ganzes Leben lang nicht. Verlassen zu werden ist eines der schmerzvollsten Erlebnisse unseres Lebens.
    Menschen, die eine Beziehung verlassen und es vorziehen zu flüchten, um eine bequemere, leichtere Beziehung ohne Anforderungen einzugehen, haben die Aufgabe des Lebens, lieben zu lernen, nicht erkannt. Oft gehen sie ohne Rücksicht auf die Gefühle des anderen fort, um ihre egoistischen Ambitionen durchzusetzen. Sie versuchen nicht wirklich die Probleme der Beziehung zu lösen sondern strafen mit Liebesentzug, weil andere sinnliche Vergnügungen locken. Sie denken nicht an das seelische Leid, das sie beim andern verursachen und auch nicht daran, daß sie sich eines Tages den karmischen Auswirkungen ihrer Handlungen stellen müssen und immer wieder in ähnliche Situationen kommen werden, um dann selbst in schmerzhafter Weise Mitgefühl zu lernen.

    Viele ziehen es vor, sich aus einer Beziehung zu lösen, wenn sie bereits einen neuen Partner in Aussicht haben, der sie vor dem Alleinsein schützen soll. Er liefert die nötige Kraft zur Trennung und verspricht Unterhaltung und neue Abenteuer. Die meisten bedenken dabei jedoch nicht die noch starke emotionale Bindung an den alten Partner, die noch lange bestehen bleibt, selbst dann, wenn die Beziehung chaotisch war. Eine echte Herzensbindung an den neuen Partner ist daher nicht möglich, und das Rad der Verletzungen dreht sich weiter...

    Manche kehren aus Enttäuschung wieder zum alten Partner zurück, ohne aber die alten Probleme wirklich zu lösen und ohne die entstandenen Wunden heilen zu wollen.... so, als würde man versuchen, auf den Trümmern eines eingestürzten Hauses ein neues bauen zu wollen, ohne vorher den angerichteten Schaden zu entfernen.

    Wie können wir die Wunden des Ungeliebten vermeiden?

    Ein Trost, der oft übersehen oder nicht bedacht wird, ist der, daß es immer besser ist, verlassen zu werden als jemandem die Liebe zu entziehen, denn das hat immer mit dem Ego zu tun. Weiterhin muß uns klar werden, daß wir nicht deshalb leiden, weil uns der andere verlassen hat, sondern weil wir uns selbst verlassen haben. Wir sind auch nicht hier auf Erden, um Liebe zu empfangen, sondern unsere übungsaufgabe lautet: Liebe geben, Liebe geben und immer wieder Liebe geben, ohne eigennützig zu denken, denn erst dann ist die Liebe echt. Daher ist die Bezeichnung "Liebeskummer" insofern ein Paradox, da die wahre Liebe ohne Erwartung von Gegenliebe gibt, und deshalb kann gar kein Kummer entstehen. Kummer entsteht aus der nichterfüllten Sehnsucht und deren Verursacher ist unser Herr Ego. Wenn wir unsere egoistischen Absichten aufgeben und nichts mehr haben wollen, dann hat die Angst ein Ende und nichts raubt uns mehr den Schlaf.
    Wenn unser Partner glaubt, uns seine Zuneigung entziehen zu müssen in der Hoffnung, mit jemand anderem glücklicher zu werden, sollten wir ihn nicht festhalten sondern ihm die Türen öffnen und liebevoll unsere Hände zum Abschied reichen, auch wenn wir alles getan haben, um dem anderen unsere Liebe zu geben. Befinden wir uns in der Situation, daß wir unserem Partner das Füllhorn der Liebe geschenkt haben und trotzdem verlassen werden, weil er unser offenes Herz nicht annehmen kann, dann ist unsere Verwirrung doppelt groß. Ich kannte ein Liebespaar, wo er Rosen schenkte, sie jedoch nur die Dornen wahrnahm...Ein solcher Partner ist jedoch nicht anzuklagen, sondern wir sollten Verständnis für seine Unfähigkeit, sein Herz zu öffnen, haben. Er verläßt uns nicht unseretwegen, sondern aus Scham darüber, daß er die Schönheit unserer Liebe aus irgendwelchen Gründen nicht annehmen konnte. Er braucht Abstand; man sollte ihn gehen lassen und selbst auch gehen. Wir haben eine Niederlage erlebt, und man kann nur aus seinen Erfahrungen lernen, alleine bleiben oder einen neuen Partner suchen, der besser zu einem paßt.

    Trennung ist nur eine winzig kleine Facette unseres Lebens und nicht unser ganzes Leben.

    So long...
     
    #1
    R1 Andy, 30 Mai 2004
  2. AustrianGirl
    0
    ich hab nur die ersten 7 zeilen gelesen und war schon ganz niedergeschlagen!
    soll ich weiterlesen? wirds fröhlicher?
     
    #2
    AustrianGirl, 30 Mai 2004
  3. jorin
    Gast
    0
    Keine Ahnung aber das trifft es sehr genau... :frown: Ach ... scheisse
     
    #3
    jorin, 30 Mai 2004
  4. MiriXX
    Verbringt hier viel Zeit
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    0
    nicht angegeben
    Und die Moral von der Geschicht? Was will der Autor uns damit sagen? Bist Du nun verlassen worden, oder hast Du die Geschichte irgendwo abgeschrieben.....??? :ratlos:
     
    #4
    MiriXX, 30 Mai 2004
  5. BadDragon
    BadDragon (39)
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    wie wahr wie wahr .... *soifz*
     
    #5
    BadDragon, 30 Mai 2004
  6. face to face
    0
    und es ist doch traurig..
     
    #6
    face to face, 30 Mai 2004
  7. BadDragon
    BadDragon (39)
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single

    Find ich nich wirklich es macht nachdenklich das aber auch alles ...
     
    #7
    BadDragon, 30 Mai 2004
  8. Fallout
    Gast
    0
    Da les ich lieber auch nicht weiter :cry:

    Ich muss ja nur kurz überfliegen und Worte wie "verlassen", "Seele" oder "facetten" lesen...
     
    #8
    Fallout, 30 Mai 2004
  9. BadDragon
    BadDragon (39)
    Verbringt hier viel Zeit
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    3
    Single
    Stimmt ueberfliegen is bei dem Text nich gut man muss ihn schon komplett lesen am besten 2 mal ...
     
    #9
    BadDragon, 30 Mai 2004
  10. Lenwe
    Lenwe (33)
    Verbringt hier viel Zeit
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    0
    vergeben und glücklich
    Ich find den Text nicht gut. Wesentlicher Bestandteil der Fähigkeit zu lieben ist allgemein anerkannt und für die Philosophen unter euch auch nach Erich Fromm die Fähigkeit sich selbst zu lieben. Selbstliebe, die sich in nach aussen sichtbarem Selbstbewusstsein manifestiert widerpricht allerdings der totalen selbstaufgabe, wie sie dieser Text propagiert. Ich meine nach Biblischen Nächstenliebe-Maßstäben hört sich dass ja schön und gut an, aber in der Praxis wird Selbstlosigkeit gnadenlos ausgenutzt und NIEMALS mit Liebe beantwortet! Ich kann mir nicht vorstellen, dass wenn die Liebe wirklich so etwas wichtiges ist, sie vom Menschen fordert, sich zum Sklaven des Objektes der Liebe zu machen. Es war eine solche selbstlose Form der Liebe zu ihrem Vaterland, die Millionen Deutsche den Nazis in die Hände spielte! Und wo ich gerade schon mal dabei bin, selbst nach Biblischen Maßstäben ist die totale Selbstaufgabe nicht als Ziel, Sinn oder Zweck der Liebe zu verstehen, denn wie Jesus in seinem dreifachen Liebesgebot sagt, du sollst deinen Gott lieben [...]. Und du sollst deinen nächsten lieben, WIE DICH SELBST! Wer sich selbst, seine eigene Natur und seine Wünsche verleugnet, der verleugnet auch die eigentliche Natur und die Wünche des Anderen. Ein Beispiel: Eine Person (A) meint eine andere Person (B) zu lieben. B jedoch empfindet gar nichts für A. Wenn A sich jetzt völlig selbt aufgibt, dann würde er/sie den Wunsch von B, nicht mit A zusammenzusein - nicht von A geliebt zu werden ignorieren! Letztlich ist selbstaufgabe nur das letzte Mittel, zu dem der Enttäuschte greift, um sich im Recht zu sehen! Wer (dauerhaft) liebt ohne geliebt zu werden ist in höchstem Maße masochistisch und dementsprechen geistig nicht wirklich gesund!
     
    #10
    Lenwe, 30 Mai 2004
  11. Schlumpf Hefti
    Benutzer gesperrt
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    0
    nicht angegeben
    :bandit:
     
    #11
    Schlumpf Hefti, 30 Mai 2004
  12. Lenwe
    Lenwe (33)
    Verbringt hier viel Zeit
    288
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    0
    vergeben und glücklich
    Eben! Wenn man jemanden verlässt, weil man der Meinung ist diese Person nicht (mehr) zu lieben, dann tut man langfristig gesehen doch auch für beide das beste! Wie würde sich denn die vermeintlich verlassene Person fühlen, wenn ihr Partner doch nicht weg geht und sie dann nach sagen wir 10 Jahren Ehe feststellt, dass der Partner einen überhaupt nicht liebt, schon ewig nicht mehr liebt und nur aus mitleid bei einem geblieben ist. Wäre das Gefühl zu wissen, dass man 10 Jahre seines Lebens verschwendet hat besser? Klar, wenn man verlassen wird, dann im wesentlichen nicht aus Rücksichtnahme. Aber aus vermeintlichem Mitgefühl, den Partner über lange Zeit zu täuschen und ihn evtl. davon abhalten einen wesentlich geeigneteren Partner zu suchen ist völlig rücksichtslos, da man nur zu gunsten des eigenen Gewissen handelt und das höhere Wohl anderer völlig vernachlässigt!
     
    #12
    Lenwe, 30 Mai 2004
  13. User 13029
    Verbringt hier viel Zeit
    2.014
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    0
    Es ist kompliziert
    Hm, also das sind zu dem Thema Trennung richtig kluge Zeilen... natürlich ist es irgendwo nicht mehr als der Versuch eines Erklärungsansatzes.

    Damit gehe ich allerdings überhaupt nicht konform.
     
    #13
    User 13029, 30 Mai 2004
  14. HellyCerberus
    0
    Respekt,

    Diese "wengen" Zeilen, sagen mir, das ich doch igendwo nicht ganz so dumm und naiv war, oder besser gesagt, das es nicht unedingt falsch ist dumm und naiv zu sein, auf die nächste offene Wunde im Herzen ...

    greetz Helly
     
    #14
    HellyCerberus, 30 Mai 2004
  15. DragonLady
    Gast
    0
    echt war die zeilen...könnte so weinen.... :cry:
     
    #15
    DragonLady, 31 Mai 2004
  16. face to face
    0
    und ich sehe es jetzt anders.

    Wäre ich krank, würde ich einen Menschen weiterlieben und ihm nachlaufen, obwohl er mich abgestoßen hat, mich belogen hat, mich betrogen hat. Mein Vertrauen verletzt hat. Weil er das Leben zu kurz und bunt oder was auch immer nimmt, weil er kein Gefühlsmensch ist, ich weiß nicht, was er ist, er ist nicht fähig über sich ehrlich zu sprechen.

    Würde ich ihm alson nachlaufen, was wäre das bitte schön?
    Krank natürlich und da stimme ich Lenwe völlig zu.

    Wenn es nur darum geht, zu geben, zu lieben, dann wird dabei aber etwas ganz Wesentliches außer Acht gelassen: Die Gegenliebe. Ich kann niemanden lieben, der mich nicht auch liebt, soll ich ihn gehen lassen? Ja. Aber wen soll ich dann lieben? Den nächsten, der mich betrügt und mir die Unwahrheit erzählt? Nein.

    Die Liebe stellt für mich einen Vertrauensbeweis dar. Wenn ich mich sicher fühle, wenn ich vertrauen kann, dann lebe ich, dann liebe ich. Nicht anders. Alles andere ist keine Form von echter Liebe, denn diese ist vergänglich.
     
    #16
    face to face, 12 Juni 2005

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