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Für was es sich zu leben lohnt...?!

Dieses Thema im Forum "Kummerkasten" wurde erstellt von RGlover, 19 Juni 2009.

  1. RGlover
    RGlover (26)
    Verbringt hier viel Zeit
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    in einer Beziehung
    Ich muss wirklich verzweifelt sein, wenn ich hier schreibe... ich weiß auch gar nicht, wieso ich überhaupt schreib. Vllt weil ich zu verzweifelt bin?

    Ich seh mein Leben zur Zeit nicht wirklich als lebenswert an. Weil letztes Jahr ein paar Freundschaften auseinander gegangen sind, hab ich grad mal 2-3 Freunde, mit denen ich alle paar Wochen mal etwas mache, ansonsten bin ich meistens daheim, wo ich mich einsam fühle. Ich hab das Gefühl, ich kann mit keinem wirklich offen über meine Probleme reden, dafür darf ich immer als Seelsorger für meine Freunde da sein.

    Noch dazu kommt, dass mir meine Arbeit keinen Spaß macht. Bin jetzt mit der Ausbildung fertig geworden und müsste zufrieden sein. Bins aber nicht... am liebsten würde ich mich weg bewerben, aber ich wüsste nicht konkret als was. Noch dazu ist es eigl eine gute Arbeit (öffentlicher Dienst, dh sicherer Arbeitsplatz und ganz gutes Gehalt, was heute ja doch sehr wichtig ist), aber mich ödet es richtig an. Und das nach gerade mal drei Jahren... ich weiß nicht, was ich machen soll. Nochmal ne Ausbildung? Meine Mutter hält mich für verrückt und meint ich sei unreif, soll zufrieden sein, mit dem was ich hab. Klar, versteh ich, aber wenn es einen nur eher herunterzieht? ...

    Ich find zur Zeit einfach alles so sinnlos, seh irgendwie in nix einen Sinn :frown: Hab das Gefühl, keiner unterstützt mich, bin total alleine und fühl mich hilflos.

    Falls jemand denkt, ich bin depressiv und hab Selbstmordgedanken. So schlimm ist es dann doch noch nicht :grin:

    Hab echt keine Ahnung, wieso ich das schreib, wirklich helfen können werdet ihr mir auch nicht. Aber es tat zumindest schon mal gut, es hier nieder zu schreiben... :smile:
     
    #1
    RGlover, 19 Juni 2009
  2. krava
    krava (35)
    Verhütungsberaterin mit Herz & Hund
    42.925
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    9.084
    Verliebt
    Versuch doch mal, deine Freizeit neu zu gestalten.

    Such dir irgendein neues Hobby oder vertiefe ein altes. Geh in einen Sportverein, schau das VHS-Programm durch, beleg einen Sprachkurs oder was ähnliches. Da triffst du neue Leute und erweiterst deine Horizont. :zwinker:

    Und wenn deine Freunde dich zu oft als seelischen Mülleimer benutzen, dann schieb dem mal einen Riegel vor und sag ihnen, dass du dich ausgenutzt fühlst. Echte Freunde verstehen das.
     
    #2
    krava, 19 Juni 2009
  3. Kabelbaum
    Kabelbaum (29)
    Sorgt für Gesprächsstoff
    36
    33
    3
    Single

    Einer meiner Ethiklehrer hat mal eine Frage zum Thema Studienabrecher in die Runde geworfen. Das passt jetzt nur bedingt (obwohl Abbruch des Studiums und 2. Ausbildung beide einer beruflichen Neuausrichtung entsprechen) aber seine Worte waren sinngemäß:

    Ist der Studiumabbrecher "dumm" nur weil "die Gesellschaft" das so sieht obwohl er für sich erkannt hat dass das Studium nichts für ihn ist?

    Ich finde Spaß am Job ist wichtiger als Gehalt, im gewissen Rahmen. Wenn man motiviert ist fallen einem auch Weiterbildungen wesentlich leichter. Und dann stimmt das auch mit dem Geld wieder. Und man hat was fürs Ego. Allerdings sollten solche Schritte wohlüberlegt sein.
     
    #3
    Kabelbaum, 19 Juni 2009
  4. honey~moon
    honey~moon (25)
    Verbringt hier viel Zeit
    61
    91
    0
    Single
    hey kann dir wohl kaum wirklich helfen, aber kann dir sagen, dass ich mich wohl sehr ähnlich fühle, wenigstens bist du nicht allein...
    Mit den Freunden geht es mir ganz genauso...hab auch nur noch 2-3 und wir machen echt immer seltener was und wenn dann macht es mir auch nicht wirklich spaß etwas mit ihnen zu unternehmen, weil ich mich einfach nicht wirklich wohl bei ihnen fühle und ich merke, dass ich ihnen nicht wirklich wichtig bin...von daher vergeht mir so langsam auch die lust, etwas mit ihnen zu machen...das alleinsein und zu hause rumsitzen ist zwar auch nicht wirklich besser, aber was soll man machen...habe zwar einen freund, aber der hat null verständnis und deshalb geht es auch in moment bergab mit unserer Beziehung...ne ausbildung hab ich auch schon abgebrochen, weil es mir einfach nicht mehr gefallen hat nach ner zeit...fange jetzt bald was neues an und hoffe das dann alles besser wird...die tätigkeit selber und das ich dort auch neue leute, also vllt neue freunde kennenlerne...versuche positiv zu denken, aber es ist manchmal echt nicht leicht...:kopfschue
     
    #4
    honey~moon, 19 Juni 2009
  5. Augen|Blick
    0
    Ach was, man kann hier auch aus Lust und Laune schreiben :zwinker:

    "Nicht wirklich" ist wie "eigentlich" eine dieser verräterischen Floskeln die man unbewußt benutzt, aber doch eine ganze Menge aussagen. Natürlich siehst Du Dein Leben als lebenswert an, Du bist vielleicht einiger Dinge überdrüssig oder sucht einen Sinn, aber das ist völlig normal. Nicht nur in Deinem Alter, sondern solche Phasen macht jeder durch, der sich nicht völlig hohl im Kopf ist.

    Da ist schonmal eine Ursache. Ist völlig normal, wenn mit einem neuen Lebensabschnitt alte Freundschaften gehen und neue kommen. Nur mußt Du natürlich auch etwas dafür tun. Das Du Dich allein fühlst, wenn Du einsam zu Hause hockst - ginge wohl jedem so. Hier bist Du gefragt, neue Kontakte fallen nicht vom Himmel, sondern entstehen gewöhnlich durch Aktivitäten, wie die aussehen hängt natürlich von Dir ab. Wie Krava schon schrieb, ne Methode wäre Sport, Hobbies, Du könntest Dich ehrenamtlich oder politisch engagieren, Kunst und Kultur anstreben, liegt einzig und allein an Dir. Arsch hoch und *irgendwas* machen. Was en Detail - ist dabei völlig zweitrangig.

    Klar, wenn Deine Freunde sich Ausleben und Action haben, Du aber der heimische Zweifler bist, dann reduziert sich die Kommunikation auf deren Erlebnisse. Bei Dir passiert ja auch nix. Du mußt aufpassen, sowas führt schnell in eine "Jammerlapp/- und lieber kiffe ich mir die Birne zu" Einstellung. Wenn Du gänzlich andere Interessen hast, dann verfolge die. Ist schwer den Arsch hochzubekommen, ohne Frage, aber wenn Du nichts unternimmst, tut es niemand für Dich.

    Ja, aber das ist leider normal, gewöhne Dich lieber dran. Was Du tun kannst, setz Dir Ziele, z.B. Abi nachholen, ein Studium, whatever, solange Du ein gesichertes Einkommen hast, hast Du eine Wahlfreiheit weil Du unabhängig bist. Mich nervt auch jeder Job nach allerspätestens drei Jahren. Aber Du bist ja nicht gefesselt Dich darauf zu beschränken. Seh Deinen als Basis von der aus Du alles tun kannst was Dir gefällt. Interessiert Dich z.B. Theater? Such Dir ne Laientruppe und spiele da mit. Oder schreibe eigene Stücke. Oder organisiere das Ganze, der Bespiele gäbe es Legionen. Das hängt einzig und allein von Deinen Interessen ab.

    Nein, verrückt bist Du sicher nicht. Deine Mutter sieht es wahrscheinlich nur wie ich, was Du aus Deinem Leben machst, hängst nicht primär von Deinem Lustempfinden ab. Hauptsache, Du hast überhaupt ein Einkommen, was Dich unabhängig entscheiden läßt. Jeder Job ist früher oder später nervtötend. Wenn Du unterfordert bist hindert Dich doch keiner daran Dich fortzubilden und Dich in Richtungen weiterzuentwickeln, die Du spannender findest. Wenn Dich Deine Arbeit runterzieht hast Du ne Motivation was anderes zu lernen. Verzweiflung kann ein prima Antriebsmotor sein. Aber ich würde nicht soziale mit beruflichen Problemen durcheinanderwerfen, auch wenn es für Dich vielleicht ein Gesamtbild ist. Womöglich wärst Du mit Deiner Arbeit viel zufriedener, wenn mehr Ausgleich und Freunde hättest.

    Hilflos ist man immer in den Augenblicken, wo man passiv herumhängt. An Deiner Arbeit kannst Du ohne weiteres nichts ändern, willst Du keine gravierenden Nachteile hinnehmen. Aber an Deiner sozialen Situation kannst Du was ändern und da würde ich an Deiner Stelle ansetzen. Such Dir Unternehmungen und ein Hobby was Dich wirklich interessiert. Die Kontakte kommen dann von allein. Und beruflich, Du bist gerade mal mit Deiner Ausbildung fertig, Dir stehen da noch alle Türen dieser Welt offen. Wenn gar nichts mehr weiter hilft, würde ich Dir raten ein bisserl Geld zu sparen und eine lange Reise zu machen, nicht ein paar Wochen, sondern Monate, sowas kann auch hilfreich sein um seinen Weg zu finden.

    Nein, die Suizidgedanken hätte ich nicht mal im Traum angenommen, aber wo Du sie erwähnst, glaube ich Dir, dass Du nicht einfach nur gelangweilt vor Dich hin brabbelst, sondern wirklich in der Klemme steckst. Du siehst Dich vermutlich gefangen von dem Gedanken jetzt 30 Jahre in irgendeinem Drecksjob zu hängen, der Dich jetzt schon anödet. Nur solltest Du Dir kein Gefängnis bauen, was überhaupt nicht existiert.

    Nutz Deine Arbeit um ein wenig Geld anzusammeln, weil es Dir die Freiheit verschafft, andere Ziele zu verfolgen. Sei es ein halbes Jahr um die Welt zu reisen, eine eigene Wohnung oder um ein Studium zu finanzieren. Und was Deine Mutter oder Freunde denken ist vollkommen nachrangig, es geht nur um Deine Zukunft und bei der hat keiner außer Dir etwas mitzureden. Nur wenn Du weinerlich in der Ecke sitzt und in Depressionen versinkst, greift der Welpenschutz. Doch denn hast Du imho gar nicht nötig, die fehlen nur die Ideen wie Du Dich selbst verwirklichen kannst.

    Und einen guten Ansatz hast Du ja schon gefunden - das Ausformulieren Deiner Probleme und die Suche nach einer Lösung. Ob Du sie hier findest? Vermutlich eher nicht, aber je genauer man ein Problem ausformuliert, desto offensichtlicher wird einem oft die Lösung.
    LG
     
    #5
    Augen|Blick, 19 Juni 2009
  6. Cory87
    Verbringt hier viel Zeit
    120
    101
    0
    Single
    Für nichts ! Jeder Tag ist sowieso gleich.
     
    #6
    Cory87, 19 Juni 2009
  7. virtualman
    virtualman (32)
    Benutzer gesperrt
    1.001
    0
    5
    Single
    Jo naja da kommts natürlich darauf an, WANN er es abbricht. Kommt natürlich immer gut wenn man schon ein paar mehr Semester runter hat, und dann erst abbricht.
    Dann ist das mit dem dumm nicht mehr so weit hergeholt:grin: :grin: :grin:
    (sage das weil ich momentan selber in der Situation bin, Welches Semester sag ich jetzt lieber nicht :grin: :grin: :grin: )
     
    #7
    virtualman, 19 Juni 2009
  8. RGlover
    RGlover (26)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
    73
    93
    6
    in einer Beziehung
    Danke für die Antworten! :smile2:

    Dass mir der Beruf evtl mehr Spaß machen würde, wenn mir mein Privatleben mehr Spaß machen würde bzw. abwechslungsreicher wäre, hab ich ich mir auch schon gedacht.
    Mein Problem liegt daran dann, wo und wie lerne ich Leute kennen? Bin jetzt nicht unbedingt die Draufgängerin, bin zwar nicht unbedingt schüchtern, aber anfangs doch eher ruhig und halt mich etwas zurück.
    Vereine oder Hobbys... joa, das hab ich auch schon überlegt. Sport ist so gar nicht mein Fall. Schauspiel würde mich sogar interessieren ^^ hab auch schon mal nach einer Gruppe gegoogelt, die das in meiner Stadt macht, aber bin nicht fündig geworden leider. Werd ich mir wohl mal was überlegen müssen... ist nur noch schwerer in eine Gruppe zu kommen, wo sich schon jeder kennt...

    Was das mit dem Beruf angeht. Mir war schon immer klar, dass es nicht mein Traumberuf ist, aber wer kriegt den schon heutzutage. Bin auch ganz gut damit klar gekommen, aber zur Zeit ists irgendwie ganz schlimm. Meine Angst ist einfach, dass wenn ich aufhöre und eine andere Ausbildung mach, mir vllt das gleiche passiert oder ich keine Arbeit bekomme, mit dem Geld nicht auskomme, wie auch immer, dass ich es einfach bereue und es dann aber zu spät ist, wieder in den alten Beruf zu gehen. Und dann sitz ich da mit meinem Latein... andererseits denke ich mir dann, man lebt nur einmal... aber bis jetzt denk ich noch einigermaßen vernünftig ^^
     
    #8
    RGlover, 19 Juni 2009
  9. LiLaLotta
    LiLaLotta (31)
    Sehr bekannt hier
    3.686
    168
    335
    vergeben und glücklich
    Willst du nicht vielleicht studieren? Du bist erst 19, da hat man doch noch so viele Möglichkeiten vor sich :smile: Und ich fänd es nicht schlimm, wenn du vielleicht wenigstens versuchen würdest, zu deinem Traumberuf zu kommen (welcher wär das denn?). Man muss sich nicht immer mit dem Schlechteren abfinden, nur weil man Angst hat, das Bessere nicht erreichen zu können. Vielleicht klappt es ja doch.
    Ich habe mir mit 22 nach ein paar Semestern überlegt, doch was anderes zu studieren und hab noch mal neu angefangen. Und meine Berufsaussichten sind auch nicht gerade gut, aber ich mache es trotzdem, weil ich mich damit einfach identifizieren kann und zum Teil meine Leidenschaft mit einfließen lassen kann. Das ist mir mehr wert als ein sicherer Beruf mit mehr Geld, der mich aber für den Rest meines Lebens anöden würde :ratlos:

    Und dass deine Mutter dich für verrückt und unreif erklärt, finde ich mal nebenbei gesagt ziemlich vermessen von ihr. Mit 19 darf man doch noch zweifeln und seinen Weg ändern. Wär schlimm, wenn nicht.

    Und zu den Freunden: Manchmal ist es vielleicht nicht schlimm, nur wenige Freunde zu haben. Solange es gute sind. Und Freundschaften kommen und gehen. Genauso wie Beziehungen.
    Wie hier schon vorgeschlagen wurde, könntest du dich für irgendwas an der VHS einschreiben oder so. Das hab ich auch vor :smile:
     
    #9
    LiLaLotta, 19 Juni 2009

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