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  • Final_Dream
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    18 September 2009
    #1

    Für welchen Arbeitnehmer entscheiden?

    Folgendes Problem:
    Ein Arbeitgeber möchte einen neuen AN einstellen und soll sich zwischen 2 entscheiden:

    1. AN : Frau knapp 50, flexibel, Berufserfahrung, Langzeitarbeitslos (3J), Weiterbildungen vorhanden

    2. AN : junge Mutter (Kind 2 Jahre), gute Zeugnisse, aber ohne Berufserfahrung

    Wie denkt ihr darüber? Wie würdet ihr entscheiden?


    EDIT: Vielleicht noch einen Zusatz:

    Beide Damen sind sehr symphatisch und haben eine positive Ausstrahlung, würden also ins Unternehmen passen.
    Von über 270 Bewerbungen blieben nach vielen Vorstellungsgespächen die beiden Bewerberinnen übrig.
    Gehaltsvorstellungen sind fast gleich, also nur unwesentlich höher bei der älteren Bewerberin.
     
  • User 29290
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    18 September 2009
    #2
    Warum war Nummer 1 lange arbeitslos? Das faende ich fuer die Entscheidung relevant.
     
  • Schmusekatze05
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    18 September 2009
    #3
    Ich würde die 50jährige nehmen.
    Mehr Berufserfahrung, flexibel und wahrscheinlich nicht so häufige Ausfallzeiten (Kinder sind ja doch häufiger mal krank). Dass sie 3 Jahre arbeitslos war finde ich nicht so schlimm, da sie sich weitergebildet hat. Wohingegen die junge Mutter zusätzlich zum Kleinkind keine Berufserfahrung mitbringt.
     
  • Subway
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    18 September 2009
    #4
    Den Grund für die lange Arbeitslosigkeit würde ich auch wichtig finden, wenn das aber kein schlimmer Grund ist, dann würde ich mich für die ältere Dame entscheiden.

    + Berufserfahrung
    + Flexibel
    - Höheres Alter (und der Punkt relativiert sich je nach Beruf)

    Bei der jungen Mutter hingegen:

    + Gute Zeugnisse
    - Wegen Kind weniger flexibel
    - Keine Berufserfahrung
     
  • brainforce
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    18 September 2009
    #5
    ich würde wohl der älteren Dame eine Chance geben wenn die Bewerberinnen wirklich Kopf an Kopf liegen. Weiß ja nicht wie es bei der jüngeren ist aber wenn sie die Qualität hat wird sie sicherlich eher was finden als die ältere Bewerberin - denn leider ist es in der heutigen Gesellschaft so das du als älterer Arbeitnehmer kaum eine Chance mehr hast aufgrund des Jugendwahns - langsam scheint die Gesellschaft aber umzudenken...
     
  • MrShelby
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    18 September 2009
    #6
    Das Argument "die Kinder sind öfter Krank" finde ich an der Stelle interessant. Natürlich können Kinder krank sein, klar (Krankheitsbedingt länger ausfallen kann die ältere Dame natürlich auch).

    Aber gerade an den Kindern die Berufschancen scheitern zu lassen, führt doch zu einem Teufelskreis:

    -da diese Einstellung oben nicht selten ist, wird Kinderkriegen noch unattraktiver
    -wer Kinder hat bekommt seltener eine Chance, sich zu beweisen
    -...und landet dann lange in Hartz 4
    -...was dann wieder den Eindruck erweckt, dass Kinder haben und von Hartz 4 abhängig sein irgendwie "zusammen gehört"
    -...und durch diese Stigmatisierung Kinderkriegen noch unattraktiver macht

    Und am Ende wundern sich alle, warum 1. weniger Kinder geboren werden und 2. kann ja niemand verstehen, warum so viele (alleinerziehende) Eltern von Hartz 4 abhängig sind.
     
  • Schmusekatze05
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    18 September 2009
    #7
    Klar hast du damit natürlich Recht.
    Aber ich persönlich kann Frauen eh nicht verstehen, die Kinder in die Welt setzen bevor sie nicht erstmal Berufserfahrung gesammelt haben. Keine Berufserfahrung und Kleinkind wäre für mich ein k.o-Kriterium. Wenn die Mutter, 35 Jahre alt wäre, schon 10 Jahre Berufserfahrung hätte, dann sähe die Sache sicher anders aus. Einer solchen Frau traue ich dann auch ohne weiteres zu, dass Kind auch mal unterzubringen wenn es krank ist und ihren Pflichten auf der Arbeit nachzukommen bzw. abzuwägen, wo es jetzt gerade mehr brennt und wo sie nötiger gebraucht wird. Aber bei dieser Konstellation hier würde ich mich bei einer gleich geeigneten älteren Bewerberin gegen die Mutter entscheiden.
     
  • User 29290
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    18 September 2009
    #8
    Das Problem mit jungen Muettern ist halt, dass sie ein Risiko fuer's Unternehmen sind. Mal abgesehen, dass sie wegen des Kindes unflexibler sind und oefters ausfallen koennen, besteht die grosse Gefahr, dass schon das zweite Kind in Planung ist und sie dann erstmal gar nicht mehr arbeiten. Mir persoenlich waere unwohl bei dem Gedanken eine Frau einzustellen, die jung ein Kind bekommen hat, ohne vorher zu arbeiten. Frauen, die sowas machen, sind selten welche, denen der Beruf wirklich am Herzen liegt...Ich sehe durchaus ein, dass das fuer junge Frauen ein Problem ist, aber vom wirtschaftlichen Standpunkt aus gesehen, kann ich jeden verstehen, der eine aeltere Frau oder einen Mann vorzieht.
     
  • MrShelby
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    18 September 2009
    #9
    Es wird ja immer Paradoxer: Wenn denn eine Frau nun endlich beruflich was erreichen will, kommt als Grund "Vorher hat sie ja auch nicht gearbeitet". Aber irgendwann muss man ja schließlich anfangen...man kann ja nicht bis zur Rente mit 67 Däumchen drehen...
     
  • Schmusekatze05
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    18 September 2009
    #10
    Will sie das denn? Oder muss sie, weil sie sonst keine Leistungen vom Staat mehr bekommt?
    Und wie Raven schon sagt: Was ist, wenn in einem Jahr das nächste Kind ansteht?

    Vielleicht sollte man sich über das, was man beruflich erreich will Gedanken machen, bevor man mit nicht wirklich viel in der Hand Kinder in die Welt setzt. Immerhin hat sie ja einen Abschuss und gute Zeugnisse, sie wird schon was finden, wenn das Kind älter ist. Andererseits ist sie dann natürlich lange raus. Auch schwierig. Tja... ich weiß schon, warum ich gegen Kinder bin wenn man noch nichts im Leben erreicht hat.
     
  • User 29290
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    18 September 2009
    #11
    Wenn man beruflich wirklich was erreichen will, faengt man damit an, bevor man sehr jung geplant Kinder in der Welt setzt. Es ist ja durchaus bekannt, dass man als junge Mutter ohne Berufserfahrung schlechte Chancen hat und wenn man sich trotzdem dafuer entscheidet jung Mutter zu werden, kann der Beruf im Leben keine hohe Prioritaet haben.
     
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  • MrShelby
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    18 September 2009
    #12
    Ihr könnt mir beide aber nicht die Frage beantworten, was eine Mutter, die beruflich anfangen will, dies machen soll.
    Jetzt soll sie keine Chance bekommen, da sie nicht flexibel und das Kiind krank sein könnten.
    Wenn das Kind größer ist, soll sie es nochmal versuchen...dann ist sie aber noch länger raus, hat also noch schlechtere Chancen.

    Das schaut fast aus wie ein Plädoyer für "weiter mit Hartz 4...".

    Sie wird beschrieben als junge Mutter. Rente gibt es ab 67. Wenn sie es nun versucht, wünsche ich ihr viel Glück dabei.
     
  • Hilfiger
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    18 September 2009
    #13
    Um was für eine Stelle geht es? Das spielt ja bei den Überlegungen auch eine Rolle.
     
  • User 18889
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    18 September 2009
    #14
    Ich würde mich ebenfalls für die ältere Bewerberin entscheiden. Sie hat Berufserfahrung und generell wohl sowieso schlechte Chancen auf dem Arbeitsmarkt.

    Eine Bewerberin mit zwei Kindern, noch dazu ohne Berufserfahrung, würde mich abschrecken, da ich ebenfalls die Befürchtung mit den Fehlzeiten oder gar weiteren Kindern hätte.
     
  • MrShelby
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    18 September 2009
    #15
    Es ist ein Kind...siehe oben.
     
  • User 18889
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    18 September 2009
    #16
    Noch schlimmer. Die meisten Frauen wollen ja eher zwei Kinder statt eins und besonders gern genommen scheint die Variante zwei oder drei Jahre nach dem ersten zu sein.
     
  • MrShelby
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    18 September 2009
    #17
    Tolle einstellung. Und wenn eine Frau von Hartz 4 lebt, heißt es "Die ist bestimmt zu faul zum arbeiten, und kriegt ihren Arsch nicht von der Couch" :schuettel:

    Eine Frau mit Kind, die sich offenbar gegen 268 Mitbewerber durchsetzen konnte, wird so schlecht offenbar nicht sein. Davon mal abgesehen gibt es genug Leute, die mit überall begegenen, und unmotiviert ihren Job machen. Wenn sie offenbar gut genug ist, um 268 Leute bisher hinter sich zu lassen, spricht erstmal für sie.
     
  • Subway
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    18 September 2009
    #18
    Wenn die meisten hier jetzt für die junge Mutter gewesen wäre, dann könnte man trotzdem die gleiche Diskussion führen: Man hat ja keine Chance mehr über 40, am Ende sind es die faulen Hartz IV Empfänger, etc...
     
  • MrShelby
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    18 September 2009
    #19
    Interessanterweise kommt der "Faktor Kind" aber schneller...

    Wie oben gesagt wurde, sind ja beide im Bewerbungsverfahren sehr gut bisher gewesen. Das Bild dieser Mutter hier erinnert mich eher an eine junge Mutter, wie sie stereotyp in Doku-Soaps gezeigt wird.
     
  • brainforce
    brainforce (35)
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    18 September 2009
    #20
    @all:
    es ist eben so das man sich entscheiden muss - in diesem Fall ist es eine Entscheidung zwischen zwei gleich gut geeigneten Personen mit jeweiligen Vor- und Nachteilen! Wie man sich letztlich entscheidet ist es wohl falsch - bzw. eine Person zieht auf jeden Fall den kürzeren! Und ich denke mal nicht das die Firma so sozial sein kann bzw. es sich finanziell leisten kann beide auf einmal einzustellen! Eine Möglichkeit wäre auf jeden Fall die andere Person im Gedächtnis zu behalten und diese im Falle des Falles später einzustellen falls diese dann immer noch/wieder arbeitslos wäre!
     

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