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falsche entscheidung?!

Dieses Thema im Forum "Off-Topic-Location" wurde erstellt von wellenreiten, 19 Oktober 2008.

  1. wellenreiten
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    nicht angegeben
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    #1
    wellenreiten, 19 Oktober 2008
  2. xoxo
    Sophisticated Sexaholic
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    Verheiratet
    Ich studiere Amerikanistik und Philosophie (bereits als brotlose Kunst verschrien) und habe in diesem Semester zusätzlich mit Soziologie anstelle von BWL angefangen. Ich denke, dass macht zumindest meine Prioritäten klar.

    Es neulich würde eine Studie veröffentlich die gezeigt hat, dass 95% der Geisteswissenschaftler ein Jahr nach ihrem Abschluss eine Tätigkeit gefunden haben.

    Off-Topic:
    Nebenbei bemerkt: Ich arbeite gerade an einem ehrenamtlichen Projekt zum Thema Leukämie an der Uni. 10% der Mitarbeiter sind Naturwissenschaftler, 15% kommen aus Studiengängen wie Jura, Medizin etc …, 25% sind BWLer/VWLer und 50% sind Geisteswissenschaftler. Zufall ? Mich regt es zumindest zum nachdenken an.
     
    #2
    xoxo, 20 Oktober 2008
  3. Samaire
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    Ich gehöre zu denen, die sich für den Weg entschieden haben, der bessere Jobaussichten versprochen hat, anstatt der eigenen Leidenschaft zu folgen. Und es gibt ungelogen nicht einen einzigen Tag, an dem ich diese Entscheidung nicht bereue oder mindestens anzweifle. Wenn man dann erst einmal eine Weile gearbeitet hat, merkt man, wie hundsbeschissen es ist, in einem Umfeld und in Jobs zu arbeiten, die man nie wollte und die einem nicht wirklich Spass machen. Der Frust, 40, 50h pro Woche etwas zu tun, das einen im Grunde genommen überhaupt nicht interessiert, wird durch Geld nicht einmal annähernd aufgehoben.

    Ich kann nur jedem raten, das zu tun, was er/sie tun will, unabhängig von angeblichen Jobaussichten und vermeintlichen Verdienstmöglichkeiten. So rosig und einfach, wie das in gewissen Studiengängen dargestellt wird, ist es dann nämlich auch wieder nicht... Aber Freude und Leidenschaft an einem Job ist durch nichts zu ersetzen und das Leben ist zu kurz, um es mit Dingen zu verbringen, die einem überhaupt nicht entsprechen...
     
    #3
    Samaire, 20 Oktober 2008
  4. User 77547
    Beiträge füllen Bücher
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    Also generell bin ich der Auffassung, man sollte das studieren, woran "das Herz" hängt, relativ ungeachtet der Berufsaussichten. Die ändern sich sowieso andauernd.

    Wie wäre es aber mit einem Kompromiss: VWL UND Soziologie? Ich bin mit den derzeitigen Regelungen leider nicht mehr auf dem laufenden. Aber ich habe auch ZWEI Diplomstudiengänge als Doppelstudium angefangen, von denen ich aber dann nur eines zu Ende geführt habe.
    Inzwischen dürften das doch alles Bachelor- bzw. Masterstudiengänge sein, da dürfte es zwar etwas schwerer sein, das unter einen Hut zu bekommen (weil "verschulter") aber vielleicht gehts ja trotzdem.
     
    #4
    User 77547, 20 Oktober 2008
  5. Das seh' ich eigentlich genauso, wobei ich seinerzeit auch gerne Biologie studiert hätte, was an meiner Uni jedoch nicht nageboten wird.

    Die Berufsaussichten in meinem Studium (Lehramt Gymnasium/Gesamtschule, Deutsch und Geschichte) sind auch nicht SO glücklich, aber ich bin überzeugt, später keine Job-Schwierigkeiten zu haben. Eventuell nehme ich noch ein Drittfach (Philosophie) hinzu.
    Off-Topic:
    Muss nur schauen, wie ich es schaffe, mich von dem Dauerweltfremden Geschwafel einiger Philosophiestudenten nicht nerven zu lassen :zwinker:
     
    #5
    Perfect Gentleman, 20 Oktober 2008
  6. Fuchs
    Planet-Liebe-Team
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    Ein Studium in einem Fach was man mag ist bereits schwer genug! Ich kenne viele Kommilitonen, die ihr Fach lieben und es auch in gewisser Hinsicht gern studieren (ich zähle mich hinzu), aber jeder hat seine Probleme und der Überfliegertyp, der nach dem Abitur sofort weiß, was er mal will, was er wo dafür studieren muss und das ganze dann freudenstrahlend und ohne Zweifel perfekt durchzieht ist ein Mythos.

    Viele Probleme, die im Zusammenhang mit dem Studium so aufkommen, gehen stets in die Richtung, dass man dran zweifelt, ob man sich jetzt richtig oder falsch entschieden hat. Dabei kann es hier überhaupt kein richtig und falsch geben, da die ganze Sache einfach viel zu unüberschaubar ist, man ohnehin viel zu falsche Vorstellungen von einem Studium oder den eigenen Interessen hat und einen sowieso niemand eine Garantie dafür geben kann, was dann mal irgendwann danach kommen soll. Klar, hinterher ist man immer klüger - aber wie hätte man sich anders entscheiden soll? Auf welcher Basis?

    Studium muss man ausprobieren - man muss sehen, ob man etwas findet, was einem gefällt UND was man durchziehen kann. Ein Fach zu studieren, nur um nachher mit einem Abschluß dazustehen um damit vermeintlich einmal die große Kohle zu scheffeln ist nicht gerade der Weg zum persönlichen Glück, denn diese Arbeit wird einem vermutlich ebensowenig Spaß machen, wie schon das Studium. Klar, man hat das Geld, aber wieviel Zeit und Motivation bleibt noch, das auch auszugeben? 2 Wochen Urlaub im Jahr um 50 Wochen Arbeit zu kompensieren? Dann doch lieber einen Job, der vielleicht anstrengend ist, aber in dem man zumindest aufgehen oder ihn ertragen kann.

    Was die Berufsaussichten von gewissen Studiengängen angeht, ist klar, dass da immer Sorge besteht. Ich vertrete da (den womöglichen naiven) Standpunkt, dass sich Qualität am Markt durchsetzen wird. Eine exzellente Sozioirgendwas wird meiner Ansicht nach bessere Chancen auf "Wasauchimmer" haben, als eine durchschnittliche VWLerin, welche froh gewesen ist, das Studium beendet zu haben, der Uni lieber fern geblieben ist und womöglich keine wirklichen "Kontakte" knüpfen konnte.

    Was dich angeht: hört sich ja so an, als ob das jetzt für dich zu spät wäre, noch vor dem nächsten Wintersemester in Soziologie zu wechseln. Wenn du generell der Ansicht bist, dass dein Studium schon jetzt verkorkst ist - nutze die Zeit, um dich zu orientieren! Niemand sperrt dich aus den Vorlesungen aus, selbst wenn du in dem entsprechenden Studiengang nicht immatrikuliert bist. Höre dir einmal an, was für Veranstaltungen dich erwarten würde (in Sozi, Geschichte oder was auch immer) und laufe einfach eine Zeit lang mit, um überhaupt abschätzen zu können, ob dich dieses Fach wesentlich glücklicher machen würde! Oftmals ist die Ernüchterung groß, weil man sich halt einfach die falschen Vorstellungen ausgemalt hat. Und wenn es gepasst hat, hast du schonmal erstes Wissen ansammeln können. :zwinker:

    Gleichzeitig hast du mit VWL (nebst BWL) das typische "keine Ahnung, ich studiers einfach mal"-Fach erwischt. Letztlich kann dir das aber irgendwann immerhin nützlich sein. Vielleicht solltest du dich dort nicht zu schnell abschrecken lassen. Anfangs wird gerade in solchen Studiengängen auch viel "gesiebt", da diese Studies in den Hörsälen ja wie die Hühner auf der Stange vor der Massenschlachtung sitzen... *räusper*

    Lauf möglichst mehrgleisig, orientiere dich breit, und versuche wo es dir möglich ist, vielleicht schon die ersten Scheine / Leistungen zu sammeln. Finde die Kombination, mit der du dich am besten fühlst, denn du wirst sie Jahre durchziehen müssen und wenn du daran scheiterst, wärst du das in der Richtung für die vermeintlich sichere finanzielle Zukunft vermutlich auch.

    Lass dich von dem schlechten Start nicht entmutigen - es ist völlig normal, wenn die Dinge erst einmal nicht so laufen, wie man sie sich vorgestellt hat. Willkommen im Studium! :zwinker:
     
    #6
    Fuchs, 20 Oktober 2008
  7. wellenreiten
    Benutzer gesperrt Themenstarter
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    nicht angegeben
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    #7
    wellenreiten, 20 Oktober 2008

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