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Familienleben im Eimer - oder: Männeraufgabe ist die Arbeit

Dieses Thema im Forum "Beziehung & Partnerschaft" wurde erstellt von LadyMetis, 24 April 2010.

  1. LadyMetis
    LadyMetis (33)
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    Ich muss jetzt nach langer Zeit mal wieder ein Thema hier verfassen.
    Meine Tochter ist jetzt 1,5 Jahre alt und mein Mann und ich sind nun mittlerweile fast 2 Jahre verheiratet.
    So langsam ist unser Familienleben im Eimer - natürlich nur in meinen Augen.
    Ich bin seit der Geburt der Kleinen zuhause und er geht normal arbeiten. Ich mache also den Haushalt, kümmer mich ums Kind, gehe noch einkaufen etc. weil mein Mann so tolle Arbeitszeiten hat (10-20:30 Uhr) dass er das ja nicht noch machen kann. Er muss auch Samstag arbeiten und hat demnach nur am Sonntag und einen Tag in der Woche frei. Der Sonntag fängt damit an, dass er mit Arbeitskollegen Fußball spielen geht und der rest des Tages so vor sich hin plätschert. An dem anderen tag in der Woche werden Termin wie Arzt, Friseur etc. gemacht und auch für den Rest macht sich keiner einen Kopf, nur ich.
    Als unsere Tochter noch nicht auf der Welt war, musste mein Mann einmal im Jahr in eine andere Stadt für 2-3 Monate und kam wenn nur am Wochenende heim. Damals hieß es, wenn die Kleine auf der Welt ist, muss er nicht mehr da hin.
    Er war nun seitdem schon 2 Mal wieder in ner anderen Stadt und das nächste Mal steht jetzt für Sommer auch schon an...
    Er wünscht sich auch ein zweites Kind. da hab ich ihn letztens gefragt wie es dann wäre mit noch so einem Kleinen. da meinte er dann würde er da nicht mehr hin fahren. Mhh, mit zwei Kindern ist es anders????
    Jedenfalls bleibt alles an mir hängen, selbst die Freizeitgestaltung.
    Er steht früh auf wenn die Kleine wach ist und lässt mich noch schlafen, das ist schön, aber er macht nix mit ihr, sondern er sitzt vorm PC und sie schaut fern :cry:
    Ich verbringe den ganzen tag mit ihr und kann das nicht tun, ich nutze die Zeit für mich wenn sie Mittag schläft oder Abends im Bett ist. Er sieht sie nur früh die 2 Stunden und verbringt die Zeit mit ihr dann so... da könnt ich heulen.
    Ich habe so langsam das Gefühl dass ihm alles egal ist. Ich kümmer mich darum dass wir 3 was zusammen machen und ich kümmer mich darum dass wir auch mal was zu zweit machen können. Würde ich das nicht machen... keine Ahnung, ihm ist es scheinbar egal.

    Am Anfang war es anders, nach der geburt hat er mir viel geholfen, ist nachts aufgestanden, trotz Arbeit etc. Jetzt bin ich für alles verantwortlich. Ich kauf ihre Kleidung, nur ich sehe dass sie neue Schuhe braucht, nur ich sehe dass wir zum impfen müssen, ich muss die Taufe organisieren etc. Für ihn gibts nur seine Arbeit.
    Ist das normal? Ist das einfach so dass die Frau wenn sie zuhause ist alles regelt und sich um alles kümmert?

    Ich hatte es mir so schön vorgestellt, zu dritt, Familienleben halt, gemeinsam was unternehmen. Aber wenn ich es nicht arrangiere, passiert da gar nix.

    Sorry wenn es jetzt so viel geworden ist, ich musste das jetzt einfach mal loswerden.
    Gibt es vielleicht jemanden dem es genauso geht oder habt ihr einen Rat?

    Wir haben ja auch schon mal darüber gesprochen, ich will ihm ja auch nicht sein Fußball nehmen oder so, aber als Ausgleich könnte er sich ja mal Gedanken über einen Tag zu dritt machen? Aber das macht er nicht.
     
    #1
    LadyMetis, 24 April 2010
  2. Piratin
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    Das beobachte ich in letzter Zeit irgendwie häufig in Familien, in denen die Frau ihre Arbeit längerfristig aufgibt um sich ganz der Familie zu widmen. Das sehen viele Männer dann als komplette Arbeitsteilung an: er schafft das Geld ran, sie organisiert Haushalt, Kinderpflege und- erziehung und Freizeit.

    Bei Paarwen in denen auch die Frau arbeitet findet dann entweder eine etwas gemeinschaftlichere Teilung aller häuslichen Aufgaben statt oder die Frau hat die ultimative Doppelbelastung, je nach Persönlichkeit der Partner.

    Für deinen Mann stellt sich die Sache doch recht übersichtlich da. Sicher liebt er dich und euer Kind, aber du hast nun deinen Bereich und er seinen, es gibt für ihnen keinen Grund, seinen Arbeitsalltag und seine Freizeit umzugestalten. Wie wär`s wenn du das etwas umgestaltert und auch wieder zumindest Teilzeit arbeiten gingest? Dann muss er nämlich auch mal ran.

    Als der Sohn meines Freundes zu uns gezogen ist, dachte mein Freund zuerst auch, ich mach das schon, ist ja Frauensache. Da hab ich mich aber quergestellt, da es ja noch nicht mal mein Kind war, sondern seines ganz allein und ich arbeite schliesslich auch! ;-) Und siehe da, nach einigen Wochen des Murrens und den-Kleinen-zu-Oma-abschiebens war es Mijnheer dann möglich, seinen Alltag umzustrukturieren, und mittlerweile ist er ein richtig toller, verantwortungsbewusster Vater geworden und in seine Rolle reingewachsen.

    Dann muss man noch bedenken dass manche Männer mit Babies und Kleinkindern nicht viel anfangen können. Das ändert sich dann häufig im Kindergartenalter, wenn man mit dem Kind ein Baumhaus bauen oder angeln gehen kann.

    Ach ja, die Klamotten für den Kleinen, Arzttermine etc. regel ich auch allein. Männer wissen ja häufig noch nicht mal ihre eigene Konfektions- und Schuhgröße so richtig. ;-) Mir macht aber Kinderklamottenshoppen Spaß, ich putz den Kleinen immer raus wie ein Kindermodel vonb Tommy Hilfiger. *gg*

    und wenn du mir noch eine Anmerkung erlaubst: das mit dem Fernsehenschauen würde ich mir aber auf das Nachdrücklichste verbitten. Wenn ein 18 Monate altes Kind irgendwo NICHT hingehört, dann vor den Fernseher.
     
    #2
    Piratin, 24 April 2010
  3. User 75021
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    Ich sehe das wie Piratin.


    Werd egoistischer-denk mal an dich! Ich würd mir einen Teilzeitjob suchen und dann MUSS er einen Alltag umstrukturieren und du wirst sehen, dann hat er auch auf einmal Zeit.
    Wieso sollte er sich im Moment Zeit nehmen, wenn doch alles läuft und du dich um alles kümmerst? Für ihn ist es so ganz bequem.
     
    #3
    User 75021, 24 April 2010
  4. LadyMetis
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    Ich fange ja im September wieder zu arbeiten an, dann habe ich auch einen Krippenplatz für sie. Nur ich denke dann wird es noch schlimmer werden, dann hab ich alles wie jetzt + Arbeit...
     
    #4
    LadyMetis, 24 April 2010
  5. Orgasmusmaus
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    Also ich hatte genau so ein Exemplar :grin: und ich habe mir genau die gleichen Gedanken gemacht wie du. Ändern kannst du ihn jedenfalls nicht. Im Nachhinein gesehen war mein Mann ein Mann, der wirklich mit kleinen Kindern nichts anzufangen wußte. Erst als unsere Tochter so 5, 6 Jahre alt war fing er an sich mit ihr zu beschäftigen.
     
    #5
    Orgasmusmaus, 24 April 2010
  6. darkangel001
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    Was du deinem Mann wirklich klipp und klar sagen solltest, ist das Fernsehverbot morgens. Klar ist es einfacher für ihn, aber wie schon gesagt wurde, vor den Fernseher gehört so ein kleiner Knirps wirklich nicht, vor allem nicht so lange ... zehn Minuten Sandmännchen, okay, aber mehr? Das wird doch auch schnell langweilig, die Kleinen können sich doch noch gar nicht konzentrieren.
     
    #6
    darkangel001, 24 April 2010
  7. celavie
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    Ich frage mich immer wieder, wenn ich geschichten wie deine höre, warum die Frauen nicht stärker ihren Willen duchstetzen? Friss das doch nicht in dich rein, setze dich mit ihm auseinander! Ich bin sicher er liebt dich und die Kleine, sag ihm dass du davon aber nichts viel merkst. Natürlich bist du als momentane Hausfrau für den Haushalt größtenteils zuständig (und mal ehrlich: würde er jetzt anfangen komische SAchen für die Kleine zu kaufen, fändest du das sicher auch merkwürdig) aber der Haushalt hat ja nichts mit gemeinsamen Aktivitäten und Familienleben zu tun. Den kannst du machen, wenn er auch arbeitet.
    Sicherlich liebt er seine Arbeit sehr und ihr tretet dann immer mal zurück, weil er sicher auf Arbeit viel Bestätigung bekommt und zu Hause eben nicht so viel. Das ist ja ganz normal, vielleicht hat ihn seine Arbeit/evt. Macht und Bestätigung teilweise seine Pflichen als Familienvater vergessen lassen.

    Erinnere ihn daran!
     
    #7
    celavie, 24 April 2010
  8. Orgasmusmaus
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    Es gibt aber leider zur Genüge Männer, da kannst du dir den Mund fusslig reden und es kommt immer nur ein "Ja, ich weiss ja, bla, bla". Natürlich will man auch seinen Willen durchsetzen, aber wenn es absolut nicht klappt lässt einen das dann schon manchmal verzweifeln und man fühlt sich im Stich gelassen. Kleine Kinder sind anstrengend und das wissen sie, also schaut man erstmal wo man sich vom Acker machen kann. Natürlich nicht alle, aber sehr viele.
     
    #8
    Orgasmusmaus, 24 April 2010
  9. MrShelby
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    Manches scheint man beim "dann soll er halt mal mehr machen" aber zu vergessen:
    Er arbeitet lt. TS 10,5 Stunden pro Tag, wobei durch das Pendeln zur Arbeit und zurück nicht ganz unrealistisch schonmal 12 Stunden des Tages weg sind, dann noch 8 Stunden schlafen und übrig bleiben 4 Stunden für "alles andere". Nicht gerade viel. Dann arbeitet er auch noch Samstags. 5x die Woche 12 Stunden auf Achse...aber natürlich ist es dann ja sooo unfair, wenn er auch mal vor dem PC relaxen will, oder sich auch mal mit Freunden zum Sport trifft...das ist ja auch wirklich dreist, Kontakt zu Freunden haben zu wollen :rolleyes:

    Was man auch nicht vergessen darf: Nur durch diese 12 Stunden Arbeit 5 Mal die Woche können sie ihren Lebensstil so halten. Anders gesagt: Wenn er mehr machen soll, braucht er mehr Zeit = weniger Arbeit = weniger Lohn. Dann muss man auch klar sagen: Ok, dass nehme ich in kauf. Geld für "sonstige Aktivitäten" wächst bekanntermaßen nicht auf Bäumen.
    Bei so einer überdurchschnittlichen Arbeitszeit/Woche frage ich mich schon, was sich in Sachen Hausarbeit ändern soll, wenn die TS arbeiten geht. Dann ist er genauso eingespannt wie jetzt, und die TS hat auch weniger Zeit. Was soll genau dann besser sein?

    Und Nebenbei: Viel für die Arbeit machen bedeutet nicht unbedingt "sich aus der Verantwortung stehlen wollen"...einen wirklich hohen Spaßfaktor dürften auch nur überschaubar viele Jobs haben. Aber natürlich immer schön, wenn Männern, die sich für die Familie krumm machen, nachgesagt wird, dass sie für vieles nur zu faul seien...
     
    #9
    MrShelby, 24 April 2010
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  10. glashaus
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    Das stimmt, aber man sollte halt auch nicht vergessen, dass das dann für beide gilt.
     
    #10
    glashaus, 24 April 2010
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  11. MrShelby
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    Sie kann doch mit Kind zu Freunden/Bekannten gehen, was er "einfach so" in der Woche eben nicht kann.
     
    #11
    MrShelby, 24 April 2010
  12. Orgasmusmaus
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    Es geht doch darum, dass man ZUSAMMEN ein Kind hat. Natürlich muss er arbeiten, aber ich frage mich immer wieder ob es bei den Männern wirklich den Anschein hat, als wäre das Hausfrau und Mutter sein so "locker".
    Die TS sagt ja selber er kann sich seinen Hobbys weiterhin widmen. Das ist ja nicht das Problem. Die verbleibende Zeit als FAMILIE zu verbringen ist ihr Problem. Und wenn Mann nach der Geburt sich so verhält wie vor der Geburt dann finde ich das nicht in Ordnung. Und noch weniger, wenn er dann auch noch ein 2. Kind möchte :eek:.
    Außerdem hat hier noch niemand von Faulheit gesprochen :rolleyes: und eine Mutter mit einem kleinen Kind "arbeitet" 24 Stunden am Tag.

    ---------- Beitrag hinzugefügt um 19:02 -----------

    Anscheinend hast du keine Kinder. Was glaubst du was eine Frau mit Kind alles NICHT eben mal einfach so machen kann wenn der Partner abwesend ist ?
     
    #12
    Orgasmusmaus, 24 April 2010
  13. MrShelby
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    Wo geht er denn großspurig seinen Hobbies nach? Er sitzt vor dem PC oder mal Fernseher, da die Arbeit -oho, welche Überraschung- wohl sehr schlaucht, und dann geht er mal mit Kollegen Fussball spielen...da sie sicherlich nicht den Kontakt zu sämlichen Freundinnen abgebrochen hat, finde ich das sehr fair. Sie kann mit Kind zu ´ner Freundin unter der Woche gehen, er hat unter der Woche keinerlei Möglichkeit für Sozialkontakte. Somit kann er es nicht anderweitig machen. Es geht einfach SEHR VIEL Zeit für die Arbeit und ihre Folgen (mal ausruhen müssen) drauf...

    Wie gesagt: Wer das nicht akzepzieren will, muss auch für einen sparsameren Lebensstil offen sein.
     
    #13
    MrShelby, 24 April 2010
  14. Orgasmusmaus
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    vergeben und glücklich
    Ich weiß schon was du meinst, aber wenn ich mich als Paar dafür entscheide ein Kind zu bekommen, dann müssen auch auf beiden Seiten Kompromisse geschlossen werden. Nochmal, die TS verbietet ihm ja nicht seine, ich nenn`sie mal "Entspannungsphasen", im Gegenteil. Aber die ersten Lebensjahre sind sehr kräfteraubend und ich glaube das Einzige was sie möchte ist nur ein bischen Anerkennung für diese Leistung. Weisst du, klar ist der Mann auf der Arbeit und wenn er heim kommt braucht er erstmal etwas Abstand, das ist schon klar. Aber das bräuchte die Mutter auch, denn ich finde es einfacher 8 oder 12 Stunden auf meiner Arbeit zu sein, als rund um die Uhr ein kleines Kind "gut" versorgen zu müssen. Ich denke wenigstens eine kleine Anerkennung würde da Wunder wirken. Und das wäre zum Beispiel indem er sich auch einfach mal, und sei`es nur eine Stunde, bemüht sich mit "DEM GEMEINSAMEN KIND" auseinander zu setzen.
     
    #14
    Orgasmusmaus, 24 April 2010
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  15. darkangel001
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    Ich denke auch, es geht vorwiegend um Anerkennung, was sie den ganzen Tag leistet. Es ist nicht zu bestreiten, dass er viel zu tun hat und seine Pausen verdient hat. Aber sehr wahrscheinlich wird er von Kollegen und seinem Chef mal hören, dass er ein Projekt gut abgeschlossen hat, dass irgendetwas gut geklappt hat etc. Dann kommt er nach Hause, erzählt von seinem erfolgreichen Tag, seine Frau sagt "Das ist ja schön für dich, super". Nochmal Anerkennung von ihr.

    Und sie? Selbst wenn sie erzählt, dass sie heute im Sonderangebot drei Dosen Erbsen gekauft hat und das Bad geputzt hat, darauf sagt man kaum ein "gut gemacht", besonders nicht, wenn es regelmäßig vorkommt.

    Ich kenn es nicht aus eigener Hand, bekomm es aber von meiner Schwester mit. Die sitzt mit zwei Kindern zu Hause, arbeitet nebenbei und schmeißt Haushalt und Familie. Papa geht arbeiten. "Mehr" nicht.

    Und "mal eben zu ner Freundin" mit nem kleinen Kind ist auch keine Entspannung, besonders, wenn es nicht mehr nur schlafend daneben liegt. Das Kind will Aufmerksamkeit, Beschäftigung, da kann Mama froh sein, wenn sie fünf Minuten in Ruhe schnacken kann. Ganz davon abgesehen, dass mit einem kleinen Kind nur selten spontane Aktionen möglich sind, weil ein geregelter Tagesablauf wichtig ist. Damit ist die Mutter genau so lange "auf Arbeit" ohne Entspannung und "soziale Kontakte" wie der Vater.
     
    #15
    darkangel001, 24 April 2010
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  16. Zwergenfrau
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    Am Job deines Mannes wird sich nicht ändern bzw. hat sich nichts geändert und dass er auf seinen freien Tag alles legt, was erledigt werden muss, auch nicht. Habt ihr euch denn vorher überlegt, wie der Alltag aussehen soll? Möchtest du, dass er im Job kürzer tritt um mehr Zeit für euch zu haben? Hast du denn mal das Gespräch mit ihm gesucht, um zu besprechen, wie eure Familien-/Paar-Freizeit in der Zukunft aussehen soll und wie es werden soll, wenn du wieder arbeiten gehst? Wenn nein, dann tu das schleunigst.

    Off-Topic:
    Ich habe leider eine Ehe u.a. an soetwas zerbrechen sehen, weil recht schnell keiner mehr bereit war, Kompromisse zu schließen und sich besser aufeinander einzustellen. Auf der anderen Seite muss ich aber auch sagen, dass es bei meinen Eltern nicht anders war/ist. Mein Vater hat als Geschäftsführer sehr oft eine 7-Tage-Woche, an meiner Mutter blieben Kinder/Haus/Garten neben dem Halbtagsjob hängen. Aber das hat sie super gut gemeistert. Ich habe meinen Vater jahrelang nur zum Abendessen gesehen und im Nachhinein finde ich es schade, aber ich habe es überlebt. Für mich war es immer komisch, wenn die Väter von Freundinnen um 16/17 Uhr zu Hause waren.
     
    #16
    Zwergenfrau, 24 April 2010
  17. celavie
    celavie (35)
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    Verheiratet
    Ich schlage mich hier mal mit auf Mr. Shelbys Seite! Und das als Frau - ohje!
    Ich möchte zu seinen Beiträgen, welchen ich fast ausnahmslos zustimme, nur eines hinzufügen:

    Der Ehemann sollte in seiner Freizeit sich seiner Familie widmen und das sollte die Ehefrau durchsetzen. Er hat nur wenig Freizeit und da kommt eben nun mal die Famile VOR den Kumpels und dem Sport.

    Außerdem gefällt mir nicht ganz, dass du (fast) ausschließlich von der finanziellen Seite argumentierst. Ja, es sichert die Lebensgrundlage, aber sie geht bald wieder arbeiten und ihre Ängste, dass dann alles an ihr hängen bleibt sind berechtigt. Kennen wir doch alle!
     
    #17
    celavie, 24 April 2010
  18. kessy88
    kessy88 (28)
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    vergeben und glücklich
    irgendwie stehe ich auf dem schlauch...
    er geht sher viel 5 tage die woche arbeiten. das ist so. er hat ein kind von 1,5 jahren. warum wird es als arbeit angesehen, wenn man sich vor der arbeit oder an seinem freien tag anständig mit seinem kind beschäftigt, während sie noch schläft? ich finde es klasse, dass er sich dann um die kleine kümmert und sie noch etwas schlafen kann. aber man kann sich doch die kleine dann schnappen und nen kleinen morgenspaziergang machen (am freien tag; z.b bis zum bäcker um frische brötchen zu holen) oder was mit ihr spielen, vorlesen... dann muss ich doch die wenige zeit, die ich mit meiner tochter gemeinsam verbringen kann doch nicht am pc abhängen und die kleine vor die glotze setzen.

    ich glaube, dass da ein gespräch nicht dauerhaft viel bringt, weil man doch schnell wieder in sein altes muster fällt. das ist eine sache, die nicht von heute auf morgen verändert wird. aber miteinander drüber reden ist das wichtigste, denn durch totschweigen lösen sich die probleme nicht.
     
    #18
    kessy88, 24 April 2010
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  19. Piratin
    Piratin (38)
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    Verheiratet
    Mein Freund leitet sein eigenes mittelständiges Unternehmen. Zeit? Haben solche Leute nicht, wie man bekanntlich weiss. Meinb Freund kann 24 Stunden 7 Tage die Woche arbeiten und es wäre immer noch nicht genug. Er musste radikal umdenken, als er gemerkt hat, dass sein Privatleben auf der Kippe stand. Es war einfach eine Kopfsache. Etwas weniger Aufträge annehmen, Umverteilung von Verantwortung arrangieren, mehr Vertrauen in Mitarbeiter haben. Am Telefon zu Kunden, die um 19 Uhr anrufen sagen, dass grade Kinderzeit ist (bei uns ist da immer großes Uno - und Menschärgerdichnichtturnier) und sie später anrufen möchten. (anders als man denken möchte nehmen das die wenigsten übel, viele haben ja selbst Familie). Versuchen, einen 14-Stundentag in 8 Stunden zu pressen. Bewusst schön geplante Freizeitaktivitäten am Wochenende, die Vater und Sohn zusammenbringen.

    Das Leben läuft mit einem Kind auch für Männer nicht einfach so weiter wie bisher, wenn der Vater auch Anteil an der Erziehung haben möchte (oder wie in unserem Fall schlagartig die Alleinverantwortung überreicht bekommt). Bei meinem Freund hat die schmerzhafte Umstrukturierung ungefähr eion halbes Jahr gedauert, und jetzt ist er ein völlig anderer Mensch. Die Firma brummt wieder, die Lage ist besser denn je, die Angestellten und der Azubi haben sich in ihre neuen Rollen reingefunden und mein Freund ist wesentlich entspannter. ;-) Mit so einem Mann kann ich mir eigene Kinder vorstellen, mit dem Arbeitstier von früher nicht. ;-) Wie die TS möchte ich eine harmonische Familie mit vielen gemeinsamen Aktivitäten haben, zur Not auch mit etwas weniger Geld zur Verfügung, und nicht praktisch alleinerziehende Mutter mit Mann sein.

    Das ist so, das war auch schon immer swo und ich glaube daran wird sich nichts ändern. Zu allen Zeiten haben Haushalt und Kindererziehung nicht so viel gegolten wie Erfolg im Beruf, die Nazizeit, in der aus bevölkerungsstrategischen Gründen die Anerkennung für diese Aufgaben von "oben" stark gefördert wurden, mal ausgenommen.
    Das kann man jetzt als ungerecht empfinden (und ich weiss aus eigener Erfahrung wie kaputt man nach einem langen Tag mit ewigplapperndem Kind und Haushalt, Einkaufen etc. ist) aber eine gerechte Aufteilung aller Aufgaben (Geldverdienen, Haushalt, Kinderbetreuung) fände ich entspannend. Andere mögen dfas anders sehen, meiner Schwägerin macht Putzen und Haushalt Riesenspaß und mit Freude organisiert sie alles während ihr Mann im 3-Schichtsystem arbeitet. Wenn man sich damit wohlfühlt, ist das super, wer sich damit nicht wohlfühlt, muss was ändern.
     
    #19
    Piratin, 25 April 2010
    • Danke (import) Danke (import) x 1
  20. LadyMetis
    LadyMetis (33)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    Verheiratet
    Du hast es auf den Punkt gebracht!
    Warum möchte man denn ein Kind, auch als Mann? Warum möchte man eine Fmilie gründen? Und ich rede hier nicht von einem Mann, der mein Alter hat und sich noch austoben etc. möchte. Er ist 41.
    Das mit dem Fußball lass ich ihm ja auch, dass es nun ausgerechnet Sonntag ist, weil da alle frei haben, kann ich nun nicht ändern. Aber für die restliche zeit, kann man sich ja auch als Mann mal überlegen was man mit seiner kleinen Familie machen kann.
    Und gerade früh, das ist die einzige zeit die er mit Sophia verbringen kann, weil er sie abends nicht mehr sieht, verbringt er so... das kann ich einfach nicht fassen. Es muss doch auch in seinem Interesse sein...
    Arbeit hin oder her, wir kommen über die Runden. Natürlich hätte ich gern dass er kürzer tritt, aber das geht leider nicht. Nur manchmal frage ich mich was wichtiger ist, Arbeit oder Kind? Gerade wenn er dann mal für 3 Monate woanders hin muss... sicherlich stört es ihn dass er die Kleine da nicht so oft sieht, aber viel wichtiger ist ihm dass nur er diesen Job machen kann und dass er da die Bestätigung bekommt.
    Wie schon jemand geschrieben hat, bekomm ich sie nie.
    Stattdessen muss ich mir dann Sachen anhören. Aktuelles Thema ist die Taufe von Sophia, das betrifft nunmal uns als Familie, also sollte er sich auch einbringen oder seh ich das falsch?
    Da kann ich mir dann anhören: "ruf du doch da an und klär das, du bist doch zuhause... ich muss ja arbeiten". Manchmal kommt es mir so vor als versteckt er sich hinter seiner Arbeit und ist froh dass er sie hat und dann solche Entscheidungen nicht treffen muss. Am Ende bleibt alles an mir hängen, ich such die Kirche aus, den Pfarrer, das Datum, kümmer mich um die Einladungen etc., weil er muss ja arbeiten.
    Aber ich glaube das ist das Hauptproblem, dass Männer denken sie arbeiten und die Frau sitzt den ganzen Tag zuhause rum und hat nix zu tun... und das bisschen haushalt macht sich von allein...
    Gerade gestern war ich mit Kind und Kinderwagen einkaufen, da ich kein Auto habe und habe 3 Beutel und Kind in den 3. Stock hoch getragen, weil der Kühlschrank leer war und es scheinbar nur ich mitbekomme. Sowas fällt vollkommen unten durch, das interessiert niemanden.
    Und dass er früh um halb 7 mit Sophia aufsteht, ist nix besonderes, da er immer sehr früh aufgestanden ist.
    Er braucht einen Ausgleich von der Arbeit sagen hier einige? Das versteh ich. Aber was ist mit mir, wenn man bedenkt dass das Kind den ganzen Tag die Arbeit für mich ist. Wann bekomme ich Auszeit? Und wo bleibt dann noch Zeit für das Familienleben, wenn jeder nur seine eigene Auszeit durchsetzt?
    Ich möchte lieber Zeit zu 3. verbringen, gerade jetzt wenn das Wetter so schön ist, anstatt meine eigene Auszeit durchzusetzen.
     
    #20
    LadyMetis, 25 April 2010

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