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Faust - Epochenzugehörigkeit

Dieses Thema im Forum "Off-Topic-Location" wurde erstellt von bebegirl, 10 Januar 2008.

  1. bebegirl
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    Hallo zusammen,

    es heißt ja, dass sich Faust kaum in eine Epoche einteilen lässt, da im Faust so viele unterschiedliche Epochenmerkmale sich vereinen. Dennoch ordnet man ihn in die Epoche der (Weimarer) Klassik, obwohl Faust sowohl Züge der Aufklärung als auch Züge des Sturm und Drang hat.
    Ganz besonders kommt Sturm und Drang in der Gretchentragödie zum Vorschein. Doch ich verstehe nicht, welche parallelen man zwischen Gretchentragödie und Sturm und Drang machen kann. Ich weiß nur, dass Fausts Gottes-Verständnis das des Pantheismus ist und das entspricht demt anti-kirchlichen Religionsverständnis des Sturm und Drang. Doch was spielt Gretchen da jetzt genau für eine Rolle? Goethe kritisiert doch damit nur die Gesellschaft und ihre Normen. Spielt das bei Sturm und Drang eine wichtige Rolle?
    Finde das gerade alles ein bisschen verwirrend. Kann mich da vielleicht einer mal genau aufklären und welche Epochemerkmale im Faust genau für eine Rolle spielen.

    Vielen Dank!!!

    Gruß bebe
     
    #1
    bebegirl, 10 Januar 2008
  2. User 24257
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    Wenn ich das richtig verstehe, soll die Figur der Magarethe Empörung in der Gesellschaft auslösen. Sie, als braves Mädchen läßt sich von Faust und dem Bösen verführen, was eben sogar zum Kindsmord führt.

    vielleicht hilft das hier noch etwas http://www.zum.de/Faecher/D/BW/gym/faust/lit-gesch.htm
     
    #2
    User 24257, 10 Januar 2008
  3. khaotique
    khaotique (27)
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    vergeben und glücklich
    Da Goethe ja gut 60 Jahre an seinem Gesamtwerk "Faust" geschrieben hat, ist es wirklich nicht einfach, es bestimmten Epochen zuzuteilen.

    Man kann Faust im ersten Teil eigentlich als einen Stürmer und Dränger bezeichnen, der sich auf dem Weg zur Klassik befindet. Das typisch klassische an Faust ist sein Streben nach Erkenntnis, obwohl er keineswegs als Idealbild der Klassik gesehen werden kann. Die Quintessenz ist quasi: Der Mensch kann sich irren aber er soll nie aufhören zu streben. Das ist kurz gesagt der richtige Weg, der ideale Weg.

    Die Gretchentragödie ist der geschlossenste Anteil von Goethes frühem Sturm-und-Drang-Faust (Urfaust), der ja parellel zu Die Leiden des jungen Werther in den 1770er Jahren, mitten im Sturm und Drang, entstanden ist. Sie zeigt die Not und Ausweglosigkeit junger Frauen vor dem Kindsmord und dient gleichzeitig als herbe Kritik an der damaligen Gesellschaft.

    Der Lektürenschlüssel (z.B. von Reclam) könnte dir bezüglich dieser Thematik bestimmt weiterhelfen!

    P.S.: XIII's Link ist wirklich super! Er wird dir bestimmt einiges an Information liefern können. :smile:
     
    #3
    khaotique, 11 Januar 2008

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