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Fehlgeburt

Dieses Thema im Forum "Kummerkasten" wurde erstellt von Dark84, 27 Januar 2010.

  1. Dark84
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    in einer Beziehung
    Hallo Community,

    ich möchte euch bitten, folgendes zu betrachten und mir dann ein Feedback geben, da ich in dieser Sache wirklich Informationen brauchen, also von verschiedenen Sichtweisen.

    Vorgeschichte:
    Ich leite eine 10er-Stammgruppe, in dieser Gruppe sind mit Ersatzbankspieler ungefähr 16 Leute, ich eingeschlossen. Diese Stammgruppe ist nur eine von mehreren im gesamten Verein, also das ist schon ein großer Haufen. Im Stamm ist auch ein junges Pärchen und die beiden erwarten ein Kind.

    Kurz, bevor wir wieder starten wollten (ca. 2 Std. vorher), schrieb sie mir, sie komme nicht mit, weil sie nicht mehr schwanger ist, das Kind ist tot. Das war schon ziemlich harter Tobak. Dass sie und ihr Freund nicht mitkommen war da natürlich absolut verständlich und auch in nächster Zeit werden die beiden nicht dabei sein. Mir geht es jetzt weniger darum, Ersatzbankkandidaten zu bestimmen um die Lücken zu füllen.

    Sie hat es mir anvertraut... NUR mir. Der Vereinsleiter weiß davon auch noch nichts. Das sagt mir, dass sie unglaubliches Vertrauen zu mir hat. Ich habe ihr angeboten, dass ich für sie da bin, wenn sie jemanden zum Reden braucht, auch ihr Freund kann sich bei mir melden. Ich beiß mich jetzt etwas für dieses Angebot, weil ich gar keinen Vergleichsfall kenne, deshalb hoffe ich, ihr könnt mir etwas sagen, worauf man achten sollte, wenn sie mein Angebot annehmen.
     
    #1
    Dark84, 27 Januar 2010
  2. CrushedIce
    CrushedIce (36)
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    ich glaube dir, dass du ein bisschen angst bekommst, sollten die beiden damit zu dir kommen.

    viel machen kannst du eigentlich nicht. aber dafür etwas sehr wichtiges: zuhören, einfach da sein.
    sollte sie zu dir kommen und sich ausweinen, was absolut verständlich wäre, lass sie weinen, nimm sie vielleicht in den arm (je nach intensität eures verhältnisses). sag ihr, dass du die nachricht schlimm findest und du dir absatzweise vorstellen kannst, wie grausam das für die beiden sein muss.
    dass es vollkommen okay ist, dass sie zu dir kommt und du gerne für sie da bist.

    so in etwa könnte das ablaufen.

    meintest du sowas als tipp?
     
    #2
    CrushedIce, 27 Januar 2010
  3. User 92501
    User 92501 (36)
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    Huhu!

    Da sein, zu hören, nicht aufdrängen...in den Arm nehmen.

    wie lange war sie schon schwanger?
    Evtl, wenns schon so "groß" war, sowas wie ne Trauerfeier starten? Keine Ahnung...war auch noch nie in dieser Situation. Ich würds einfach so machen, wie ich es immer mach, wenn jemand einen Schicksalsschlag erlebte und ich ihm beistehe...einfach da sein und auf mein Bauchgefühl hören.

    google mal nach der Seite von Verwaiste Eltern, vielleicht findest Du da einige Tipps?

    Lg
    Mercur
     
    #3
    User 92501, 27 Januar 2010
  4. kickingass
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    vergeben und glücklich
    das ist wohl ähnlich mit den meisten todesfällen, du kannst nur zuhören und da sein. zeigen das du ihnen beiden den rücken stärken willst und sie sich auf dich verlassen können.

    aber mehr als beileid ausdrücken wird auch nicht gehen. was würdest du jmd sagen, der jmd verloren hat, denn du nicht kanntest? daran kannst du dich etwas orientieren. wenn ein gemeinsamer bekannter stirbt, hat man ja immer die möglichkeit traditionen fortzusetzen, über gemeinsame urlaube/erlebnisse bla zu reden. das geht halt weder bei einem einem fremden menschen, noch einem ungeborenen kind.

    so wie du schreibst halte ich dich jetzt eh nicht für unsensibel, aber wichtig wäre, gedanken a la "es war ja noch nicht geboren" oder "in 9 monaten hat man ein neues" niemals auszusprechen. falls man sie überhaupt hat. die emotionale bindung einer mutter zu einem ungeborenen kind, ist ziemlich stark. sonst, wenn ihr euch an öffentlichen plätzen trefft, dann nicht unbedingt orte wo viele kinder/schwangere usw herumlaufen.

    wie gesagt, für sie da sein ist das beste was du machen kannst. für ihn natürlich auch. oft belastet eine fehlgeburt auch die Beziehung, also falls sowas auftaucht, sei nicht überrascht.
     
    #4
    kickingass, 27 Januar 2010
  5. Dark84
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    in einer Beziehung
    Ja genau, einfach zu wissen, wie andere damit umgehen würden.

    In meiner gesamten Familie ist bislang nur meine Oma gestorben (die ich nur 3x im Jahr gesehen habe), meine Großeltern mütterlicherseits sind vor meiner Geburt gestorben und etwas älteres aus unserem Stammbaum habe ich nie erlebt. Aus der Sicht habe ich keine Erfahrungen mit dem Thema Tod.

    Mein Verhältnis zu dem jungen Pärchen ist eigentlich eher "geschäftlich"... ich bin der Gruppenleiter, sie sind Mitglieder... dachte ich jedenfalls. Klar, man versteht sich gut und hat auch wohl Spass, aber sonst ausserhalb läuft relativ wenig. Umso mehr hat es mich eigentlich verwundert, dass ich ins Vertrauen gezogen wurde, der Vereinsleiter nicht. Das kommt natürlich noch, weil jeder im Verein weiß, dass sie eigentlich im April entbunden hätte.

    Also im Prinzip nur zuhören, da sein und Trost spenden. Darin bin ich noch etwas unerfahren. Das einzige, was ich bislang trösten musste, war mein Kumpel nach seiner ersten Beziehung.

    Hoffentlich nicht nicht. Nachher kommt das Gerücht auf, ich sei dafür verantwortlich.
     
    #5
    Dark84, 27 Januar 2010
  6. kickingass
    Beiträge füllen Bücher
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    vergeben und glücklich
    trost spenden ist einfach, wenn man mitgefühl hat. trost spenden kann eine umarmung, ein verständnisvoller blick, eine ablenkung in der richtigen sekunde und zuhören.
     
    #6
    kickingass, 27 Januar 2010
  7. Augen|Blick
    0
    Also ich kann Kickingass als Betroffener nur zustimmen, besser kann man das kaum formulieren. Meine erste Tochter starb bei der Geburt und das ist gehört für mich ohne Frage in die Rubrik wirklich harte Erfahrung. Keine "falsche" Betroffenheit, keine Floskeln wie "das Leben geht weiter" oder ähnliches. Sowas ist ein harter Schlag. Da gibt es keine Anleitungen wie man mit sowas umgehen kann, einfach nur authentisch bleiben und zeigen, dass man da ist.

    Es wird schon seinen Grund haben, warum sie sich ausgerechnet Dir anvertraut haben, man ist in solchen Augenblicken hypersensibel wer damit vernünftig umgehen kann und wer nicht. Und ich habe mir damals bei wirklich engen Freunden an den Kopf gefaßt, wie man so einen Mist labern kann, während entfernte Bekannte mir wirklich geholfen haben. Sowas kann man nicht vorhersehen oder plausibel Begründen.

    Du hast Dich da bisher völlig richtig verhalten, anbieten, dass Du da bist, wenn Gesprächsbedarf vorliegt, aber nicht rumheucheln, dramatisieren oder sonstwas. Du solltest Dir einfach keinen Kopf machen, ich bin sicher, Du gehst damit richtig um.
     
    #7
    Augen|Blick, 27 Januar 2010
  8. Dark84
    Meistens hier zu finden Themenstarter
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    182
    in einer Beziehung
    Danke für die helfenden Zuschriften, denn das ist ja mein Grund. Ich bin halt daran interessiert, dass es ihnen gut geht, deshalb möchte ich ja auch wissen, wie andere mit der Situation umgehen würden, bzw. welche, die damit bereits Erfahrung gemacht haben

    Ich fühl mich persönlich dann einfach besser und lasse es jetzt mal auf mich zukommen und schaue, wie es wird.

    Danke nochmal an alle, die hier geschrieben haben!
     
    #8
    Dark84, 27 Januar 2010

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