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Feuer & Eis

Dieses Thema im Forum "Beziehung & Partnerschaft" wurde erstellt von User 12616, 7 April 2009.

  1. User 12616
    User 12616 (27)
    Sehr bekannt hier
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    nicht angegeben
    Ich habe kein Problem.
    Unter einem Problem verstünde ich weit mehr unangenehmes Empfinden, und das ist hier nicht der Fall.

    Erst einmal bekommt ihr eine kleine Liebesgeschichte.
    Für alle unglücklich Verliebten ist dies hier der Beweis, dass es sich immer lohnen kann, zu hoffen.

    Da dies hier aber keine Hollywoodliebesgeschichte ist, findet sich im Laufe des Plots ein Haken...



    Ich habe mich im September 2008 in einen Mann verliebt, dessen Herz ich erst im März 2009 erweichen konnte. Er wollte mich nicht. Er wollte Niemanden. Und das hat er mir im Eisklotz-Modus übermittelt.
    Ich habe nie geglaubt, dass ich bereit wäre, so lange zu warten. Ich habe auch nie geglaubt, dass es einmal jemanden geben könnte, der es für mich wert wäre.

    Wir kennen uns schon seit sechs Jahren, vor anderthalb Jahren verloren wir uns aus den Augen. Wir zogen beide aus unserer gemeinsamen kleinen Heimatstadt fort, wussten aber nicht, dass sich unsere Wege kurze Zeit später auf so gravierende Weise einmal mehr kreuzen würden. Damals hatte ER, so erzählt er mir, ein wenig Interesse an MIR - er ging allerdings derart subtil an die Sache heran, dass ich ihn weiterhin nur als guten Bekannten wahrnahm und keinen Gedanken an dieses „Mehr“ verschwendete. Ich war außerdem viel zu sehr mit mir selbst beschäftigt, fürchte ich.

    Das zur Vorgeschichte. Ich habe gewartet, ich habe gehofft, geweint, ich hatte Angst, ich hatte Träume. Ich beschloss, aufzugeben und verbannte ihn doch nie ganz aus meinem Kopf. Ich setzte Fristen und fand Verlängerungen.
    Er war etwas Besonderes und das in jeder Hinsicht. Man bot mir schon Geld, damit ich aufhöre, zu rauchen. Geld, dass ich jederzeit dringend hätte brauchen können. ER musste nicht einmal darum bitten...

    ... Nun haben wir uns also endlich gefunden. Ich wusste schon, dass es nicht leicht sein würde. Er sagt, er glaubt, erst einmal in seinem Leben verliebt gewesen zu sein. Zum entsprechenden Zeitpunkt war er 14 Jahre alt und wagt heute zu bezweifeln, wie ernst ihm diese Gefühle gewesen sein mögen.
    Als er sich einmal auf einen Versuch mit einer Frau einließ, betrug diese ihn nur einen Monat später mit seinem damalig engsten Freund – und ist kurz darauf auch Mutter seines Kindes geworden.

    Geliebt hat er niemanden je. Nicht einmal körperlich. Und das, obwohl er, würde er wollen, ein wahrer Frauenheld sein könnte. Er ist attraktiv, er ist zum weiche-Knie-kriegen schön, unglaublich klug und gebildet, er hat einen großen Freundeskreis, ist beliebt. An jedem Wochenende, das wir in den letzten Monaten zusammen unterwegs gewesen sind, hätte er pro Abend drei Damen mit nach Hause nehmen können. Er empfand bei dieser Penetranz eher Ekel.

    Nichtsdestotrotz hat sich meine sanfte Beharrlichkeit wohl ausgezahlt. Ich habe eigentlich gar nichts getan. Ich habe versucht, für ihn da sein zu können, wenn er ein offenes Ohr brauchte. Es dauerte Monate, bis er sich mir gegenüber zumindest in Ansätzen öffnete. Dass ich ihm eines Tages so nahe sein könnte, wie ich es jetzt bin, das habe ich nie wirklich zu glauben, lediglich heimlich zu hoffen gewagt.

    Ich habe nicht einmal mit meinen Freunden darüber gesprochen, mit Niemanden (außer ihm selbst.) Dieser Mann, diese Gefühle, das ist mir heilig geworden.

    Nun läuft es zunächst besser, als ich es erwartet habe. Unsere Beziehung besteht nun seit einem Monat und entgegen jeder Befürchtung schlagen wir uns gar nicht so schlecht.

    Man kennt mich als euphorische, emotionsgeladene Dramatikerin.
    Er ist Vernunftsmensch, betrachtet die Welt nüchtern, extreme Gefühle sind ihm fremd.
    Während ich bereitwillig meiner Liebe, meinem Privatleben jeden Platz einräume, hat sein Studium Priorität vor jedweder Art sozialen Lebens. Auch vor mir.

    Dass das nicht ganz leicht sein kann, ist klar.

    Wir sind allerdings beide überzeugt davon, dass wir unseren Nutzen aus diesen Charaktereigenschaften ziehen können. Vor einigen Jahren wäre ich daran kläglich gescheitert, aber ich bin recht zuversichtlich, dass wir dazu heute beide bereit sind. Und dann sollte es möglich sein, dass wir uns nicht nur ergänzen, sondern auch voneinander profitieren. Ein bisschen mehr Freude an Kleinigkeiten, ein bisschen mehr Aufregung schadet ihm nicht. Und ich kann diesen Ruhepol in meinem Leben dringend gebrauchen, jemanden, der mich auf meiner Achterbahnfahrt hin und wieder etwas bremst.

    Damit das kein Wunschdenken bleibt, ist offene und sachliche Kritik ebenso notwendig, wie zahlreiche Kompromisse und Zugeständnisse. Und wir sind sehr gut darin, aufrichtig miteinander zu diskutieren.

    Allerdings sollte man, der Meinung bin ich, auch wissen, welche Kleinigkeiten man auch mal runter schlucken kann. Nicht jedes falsche Wort, jedes Nichts muss unbedingt zur Sprache gebracht werden. Ich hoffe, ihr versteht, was ich meine.

    Und so komme ich zu dem, was mich derzeit beschäftigt.
    Er studiert Pharmazie im dritten Semester.
    Das ist ein offensichtlich sehr hartes Fach. Drei Viertel seiner Zeit verbringt er damit, zu lernen, zu lernen, zu lernen. Im letzten Viertel bringt er seinen Nebenjob, Kommilitonen, Haushalt, Schlaf, Freunde, Besuche bei der Familie, Wochenendaktivitäten und ha! - mich unter. Kurz, sein „Leben“.
    Ich bin mit meiner Ausbildung hingegen vollends unterfordert und weiß kaum, wohin mit all meiner Energie, nicht nur das, auch geistig finde ich meine Heruasforderungen nicht am Arbeitsplatz.

    Gerade ist er in einer Prüfungsphase. Er ist immer in einer Prüfungsphase. Es gibt Vorprüfungen, Zwischenprüfungen, Abschlussprüfungen, Einstiegsprüfungen, Nachprüfungen. Und eine Prüfungsphase beginnt, wenn die letzte endet.

    Ausnahme waren da nur die vergangen drei Wochen Semesterferien, in denen er ein Gros seiner Zeit mit mir verbringen konnte. Aber auch hier blieben Chemie, Biologie und co. fester Bestandteil seines Alltags. Respekt vor soviel Disziplin.

    Ich versuche also, Verständnis aufzubringen, ich versuche ihn zu fangen, wenn er sich überfordert fühlt, ich versuche ihm zuzuhören, ich hoffe und bange mit.

    Aber bei all dem laufe ich gerade Gefahr, von dieser Übermacht „Studium“ ziemlich in den Schatten gestellt zu werden.

    Wenn ich bei ihm bin – und zur Zeit beschränkt sich das auf exakt eine Nacht in der Woche, dann habe ich keinen Zweifel daran, dass er tatsächlich, so, wie er sagt, endlich das gefunden hat, wovon er schon glaubte, dass er für ihn schlicht nicht existent sei. Er trägt mich auf Händen. Nichts sonst scheint von Bedeutung, selbst wenn wir gemeinsam ausgehen und Freunde treffen. Er himmelt mich an, anders ist es nicht zu beschreiben.

    Aber wenn ich dann fort bin, dann kann man den Spruch „Aus den Augen, aus dem Sinn“ ganz wunderbar anwenden. Ich bin ein eigenbrötlerischer Mensch und froh um „meine“ Zeit. Aber dass er sich so gar nicht für mich, sondern nur für seine Chemiebücher interessiert, sobald ich den Raum verlasse, das macht mir gerade doch zu schaffen.
    Ich brauche keine Guten-Morgen, ebenso wenig eine Gute-Nacht-SMS. Mir graut es bei der Vorstellung von mehrstündigen Telefonaten.
    Aber ich würde mir wünschen, ab und an zu spüren, dass ich ihm fehle. Irgendetwas dieser Art. Dass er wissen möchte, wie es mir geht, was ich so treibe. Aber nichts dergleichen. Nur mitten in der Nacht ein kleiner Bericht über seinen aktuellen Lernstand und die ein oder andere Floskel.

    Ich zweifele keinesfalls an der Ernsthaftigkeit von dem, was ich für ihn bin. Ich bin die erste Frau, die er seit Langem an sich heran lässt, und die erste in seinem ganzen Leben, der er ein Liebesgeständnis gemacht hat. Ich bin die erste, mit der er sein Bett teilt und bereitwillig von einer gemeinsamen Zukunft zu sprechen wagt.

    Ich müsste bescheuert sein, wenn ich daran zweifeln würde, ihm wichtig zu sein.

    Aber diese Wichtigkeit, die bringt er nicht rüber. Mit nichts. Nicht, wenn ich nicht vor ihm stehe. Dann bin ich eben – wie alles für ihn – ein Teil des selbstverständlichen Lebens, das jede akute Bedeutung verliert, wenn sein Studium ruft.

    Ich leide nicht. Noch nicht. Aber ich weiß, dass ich auf Dauer leiden werde. Nur: Wie vermittle ich ihm das schonend? KANN ich es ihm überhaupt vermitteln? Ist das etwas, wo Kompromisse möglich sind?
    Er MUSS lernen. Dieses Studium verlangt genau das von ihm, täglich. Das weiß ich. Und ich wusste es auch schon, bevor ich diese Bindung einging. Aber wie viel kann ICH verlangen?
    Gibt es hier Menschen, die ähnlich viel Zeit investieren? Gibt es hier Partner solcher Menschen?


    Ich danke jedem, der dies gelesen hat.
    Ich hoffe darauf, dass dies hier nicht als reiner Sorgenthread verstanden wird. In erster Linie bin ich glücklich, dass es sich lohnte, so lange auf IHN zu warten. Ich bin sicher, dass sich hierfür eine Lösung finden lässt und es all das wert sein kann.
     
    #1
    User 12616, 7 April 2009
  2. nobody44
    nobody44 (30)
    Sorgt für Gesprächsstoff
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    nicht angegeben
    Nur so als spontane Idee und Frage zugleich: Schreibst du ihm denn hin und wieder, wenn es denn der Fall ist, dass du ihn vermisst und ihn jetzt gerne bei dir hättest? Je nachdem was du für ein Typ von Frau bist, kannst du auch spontan zu ihm fahren wenn es eigentlich nicht "geplant" ist und ihm das persönlich sagen (Oder würde er das nicht gut finden, weil er ohnehin lernen muss? Würde er dich vielleicht sogar nach Hause schicken? Eure "Nacht zusammen" liest sich so, ohne das abwerten zu wollen, wie ein Termin :ratlos: ? Kommt mir wahrscheinlich nur so vor...)
    Vielleicht macht er es dann bei dir anschließend auch?

    Falls diese Anspielung nicht klappt, könntest du mit ihm reden... aber wie das schaun wir erst, wenn du das getestet hast :zwinker:.
     
    #2
    nobody44, 7 April 2009
  3. User 12616
    User 12616 (27)
    Sehr bekannt hier Themenstarter
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    nicht angegeben
    Ich kann ihm natürlich sagen, dass ich ihn vermisse. Und er würde es sicher süß finden und mir entgegen, dass das diese Empfindung auf Gegenseitigkeit beruhrt, sich daran aber nichts ändern lässt, zur Zeit. Er ist nicht vollends kaltherzig und freut sich durchaus über nette Worte, nicht, das hier ein falscher Eindruck entsteht.

    Aber wenn ich ohne Absprache zu ihm fahre, ist er ganz sicher wenig begeistert.
    Hinzu kommt eben der Umstand, dass wir ungefähr 50 KM auseinander wohnen. Bedeutet eine Zugfahrt von 45 Min. bis knapp einer Stunde (im Moment noch, bald wohne ich etwas "verkehrsgünstiger", dann klappts in ca. 35Min.)
    Das stellt kein großes Problem dar, aber mal eben auf einen Kaffee treffen wird schwierig. Spontanbesuche stoßen also auf wenig Freude, das würde ihn in seinem Lernplan völlig durcheinander bringen. Er wüsste, dass er Luftsprünge machen müsste - kann zu entsprechendem Zeitpunkt in Wahrheit aber nichts mit mir anfangen.

    Das klingt knallhart. Ich weiß. Aber für ihn bedeutet dieses Studium einfach alles. Er kann und will es nicht in Kauf nehmen, ein Risiko einzugehen.

    Es wird nicht immer bei dieser einen Nacht/Woche bleiben. Es gibt Semesterferien, in denen er zumindest etwas mehr Zeit entbehren kann und es gibt auch Phasen, die uns einen zusätzlichen Tag erlauben. Gerade aber die nächsten zwei bis vier Wochen werden wohl eine erste Härteprobe.
     
    #3
    User 12616, 7 April 2009
  4. xoxo
    Sophisticated Sexaholic
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    Verheiratet
    Die einfachste Antwort wäre sicherlich, dass er was Freundin und Liebe angeht, ein Neuling ist und nicht weiß, "wie das in einer Beziehung so läuft". Wobei ich natürlich direkt anmerken möchte, dass uns allen bewusst ist, dass jede Beziehung anders ist, keine Frage. Sicherlich könntest du ihn darauf ansprechen, fraglich ist, ob er es auffassen, begreifen und vor allem nachvollziehen kann und will.

    Wäre ja auch doof, wenn er nach eurem Gespräch beginnt, sich nun alle paar Tage mal bei dir zu melden, aber nicht wirklich, weil ihm danach ist, sondern weil er es als eine Art Beziehungsverpflichtung ansieht. Und solche entstehen ja, obwohl der Andere sagt, dass es ihn stört, eine Veränderung wünschenswert wäre, es aber keineswegs als Zwang enden soll.

    Ich habe auch so ein Exemplar an meiner Seite. Die Kurzfassung ist: Ich habe geglaubt, meinen Stellenwert in seinem Leben akzeptieren zu können. Problem bei der ganzen Sache: Er ist mir mit der Zeit immer wichtiger geworden, umgekehrt schein dies nicht der Fall. Die Sache hat sich also gesteigert, ich habe den Ärger in mich hineingefressen, bis es zur Explosion kam. Eher erstaunlich als erschreckend war am Ende, dass er ganz andere Gründe für die Explosion sah. Da ist mir klar geworden, dass er eben einfach so ist, wie er ist, wie er seit ich ihn kenne war und wie er wohl weiterhin sein wird. Seit dem habe ich mich nicht mehr geärgert und wir sind bei 11 Monaten angekommen.
     
    #4
    xoxo, 7 April 2009
  5. Beastie
    Beastialische Beiträge
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    Single
    wie lange dauert das studium denn noch?
     
    #5
    Beastie, 7 April 2009
  6. Milchschnitte
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    Hallo Diorama!

    Du wolltest ja wissen, ob es ähnliche Partner gibt. Also ich habe meinen Freund kurz vor seinem Studium kennen gelernt und es war anfangs ähnlich. Ich war seine erste Freundin und er musste ersteinmal "lernen", wie man mit seiner Freundin umgeht und wie man eine Beziehung pflegt. Ich hab ihn dann immer gesagt, dass es mir gefällt, wenn er mir öfter sagt, was er für mich empfindet. Das hat er dann auch öfters gemacht.

    Mittlerweile studieren wir beide und haben beide wenig Zeit, weil wir beide ziemlich ehrgeizig sind und noch Vereinssport betreiben. (Ich bin allerdiings doch etwas fauler :grin: ) Oft sehen wir uns auch nur eine Nacht am Wochenende und manchmal 2-3 Wochen nicht. Die Zeit dazwischen schreiben wir uns oft über icq und geben uns online-küsschen, auch in der Prüfungszeit. Oder ich sag ihm zwischendurch, dass ich ihn lieb habe. Das ist vll ein bisschen kindisch, aber man freut sich darüber, weil man merkt, dass der andere an einen denkt.

    Wenn ich selber mal wenig zutun habe, vermisse ich meinen Freund am meisten, weil man so viel öfter an ihn denken muss. Ich kann ihn dann aber auch nicht für nen paar Minuten besuchen, weil ich 45 Minuten mit dem Auto fahren muss. Ich kann dich also gut verstehen ;-).

    Ich denke du solltest deinem freund einfach mal sagen, dass es dich freuen würde,wenn er dir zeigt, wenn er an dich denkt.
     
    #6
    Milchschnitte, 7 April 2009
  7. User 12616
    User 12616 (27)
    Sehr bekannt hier Themenstarter
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    nicht angegeben
    Genau die Sorge habe ich nämlich auch. Er ist, in meiner Gegenwart, auf schrecklich liebe Weise stehts bemüht, alles "richtig" zu machen.

    Und - exakt wie du es gesagt hast - ist es keineswegs in meinem Interesse, nur aufgrund meiner Bitte täglich drei Liebesbekundungen und mindestens zwei Nachfragen um mein aktuelles Befinden von ihm zu erhalten. Um es mal in überspitzter Form auszudrücken.
    Ich möchte hier nicht meinen Willen durchsetzen, nur des Durchsetzens wegen.

    Mit der Verunsicherung hast du sicher Recht (und gerade daraus könnte dann eben durchaus resultieren, dass er einfach tut, was ich "verlange"). Bisher beschränkte sich unsere Beziehung auch nur auf einen recht unschuldigen Teil und die treibende Kraft in dieser pikanten Hinsicht ist er ganz sicher nicht. Ein völlig neues Erlebnis für mich.

    Dass er, wie du spekulierst, also auch gar nicht so recht weiß, was in welchem Maße und wie zu einer Beziehung dazu gehört, das wird wohl stimmen.

    Ich wüsste allerdings nicht, wie das zu ändern ist, ohne dass ich auf ihn wie ein Lehrkörper wirke. Und das möchte ich genausowenig, wie schweigendes Gehorsam.

    Soll ich einfach abwarten?

    Es sind insgesamt mindestens acht Semester, vorrausgesetzt, er käme einfach durch.
    Sein drittes Semester hat gerade begonnen.

    Danke!

    Ja, sicher spielt in diese Problematik auch meine derzeitige Unterforderung mit rein. Da bleibt mehr Zeit zum Grübeln und Vermissen. Gut zu wissen, dass es hier noch mehr Menschen gibt, die in meiner Lage sind/waren. Und noch besser zu wissen, dass es funktionieren kann. :smile:

    Dieser Weg hört sich soweit doch ganz erfolgsversprechend an. Bestätigung für "richtiges" Verhalten, statt Forderung. Ohje, klingt nach Hundeerziehung. Nun, ihr wisst, wie es gemeint ist.
     
    #7
    User 12616, 8 April 2009
  8. Stonic
    Stonic (41)
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    Verheiratet
    Zunaechst einmal hast du ja selber festgestellt das Pharmazie ein sehr lernintensives Studium ist aber auch hier gilt wie in anderen Lernintensiven und trockenen Studiengängen der frühe Vogel fängt den Wurm....soll heißten wenn er jetzt richtig paukt und sich die grundlagen erarbeitet wird es nach hinten hin leichter und weniger lerrnintensiv.
    zum anderen sagst du selber das er quasi ein Beziehungsneuling ist und ihr auch erst einen Monat zusammen seid da ist es doch klar das er seine Prioritäten und seinen Tagesplan noch nciht auf dich abgestimmt haben kann das kommt erst mit der Zeit das er deine Bedürfnisse kennenlernt und von selber drauf kommt etwas mehr auf dich zu zugehen und dich zumindest zur nummer zwei nach seinem Studium zu machen.

    Alles in allem würd ich ihm einfach etwas mehr Zeit geben und die Freiheiten die du derzeit in der Beziehung hast einfach genießen denn ich bin mir sicher das sich das auch noch aendern wird.
     
    #8
    Stonic, 8 April 2009
  9. User 15156
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    vergeben und glücklich
    dem stimme ich voll und ganz zu. leute die erst seit kurzem in einer beziehung sind, brauchen zeit um die beziehung in ihren alltag aufzunehmen und zu wissen auf was es ankommt und was sich alles ändert.

    ich würde auch dazu tendieren ihm erstmal noch ein wenig zeit zu lassen. ihr seid ja erst einen monat zusammen. das wird sich mit der zeit sicher noch zumindest ein wenig ändern. klar wird sein studium immer eine große rolle in seinem leben spielen, aber ich glaube dennoch dass sich der rest (auch aus eigener erfahrung) auch noch von selber einstellen und besser werden wird, schließlich bedeutest du ihm ja auch offentsichtlich viel.
     
    #9
    User 15156, 8 April 2009
  10. drusilla
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    Hallo!
    Selbst hab ich keine Erfahrung mit einem solchen Partner, ich kann dir also nicht wirklich helfen.

    Der Mann meiner besten Freundin (sie lernt übrigens auch Erzieherin, die Sozialassistenz hat sie aber schon hinter sich) allerdings studiert Medizin und es ist so, wie du beschreibst: Es ist irgendwie immer Prüfungszeit. Wann immer ich mit meiner Freundin rede, erzählt sie mir: "X schreibt Montag ne Klausur." Jede Woche irgendwelche Prüfungen. Zu Verabredungen, Geburtstagen etc. kommt sie fast immer allein, denn: "X muss lernen, er schreibt nächste Woche Klausur."
    Auch wenn ich die beiden besuche, sitzt er grundsätzlich vorm PC oder den Büchern und lernt.
    Mal abgesehen vom Studium übt er noch regelmäßig Geige - wieder Zeit weg. Dazu kommen noch viele Stunden Gemeindearbeit. Daran sparen ist erst recht keine Option für beide.

    Ich hab mich schon immer gefragt, wie meine Freundin das aushält. Sie wohnen zwar zusammen, aber anscheinend haben die zwei keine 10 Minuten am Tag Zeit füreinander. Die einzige Zeit, die sie regelmäßig bewusst teilen, sind ab und zu mal das gemeinsame Essen abends und ansonsten Lobpreisabende und Gottesdienst (Ja, ich weiß, eher nichts für dich. :zwinker: ) Ansonsten ist immer einer von beiden beschäftigt.
    Wahrscheinlich sind es die Kleinigkeiten zwischendurch. Hier eine Umarmung, da ein Kuss, kurz mal ne Kuschelpause usw. Genau weiß ich's nicht, bin ja nicht dabei. Aber das klappt halt nur, wenn man sich in relativer Nähe zueinander aufhält.

    Es ist schade, dass ihr so weit auseinander wohnt. Würdest du ihn denn massiv beim Lernen stören, wenn du einfach da bist? Du sitzt brav in der Ecke und liest für dich gemütlich ein Buch, machst Hausaufgaben, schreibst Praktikumsberichte etc., kochst vielleicht mal ein leckeres Essen für euch beide - und er darf dich ignorieren, solange er in den Pausen mal auch ne kurze Runde Zuneigung einbaut neben essen/trinken/aufs Klo gehen?

    Die Beschreibung klingt jetzt irgendwie unerbaulich :hmm: Aber bei manchen Leuten funktioniert's ja. Bei mir nicht, ich würde wahnsinnig, wenn ich da bin und ignoriert werde. Und manche ertragen es nicht, nicht allein zu sein beim Lernen. Würde das bei euch klappen?
    Wie gesagt, so ungefähr scheint es bei meiner Freundin zu sein. Das Zusammenwohnen scheint dort vieles zu erleichtern, weil einfach auch kurze Zeiten besser genutzt werden können. Aber das kommt für euch wohl nicht in Frage... Ansonsten noch die Gemeinde - habt ihr vielleicht auch ein gemeinsames Hobby, etwas, das ihr teilen könntet? Wenn dafür Zeit ist...
     
    #10
    drusilla, 8 April 2009
  11. User 12616
    User 12616 (27)
    Sehr bekannt hier Themenstarter
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    nicht angegeben
    Danke bis hier her. Ich freue mich natürlich sehr über jede weitere Antwort / Anregung :smile:


    Danke, ja, du hast zweifelsohne Recht und das werde ich.
    Ich habe in der Vergangenheit einfach regelmäßig Fehlschläge gesammelt. Inzwischen wünsche ich mir eine stabile Beziehung und bin nicht mehr so sehr bereit, meine Energie in Menschen zu setzen, die meine Träume, die damit in Verbindungen stehen, nicht zu schätzen wissen.

    Deshalb versuche ich schon jetzt darauf zu achten, dass alles "passt". Nun bin ich wohl etwas zu vorsichtig...

    Danke auch dir.

    Doch, über so Etwas dieser Art haben wir auch schon nachgedacht. Da ich ein äußerst literaturbegeisterter Mensch bin, kann ich also gut damit leben ein wenig zu lesen, während er lernt.
    Dauerzustand kann das allerdings nicht sein. Und kurz vor einer Prüfung würde es ihn sicher zu sehr ablenken. Hinzu kommt, dass (derzeit, wird sich noch bessern) eine (!) Fahrt 7€ kostet. Klar, dass sich das auch ein bißchehn "lohnen" soll.

    "Echte" Hobbies gibt es nicht so recht.
    Ich reite (nicht sehr häufig, da es sich um ein wenig belastbares Pferd handelt) und damit kann er rein gar nichts anfangen ;-)

    Aber - und das ist gut - so unterschiedlich unsere Charaktere sein mögen, so sehr ähneln sich unsere Interessen.
    Will heißen, wir besuchen - sofern Zeit vorhanden ist - Konzerte, Poetry Slams, Theater, Kunstausstellungen usw.
    Dank nahezu identischem Musikgeschmack können wir gemeinsam in alternative Clubs der Stadt gehen und - nur deshalb haben wir uns "wiederentdeckt" unser Freundeskreis ist im Großen und Ganzen der gleiche.

    Immerhin :smile: ... es mangelt eben nur an der Zeit seinerseits, um solchen Dingen regelmässig gemeinsam nachgehen zu können.

    Dankeschön für deinen Beitrag!
     
    #11
    User 12616, 9 April 2009
  12. *Fleur*
    *Fleur* (28)
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    Nur mal eine kleine Anmerkung/Frage, da ich mich beim deutschen Studiensystem nicht wirklich auskenne.
    Zumindest in Österreich kann man sich beim Studium in gewissem Maße selbst einteilen wieviel man macht. Geht das in Deutschland nicht?
    Vielleicht wäre es ja gut für ihn einen Gang zurück zu schrauben (nicht nur wegen dir und eurer Beziehung). Immer auf Vollgas hält niemand auf Dauer aus :ratlos:

    LG
     
    #12
    *Fleur*, 9 April 2009
  13. Prof_Tom
    Prof_Tom (28)
    Meistens hier zu finden
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    nicht angegeben
    Doch natürlich geht das in Deutschland auch, nur gibt es in jedem Fach solche - ich vermeide jetzt bewusst ein Schimfwort - , die denken durch ständiges Auswendiglernen, so viel Zeit wie möglich mit seinen Büchern zu verbringen und alle anderen Aktivitäten auf ein Minimum zu reduzieren nur um ständig lernen zu können meinen, später dadurch mal bessere Berufschancen zu haben ( durch bessere Noten), es aber nicht merken, dass durch den Stress den sie sich selber machen, dieser Effekt zum Großteil wieder aufgebraucht wird und somit die wirklich wichtigen Dinge verpassen.

    Ein anderer Aspekt könnten die Studiengebühren sein und Bafög.
    Klar muss man bei Pharmacie mehr lernen, aber ich denke nicht, dass es dort viel mehr Prüfungen gibt und es viel schwieriger ist als ein beliebiger andrer Studiengang. Wers so drauf hat, sollte es auch ohne Probleme ohne übermässig Büffeln schaffen.
     
    #13
    Prof_Tom, 9 April 2009
  14. User 12616
    User 12616 (27)
    Sehr bekannt hier Themenstarter
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    nicht angegeben
    Du, ich weiß sehr genau, was du meinst...
    Ich bin selbst der Meinung, dass man gerade diesen Lebensabschnitt auch ein wenig geniessen sollte...

    Aber er ist tatsächlich nicht einer von "denen", in dem Studentenwohnheim, in dem er lebt, handhabt dass der Großteil so.
    Beispiel: Zwei Wochen Praktikum, während des Praktikums Antrittsklausur für das nächste Semester und eine praktische Prüfung. Da war er bis 15:30 Uhr im Labor und musste anschließend noch eine Prüfung schreiben.

    Das kann man nicht mit einem Sozialpädagogikstudium vergleichen, wirklich nicht. Wenn es dich interessiert, frag Google.

    Ich sage das nicht, um ihn zu verteidigen. Anfangs hielt ich das alles auch für völlig übertrieben, seit ich aber einen Einblick gewonnen habe... Wow.

    s.o.

    Ich stimme dir prinzipiell zu.
    Aber zum einen kriegt er wenige Bafög, wenn er mehr Semester braucht, zum anderen finanziert er sich teilweise über einen Studienkredit (...). Alles Kosten also, die da weiterhin entstehen.
    Daher ist es wohl in seinem Interesse, das Studium schnellstmöglich zu beenden.
     
    #14
    User 12616, 10 April 2009
  15. User 44981
    User 44981 (29)
    Planet-Liebe Berühmtheit
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    Erst mal hört sich deine Geschichte doch ziemlich gut an.
    Es ist schön, zu lesen, dass sich eine Beziehung auch mal langsam entwickeln kann...

    Ich kann es auch sehr gut verstehen, dass das Studium für deinen Freund eine sehr hohe Priorität besitzt.
    Es geht hier nun mal um die berufliche Zukunft und damit auch um die materielle Grundlage des zukünftigen Lebens.

    Das heißt aber nicht, dass man deshalb dauerhaft alles Andere hinten anstellen muss.
    Eine Beziehung braucht nun mal auch ihre Zeit (wie viel hängt natürlich immer von den Bedürfnissen und anderen Verpflichtungen der Partner ab), mit deren Umfang beide Partner zufrieden sein müssen.
    Natürlich muss man auch mal zurückstecken können (z.B. in einer stressigen Prüfungsphase), aber wenn man immer so wenig Zeit miteinander verbringt, dass eine Seite damit nicht glücklich sein kann, muss man wohl oder übel daran arbeiten und eine für Beide akzeptable Lösung finden.

    Wenn es drauf ankommt, hat mein (anspruchsvolles, stressiges und zeitaufwändiges) Studium allerhöchste Priorität und das Privatleben bleibt eben mal zeitweise auf der Strecke. - Anders könnte ich mein Studium niemals schaffen.
    Im Gegenzug dazu muss es aber für mich auch Zeiten geben, in dem das Privatleben oder ein Hobby intensiver betrieben wird.

    Vielleicht muss dein Freund auch erst mal lernen, Beziehung und Studium unter einen Hut zu bekommen.
    Für mich wäre es am Anfang einer Beziehung sicherlich auch erst mal schwierig, mein Leben so umzukrempeln, dass ich genug Zeit für die Beziehung habe, ohne meine anderen Dinge zu vernachlässigen... - Einfach weil sich bei mir inzwischen ein gewisser Tages- und Wochenablauf eingependelt hat, in dem kein Platz für eine Beziehung ist.
    Da muss erst mal der ganze Rhythmus geändert werden, was sicherlich nicht von jetzt auf nachher geht, sondern seine Zeit braucht.

    Ganz von alleine wird dein Freund seinen Rhythmus wohl nicht ändern... (er scheint ja mit der derzeitigen Situation zufrieden zu sein - aber vielleicht auch nur, weil er überhaupt nicht weiß, wie es ist, mehr Zeit miteinander zu verbringen) dazu musst du ihm wohl schon zeigen, dass du sehr gerne mehr Zeit mit ihm verbringen möchtest und zeige ihm, wie schön die gemeinsame Zeit für euch beide ist, so dass ihm diese Zeit auch wichtiger wird.
    Aber setze ihn nicht zu sehr unter Druck. - Das könnte schief gehen, weil er dann entweder nur aus Pflichtgefühl mehr Zeit mit dir verbringt, ohne es zu wollen oder weil er sich gegen den Druck wehrt.

    Und erwarte auch nicht, dass er wirklich extrem viel Zeit mit dir verbringt. - Sein anstrengendes und zeitaufwändiges Studium ist ihm nun mal wichtig und sollte das auch sein, wenn er im Leben weiter kommen will.
    Von daher wäre es schon sinnvoll, auch etwas gegen deine derzeitige Unterforderung zu tun, so dass du auf Grund deines ausgefüllten Lebens auch mit etwas weniger gemeinsamer Zeit zufrieden sein kannst und nicht aus Langeweile andauernd zu ihm willst.
    Off-Topic:
    Seit der Einführung des Bachelor-Master-Systems kann man in Deutschland leider sehr wenig frei einteilen... fast Alles ist an strenge Fristen und feste Zeitpläne gebunden (insbesondere beim Bachelor) und der Zeitaufwand ist extrem hoch.
    (zum Glück habe ich diesen ganzen Stress nicht und kann mir das Diplom-Studium ziemlich frei einteilen, was aber wiederum zu ganz anderen Problemen und Unklarheiten führt :zwinker:)

    Aber auch unabhängig vom angestrebten Abschluss und dem entsprechenden Studiensystem muss man sich doch schon ziemlich ins Zeug legen, wenn man das Studium nicht unnötig verzögern will und vor hat, kein ewiger Student zu werden, was natürlich auch immer eine Geldfrage ist.
     
    #15
    User 44981, 18 April 2009
  16. keenacat
    keenacat (29)
    Sehr bekannt hier
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    vergeben und glücklich
    egal wieviel wir hier schreiben diorama, egal was wir dir raten, völlig belanglos worüber wir diskutieren.
    du kannst nur dich selbst ändern und es wird in deiner situation rein garnichts ausrichten...

    es geht dir gut - schön zu hören, war ja nicht immer so, dann genieß den moment und hör auf nach dem zu suchen was nicht passt. sei einen augenblick glücklich mit dem was du hast, genieß es - du hast es verdient.

    vielleicht regelt sich die situation nach deinen wünschen, vielleicht auch nicht, es ist sein leben, seine entscheidung. Nimm das was er dir gibt und gib ihm das was du geben kannst und willst, dann wird das schon klappen, vielleicht nicht so wie du es dir vorstellst, aber irgendwie

    lieben gruß und gute nacht, du fremde von der ich fast nur traurige beiträge in erinnerung habe - denk dran: du hast es verdient, nimm es an.
     
    #16
    keenacat, 18 April 2009

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