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Fiction oder Faction?

Dieses Thema im Forum "Geschichten, Gedichte und Nachdenkliches" wurde erstellt von Bea, 13 April 2002.

  1. Bea
    Bea (30)
    Verbringt hier viel Zeit
    1.311
    121
    0
    vergeben und glücklich
    Meer von Tränen

    „Wir waren schon so lange zusammen... Und doch... Ich war glücklich! Wirklich! Ich habe ihn geliebt – sehr sogar. Aber... ich glaube ich habe es ihm nicht gezeigt... oder zumindest nicht genug. Woher ich das weiß? Nun... Er ist nicht mehr da... Ich... ich weiß nichtmal, wie ich das so einfach sagen kann... Er wird... er wird nie mehr hier sein...“, verzweifelt starrt sei auf ihre Hände, die von ihren Tränen nass sind. „Nie mehr!“, sagt sie schließlich verbittert und erhebt sich von ihrem Bett. Sie weiß zwar nicht, wohin, aber sie muss hier raus. Sie wandert durch die Straßen der Stadt. Die Menschenmengen bemerkt sie gar nicht – und die scheinen sie auch nicht zu sehen.
    Sie war Schuld! Sie weiß es – und sie macht sich Vorwürfe. Sie hatte ihn schließlich darum gebeten, dass er Schluss macht. Obwohl sie ihn liebte und auch immer noch liebt.
    Es fängt an zu regnen. Mitten in den sich monoton vorwärts schiebenden Menschen bleibt sei stehen und starrt reglos in den Himmel. „Engel... So hast du mich damals genannt... Mein Engel... Hättest du nur recht und ich könnte jetzt fliegen wie ein Engel... zu dir fliegen!“, murmelt sie. Abrupt schlägt sie den Mantelkragen hoch und stiefelt wieder weiter durch den Regen. Vor einem CD-Laden bleibt sie wieder stehen, hört den Klängen von Bens Lied „Engel“ zu. „... weinen, Engel leiden, Engel fühl’n sich mal alleine...“ „Wie wahr“, denkt sie sich und starrt weiter auf das Schaufenster.
    Sie lässt ihre Gedanken schweifen, malt sich aus, wie schön es hätte werden können... Als eine Familie! Die Tränen steigen ihr wieder in die Augen und sie lässt es zu. Und dann hatten sie sich getrennt... Das war jetzt eine Woche her. Heute kam die Mail... sie will sich gar nicht mehr daran erinnern, es tut zu sehr weh. Sie hebt ihren Kopf und starrt wieder in den Regen, der von dort oben auf sie herabstürzt. „Gibt es Gott wirklich? Bist du jetzt da oben bei ihm?“ Er hatte ihr geschrieben, er könne nicht ohne sie leben und dass sie für ihn glücklich werden sollte. Vor einer Stunde hatten dann seine Eltern angerufen. Er habe sich in den Fluss gestürzt und sei fast ertrunken...
    Die Ärzte konnten ihn nicht retten...
    „Ob es wohl da oben auch regnet?“ Sie seufzt und starrt jetzt auf den Boden, auf dem die kleinen Regentropfen zerspringen. Sie sehen aus wie lauter Tränen... Gleichzeitig vermischen sich ihre salzigen Tränen mit dem kühlen Nass des Himmels.
    Sie holt tief Luft und marschiert zum nahegelegenen Fluss. Sie legt sich auf’s Gras, verschränkt die Arme unter ihrem Kopf und starrt wieder in den Himmel. Schon bald ist sie völlig durchnässt, aber sie bemerkt es nicht, sie ist in Gedanken versunken.
    „Warum soll ich leben? Und wie?“ Sie schweigt einen Moment. „Ich brauche dich doch... Außerdem... liebe ich dich“, flüstert sie. „Wie soll ich ohne dich leben? Ich habe doch.. Immer... nur für dich gelebt!! Aber... wenn du das willst... Aber... ob ich das will ist dir ja egal!“, schreit sie. „Was ich fühle und empfinde, wie ich dein Abdanken verkrafte! Du hast überhaupt nicht an mich gedacht!“
    Sie richtet sich auf und wirft Kieselsteinchen ins Wasser. „Aber... wenn du es so willst... werde ich es versuchen!“
    Mit neuem Mut steht sie auf und legt ihre Hände auf die erahnbare Wölbung ihres Bauches. Sie blickt noch einmal in den Himmel und lächelt.
    „Ich werde es versuchen... Aber ich verspreche dir nicht, dass ich es schaffe!“ Sie zwinkert nach oben.
    Die Tränen, die sich auf sie ergossen hatten, versiegen langsam.
     
    #1
    Bea, 13 April 2002
  2. Bloody-Lady
    Verbringt hier viel Zeit
    255
    101
    0
    Single
    :frown:

    So traurig die Geschichte auch ist - sie macht irgendwie Mut....
     
    #2
    Bloody-Lady, 13 April 2002
  3. Bea
    Bea (30)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
    1.311
    121
    0
    vergeben und glücklich
    Warum macht sie einem Mut, wenn sie doch traurig ist... *nicht kapier*

    Ich habe eine noch traurigere geschrieben... Bei der der Junge in einem Autounfall umkommt und sie scih danach umbringt....

    Byechen
    Dat Bealeinchen
     
    #3
    Bea, 14 April 2002
  4. Bloody-Lady
    Verbringt hier viel Zeit
    255
    101
    0
    Single
    Hm

    Sie macht Mut wegen dem "Ich versuche es zu schaffen", also dass man nie aufgeben darf, egal, wie schwer es ist, das Leben geht nunmal eben weiter...

    Schreib die andere Geschichte doch auch mal auf!!!
    Bloody
     
    #4
    Bloody-Lady, 14 April 2002

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