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Filesharing von 24 Songs: 220.000$ Strafe

Dieses Thema im Forum "Musik, Filme, Computer und andere Medien" wurde erstellt von User 24257, 8 Oktober 2007.

  1. User 24257
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    Vielleicht habt ihr es mitbekommen, in den USA hat es ein Fall, in dem es ums illegale Filesharing ging, vor die Jury gebracht.
    Das Urteil: 220.000$ Strafe für das zur Verfügung stellen von 24 Songs.

    Das Problem bei diesem Fall und Allgemein bei der Argumentation der MAFIAA....äh...RIAA: Ist das Zur-Verfügung-stellen von Dateien im Share-Ordner der Tauschbörsensoftware schon eine Verletzung des Copyrights? In diesem Fall scheinen die Labels mit dieser Argumentation durchgekommen zu sein.

    und das zweite Problem ist scheinbar folgendes:

    http://www.heise.de/newsticker/meldung/96978

    Jetzt mal rein vom Technischen: MAC-Adressen kann man leicht ändern und die IP gibt nie den eindeutigen Menschen vor dem Rechner an.
    Sind diese Tatsachen tatsächlich Indizien genug für eine Verurteilung? :ratlos: Wie war das noch mit "Unschuldsvermutung" und "Beweisen"? Ich dachte, dieses Prinzip gilt auch in den USA.

    Naja, wie dem auch sei: die Dame ist verurteilt worden, zu einer Strafe von 220.000$. Hier könnte man noch einmal über das Augenmaß der Jury diskutieren. Wie soll die Frau diesen Betrag bitte bezahlen?

    Selbst wenn sie die "Tat" begangen hat, und selbst wenn man ihr das zweifelsfrei beweisen kann, ist dieser Betrag meiner Meinung nach absolut ungerechtfertigt. Aber solche beträge kommen im US-Rechtssystem ja bekanntermaßen öfter vor.

    Sicher ist Filesharing von urheberrechtlich geschütztem Material meistens illgal und deshalb ist eine Strafe im Falle des Nachweises auch ok, aber so viel? Hier wurde m.E. jedes Augenmaß verloren. :kopfschue

    Die gute Frau will jetzt in Berufung gehen und hat auch schon ein Spendenkonto eingerichtet: http://www.heise.de/newsticker/meldung/97095


    Mich erinnert das doch alles etwas an:

    Ladies and gentlemen of this supposed jury, Chef's attorney would certainly want you to believe that his client wrote "Stinky Britches" ten years ago. And they make a good case. Hell, I almost felt pity myself! But, ladies and gentlemen of this supposed jury, I have one final thing I want you to consider. Ladies and gentlemen, this is Chewbacca. Chewbacca is a Wookiee from the planet Kashyyyk. But Chewbacca lives on the planet Endor. Now think about it; that does not make sense!
    ....
    Why would a Wookiee, an eight-foot tall Wookiee, want to live on Endor, with a bunch of two-foot tall Ewoks? That does not make sense! But more important, you have to ask yourself: What does this have to do with this case? Nothing. Ladies and gentlemen, it has nothing to do with this case! It does not make sense! Look at me. I'm a lawyer defending a major record company, and I'm talkin' about Chewbacca! Does that make sense? Ladies and gentlemen, I am not making any sense! None of this makes sense! And so you have to remember, when you're in that jury room deliberatin' and conjugatin' the Emancipation Proclamation, [approaches and softens] does it make sense? No! Ladies and gentlemen of this supposed jury, it does not make sense! If Chewbacca lives on Endor, you must acquit! The defense rests.

    http://www.youtube.com/watch?v=eH5EblIjkrk
     
    #1
    User 24257, 8 Oktober 2007
  2. cheVelle
    cheVelle (30)
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    Man will ja keine Existenzen zerstören, und der RIAA düfte auch klar sein, dass sie so einen Betrag niemals zahlen kann. Deshalb setzt man jetzt erst mal auf eine Abschreckwirkung die jetzt durch die Medien wandert. In Wahrheit dürfte die Frau bestimmt aber ein neues Angebot von was weiß ich, 2000$ oder so bekommen die sie dann bezahlt und gut ist. Das lief bisher immer so oder so ähnlich ab. Diese hohen Summen sollen nur abschrecken.
     
    #2
    cheVelle, 8 Oktober 2007
  3. [Sinful_Millia]
    Benutzer gesperrt
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    nicht angegeben
    Kazaa User verdienen auch nichts anderes... :-D
     
    #3
    [Sinful_Millia], 8 Oktober 2007
  4. ParaKnowYa
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    Selber schuld, sie wollte ja keinen außergerichtlichen vergleich.
     
    #4
    ParaKnowYa, 8 Oktober 2007
  5. User 24257
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    nicht angegeben
    Naja, "immer" ist gut. Das ist der erste Fall vor der Jury. :ratlos:
    Außerdem will sie ja Berufung einlegen.

    Und der RIAA trau ich inzwische auch zu, daß sie Existenzen Zerstören will, bzw. den Blick für die Realität verloren hat. (s. auch das hier: http://slashdot.org/article.pl?sid=07/10/03/1221213) :zwinker:

    warum auch? Um ein Schuldeingeständnis zu geben? Die "Making avialble"-Defense steht auf sehr wackeligen Beinen, und wenn das Urteil hier anders ausgegangen wäre (ausgehen wird), fällt u.U. die klagewelle der RIAA vorerst in sich zusammen.
     
    #5
    User 24257, 8 Oktober 2007
  6. ParaKnowYa
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    "warum auch"

    Damit sie nicht so viel zahlen muss?
     
    #6
    ParaKnowYa, 8 Oktober 2007
  7. User 24257
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
    367
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    0
    nicht angegeben
    Wieder die Differenzierung zwischen "Recht haben und Recht bekommen" :kopfschue

    Klar wäre das der einfache Weg gewesen. Nur ist eben ja auch das, worauf die RIAA hofft. Weil sie eben wissen, daß ihre Klagen auf wackeligen Bienen stehen. Daß die Jury jetzt anders entschieden hat, war schon sehr merkwürdig.
     
    #7
    User 24257, 8 Oktober 2007
  8. ParaKnowYa
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    Dass das nicht merkwürdig ist hab ich ja nicht behauptet. Und dass die RIAA sowieso eine etwas merkwürdige organisation ist, die schon sehr komische strukturen aufweist, dürfte auch unbestritten sein. Allerdings ist das ja immer noch ein gesetzesbruch. Und wenn ICH entscheiden müsste ob ich 220.000$ zahle, oder eben mal einstecke...dann würd ich mich fürs einstecken entscheiden.

    Denn bei einer verurteilung, so wie's geschehen ist, hat man eigentlich schon verloren. Die geldbußen in den USA sind ja bekanntermaßen astronomisch, und bis man da mal wieder festen boden unter den füßen hat...das dürfte schon dauern. Ob mans je wieder schafft ist auch so ne Frage.

    Wenn die jetzt in berufung geht kann man eigentlich nur für sie die daumen drücken, ganz klar. Denn mit 220.000$ im minus ist das leben kein zuckerschlecken mehr.
     
    #8
    ParaKnowYa, 8 Oktober 2007
  9. User 24257
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    nicht angegeben
    Ob es ein Gesetzesbruch ist, ist dabei ja noch die Frage. DArum ging der ganze spaß ja.

    http://www.heise.de/newsticker/meldung/96978

    Hier noch mal was über die RIAA http://uncyclopedia.org/wiki/RIAA (nicht ganz ernstnehmen :zwinker: )
     
    #9
    User 24257, 8 Oktober 2007

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