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FIndet ihr, dass der jüngste NATO-Angriff in Afghanistan richtig war?

Dieses Thema im Forum "Umfrage-Forum" wurde erstellt von Theresamaus, 13 September 2009.

Status des Themas:
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  1. Theresamaus
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    nicht angegeben
    Nun steht fest, dass bei dem jüngsten NATO-Angriff auf 2 Tanklastwagen in Afghanistan, der von einem deutschen Oberst angefordert wurde, 30 Zivilisten getötet wurden, neben 69 Taliban.:eek:

    http://www.tagesschau.de/ausland/afghanistan1288.html

    Findet ihr, dass dieser Angriff eine richtige Entscheidung war?

    ---------- Beitrag hinzugefügt um 16:43 -----------

    Ich finde, das war keine gute Entscheidung. :schuettel:
     
    #1
    Theresamaus, 13 September 2009
  2. User 76250
    Planet-Liebe Berühmtheit
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    Kann ich nicht beurteilen, mir fehlen da die notwendigen Informationen, und der BND hat mich in letzter Zeit mit Infos ganz schön im Stich gelassen...

    Fickt ääh Fuckt äääääähhhh... Fakt ist aber eines: Jeder getötete Zivilist ist einer zuviel - auch wenn er als Schutzschild missbraucht wird -, und das nicht nur aus humanitären Gründen: Wenn "die Afghanen" drauf kommen, dass die westlichen Streitkräfte Besatzer sind, es mit ihnen nie Frieden und Sicherheit geben wird und man sie deshalb zusammen mit den Taliban bekämpfen muss, dann werden wir Särge und deutsche Fahnen aus China importieren müssen.

    Nach Ansicht von Jung waren es ja anfangs 99 Taliban. Jetzt sollen es 69 gewesen sein. Mal sehen, wann es nur noch 10 oder 12 sind. Vor allem: Wie wollen die das abgezählt haben? Oder haben sie heimlich Blutproben der Toten genommen, bevor sie verscharrt wurden, und haben nachgeguckt, ob sie das Taliban-Gen haben?

    Mir fällt da nur das Stichwort [ame="http://de.wikipedia.org/wiki/Cap_Arcona"]Cap Arcona[/ame] ein.
     
    #2
    User 76250, 13 September 2009
  3. Papier
    Gast
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    Die Informationslage ist einfach im moment viel zu undurchsichtig, in jedem Fall war es die beste Massenrekrutierungsaktion für die Taliban im Deutschen Gebiet.
     
    #3
    Papier, 13 September 2009
  4. Theresamaus
    Benutzer gesperrt Themenstarter
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    nicht angegeben
    Umso unverständlicher ist es, dass Verteidigungsminister Jung sich kategorisch vor diesen Oberst stellst ohne wirklich zu wissen welche Schuld er trägt oder auch nicht. :schuettel: Das ist der Anfang der Glorifizierung des Militärs, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts viel Unheil angerichtet hat :schuettel:
     
    #4
    Theresamaus, 13 September 2009
  5. Cheater!
    Cheater! (31)
    Verbringt hier viel Zeit
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    In Afghanistan herrscht Krieg. In Kriegen werden Menschen ermordet. Da ist es doch müßig, sich über jedes einzelne Todesopfer aufzuregen, oder?
     
    #5
    Cheater!, 13 September 2009
  6. User 18889
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    Ich find's im Gegenteil ganz schön übel, dass Deutschland sich null hinter seine Soldaten stellt. War nicht die Rede davon, dass man einige Soldaten evtl. vor deutsche Gerichte stellen will? Die führen ihre Befehle aus und sollen dafür gerichtlich verurteilt werden?! In dem Punkt erscheinen die USA mir da vorbildlicher: Die stehen noch weitaus mehr hinter ihren Soldaten als die Deutschen.

    Ich sehe es insgesamt auch so: Im Krieg sterben immer Zivilisten. Das ist nunmal so. Wer weiß, wer schon alles gestorben wäre, würden gar keine Länder wie Deutschland dort tätig sein.
     
    #6
    User 18889, 13 September 2009
  7. brainforce
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    Befehle hindern niemanden vor eigenständiger Denkweise!:cool: Das selbe Thema gabs übrigens schon einmal...:rolleyes: (ohne jetzt die N...keule auspacken zu wollen; im Gegensatz zu damals hat man heutzutage meist nichtmal großartige Konsequenzen zu fürchten bei "Befehlsverweigerung" o.ä. ...).

    Ob die Luftunterstützung etc. richtig ist kann ich wohl kaum beurteilen bzw. kann man schlecht rauslesen aus den offiziellen Infos...:ratlos:

    Militärisch könnte man wohl auch sagen es wurden 69 Taliban und 30 potentielle Terroristen getötet...:rolleyes:
     
    #7
    brainforce, 13 September 2009
  8. User 18889
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    Beim Bund geht's aber nunmal um eine klare Befehlsfolge. Sagt jemand, der rangmäßig über dir steht dir was, hast du das zu machen. So sind die organisiert.

    Und grundsätzlich zum Thema: Wen interessiert denn überhaupt noch, wann da wieviele Leute sterben? Das ist im Irak doch das gleiche. Täglich neue Meldungen über xy Tote und Verletzte. Ich glaube kaum, dass sich das in den nächsten Jahren großartig ändern wird. Vermutlich würden halt noch wesentlich mehr sterben, wenn keine ausländischen Soldaten da wären, aber sterben tun sowieso immer Leute.
     
    #8
    User 18889, 13 September 2009
  9. Papier
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    Achja, mit dem Argument "Im Krieg sterben halt Menschen" ließe sich ohne Probleme die Vernichtungskriege bzw. dessen Art und Weise im 20 Jahrhundert legitimieren - halte ich nicht für klever.
     
    #9
    Papier, 13 September 2009
  10. brainforce
    brainforce (33)
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    Genau wie das Argument "Befehl ist Befehl"...:eek:
     
    #10
    brainforce, 13 September 2009
  11. User 18889
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    So hat eben jeder seine Sichtweise. Ich habe meine dargelegt und versucht, sie ebenfalls zu begründen.
     
    #11
    User 18889, 13 September 2009
  12. ProxySurfer
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    Der ganze Afghanistan-Krieg ist sinnlos wie alle Kriege. Wir sollten uns da raushalten. Zur Frage: keine Ahnung.
     
    #12
    ProxySurfer, 13 September 2009
  13. BrooklynBridge
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    Abgesehen davon, dass der Schutz von Zivilisten (wie BigDigger schon sagte) eine direkte militärische Notwendigkeit ist, sollte jeder Mensch, der den Anspruch erhebt in einem zivilisierten Land zu leben, auch verlangen, dass zivilie Opfer begrenzt werden.
    Wenn bei einem Angriff auf 500 feindliche Kämpfer 5 Zivilisten ums Leben kommen, mag man das hinnehmen, aber wenn auf einen toten Gegner ein toter Unschuldiger kommt, dann hatte der zuständige Offizier nicht den Hauch von Gespür für Verhältnismäßigkeit.

    Zum Thema: Ich finde die Informationspolitik der Regierung (insbesondere des Verteidigungsministeriums) miserabel.
    Der eigentliche Luftangriff kann m.M.n ohne weitere Informationen nicht objektiv beurteilt werden. Was mich allerdings skeptisch macht, ist die Tatsache dass die Tanklaster im Flussbett feststeckten und damit die direkte Bedrohung (Tanker als fahrende Bomben) nicht mehr gegeben war.
     
    #13
    BrooklynBridge, 14 September 2009
  14. User 76250
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    Wir sind aber nicht im Krieg - sagt Jung... :rolleyes:

    Und dennoch gilt, dass Du einen unrechtmäßigen Befehl nicht ausführen darfst. Das lernt man in der ersten Woche der Grundi.

    Vor allem: Wie unterscheidet man Taliban von Zivilisten?
    Was, wenn sich herausgestellt hätte (um es mal vorsichtig auszudrücken, denn keiner weiß, ob die Einteilung der Opfer durch afghanische Behörden nicht durch Druck der Alliierten oder eigene Interessen "optimiert" wurden), dass es keine Taliban, sondern Mitglieder eines Clans waren, die dringend Sprit brauchten, und sei es für den Drogenanbau?
    Dann hätte man sich umso mehr einen Bärendienst erwiesen.
     
    #14
    User 76250, 15 September 2009
  15. User 77547
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    Ich sehe mich nicht wirklich in der Lage, mir beim gegewnärtigen Informationsstand darüber eine Meinung zu bilden:

    Fakt ist wohl (woher diese Informationen auch immer stammen mögen):
    - Dort herrscht Krieg (ob Jung/Merkel/Steinmeier das nun so nennen wollen oder nicht)
    - Die Tanklastwägen wurden von den Taliban geklaut (insofern find ich einen Beschuss erstmal o.k.)
    - Erst hieß es, es seien nur Taliban, aber keine Zivilisten anwesend gewesen und umgekommen.
    - Jetzt heißt es, es seien 30 Zivilisten getötet worden
    - Dieser Oberst hat wohl auf Grundlage falscher Informationen ("keine Zivilisten weit und breit") an die US-Flugzeuge den Autrag zum Abschuss erteilt

    Falls wirklich Zivilisten getötet wurden, war der Abschuss natürlich - im Rückblick - falsch. Entscheidend ist für mich aber die Frage, ob der Oberst voreilig bzw. fahrlässig gehandelt hat, weil er sich nicht in ausreichendem Maß abgesichert hat, ob nun wirklich Zivilisten vor Ort sind oder eben nicht.

    Ich halte es für grundfalsch, dass sich Jung erstmal "bedingungslos" vor den Oberst gestellt hat. Er hätte eine Untersuchung des Vorfalls abwarten müssen. Falls der Oberst mutwillig oder fahrlässig, die Tötung von Zivilisten in Kauf genommen hat, dann muss man ihn m.E. auch zur Verantwortung ziehen. Ohne wenn und aber.
     
    #15
    User 77547, 15 September 2009
  16. BrooklynBridge
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    Interessant: Zwei Drittel haben den Luftangriff damals befürwortet.
    Wie das Meinungsbild jetzt wohl aussehen mag?
     
    #16
    BrooklynBridge, 14 Dezember 2009
  17. User 77547
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    Es ist ja inzwischen offenkundig und im ISAF- Bericht wohl schwarz auf weiß belegt, dass es sich um eine Fehlentscheidung handelte, die noch nichtmal den Einsatzregeln entsprach.
    Jetzt muss man mal abwarten, was das Verfahren gegen den Oberst so bringt. Es sieht ja wohl danach aus, als wollte der mal recht einigenmächtig Jagd auf Taliban machen und diese Tanklaster standen gar nicht so sehr im Vordergrund.
     
    #17
    User 77547, 14 Dezember 2009
  18. Theresamaus
    Benutzer gesperrt Themenstarter
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    Raus aus Afghanistan! :mad:
     
    #18
    Theresamaus, 14 Dezember 2009
  19. romy_w
    romy_w (23)
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    fakt ist das dadurch das leben deutscher soldaten geschützt wurde, auch wenn es vielleicht rechtlich fraglich ist was der deutsche oberst entschieden hat hat er im sinne der truppe entschiden, dafür hat ein ein lob verdient und keine anklage, es ist eine frechheit und grenzt an landesverrat das jetzt von bestimmten politischen grupierungen ein untersuchungsausschuss gefordert wird. es war ein nachvollziehbare militärische aktion, damit sollten sich auch linke und grüne zufrieden geben
     
    #19
    romy_w, 14 Dezember 2009
  20. waschbär2
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    vergeben und glücklich
    Böses Wort: Kollateralschaden.

    In Afghanistan ist Krieg. Egal, wie ein Minister es nennt, es ist Krieg.
    Und im Krieg gibt es nunmal Kollateralschäden. Ist unvermeidlich, da eine genaue Selektion gar nicht möglich ist.
    Man kann nur versuchen, die Quote so gering, wie möglich zu halten.

    Die logische Folge ist, dass wer die Kollateralschäden nicht in Kauf nehmen will, keinen Krieg führen darf.
    So einfach ist das ...

    Mir stellt sich hier nicht die Frage, ob die Aktion an sich richtig war, sondern ob der ganze verdammte Krieg richtig ist. Meine Meinung: Nein.
     
    #20
    waschbär2, 14 Dezember 2009

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