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Findet ihr die Vorlage eines negativen HIV-Tests für ein Arbeitsvisum diskriminierend

  1. Ich finde eine solche Praxis diskriminierend. :schuettel:

    6 Stimme(n)
    54,5%
  2. Ich finde sie nicht gut, wobei ich das verstehen kann.

    1 Stimme(n)
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  3. Das finde ich eine gute Praxis, um die globale Ausbreitung von Aids zu verhindern.

    4 Stimme(n)
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  • Theresamaus
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    nicht angegeben
    30 Oktober 2010
    #1

    Findet ihr die Vorlage eines negativen HIV-Tests für ein Arbeitsvisum diskriminierend

    Es gibt einige Länder, die für die Beantragung eines Arbeitsvisums die Vorlage eines negativen Aidstests verlangen. Findet ihr diese Praxis diskriminierend oder ist es das gute Recht jedes Landes, HIV-Infizierten die Aufnahme der Erwerbstätigkeit zu verbieten, um eine weitere Ausbreitung von Aids im Land zu verhindern?
     
  • User 38570
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    30 Oktober 2010
    #2
    In welchen Ländern ist das so?

    Ich glaube nicht, dass diese Maßnahme effektiv was bringt, aber letztlich... Ausschlusskriterien sind immer irgendwo diskriminierend.
     
  • User 49007
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    30 Oktober 2010
    #3
    klar ist das diskriminierend. Eine normale Arbeit hat ja mit irgend einer Krankheit nix zu tun. Ein Krebskranker darf ja auch arbeiten.
     
  • User 15875
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    30 Oktober 2010
    #4
    Das ist nicht diskriminierend! Gesundheitsprüfungen, ärztliche Atteste/Untersuchungen usw. sind in vielen Berufen Pflicht und gelten als Einstellungs- bzw. Ausschlusskriterium. Zudem geht von AIDS ja ein ungleich höheres Risiko aus, was der Arbeitgeber mit der Einstellung eines HIV-Positiven Arbeitnehmers unweigerlich eingeht?

    Jeder HIV-Positive dem ein Staat eine Arbeitsgenehmigung erteilt, ist später je nach staatl. sozialsystem unweigerlich ein Kostenfaktor für den Staat. Dies zu vermeiden/verhindern ist das Recht eines jeden Staates was von Deutschland leider leider in vielen Fällen viel zu wenig durchgesetzt wird.

    Und es ist weiter ein Unterschied ob ich während eines bestehenden Arbeitsverhältnisses erkranke oder als "tickende Zeitbombe" eingestellt werde, denn nichts anderes bin ich als HIV-Positiver nämlich.
     
  • User 49007
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    30 Oktober 2010
    #5
    was du hier vom Stapel gibts ist ja n riiiesen Witz.
    1. so viel ich informiert bin, und ich betone auf "so viel ich", ist sowas Privat und muss nur bei ärztlichen oder medizinischen Berufen agegeben werden.
    2. siehst du einem HIV+ nichts an. sieht aus wie jeder andere Mensch!
    3. Eine Verkäuferin oder Verkäufer kann so lange ne Krankheit haben wie er nicht mehr arbeiten kann. Und wie du hoffentlich weisst, ist HIV nicht durch Händeshcütteln an der Theke oder so übertragbar. Also grad mal n witz.

    Klar ist ein Kranker ein Kostenfaktor. Aber man hat ja auch n Selbstbehalt und man zahlt ja auch Krankenkasse (jedenfals in der Schweiz) somit trägt ja sicher nicht der Staat alle kosten.
     
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  • User 38570
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    30 Oktober 2010
    #6
    Tickende Zeitbombe? Wie wäre es mal mit aktueller Literatur zum Thema HIV? :rolleyes:

    Off-Topic:
    Und bei solchen Äußerungen reden andere von aufgeklärter Gesellschaft... :rolleyes:
     
  • User 15875
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    30 Oktober 2010
    #7
    Ich geh mal Punkt für Punkt durch:

    1. Theresa schreibt im Eingangpost ja von einer Regel in einigen Ländern. Das mit den ärztlichen und medizinischen Berufen mag hier bei uns in Deutschland/österreich/Schweiz etc. die Regel sein, aber andere Länder andere Regeln. Aber mal abgesehen vom vorgeschriebenen Aids-Test gibt es noch weitere Berufe für die man bestimmte ärztliche Bescheinigungen braucht. Ist es diskriminierend, dass LKW-Führerscheinbesitzer jetzt regelmäßig zur allgemeinmedizinischen und augenärztlichen Untersuchung müssen? Ist es diskriminierend, dass Piloten beim Arbeitgeber ein Flugtauglichkeitszeugnis der Klasse 1 vorlegen müssen?

    2. viele "Krankheiten" sieht man nicht an. Es geht auch nicht darum einen "sichtbar Kranken" nicht einstellen zu wollen, es geht einfach um den Risikofaktor. Gut dafür kann der Mensch der HIV hat nun nichts, aber der Arbeitgeber weiß nicht wie lange ihm der infizierte Arbeitnehmer noch erhalten bleibt. Ok weiß er zwar auch beim scheinbar gesunden AN nicht, aber man weiß ja allgemein von einer gewissen Zeitspanne nach der Infektion in der die Krankheit AIDS tatsächlich ausbrechen kann. Was kommt dann? Lohnfortzahlung im Krankheitsfall. Kommt der AN nochmal zurück oder war's das dann? Muss der Arbeitgeber einen neuen Mitarbeiter suchen?

    3. sorry jetzt teilweise bereits in 2. verarbeitet. zur HIV-Übertragung hast du zwar im Grunde recht, aber im Extremfall reicht es wenn Verkäufer und Kunde je nur eine kleine kaum nenneswerte offene Verletzung an der Hand haben. Ist zwar etwas weit hergeholt und eine höchstwahrscheinlich sehr geringe Wahrscheinlichkeit, nur bei Krankheiten wie AIDS plädiere ich klar und deutlich nur 0,000-Risikovariante. AIDS ist genausowenig heilbar wie Krebs ansteckbar ist.

    Ja richtig man zahlt Krankenkasse bzw. hier bei uns in Deutschland nennt man das Sozialversicherungsbeiträge in denen auch die Krankenkassenbeiträge enthalten sind. Die Kosten würden also nicht auf dem Staat sondern auf den anderen Arbeitnehmern in Form von gestiegenen KK-Beiträgen getragen werden. Denkbar wär ja noch die Möglichkeit der erhöhten Beitrage für HIV-Positive aber dies wär Deiner Ansicht nach vermutlich ja auch wieder diskriminierend.
     
  • Beastie
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    30 Oktober 2010
    #8
    ich finds auch nich diskriminierend.
    wenn man in ein anderes land einwandern will, wo gesundheitstest vorgeschrieben sind, dann is das eben so.
    und wenn der staat des neuen landes eben keinen potentiellen ''kostenfaktor'' (klingt jetzt übel, is aber nich böse gemeint) haben will, dann is das eben auch so.
    mir gehts da auch nich um (kaum vorhandene) ansteckungsgefahr, sondern einfach darum, dass bei ausbruch der staat bzw die allgemeinheit (stichwort krankenkasse) für die kosten aufkommen muss. und dass der staat seine bürger davor schützen will, find ich durchaus ok
     
  • User 49007
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    30 Oktober 2010
    #9
    sry aber das ganze Zeugs kann nur einer vom Tisch geben der noch nie mit einem positiven zu tun hatte:schuettel::mad:
     
  • User 15875
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    30 Oktober 2010
    #10
    Die Supernachricht dass HIV doch nicht so gefährlich sei wie angenommen und inzwischen auch heilbar ist, hat mich noch nicht erreicht. Trotz voranschreitender Fortschritte in der medizinischen Forschung ist HIV immer noch ansteckbar/übertragbar und endet tödlich. Wie ich im vorherigen Beitrag geschrieben habe, favorisiere ich in solchen Fällen die Null-Risiko-Variante.

    Das Problem bei der aufgeklärten Gesellschaft liegt doch eher darin, dass die Aufklärung erst beginnt wenn der Zug schon "abgefahren" ist.
     
  • User 49007
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    30 Oktober 2010
    #11
    Die aufgeklärte Gesellschaft haben wir noch laaaange nicht erreicht. denn iele haben keine AHnug wie sowas übertagen wird und und und. Und du scheinst genau so wenig Ahnung von der Materie zu haben wie der Rest der unaufgeklärten
     
  • User 20579
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    30 Oktober 2010
    #12
    Dann müsste man auch testen, ob es in der Familie genetische Vorerkrankungen gibt, ob es da Diabetes gibt, Schlaganfälle, Krebsrisiko... denn auch das müsste dann ja der jeweilige Staat zahlen.

    Ich finde es etwas willkürlich, da nur HIV rauszupicken. Von daher finde ich es schon diskriminierend, wenn man eine Krankheit aussucht, die dann zur Verweigerung eines Arbeitsvisums führt.
    Nein, weil es für bestimmte Berufe bestimmte Erfordernisse braucht. Und eine augenärztliche Untersuchung heißt ja nicht, dass man nicht Fahren darf, wenn man schlechte Augen hat, sondern dass man dann eben eine Sehhilfe braucht.

    Weswegen ein HIV-Positiver aber gleich komplett erwerbsunfähig sein soll bzw. ein Staat das Recht hat, solche Menschen komplett vom Arbeitsmarkt auszuschließen, ist mir unklar. Man stellt ja vermutlich auch noch Inländer ein, die HIV-positiv sind. Es aber dann nur an Ausländer zu koppeln, macht insofern dann keinen Sinn - das würde es nur machen, wenn man grds. keine HIV-Positiven mehr einstellt. Also in meinen Augen ist es definitiv diskriminierend.

    Leben endet immer tödlich. Die Lebenserwartung mit HIV ist aber in den letzten Jahren erheblich gestiegen, soweit wie ich weiß, kann man damit sogar so lange leben, wie ohne. Das ändert aber nichts daran, dass in den meisten Berufen ein Ansteckungsrisiko sehr gering sein dürfte - man nehme z.B. mal einen normalen Bürojob oder so etwas.
     
  • User 38570
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    30 Oktober 2010
    #13
    Du meinst das tatsächlich ernst, was Du schreibst...

    Dieser Blödsinn mit der kleinen Schnittwunde ist sicher rein theoretisch denkbar, praktisch gesehen gewinnst Du eher im Lotto, als dass Du Dich bei einem HIV+ ansteckst, wenn Du nicht gerade ohne Gummi mit ihm oder ihr vögelst.

    Und Null-Risiko-Variante ist ebenfalls Unsinn - oder gräbst Du Dich durch die Erde? Könnte Dir ja auch ein Flugzeug auf den Kopf fallen.

    Einen HIV+ als tickende Zeitbombe zu bezeichnen finde ich fast schon eine Beleidigung, davon abgesehen ist es schlicht und einfach falsch. So manchen Denkweisen würde ich da schon eher so bezeichnen...
     
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    30 Oktober 2010
    #14
    Du meinst wohl "wissentlich" mit einem Positiven zu tun hatte. Da Du ja selber schriebst, dass man es einem Positiven von außen nicht ansieht, dass der nun positiv ist, kann ich nun auch nicht ausschließen mit einem Positiven zutun gehabt zu haben.

    Aber es geht hier ja darum wie ich als Staat oder Arbeitgeber mit einem umgehe von dem ich weiß, dass er HIV-Positiv ist.
     
  • User 49007
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    30 Oktober 2010
    #15
    Sinn macht hier das Diskutieren nur wenn Theresa sagt woher sie die Quellen hat und welche Länder da gemeint sind
     
  • User 38570
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    30 Oktober 2010
    #16
    Off-Topic:
    Richtig - vermutlich sind das wieder Länder, die gerade erst das Feuer entdeckt haben... :rolleyes:
     
  • squarepusher
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    30 Oktober 2010
    #17
    spekulativ. hast du ein land, auf dessen regelungen du eingehen willst? nein? weißt du, was für einen hintergrund diese regelungen haben? nein? then shut up.

    ja, weil es in vielen fällen auch einen sinn hat, gewisse ärztliche atteste zu bringen. es geht hier aber nicht um einzelne berufe, sondern um ein arbeitsvisum im allgemeinen. es gibt kein ärztliches attest, das ein mensch erbringen muss, um allgemein arbeiten zu dürfen.

    von was für einem risikofaktor sprichst du? konkret? lauter triviale nullaussagen.

    stimmt nicht.

    wer glaubst du zahlt dein diabetes, das du mit 50 kriegst, weil du dich nicht gesund ernähren kannst? deinen lungenkrebs, dein copd vom rauchen? deine psychotherapie? deine kuraufenthalte? wer zahlt für die rechnung, die du für deinen lebensstil irgendwann präsentiert bekommst?

    unser gesundheitssystem basiert u.a. auf solidarität. will man diesen grundsatz aufweichen, müssten gänzlich andere dinge tausendmal eher in angriff genommen werden als ein paar hiv positive zu schikanieren. du bist fett, weil du dich schlecht ernährst oder keine bewegung machst? du rauchst? du ...
     
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  • Beastie
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    30 Oktober 2010
    #18
    ja das stimmt. und so wirds auch gemacht. also du musst einen komplett-check über dich ergehen lassen. wonach dann genau ein ausschluss erfolgt, weiß ich nicht.aber du wirst nicht nur wegen HIV ausgeschlossen
     
  • User 20579
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    30 Oktober 2010
    #19
    Natürlich wäre es das! Die wenigsten Leute suchen sich so eine Erkrankung aus und zum Glück gibt es ja keine Vermutung dafür, dass jeder seine Erkrankungen selbst zu verantworten hat. Natürlich gibt es hier und da mal nachlässigen Umgang mit bestimmten Themen, aber ich würde jedenfalls lieber mit meinem Geld solidarisch auch Kranke unterstützen, die z.B. jahrelang ungesund gelebt haben oder jahrelang unverhütet GV hatten, als selbst die Krankheiten zu haben - ich möchte da nicht moralisch bewerten, wer "selbst Schuld" ist oder ggf. sogar Grenzen ziehen müssen, wo die eigene Schuld schon anfängt.
    Mal abgesehen davon bedeutet ein Solidarsystem für mich, dass eben alle ungefähr gleichviel zahlen - das beinhaltet dann eben auch die, die nie eine Leistung in Anspruch nehmen, wie die, die das jede Woche tun.
    Ansätze beim Selbstverschulden gäbe es wohl viele, bei jeder Krankheit. Was überarbeitet man sich auch und braucht bald eine Therapie wegen Burnout? Was nimmt man sich auch alles so zu Herzen und braucht Schlaftabletten, damit man das gefühlte Mobbing ausblenden kann? Und wieso raucht man, wenn es ungesund ist? Noch dazu fahren viele Leute zu schnell Auto - möchte man ab 3 Knöllchen sagen, dass der im Falle eines Unfalls seine Behandlung selbst zahlen kann? Das kann man unendlich weiterspinnen. Wozu sollte man da nur HIV-Positive einbeziehen? Vielleicht hat einer die Erkrankung durch eine Blutkonserve bekommen und ist damit viel weniger "Schuld", als derjenige, der Gelenkprobleme wegen selbst angefressenem Übergewicht hat?

    Ah okay, dann ist das aber auch was Anderes, als das, worüber hier diskutiert wird :zwinker: Würde die Frage so gestellt, dass man fragt, ob bestimmte Länder bei bestimmten Erkrankungen eine Einreise verweigern dürfen, ist es für mich etwas anderes, als wenn sich diese Verweigerung nur auf HIV bezieht. Bei ersterem könnte ich es je nach Land schon verstehen, letzteres finde ich jedoch diskirminierend, da es eben eine bestimmte Erkrankungsgruppe rauspickt.
     
  • Beastie
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    30 Oktober 2010
    #20
    ja okay.. dann hab ich wohl das thema verfehlt :smile:
     

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