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Schlimm, dass Kinder das Stelenfeld als Spielplatz missbrauchen?

  1. :schuettel: Das darf doch nicht wahr sein! Selbst als Kind sollte man sich schämen!:mad:

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  2. :schuettel: Das ist beschämend und es ist die Verantwortung der Eltern etwas dagegen zu tun.

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  3. Das ist zwar unschön, aber wenn es arglose Touristen sind, kann man nix machen.

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  4. Wichtig ist, dass Menschen dieses Denkmal überhaupt sehen. Ob sie dort spielen ist unerheblich.

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  5. Das Areal sieht wie ein Spielplatz aus und es ist öffentlich zugänglich. Kein Wunder.

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  6. Solange man da nur herumläuft und hüpft sehe ich kein Problem darin.

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  7. Angesichts mangelnder Spielplätze in Berlin Mitte ist es ein willkommener Spielplatz für Kinder.

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Status des Themas:
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  • Theresamaus
    Benutzer gesperrt
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    nicht angegeben
    13 Dezember 2009
    #1

    Findet ihr es schlimm, dass Kinder das Stelenfeld (Holocaustmahnmal) als Spielplatz?

    Mitten in Berlin steht das sog. Stelenfeld, offiziell "Das Denkmal für die ermordeten Juden Europas". Viele arglose Touristen machen dort Erinnerungsfotos mit fröhlicher Miene :grin:, Kinder benutzen sie als Labyrinth, manche Kinder hüpfen sogar darauf.

    http://images.artnet.de/images_DE/magazine/kommentar/schachtebeck/schachtebeck07-15-05-10.jpg

    Findet ihr es schlimm, dass Kinder dieses histrosche Denkmal, das an den schwärzesten Teil der deutschen Geschichte erinnern soll, als Spielplatz missbrauchen und Eltern nichts dagegen unternehmen?
     
  • User 49007
    User 49007 (30)
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    13 Dezember 2009
    #2
    das st ein Denkmal kein Friedhof
     
  • Vaughn
    Vaughn (34)
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    13 Dezember 2009
    #3
    nein finde ich nicht
     
  • User 15352
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    14 Dezember 2009
    #4
    Ich weiß ja nicht, ob der Künstler das intendiert hat, aber so, wie das Denkmal verwendet resp. zweckentfremdet wird, spiegelt es das Verhältnis der Deutschen zum Holocaust perfekt wieder :zwinker:...
     
  • aiks
    Gast
    0
    14 Dezember 2009
    #5
    Naja ein Friedhof ist ja auch ein Denkmal für die Toten - macht es jetzt so großen Unterschied, dass da Skelette drunter liegen? Beides hat die gleiche Intention in unserer Gesellschaft, Abschied/Verarbeitung/Denkmal.

    Ich finde Touristen sollte man es nicht übel nehmen, vorallem nicht wenn sie von ferner wegkommen (Japaner haben halt nicht so einen Bezug zum Holocaust).
    Steht dort denn, um was es geht?
     
  • FireFlie
    FireFlie (40)
    Sorgt für Gesprächsstoff
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    14 Dezember 2009
    #6
    1. Kinder mißbrauchen Nichts und Niemanden!
    2. Solange Kinder darauf spielen wird das Ganze auch nicht vergessen;
    3. Benutze niemals Kinder in Deinen Umfragen, da Du davon keine Ahnung hast!
     
  • User 71335
    User 71335 (50)
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    14 Dezember 2009
    #7
    Genau, wobei man es ihnen schonmal erklären sollte und auch kann.:zwinker:

    Zu Punkt 3:
    Eltern mit einem Fünkchen Verstand lassen ihre Kinder (vorallem Kleine und ohne Handy) niemals von der Hand im Stelenfeld!
    Die sind weg, bereits nach 2 Metern lässt sich ein Kind unter 1,20m nicht mehr sehen, durch die unterschiedliche Höhenlagen und der gewaltigen Größe des Feldes, gelingt es den Kindern nicht mehr ohne weiteres aus diesem Labyrinth (nutzt noch nichtmal was wenn man die alte Labyrinthregel immer nach rechts gehen anwendet) herraus, sie können sich selbst kaum orientieren, sehen sowiso nix.

    Einmal im Juli am Stelenfeld in Berlin und du kannst panische Eltern und Kinder in allen Sprachen schreien und weinen hören.

    Mit Spielen ist da eh nix.:zwinker: Auch wenn es auf den ersten Blick zum Klettern verlockt.

    Wäre eher ein perfekter "Spielplatz" für Pädophile, da könnte man Kinder unerkannt abgreifen und verschwinden lassen, weder Eltern noch Passanten hätten da den Überblick oder den Hauch einer Chance die Verfolgung aufzunehmen.:ratlos:
     
  • Theresamaus
    Benutzer gesperrt Themenstarter
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    nicht angegeben
    14 Dezember 2009
    #8
    :geknickt:
     
  • VelvetBird
    Gast
    0
    14 Dezember 2009
    #9
    Dann bin ich wohl jetzt die böse Frau, wenn ich jetzt sage, dass ich das nicht wirklich toll finde, wenn Kinder auf einem Denkmal herumturnen. Egal um was für ein Denkmal es sich handelt.
    Das hat für mich etwas mit mangelndem Respekt zu tun und würde ich erfahren, dass mein Kind ohne mein Wissen ein Denkmal als Spielplatz benutzt, würde ich ihm die Ohren langziehen und hinten zusammenknoten (bevor mich jetzt entsetzte Muttis anspringen: NEIN, ich würde es nicht wirklich tun! :zwinker:.)

    Und hier kann man sich sogar als Großstädter nach einem passenden Spielplatz umsehen, mir braucht keiner zu erzählen, in Berlin gäbe es keine:
    IhrSpielplatz.de - Kinderspielplatzliste Berlin Seite : 1
     
  • User 46728
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    vergeben und glücklich
    14 Dezember 2009
    #10
    ICH würde meine (nicht vorhandenen) Kinder niemals dort spielen lassen....
    Aber ihnen erklären, was das ist..

    War selbst mal dort, ist einer der letzten Orte, wo meine Kinder spielen sollte.
     
  • aiks
    Gast
    0
    14 Dezember 2009
    #11
    Ist es denn nun ausgeschildert?

    Wär ich dort und würde nur solche BLöcke sehen wüsst ich jedenfalls nicht was das sein sollte, wenn da nix stehen würd.
     
  • User 46728
    Beiträge füllen Bücher
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    vergeben und glücklich
    14 Dezember 2009
    #12
    Da gibts sogar ne Besucherordnung.
     
  • Mitbewohner
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    in einer Beziehung
    14 Dezember 2009
    #13
    Ich finde es überhaupt nicht schlimm. Im Gegenteil. Das Werk soll sich doch integrieren. In die Stadt und in das Leben.
    "Ein Ort, an den man gerne geht"
    Ich werde sicher nicht, wie Tante Rita, mit erhobenem Finger zwischen den Steinen patroullieren und den Leuten das Fotografieren und das Lächeln verbieten.
    Die niedrigen Säulen laden ja gerade dazu ein darauf zu stehen, zu sitzen, vom einen zum anderen zu hüpfen.
    Natürlich mit Freude, aber auch Ehrfurcht im Hinterkopf.
    Und das sollte man nicht falsch verstehen. Das hat für mich nichts mit Respektlosigkeit zu tun.
     
  • User 44981
    User 44981 (30)
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    14 Dezember 2009
    #15
    1. mag ich spielende Kinder - egal wann, wo und wie sie spielen, so lange die Sache friedlich und ungefährlich abläuft.
    2. finde ich es total bescheuert, wenn spielende Kinder an einem solchen Ort nicht erwünscht sind oder gar verscheucht werden. - Das spiegelt nur die allgemein kinderfeindliche deutsche Gesellschaft wieder, in der spielende Kinder fast nur als Ruhestörer und kaum als schöner, unterhaltsamer und freudiger Anblick angesehen werden.
    3. finde ich es allgemein bescheuert, in diesem Stelenfeld alles Mögliche zu verbieten. - Das führt nur dazu, dass dieses Mahnmal von vielen Leuten spätestens nach einem Besuch gemieden wird, so dass man es gleich überhaupt nicht aufstellen hätte müssen.
     
  • fleißige biene
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    14 Dezember 2009
    #16
    Soweit ich mich erinnere, ist es ausgeschildert - sogar in mehreren Sprachen.
    Eine Ordnung wie man sich zu verhalten hat, gibt es dort auch und da steht meines Erachtens drauf, dass man NICHT auf den Steinen rumturnen darf.
     
  • VelvetBird
    Gast
    0
    14 Dezember 2009
    #17
    OK. Ich erinnere dich an diese Aussage, sollten jemals Kinder friedllich auf dem Grab deiner Eltern herumhüpfen.

    Dass Deutschland kinderfeindlich sei, das höre ich immer wieder. Seltsameweise immer nur von den Leute, die ihre Kinder nicht im Zaum halten und vernünftig erziehen können. Zuletzt als ich beim Arbeiten (in einem Café) die Mutter freundlich und ruhig gefragt habe, ob sie was zu ihren Kindern sagen könne, weil diese die Stühle fröhlich über den Fliesenboden geschoben haben, was sich mit lautem Poltern bemerkbar machte (es waren 2 Kinder und es waren Stühle von 2 freien Tischen mitten in den Raum gepoltert worden).
    Die Stühle hat dann die sehr kinderfreundliche Mutter natürlich nicht richtig hingestellt, das musste ich tun. Anschließend bekam ich dann zu hören, dass man hier nicht kinderfreundlich sei und dass sie die Rechnung wolle.

    Sehe ich nicht so.
    Es gibt z.B. auch noch Arbeits- und Konzentrationslager in Deutschland. Die geraten auch nicht in Vergessenheit, obwohl man bei Besuchen Kindern nicht jede Narrenfreiheit lässt.
    Nicht jeder Platz ist eben für Kinder geeignet. Meine Güte, es gibt ja immer noch genügend Orte, wo man als Kind toben kann, muss man das auf einem Denkmal tun?

    Ich wundere mich mittlerweile gar nicht mehr, warum so viele Kinder dermaßen verzogen sind :schuettel:.
     
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  • Mitbewohner
    Sorgt für Gesprächsstoff
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    in einer Beziehung
    14 Dezember 2009
    #18
    "Es ist kein Friedhof und es soll auch keiner sein" ( Eisenman)

    Architekt: Das Mahnmal sollte so offen wie möglich sein. Frei.

    "Absperren will Eisenman das Gelände aber auf keinen Fall. „Das große Ziel war es, Normalität herzustellen“, sagt der Architekt. Es solle in den Alltag mit einbezogen sein. Das können Kinder sein, die zwischen den Stelen fangen spielen, so wie es seine Idealvorstellung war."


    Es ist eben so, dass manche bedrückt durchlaufen und andere den Platz für die Mittagspause nutzen.
    Das ist auch gut so, wieso sollte man das denn auch verbieten?
    Noch einmal. Das hat nichts mit fehlendem Respekt zu tun.
     
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  • VelvetBird
    Gast
    0
    14 Dezember 2009
    #19
    Von mir aus kann jeder seine Mittagspause dort verbringen, wo er will. Aber darauf herumklettern geht für mich zu weit. Und nomal: Für mich hat das sehr viel mit Respekt zu tun. Es verlangt ja keiner, dass man bedrückt da durchläuft, als wäre man auf einem Friedhof.

    Zum "Argument", das Denkmal würde in Vergessenheit geraten, wenn man es nicht mehr als Spielplatz nutzen würde: Dinge geraten deshalb in Vergessenheit, WEIL man sie nicht mehr als das sieht, was sie ursprünglich waren.
    Fragt mal die Leute auf der Straße, was an Weihnachten gefeiert wird. Die wenigstens werden den korrekten religiösen Hintergrund dahinter sehen. Es ist halt ein Familenfest, an dem es zu deftiges Essen und Geschenke gibt. Der ursprüngliche Grund (Christi Geburt) ist bei vielen Menschen in Vergessenheit geraten. So wie ein Denkmal irgendwann auch nur noch ein Spielplatz sein wird, wenn man es als solchen nutzen darf und lässt.

    Von mir aus darf der Architekt sonst was für Traumvorstelltungen gehabt haben. Ich habe auch Vorstellungen davon, wie meine Kinder erzogen sein sollen und zu diesen Vorstellungen gehört eben, dass ein Denkmal ein Denkmal ist und ein Spielplatz ein Spielplatz.
     
  • Theresamaus
    Benutzer gesperrt Themenstarter
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    nicht angegeben
    14 Dezember 2009
    #20
    In jedem Park gibt es Parkordnungen. Beispielsweise ist Radfahren, Fußball oder Campieren verboten. Die genaue Regel ist von Park zu Park verschieden. Bei einem solchen nationalen Mahnmal darf man erst recht davon ausgehen, dass es bestimmte Regeln gibt, die es zu beachten gibt. Wenn Kinder herumhüpfen, ist es die Verantwortung der Eltern auf sie aufzupassen. Wenn man sie aus den Augen verliert, dann haben sie vielleicht Pech.
     

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