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  • Theresamaus
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    nicht angegeben
    8 Juli 2010
    #1

    Findet ihr verheiratete katholische Priester gut?

    In Bayern ist mit einer Sondergenehmigung des Vatikans ein verheirateter Mann, der früher evangelischer Pfarrer war, nach seiner Konvertierung zum katholischen Priester ernannt worden. Er darf weiterhin verheiratet sein und darf auch Sex genießen :drool:
    Sondererlaubnis: Verheirateter Mann wird katholischer Priester - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Panorama

    Findet ihr es gut, dass es auch katholische Priester gibt, die verheiratet sind und Sex haben dürfen, im Gegensatz zu all seinen Kollegen?
     
  • LittleFlame
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    8 Juli 2010
    #2
    Ich habe noch nie verstanden warum ein Pfarrer / Priester der eine Frau hat nun ein schlechterer Pfarrer ist als einer der im Zölibat lebt. Nun gut ich verstehe so einiges nicht bei der Kirche im Allgemeinen.

    Solche Sondererlaubnisse sind für mich ein Schritt in die richtige Richtung. Könnte in so einigen Bereichen Abhilfe schaffen: Die Kritik an der katholischen Kirchen vielleicht mindern, es würden sich vielleicht wieder mehr für diesen Beruf interessieren und ihn auch ausüben wollen was die Nachwuchsprobleme der Kirche mindern würde + vielleicht schafft dieses auch Abhilfe beim Missbrauch von Kindern. Klar sind dieses Einzelfälle, aber jeder Fall der so vermieden werden kann ist wichtig.
     
  • Riot
    Gast
    0
    8 Juli 2010
    #3
    Natürlich finde ich das gut, ich halte das Zölibat für absolut realitätsfern und schädlich.
     
  • User 85918
    Meistens hier zu finden
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    nicht angegeben
    8 Juli 2010
    #4
    Ist mir völlig egal ob er Verheiratet ist oder nicht.
    Er wird als verheirateter Mann bestimmt kein schlechterer Priester sein.
     
  • BrooklynBridge
    Planet-Liebe-Team
    Moderator
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    nicht angegeben
    8 Juli 2010
    #5
    Ich finde es gut, dass solche Priester der katholischen Kirche mit ihren Anachronismen und verdrehten Dogmen unfreiwillig den Spiegel vor Augen halten. Leider schauen die Herren Kardinäle und co. nicht hinein...
     
  • Lilaea
    Sorgt für Gesprächsstoff
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    1
    in einer Beziehung
    9 Juli 2010
    #6
    Meine Ma ist Pastorin (evangelisch selbstverständlich) und eine Familie zu haben schadet ihrer Berufsausübung in keiner Hinsicht!!! Im Gegenteil, neben all den kleinen und großen Problemen, die die Aufzucht von Kindern so mit sich bringt, ist die Familie eine große Bereicherung, auch im Arbeitsalltag! Und gerade in einem so sozial orientierten Beruf wie dem eines Pfarrers/Pastors etc.

    Ich halte das Zölibat einfach nur für weltfremd! Und das Beharren der katholischen Kirche darauf ist für mich genauso unverständlich, rückständig und lächerlich wie die "Verteufelung" von Verhütungsmitteln etc.
     
  • User 66279
    Sehr bekannt hier
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    vergeben und glücklich
    9 Juli 2010
    #7
    Dann bleiben jetzt wenigstens ein paar Glaubensjünger mehr jungfräulich ...
     
  • VelvetBird
    Gast
    0
    9 Juli 2010
    #8
    :rolleyes:


    Ich bin für die Abschaffung des Zölibates.
    Die katholische Kirche kämpft seit Jahren gegen schwindende Priesterzahlen und lernt doch nichts dazu.
    Aber unter diesem Papst wird sich sicherlich nichts ändern. Und unter dem nächsten und übernächsten vermutlich auch nicht. Leider.
     
  • User 44981
    User 44981 (30)
    Planet-Liebe Berühmtheit
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    Single
    9 Juli 2010
    #9
    Diese Sondergenehmigung ist immerhin schon mal ein kleiner Hinweis darauf, dass in der katholische wenigstens noch ein kleiner Funken von Verstand vorhanden ist und es vielleicht nicht ganz utopisch ist, dass in einigen Jahrhunderten irgendwann mal nach einem zumindest nach nicht-kirchlichen Maßstäben extrem langen und zähen Prozess das völlig bescheuerte Zölibat abgeschafft wird.
     
  • BABY_TARZAN_90
    Benutzer gesperrt
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    Verliebt
    9 Juli 2010
    #10
    Verheiratete Priester zulassen - das muss früher oder später kommen. Viri probati, erfahrene Männer, wird man sie dann nennen. Bestandene Familienväter.

    Die Kirche wird das als Ausnahme bezeichnen. Ziel ist dem Pfarrermangel abzuhelfen ohne grundsätzlich am Zölibat zu rütteln, damit - und nun kommt das Entscheidende - damit man keine Frauen zum Priesteramt zulassen muss.
     
  • VelvetBird
    Gast
    0
    9 Juli 2010
    #11
    Seh ich auch so.
    Aber dann wird die Regelung vermutlich so ähnlich ausfallen wie bei den Diakonen.
    Ist ein Mann vor der Diakonenweihe verheiratet, dann darf er als "ständiger Diakon" tätig sein. Nach der Diakonenweihe darf ein Diakon nicht heiraten.
    Ich denke nicht, dass das Zölibat gänzlich aufgehoben werden wird.
     
  • Bethune
    Bethune (42)
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    11 Juli 2010
    #12
    So, also ich denke, dass dies eine Ausnahme ist und bleiben wird. Anglikanische Priester, die zur katholischen Kirche konvertieren, bleiben auch verheiratet...ebenso dürfen Priester aus den mit Rom unierten Ostkirchen Heiraten, bevor sie die Priesterweihe empfangen.
    Der Zölibat ist kein Dogma, aber es gibt gute Gründe für den Zölibat . A) weist schon Jesus auf diejenigen hin, die "um des Himmelsreiches" willen, zölibitär leben(Mt. 19, 12).
    B) ist es ein Zeichen, ein "alles-auf-eine-Karte-setzen", in der Liebe zu Gott und dem Nächsten, weil eben auf eine eigene Familie verzichtet wird. Dies zu verstehen, ist aber nur Gläubigen möglich; es widerspricht der weltlichen Ordnung der Dinge, der "Logik" dieser Welt. Es ist meiner Meinung nach eine besondere Gnade.
    C) es hat auch nichts mit Sexualfeindlichkeit zu tun (ein wirkliches Ammenmärchen über die kath. Kirche).
    D) es hat schon gar nichts mit Missbrauch zu tun, wie in verschiedenen Studien von durchaus eher kirchenfremden bzw. sogar kirchenfeindlichen Psychologen bewiesen worden ist.
    E) es hat sehr wohl mit einer "Krise" des Christentums zu tun, wenn der Zölibat nicht mehr verstanden wird.
    Was die evang. Kirchengemeinschaften angeht: die haben ein vollkommen anderes Verständnis von Priestertum als die kath. Kirche. Und trotz alledem laufen in ihnen die Gläubigen nicht zu; eher im Gegenteil: es gibt wesentlich weniger regelmässige evang. Gottesdienstteilnehmer als in der kath. Kirche in Deutschland etc.
     
  • objekt.f
    objekt.f (28)
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    11 Juli 2010
    #13
    Nein, wer mitglied in dem verein ist soll sich auch an die bescheuerten regeln halten
     
  • Prof_Tom
    Prof_Tom (29)
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    nicht angegeben
    11 Juli 2010
    #14
    Ein Pfarrer kann und darf nicht verheiratet sein. Wo kommen wir denn hin wenn alle geistlichen auf einmal verheiratet sein dürfen? Bloß damit die Kirche moderner erscheint darf sie sich nicht von ihren Grundsätzen entfernen. Und wer dran glaubt hat sich auch verdammt nochmal dran zu halten.
     
  • simon1986
    simon1986 (32)
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    Verheiratet
    11 Juli 2010
    #15
    Noch nie von Statutenrevision gehört? Genau darum geht es doch bei der Frage! :grin:

    Ich bin Mitglied in dem "Verein", aber für mich gilt kein Zölibat!

    Als Vorschrift würde ich es das Zölibat abschaffen. Aber die stillschweigende Pflicht zum Heiraten wie früher bei den Protestantischen Pfarrern finde ich auch nich ideal. Soll heiraten wer will!

    @Prof_Tom: Das Zölibat ist kein so alter Grundsatz, und wird von Theologen angezweifelt. Dass Aussenstehende (warum auch immer) am Priester-Zölibat hängen, finde ich aber interessant....
     
  • Habbi
    Gast
    0
    11 Juli 2010
    #16
    Öhm, eigentlich würde auf dem 2. vatikanischen Konzil schon beschlossen, dass das Zölibat sozusagen überholt ist bzw. dass die Ehelosigkeit nicht erforderlich ist, um Priester zu sein. Als während dem Konzil der Papst starb wurde es vom nächsten fortgesetzt und beendet. Und auch dieser meinte, dass das Zölibatsgesetz geändert werden muss. Aber er wollte nicht der Papst sein, der das tut. Das Zölibat ist also selbst in der kath. Kirche sehr umstritten.

    Ich wäre übrigens dafür es endlich abzuschaffen. Außerdem bin ich überhaupt nicht damit einverstanden, dass Frauen nicht Priester werden dürfen. Ich finds ja schon krass, dass Mädchen in manchen Gemeinden noch gar nicht so lange ministrieren dürfen. Ich war in der 4. Klasse in meiner Kirchengemeinde bei den ersten Mädchen, die Ministranten werden durften. Davor waren es nur Jungs.

    Ah Fazit: Ich finde verheiratete Pfarrer gut :smile:
     
  • Bethune
    Bethune (42)
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    Single
    12 Juli 2010
    #17
    Ich bin auch Mitglied in diesem "Verein", und bin für den Zölibat, der ja immer freiwillig ist, denn es wird niemand gezwungen, Priester zu werden. Begründung: s.o.
    Was die Geschichte des Zölibats angeht: mir sind aus Quellen ganz andere Dokumente bekannt, die schon seit dem Anfang des von Jesus eingesetzten Sakraments von zölibitären Priestern berichten.

    @Habbi

    DIe Quelle zum 2. VK musst Du mir mal nennen. Die meisten wissen nicht, dass das 2.VK keinerlei dogmatische Frage entschieden hat, sondern nur ein pastorales Konzil war, welches z.B. den Greg. Choral und Latein als Liturgie-Sprache "in der Regel" festgelegt hat. Da wird irgendetwas hineininterpretiert, ohne die Quellen nennen zu können.
    Zur Frage Frauenordination:
    "Obwohl die Lehre über die nur Männern vorbehaltene Priesterweihe sowohl von der beständigen und umfassenden Überlieferung der Kirche bewahrt als auch vom Lehramt in den Dokumenten der jüngeren Vergangenheit mit Beständigkeit gelehrt worden ist, hält man sie in unserer Zeit dennoch verschiedenenorts für diskutierbar, oder man schreibt der Entscheidung der Kirche, Frauen nicht zu dieser Weihe zuzulassen, lediglich eine disziplinäre Bedeutung zu. Damit also JEDER Zweifel bezüglich der bedeutenden Angelegenheit, die die GÖTTLICHE VERFASSUNG der Kirche betrifft, beseitigt wird, erkläre ich kraft meines Amtes, die Brüder zu stärken, dass die Kirche KEINERLEI VOLLMACHT HAT, Frauen die Priesterweihe zu spenden, und dass sich ALLE GLÄUBIGEN DER KIRCHE ENDGÜLTIG an diese Entscheidung zu halten haben." (Johannes Paul II., Apostol. Schreiben über die nur Männern vorbehaltene Priesterweihe, 22. Mai 1994, Nr. 4; Hervorhebungen von mir)
    Was ich immer nicht verstehe, ist, warum aus der kath. Kirche eine zweite evang. gemacht werden soll??? :ratlos::mad:
     
  • Habbi
    Gast
    0
    12 Juli 2010
    #18
    Aha, Gleichberechtigung für Frauen bedeutet also sofort eine zweite evangelische Kirche :ratlos:

    Selbst wenn Frauen die Priesterweihe erhalten könnten, wäre das doch noch lange keine zweite evangelische Kirche. Die evangelische Kirche ist so anders als die katholische und ein paar Frauen im Priesteramt werden daran nichts ändern.

    Zum Zölibat: Klick

    Dort steht im Dekret über Dienst und Leben der Priester, dass das Zölibat nicht zwingend notwendig ist, um Priester zu sein. Schließlich gäbe es genug verheiratete Priester. Und danach wird natürlich wieder argumentiert wieso es dennoch aufrecht erhalten wird.

    Dass das 2. VK keine dogmatischen Fragen entschieden hat, weiß ich auch. Ich sagte ja nur, dass damals tatsächlich festgestellt wurde, dass das Zölibat nicht notwendig ist.
     
  • VelvetBird
    Gast
    0
    12 Juli 2010
    #19
    Ach komm, man kann's übertreiben. :rolleyes:
    Eine Lockerung des Zölibats hat nichts damit zu tun, dass man daraus eine zweite evangelische Kirche macht.

    Und ja, das 2. VK hatte und hat keine dogmatische Relevanz. Aber soll man deshalb seine Aussagen ignorieren?
    Dann hätte man sich das 2. VK auch sparen können, wenn es doch sowieso keine Relevanz hat.
    Wenn man Argumente dafür finden will, die für das Zölibat sprechen, dann findet man sie. Ich sehe mehr Argumente, die dagegen sprechen.

    Und: Nein, es wird niemand gezwungen, Priester zu werden.
    Allerdings gibt es für junge Menschen kaum einen unattraktiveren Beruf.
    Die schwindenden Priesterzahlen sprechen für sich, ebenso wie die Tatsache, dass der kath. Kirche die Gläubigen davonlaufen, weil sie sich mit dieser Kirche nicht (mehr) identifizieren können.
    Die kath. Kirche versucht, diese Probleme zu lösen, indem Pfarreien fusionieren oder teilweise gänzlich aufgelöst werden - mit dem Ergebnis, dass ein Priester z.T. für bis zu 5 Pfarreien verantwortlich ist.
    Für die Priester eine unglaubliche Belastung, für die Gläubigen entfällt eine wichtige Anlaufstelle, wenn der Priester ihrer Gemeinde 3 Dörfer entfernt lebt und ständig wo anders ist. Meiner Meinung nach kann ein solcher Priester den Hirtendienst und die Seelsorge nicht im nötigen Ausmaß tätigen.

    In den meisten Bistümern ist der Altersdurchschnitt der Priester bei ca. rund 60 Jahren, Tendenz steigend.
    In 20 Jahren sind die heute 60-jährigen Priester nicht mehr im Dienst, neue Priesterkandidaten gibt es bei weitem nicht genug.
    Und wenn dann auch noch die Gläubigen immer weiter abnehmen und die Kirchensteuern bei weitem nicht mehr ausreichen, um die Kirchen "in Schuss" zu halten, dann haben wir solche Zustände wie z.B. in Frankreich, wo die Kirchen zwar wunderschöne Fassaden haben (das zahlt ja der Staat), wo es aber zum Teil reinregnet, wo sich überall an den Innnenwändern Schimmel bildet, weil einfach das Geld für Restaurationen nicht da ist (in Frankreich gibt es keine Kirchensteuer).
     
  • Schweinebacke
    Planet-Liebe-Team
    Moderator
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    nicht angegeben
    12 Juli 2010
    #20
    Ist ähnlich wie mit dem Videoibeweis, da müssen erstmal noch ein paar alte Männer wegsterben, bevor da eine echte Chance für eine Änderung ist.
     

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