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Folgen von Online-Sexsucht, wie je wieder mit Freundin klar kommen?

Dieses Thema im Forum "Beziehung & Partnerschaft" wurde erstellt von Eldrig, 16 März 2009.

  1. Eldrig
    Eldrig (40)
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    Ich habe über etliche Jahre (10-15). Andauernd Pornos geschaut und mich dabei selbst befriedigt (1 mal am tag, manchmal auch 2-4 mal an einigen Tagen) und auch Online-Rollenspiele gespielt und erst mit 31 meine jetzige Freundin kennengelernt (meine erste Freundin überhaupt).

    Die SB und die Pornos waren mir selber immer sehr peinlich und ich hatte immer gehofft, dass nie jemand davon erfährt. Als ich meine Freundin kennengelernt habe ist der Porno-Konsum zurückgegangen und ich habe Pornos öfter aus einer andere Sichtweise gesehen (ich habe mir manchmal Pornos angesehen um zu sehen wie einige Stellungen dort funktionierten und nicht mehr primär um mich zu erregen) und dabei auch nicht mehr unbedingt SB gemacht.

    In der zeit hatte ich öfter mal Potenz-Probleme deren Ursache mir noch nicht ganz klar war. Außerdem habe ich manchmal noch Pornos gesehen kurz bevor Sie nach hause kam.

    Nach einem halben Jahr hat meine Freundin meine Pornosammlung entdeckt und war vor allem auch davon entsetzt, das dort auch sehr sehr junge Teenager bei waren. Ich finde es schlimm, dass ich das Alter der Pronodarstellerinnen und den Hintergrund der Pornoindustrie so ignoriert habe. Ich habe mich mit dem Thema danach beschäftigt und der Film „Trade“ hat mich in diesem Zusammenhang sehr schockiert.

    Ich habe daraufhin alle meine Pornos gelöscht und nach einer längeren Krise auch wieder mit meiner Freundin zusammen gefunden. Leider wurde ich immer wieder Rückfällig, als ich eine DVD mit Pornos in meiner alten Wohnung gefunden hatte, als ich bei meinem Bruder allein zuhause war und mir Pornos von seinem Rechner angesehen habe. Habe Striptease Filme auf MyVideo und Filmausschnitte von Lady O etc. auf Youtube angesehen oder auch Filme wie Shortbus gesehen.

    Meine Freundin hat sich manchmal abends abgemüht. Wir hatten morgens schon Sex. Hatte mir etwas später allein zuhause aber noch was angesehen mit SB. Das ich dann abends nicht richtig konnte war vielleicht Physiologisch bedingt oder auch Psychologisch, weil es mich sehr bedrückt hat und ich es nicht geschafft habe von mir aus was zu sagen. Der Reiz und der Kick drängen mich förmlich suchtartig dazu so etwas zu sehen. Kurz danach fühle ich mich aber schlecht und schuldig und habe Angst, dass meine Freundin das merkt.

    Das Liebesleben mit meiner Freundin finde ich sehr erfüllend und wir haben auch sehr oft sex (1-4 mal am Tag). Ich verstehe auch nicht ganz warum ich dann immer noch einen Drang zu solchen Filmen habe.

    Ich habe meiner Freundin immer wieder versichert, das ich aufhören würde aber ich bin nach einigen Wochen doch wieder rückfällig geworden. Habe es aber nicht geschafft Ihr das zu sagen. Dann schäme ich mich dafür und habe so große Hemmungen das zu beichten, dass meine Freundin mich schon mehrfach direkt fragen muss. Anspielungen missverstehe ich absichtlich.

    Ich will meiner Freundin nicht weh tun, ich möchte sie nicht Anlügen, ich liebe sie wirklich sehr. Aber das Vertrauen ist ziemlich im Keller. Ich schaffe selber nicht mich zu beherrschen und habe auch große Probleme mich zu öffnen. Meine Freundin belastet das natürlich sehr.

    Ich schäme mich und fühle mich schlecht bei dem, was ich meiner Freundin angetan habe. Ich bin Hilflos und weiß nicht was ich tun soll, da ich das Vergangene ja nicht mehr ändern kann.
    Wie schaffe ich es offener mit dem Thema umzugehen? Der Vertrauensbruch zwischen meiner Freundin und mir kommt ja nicht nur vom Konsum, sondern auch daher, dass ich es nicht schaffe offen über das Problem zu reden bzw. es erst zugeben kann, wenn es schon zu spät ist.

    Und wie kann ich meiner Freundin helfen? Ich denke das ist schwierig da ich es ja war, der Ihr so etwas angetan hat. Es tut mir furchtbar leid wenn Sie traurig oder wütend drüber ist und würde alles dafür tun um sie wieder glücklich zu machen. Wie könnte ich das nur schaffen??
     
    #1
    Eldrig, 16 März 2009
  2. tinchenmaus
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    Erstmal: DU HAST KEIN PROBLEM!!!
    Bitte mach dir selbst klar, dass Pornos schauen und dabei SB machen kein Verbrechen ist -auch nicht wenn man in einer
    Beziehung ist!
    Die Tatsache, dass in deiner Sammlung auch Pornos mit (vermeintlich?) Minderjährigen dabei waren, lasse
    ich jetzt mal außen vor, weil inzwischen eh jeder Porno mit Mädchen zwischen 18 und 25 und Zöpfen als Teeny-Porno deklariert wird...

    Möchte dir deine Freundin generell den Porno-Konsum verbieten oder geht es nur um bestimmte Sachen?
    Willst du ihr zuliebe aufhören (mann das hört sich ja an als wärst du schwerst drogensüchtig) oder magst
    du selbst keine SB mehr machen?
     
    #2
    tinchenmaus, 16 März 2009
  3. lindalu
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    Das hat er m. E. schon, bzw. sie beide: ein Vertrauens- und Ehrlichkeitsproblem! Das ist sicherlich auch für Deine Freundin das eigentliche Problem. Du musst einen Weg finden, durch ehrliche und offene Gespräche die Vertrauensbasis zu reparieren.
    Wenn Du das Gefühl hast, dass der Pornokonsum, die Gedanken an die Filme und überhaupt Dein Umgang damit in irgendeiner Weise zwanghaft ist und Züge von Suchtverhalten hat, solltest Du unbedingt mit einem Psychologen darüber sprechen. Alles Gute dabei!
     
    #3
    lindalu, 16 März 2009
  4. Beelion
    Beelion (29)
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    1
    Single
    bis auf das mit der ersten freundin mit 31 find ich das nicht so unnormal... ;-)
     
    #4
    Beelion, 16 März 2009
  5. SandraChristina
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    wenn ich zeit habe, ziehe ich mir auch gern mal nen porno rein... das kann phasenweise auch täglich vorkommen. und ich bin ein mädel... also, wie kommst du drauf, dass da süchtig wärst?

    bzw. hast du das gefühl, deine Sucht schränkt dich ein und beschneidet dich in deiner lebensfreiheit? denn das ist meiner meinung nach die definition von sucht....
     
    #5
    SandraChristina, 16 März 2009
  6. Fuchs
    Planet-Liebe-Team
    Moderator
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    3.284
    Single
    Das hört sich so an, als ob du fremdgegangen wärst. Ständig redest du davon, was du ihr "angetan" hast. Ich wüßte gerne, was du konkret damit meinst? :confused_alt:

    Liegt es daran, weil du ein Versprechen drüber gegeben hast, die Pornos sein zu lassen und das nun gebrochen hast? Das könnte ich noch nachvollziehen!

    Oder stört dich der Pornokonsum selbst? Meinst du wirklich, dass dieser negative Folgen hat? Ich glaube, so ein Pornokonsum, den du beschreibst, ist völlig normal. Über das halbe Forum würde sich sonst zu den anonymen Pornoholikern begeben müssen :engel:

    Das du SB machst neben den Sex ist auch normal - das passiert in vielen glücklichen Beziehungen und ist doch auch was ganz anderes als Sex mit dem Partner. Das ist dadurch im Bett nicht mehr so gut läuft, halte ich für Quatsch. Das liegt eher daran, dass du dich in Schuldgefühle reinsteigerst. Mit einem schlechten Gewissen im Hinterkopf kann ich auch nicht vögeln und ich kann mir ziemlich genau vorstellen, was sich dir für Gedanken im Bett aufdrängen und wie deine innere Stimme dich selbst anklagt.

    Womöglich sieht sich deine Freundin auch in Konkurrenz zu Pornos? Bei einigen Frauen ist das wirklich so, dass sie diese Form des Lustkonsums nicht verstehen und sich tatsächlich bedroht fühlen. Da ich nicht glaube, dass eine Verdrängung deines Triebes (was heißen würde, dass du von den Pornos weg kommst) dein Problem wirklich löst, musst du auf die eine oder andere weise eine Einigung mit deiner Partnerin erzielen.

    Dazu wäre es hilfreich zu wissen, wie sie so zu Pornographie steht. Schaut sie selber welche? Findet sie das absolut nicht okay? Aus moralischen Gründen? Lehnt sie nur bestimmte Streifen ab? Glaubt sie von dir aktuell, dass du keine konsumierst? Findet sie SB in einer Beziehung okay?

    edit: was den moralischen Aspekt angeht - nunja, wenn das wirklich gegen deine Moral spricht, bestimmte Streifen anzuschauen, musst du diesbezüglich deine Wahl vielleicht einschränken. Es gibt auch Pornos, die nicht unter schmierigen Bedingungen produziert werden...
     
    #6
    Fuchs, 16 März 2009
  7. alter
    alter (64)
    Sorgt für Gesprächsstoff
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    Verheiratet
    Ich kann die Aussagen von Fuchs nur unterstützen. Es gibt eine riesige Spannweite von Pornos. Filme, die keine Gewaltdarstellungen, Sex mit Tieren oder Minderjährigen enthalten, sondern „normalen“ Geschlechtsverkehr sind meiner Meinung nach nicht abzulehnen. Die Darsteller machen das freiwillig gegen gute Bezahlung wie jeder andere Schauspieler auch.

    Hier wird gezeigt, wie zwei (oder auch mehr) Menschen unterschiedlichen Geschlechts zärtlich und liebevoll miteinander umgehen. Dass das Ganze natürlich nur gespielt ist, ist klar. Aber das ist in allen anderen Filmen ebenso.

    Wieso ist es völlig normal, sich Krimis anzusehen, in denen ständig gezeigt wird, wie Menschen sich belügen, betrügen, vergewaltigen, hassen, Gewalt antun usw.? Ich muss ehrlich sagen, dass ich solche Filme richtig abstoßend finde.

    Ein schöner Porno, bei dem man sieht, dass die Darsteller zärtlich miteinander umgehen und durchaus auch Spaß bei den Dreharbeiten hatten (anders geht es gar nicht, sonst hätten zumindest die Männer keine Erektion) ist für mich dagegen eine reine Wohltat.

    Ich finde, man sollte sich nicht von einer Frau Schwarzer und ihren Anhängerinnen verrückt machen lassen. So lange das Porno-Sehen nicht den Mittelpunkt des gesamten Lebens darstellt, sondern eine angenehme Freizeitbeschäftigung unter anderen ist, ist dagegen nichts einzuwenden.

    Du schreibst, dass du mit deiner Freundin mindestes einmal täglich Sex hast. Dann ist doch alles in Ordnung! Wenn dein Sexualleben unter dem Pornokonsum nicht leidet, sondern offensichtlich noch dadurch gewinnt – was ist dann dagegen einzuwenden?

    Ich sehe mir die Pornos besonders gern mit meiner Frau gemeinsam an. Wir haben viel Spaß daran, manches von dem, was wir dort sehen, nachzumachen.

    Hast du schon einmal deiner Freundin vorgeschlagen, ausgewählte Pornos gemeinsam mit ihr anzusehen? Versucht es doch einfach mal.
     
    #7
    alter, 17 März 2009
  8. User 18780
    User 18780 (33)
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    Verheiratet
    Es ist eine ziemlich übliche Situation, in der du dich befindest.

    Ich sehe das Problem aber weniger in deinem Pornokonsum, als eher in der Kommunikation mit deiner Freundin darüber.

    Einen konkreten Tip, wie du das mal besprechen kannst, habe ich dir leider nicht. Allerdings kommt es bei Gesprächen auch immer drauf an, WIE man ein Thema anspricht.
    Beispiel: Wenn ein Arzt die Ursachen für eine Krankheit von seinem Patienten erfragen möchte und dabei auf die Sexuellen vorlieben eingehen muss, hat er mehrere Möglichkeiten: Beginnt er schon vor der erklärung damit das ganze indirekt als für sich selbst unangenehm hinzustellen ("Ich muss sie das jetzt fragen, aber es ist ja völlig normal, dass sie xy auch tun könnten, das machen viele"), dann wird das auch zu einem peinlichen Problem für den Patienten.
    Als alternative kann der Arzt das ganz nüchtern ins gespräch einbauen ("hatten sie in letzter zeit öfters xy-sex?"), dann wird das auch dem Patienten als völlig normale frage vermittelt.

    Das gleiche trifft auf ein gespräch mit deiner Freundin zu.
    Es ist also so ziemlich das verkehrteste, was du tun kannst, das ganze selbst schon als problem hochzustilisieren ("ich muss mit dir über was reden, vermutlich macht dich das sauer/wütend/bla, ich bin ganz böse gewesen, bla bla").

    Wie wäre es, das ganze einfach mal in ein Gespräch einzubauen, welches sie begonnen hat? Wenn es z.B. um ne Sexstellung bei euch geht, kannst du einbauen: "ja in pornos machen sie das ja so-und-so". Am besten mit nem ironischen augenzwinkern.
     
    #8
    User 18780, 17 März 2009
  9. alter
    alter (64)
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    43
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    Verheiratet
    Jawohl! Mann im Mond hat Recht. Genau diesen Satz habe ich auch schon zu meiner Frau gesagt. Und sie auch zu mir!

    Wenn du es schaffst, mit deiner Freundin so eine Konversation führen zu können, dann ist alles in Ordnung!
     
    #9
    alter, 17 März 2009
  10. BrooklynBridge
    Planet-Liebe-Team
    Moderator
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    nicht angegeben
    Hi!
    Ich kann nur zustimmen, dass das Problem nicht die Pornos an sich sind, sondern der Umgang damit.
    Findest du es für dich selbst schlimm, wenn du einen Porno ansiehst, oder geht es dir nur um die Reaktion deiner Freundin?
    Du solltest einfach offen mit ihr darüber reden. Dass es dir schwer fällt, ist nicht verwunderlich, wenn du dich selbst dafür schämst. Aber wenn ihr euch so sehr liebt (du sagst, du liebst sie sehr, und wenn sie trotz Streit bei dir bleibt, wird sie dich auch lieben), dann solltet ihr wirklich offen über alles reden. Mach dir selber klar, warum du die Pornos guckst, warum du es nicht lassen kannst, und ob du es selber - unabhängig von der Meinung deiner Freundin - richtig oder falsch findest.
    Und dann rede mit ihr drüber! Du brauchst keine Angst vor offener Kommunikation haben, denn genau das wünscht sie sich doch von dir! Sie weiß, dass du Pornos schaust, dann kannst du es auch zugeben. Aber all das geht nur, wenn du selbst unverkrampft über das Thema nachdenken kannst. Also erstmal für dich selber alles klar kriegen!

    Viel Glück
     
    #10
    BrooklynBridge, 17 März 2009
  11. Eldrig
    Eldrig (40)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    86
    0
    vergeben und glücklich
    Es ist ja auch so, dass ich die Sache auch sehr peinlich finde. Ich kann nicht richtig offen über das Thema reden druckse rum und verheimliche das alles wenn möglich. Meine Freundin hat das im laufe der Zeit wohl immer weiter runtergezogen. Ursprünglich hatte sie wohl nicht so vorbehalte gegenüber Pornos, aber inzwischen kann sie das Thema nicht mehr ab. Wenn sie wütend und lauter wird werde ich immer leiser. Ich gehe automatisch in eine verteidigende Position und sie in eine anklagende. Ich rede dann nicht viel gebe widersprüchliche Kommentare ab oder verheimliche was. Dadurch dass sie wütend wird habe ich noch mehr Probleme offen zu reden. Ich kann mir aber auch vorstellen, dass es für sie wie ein Kampf gegen das Sandloch oder das ergreifen eine rutschigen Seife ist. Sie weiß gar nicht mehr was sie glauben soll und welchen meiner Aussagen sie vertrauen kann. In den Beiträgen von Lindalu, Mann im Mond und BroklynBridge finde ich mich und meine Probleme am ehesten wieder.

    Wo ich mein verhalten nicht nachvollziehen kann: Wenn ich mir vornehme keine Pornos zu sehen und ich dann durch einen starken drang dazu getrieben werde doch Pornos anzuschauen, es direkt danach bereue und mich schlecht dabei fühle und es am nächsten Tag trotzdem wieder mache und mich danach wieder schlecht fühle, kann ich meine eigenen Handlungen nicht nachvollziehen unabhängig davon ob die Sache an sich verwerflich ist oder nicht.
     
    #11
    Eldrig, 17 März 2009
  12. User 18780
    User 18780 (33)
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    Verheiratet
    Dann schreib das ganze in einem Text auf. Texte geben dir die Möglichkeit, dir die Formulierung ganz genau zu überlegen und möglichst neutral und ehrlihc zu schreiben. Wenn du ihr den Text gibts, hat sie die Möglichkeit diesen für sich alleine zu lesen und sich die Antwort darauf genauso gründlich zu überlegen.

    Es fällt der Emotionale Teil weg, der hier mehr hinderlich als fördernd ist. Ihr sollt ja nicht krieg spielen und euch gegenseitig versuchen so effizient wie möglich fertigzumachen, sondern darum, miteinander auszukommen und euch zu verständigen.
     
    #12
    User 18780, 17 März 2009
  13. User 27629
    User 27629 (32)
    Meistens hier zu finden
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    136
    nicht angegeben
    Ich denke auch, das Hauptproblem bei dir ist, dass dein Pornokonsum für dich sehr schambesetzt ist. Diese Einstellung hat deine Partnerin inzwischen ebenfalls übernommen, vermutlich auch verstärkt durch deine eigene Scham, deine übermäßige Geheimhaltung und Widersprüchlichkeiten zu diesem Thema. Ihr seid da irgendwie in ein destruktives Muster geraten. Du nimmst die Rolle des "bösen" Buben ein und sie die der schimpfenden Mutter. Dieses Bild hatte ich zumindest beim Lesen deiner Beiträge vor Augen. Vielleicht sollte(s)t du/ihr wirklich mal über eine (Paar-)Therapie nachdenken, um diesen Konflikt offen zu machen und aus dem Muster auszubrechen. Deinen eigenen Umgang mit dem Thema zu ändern, hast du entweder bereits versucht (Verzicht auf Pornokonsum) und es hat nicht funktioniert oder du kannst es derzeit nicht (Scham aufgeben, zu eigenen sexuellen Trieben stehen), daher besteht meiner Meinung nach eigentlich die einzige Möglichkeit darin, sich Hilfe von außen zu holen, zumal es dich selbst sehr zu belasten scheint.
     
    #13
    User 27629, 17 März 2009
  14. bunnylein
    bunnylein (34)
    Verbringt hier viel Zeit
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    2
    vergeben und glücklich
    hmm... ich find das schon seeehr häufig. jeden tag porno??

    hin und wieder ok. der sex darf halt nicht darunter leiden und wenn jeden tag 1-4 x masturbiert wird, kann ich mir das nicht vorstellen.

    und der threadstarter is ja auch keine 20 mehr... mal 1-2 jährchen dauerrubbeln ok, aber irgendwann sollte man da doch raus sein oder?
     
    #14
    bunnylein, 17 März 2009
  15. Fuchs
    Planet-Liebe-Team
    Moderator
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    3.284
    Single
    Sag guten Tag zu deinem Trieb! :zwinker:

    Das, was du machst, ist kein Suchtverhalten - es ist Triebverhalten. Triebe an sich sind weder gut noch böse, aber ein Mensch muss lernen, sich mit ihnen zu arrangieren. Du hast auch den Trieb zu Essen - dafür schämst du dich ja auch nicht, oder? Der Sexualtrieb ist nur insofern problematisch, dass seine Befriedigung wesentlich schwieriger ist und mit moralischen Problemen konfrontiert ist. Man kann den Trieb nicht als Rechtfertigung dafür nutzen, sich bspw. gewaltsam Befriedigung zu verschaffen. Der Mensch hat nämlich einen Verstand, den er dazu einsetzen kann, diese Bedürfnisse mit seinen Leben und seinem Umfeld in Einklang zu bringen. Du hast gelernt, dass Pornos dir helfen, diesen Trieb zu befriedigen. Der Trieb ist bei jedem etwas anders - bei dir ist er umfassender, als das er durch Sex mit deiner Freundin allein befriedigt werden könnte. Du wirst deine Gründe haben, warum du Pornos schaust - sei es um "Kicks" zu erhalten, gewisse Fantasien in der Auslebung zu betrachten oder um eine Möglichkeit zur effektiven Selbstbefriedigung zu erlangen.

    Letztlich bleibt dieser Trieb aber nur eins: menschlich! Ich hab ihn, du hast ihn, die Person, die nach mir postet hat ihn - selbst Frauen haben ihn (unglaublich, oder? :engel:)! Du kannst das ganze nicht nachvollziehen, weil es nicht logisch ist. Es ist einfach durch deine Natur gegeben. Mittels deines Willens kannst du dich nun gewisse Zeit dem Trieb entziehen (was böse Nebenwirkungen hat) - oder du findest einen Weg, in dir moralisch vertretbarer Weise den Trieb zu befriedigen. Pornos werden von vielen als ein solcher Weg gesehen, der auch bei dir funktioniert (sonst würdest du es nicht ständig wieder machen - dein Trieb weiß schon, was er braucht!)

    Dein Problem resultiert nur daraus, dass du Pornos als moralisch verwerflich betrachtest und in dieser Haltung durch deine Freundin bestätigt wirst. Letztlich kann dir keiner deine Moral vorschreiben - wenn Pornos für euch schlecht sind, dann ist das so und dein Trieb wird unterdrückt. Noch einmal: Es ist etwas anderes, den Trieb mittels einen Partner zu befriedigen, als das selbst zu tun. Sie seltsam es klingt: deine Partnerin kann Pornos nicht ersetzen (genau wie andersherum im übrigen!).

    Ich halte allerdings die Möglichkeit besser, deine moralische Einstellung gegenüber Pornos zu ändern. Dies steht mehr im Einklang mit deinem Wesen, was nun einmal (auch) triebhaft ist. Für mich gibt es moralisch völlig unbedenkliche Pornos und auch einen gesunden Umgang mit dieser Sache, bei der NIEMAND zu schaden kommt und überhaupt nichts passiert, was nicht das persönliche Wohlbefinden steigern würde. Wärest du bereit, deine Einstellung Pornos gegenüber zu ändern? Falls ja - bleibt dir natürlich das Problem mit deiner Freundin. Bloß um das zu lösen, musst du schon eine feste Meinung haben und dich nicht mehr wie ein Verbrecher fühlen...
     
    #15
    Fuchs, 17 März 2009

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