Willkommen auf Planet-Liebe

diskutiere über Liebe, Sex und Leidenschaft und werde Teil einer spannenden Community! :)

jetzt registrieren
  • carbo84
    Benutzer gesperrt
    594
    0
    0
    nicht angegeben
    6 April 2008
    #1

    Früher gab es noch Anstand/früher war alles besser

    Wieso reden soviele Leute (auch jüngere) oftmals von "früher", wo man noch Werte und Anstand hatte. Wo Moral noch etwas zählte.
    Und heutzutage geht ja alles den Bach runter.

    Machen sich die Leute da nicht was vor ?
     
  • it's me
    it's me (36)
    Verbringt hier viel Zeit
    276
    101
    0
    Single
    6 April 2008
    #2
    Klar machen sie das. Besonders da das genaue "Früher" nie definiert wird. Reden wir 20 Jahren, von 40 oder vielleicht von 140?
    Früher waren die Leute friedlicher (1914-1918?), ehrlicher (1933+?), die Welt war offener (Kaiserreich?), das Miteinander viel besser (Rassentrennung?) und natürlich ist jeder sofort in der Straßenbahn aufgesprungen um seinen Platz anzubieten. Alles Quark.

    Die Diskussion ist genauso alt wie die Menschheit, sowohl Platon als auch Aristoteles wie auch Sokrates beschweren sich über die "Jugend" und ihr Benehmen den Älteren, speziell ihren Lehrern, gegenüber. :grin:

    Irgendwann werden ein paar Forscher Höhlenmalereien entdecken, bei denen sich jemand über die "Verrohung der Gesellschaft" beklagt, und der Zivilisation nur mehr ein paar Jahre gibt.
     
  • krava
    krava (36)
    Verhütungsberaterin mit Herz & Hund
    43.350
    898
    9.198
    Single
    6 April 2008
    #3
    Früher war nichts besser, sondern anders.

    Aber in 30-40 Jahren sag ich wahrscheinlich auch, dass früher alles besser war.:grin:
     
  • User 38494
    Sehr bekannt hier
    4.060
    168
    513
    Verheiratet
    6 April 2008
    #4
    natürlich. :zwinker:
     
  • Cassis
    Cassis (34)
    Verbringt hier viel Zeit
    572
    113
    24
    vergeben und glücklich
    6 April 2008
    #5
    Ja machen sie.
    Meine Oma zum Beispiel muss ein rotzfreches Kind gewesen sein... Die soll nach Erzählungen als kleines Kind auf der Straße Leute gefragt haben, ob sie schon immer so dumm gucken und muss in der ganzen Nachbarschaft bekannt gewesen sein für ihre freche Klappe.
    Von dem her glaube ich nicht, dass es früher besser war :zwinker: ich erlebe das Gegenbeispiel
     
  • spätzünder
    Benutzer gesperrt
    1.338
    0
    95
    Single
    6 April 2008
    #6
    Also von einigen üblen Dingen heutzutage kann man schon sagen, dass es sie vor 40 Jahren noch nicht in dem Umfange gegeben hat.
     
  • Witwe
    Witwe (36)
    Benutzer gesperrt
    1.985
    0
    3
    nicht angegeben
    6 April 2008
    #7
    Jugendliche Gewalt hat sehr stark zugenommen.
    Muß aber mitunter auch daran liegen, daß Jugendliche immer frühreifer und selbstständiger werden.
     
  • User 44981
    User 44981 (30)
    Planet-Liebe Berühmtheit
    4.340
    348
    2.218
    Single
    6 April 2008
    #8
    Wenn jemand pauschal sagt "Früher war alles besser", kann ich das wirklich nicht ernst nehmen.
    Diese Peron macht sich wirklich selbst was vor.

    Es gibt viele Dinge (z.B. technische Entwicklung, neue wisenschaftliche Erkenntnisse, etc.), die früher bestimmt nicht so gut waren.

    Trotzdem gibt es auf jeden Fall Dinge, die früheren Zeiten (aber nicht in allen Zeiträumen in der Vergangenheit) besser waren (z.B. weniger Kriminalität).
    In solchen Fällen ist es meiner Meinung nach sehr hilfreich, sich zu fragen, warum dieser Zustand damals besser war und zu überlegen, ob man daraus eine Lehre für die heutige Zeit zeihen kann, um den derzeitigen suboptimalen Zustand zu verbessern.

    Ebenso bemerke ich in letzter Zeit, dass es sehr viele politische Entscheidungen gibt, die den Zustand in Deutschland deutlich verschlechtern werden (z.B. die völlig überzogenen Anti-Terror-Gesetze, oder sagen wir lieber Stasi 2.0).

    So eine differezierte Form der Betrachtung der Vergangenheit finde ich sehr gut, da sie uns hilft, für eine bessere Zukunft zu sorgen.
     
  • musicus
    musicus (34)
    Verbringt hier viel Zeit
    228
    103
    8
    in einer Beziehung
    7 April 2008
    #9
    "Die Jugend liebt heutzutage den Luxus. Sie hat schlechte Manieren, verachtet die Autorität, hat keinen Respekt vor älteren Leuten und schwatzt, wo sie arbeiten soll. Die jungen Leute stehen nicht mehr auf, wenn Ältere das Zimmer betreten. Sie widersprechen ihren Eltern, schwadronieren in der Gesellschaft, verschlingen bei Tisch die Süßspeisen, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer."

    "Die Kinder von heute sind Tyrannen.
    Sie haben keine Manieren und missachten jegliche Autorität, Moral und Gesellschaft nehmen sie für sich allein in Anspruch, geben ihren Eltern nichts als Widerworte und tyrannisieren zu allem Überfluss die Pädagogen..."

    ist doch bekannt oder?

    der autor (>sokrates) und die entstehungszeit (469-399 v.chr.) damit ja auch :zwinker:
     
  • User 16351
    Verbringt hier viel Zeit
    419
    101
    0
    vergeben und glücklich
    7 April 2008
    #10
    Tja, wenn das die einzigen Sorgen wären, die uns die heutige Jugend macht, könnte man fast stolz auf sie sein.
     
  • spätzünder
    Benutzer gesperrt
    1.338
    0
    95
    Single
    7 April 2008
    #11
    Jugendliche Schläger zeichnen sich meistens dadurch aus, dass sie alles andere als selbstständig sind.
     
  • shabba
    Gast
    0
    7 April 2008
    #12
    besser, schlechter... in jedem fall anders. klar geht einiges verloren. mir kommt die heranwachsende generation (klischee!) oft gnadenlos verdummt vor, unhoeflich dazu, interesselos... aber es scheint wohl so: in der erziehung gehen ueber die generationen einfach dinge verloren. ein paar generationen vor uns war benimm und anstand vielleicht wichtiger als heute, dafuer waren andere dinge defizitaer. inwiefern das eine das andere aufwiegen kann weiß ich nicht, aber manchmal finde ich es schon schade, das manche dinge verloren gehen... welches kind weiß heute, welcher baum das nun ist, wie man sich gegenueber aelteren benimmt, wie sich brahms anhoert... die gesellschaft proletarisiert, aber das ist der gang der dinge. laesst sich wohl nicht mehr aufhalten, ich merk's ja an mir selbst. boulevardmeldungen sind unterhaltsamer als philosophie, unterhaltung spielt die hauptrolle... wenn meine elterngeneration mal "weg" ist, geht einiges, was der kultur "tiefe" verleiht, verloren. wer schmiedet heutzutage, wer kann dir sagen, welches werkzeug zum hobeln von diesem oder jenem holz besser geeignet ist... naja. so war es wohl schon immer, jammern hilft auch nicht :>
     
  • dummdidumm
    dummdidumm (55)
    Verbringt hier viel Zeit
    730
    101
    0
    nicht angegeben
    7 April 2008
    #13
    Die Sache an sich ist recht simpel und baut auf zwei Faktoren auf:
    1. die Erinnerung wird meistens mehr positiv abgespeichert. Wenn wir uns an alles negative ständig erinnern würden, könnten wir es kaum noch verarbeiten, deswegen erinnern wir uns immer lieber an das positive. Das ist einfach ein Schutzmechanismus des Menschen.
    2. Gesellschaften durchleben immer Phasen und Änderungen. Natürlich gibt es vor allem Änderungen und Entwicklungen in den Werten und Normen. Das hat aber nicht immer nur Positives oder nur Negatives an sich.

    Oft wünscht man sich dann die positiven Umstände aus den Erinnerungen zurück und vergisst dabei die negativen.
     
  • Novalis
    Novalis (36)
    Benutzer gesperrt
    744
    103
    2
    nicht angegeben
    7 April 2008
    #14
    Leider hat es sich eingebürgert, diese Zitate als Totschlagargument zu mißbrauchen.
    Ist ja auch logisch, man kann sich als so schön gebildet darstellen und eine gewisse Überheblichkeit ausspielen, alleine dadurch, daß der Name Sokrates darunter steht.
    Im übrigen heißt es immer "angeblich soll sokrates gesagt haben"...
    Soviel zur Seriösität...

    Sie mögen zwar einen wahren Kern der Entwicklung darstellen, sind beleibe aber nicht die einizige Wahrheit.
     
  • Pornobrille
    Benutzer gesperrt
    179
    101
    0
    nicht angegeben
    7 April 2008
    #15
    Aber das ganze liegt doch größtenteils daran, dass die Generation über uns nicht richtig gehandelt hat, ne??????
    Oder wie oder was?
     
  • happy&sad
    happy&sad (35)
    Verbringt hier viel Zeit
    2.487
    123
    3
    nicht angegeben
    7 April 2008
    #16
    Dass es der Jugend an Moral mangele sagte schon Sokrates (oder war es Platon??). Wenn es wirklich so wäre, dass jede Generation schlechter ist als die zuvor lässt mich das echt grübeln :grin: .
     
  • musicus
    musicus (34)
    Verbringt hier viel Zeit
    228
    103
    8
    in einer Beziehung
    7 April 2008
    #17
    interessante interpretation - totschlagargumente sind im normalfall nicht mein stil und hier auch nicht meine absicht.
    ja - sorry, meine bildung kenne ich; eigentlich hätt' ich es mit nicht soo weit raushängen lassen müssen - nimmt mir ja sowieso keiner mehr.
    shit - hab' ich doch glatt etwas unwissenschaftlich zitiert:zwinker:
    hier???
    steht das so da?
    interessante interpretation
     
  • Akara
    Akara (32)
    Verbringt hier viel Zeit
    70
    91
    1
    Verliebt
    15 April 2008
    #18
    Also ich glaube natürlich nicht, dass fürher alles besser war.

    Wenn ich aber die Generation meiner Eltern sehe: Die haben alles versucht um auszubechen und nicht die Werte ihrer Eltern zu übernehmen. Ich glaube aber, das die Gesellschaft heute wieder mehr zu "konventinellen" Einrichtungen (z.B. die Ehe) und Werten und auch zu einer gewissen Moral zurück kommen, weil sie merken, dass nicht alles ganz so schlecht war und einem auch Sicherheit gegeben hat...

    Also wenn ich z.B. meinen Vater sehe... mit 18 is der durch Indien getrampt, hatte nen VW Bus und sah ziemlich unmöglich aus (in den Augen meiner Großeltern). Und heute? Is er Beamter, der ABSOLUTE Spießer und hat Ansichten, da sträuben sich einem die Nackenhaare. So wandeln sich halt extreme wieder in Extreme um...
     
  • Kiya_17
    Kiya_17 (28)
    Verbringt hier viel Zeit
    1.209
    121
    1
    vergeben und glücklich
    15 April 2008
    #19
    Ich kenn Menschen, die am liebsten in diesem "Früher" leben wollen würden. Tatsache ist, sie stoßen bei mir auf Unverständnis, auf ein sehr großes um genau zu sein.

    Klar, früher war alles anders, das lass ich mir einreden. Inwiefern das aber für mich oder die sog. "Jugend von heute" besser wäre steht auf einem anderen Blatt geschrieben.

    Früher war alles besser - ja, weil man es gewohnt war, damit ist man aufgewachsen, alles ist in kindlicher Erinnerung vertraut.
    Heute hat sich die Welt verändert. Und alles Neue und jeder Veränderung ist böse und schlimm. Natürlich ist die Vergangenheit besser gewesen.

    Fakt ist aber, dass sich die Zeiten ändern, das Leben ist im Grunde genommen nur eine Wandelung...

    Ich respektiere jeden Menschen, der meinen Respekt verdient. Wer das ist entscheide ich selbst.
    Ich fände es wünschenswert wenn ich mit 70 auch von den Teens respektiert werde - aber ich werde versuchen mir ihren Respekt zu erarbeiten (nicht aufgrund eines Titels oder so...), in dem ich der Mensch bin der ich bin.
     

  • jetzt kostenlos registrieren und hier antworten
    die Fummelkiste