Willkommen auf Planet-Liebe

diskutiere über Liebe, Sex und Leidenschaft und werde Teil einer spannenden Community! :)

jetzt registrieren

Frage zum Zusammenleben - Kompromisse

Dieses Thema im Forum "Beziehung & Partnerschaft" wurde erstellt von User 10015, 15 November 2009.

  1. User 10015
    User 10015 (28)
    Beiträge füllen Bücher
    4.295
    248
    1.737
    Single
    Hi,

    ich bin vor einem Monat etwa mit meiner Freundin zusammengezogen. Ist für uns beide die jeweils erste eigene Wohnung. Es war auch definitiv die richtige Entscheidung auszuziehen und alleine wäre ich nach kurzer Zeit auch eingegangen.

    Nun zu meiner Frage. Wir streiten uns immer wieder wegen genau einer Sache und ich wüsste einfach mal gerne eure Meinung und euren Rat, falls ihr einen habt.

    Meine Freundin ist ein sehr pflichtbewusster und gewissenhafter Mensch, sie studiert etwas sehr aufwändiges und opfert die meiste Zeit ihres Lebens dafür. Die andere Zeit verbringt sie mit Arbeit und 2x die Woche Sport. Ich hab dannmal ein paar Abende pro Woche mit ihr, was mir einfach nicht ausreicht.
    Dazu kommt bzw. hängt damit zusammen, dass sie neben der Uni kaum ein wirkliches intelektuelles Interesse hat. Sie ist sehr intelligent aber abgesehen von Uni nutzt sie ihre Zeit für sowas nicht.
    Das stimmt mit meiner Lebensauffassung leider oft nicht so recht überein. Das Studentenleben bietet einfach mehr, als permanentes Lernen. Damit meine ich nicht Feiern sodern generell Interessen zu pflegen und ein kohärentes Selbstbild zu entwerfen. Ich würde einfach gern mehr Zeit mit ihr verbringen und dann auch nicht immer deswegen streiten, zumal es komisch ist, dass mich das stört, da es mich nicht direkt einschränkt.
    Ich versteh einfach nicht, warum man bereits sein Studentenleben so volllädt mit Pflichten (!!) und somit quasi die Zeit vor der eigentlichen Arbeit nicht nutzt um es mit etwas mehr Leben zu füllen und etwas mehr das zu tun, was einem Spaß macht, besonders weil es auch nicht ihr Ziel ist irgendeine leitende Rolle einnzunehmen. Warum dann immer nur aus Pflicht und Zwang alles richtig und perfekt machen und dann für die schöneren Seiten des Lebens keine Zeit mehr zu haben.
    Wahrscheinlich habe ich auch einen Denkfehler, darum wäre ich über jeden Rat und jede Meinung darüber dankbar.

    Viele Grüße, evil
     
    #1
    User 10015, 15 November 2009
  2. Wipf
    Wipf (28)
    Verbringt hier viel Zeit
    525
    113
    32
    vergeben und glücklich
    Wenn ich das richtig verstehe, ist es für dich ein Problem, dass sie so viel lernt und dann noch arbeitet? Naja, ich denke einmal, dass die Wohnung sich nicht von alleine bezahlt und ein gutes Studium besser ist als ein schlechtes. Sie wird ja auch etwas studieren, dass ihr gefällt und dann opfert man doch gerne Zeit dafür.

    Ist es denn aus ihrer Sicht "Zwang und Pflicht"? Es ist ja im Prinzip ihre Sache mit was sie zufrieden ist.
     
    #2
    Wipf, 15 November 2009
  3. DuracellHaeschen
    Sorgt für Gesprächsstoff
    130
    43
    10
    vergeben und glücklich
    Hallo :smile:

    Wenn ich deinen text so lese, stellen sich mir ein paar Fragen. Wie lange seid ihr beide schon ein Paar?
    Gab es diesen Konflikt schon, bevor ihr zusammen gezogen seid?
    Habt ihr mehr Zeit miteinander verbracht, als ihr noch getrennt voneinander gelebt habt?

    Nun, ich habe diesen Konflikt, dass der eine Partner mehr Zeit mit dem anderen verbringen will als der andere (was für ein komplizierter Satz :grin:) schon oft im Freundeskreis erlebt.
    Vielleicht empfindet deine Freundin die Zeit, welche ihr zusammen verbringt, als vollkommen ausreichend.
    Sie scheint ihr Studium sehr ernst zu nehmen.
    Was ich jetzt schreibe sind nur Spekulationen, die sich für mich aus deinem Text ergeben. Ich will dir nicht zu nahe treten. Ich glaube dir das du stolz auf die Leitungen deiner Freundin bist, aber für mich klingt das ein bisschen so, als wenn du Angst hast, dass ihr das Studium wichtiger wird, als du es für sie bist.
    Als wenn du platt gesagt ein bisschen eifersüchtig darauf bist, das sie soviel Zeit für ihr Studium opfert und du dabei irgendwie weniger von ihr hast.
    Korigier mich bitte wenn ich falsch liege oder zu viel in die Sache reininterpretiere.

    LG :smile:
     
    #3
    DuracellHaeschen, 15 November 2009
  4. Fuchs
    Planet-Liebe-Team
    Moderator
    5.488
    398
    3.290
    Single
    Ich glaube, ihr gibt das ein gutes Gefühl und eine Bestätigung. Mag sein, dass es für dich nicht vorstellbar ist, aber für sie ist das momentan ihr Lebensmodell. Selbst, wenn es stressig ist, kann sowas einen Menschen extrem glücklich machen und da spreche ich aus Erfahrung... :zwinker:

    Ich bin ja selbst workaholic (okay, zur Zeit gerade nicht... :grin:) und habe während meiner Beziehung auch 2-3 Jobs + ein überfrachtetes Studium inklusiver Veranstaltungen aus späteren Semestern absolviert. Klar, dass da für andere Dinge im Leben wenig Zeit war (ich hole es gerade nach) aber in dem Moment wollte ich das so und es hat mir die Erfüllung gegeben, die ich gebraucht habe. Auch, wenn meine damalige Partnerin deshalb vielleicht etwas kurz gekommen ist (und ich denke, dass dies letztlich auch dein Problem ist, auch wenn du es leugnest) hat sie das akzeptieren können, da es nun einmal Teil meiner damaligen Persönlichkeit war.

    Das du dich über soetwas mit ihr hingegen streitest, wo ihr gerade frisch zusammengezogen seid, finde ich daher besorgniserregend. Wenn du nicht wirklich mit ihrem "lifestyle" zurecht kommst, dann muss man mal in ernstere Richtungen und an Konsequenzen denken, aber falls dich die Sache einfach nur irritiert, hoffe ich, dass du dich mit der Zeit daran gewöhnen wirst.

    Mir konnte meine Freundin trotz Überbelastung immer ein paar Impulse geben, was Neues zu machen, indem sie mich einfach gegen meinen Willen vom Lernen weggerissen hat. Sie durfte das und ich habe es nicht wirklich bereut - vielleicht kannst du das ja auch? :smile:
     
    #4
    Fuchs, 15 November 2009
  5. glashaus
    Gast
    0
    Das Problem bestand aber schon vor dem Zusammenleben?

    Ich kann die Lebensweise deiner Freundin auch nachvollziehen. Mein Studium ist sowohl zeitlich als auch kognitiv recht aufwändig, ich verbringe relativ viel Zeit damit und habe momentan auch nicht die meiste Zeit für meinen Freund (stört mich selbst, kann es aber nicht ändern, weil es Pflichtbelegungen an der Uni sind. Ist das bei deiner Freundin auch so?). Ich hab dann selbst in meiner freien Zeit nicht mehr so wirklich Lust mich in Dinge zu stürzen, die mich noch mehr anstrengen.

    Trotzdem raffen wir uns beide hin und wieder zusammen und gehen aus (Theater, Ausstellungen, aber auch mal "nur" Bar, Disco, etc.). Das macht uns dann beiden Spaß.

    Was schwebt dir denn so an Unternehmungen oder Zeitvertreib so vor? Gibt es nichts, was euch beide interessiert? Ihr seid ja auch sicher schon länger zusammen, was habt ihr denn sonst immer so getan?
     
    #5
    glashaus, 15 November 2009
  6. User 10015
    User 10015 (28)
    Beiträge füllen Bücher Themenstarter
    4.295
    248
    1.737
    Single
    Ja, letztlich läuft das darauf hinaus, dass ich einfach gerne mehr Zeit mit ihr verbringen möchte aber ich glaube echt, dass ein erheblicher Teil in mir auch einfach nicht versteht, warum man damit glücklich sein kann. Ich studiere Philosphie und mir ist immer irgendwie wichtig, dass man bewusst lebt und sie kann nicht so wirklich erklären, warum sie so pflichgemäß handelt. Das stört mich halt auch.

    Des Geldes wegen müsste sie nicht arbeiten, oder nicht so viel. Ist mehr um etwas zu sparen, was ich aber verstehen kann, darum ist das auch kein Problem.

    Die Zeit die wir haben sollten wir besser nutzen, das haben wir uns auch vorgenommen und da stimme ich euch zu und da finden wir auch Dinge.

    Wir sind 1 Jahr zusammen und vor dem Zusammenleben war ich damit nicht so konfrontiert. Da haben wir uns halt paar mal die Woche gesehen und ich habe nicht mitbekommen, wie sie so wirklich ihre Zeit verwendet, obwohl ich das natürlich wusste.

    Meine Hauptangst ist, denke ich, dass sie einfach ihr ganzes Leben mehr der Plficht als ihrem Herzen und ihrem Willen folgt und damit ein Leben mit ihr nicht möglich für mich wäre. Das wäre aber, weil wir so viele Gemeinsamkeiten haben, unwahrscheinlich schade.
    Aber Familie und Freizeit stehen für mich definitiv über der Karriere. Das merkwürdige ist aber auch, dass sie das auch so sieht, jedenfalls theoretisch.l
     
    #6
    User 10015, 15 November 2009
  7. glashaus
    Gast
    0
    Ist das denn wirklich so? Vielleicht findet sie selbst es ja wichtig, Pflichten mit dem nötigen Einsatz zu erledigen und es ist eben ihr Wille, das zu tun.
    Davon abgesehen wird sich das doch vermutlich nach dem Studium ändern.
     
    #7
    glashaus, 15 November 2009
  8. User 10015
    User 10015 (28)
    Beiträge füllen Bücher Themenstarter
    4.295
    248
    1.737
    Single
    Pure Pflichterfüllung kann ich so aber nicht gut heißen, wenn da keine bewusste Überlegung hinter steht. Zu oft führt sowas dort hin, wo man nicht landen will und die Glücksforschung der letzten Jahre (und auch der Buddhismus vor mehr als 2000 Jahren) hat gesagt, dass sture Pflichterfüllung ein Fessel sei, der Weg zum Unglücklichsein, weil man nie frei ist. Und da man mit der Zeit eher sturer wird und mehr und mehr die Charakterzüge, die man nicht bewusst lenkt, sich einverleibt, wird man wohl nie etwas daran ändern. Wenn sie bewusst ihre Arbeit so ernst nimmt okay, das ist eine Entscheidung, die ich verstehen zu lernen habe, den Rest lehne ich aus philosophischer und psychologischer Überzeugung ab.
    Bestimmt findet sie es wichtig, das heißt aber nicht, dass es richtig ist und das es wirklich ihr Wille ist. Könnte sie wählen, würde sie sich dagegen entscheiden, aber das lässt das Pflichtgefühl bereits nicht zu.

    Ist in letzter Zeit aber besser geworden. Der Film "Emmas Glück" (kann ich sehr empfehlen) hat mir geholfen. Man kann über solche Sachen ja reden, aber sich deswegen zu streiten ist eigentlich quatsch und durch Tadeln erreicht man gar nichts. Das Leben ist zu schön, um es wegen solchen Sachen sich vermiesen zu müssen.
     
    #8
    User 10015, 18 November 2009
  9. glashaus
    Gast
    0
    Irgendwie liest man bei dir immer nur "ich" ... :zwinker:
     
    #9
    glashaus, 18 November 2009
  10. GreenEyedSoul
    0
    Ja, dann lass es doch auch einfach. Du hast doch gemerkt, dass Diskussionen zu diesem Thema nichts bringen.
    Du verstehst nicht, wie sie mit diesem Modell glücklich sein kann. Aber das musst du vielleicht auch gar nicht, solange sie denn tatsächlich glücklich ist.

    Ihr deine Meinung über Pflichterfüllung auf's Auge zu drücken, würde ich jedenfalls lassen. Ich kann mir vorstellen, dass das auf Dauer ganz schön nerven kann. :zwinker:
     
    #10
    GreenEyedSoul, 18 November 2009
  11. User 53748
    User 53748 (28)
    Meistens hier zu finden
    1.188
    133
    59
    in einer Beziehung
    Hm... naja ich denke nicht das es "nur" Pflichtbewusstsein ist... sie tut das doch sicher auch mit einem Ziel.. dem eines guten Abschlusses, etwas dabei zu lernen oder oder oder.. Und auch wenn sie nur dem Pflichtegfühl nachgeht, scheint es sie ja doch zu erfüllen, sonst hätte sie sich doch dagegen aufgelehnt, meinst du nicht?

    Du kannst sie oder ihre Lebensweise jedenfalls kaum ändern denk ich.. das muss aus einem selbst heraus kommen... ein bisschen liest sich dein Text so, als ob du dein Leben ohne sie nicht so recht zu gestalten weißt. Es ist schon mal ein gutes Ziel, die Zeit, die man zusammen hat auch besonders schön zu verbringen, aber manchmal ist es auch schwer zu verstehen dass es trotzdem zwei getrennte Leben sind und man selbst, ohne die Hilfe von irgendwem anders, auch glücklich sein sollte..

    Hm und ich denke auch, spätestens wenn ihr Studium durch ist, wird sie mehr Fokus auf den "Rest" des Lebens legen. Bei mir ist das auch so.. ich gebe 1000% auch wenn ich mir nicht mal sicher bin über die Wahl meines Studiengangs.. aber eine gute Ausbildung und gute Noten um später sicher einen Job zu bekommen, sind mir sehr wichtig...
     
    #11
    User 53748, 18 November 2009
  12. eim_mädel
    eim_mädel (27)
    Sorgt für Gesprächsstoff
    103
    43
    5
    nicht angegeben
    wie wärs, wenn du sie "gegen ihren willen" mal vom lernen wegreißt? sie mal vor die tatsache stellst, dass ihr an dem und dem tag/abend das und das macht? ihr habt ja genug gemeinsame interessen.
    vielleicht bringt das ja was und du hast wieder etwas mehr von ihr. aber ansonsten müsstest du das halt eher versuchen zu akzeptieren.
     
    #12
    eim_mädel, 18 November 2009
  13. capricorn84
    Beiträge füllen Bücher
    8.752
    298
    1.137
    Verheiratet
    Vielleicht wäre es gut gewesen wenn ihr vorher mal getestet hättet wie es ist zusammen zu wohnen. :zwinker: Ich lese bei dir nur heraus dass dich zig Dinge stören und du das nicht erwartet hättest.
     
    #13
    capricorn84, 19 November 2009
  14. User 27629
    User 27629 (33)
    Meistens hier zu finden
    705
    128
    138
    nicht angegeben
    Was genau möchtest du denn eigentlich von ihr?
    Soll sie ihr Leben so leben, ihre Gedanken so denken, Glück empfinden, so wie du es für richtig hälst?

    Damit unterstellst du ihr doch, dass es nicht ihrem Willen und nicht ihrer Überzeugung entsprechen würde, wie sie ihr Leben gestaltet. Allerdings scheint es mir eher umgekehrt, nämlich, dass es nicht deinem Willen und nicht deiner Überzeugung entspricht wie sie dies tut.

    Ohne Toleranz und Offenheit füreinander funktioniert es nicht. Natürlich muss man nicht alles am anderen gut finden, aber man muss Vieles akzeptieren können oder wenn man es nicht kann, drüber sprechen und gemeinsam schauen, ob es einen Kompromiss geben kann oder nicht. Den anderen völlig umkrempeln, das geht auf jeden Fall nicht und wäre ja auch nicht wünschenswert.
     
    #14
    User 27629, 19 November 2009
  15. User 48403
    User 48403 (47)
    SenfdazuGeber
    9.405
    248
    657
    nicht angegeben
    Eine sehr gewagte These, die Du aufstellst. Deshalb eine Frage: Kommt es Dir so vor, als sei ihre Pflichterfüllung als Zwang statt Überzeugung anzusehen?
    Sie nimmt ihr Studium ernst, und Gewissenhaftigkeit ist ein sehr positiver Punkt. Ich denk mal, sie selbst ist alt genug, um zu wissen, auf was es bei einem Studium ankommt, wenn man es erfolgreich abschliessen will. Sie geht halt auf Nummer sicher, denn wenn man nicht aufpasst, hat man es schnell verbockt und man steht mit nichts da.

    Ich gehe mal davon aus, dass sie nach erfolgreichem Abschluss ihrer Freizeit wieder mehr Raum zufügt. Sprich, sie holt dann später alles nach. Aber ihr Studium steht nun mal an erster Priorität, denn sie will ja für die Zukunft gewappnet sein.

    Ich lese bei Deinem Text aber irgendwie die Angst heraus, dass sie ihr Studium wichtiger nimmt, als Du. Von diesem Gedanken solltest Du aber Abstand nehmen - denn sonst wäre sie ja wohl nicht mit Dir zusammen gezogen, oder?:zwinker:
     
    #15
    User 48403, 19 November 2009

jetzt kostenlos registrieren und hier antworten
Die Seite wird geladen...

Ähnliche Fragen - Frage Zusammenleben Kompromisse
azarel250
Beziehung & Partnerschaft Forum
6 Dezember 2016 um 13:12
7 Antworten
Erebos
Beziehung & Partnerschaft Forum
13 November 2016
6 Antworten
AhoiBrause
Beziehung & Partnerschaft Forum
28 August 2015
16 Antworten