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Fragen über Fragen: Partnerprüfung??

Dieses Thema im Forum "Beziehung & Partnerschaft" wurde erstellt von Muh-Q, 19 Juli 2005.

  1. Muh-Q
    Gast
    0
    Hallo Leute,

    ganz viele Fragen kreisen in meinem Kopf. Vielleicht könnt ihr mir mal schreiben, wie ihr darüber denkt. Ich bin doch ziemlich verunsichert.

    Aber erstmal der Reihe nach. Ich hoffe, es wird nicht wieder so ein langer Roman, auch wenn etliche bereits meine Erzählkünste so gelobt haben und auf eine Fortsetzung von Gezielt mit anderer Frau ausgegangen warten.

    Nachdem sie gleich nach unserem ersten Treffen für eine Woche beruflich in Österreich war, hatten wir gestern abend (endlich!) unser zweites Treffen. Sie hat mich für nach der Arbeit zu sich nach Hause eingeladen, wollte was kochen. In der einen Woche hatten wir jeden Abend telefoniert, sehr nett, überwiegend lustig und humorvoll; allerdings war sie von den anstrengenden Tagen dort merkbar kaputt. Sie hat ein paar Mal gesagt, dass sie sich darauf freut, mich wiederzusehen. Und immerhin haben wir uns gleich für den ersten Tag nach ihrer Rückkehr verabredet.

    Ich wusste bis dahin nicht, wo sie wohnt. Zwar die grobe Richtung und den Stadtteil, aber nicht die Straße. Die erfuhr ich erst im letzten Telefonat. Mit der Adresse konnte ich zunächst nichts anfangen und musste erstmal in den Stadtplan gucken. Trotzdem habe ich mich noch drei Mal verfahren und die Zeit wurde immer knapper. Als ich dann dort endlich ankam, traf mich fast der Schlag: Nobel ohne Ende. Villenviertel, ein Klotz größer als der andere. Am Anfang der Straße ein Fünf-Sterne-Hotel in einem alten Haus, das ein wenig wie eine Burg aussah, auf jeder zweiten Auffahrt parkte irgendeine Luxuskarre. Die Straße eine Sackgasse, nur für Anlieger frei, so eng, dass ich teilweise mit zwei Rädern über den Fußweg fahren musste, um nicht auf der anderen Seite die Spiegel der parkenden Autos abzurasieren. Alles entweder zugeparkt oder mit Halteverbot gekennzeichnet. Hätte ich das gewusst, wäre ich mit Öffis gefahren.

    Glücklicherweise hatte ich mein Handy dabei: Also erstmal bei ihr angerufen, dass ich zwar schon bei ihr vor der Tür stehe, aber erstmal einen Parkplatz finden muss. Ob sie einen Tipp hätte. "Klar, wo bist Du? Direkt in der Straße? Dann legen wir jetzt auf und ich mach Dir die Garage auf. Parkplatz 4. Aufzug kommt, Tor geht von alleine wieder zu."

    Das Gebäude bestand aus einer mit der Straßenebene abschließenden großen Garage und quasi auf der Garage war das Haus. Erdgeschoss, darüber zwei Stockwerke und ein Dachboden. Die Garage hatte nach außen hin eine Natursteinmauer, das Haus war weiß verputzt. Konnte noch nicht sehr alt sein. Dennoch: Wenigstens keine große Villa. Es sah eher nach drei Eigentumswohnungen aus. Ich selbst wohne in einer Mietwohnung einer großen Genossenschaft, im nachträglich ausgebauten Dachgeschoss eines 1950 erbauten Hauses.

    Ich fuhr in die Garage rein, wie von Geisterhand öffnete sich an der Seite eine Stahltür, direkt dahinter stand der Aufzug - abfahrbereit. Die Kabine mit Halogenlampen, Spiegel, alles eher elegant. "2. Stock" war bereits gedrückt. Etwas mulmig war mir schon. Immerhin hatte ich noch einen Blumenstrauß besorgt, an dem ich mich festhalten konnte...

    Als oben die Tür aufging, stand ich direkt in ihrer Wohnung. Der Geruch von gebackenem Käse stieg mir in die Nase. Ich hatte artig das Papier von den Blumen abgefummelt und stand nun wie bestellt und nicht abgeholt vor dem Aufzug. Plötzlich guckte sie um eine Ecke, legte den Kopf schief und meinte: "Na?!", und streckte mir ihre Arme entgegen. "Schön, dass Du da bist."

    Ich legte erstmal die Blumen zur Seite und knuddelte sie. Sie drückte mich mindestens genauso fest wie bei dem Italiener und ließ vor allem erstmal gar nicht wieder los. "Ich hab Dich ganz doll vermisst", sagte ich zu ihr. Sie ließ mich los, guckte mir in die Augen und küsste mich. Wir küssten uns und küssten uns und küssten uns und ... ich hätte am liebsten nicht wieder aufgehört. Sie hielt mich dabei so fest, als hätte sie Angst, ich würde mich jeden Moment aus dem Staub machen.

    Irgendwann sagte sie: "Hast Du Hunger? Ich hab was zu Essen im Ofen. Auf dem Balkon ist schon gedeckt, kannst Du die beiden Teller aus dem Ofen holen und dorthin bringen? Ich stell in der Zwischenzeit die Blumen ins Wasser." Okay, richtig umsehen musste ich mich später, den Ofen fand ich auch so, immer dem leckeren Geruch nach. Zwei große Teller mit überbackenen Käsekartoffeln. Also Kartoffelscheiben, Zucchini, Tomaten, Kräuterquark, mit Käse überbacken, etwas Butter drüber - total lecker, auch wenn ich sonst eher nicht so ein Gemüsefan bin.

    Danach war Hände waschen und Wohnung angucken angesagt. Ich muss sagen, dass ich selten zuvor eine so geschmackvoll eingerichtete Wohnung gesehen habe. Nicht prollig, nicht abgehoben - einfach nur schön. Hier hat sich jemand mit relativ einfachen Mitteln sehr wohnlich eingerichtet. Okay, getäfelte Decken, überall Holzfußböden (bis auf Küche, Flur und Bad, dort war gefliest), insgesamt sehr hell, ein großes Bad mit großer Badewanne und ebenerdiger Dusche, eine komplette Einbauküche (bei der man schon von Luxusfirmen und nicht von Markengeräten sprechen konnte), waren schon eher luxuriös; aber ansonsten mit einfacher Rauhfaser tapezierte Wände, in verschiedenen Bereichen und Räumen mit verschiedenen Farben angemalt (ockergelb, dunkelgrün und lachsfarben), aber insgesamt sehr schöne und warme Farben. Alles passte zueinander. Ein dunkelgrünes Wildledersofa war bestimmt auch mal recht teuer gewesen, ansonsten gab es kein einziges Möbelstück, das gekauft aussah. Aber eine Gitarre stand in der Ecke.

    An einer Wand war ein riesiges Bücherregal, massives Buchenholz, direkt an die Dachschräge angepasst. Ein großes CD-Regal, auch fest mit der Wand verbunden, direkt daneben. Ansonsten kaum Schränke, das meiste offene Regale. Bevor ich mich wundern konnte, welches Vermögen sie dafür investiert haben muss, beschwichtigte sie schon: Ein Onkel sei Tischler und hätte sich hier richtig ausgetobt. Das beste hätte ich ja noch gar nicht gesehen: Das Schlafzimmer. Man machte eine Tür auf und kam in einen etwa 1,50 Meter breiten und gut vier Meter langen relativ kahlen Flur. In die getäfelte Decke waren ein paar Halogenleuchten eingelassen. Von diesem Flur ging etwa in der Mitte nach links eine Tür ab, die gerade mal brusthoch war (also etwa 140 cm). Am Ende des Flures stand direkt vor einem Fenster, quasi auf Höhe der Fensterbank, ein mit Teppichboden bezogenes Podest. Das Podest ging über die gesamten 150 cm Flurbreite und war fest eingebaut. Und links darüber, quasi von Brusthöhe (140 cm) bis kurz unter die Zimmerdecke (etwa 240 cm), war ein Durchbruch in der Wand. Praktisch schräg versetzt über der brusthohen Tür. Vielleicht einen Meter breit. Die Wand war unterhalb des Durchbruchs bis zum Podest hinunter ebenfalls mit Teppichboden versehen.

    Die kleine Tür unten hielt ich zunächst für eine Abseite, für den Eingang zur Dachschräge oder vielleicht zu einem Versorgungsraum oder einer Abstellkammer. Nein, es war ganz was anderes und darauf kam ich erst, als sie die Tür öffnete: Ein begehbarer (oder besser: befahrbarer) Kleiderschrank! Brusthoch, für sie natürlich völlig ausreichend. Drinnen alles auf Regalen und in kleinen Holzkisten, eine Wand komplett verspiegelt, an einer anderen Wand ein großer Schminktisch wie in irgendwelchen Filmstudios. Und das, obwohl sie heute erneut nicht geschminkt war - wie eigentlich noch nie. Zwei, drei
    Lippenstifte standen da herum, Cremes, ein paar Zopfbänder, Haarspangen, ... was Frau so braucht. Sobald man die Tür zu- und das Licht ausmachen würde, würde man völlig im Dunkeln stehen.

    Und quasi auf diesem begehbaren Kleiderschrank war das Schlafzimmer. Während ich meine Schuhe auszog, setzte sie sich von ihrem Rollstuhl auf das Podest rüber, das ungefähr auf gleicher Höhe war, hangelte sich auf den befahrbaren Kleiderschrank und verschwand hinter der Wand. "Kommst Du?" Das musste ich mir angucken. Ich hatte das natürlich wesentlich einfacher, eine übergroße Stufe auf das Podest, eine weitere übergroße Stufe auf den Schrank, Kopf einziehen. Ich war in einem Raum, etwa drei Meter breit, vier Meter lang. Und gerade mal rund einen Meter hoch. Sie saß dort, angelehnt an eine Wand, auf dem Fußboden und sah mich mit leuchtenden Augen an. Man merkte, auf diese Konstruktion war sie besonders stolz. Von ihrem Platz aus konnte man durch drei fast direkt vom "Schrankdach" bis rund 50 cm unter die Zimmerdecke gehende Fenster direkt auf die Elbe gucken. Ein WAHNSINNS-Ausblick. Das Haus stand auf einem der höchsten Berge Hamburgs, fast an dessen Spitze, und von hier aus ergab sich ein weiter Blick über die an dieser Stelle rund zwei Kilometer breite Elbe. Man konnte auf einer Seite den einige Kilometer entfernten Hamburger Containerhafen sehen, versetzt auf der anderen Seite der Elbe das neue Airbus-Werk und dahinter das "Alte Land", eine Gegend mit riesigen Obstplantagen, mitten in der Elbe die ganzen Sandbänke und -inseln, entgegen dem Containerhafen konnte man kilometerweit flußabwärts gucken. Etwa 50 Meter lagen wir über dem Wasser, die vorbeifahrenden dicken Kähne sahen wie Spielzeugboote aus. An den Flußufern blinkten bereits die ganzen Leuchttürme. "Wenn ich manchmal nicht schlafen kann, lege ich mich auf den Bauch, die Hände unters Kinn, und dann gucke ich stundenlang in die Nacht. Das ist mir manchmal erholsamer als Schlaf."

    Auch der Fußboden war hier oben mit einem weichen, lachsfarbenen Teppich ausgelegt. In einer Ecke des Raumes lag eine 200x140 große Matratze auf dem Boden, darauf zwei Bettdecken und mindestens ein halbes Dutzend größere und kleinere Kissen. An der Wand über dem Kopfende zwei Lampen, neben der Matratze auf der Erde einige Bücher, Zeitschriften, eine Mini-Anlage, ein Digitalwecker und ein Telefon. Insgesamt sah es alles sehr ordentlich und sauber aus. Ich überlegte gerade, dass ich bei mir zu Hause wohl nochmal gründlich saubermachen müsste, bevor sie mich mal besuchen kommt. Nicht, dass das da siffig ist, aber aufräumen könnte man da schon mal. "Ich hab hier vorhin erstmal sauber gemacht, das ganze Schokoladenpapier und 1000 Klamotten weggeräumt, Betten bezogen, Staub gesaugt, ... ist immer ein ziemlicher Aufwand. Aber er lohnt sich, finde ich. Guck mal nach oben."

    Unter der Decke hing ein großes Poster mit zwei muskulösen Männern drauf. Nackter Oberkörper, nur ne Jeans an, waren offenbar gerade schwimmen. Jedenfalls war die Jeans nass und sie standen bis zum Knöchel im Wasser. "So kann ich jeden Morgen sagen, ich bin neben zwei muskulösen Typen aufgewacht."

    Ringsherum lagen einige Kuscheltiere. Sie nahm eins, sagte "Hallo" und lies dieses Viech mir auf die Wange küssen. Dann warf sie es auf ihr Kopfkissen. Während ich mich noch weiter umsah und neben den Jeansmännern noch einen LCD-Fernseher, ebenfalls unter der Decke hängend, sah, krabbelte sie schon wieder runter. "Komm, geht weiter. Ein Raum fehlt noch." In einem weiteren Raum stand ein Krafttrainer, auf dem ein lebensgroßer Plüsch-Elch saß. Der Elch hatte einen Fahrradhelm auf dem Kopf und ein T-Shirt an, auf dem stand: "Bier formte diesen wunderschönen Bauch." Daneben war, direkt am Fenster, ein großer selbstgebauter Schreibtisch mit Computer. An den Wänden hingen, hinter Glas eingerahmt, große Poster. Eins makaberer als das andere, alle auf ihre Behinderung anspielend. Auf einem waren beispielsweise zwei Ottifanten, einer davon im Rollstuhl, der andere in einem weißen Kittel. Der Arzt-Ottifant zum Rollstuhl-Ottifanten: "Haben Sie schonmal daran gedacht, in ein Pflegeheim zu gehen?" Darauf der Rollstuhl-Ottifant: "Haben Sie schonmal daran gedacht, einen Tritt in den Arsch zu bekommen?" Und ähnlich heftige und heftigere Sachen, zum Beispiel von Perscheid.

    Insgesamt waren fast alle Wände mit Bildern geschmückt, viele davon entweder von einem Foto vergrößert oder aus vielen kleinen Fotos zusammengesetzt. Ich glaube, ich hätte hier stundenlang gucken können. Drei weitere Räume zeigte sie mir allerdings nicht. Ich traute mich zu fragen, aber sie sagte nur: "Gästeklo und Abstellraum." Okay, nochmal fragte ich nicht nach.

    Dann gingen wir wieder auf den Balkon und sie begann, mit mir über grundsätzliche Dinge zu reden. Sie wollte etliches von mir wissen. Ob ich Kinder mögen würde und ob ich mal welche bekommen wollte. Ob ich schonmal geraucht hätte, ob ich Alkohol trinken würde. Welche Hobbies ich hätte, welche Bücher ich lesen würde, welche Fernsehsendungen ich gucken würde. Was ich gerne esse. Wie ich zu meiner Familie stehen würde. Ob ich außerhalb des Sportvereins noch viele Freunde hätte. Ob ich lieber bade oder liebe dusche. Ob ich ein Morgenmuffel sei.

    Das kam zwar nicht alles so hintereinander, aber sie fragte diese ganzen Sachen an diesem Abend und schon immer wieder sehr direkt. Sie erzählte auch von sich. Aber sie schien ... tja, und das weiß ich eben nicht. Entweder sehr interessiert zu sein, oder ausloten zu wollen, ob ich zu ihr passen würde. Im zweiten Fall hätte sie dann sehr direkte und genaue Vorstellungen, die sie am Anfang abcheckt. Und denen ich vielleicht nicht genüge?! Ich weiß es nicht. Ich bekomme ein wenig das Gefühl, als wäre ich in einer Art Prüfungs-Phase und als wäre diese Prüfung sehr umfangreich. Ich komme mir vor, als wäre ich vielleicht nicht gut genug für sie. Sie hatte ja bereits angekündigt, sie kann sich nicht so schnell in jemanden verlieben. Bei ihr ginge das langsamer. Ist das vielleicht ihre Art, sich in jemanden zu verlieben, indem sie versucht, denjenigen genau kennen zu lernen? Oder ist das wirklich nur ein Abchecken?!

    Weil es anfing zu gewittern, gingen wir hinein. Wir haben uns auf das Sofa gesetzt, nach draußen auf die Elbe geguckt, das Gewitter beobachtet. Ich habe mich, das Sofa geht über Eck, an eine Ecke gelehnt, die Beine hoch, sie hat sich zwischen die Beine gesetzt, sich an mich angelehnt, oder man kann schon sagen, sich richtig angekuschelt, hat beim Reden meine Hand oder mein Bein gestreichelt und sich von mir kraulen lassen. Sie ist, wenn man sie mal auf dem Spielfeld sieht, ein ungeheures Energiebündel. Wie ein Flummi, hin und her, sehr offensiv, teilweise schon aggressiv (in der Spielart, nicht im Umgang), sehr bedacht, konzentriert und orientiert. Wenn sie sogenannte Orientierungsrufe (üblicherweise eingesetzte Ausrufe, um dem Rest der Mannschaft, die sich gerade auf die Gegenspieler und nicht auf den Ball konzentriert, einen Hinweis zu geben, dass zum Beispiel die eigene Mannschaft in Ballbesitz gekommen ist) über das Feld brüllt, dann ist das draußen in der Umkleidekabine zu verstehen. Nicht derbe und pöbelig, sondern eben sehr kraftvoll. In meinem Arm lag sie wie ein zahmes Kätzchen und genoss sichtbar, lieb gehabt und gekrault zu werden. Nur das Schnurren hätte noch gefehlt.

    Ein paar Mal hat sie ihren Kopf zu mir gedreht, ein paar Mal hat sie mir in die Augen gesehen und wir haben einige Male minutenlang geknutscht. Sehr gefühlvoll, sehr fest umarmt, sehr anregend. Um halb eins hat sie mich rausgeworfen. "Es war ein sehr schöner Abend mit Dir. Aber nun muss ich in mein Bett und Dich leider rauswerfen. Ich muss morgen um sechs Uhr wieder hoch und nach dieser Woche überstehe ich sonst den Tag nicht. Morgen abend nach der Arbeit habe ich Krankengymnastik und im Anschluss dran möchte ich nur noch pennen. Wenn Du das möchtest, kann ich am Mittwoch abend zu Dir kommen. Vorausgesetzt, Du findest einen Weg, wie ich in Deine Wohnung im Dachgeschoss komme. Das bedeutet: Wenn ich stufenweise auf dem Hintern die Treppen hochrutschen muss, solltest Du sie vorher einmal fegen."

    Klar möchte ich das. Aber was wird sie sagen? Ich bin ja schon froh, dass mein Bad letztes Jahr mal neu gefliest wurde und wenigstens die himmelblau-rosa-grüne Farbzusammenstellung mal durch etwas weiß-marmoriertes ersetzt wurde. Mein Ausblick endet an einer dicken Birke und alles andere ist auch eher einfach. Die Möbel alt, das Sofa quietscht, ...

    Ich habe sie bislang nur sehr bescheiden erlebt. Warum soll sie sich ihre Wohnung nicht so schön machen, wenn sie die Kohle und die Beziehungen hat? Weiß ich auch alles. Trotzdem.

    Was sollten diese ganzen Fragen? Ist sie neugierig und interessiert an mir? Oder sind das "Prüfungen"? Sie hat mir noch nie gesagt, dass sie mich liebt. Sind ihre Küsse als Liebesbeweis zu sehen? Soll ich sie direkt fragen?

    Gerade die hier im Forum aufgeworfenen Fragen hinsichtlich Sex und Inkontinenz interessieren mich natürlich auch. Es sind nicht die wichtigsten Themen, aber sie interessieren mich natürlich. Andererseits möchte ich sie damit weder vor den Kopf stoßen, noch möchte ich da zu plump sein. "Geht bei Dir Sex?" - Hallo? Wie dreist ist das denn? Wie würde sich frau fühlen, wenn man sowas fragt?

    Ich weiß es alles nicht. Bin ich gut genug für sie? Fragen über Fragen und keine Antworten. Ich weiß, die genauen Antworten habt Ihr hier auch nicht. Aber trotzdem wäre ich jedem dankbar, dem dazu irgendwas einfällt.

    Liebe Grüße
    Muh-Q
     
    #1
    Muh-Q, 19 Juli 2005
  2. User 15848
    Meistens hier zu finden
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    nicht angegeben
    Sie wills halt genau wissen :zwinker: Wenn das Prüfungsfragen waren, hast du sie offensichtlich bestanden, sonst würde sie dich ja nicht besuchen wollen. :zwinker:
    Im Ernst, am liebsten würde ich auch immer allen Männern diese Fragen stellen. Einfach, um es zu wissen und weil es mich sehr interessiert, wie sie so sind, was sie denken und ob sie viel trinken. Ist so. Umgekehrt erzähle ich ihnen das auch gern, wenn sie danach fragen. Klar, mit der Zeit lernt man sich eh besser kennen, aber ein paar grundlegende Sachen möchte ich auch von Anfang an wissen. Das mit dem Rauchen ist mir zum Beispiel wichtig...

    Zuerst einmal mach dir keine Sorgen wegen deiner Wohnung. Sicher, so wie sie wohnt, klingt das schon verdammt nobel und edel und daneben kann man sich leicht ein bisschen "schäbig" vorkommen. Aber ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass sie da großartig darauf achtet und es mit ihrer Wohnung vergleicht. Man kann ja eigentlich in der schönsten Wohnung wohnen, nachdem man jeden Tag drinnen ist, merkt man das irgendwann gar nicht mehr so richtig. Alles neue dagegen ist viel interessanter, deine Wohnung zum Beispiel. Die hat wahrscheinlich eine ganz andere Atmosphäre. Ich bin mir sicher, dass ihr das gefallen wird.

    So lange kennt ihr euch jetzt noch gar nicht oder? Hast du ihr denn schon gesagt, dass du sie liebst?
    Also ich an ihrer Stelle hätte das auch noch nicht gesagt denke ich, aber wenn sie sich so an dich kuschelt und dich küsst, dann zeigt das doch schon eine Menge Zuneigung zu dir.
    Ich kann mir auch vorstellen, dass sie durch ihre Behinderung - auch wenn sie sehr gut damit umgehen kann - da etwas vorsichtiger ist. Immerhin gibt es viele Menschen, die damit nicht besonders gut umgehen können... außerdem beeinflusst nun mal eine Lähmung das tägliche Leben ganz gewaltig. Sie mag dich ganz sicher, vielleicht ist sie sehr verliebt an dich, aber ganz sicher ist sie sich wohl nicht, ob sie sich dir "zumuten" kann. Direkt fragen würde ich sie nicht. Lass ihr da ein wenig Zeit...

    Zu den anderen Fragen bezüglich Sex und Inkontinenz kann ich leider überhaupt nichts sagen. :ratlos:

    Aber: "Bin ich gut genug für sie?"
    ...das Gleiche denkt sie sich vielleicht auch von dir...
     
    #2
    User 15848, 19 Juli 2005
  3. Muh-Q
    Gast
    0
    Hallo thesunnyone,

    Du hattest im wesentlichen recht. Sie hat meine Hütte nicht mit ihrer Wohnung verglichen. "Hier wohnst Du also... gemütlich! Ich mag keine Wohnungen, in denen es so aussieht, als würde dort niemand drin wohnen. Da fühle ich mich nicht wohl. Deine hier ist schön."

    Dass ich mich in sie verliebt habe, habe ich ihr gesagt. Aber sie hat ja schon gleich am Anfang gesagt, dass sie sich nur langsam in jemanden verlieben kann. Ich denke, ich bin zu ungeduldig und habe wahrscheinlich auch noch Angst, sie sehr schnell verlieren zu können.

    Danke für Deinen Beitrag. Er hat mir sehr geholfen.
    Muh-Q
     
    #3
    Muh-Q, 22 Juli 2005
  4. ElfeDerNacht
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    Ich bin auch ein Typ, der einem Mann den ich kennengelernt habe tausende Fragen stellt, einfach um ihn kennenzulernen. Ich hab das noch nie als Prüfung gesehen, und ich sage dir, bei allem was ich bisher gelesen habe, und ich hab alles gelesen :grin: sie ist einfach an dir interessiert und möchte daher alles über dich wissen!

    Zu dem mit der Liebe... Fändest du es nicht etwas verfrüht nach dem zweiten Treffen von Liebe zu sprechen? Man ist vielleicht verliebt, aber das sagt man doch nicht gleich! Und wenn mir jemand nach dem zweiten Treffen sagen würde er liebt mich, hätte ich schon so meine Zweifel ob der überhaupt weiß wovon er redet. Also über DAS würd ich mir wirklich noch nicht den Kopf zerbrechen.

    Die "Sex-Frage" solltest du dir vielleicht noch aufheben, oder überhaupt ersparen. Du wirst es sicher irgendwann merken, und warum sollte es nicht gehen? Bei ihr muß sich ja nichts aufrichten, um es ganz blöd auszudrücken, und ich weiß von vielen Rollstuhlfahrern, die auch Kinder haben.

    Ach ja, die letzte Frage! Streich das aus deinem Wortschatz "gut genug für jemanden zu sein". Sie mag dich, das steht fest, also bist du es! Außerdem sind wir nicht im Mittelalter. Und ich glaube nicht daß sie so ein oberflächlicher Mensch ist, der den Wert eines Menschen an materiellen Dingen festsetzt! :zwinker:

    Alles Gute euch beiden!
    elfchen
     
    #4
    ElfeDerNacht, 22 Juli 2005

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