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Fragen zum Nebenjob als Nachhilfelehrer

Dieses Thema im Forum "Off-Topic-Location" wurde erstellt von User 10015, 12 August 2009.

  1. User 10015
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    Hi,

    ich bin gerade auf der Suche nach einem Nebenjob, der mir ein wenig meine Wohnung mitfinazieren würde. So 200€ im Monat wär gut und da bin ich auf die Idee gekommen, mich als Nachhilfelehrer zu bewerben (bei Schülerhilfe und Studienkreis etc.), da ich auf Lehramt studiere, ist das erstens ne gute Vorbereitung und zweitens nehmen die mich auch ganz gerne.
    Nun habe ich ein paar Fragen:

    1. Ich würde 14€ für 90min (ein Block) bekommen. Schafft man es damit auf 200€ oder bekommt man nicht so viele Stunden?
    2. Ich studiere Geschichte und Philosophie/Ethik, keine Fächer die als Nachhilfe angeboten werden oder?
    3. Dort wo ich war könnte ich nur folgende Kombinationen unterrichten:
    Deutsch/Englisch; Sprachen; Mathe/Physik/Chemie; für Grundschüler Mathe/Deutsch/Englisch.
    4. Nun, es käme nur die Grundschule in Frage, da meine Englischkenntnisse und Physik, Chemiekentnisse nicht soo gut sind. Weiß jemand, was Grundschüler so in Englisch machen? Haben die schon Zeitformen (welche)?
    Mathe und Deutsch ist kein Problem, hatte ich als Leistungskurse und mache ich beiden gern. Latein könnte ich auch noch anbieten, mal sehen ob das irgendwie geht.
    5. Wie läuft sowas ab? Bereite ich quasie ne Stunde vor oder reagiere ich spontan auf ihre Probleme, Hausaufgaben etc.?

    Vielen lieben Danke für eure Hilfe und Auskunft,
    lieben Gruß, evil
     
    #1
    User 10015, 12 August 2009
  2. User 505
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    Schülerhilfe etc. ist in erster Linie Hausaufgabenhilfe - mehr ginge auch gar nicht, wenn du 4 oder 5 Schüler gleichzeitig hast, gern auch verschiedene Klassenstufen. Danach heißts improvisieren, Material ist normalerweise da.

    Zum Gehalt: 10 Euro die Stunde als Freiberufler ist eigentlich ein schlechter Scherz, wenn du nicht schwarz arbeiten willst, gehen da ja noch eventuelle Steuern ab. Zu nennen wäre da Rentenversicherung (normalerweise wird die bei Freiberuflern nicht fällig - sämtliche Dozententätigkeiten fallen leider in die Berufszweige, wo du Abgaben hast), eventuell private Krankenversicherung. Kommt aber alles drauf an, was du "hauptberuflich" machst.

    Ich hab eine Weile in verschiedenen Instituten gearbeitet und überall das Gleiche: Aus den 3-4 Schülern einer Klassenstufe, die besprochen waren, wurden dann gern 5 Schüler unterschiedlicher Stufen. Die meisten Kinder hatten keinen Bock und waren auch kaum zu motivieren, man konnte ihnen richtig ansehen, dass die Eltern mit Zwang dahinter standen. Dabei rum kam für die Schüler, die wirklich Nachhilfe brauchten, auch meist recht wenig, weil wirklich lernwillige Schüler schnell untergehen, wenn du 3 der "ey krass Alter" Fraktion da sitzen hast.

    Ich würde dir eher zu privatem Einzelunterricht raten. Die Bezahlung ist besser, du kannst dir deine Schüler aussuchen (es kann nicht jeder mit jedem lernen), hast Kontakt zu den Eltern (ich besteche gern was das Zeug hält - funktioniert aber nur, wenn die Eltern mitspielen) und du kannst die Stunden so legen, wie sie dir und den Schülern passt oder auch mal was einschieben, ausfallen lassen, etc. DU hast mehr Zeit für das Kind und die Erfolge sind *deutlich* besser.


    Ich möchte es dir nicht schlecht reden, gucks dir erstmal an. Aber das sind so meine Erfahrungen und ich übernehme viele Schüler, die vorher bei sowas waren und bei denen es nichts gebracht hat.
     
    #2
    User 505, 12 August 2009
  3. User 64931
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    Ich kenne mich auch mit Schülerhilfe & co aus. Teilweise recht große Gruppen (größer als "beworben"), Kinder die da nur hingehen damit die Eltern ihre Ruhe haben (sieht man daran, dass da teilweise Kinder sind, die echt gut in der Schule sind) und ne schlechte Bezahlung (wenn man mal davon ausgeht was die Eltern bezahlen müssen bekommst du als "Lehrer" davon nix ab).

    Deswegen versuche dich lieber an privater Nachhilfe, das bedeutet weniger Stress für dich, bist viel flexibler und hast ein deutlich höheres Einkommen. Nachteil dabei: Du musst dir selbst Schüler suchen. Aber mit Werbung (an Schulen) und Mundpropaganda geht da einiges.
    Eventuell kannst du ja auch an der Uni Nachhilfe geben für Leute die das gleiche studieren wie du, nur ein paar Semester unter dir.
     
    #3
    User 64931, 12 August 2009
  4. User 10015
    User 10015 (28)
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    Das mit dem Geld versteh ich nicht. Wenn ich nicht mehr als 400€ im Monat bekomme muss ich doch gar nichts davon abführen. Ist doch nur nen Studentenjob und da fin dich ehrlich gesagt 9-10€ die Stunde sehr gut.

    Mit den Schülern das denke ich auch, aber letztlich werde ich ja auch Lehrer, da würden mir 3 hochmotivierte Schüler nix bringen weil so die Schulrealität eh nicht aussieht.
     
    #4
    User 10015, 12 August 2009
  5. User 505
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    Wegen Abgaben solltest du dich erkundigen - aber denk dran: Du bist Freiberufler, kein Angestellter. Wie das für Studenten aussieht weiß ich nicht, aber als reine Freiberuflerin in dem Bereich hatte ich saftige Abschläge.

    Ich glaube auch nicht, dass du auf 400 Euro kommst, das wären mehr als 10 Stunden die Woche. Ich habe damals 4 Gruppen die Woche gehabt, also 6 Stunden. Manchmal mehr durch Vertretungen, in den Ferien sehr wenig bis nichts, weil zu gemacht wurde.

    Und zur Motivation: Das Problem ist, dass du die Kids nicht kennst, dass sie aus verschiedenen Altersstufen kommen. Du kannst dich nicht vorbereiten (Gruppen wechseln gern), du hast keine Zeit dir groß was auszudenken. Mein Problem war, dass ich meine Zeit da abgesessen hab. Nicht, dass mir langweilig gewesen wäre, aber mir haben die Möglichkeiten gefehlt, wirklich was bei den Kids zu bewirken. Die meisten Kids hatten eher was von Sträflingen "jaja, ich geb mein Kind in die xxxxxHilfe, dann brauch ich mich nicht drum kümmern".

    In einer Klasse kannst du *deutlich* mehr machen, Konzepte erarbeiten, Motivationsstrategien aufbauen, mit den Eltern kommunizieren.

    Wie gesagt: Schaus dir an, mach dir selbst ein Bild, vielleicht nimmst du andere Erfahrungen mit.
     
    #5
    User 505, 12 August 2009
  6. User 91095
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    nicht angegeben
    Ich gebe seit 5 Jahren privat Nachhilfeunterricht (Gymnasium) und werde es voraussichtlich auch noch einige Zeit lang machen. Ich verdiene gut, meine Nachhilfeschüler haben Erfolge und deren Eltern machen brav Werbung für mich. Ich habe schon mal überlegt, ob ich auf Gruppenunterricht umstellen soll, weil das für beide Parteien in erster Linie günstiger wäre (mein Zeitaufwand, deren Kosten). Allerdings bestehen die Eltern auf Einzelunterricht und mir ist es eigentlich auch recht, da ich auf jeden Schüler individuell eingehen kann und es effektiver ist. Ich finde das als Studentenjob eigentlich famos: Es macht mir Spaß und ich kann auch relativ flexibel meine Zeit einteilen.

    Bei Nachhilfeinstituten kommt's mir häufig wie eine Ausbeute vor. Ich würde das nicht machen. Privatunterricht ist einfach wahnsinnig nett und vom Finanziellen her auch besser.
     
    #6
    User 91095, 12 August 2009
  7. virtualman
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    Kleine Frage. Kann das eigentlich jeder machen, oder muss man da gewisse Vorraussetzungen mitbringen?
    Würde mich auch mal intressieren, da ich dem ein oder anderen schon geholfen hab!
     
    #7
    virtualman, 13 August 2009
  8. User 10015
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    Ich denke mal, dass Lehramtsstudenten gern gesehen werden, aber eigentlich kann das schon jeder machen.
    Hab mir aber mitlerweile überlegt, lieber in ner Videothek zu arbeiten. Gibt zwar weniger Geld, aber der Job ist entspannter, ich liebe Filme und man trägt weniger Verantwortung.
     
    #8
    User 10015, 15 August 2009
  9. User 34612
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    #9
    User 34612, 18 August 2009
  10. User 10015
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    Ich versteh immernoch nicht, warum ich da was versteuern muss. Warum ist man als Nachhilfelehrer was anderes als bei nem normalen 400€ Job?
     
    #10
    User 10015, 19 August 2009
  11. User 505
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    Du bist kein Angstellter, du bist Freiberufler und damit selbstständig.
     
    #11
    User 505, 19 August 2009
  12. SnakePlisken
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    nicht angegeben
    Zur Info schlag mal das Steuergesetzbuch auf, § 18 Absatz 1 Nr.1 Sätze 2 und 3 Einkommenssteuergestz.

    Satz 2 :"Zu den freiberuflerischen Tätigkeiten gehören die selbstständig ausgeübte wissenschaftliche, künstlerische, schriftstellerische, unterrichtende oder erzieherische Tätigkeit ........"

    Die Kernaussage Satz 3 "Vorraussetzung ist dass der Selbstständige aufgrund eigener Fachkenntnisse leitend und eigenverantwortlich tätig wird"

    Sogesehen erzielst du als Freiberufler, Einkünnfte aus selbstständiger Arbeit.Das musste dann in deiner Steuer angeben unter dem Punkt "Einkünfte aus Selbstständiger Arbeit" und je nachdem wird das speziell versteuert

    Die 400€ Regelung gilt ja nur wenn du in einer Beschäftigung angestellt bist und eine nichtselbstständige Arbeit ausübst, dann gelte es so das du bis 400€ steuerfrei wärst.

    Aber Als Freiberufler gilt das net so, da du alles versteuern musst was du erwirtschaftest. Wenn du natürlich unter 7834 Euro im Jahr bleibst wirste keine Steuern zahlen müssen.

    Und wenn du es schwarz machst und man dich erwischt kann das böse Konsequenzen haben. Beim Finanzamt sehen die das nämlich gar nicht gerne, wenn der Staat nix von deinen Einkünften abbekommt, wie unsere Profs uns immer warnen.

    Hoffe konnte damit klar machen was alle meinen mit Freiberufler
     
    #12
    SnakePlisken, 19 August 2009
  13. virtualman
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    hmm und darunter zählen dann auch schon die armen Studenten oder wie??

    Frechheit!

    BTW ^^ ne Haftstrafe wenn sowas in größerem Stil auflliegt? Wäre die sogar drin?? :eek::eek::eek::eek:
     
    #13
    virtualman, 19 August 2009
  14. SnakePlisken
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    nicht angegeben
    OT: jap das gilt auch schon für den armen Studenten und im schlimmsten Fälle könnte da ne Haftstrafe mit Bewährung rauskommen, je nach Höhe der Summe, weil das gilt schon als Steuerhinterziehung, wenn der Staat keine Kohle bekommt
     
    #14
    SnakePlisken, 19 August 2009
  15. Schweinebacke
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    nicht angegeben
    Wäre da nicht der Tatbestand der Scheinselbstständigkeit erfüllt, wenn man nur für ein Nachhilfeinstitut als "selbstständiger" Lehrer arbeitet? Afaik trifft sowas doch genau in solchen Konstellationen auf.

    Nachhilfe gibt man immer noch am besten schwarz Einzelunterricht, alles andere ist nicht so das wahre. Und lol@auffliegen, gibt wohl kaum eine Schwarzarbeit, wo dass Risiko so gering wäre.
     
    #15
    Schweinebacke, 19 August 2009
  16. User 10015
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    Das ist ja mal bescheuert. Aber danke, dass ihr mir das sagt, hätt ich nicht gewusst. Hat das irgendeinen Sinn oder ist das einfach nur ein blödes Gesetz? Ist ja dann echt sinnlos so zu arbeiten. Wieviel muss man denn dann Steuern zahlen. Angenommen ich verdiene 300€ im Monat.
     
    #16
    User 10015, 19 August 2009
  17. User 505
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    Es gibt einen Freibetrag, der wurde auch schon genannt. Alles weitere würde ich beim Steuerberater erfragen, zumindest ich hab keine Ahnung, wie das bei Studierenden aussieht. Auch Rentenversicherung wird bei Dozententätigkeiten fällig (dank eines Gesetzes aus der Kaiserzeit), private Krankenversicherung kann auch dazu kommen - wie gesagt, im Studium gelten da sicherlich gesonderte Regelungen.
     
    #17
    User 505, 19 August 2009
  18. virtualman
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    Off-Topic:
    Und noch mal kurz OT.
    Gilt das nur für solche Tätigkeiten? Was ist wenn ich son paarmal bei anderen Leuten am Rechner wieder was grade richte und ich dafür Geld bekomme? Da muss ich doch jetzt nich im Ernst noch Steuern druf zahlen oder???
     
    #18
    virtualman, 19 August 2009
  19. User 505
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    Wenn du nicht angestellt bist, brauchst du ein Gewerbe und ob / welche Steuern dann fällig werden, erklärt dir gern ein Steuerberater, das würde hier schon zu sehr in die Rechtsberattung gehen.
     
    #19
    User 505, 19 August 2009
  20. virtualman
    virtualman (32)
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    Off-Topic:

    ok wollte ich nur wissen. mache das zwar schon jahrelang, und werds jetzt auch weiter so machen, aber trotzdem danke :grin::grin:
     
    #20
    virtualman, 19 August 2009

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