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Frauenärzte - Haftung?

Dieses Thema im Forum "Aufklärung & Verhütung" wurde erstellt von User 72148, 30 September 2008.

  1. User 72148
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    vergeben und glücklich
    Hallo ihr,
    anlässlich des Threads Pille in der 1. Woche vergessen und auch vielen anderen, in denen man immer wieder lesen kann, was für falsche Aussagen die Frauenärzte teilweise machen frage ich mich mal wieder, ob diese im Fall einer Schwangerschaft nicht zur Haftung gezogen werden können?
    Ich meine, sie haben Medizin studiert, praktizieren als Frauenarzt ja unter anderem im Spezialgebiet "Verhütung" und unsichere Frauen fragen extra beim Arzt nach um kein Risiko einzugehen und dann erzählt der Frauenarzt einen totalen schwachsinn?? Sind Ärzte nicht irgendwie verpflichtet einen korrekt zu beraten? Klar kann man mal Fehler machen oder seltenes oder komliziertes nicht richtig erkennen aber mir geht es hier jetzt um so einfache Dinge wie Pillenvergesser und der damit verbundene Schutzverlust...
    Naja würd mich einfach mal interessieren ob man im Ernstfall dann diesen Arzt verantwortlich machen kann oder ob dem wenigstens irgendetwas passiert?
    Vorrausgesetzt ist natürlich, das dem Frauenarzt auch tatsächlich alles so erzählt wurde wie es war.
    Grüße
    Maimamo
     
    #1
    User 72148, 30 September 2008
  2. erbsenbaby
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    vergeben und glücklich
    wie willst du denn nachweisen, dass der FA die etwas falsches gesagt hat?
    Wenn man den test mal machen würde und ein FA einem Patienten die pilleneinnahme falsch erklärt und diese frau dann schwanger wird.. natürlich ist der arzt in gewisser weise schuld. aber beweisen musst du es. und dann denke ich schon, dass es konsequenzen für ihn gibt.
     
    #2
    erbsenbaby, 30 September 2008
  3. User 72148
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    vergeben und glücklich
    Da hast du natürlich auch recht. Aber wenn man zum Beispiel zu zweit, also mit Zeuge, zum Arzt geht oder ein zweiter das Telefongespräch mithört oder man per E-Mail fragt, bekommt man dann mehr korrekte Antworten? Denn dann hätte man ja Zeugen.
     
    #3
    User 72148, 30 September 2008
  4. krava
    krava (35)
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    Na ja Ärzte sind eben auch Menschen und da KANN man mal was falsch verstehen oder auch falsch von sich geben.
    Kommt immer mal vor, dass Ärzte nicht auf dem allerneuesten Stand sind und deshalb veraltete Infos geben.

    In dem Praxisstress kann es wohl auch mal vorkommen, dass man etwas verwechselt oder falsch versteht. Kommt sicherlich auch oft vor, dass Patienten sich undeutlich ausdrücken oder dann eben auch selbst nicht energisch genug nachfragen.
    Wenn mir z.B. ein FA sagt, ich müsse mir nicht die PD holen, dann würde ich schon noch nach dem Warum fragen. Dann könnten sich Missverständnisse noch aufklären.

    In manchen Fällen muss man wohl auch den Patienten Nachlässigkeit vorwerden, aber selbst wenn nicht, für eine falsche Info ist kaum schon ein Arzt belangt worden. Habe ich zumindest noch nie gehört.
    Das Ganze einwandfrei nachzuweisen dürfte schwer möglich sein und irren kann auch ein Arzt sich mal. Übermenschen sind das schließlich auch nicht.
     
    #4
    krava, 30 September 2008
  5. Doc Magoos
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    nicht angegeben
    prinzipiell bindend ist die packungsbeilage, und nicht irgendwelche menschlichen aussagen. ich kann vielleicht erzählen das etwas nicht wechselwirkt. ist aber egal, denn in der packungsbeilage steht es ja richtig. den arzt könnte man also nicht belangen, wohl aber die pharmafirma.

    jetzt muss ich aber auch noch was anderes anführen:

    hier im forum wird sehr stringent geraten ein notfallkontrazeptivum zu nehmen. nötig ist das aber oft nicht, da auch die theoretisch chance immer sehr niedrig ist. und jetzt kommt mir bitte nicht mit, sie ist ja nicht gleich null. befruchtung geht aber nicht so leicht, und gerade die mikropille verzeiht extrem viele fehler.

    bei wechselwirkungen mit antibiotika wird ja auch häufig noch zu notfallkontrazeptiva geraten. dies ist immer im gewissen, dass es auch wechselwirkungen gibt. die sind aber gar nicht so häufig, und erst recht nicht nachgewiesen.

    man geht hier nur immer den 100% sicheren weg. das ist absolut richtig für ein forum. daran besteht überhaupt kein zweifel. aber wenn man erstmal ein paar jahre im arztberuf ist, kommt auch noch erfahrung hinzu. das sollte man nicht unterschätzen.

    ansonsten muss ich krava recht geben. gerade in dem thread der hier verlinkt ist, ist ja ein schönes beispiel. so etwas ist doch immer zwischen tür und angel. eine praxis ist stressig genug. da können fehler passieren die nicht passieren sollten.

    DAHER BLICK IN DIE PACKUNGSBEILAGE!!!
     
    #5
    Doc Magoos, 30 September 2008
  6. User 83906
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    Verheiratet
    Ich hab mal gehört, dass ein Arzt etwas falsch in Sachen Pillen gesagt hatte und die Frau schwanger wurde.
    Weiß nichtmehr genau wie es dazu kam, aber der Arzt konnte gerichtlich dafür beschuldigt und verurteilt werden.

    Er musste daraufhin dem Kind bis zum 18ten Lebensjahr Unterhalt zahlen
     
    #6
    User 83906, 30 September 2008
  7. User 18780
    User 18780 (33)
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    Verheiratet
    Ärzte sind (hoffentlich) sehr gut Berufshaftpflichtversichert. Denn die können wie jeder andere Mensch für ihre Fehler haftbar gemacht werden, wenn man ihnen das nachweisen kann.
    Und Arztfehler sind oft sehr gravierende Fehler (ein Kind kostet...)

    Stell dir mal vor, jemand stirbt bei einer OP, weil die Ärzte einen Fehler gemacht haben. Keiner macht das absichtlich. Aber da ist ein Arzt schnell ruiniert, wenn die Angehörigen klagen und der Arzt nicht versicht wäre.
     
    #7
    User 18780, 30 September 2008
  8. User 20579
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    Verheiratet
    Ja, also juristisch läuft der Hase schon so. Man kann ja auch Unterhalt verlangen, wenn man ein behindertes Kind bekommt, was man sonst abgetrieben hätte, und der Arzt das nicht erkannt hat, obwohl das möglich gewesen wäre.


    Also wenn ich nach der Belara gehe, hilft diese auch nicht immer weiter. Dort steht nämlich nur drin, wenn sie eine Pille vergessen, verhüten sie zusätzlich. Nicht, ob man dann schwanger sein kann und evtl. die Pille danach braucht (was ja für die 1. Woche schon relevant wäre). Die unterscheiden dort gar nicht nach Wochen, auch über AB steht nur, dass man für die Dauer der Einnahme zusätzlich verhüten soll, aber nicht, wie weit das den kompletten Zyklus betrifft. Und auch da kommt es ja dann auch auf die Wochen an und wann man das AB genau nimmt.

    Meinem alten Arzt glaube ich persönlich nichts mehr, nachdem er eine halbe Stunde lang extra ein AB gesucht hat, dass nicht wechselwirken soll, damit ich genau dieses Präparat dann bei der Yasmin im Beipackzettel fand :ratlos: Um dann noch von der Praxishilfe angeschnauzt zu werden, wie ich denn überhaupt auf die Idee käme, bei AB auf die Pille zu vertrauen! Also den hätte ich im Zweifel gerne auf Unterhalt verklagt, bin dann aber lieber einfach nicht schwanger geworden :zwinker:

    Insgesamt finde ich es schade, dass man bei vielen Ärzten das notwendige Wissen schon vor der Behandlung haben muss, damit man dann im Zweifel auch selber was sagen kann und das bekommt, was einem auch weiterhilft :frown: Und das sogar bei sog. "Spezialisten". Bei Medizinern ist das ja irgendwie anerkannt, dass sie sich in anderen Gebieten kein bisschen auskennen brauchen.
    Es gibt sogar eine Gerichtsentscheidung, in der ein Gynäkologe ein Kind für tot erklärte, was noch lebte, und die Sanitäter wegschickte - und es wurde dann vorgetragen, dass man das von einem Gynäkologen auch nicht erwarten könnte... Also da fragt man sich nun wirklich, was so jemand in seinem Studium gemacht hat.

    Off-Topic:
    Oder in der Rechtsmedizin, wo jemand 30 Messerstiche hatte - und der behandelnde Arzt hat "natürlicher Tod" angegeben, weil es ja "natürlich ist, dass jemand nach 30 Messerstichen stirbt..." :zwinker: Also da hatten wir Fälle, da wollte ich danach nie mehr zum Arzt... :ratlos:


    Und nein, das geht natürlich nicht gegen alle Mediziner, aber ein paar Deppen gibt es ja leider überall - nur das halt gerade in dem Bereich die Folgen recht dramatisch sind, weswegen ich sie nicht um ihren Job beneide, aber auch denke, man sollte die Deppen schneller aussieben.
     
    #8
    User 20579, 30 September 2008
  9. Doc Magoos
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    überhaupt nicht. man studiert nicht 6 jahre und ein paar zerquetschte und macht dann 6 jahre facharztausbildung um alles zu vergessen.

    so schlimm ist es nicht. und ein ärztliches handeln wäre auch gar nicht möglich, würde man sich nur in seinem fachgebiet auskennen.

    von einem gynäkologen erwarte ich, dass er sich mit der Pille auskennt. bei allen anderen fachrichtungen lassen wir es mal dahingestellt. ist schließlich nicht lebensnotwendig.

    und die sache mit den todesbescheinigungen ist ja bekannt. die werden oft falsch ausgefüllt. keine ahnung warum.
     
    #9
    Doc Magoos, 30 September 2008

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