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Frauen (oder: Wenn ich mal wieder gefrustet bin)

Dieses Thema im Forum "Kummerkasten" wurde erstellt von Prophet, 4 April 2005.

  1. Prophet
    Gast
    0
    Bevor ich den eigentlichen Text schreibe, möchte ich einiges klarstellen, erklären.

    Zunächst einmal hoffe ich, daß ich die richtige Kategorie getroffen habe, ich war mir selbst nicht so sicher.

    Nun, der folgende Text richtet sich gegen Frauen - besser gesagt gegen das Bild von Frauen, was sich mir aufdrängt, wenn ich mal wieder Frust habe. Ich möchte niemanden beleidigen, auch keine Vorurteile schüren, ich will nicht einmal dieses Bild verteidigen - in wäre froh, wenn ich es loswürde. Wie gesagt, Frust, also nehmt es bitte nicht persönlich.

    Wenn ich all das nicht will, dann fragt ihr euch vielleicht, was ist es denn, das ich will? Tja, die Gedanken, die Gefühle in Worte fassen. Was ich mir erwarte, daß ich es hier schreibe? Keine Ahnung. Vielleicht die Annahme, daß es einige lesen, die sich in mich hineinversetzen können, es nachempfinden, vielleicht selbst so oder ähnlich "gebaut" sind oder waren.

    Frauen ...

    Was sind das für Wesen - Frauen? Es ist wohl, wie man sagt, so scheint es mir: Mann kann nicht ohne sie, mit ihnen auch nicht. Mit ihnen auch nicht.
    Ich sehe Frauen, die sich freizügig kleiden. Was sieht der "normale" Mann, so wie ihn sich die Welt (oder die Frauen?) vorstellen? Sie sehen, was man sich gern ansieht. Ich denke, wer sich so kleidet, der kann doch nicht treu sein. Oder? Wenn es jemandem nichts ausmacht, Spaß macht, seine Reize offen und bewußt zur Schau zu stellen - kann so jemand treu sein?
    Oder ist es nur ein Spiel? Sie wollen gesehen werden, aber nicht angestarrt, betatscht werden. Warum die Zurschaustellung? Weil es alle tun? Blöde Antwort, was soll ich damit schon anfangen? Ein Spiel - um auch potentielle Partner auf sich aufmerksam zu machen. Was soll dagegen einzuwenden sein, mag man sich fragen? Wenn es nicht um das perfide Spiel geht, das scheinbar immer mehr Frauen spielen - Hoffungen machen, um sie dann zu zerstören - Wenn das Angebot groß ist, frage ich mich, kann man dann überhaupt widerstehen? Jahrelang widerstehen?
    Glauben, Vertrauen - zu zerstören sind diese Güter leicht, sehr leicht. Wie schwer ist es, sie aufzubauen? Man liest von Umfragen, von Studien. Angeblich zehn Prozent Kuckuckskinder, der Albtraum eines Mannes. Seitensprünge - überall präsent, wohin man auch schaut. Viele tun es, einige bereuen es, andere nicht. Einige tun es ganz bewußt, finden sogar nichts Falsches daran, sich im eigenen Heim beim Ehemann emotionale Sicherheit zu holen, die Lust sich jedoch bei einem "geilen Stecher" befriedigen zu lassen.
    Es gibt Täterinnen. Profil? Weiblich. Macht das alle zu potentiellen Täterinnen? Ach, Blödsinn, es gibt sie doch, die treue Frau, die an ihren Mann liebt, ihn nie und nimmer betrügen würde. Es gibt sie doch ... oder? Woher soll man es wissen?
    Es geht um Sex - bedeutet Freizügigkeit gleichzeitig eine Vielzahl an Sexualpartnern? Mit Partnerschaften, ohne Partnerschaften - beides zuammen? Gibt es sie noch? Die, die sich aus Prinzip zurückhalten? Nicht einfach der Lust nachgehen? Den Sprüchen standhalten, die da heißen "Verschwende deine Zeit!", "Mach, was du willst!" und andere?
    Frauen - leben sie jetzt im Schlaraffenland? Mir scheint, Männerfeindliche Witze sind gesellschaftsfähig geworden. Überall in den Medien tauchen sie auf, die Frauen, die kein gutes Haar an Männern lassen, über sie spotten, sie müde belächeln. Mir scheint, täte es ein Mann - über ihn wäre entgültig gerichtet.
    Frauen - sie wollen die Vorteile der klassischen Frauenrolle, so scheint mir, wollen aber die Vorteile der modernen Frau nicht aufgeben, keine Nachteile haben, sich aus allem das Beste heraussuchen.
    Frauen - sie suchen sich ihre Partner, schießen sie wieder in den Wind, bestimmen über die Kinder. Woher, wie, wohin.
    Mag sein, daß es eine kollektive Rache an den Männern ist, die die Frauen schlecht behandelt, unterdrückt haben. Aber was interessieren mich die Männer? Was habe ich mit ihren Taten zu tun? Eine Frau ist, was ich will, eine, die zu mir paßt. Eine, mit der ich sagen kann: Zusammen sind wir mehr, mehr als einzeln nebeneinander. Eine, die mich nicht zerstört, die ich nicht zerstöre.

    Was ist los? Lebe ich in einer Welt, die ich schlechter mache, als sie ist? Ist die Welt schlechter, als ich es verkrafte? Sehe ich mit falschen Augen, an die falschen Stellen? Zu verängstigt, um zu vertrauen? Vertrauen - was, wenn es zutrifft, das Bild, was sich vor mir abzeichnet? Vertrauen - dann würde es heißen, ihnen in die Falle zu gehen, sich zum Gespött zu machen, ausgezehrt zu werden.
    Sind es die Ideale, die einfach nicht passen, die womöglich nie gepaßt haben, weil es der "Natur des Menschen" einfach nicht entspricht? Seit langer Zeit versucht der Mensch mit mehr oder weniger Erfolg, seiner Natur zu entkommen, sie zu kontrollieren - warum bei Verfehlungen immer alles auf die Natur schieben, nicht selbst Verantwortung übernehmen, nicht zugeben, daß man andere Wertvorstellungen hat oder zu schwach ist? Nur, um den Vorteil nicht aus der Hand zu geben? Ist es so weit, daß wir Dienstleister an uns selbst sind, jeder ein Konkurrent, den es zu vernichten, jeder ein Kunde, den es über den Tisch zu ziehen gilt?

    Wohin soll man gehen - mit verbundenen Augen, gefesselten Armen, wenn aus allen Richtungen fremde Stimmen rufen, locken, treiben? Manchmal wünscht man sich, die Falltür ginge auf, um nicht wählen zu müssen.

    Wie ein verschrecktes Häschen, eine ängstliche Schnecke. Jetzt - und für immer?
     
    #1
    Prophet, 4 April 2005
  2. Félin
    Félin (30)
    Meistens hier zu finden
    1.302
    133
    26
    offene Beziehung

    Hab jetzt mal nur den Teil zitiert...
    Es gibt Frauen, die sich freizügig kleiden. Was meinst du mit freizügig? Minirock und Top? Sowas zieh ich im Sommer auch an. Und warum? Weil ich mir in sowas gefalle, weil ich hoffe, dass es auch meinem Freund gefällt :zwinker: Und angetatscht werden heißt ja, dass Frauen, die sich in deinen Augen freizügig kleiden, es ja verdient haben, wenn sie belästigt werden. Und ich bin treu, obwohl ich knappe Sachen trage, ich finde, es können genauso Frauen untreu sein die sich nicht sexy anziehen....
    Und was du dann über Frauen sagst, kann genauso gut für Männer gelten. Viele männer finden nichts daran, sich den Haushalt von ihrer Frau machen zu lassen und befreidigen ihre Lust mit einer wesentlich jüngeren. Es gibt männliche Täter aber deswegen verdächtige ich doch längst nicht alle Typen fremdzugehen
     
    #2
    Félin, 5 April 2005
  3. summerfeeling
    Verbringt hier viel Zeit
    108
    101
    0
    Single
    schön geschriebener text, der sehr lebendig wirkt, aber in dem die "kritikpunkte" nicht ganz klar rauskommen meiner meinung nach.
    was wirfst du "frauen" an sich konkret vor?
    - dass sie sich aufreizend kleiden?
    - dass sie fremdgehen?
    - dass sie nur auf Vorteile aus sind und bei ihrer Rolle als Frau, so wenig wie möglich Nachteile haben wollen?

    Du sprichst damit wohl kaum die Gesamtheit der Frauen an, sondern spezialisiert dich auf einzelne Dinge die dich aufregen bzw. die du bei Frauen feststellen musstest.
     
    #3
    summerfeeling, 5 April 2005
  4. Pierrot
    Pierrot (32)
    Verbringt hier viel Zeit
    218
    101
    0
    vergeben und glücklich
    Hm... nichts weiter als eine stark tendenzielle Stigmatisierung der Frau. Wie du selbst schreibst, führte der Frust die Feder, jedoch keinesfalls der Verstand.
    Tut mir leid, aber kein Schulterklopfen meinerseits.
     
    #4
    Pierrot, 5 April 2005
  5. Prophet
    Gast
    0
    @Félin:
    Ja, mir ist durchaus bewußt, daß man den Text mehr oder weniger direkt auf Männer umschreiben kann - aber wie gesagt, es geht mir nicht um Männer, daher spielt das für mich hier keine Rolle (ich will ja keine der beiden "Seiten" als besser oder schlechter darstellen).
    Was die freizügige Kleidung anbelangt: Von mir aus kann sich jede Frau so kleiden, wie es ihr beliebt, im Grunde ist mir das egal - was mir allerdings widerstrebt ist der Gedanke, daß andere Männer meine Freundin (wenn es denn eine gäbe) "anglotzen", um es etwas flapsig zu sagen. Ich finde einfach, daß eine Beziehung, das Intime (und dazu zähle ich eben auch das, was man bei vielen Frauen durch knappe Kleidung sieht), in den privaten Bereich gehört. Das, was mich beunruhigt, ist eher, daß ich fürchte, keine zu finden, die das genauso sieht.
    Es mag sein, daß es bewußt nicht so ist, aber zumindest unterbewußt denke ich doch, daß Männer davon ausgehen, daß spärliche Bekleidung "Verfügbarkeit" signalisiert.

    @summerfeeling:
    Fremdgehen werfe ich den Frauen vor, die es tatsächlich tun. Im Prinzip läßt sich alles darauf zurückführen, daß es mir mit dem Vertrauen sehr schwer fällt, wenn einem ständig Negativbeispiele um die Ohren gehauen werden. Alles andere, was ich geschrieben habe, was nicht direkt mit Vertrauen zu tun hat, ist durch meine persönliche Assoziation damit verbunden.
    Der Text soll keine gezielte Kritik sein (wenn sich jemand kritisiert fühlt, dann ist das meist ein Zeichen dafür, daß die Kritik auf fruchtbaren Boden fällt, also ein Nachdenken über den entsprechenden Zusammenhang auch nicht unangebracht ist), es soll hauptsächlich meine Verzweiflung ausdrücken, daß ich sehe, was ich sehe und wie ich es sehe.

    Nun ja, danke für eure Antworten. Ich bin nicht auf jede Frage explizit eingegangen - wenn ihr also etwas noch genauer beantwortet haben möchtet, dann fragt einfach nach.

    [edit]
    @Pierrot:
    Schulterklopfen will ich gar nicht - es ist ja nicht so, daß mir dieses Bild, was ich zeichne, welches in meinem Kopf spukt haben möchte. Ich habe nie danach gefragt oder meine Gedeanken bewußt in diese Richtung gelenkt. Ich werde dieses Bild nicht los, und das beschäftigt mich. Das und die Frage, in welchem Maße es zutrifft, in welchem Maße es durch Verallgemeinerung, Paranoia und verzerrte Wahrnehmung verursacht ist.
     
    #5
    Prophet, 5 April 2005
  6. re_invi
    Gast
    0
    das können nur singles so richtig nachvollziehen und seinem profilbild ist pierrot mit felin zusammen :zwinker:

    der text hat was wahres. ich erkenn darin auch gedankengänge von mir wieder. wenn ich sowas von mir gebe, dann heisst es immer "du KANNST doch NICHT alles pauschalisieren!"...aber wie will man urteile fällen wenn man immer vom sonderfall ausgeht. ich geb dir in der hinsicht recht, dass frauen sehr egoistische und eigennützige wesen sind, aber da frage ich direkt mal hinterher ob männer besser sind? ^^ ich weiss momentan einfach nicht so recht was ich denken soll. ich denke wenn die chemie wirklich stimmt, dann kann man es auch richtig mieinander aushalten, allerdings ist das schwer, vor allem für uns männer, die ja bestrebt sind ihr genmaterial möglichst flächig zu verteilen, und da sind solche frauen die im minirock rumlaufen bzw ihre reize zeigen sehr verlockend. frauen werfen männern untreue vor, wo männer sex und liebe besser trennen können als sie, aber gleichzeitig tun sie alles dafür die männer zu verführen. ein tolles paradox.

    invi
     
    #6
    re_invi, 5 April 2005
  7. Prophet
    Gast
    0
    Ja, wenn die Chemie stimmt - Exoten haben es da seht schwer, nicht wahr?

    Was das Wesen der Männer anbelangt - wenn Frauen sagen, Männer sind Schweine, dann mag das nicht ganz falsch sein, aber es ist auch nur die halbe Wahrheit. Ich möchte daher den Spruch um ein Wort ergänzen: Männer sind arme Schweine. :zwinker:

    (Manchmal kann man es nur noch mit Humor nehmen, wenn man nicht vollends verbittern möchte.)
     
    #7
    Prophet, 5 April 2005
  8. re_invi
    Gast
    0
    ich finds spannend frauen direkt mit solchen ansichtn zu konfrontieren ^^ also jetzt nicht warum frauen scheisse sind oder so, sondern einfach mal aktuelle beobachtungen von mir zum besten geben und gucken wie das gegenüber reagiert. kann auch ganz spannend sein. z.b. warum frauen nie alleine weggehen sondern stets noch eine "gute freundin" mitnehmen oder so. und dann schildere ich meine sichtweise. wenn das gegenüber dann abwinkt und sagt blabla vorurteile pauschal blabla, dann weiss ich sowieso: mit der garantiert nicht. aber wenn sie es sich auf der zunge zergehen läst, sich gedanken macht und das ganze erwidert, heyhey, dann macht's doch spass mit ihr zu reden. :smile: ich muss einfach mit ner frau über best. sachen philosophieren können bzw einfach mal labern können. außerdem gehört das zu der sparte "über sich selber lachen können (bzw über die eigenheiten des eigenen geschlechts)", und das ist für mich auch ein sehr entscheidender faktor ob es funktioniert oder nicht, denn nur wenn man das erkannt hat, bewegt man sich außerhalb von klischees und pauschalurteilen ^^

    inv_
     
    #8
    re_invi, 5 April 2005
  9. zartbitter
    zartbitter (28)
    Verbringt hier viel Zeit
    495
    101
    0
    vergeben und glücklich

    Das Unterschreib ich dir..!


    Ähmm... das AUCH...! :bier:


    @Threadstarter:

    Ich war überrascht wie ähnliche Gedanken ich doch manchmal habe...!
    Und zum pauschalisieren:
    Was soll ich denn sonst bitte machen, ich mein, wenn ich 99 von 100 sich so benehmen, dann pauschalisiert man nunmal...
     
    #9
    zartbitter, 5 April 2005
  10. klärchen
    klärchen (35)
    Meistens hier zu finden
    2.758
    133
    66
    nicht angegeben
    manchmal habe ich das gefühl, dass männer frauen hassen...nicht erst seit gestern, sondern schon immer, seit anbeginn der menschheit. warum? ich habe keinen schimmer. mal ganz abgesehen davon, dass untreue natürlich bei beiden geschlechtern vorkommt und frauen die männer dann ja genauso hassen müßten. tun sie irgendwie aber nicht. ich will mal konkret ein beispiel aus deinem text aufgreifen. du redest von den knappen klamotten. ist es wirklich so hammerschwer zu kapieren,warum mädels sich sowas überwerfen? wie begriffsstutzig kann man denn sein? zum ersten sind einige dinge grade modern und mädels kleiden sich gern danach, weil sie sich dann hübsch, irgendwie dem ideal entsprechend und in ordnung fühlen. wer will nicht gerne dem ideal entsprechen? das zweite ist die selbstbestätigung. die männer gucken. fazit: ich bin eine begehrenswerte frau, ich sehe gut aus. ende. es ist nicht die schuld oder das problem der frau, dass das in männern wünsche weckt, die die frau nicht mal im traum erfüllen würde. und noch viel weniger ist es die schuld der frau, dass männer sofort einen riesenkoller und selbstmordgedanken bekommen, wenn sie nicht augenblicklich alle ihre bedürfnisse erfüllt bekommen. auch frauen begegnen ab und zu hübsche männliche geschöpfe, die ihr begehren wecken. aber diese aggressivität, wenn man nicht sofort alles bekommt, was man sich einbildet; nein, das gibts bei kaum einer frau. sowas albernes.
    aber für eines in deinem beitrag bin ich anscheinend zu dumm oder zu ignorant. von welchen vorteilen der klassischen und der modernen frauenrolle in herrgottsnamen sprichst du??? im endeffekt ist die rolle der frau noch die gleich wie vor 1000 jahren. das einzige was wegfiel ist die brutale unterdrückung der frau durch den mann. aber ansonsten putzen wir immernoch euren dreck weg, werfen eure bälger unter schweiß und tränen aus unseren geschundenen leibern und werden im Alter einfach entwertet. wo ist der verdammte vorteil? glaub mir, ich wär tausendmal scheißviellieber ein vermalledeiter typ mit einem schwanz, der sein ganzes bescheurtes leben nur an sich und seine sexuelle erfüllung denkt, sich um nichts kümmern muss, als um sich selber und der sich am ende bei seinem größten leiden, den dicken eiern hinsetzt und rumplärrt, wie böse die frauen doch sind. das ist doch unfassbar, ich könnte tot umfallen! :madgo:
     
    #10
    klärchen, 5 April 2005
  11. Prophet
    Gast
    0
    @re_invi:
    Ja, es kann sehr interessant sein, mit einer Frau über die gegenseitigen Vorurteile und dergleichen zu reden. Wenn man sich bewußt ist, daß es Vorurteile sind, über die man redet, dann hat man ja auch keinen Grund, in irgendeiner Weise beleidigt zu sein.
    Vor allem erfährt man bei solchen Diskussionen oft eine Menge über sein Gegenüber.

    @And so it is...:
    Pauschalisieren - ja, so funktioniert das mit der Erfahrung nun mal. Meist ist es ja hilfreich (man muß sich nicht zigmal an einer heißen Herdplatte die Finger verbrennen, bevor man kapiert, daß man es besser lassen sollte), aber auf der anderen Seite fällt es einem dann auch schwer, die Ausnahmen zu akzeptieren. Das einzige, was da hilft, denke ich, ist entweder ein starker Glaube oder ein eisernern Willen.

    @klärchen:
    Ich möchte noch einmal betonen, daß das, was in dem Text geschildert ist, "nur" Gedanken sind, die sich mir hin und wieder aufdrängen; der Text stellt nicht meine "gewöhnliche" oder gar meine gewählte Ansicht davon dar, was ich in Frauen sehe.
    Ich möchte etwas genauer auf deinen Text eingehen:

    Nun, von irgendwelchen "allgemein geltenden" Idealen halte ich nicht viel, aber das soll hier nicht Gegenstand des Gesprächs sein. Warum es so schwer ist, das zu begreifen? Nun, scheinbar begreifen auch viele Frauen nicht, was entsprechende Anblicke in Männern auslösen können, daß diese wohl auch nicht anders können.
    Versteh mich nicht falsch - ich bin niemand, der geifernd und sabbernd durch die Gegend läuft, weil die Frauen um mich herum knapp bekleidet sind. Das liegt allerdings nicht daran, daß ich die Gedanken an Sex und Ähnliches, die durch die visuellen Reize hervorgerufen werden, abschalten könnte - sie müssen verdrängt werden. So ist das mit den Trieben, man sie nicht abschalten, sich ihrer nicht entledigen, sie nur versuchen, im Zaum zu halten.

    Es ist sicherlich kein glücklicher Vergleich, aber ich frage mich: Würde man mit gut sichtbarer, gut gefüllter Brieftasche herumlaufen, wenn man sich bewußt ist, daß es von Kleptomanen nur so wimmelt?
    Die Frage sei also anders gestellt (und es ist nur eine Frage, keine rhetorische, kein Vorwurf): Wenn man sich der eigenen Wirkung bewußt ist, ist man dann nicht auch zum Teil verantwortlich für das, was man bewirkt?

    Da stimme ich zu.

    Die Frau in der klassischen Rolle genießt gewisse Vorteile - bevorzugte Behandlung in der dienstleistung zum Beispiel. Man hat einer Dame mit Respekt zu begegnen. Zudem werden Frauen eher in der Opferrolle gesehen als Männer; Männern wird Aggressivität und Kriminalität zugeschrieben.
    Die moderne Frau darf alles wollen, was ein Mann wollen darf, vereinfacht gesagt. Daß der Frau in der Realität dies noch immer schwer oder unmöglich gemacht wird, das ist mir bewußt, aber das ist hier nicht Thema. Es geht mir darum, welcher Anspruch gestellt wird.
    Noch eine indirekte Beantwortung der Frage: In der Allgemeinheit wird die klassische Rollenverteilung so bewertet, daß Frauen Opfer und Männer Täter waren. Aber das ist nur die halbe Wahrheit - auch Männer hatten unter ihrer Rolle zu leiden. Es war nicht einfach, dem Ideal eines "echten Mannes" zu entsprechen, aber es wurde gefordert, einer zu sein. Zudem ist es nicht gerade gut für das Seelenleben, die eigenen Emotionen zu verdrängen, zu verleugnen.
    Heute sieht es doch so aus, daß vieles für Frauen / Mädchen getan wird (spezielle Förderungsprogramme, Frauenquoten, Frauenbeauftragte, etc.), die Männer / Jungs dabei jedoch oft vernachlässigt werden, zum Beispiel in der Schule. Zugegeben, das ist nicht primär das Problem der Frauen, sondern Problem der Politik. Aber immerhin sind die Hälfte der Wähler Frauen, und meist schreien sie in Dingen, die die Geschlechterrolle betreffen, am lautesten.

    Ach, ihr wollt sie also gar nicht? Seltsam, daß nach einer Trennung die meisten Frauen ihre Kinder nicht hergeben wollen.
    Mal ehrlich: Ich gebe zu, daß ich nicht um die Schmerzen und Probleme bitten möchte, die mit einer Schwangerschaft und Geburt einhergehen. Aber ich denke, daß die meisten Frauen ihre Kinder freiwillig bekommen, oder etwa nicht?

    Ich nicht.
     
    #11
    Prophet, 5 April 2005
  12. re_invi
    Gast
    0
    zum pauschalisieren: ich schieb immer direkt hinterher: ausnahmen bestätigen die regel ^^ doch manche checken selbst das nicht. der vergleich mit der herdplatte ist auch sehr gut, das triffts.

    und was lernen wir aus dem ganzen mist? frauen sind scheisse, männer auch :zwinker: ich denke wenn man pauschalisieren will, dann kann bekommt man eine relativ ausgewogene "schlechtheit" der geschlechter. aber gott sei dank ist ja nichtalles theorie, sondern? richtig, der satz oben ^^

    inv_
     
    #12
    re_invi, 5 April 2005
  13. DickesD
    Gast
    0
    Stimme ich dir zu.
    Aber da kann man auch wieder so schrecklich viel differenzieren u ich weiss nich, ob das grad deinem Gemütszustand von "einfach ma alles auskotzen" entspricht.

    Stimme ich dir auch voll u ganz zu. Kotzt mich tierisch an, wie Damen einerseits die Unabhängige, Selbstständige, "Dank künstl. Befruchtung brauchen wir keine Männer mehr"-Emanzen miemen u nach der großen Rede zum Freund nach Hause laufen, das Hausmütterchen spielen u sich aushalten lassen.

    Joa, dis war's.

    D
     
    #13
    DickesD, 5 April 2005
  14. Schlumpf Hefti
    Benutzer gesperrt
    667
    0
    0
    nicht angegeben
    Interessante Betrachtungsweise... einerseits sehr emanzipiert, da du die Frau gleich schlecht wie einen Mann stellst, andererseits entdecke ich eine gewisse Konfusion die anscheinend aus einer eher konservativen Denkweise stammt.
    Du betrachtest Frauen nicht (wie so viele andere) nur als liebe unschuldige Wesen sondern siehst in ihnen genauso Täter. Pauschalisierungen mögen gewisse Erfahrungswerte wiederspiegeln, helfen aber auch nicht weiter. Gewiss treffen sie häufig zu - ganz bestimmt häufiger als jede Frau zugeben würde.

    Die Zeiten ändern sich und die Frauen auch. Was ich bei dir vermisse: Eine gewisse Souverinität und Erhabenheit, durch die sich meiner bescheidenen Meinung nach (viele) Männer immer noch auszeichnen und was sie von Frauen in diesem Falle unterscheidet. Kurz gefragt: Hast du es nötig dich über sowas aufzuregen?
    Deine Artikulationsweise zeigt mir, daß du sooo dumm nicht sein kannst und wer Gedanken so formulieren kann, sollte nicht an seinem eigenen Intellekt verrecken. Du nimmst Gegebenheiten die oft auf simpelsten Ursachen beruhen innerlich auseinander und verzweifelst selbst daran, genauso wie man sich an der Frage nach dem Sinn des Lebens und dem Ende des Universums selbst in den Wahnsinn treiben kann. Intelligenz und Wahn liegen oft dich beeinander, und so ist es die von mir genannte Souverinität und Erhabenheit, die einen das ganze mit anderen Augen sehen läßt.
    Du kannst die Spielregeln nicht ändern, aber wenn du sie verstanden hast, kannst du wunderbar am Spiel teilnehmen... und wenn du gut bist, kannst du es kontrollieren.

    In diesem Sinne: Schnapp dir n Bier :bier: und scher dich nen Dreck um die Beweggründe des Weibsvolkes, sie verstehen es ja selbst nicht :grin: :grin:
    Für eine höchst wissenschaftliche Untersuchung der Problematik klicke hier :eek:
     
    #14
    Schlumpf Hefti, 5 April 2005
  15. Prophet
    Gast
    0
    @re_invi:
    Die bloße Existenz einer Regel, egal, wie viele Ausnahmen sie auch haben mag, scheint das eigentliche Problem zu sein. Wie man es auch sieht, die Ausnahmen bei einer Regel sind zumindest in der Wahrnehmung doch praktisch immer (<- Regel mit Ausnahme) kleingedruckt.

    @DickesD:
    Freut mich, daß du die beiden Punkte auch so siehst. Das ist ein Steinchen mehr auf der Seite der Waage, die mit "Gegenbeispiele" beschriftet ist, wenn ich mich so ausdrücken darf.
    Diferenzieren kann und muß man da wohl, das ist wahr. Es ging mir auch hauptsächlich darum, daß es eben nicht immer oder nur gilt: "Sollen die anderen zusehen, wie sie mit mir klarkommen, ist doch nicht meine Sache, wie sie das verarbeiten, was ich ihnen vor die Füße werfe."
    Was du mit dem zweiten Teil meinst (bezüglich meines Gemütszustandes), das habe ich nicht so recht verstanden?


    @Schlumpf Hefti:
    Souverenität, Erhabenheit - das kann ich, denke ich, in anderen Bereichen aufweisen, aber nicht, wenn es um das Thema Frauen geht. Ich rege mich nicht wirklich darüber auf, wie Frauen sind bzw. wie ich sie in diesem Text darstelle (über manche Dinge / manche Frauen schon, aber nicht generell), mich beschäftigt einfach, daß dieses Bild, wenn auch nicht konstant, in mir existiert, daß es mir den Umgang mit Frauen erschwert und ich es doch nicht loswerde.

    Das liegt daran, daß man (ich in diesem Falle) manchmal nicht glauben kann, daß nichts weiter dahintersteckt. Meine Erfahrung (die womöglich auf Täuschung beruht), meine Assoziation zwingt mich regelrecht dazu, tiefergehende Zusammenhänge und Wirkungsweisen anzunehmen. Aber - was machst du, wenn du vor dem Ausschalter stehst, ihn aber nicht drücken kannst, weil dir deine Hände nicht gehorchen?

    Das läßt mich vergleichsweise kalt. :zwinker:

    Das hört sich richtig an, ja. Dennoch eine Frage: Was, wenn einem das Spiel nicht gefällt, wenn eine Teilnahme einen Verrat an den eigenen Grundsätzen darstellt? Und was, wenn man trotz allem auf den Gewinn nicht verzichten kann?

    PHP:
    if ($situatuion) = ($RandomRvent
       
    then load($RandomEventReaction
       else (
    load($HelplessReaction) or load($AggressiveReaction))
    Hm, interessant ... Ob es sich um eine echte Zufallsfunktion handelt, oder ob es darin doch noch Strukturen gibt, die man eventuell vorhersagen kann?
     
    #15
    Prophet, 5 April 2005
  16. klärchen
    klärchen (35)
    Meistens hier zu finden
    2.758
    133
    66
    nicht angegeben
    das ist ja nun erstmal egal, weil sich der thread eben um diese gedanken handelt, "die sich dir manchmal aufdrängen".

    richtig. aber du musst schließlich auch alle anderen deiner triebe und impulse im zaum halten. oder nicht? deinen mitmenschen ist oft völlig egal, was sie bei dir auslösen, wenn sie dir nicht grade nahe stehen. ich möchte manchmal auch gerne jemandem in die visage hauen, weil er was unverschämtes zu mir gesagt hat. ich möchte manchmal auch auf das auto vor mir direkt drauffahrn, weil da drin ein idiot sitzt. ich möchte manchmal auch alle läden der stadt leerräumen, weil ich alles haben will, was ich sehe. und die bösen verkäufer verzieren das noch alles so schön, damit es extra schlimm wird! aber ich muss es unterdrücken. wie jeder andere normale mensch auch. und das beste daran ist: obwohl ich permanent meine bedürfnisse hinunterschlucke, bekomme ich keinerlei psychische probleme. komisch oder? man kann nicht alles haben und tun, was man will. so ist das leben. das lernt man als kleinkind.


    der vergleich hinkt wirklich etwas. durch das offene zur schau tragen deiner brieftasche erhälst du doch keine glücksgefühle oder bestätigung. das bringt dir ja garnix. die bestätigung als attraktiver mensch hingegen bringt dir sehr viel. und ehrlich gesagt möchte ich nicht mein ganzes leben bis ins kleinste und sinnlosteste einschränken, aus angst vor menschen, die sich nicht normal aufführen können. das ist doch wohl nicht dein ernst? und selbstverständlich trägt man eine gewisse verantwortung dafür, was man bei anderen menschen auslöst. man sollte schon so sensibel sein, um keinem zu nahe zu treten oder ihn zu verletzen. aber sorry, die eigene kleidung gehört für mich definitiv nicht zu dieser sparte. es muss einfach eine gewisse grenze geben, sodass die rücksichtnahme nicht zur selbstaufopferung wird.


    du hast mir meine antwort schon aus dem mund genommen. was du aufführst, ist die theorie. das andere ist die praxis. und ich finde nicht, dass du diese praxis einfach aus deinen überlegungen streichen kannst. sonst müsstest du auch schreiben, dass frauen theoretisch böse, egoistisch und aufreizend angezogen sind. aber du meinst es doch zugegebenermaßen eher praktisch, nicht wahr?

    ich weiß, dass auch die männerrolle einige nachteile hat. das ist das leid mit klischees. aber diese sind einfach nichts im vergleich zu den nachteilen, die frauen sowohl von natur aus als auch gesellschaftlich haben. mehr kann ich bald dazu nicht sagen, das MUSS doch einfach jedem einleuchten. wie kann man das nicht sehen? ich begreif das nicht. ohne dieses gäbe es gar keine frauenbeauftragten etc., dann würde sowas ja gar keinem einfallen.


    ich habe nicht gesagt, dass frauen ihre kinder aufgezwungen bekommen. der punkt hierbei war, dass männer einmal drüberrutschen und ihren samen fließen lassen und frauen den widerlichen rest, der dir bekannt sein dürfte, erledigen dürfen. fakt ist, dass das einfach unglaublich ungerecht ist. und ja, ich wage es, mich hier öffentlich darüber aufzuregen! natürlich kann dafür kein mann was. und wenn es damit dann getan wäre, würde ich auch garnichts weiter sagen. aber nein, so ist es nicht. eine freundin von mir hat ein gutes abitur. aber sie hat auch zwei kleine kinder. sie hat keinerlei chancen auf einen job. ihr mann, der logischerweise auch zwei kinder hat, hatte niemals probleme damit, eine arbeit zu finden und ist sogar zum gf einer kleinen firma aufgestiegen. er ist ja ein MANN. das ist nur eine von den frechheiten, die man sich so erlaubt. also erzähl mir bitte nichts davon, dass die frauen ihre kinder nach einer trennung zu sich nehmen. das ist ja wohl das allermindeste, nach allem, was sie dafür opfern im gegensatz zu dem schnullifax, den der mann beiträgt. päh!

    männer und frauen können niemals das gleich leben führen, weil sie dafür viel zu unterschiedlich sind. das sehe ich ein und vll ist es sogar gut so. aber sich jetzt als mann in unserer zeit, wo eigentlich noch viel zu vieles zum nachteil der frauen ausgelegt ist, hinzustellen und sich zu beschweren...das ist so dreist, ich kanns kaum fassen. den frauen geht es mittlerweile endlich ETWAS besser als früher. und gleich kommen die männer und nölen rum. DAS ist egoismus und bosheit!

    keiner soll mich falsch verstehen. normalerweise mag ich männer. sie haben mich nie schlecht behandelt. ich hatte einen guten vater und liebe freunde.
    aber sollte mir jemals einer unterkommen, der mir einen solchen scheiß erzählt, wie in diesem thread geschrieben steht, dann bin ich nicht mehr gewillt, meine impulse zu unterdrücken!!! :wuerg:
     
    #16
    klärchen, 6 April 2005
  17. Prophet
    Gast
    0
    Das ist schon richtig - ich bin mir allerdings nicht ganz sicher, ob du verstehst, was diese Gedanken für mich sind. Ich verteidige diese Gedanken nicht, im Gegenteil, ich wäre froh, wenn ich sie loswürde, um eine halbwegs brauchbare Basis für Vertrauen zu haben. (Mag sein, daß ich auch nur deinen Text falsch verstehe, du mich hingegen richtig - in dem Falle tuts mir leid.)

    Bevor du dich wunderst, warum ich mich dann auf eine Diskussion einlasse: Ich kann meist nur glauben, akzeptieren, wenn ich auch gleichzeitig verstehe (daß das nicht immer von Vorteil ist, brauche ich wohl nicht extra zu erwähnen). Nun, und es gibt Verhaltensweisen bei Frauen, die eben obige Gedanken bei mir auslösen - einziges Gegenmittel für mich ist also, zu verstehen, warum sich frau so verhält.

    Das ist alles richtig. Es gilt dabei aber auch zu beachten, daß Der Sexualtrieb neben dem Überlebenstrieb der stärkste ist. Zudem geht es bei Sexualität immer um Zwischenmenschliches, also um Gegenseitigkeit (sollte es zumindest meiner Meinung nach), damit um Vertrauen. Meines Erachtens lassen sich die Triebe also nicht in jeder Hinsicht vergleichen.

    Ich habe den Verlgleich auch nur gewählt, um die Seite derer darzustellen, die sich mit den Schlüsselreizen konfrontiert sehen, nicht die Motivation derer, die sie auslösen.

    Darum geht es gar nicht. Wenn ich das wollte, dann müßten wir uns alle unser Leben lang in sicheren Bunkern verschanzen. Ich wollte nur versuchen, der "anderne Seite" klarzumachen, wie es von "dieser Seite" aussieht.

    "Kleider machen Leute" - in gewissem Maße ist es oberflächlich, aber im Gegenzug kann man tatsächlich vom Äußeren auf das Innere schließen. Und so, wie die Menschen nach außen wirken, so werden sie auch meist behandelt. Wenn ich auf meinem Rücken "Tritt mir in den Hintern!" stehen habe, dann brauche ich mich nicht zu wundern, wenn es jemand tut. Das ist wieder ein Beispiel, was nicht zum eigentlichen Thema paßt, aber vielleicht verdeutlicht es, was ich meine.

    Es geht mir in diesem Falle nicht darum, was Frauen theoretisch sein können, wie die Rollenverhältnisse in der Praxis sind. Es ging mir hier ausschließlich darum, welchen Anspruch einige (wenige? Viele? Keine? Alle?) stellen.

    Beide Seiten haben ihre Vor- und Nachteile. Welche nun am Ende "besser", welche "schlechter" dran ist, das vage ich nicht zu beurteilen (das heißt nicht, daß ich das Thema totschweige). Dazu müßte man wohl beides erlebt haben, aber das geht in einem Leben schlecht.

    Das ist richtig und tut mir auch leid, aber ändern kann da niemand etwas dran (außer die Wissenschaft vielleicht). Natürlich gibt es Männer, die "einmal drüberrutschen", und schon ist es passiert. Auf der anderen Seite gibt es auch Frauen, die Männern ein Kind "unterschieben", sei es nun ihr eigenes oder nicht.

    Das einzige, worüber ich mich beschwere: Es wird aufgrund der Tatsache, daß in der überwiegenden Mehrheit der Fälle die Frau mehr an Zeit, Engergie, Aufopferung, etc. in die Kinder "investiert" hat, generell angenommen, daß im Falle einer Trennung die Frau das Sorgerecht bekommt; ein Mann hat es sehr viel schwerer.
    Wenn man über Frauen nicht im allgemeinen richten soll, dann soll man es bitte auch nicht andersrum.

    Mir ging es nicht darum, mich zu beschweren, falls das bisher nicht klargeworden ist. Was den Rest anbelangt - Vermutlich werden Männer und Frauen immer behaupten, der anderen Seite ginge es besser (bzw. besser, als sie es ihrer Meinung nach verdienen). Egoismus - ist es falsch, sich in Zeiten persönlicher (!) Krisen auf sich selbst zu konzentrieren?
     
    #17
    Prophet, 6 April 2005
  18. klärchen
    klärchen (35)
    Meistens hier zu finden
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    nicht angegeben
    ich glaube wir verdiskutieren uns gerade etwas und kommen vom hundertsten ins tausendste. ich habe verstanden, dass du nur deine gedanken und gefühle schilderst. und ich schildere meine. das problem ist jetzt wieder der unterschied zwischen den geschlechtern. ich kann deine meinung einfach nicht nachvollziehen, weil für mich deine gesamte anschauung der situation nicht nachvollziehbar ist. für mich ist es klar, dass frauen biologisch und gesellschaftlich benachteiligt sind, und zwar generell. und ich kapiere einfach nicht, wie jemand anderer meinung sein kann. das ist, als ob jemand behaupten würde, das gras wäre nicht grün sondern violett. da würde ich mich genauso streiten.

    und ich verstehe genausowenig, welche verhaltensweisen dich auf die idee bringen, frauen seien irgendwie schlecht oder verdorben (abgesehen davon, dass es natürlich schlechte und verdorbene frauen gibt, genauso wie auch männer). das mit den klamotten hab ich ja bereits erklärt. ich kann daran einfach nicht schlimmes finden.

    nunja, bei mir ist der sexualtrieb nicht der stärkste. zuerst kommen die grundbedürfnisse wie essen, trinken, schlafen. dann kommt erstmal ne weile nichts. danach kommt es mal das bedürfnis der selbstbehauptung, wichtig für andere zu sein und gewisse anforderungen an sich selbst zu erfüllen. und daaaann irgendwann kommt mal die sexualität. vll ist das der punkt. für mich bleibt es unverständlich, wie etwas, was so "nebensächlich" für mein weltbild ist, wie sex, einen so fertig machen kann, wie dich. sex fällt nebenbei mal ab. ehrlich gesagt könnte ich jahrelang ohne sex auskommen, das wäre für mich kein beinbruch, obwohl ich es gerne tue. aber dass ich es BRAUCHEN würde, nein, das kann ich nun wirklich nicht sagen.
    natürlich habe ich mich auch schonmal in einen hübschen kerl verknallt und davon geträumt, mit ihm irgendwelche schweinereien zu machen. aber ich deprimiere mich nicht, wenn das nicht klappt. dafür ist es viel zu unwichtig.

    ach was solls. jetzt hab ich den faden verloren. ich glaube, diese dikussion führt zu garnichts. ich kann zu dor nicht vordringen und du nicht zu mir. für mich ist einfach alles, was du schreibst komplett unlogisch und irgendwie beängstigend. wenn ich das nächste mal nen kurzes röckchen trage und dabei ständig denken muss, dass die männer sich nicht freuen, was hübsches zu sehn, sondern wie zobies mit überdruck von mir nur in depressionen gerissen werden, wirds mir auch anders. wie verkrampft...
     
    #18
    klärchen, 6 April 2005
  19. Prophet
    Gast
    0
    Vermutlich hast du recht, und wir kommen in dieser Sache auf keinen grünen Zweig. Bevor ich es aber auf sich beruhen lasse, nur noch zwei Punkte.

    Genau um diese "schlechten Beispiele" geht es im Grunde ja. Wahrscheinlich sind die meisten Frauen, auch die in meiner Umgebung, völlig "unbedenklich" (einpassenderes Wort will mir im Moment nicht einfallen). Das Problem: Ich weiß, es gibt Frauen, die fremdgehen, um ein Beispiel zu nennen. Woher weiß ich nun, welche es tut und welche nicht? Die einfachste Antwort wäre wohl "ausprobieren", aber ich bin nun mal ein Zweifler. Daß es Gewißheit (vor allem in dieser Hinsicht) wohl nie geben wird, dessen bin ich mir bewußt, hilft mir aber auch nicht weiter. Dafür können natürlich die Frauen im allgemeinen nichts.

    Fertig macht mich nur, daß es eben wohl keine Gewißheit gibt. Mit Sex, Sexualität oder dem Sexualtrieb habe ich im allgemeinen keine Probleme - ich ertrage nur die Vorstellung nicht, betrogen zu werden. Einerseits wünsche ich mir jemanden, mit dem ich mein Leben in der "besonderen" Weise teilen kann, eine Partnerin eben - andererseits befürchte ich, für eine Partnerschaft nicht die nötigen Voraussetzungen mitbringen zu können. Das ist, was mich fertig macht.

    Nun, wie auch immer, von mir aus belassen wir es dabei. Danke für die umfangreichen Darlegungen deiner Ansichten.
     
    #19
    Prophet, 6 April 2005
  20. sarkasmus
    Gast
    0
    **************
     
    #20
    sarkasmus, 6 April 2005

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