Willkommen auf Planet-Liebe

diskutiere über Liebe, Sex und Leidenschaft und werde Teil einer spannenden Community! :)

jetzt registrieren

Frauenmilch abgeben oder verkaufen? gut oder schlecht

Dieses Thema im Forum "Schwangerschaft, Geburt & Erziehung" wurde erstellt von User 161456, 28 Juli 2017.

  1. User 161456
    Öfters im Forum
    940
    68
    229
    in einer Beziehung
    In immer mehr Kinder-Kliniken werden sogenannte Frauenmilchbanken angelegt.

    Sinn ist es, Frühchen, wo die Mütter noch keine eigene Muttermilch angeben können, mit fremder Frauemilch zu versorgen. Es gibt einfach nichts besseres. Perfekte Nahrung und Medizin zugleich.
    Bei diesen mit Frauenmilch versorgten Frühchen, ist die Komplikationsrate um sage und schreibe 80% gesunken. Ein toller Erfolg.
    Muttermilch ist ein echter Zaubertrank, den die Industrie bis heute nicht zu imitieren vermag.

    Leider kämpfen die Frauenmilchbanken händeringend um frische Muttermilch.
    Der Nachschub ist sehr begrenzt.

    Was sagt ihr dazu? Würdet ihr überzählige Muttermilch spenden und zur Kinderstation bringen?

    Und darüber hinaus gedacht:
    Wäre es für Euch auch denkbar, wenn möglich eine Freundin oder Bekannte mit Muttermilch zu versorgen? vielleicht sogar nicht nur in der Frühchenphase...
    ...und wenn, auf Spendenbasis, oder gar gegen Geld?
     
    #1
    User 161456, 28 Juli 2017
  2. User 136760
    Sehr bekannt hier
    2.555
    188
    1.161
    nicht angegeben
    Ich finde das eklig und gesundheitlich nicht unbedenklich. Wo hast du das her, dass man da einfach so spenden darf?
     
    #2
    User 136760, 28 Juli 2017
  3. User 114808
    Sehr bekannt hier
    731
    178
    723
    Verheiratet
    Was sagt ihr dazu? Würdet ihr überzählige Muttermilch spenden und zur Kinderstation bringen?
    Ich kann mir vorstellen, dass man vor Ort Abpumpen muss um die Kühlkette etc. zu gewährleisten. Und man sich diverser Untersuchungen und Kontrollen unterziehen muss. Das alleine würde mich schon nerven und ich möchte mein Baby so weit weg vom Krankenhaus wissen wie möglich. Nur mit dem Foto des Babys abzupumpen ist auch nicht immer soooo effektiv.

    Und darüber hinaus gedacht:
    Wäre es für Euch auch denkbar, wenn möglich eine Freundin oder Bekannte mit Muttermilch zu versorgen? vielleicht sogar nicht nur in der Frühchenphase...

    Also dauerthaft quasi zwei Kinder stillen? Ich verzichte. Bin froh, dass es mit (m)einem klappt und möchte in den Kreislauf nicht unnötig eingreifen. Die Verantwortung ein fremdes Kind zu ernähren möchte ich zudem auch nicht übernehmen.

    ...und wenn, auf Spendenbasis, oder gar gegen Geld?
    Spendenbasis. Wie Blutspenden auch.
     
    #3
    User 114808, 28 Juli 2017
    • Zustimmung Zustimmung x 2
  4. User 161456
    Öfters im Forum Themenstarter
    940
    68
    229
    in einer Beziehung
    war heute ein Bericht auf DLF.
    Das ist im Moment ein neuer Trend im Kinderklinikbereich.
    Vor allem Klinken in Ostdeutschland sind da groß.

    wieso denn ekelig?
    Die Muttermilchespende wird ähnlich gehandhabt wie Blutspenden.
    vorab gibt es jede Menge Kontrolluntersuchungen.
     
    #4
    User 161456, 28 Juli 2017
  5. User 34612
    User 34612 (39)
    Planet-Liebe Berühmtheit
    5.860
    398
    4.069
    vergeben und glücklich
    Hätte ich keinerlei Probleme mit gehabt. Ich hatte eh viel zu viel.
     
    #5
    User 34612, 28 Juli 2017
  6. asante
    asante (30)
    Verbringt hier viel Zeit
    57
    103
    30
    Verheiratet
    Ich weiss noch wie froh ich war, als meine zwei Fruehchen in den ersten Tagen mit Frauenmilch versorgt wurden, da meine Milch noch nicht ausgereicht hat. Dieses Gefuehl zu wissen, dass sie trotzdem mit dem Besten versorgt sind hat mich so erleichtert. Ich stehe voll und ganz hinter dieser Initiative und finde es toll wenn Frauen spenden. Meine Zimmernachbarin in der Klinik hatte z.b. von Anfang an so viel Milch, dass es fuer ihr eigenes Fruehchen viel zu viel war. Anstatt die abgepumpte Milch nicht zu verwenden, wurde sie gefragt ob sie denn nicht spenden moechte. Sie musste dann einige Untersuchungen ueber sich ergehen lassen und ich glaube sie durfte dann leider doch nicht, da sie irgendeine komische Erbkrankheit hatte, das wusste sie bis dahin selbst noch nicht.
    Also gesundheitlich ist das sicher nicht bedenklich, da auf hoechste Hygiene geachtet wird und alles genaustens untersucht, ueberprueft wird.
    In den USA, Brasilien, etc ist das ja schon sehr verbreitet, dort spenden sehr viele bzw. man kann seine Milch auch verkaufen. Also im Internet Milch von jemandem kaufen, das waere mir zu heikel und riskant, aber von einer Klinik auf der Fruehchenstation angeboten, auf jeden Fall.
    Ganz ehrlich gesagt weiss ich aber nicht, ob ich selber spenden wuerde, also wenn ich dann daheim bin, waehrend des Klinikaufenthalts vielleicht. Aber wenn stillen beim eigenen Kind gut klappt, dann noch die Zeit nehmen um zu pumpen, dies dann richtig aufzubewahren und in die Klinik zu bringen...waere mir glaube ich doch zu viel Aufwand. :S Dabei war ich selber so froh darueber, eigentlich recht egoistisch von mir...
     
    #6
    asante, 28 Juli 2017
    • Hilfreich Hilfreich x 4
    • Interessant Interessant x 2
    • Lieb Lieb x 1
  7. User 150857
    Verbringt hier viel Zeit
    404
    118
    543
    Verheiratet
    Extra in eine Klinik würde ich nicht gehen. Einer Freundin oder Verwandten würde ich aber aushelfen, wenn ich genug hätte. Finde daran auch überhaupt nichts eklig und wäre selbst sehr froh, wenn ich in so einer Situation mit Frühchen wäre.
     
    #7
    User 150857, 28 Juli 2017
    • Zustimmung Zustimmung x 1
    • Lieb Lieb x 1
  8. User 96053
    User 96053 (29)
    Beiträge füllen Bücher
    1.384
    248
    1.727
    Verheiratet
    Ich hab so die ersten Tage überlebt. :zwinker:
    Allerdings gab es damals keine "Muttermilchbank", eine andere Dame, die kurz vor meiner Mutter entbunden hatte, hat mich mitgestillt. Da meine Mutter ein spezielles Medikament nach der Geburt erhalten musste, durfte die Muttermilch mehrere Tage lang nicht ans Kind weitergegeben werden. Damit ich keine Schäden davontrage, wurde ich also an einer anderen Brust angelegt.

    Ich empfinde das nun nicht als schlimm, aber ob ich es selber machen würde? Anlegen im Krankenhaus bei entsprechendem Überschuss sicher, nur, ob ich dafür mitsamt meines Kindes in die Klinik fahren würde, weiß ich nicht. Der Gedanke ist aktuell noch zu weit weg für mich.
     
    #8
    User 96053, 28 Juli 2017
    • Interessant Interessant x 2
  9. Nevery
    Planet-Liebe ist Startseite
    9.279
    598
    8.258
    in einer Beziehung
    ich halte das für eine sehr gute idee, ganz besonders, falls es dabei auch um kolostralmilch geht. die ist halt echt absolut unersetzlich, wenn sich da für notfälle eine alternative quelle finden lässt: perfekt!

    persönlich würde ich das sowohl in anspruch nehmen als auch spenden, wenn ich jemals in der situation wäre und die möglichkeiten hätte. ich halte muttermilch (sofern nichts spezielles gegen die verwendung spricht) immer für besser als ersatznahrung, insofern wäre mir das auch einigen aufwand wert.
     
    #9
    Nevery, 28 Juli 2017
  10. User 116134
    Planet-Liebe Berühmtheit
    3.933
    348
    4.324
    nicht angegeben
    Finde ich lustig, dass du DAS kaum glauben kannst, während Blut spenden ganz alltäglich ist und man nicht-menschliche Muttermilch überall kaufen kann... :grin:
     
    #10
    User 116134, 28 Juli 2017
    • Zustimmung Zustimmung x 6
    • Witzig Witzig x 2
  11. Schnecke106
    Meistens hier zu finden
    128
    128
    227
    Verheiratet
    Ich finde das auch super und gehe davon aus, dass es da genügend Kontrollen gibt. Ammen hat es doch auch schon immer gegeben.
     
    #11
    Schnecke106, 28 Juli 2017
    • Zustimmung Zustimmung x 1
  12. User 136760
    Sehr bekannt hier
    2.555
    188
    1.161
    nicht angegeben
    Milchnahrung ist aber nicht potentiell unhygienisch. Wüsste nicht, was daran so lustig sein soll, gesundheitliche Bedenken zu haben.
     
    #12
    User 136760, 28 Juli 2017
  13. User 96053
    User 96053 (29)
    Beiträge füllen Bücher
    1.384
    248
    1.727
    Verheiratet
    Oh doch. Milch (also zum Beispiel Kuhmilch) wird regelmäßig genau kontrolliert und wenn da irgendwas nicht stimmt oder das Tier Medikamente bekommt, wird die Milch weggekippt.
     
    #13
    User 96053, 28 Juli 2017
  14. User 163532
    Sorgt für Gesprächsstoff
    171
    43
    187
    Verheiratet
    Ich weiß von meiner Schwiegeroma, dass sie es auch gemacht hat, bis sie es nicht mehr durfte. Zumindest erzählt das immer meine Schwiegermutter. Also, Spenden meine ich.

    Ich weiß nicht, ob ich es für mein Kind annehmen würde, dazu müsste ich mich erst mal etwas belesen. Vom Gefühl her fände ich es erst mal komisch.
    Mit Bluttransfusionen ist das für mich nicht vergleichbar, denn es gibt keine Alternative zu Bluttransfusionen - zu Muttermilch eben schon. Und eine Transfusion ist eine einmalige Sache, während fremde Muttermich über einen längeren Zeitraum gebraucht würde (wenn es darum geht, z.b. Frühchen damit zu versorgen).

    Muttermilch spenden würde ich nicht. Ich fand Abpumpen immer furchtbar und zeitintensiv noch dazu.
     
    #14
    Zuletzt bearbeitet: 28 Juli 2017
    User 163532, 28 Juli 2017
    • Zustimmung Zustimmung x 1
    • Interessant Interessant x 1
  15. nachbarin88
    Verbringt hier viel Zeit
    283
    113
    84
    Verheiratet
    Huh, spannendes Thema! Also die Idee dieser Muttermilchbank finde ich erstmal super. Eine tolle Idee, die gute Muttermilch nicht einfach zu entsorgen sondern sie anderen Kindern, die sie dringend brauchen, zu geben. (Vorausetzung ist selbstverständlich, dass diese Milch ausreichend kontrolliert wird).

    Den Grundgedanken, die Milch von anderen Leuten zu trinken bzw. meinem Kind zu geben, finde ich aber ehrlich gesagt trotzdem merkwürdig und ich kann das "eklig" Gefühl etwas nachvollziehen. Aber ich weiß, dass das nur Kopfsache ist. Ich fand es selbst irgendwie eklig, von meiner eigenen Muttermilch zu probieren :tongue: Obwohl es ja von mir selbst war und nicht mal von jmd Fremden. Aber irgendwie konnte ich es nicht über mich bringen ...:sick: Vllt ist es das, was Mirella meinte. Wobei es tatsächlich paradox ist. Milch, die für Kälber bestimmt ist, wird täglich ohne Nachdenken getrunken...

    Wie diese Milchspende in der Praxis bzw. im Alltag aussehen soll, kann ich mir aber schwer vorstellen. Wenn man selbst ein kleines Baby hat, ist es mühsam extra in die Klinik zu fahren oder abzupumpen und hinzubringen. Ich hatte selber totalen Milchüberschuss und habe alles eingefroren und später selbst für meinen Sohn verwendet. Das war natürlich einfach, aber wäre wohl so nicht für andere Kinder zugelassen worden. Am einfachsten wäre es wohl, wenn man das direkt nach der Geburt im Krankenhaus machen könnte. Wobei man da auch meist andere Gedanken hat.
    Geld würde ich aber wohl nicht dafür nehmen. Ich gehe auch zum Blutspenden ohne dafür Geld zu verlangen. Hätte dabei irgendwie ein komisches Gefühl.

    Ich selbst wurde als Kind auch bei meiner Nachbarin angelegt :zwinker: Meine Mutter und sie haben fast zeitgleich entbunden und danach jeweils mal das andere Kind gehütet. Bot sich dann an, dass beide Milch auf Abruf hatten:grin:
     
    #15
    nachbarin88, 28 Juli 2017
    • Interessant Interessant x 1
  16. User 161456
    Öfters im Forum Themenstarter
    940
    68
    229
    in einer Beziehung
    Ich kann da eigentlich nicht mitreden, aber ich finde das Thema sehr spannend.

    Vom Gefühl her hätte ich persönlich glaube ich auch kein Problem, mal ein fremdes Kind anzulegen. So als Freundschaftsdienst, falls es mal einen Engpass bei ner guten Freundin gäbe. Ich bezweifele aber, ob ich die Ttagweite meiner Behauptung überhaupt überblicke...:tongue:

    Es ist nur die Frage, wie sehr schlaucht einen eigentlich die Milchproduktion.

    Da ist frau glaube ich ganz schön unter Höchstleistung gesetzt.
    So war es jedenfalls bei uns damals.
     
    #16
    Zuletzt bearbeitet: 28 Juli 2017
    User 161456, 28 Juli 2017
  17. tiefblick77
    Sorgt für Gesprächsstoff
    844
    43
    146
    Verheiratet
    Bedenklicher als Blutspenden ist es mit Sicherheit nicht. Wenn man bei Blutspenden die Sicherheit gewährleisten kann, dann geht das sicherlich auch bei Muttermilchspenden. Außerdem lässt sich Muttermilch sicherlich ähnlich leicht sterilisieren wie Kuhmilch. Die entsprechenden Verfahren sind ja aus der Milchindustrie hinlänglich bekannt.
     
    #17
    tiefblick77, 28 Juli 2017
  18. User 161456
    Öfters im Forum Themenstarter
    940
    68
    229
    in einer Beziehung
    Ich frag mich gerade on jedes Kind jede Muttermilch trinken kann. Oder ob es da eine Feinabstimmung gibt?
     
    #18
    User 161456, 28 Juli 2017
  19. tiefblick77
    Sorgt für Gesprächsstoff
    844
    43
    146
    Verheiratet
    Da es sogar Säuglinge gibt, die die Milch ihrer eigenen Mutter nicht vertragen, kann ich dies klar verneinen.
     
    #19
    tiefblick77, 28 Juli 2017
    • Interessant Interessant x 1
  20. simon1986
    simon1986 (31)
    Planet-Liebe Berühmtheit
    6.791
    398
    2.145
    Verheiratet
    Früher war diese Milchspende wenn die Mutter nicht stillen konnte, und in "besseren Kreisen" normal. Stichwort Ammen.

    In manchen Spitälern ist es heute üblich, Muttermilch in "Muttermilchbanken" zu sammeln, weil fremde Muttermilch immer noch Vorzüge hat vor Ersatzprodukten. Aber dabei müssen Regeln eingehalten werden, ähnlich wie bei der Blutspende. Gesundheitszustand, Ess- und Lebensgewohnheiten der Spenderinnen, dazu Bluttests, und selbstverständlich Untersuchung der Milch auf Keime.

    Diese Milchspende ist (wie Blutspende) in der Schweiz gratis. Das ist auch richtig so, denn 2. erfolgt der Aufwand vor allem NACH der Spende, und 1. wäre ein freier Muttermilchhandel" für Spenderinnen und Empfänger) gesundheitlich bedenklich.
     
    #20
    simon1986, 29 Juli 2017
    • Interessant Interessant x 1

jetzt kostenlos registrieren und hier antworten