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Freie Liebe

Dieses Thema im Forum "Beziehung & Partnerschaft" wurde erstellt von v69m, 4 Januar 2004.

  1. v69m
    Gast
    0
    Hallo,

    hat vielleicht jemand Lust, ernsthaft über freie Liebe zu diskutieren? Gemeint ist damit nicht, was landläufig darunter verstanden wird, nämlich häufiger Partnerwechsel. Als Hintergrund für die Diskussion könnte

    http://www.unix-ag.uni-kl.de/~kasparek/Freie_Liebe/head.html

    dienen, auch wenn der Text in manchen Punkten schon ein wenig veraltet ist. Ist aber nur etwas für Leute, die bereit sind, so ziemlich alles in Frage zu stellen.

    v69m
     
    #1
    v69m, 4 Januar 2004
  2. ogelique
    Verbringt hier viel Zeit
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    123
    1
    Verheiratet
    Hi!

    Ich habe den Link überflogen.

    *maldenanfangmach'*

    Ich persönlich empfinde häufigen Partnerwechsel außerhalb einer Beziehung als absolut in Ordnung. Finde,d ass sowohl Frauen als auch Männer das Recht darauf haben, ohne von der Anderen als schlampig betrachtet zu werden. Wenn's Spaß macht und niemand dabei verletzt/ angesteckt wird, warum nicht?
    Ich würde freie Liebe auch selber nicht ausschließen, schließlich sammelt man dabei Erfahrung für den "Richtigen" und was soll denn bitteschön daran schlimm sein?
    Dieses wird jedoch von unserer Gesellschaft nicht so ganz akzeptiert.
    Ich denke, dass wir im Vergleich zu den 68ern weniger freizügig mit Sexualität umgehen.

    Habe in letzter Zeit einige Jungs (17-19jährige!) unterschiedlicher Nationalität kennengelernt, die eine Jungfrau als Freundin bzw. zum Heiraten haben wollen. Was mich interessiert, ist, ob sie noch genauso denken werden, wenn sie 25 sind... Kennt noch jemand solche Leute?
     
    #2
    ogelique, 4 Januar 2004
  3. Hi,

    im Prinzip kann jeder machen was er will solange er/sie in keiner Beziehung steckt. Wichtig ist später die Treue in der Beziehung. Allerdings würd ich mir als späterer Fester Beziehungspartner schon ein wenig blöd vorkommen, wenn meine Freundin schon mit Gott und Der Welt in der Kiste war. Frauen die nicht so leicht zu haben sind, find ich da schon ein bissl prickelnder.

    Mfg,
    TBLQ
     
    #3
    TheBigLoveQuest, 4 Januar 2004
  4. ogelique
    Verbringt hier viel Zeit
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    1
    Verheiratet
    @ TheBigLoveQuest: Genau diese Einstellung kann ich an den Männern nicht richtig nachvollziehen!!! Was schert euch das, weiviele Männer sie vor euch gepoppt hat, solang' es noch nicht euer ganzer Bekanntenkreis war? Das, was VOR der Beziehung war, hat rein gar nichts mit der Beziehung selber zu tun.
    Und was ist, wenn sie es z. B. nicht schafft eine lange Beziehung aufzubauen oder sich nicht verliebt? Soll sie dann bis 25 mit dem Sex warten? Da würdest du als Mann doch auch komisch gucken, oder?
    Ganz ehrlich: Mir ist es absolut sch***egal, wie viele mein Freund flachgelegt hat, es ist mir sogar fast lieber, wenn's mehrere waren, als wenn er eien langjährige Beziehung vor mir gehabt hätte...

    Sorry für den etwas harten Ton, ist nix gegen dich :zwinker:
    Mich regt diese Thema nur schon ziemlich lange auf... :mad:
     
    #4
    ogelique, 4 Januar 2004
  5. glashaus
    Gast
    0
    Ich habe nichts dagegen außerhalb einer Beziehung viele Bekannte zu haben, zu flirten und neue kennenzulernen. Ich bin jedoch weniger der Typ der für eine Nacht mit jemandem mal flucks nach Hause marschiert...da gehört für mich ne ganze Menge Vertrauen zu und irgendwie will ich mich auch nicht so einfach hergeben.
    Das heißt aber nicht, dass ich es schlimm finde wenn andere das so handhaben. Kann jeder gerne so machen wie ers am liebsten hat :smile:
     
    #5
    glashaus, 4 Januar 2004
  6. Ok vielleicht hab ich dass jetzt etwas zu sehr auf den Bekanntenkreis bezogen, also ich möchte keine Freundin haben, die mit fast jedem meiner Kollegen schon mal im Bett war.

    Was sonst vorher war kann einem ziemlich egal sein, da hast du recht, nur find ich halt dass man, wenn man nette Bekanntschaften macht nicht gleich nach 2 Stunden mit ihnen f***en muss. Ich würd mir dann in der Beziehung schon die Frage stellen ob dass mit uns lange gut geht, ob Sie nicht evtl. sowas vermisst und ob Sie in Ausnahmesituationen wirklich treu sein kann.
     
    #6
    TheBigLoveQuest, 4 Januar 2004
  7. OnleinHein
    OnleinHein (35)
    Verbringt hier viel Zeit
    393
    101
    0
    vergeben und glücklich
    also wenn ich den Text jetzt richtig verstanden habe (Für einen mündlichen Vortrag ganz schön harter Tobak, das hätte man auch zugänglicher Formulieren können :zwinker: ), geht es darum, dass Männer wie Frauen sich in die ihnen zugeschriebenen Rollenmuster fügen und daraus ganz bestimmte Ängste/Bedürfnisse entstehen?

    Sprich Sexualität wird von der Autorin eher als soziales, erlerntes Verhalten angesehen, statt als Resultat von Trieben?
    Ist ja an sich nichts allzu neues :zwinker:

    Also denke ich mal, ist mit "freier" Sexualität/Liebe auch eher gemeint, dass man sich von diesen "Mythen" löst. Jetzt verstehe ich allerdings immer noch nicht so richtig, worauf die Autorin eigentlich hinauswill. Sollte mir den nochmal zu anderer Tageszeit zu Gemüte führen, wenn ich nicht vorher 3 Stunden Informatik gebüffelt habe :zwinker:

    Generell muss ich sagen, dass ich mich schon zu grossen Teilen ins allgemeine Bild gefügt habe, sprich grosses sexuelles Verlangen, früher Versagensängste und so weiter. Bin allerdings im Moment sehr glücklich mit meiner Situation :zwinker: Ich komme auch sehr gut damit klar, dass meine Partnerin andere Männer attraktiv findet, ist umgekehrt ja auch nicht viel anders. Und blablabla :zwinker: (Ich weiss nicht mal, ob ich den Text richtig verstanden habe :grin: )

    Generell denke ich, dass sich mit schwindendem Einfluss der Kirche, Vermischung der Kulturen und Religionen und liberalerer Einstellung der Eltern der Trend ohnehin in diese richtung geht. Diese "Mythen" sind natürlich noch weit verbreitet, aber auch hier lockern sich die Dinge meines Erachtens nach. Ich habe kein Problem, vor Freunden wie Freundinnen zuzugeben, dass ich dann und dann keinen hochgekriegt habe (nur mal so ein Beispiel :zwinker: ), genauso kann ich bei vielen meiner weiblichen "Kumpels" beobachten, dass sie sehr offen über ihre unbefriedigten Bedürfnisse oder sexuellen Erfahrungen reden können.

    Also generell würde ich begrüssen, wenn mir noch mal wer erklären könnte, wohin die Diskussion eigentlich gehen soll? :zwinker: Und ob ich das mit der "freien Liebe" jetzt einigermassen gerafft hab
     
    #7
    OnleinHein, 4 Januar 2004
  8. v69m
    Gast
    0
    Stimme Dir zu. Allerdings ist die Frage, woher das Bedürfnis nach Partnerwechsel kommt. Die Ursache ist denke ich häufig weniger die Lebensfreude, sondern - jedenfalls bei Männern - so eine Art Trophäensammlertum. Dieses Sammeln von Erlebnissen wäre wohl weniger wichtig, wenn es den gesellschaftlichen Status nicht definieren würde.

    (Muß kursiv weiter quoten, sonst kommt ein Fehler.)

    Ich würde freie Liebe auch selber nicht ausschließen, schließlich sammelt man dabei Erfahrung für den "Richtigen" und was soll denn bitteschön daran schlimm sein?

    GIbt es denn "den Richtigen"? Oder sind es nicht vielmehr "die Richtigen"? Woher kommt das bedürfnis, daß eine Beziehung möglichst lange dauern soll?

    Dieses wird jedoch von unserer Gesellschaft nicht so ganz akzeptiert.
    Ich denke, dass wir im Vergleich zu den 68ern weniger freizügig mit Sexualität umgehen.

    Soweit ich informiert bin, gibt es da viele Mythen. Aber die gesellschaftliche Bedingtheit von Liebe und Sexualität wurde damals diskutiert, heute ist das weniger der Fall.

    Kennt noch jemand solche Leute?

    Nein, kenn ich keine.

    @TheBigLoveQuest:
    Warum ist denn Treue so wichtig? Meine These ist, daß diese Verlustangst auf der Angst vor Einsamkeit beruht. Zu einer starken Persönlichkeit gehört auch, daß sie mal allein sein kann, finde ich.

    @glashaus:
    Warum ist eine Beziehung, denn immer etwas ausschließliches? Kann man/frau nicht mehrere Beziehungen haben, wenn sich die Partner nicht vernachlässigt vorkommen, und keine Eifersucht herrscht?

    @OnleinHein:
    Ich habe den Text nicht geschrieben, gebe zu, ist schwer, aber habe nichts besseres gefunden in der Richtung. Du hast schon recht, es nicht sonderlich neu, daß Sexualität erlerntes Verhalten ist, meist ein angepaßtes Verhalten (Anpassungssexualität). Und freie Liebe ist dann, wenn eine Autonomie im Denken da ist, die das Verhalten steuert. ("Danach kann der Lebensstil und darin die Sexualität an die so entdeckten Bedürfnisse angepaßt werden.") Andererseits ist die praktische Frage, wie so eine Autonomie im Denken zu erreichen ist. Denn die Rollenmuster werden ja ständig eingeübt, auch hier im Forum.
     
    #8
    v69m, 4 Januar 2004
  9. OnleinHein
    OnleinHein (35)
    Verbringt hier viel Zeit
    393
    101
    0
    vergeben und glücklich
    Na ja, wie gesagt, ich denke, der Trend geht ohnehin dahin, dass die Leute sich frei von gesellschaftlichen Moralvorstellungen über ihre eigene Sexualität klar werden. Sicher ist der Einfluss der alten Rollenmuster noch recht gross, aber es ist doch meiner Meinung nach eine ziemliche Bewegung zu erkennen.

    Dieses "Trophäensammeln", wie Du es umschreibst, mag bei einigen tatsächlich die treibende Kraft sein, allerdings konnte ich das nur bei wenigen Jungs in meinem Umfeld wirklich bedenkenlos unterstellen :zwinker:.
    Eher war es bei vielen meiner Freunde, gerade bei denen mit ständig wechselnden Sexualpartnern, so, dass sie sich durchaus eine Bindung wünschten und sich eben "auf der Suche" befanden.
    Ich selbst hatte bei meinen jugendlichen "Abenteuern" auch eher das Gefühl, von Neugier angetrieben zu werden. Bei meiner jetztigen Freundin war das Anfangs nicht anders.

    Wie gesagt, ich habe das Gefühl, dass sich die Einstellung "jedem das seine" zunehmend verbreitet. Viele Freundinnen von mir reden mit mir offen über ihre Affären. Ihre Sorge ist dabei nicht, dass es jemand herausfinden könnte, sondern eher die Angst, enttäuscht zu werden oder verletzt.
    In "Männerrunden" haben auch die meisten meiner Freunde keine Probleme, sexuelle Probleme zuzugeben. Ich denke, mit dem Thema Sex wird heute sehr viel entspannter umgegangen. Dadurch lockern sich auch moralische Vorstellungen und Zwänge, und der "Weg" zur "freien Liebe" ist im Prinzip längst im Gang.

    Ich selber bemerke zur Zeit, während eines 6-monatigen Auslandsaufenthalts meiner Freundin, dass ich überhaupt nicht das Bedürfnis habe, mit einer anderen Frau zu schlafen. Ich bin weniger aufgrund von irgendwelchen Moralvorstellungen treu (auch wenn ich mich davon sicherlich nicht ganz freisprechen kann), sondern einfach, weil ich so am glücklichsten bin. Könnte bestimmt noch n paar Beispiele nennen, aber die heb ich mir für später auf :zwinker:
     
    #9
    OnleinHein, 4 Januar 2004
  10. glashaus
    Gast
    0
    V69M...kann sie schon, aber für mich wäre das absolut nichts. Meiner Meinung nach artet das doch irgendwann in Stress aus, und ich glaube auch nicht dass das so einfach ist, beide 'gleichwertig' zu behandeln und für beide gleich zu fühlen..
     
    #10
    glashaus, 4 Januar 2004
  11. ogelique
    Verbringt hier viel Zeit
    4.767
    123
    1
    Verheiratet
    Meiner Meinung nach ist es ziemlich egal, woher das Bedürfnis nach Partnerwechsel kommt. Es kommt einfach und ich werde mich - wenn ich gerade Lust auf einen neuen Partner habe - nicht erst einmal hinterfragen: Wieso? Wenn man's will, soll man's halt machen, ohne sich dabei vor jemandem rechtfertigen zu müssen.
    Ich hatte mit 16/17 auch das Bedürfnis, neue Flirts zu haben und es war genauso eine Art "Sammlung" oder auch irgendwo Wettbewerb unter Freundinnen (war aber nur Küssen!). Na und?

    Na ja, mit dem "Richtigen" stimme ich dir vollkommen zu, ich hasse diesen Ausdruck auch, aber er ist wohl am "verständlichsten". Damit meine ich eigentlich denjenigen, den ich wirklich liebe und der mich auch liebt.
    Viell. findet das jemand hier komisch, aber ich habe noch nie geliebt und finde nicht, dass ich deswegen eine Nonne spielen muss...

    Hmmm... Treue kann jeder selber definieren. Ichd enke, dass auch "freie" Partnerschaften, lockere Beziehungen ein Recht auf Existenz haben sollten. Für mich wäre das aber wohl nichts, v. a. aus Angst vor diversen Krankheiten. Genauso sieht es auch mit Polygamie aus: Wenn alle damit einverstanden sind, ist es absolut kein Problem, für mich aber wiederum nichts.


    @TheBigLoveQuest (mal wieder :smile:) ch denke, dass gerade die Frauen, die sich vor einer Beziehung schon richtig ausgetobt haben, das größte Bedürfnis nach Nähe, Treue und einem festen Partner haben - solche dagagen, die immer nur in langen Beziehungen lebten, irgendwann das Bedürfnis danach haben, fremdzugehen.
     
    #11
    ogelique, 4 Januar 2004
  12. User 11483
    Verbringt hier viel Zeit
    125
    103
    1
    nicht angegeben
    Wenn man nicht in einer Beziehung ist und es sich ergibt, warum nicht.
    Den Link hab ich auch nur kurz überfolgen, kann dazu also nichts sagen.
    Kann das mal jemand zusammenfassen was in dem Bericht von dieser Psycholigin steht.
     
    #12
    User 11483, 4 Januar 2004
  13. Allein sein ist kein Problem, ich komme auch gut allein zurecht. Die Verlustangst rührt daher dass mir meine Freundin am Herzen liegt und ich Sie allein Glücklich machen will.

    @ogelique
    Meine Freundin hat sich vor mir ausgetobt (ist aber nicht mit jedem ins Bett gehüpft) und Nähe zu mir und Treue sind für Sie jetzt super wichtig und dass Gefühl was verpasst zu haben besteht auch nicht. Also es geht auch anders :zwinker:
     
    #13
    TheBigLoveQuest, 4 Januar 2004
  14. OnleinHein
    OnleinHein (35)
    Verbringt hier viel Zeit
    393
    101
    0
    vergeben und glücklich
    @Mausilein :
    Ich kanns versuchen :zwinker:

    Die Autorin bemängelt, dass in der Gesellschaft gewisse "Mythen" vorherrschen ("Männer haben einen riesigen Sexualtrieb", "Frauen sind eher Nestbauer"), die unterstellen, Sexualität sei rein Triebgesteuert. Durch Erziehung und gesellschaftliches Umfeld fügen sich Mann und Frau dadurch in ihre Rollen. Ihrer Ansicht nach ist Sexualität aber vielmehr soziales, erlerntes Verhalten als Trieb.
    Deshalb leben vielleicht viele an ihren "wirklichen" Bedürfnissen vorbei. "Freie Liebe" heisst also nicht, möglichst sämtliche vorherrschenden Moralvorstellungen über den Haufen zu werfen, sondern unabhängig vom Umfeld die eigenen Bedürfnise zu entdecken und auszuleben, ob sie sich jetzt zufällig mit dem allgemeinen Bild von Sexualität decken oder nicht.

    Stelle ich mir aber schwierig vor, da der Mensch als soziales Wesen sich immer auf irgendeine Weise von anderen beeinflussen lassen wird. Selbst ein kind, das gegen seine Eltern rebelliert, indem es aus Trotz genau das Gegenteil von dem wird, was die Eltern sich für das Kind vorstellten, lässt sich von ihnen beeinflussen. Es wird zwar das Gegenteil, aber es wird dies durch die Eltern. (Nur meine Meinung)
     
    #14
    OnleinHein, 4 Januar 2004

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